Was sind Naturgesetze?

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Was sind Naturgesetze?"

Transkript

1 Seminar Einleitung zur Diskussion. Was sind Naturgesetze? 1. Perspektive - Die Eigenart der philosophischen Betrachtung. Wilhelm Wundt:»Die Philosophie besteht in der Zusammenfassung unserer einzelnen Erkenntnisse zu einer die Forderungen unseres Verstandes und die Bedürfnisse unseres Gemütes befriedigenden Lebensauffassung.«Wilhelm Jerusalem:»Philosophie ist die Denkarbeit, welche in der Absicht unternommen wird, die tägliche Lebenserfahrung und die wissenschaftliche Forschung zu einer einheitlichen und widerspruchslosen Weltanschauung zu vereinigen... «. Moritz Schlick: Jerusalem bezeichnet die Philosophie hier also als»denkarbeit«, aber er zieht dann nicht die entsprechende Konsequenz daraus und behandelt die Philosophie doch als Wissenschaft.... Was ist damit gesagt, wenn man die Philosophie die allgemeinste Wissenschaft nennt? Das philosophische Streben wäre dann nichts anderes als ein auf die Spitze getriebenes wissenschaftliches Streben, eine neue wissenschaftliche Lehre. Wir aber fühlen, dass die philosophischen Probleme nicht bloß diesem Erkenntnisstreben entspringen, sondern dass ihnen eine besondere Unruhe zugrunde liegt, die in einer ganz besonderen Weise gestillt werden muss, nicht auf die Weise, in der wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden.... Zugleich werden wir sehen, dass wohl etwas einem System ähnliches gemacht werden kann, dass die philosophischen Probleme irgendwie zusammenhängen und eine geschlossene Einheit bilden, nur in einem andern Sinne wie in den Wissenschaften, kein Gebäude von Erkenntnissen wie in den Wissenschaften, kein Zusammenschluss von wahren Sätzen. 1

2 - Beispiel: Induktion und allgemeiner Kausalsatz. - eine Grundfragen der Naturphilosophie Induktionsfrage - es gibt keine empirische Basis für Induktion (Verifizierbarkeit unmöglich) (David Hume, 1748, An enquiry on human understanding ) Was gibt dann unserem Erkenntnis die Sicherheit? Antworten, z.b.: Kant: a priori synthetische Urteile Raum, Zeit als fundamentale Formen der Erkenntnis, und a priori analytisches Vorgehen (mathematische Deduktion); die Sicherheit wird von uns selbst hineingebracht: wir können gar nicht anders als kausal denken Popper: hypothetisches Vorgehen und Falsifizierbarkeit ist die Grundlage für die Fortschritt unseres Erkenntnis, wir brauchen keine zusätzliche Sicherung (in der Praxix ist das genau was wir tun: vergleiche mit Forschung) 2

3 - Verständlichkeit der Welt und allgemeiner Kausalsatz Albert Einstein: das größte Wunder Charles S. Peirce: Das Ziel der Philosophie ist, alles verständlich zu machen. Die Philosophie postuliert somit, daß die Naturvorgänge verständlich sind. Postuliert sage ich, nicht: nimmt an. Es mag sich anders verhalten; aber nur soweit es sich so verhält, kann die Philosophie ihren Zweck erfüllen. Sie ist daher gehalten, sich nach dieser Annahme zu richten, sei sie nun wahr oder nicht. Sie ist eine verzweifelte Hoffnung, aber soweit der Naturprozeß verständlich ist, ist der Naturprozeß mit dem Vernunftprozeß identisch. Es muß praktisch angenommen werden, daß das Gesetz des Seins und das Gesetz des Denkens eins sind. Deshalb werden wir beim Entwerfen einer Theorie des Universums recht daran tun, jene Begriffe zu verwenden, die für die Logik klarerweise wesentlich sind. (N&Z, S.133, 1890) (Muss nicht als Priorität des Denkens über die Materie verstanden zu werden, sondern eher als Zusammengehörigkeit.) Ernst Cassirer (dabei zum Teil Hermann von Helmholtz paraphrasierend) "das Suchen nach immer allgemeineren Gesetzen ist ein Grundzug, ein regulatives Prinzip unseres Denkens. Eben dieses regulative Prinzip, und nichts anderes, ist das, was wir Kausalgesetz nennen. In diesem Sinne ist es ein a priori gegebenes, ein transzendentales Gesetz: denn ein Beweis desselben aus der Erfahrung ist nicht möglich. Aber auf der anderen Seite gilt, daß wir für seine Anwendbarkeit keine andere Bürgschaft als seinen Erfolg haben. Wir könnten in einer Welt leben, in der jedes Atom von jedem anderen verschieden wäre; in ihr wäre keinerlei Regelmäßigkeit zu finden und unsere Denktätigkeit müßte ruhen. Aber der Forscher rechnet nicht mit einer solchen Welt; er vertraut auf die Begreifbarkeit der Naturerscheinungen, und jeder einzelne Induktionsschluß wäre hinfällig, wenn ihm nicht dieses allgemeine Vertrauen zugrunde läge. 'Hier gilt nur der eine Rat: Vertraue und handle! - das Unzulängliche wird dann Ereignis'." (Cassirer: ZMP 200, 1935; Helmholtz: Handbuch der Physiologischen Optik, 2. Aufl. 1896, II, 591) 3

4 - Naturphilosophie, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie. Antike: Platon, Aristoteles: Die Philosophie entspringt aus einer Verwunderung des Denkers über die Welt. Aristoteles: [wir] meinen..., etwas zu wissen, wenn wir glauben, sowohl die Ursache zu kennen, aufgrund derer ein Ding ist (und zu wissen, dass diese seine Ursache ist), als auch, dass es nicht anders sein kann Die Forderungen von Universalität und Notwendigkeit sind grundlegend für unseres Verständnis: erst dadurch, dass wir Notwendigkeit und Universalität für ein Naturgesetz verlangen, können wir ihren Anwendungsbereich präzise definieren, es nachprüfen und eventuell widersprechen. In der Folge emanzipiert sich die Naturwissenschaft von der Philosophie. Naturphilosophie. Erkenntnistheorie: Rationalismus (Descartes, Leibniz) Empirismus (Locke, Hume), Vorrang der Beobachtung Idealismus (Berkeley, Kant, Hegel): unseres Denken strukturiert die Beobachtung Positivismus, Empiriokritizismus, Logischer Empirismus, usw., Theorien als (nur) Instrumente Realismus (Helmholtz, Peirce, Schlick, Popper, Putnam,...): unsere Konzepte haben ein eindeutiges Referent Wissenschaftstheorie: (Duhem, Reichenbach, Popper, Kuhn, Feyerabend... Erhard Scheibe) 4

5 2. Die Philosophie der Physiker Typische Physiker Einstellung: Hermann Weyl: "Innerhalb der Naturwissenschaft bezeichnen die weltanschaulichen Gegensätze von Realismus und Idealismus einander nicht widersprechende methodische Prinzipien. Wir konstruieren in ihr eine objektive Welt,... " in der zugleich zwei Prinzipien gelten müssen: ein "realistisches", mit Helmholtz so dargestellt: "Eine Verschiedenheit der sich uns aufdrängenden Wahrnehmungen ist stets in einer Verschiedenheit der reellen Bedingungen fundiert." und ein "idealistisches": "... das objektive Weltbild darf keine Verschiedenheiten zulassen, die nicht in Verschiedenheiten der Wahrnehmung sich kundgeben können; ein prinzipiell der Wahrnehmung unzugängliches Sein wird nicht zugestanden.". Positivismus und Realismus in der Diskussion der Physiker Realismus als fruchtbarste Hypothese: Helmholtz, Positivismus als sparsamste Einstellung: Mach, beide werden problematisiert wenn sie als absolut gesehen werden. 5

6 3. Ein offener Diskussionsrahmen: der Ansatz Pierre Duhems Die Diskussion von Pierre Duhem ist vor allem durch ihre Klarheit herausragend; sie soll uns hier erlauben, in einem präzisen Rahmen Fragen zu stellen. - Physikalische Theorie zwischen Metaphysik und naturgemäßen Klassifikation. Duhem'sche Hauptargument: 1. In so fern Erklärung Zugang zu einer letzten Wirklichkeit bedeutet, impliziert dies eine metaphysische Setzung und zwar, nicht hypothetisch sondern absolut (die Welt ist so und nicht anders). 2. Es gibt keine eindeutige Metaphysik, sondern viele widersprüchliche metaphysische Systeme 3. Kein metaphysisches System schafft es, eindeutig die Ableitung einer Physik zu gewährleisten, bzw. zu begründen, ohne weitere ad hoc Annahmen (Kräfte zwischen den Atomen, Bewegungsmenge bei Descartes, vis primitiva bei Leibniz, usw.). 4. In so fern eine physikalisch Theorie auf Erklärung aus ist, muss sie eine Metaphysik voraussetzen (siehe 1.), macht sich also davon abhängig (siehe 2.), und hat aber nichts davon (siehe 3.). (Das bedeutet nicht, dass metaphysische Annahmen nicht eine relevante heuristische Rolle haben können in rahmen einer hypothetischen Vorgehen) 6

7 Duhems Ansatz: Die einzige Möglichkeit, eine physikalische Theorie selbständig zu definieren ist, sie als mathematisches Schema, dessen Symbole auf physikalischen Größen hindeuten, zu definieren. Als Validation Kriterium gilt (nebst mathematische Konsistenz) nur die Übereinstimmung mit den Phänomenen. Der Ziel einer physikalischen Theorie ist daher anstatt Erklärung, eine Naturgemäße Klassifikation was suggeriert, dass die logische Ordnung in der Theorie der Reflex einer ontologischen Ordnung ist. Es folgt, dass die Theorie Aussagen machen kann für noch nicht beobachteten Phänomene (Fresnel). Das ist eine Bestätigung des Charakters als naturgemäße Klassifikation, denn einfache Ökonomie des Denkens kann sich nur darauf beziehen, was man beobachtet hat. Somit ist der Bezug zur Wirklichkeit nicht durch die Postulierung einer Metaphysik vorweg genommen. Wir starten von der Beobachtung, und mit jedem Abstraktionsschritt entfernen wir uns förmlich von der Wirklichkeit, bis wir durch die Errichtung einer erfolgreichen Theorie finden, dass wir in unsere Theorie die Ordnung der Wirklichkeit wiedergeben und so uns wieder die letztere erreichen. Die Geschichte der Physik zeigt in wesentlichem Kontinuität und Fortschritt, was als Bestätigung für diesen Naturgemäße- Klassifikation--Charakter gesehen werden kann. 7

8 - Physikalische Theorie zwischen Mathematik und Experiment und der kreative Prozess der Bildung einer Theorie In der Errichtung einer physikalischen Theorie spielen sich mehrere Ebenen ab. - Die Begründung der theoretischen Physik als mathematische Physik (Galilei: das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben). - Die Rolle und die Eigenart des physikalischen Experiments (Basis der Induktion und theoretische Beladenheit). - Der kreative Prozess: die Aufstellung von Hypothesen. - Der analytisch-deduktive Prozess: Das mathematische Schema erlaubt die Deduktion von Eigenschaften von Phänomenen, Erklärung von Beobachtetes und Voraussagen von neuen Beobachtungen.. In der Tat ist die Theoriebildung ein kompliziertere Prozess. Wir haben: Maßaussagen, Gesetzesaussagen, Prinzipien-Aussagen und eine Reihe von Vorgängen: Idealisierung, Qualifizierung (Fehlerrechnung), Behandlung der Frage der mathematischen Konsistenz... Die Hypothesen sind keine spontane Schöpfungen sondern das Ergebnis einer fortschreitenden Entwicklung, sie sind keine willkürliche Schöpfungen des Physikers sondern drängen sich ihm auf (SRT). Schließlich: Was sich bewähren muss und daher geprüft werden kann ist nicht eine einzelne Hypothese sondern derer Gesamtheit einmal sie zu einer Theorie ausgebaut wurden (Duhem-Quine These). 8

9 4. Symbol als Betrachtungsgrundlage Was ist der Charakter der physikalischen Begriffe? Vorschlag: wir sollen von ihnen als Symbole sprechen das erscheint adequater als Zeichen oder als Konzept. So, wie ein Zeichen suggeriert die Verwendung des Wort Symbol einen Referent, einen Bezug und andererseits hat, oder weist auf eine Struktur hin, so, wie ein theoretischer Begriff. Das Symbol Konzept von Duhem (nach Ihmig): - Zeichen, die etwas beschreiben oder repräsentieren, - keine natürliche Verbindung zw. Zeichen und Referent notwendig, - immer in einer symbolischen Struktur eingebunden, - als einzeln neutral bezüglich Wahrheitswerte (nur indirekt, als Konstituenten einer Theorie), - nicht direkt aus der Erfahrung, sondern im Rahmen eines Erkenntnisprozesses ausgebaut. In der Physik sind vor allem zwei Symbol-Ansätze, auf die man immer zurückkommt: - Helmholtz-she Ansatz: aus der Natur gelesene Bedeutungen, die Struktur liegt in der Refernt: Die Sinnesempfindungen sind für unser Bewußtsein Zeichen, deren Bedeutung verstehen zu lernen, unserem Verstande überlassen ist (Helmholtz 1896). - Hertz-she Ansatz: unter Constraints generierte Bilder, die Struktur liegt in ihrer Beziehungen: Wir machen uns innere Scheinbilder oder Symbole der äußeren Gegenstände, und zwar machen wir sie von solcher Art, daß die denknotwendigen Folgen der Bilder stets wieder Bilder seien von den naturnotwendigen Folgen der abgebildeten Gegenstände [...] (Hertz, 1894). 9

10 5. Der Charakter physikalischer Gesetze. Beispiel: Erdbahn, Planetenbahnen Babylonier: einfache Fortsetzung von Beobachtungen, Tabellen Kepler: empirisches Gesetz, mathematische Zusammenfassung von Regelmäßigkeiten Newton: Gravitation als Naturgesetz: Theorie Gegenüberstellung Kepler-Newton Die wissenschaftliche Beschreibung von Beobachtungen und Experimenten involviert Idealisierungen und Abstraktionen einen theoretischen Hintergrund und, ins besondere, das Einführen von Größen oder Symbole um die Phänomene zu beschreiben (Bahn, Flächeninhalte, Periode, Geschwindigkeit, etc) Dadurch können Regelmäßigkeiten in der Phänomene festgestellt und empirische Gesetze aufgestellt werden: Kepler. Die Aufstellung eines Naturgesetzes impliziert eine weitere Annahme, oder Postulat, über eine Entität, die hinter der Phänomene steht, nicht als solche beobachtbar ist, aber sich in der Phänomene ausdrückt: Newton: Gravitationsgesetz, Gravitationskraft 10

11 Die Macht eines Naturgesetzes liegt in ihrer Universalität und Notwendigkeit (Aristoteles). Das Gravitationsgesetz erklärt nicht nur die Keplersche Gesetze sondern hat einen extrem breiten und offenen Anwendungsbereich. Darüber hinaus hat die Einführung einer Kraft einen exemplarischen Charakter und ermöglicht den Aufbau der Mechanik. Kraft bleibt ein sehr fruchtbarer Konzept bis hin zur lokalen Wechselwirkung. Fragen: was bedeutet ein Naturgesetz? Wie werden Naturgesetze aufgestellt? Solche Fragen kann man besprechen unabhängig davon,, ob eine realistische oder positivistische Verständnis hier vorliegt. Die Fragen verbunden mit Naturgesetzen, pragmatische als auch philosophische, sind paradigmatisch für eine Diskussion über physikalischen Erkenntnis. Wir können verfolgen wie die Gesetze aufgestellt werden, was sie involvieren, welche Entwicklungen sie mitmachen, etc. 11

Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares, höhere Einsichten usw.

Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares, höhere Einsichten usw. »... erkennen, wie wir erkennen«v-2 Empirismus F. Bacon V-3 Kritischer Rationalismus K.R. Popper V-4 Konstruktivismus Metaphysik - Religiöse Überlieferung Sammelbezeichnung für alle Lehren über Unbeobachtbares,

Mehr

Wissenschaft und Forschung in der Wirtschaftsinformatik

Wissenschaft und Forschung in der Wirtschaftsinformatik Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik insb. Informationsmanagement Prof. Dr. Wissenschaft und Forschung in der Wirtschaftsinformatik Ansätze wissenschaftlicher Forschung Eine Dissertation ist eine schriftliche

Mehr

Thomas Kuhn The Structure of Scientific Revolutions

Thomas Kuhn The Structure of Scientific Revolutions Thomas Kuhn The Structure of Scientific Revolutions Economic History of Europe before the Industrial Revolution Prof. Komlos,, Dr. Breitfelder Sebastian Koch 25. 06. 2008 1/16 Agenda Thomas Kuhn Wissenschaftstheorie

Mehr

Was ist wissenschaftlich?

Was ist wissenschaftlich? 1 Niklas Lenhard-Schramm (Westfälische Wilhelms Universität Münster) Was ist wissenschaftlich? Was ist wissenschaftlich? Eine Auseinandersetzung mit dieser Frage ist lohnenswert für jeden, der wissenschaftliches

Mehr

Deduktive und induktive Aspekte statistischer Methoden

Deduktive und induktive Aspekte statistischer Methoden Deduktive und induktive Aspekte statistischer Methoden Wissenschaftshistorische und -philosophische Grundlagen Felix Günther Institut für Statistik Ludwig-Maximilians-Universität München Prof. Seising

Mehr

Übersicht: Moderne Wissenschaftstheorie

Übersicht: Moderne Wissenschaftstheorie Thema: Übersicht: Moderne Wissenschaftstheorie TMD: Kurzvorstellung des Materials: Die Wissenschaftstheorie ist ein Teilgebiet der Philosophie, die sich mit Fragen befasst wie Was macht eine Wissenschaft

Mehr

Wissen Konstrukt oder Rekonstruktion der Popperschen Welt 1? oder Warum sich die ISKO in International Society for Knowledge self-organization

Wissen Konstrukt oder Rekonstruktion der Popperschen Welt 1? oder Warum sich die ISKO in International Society for Knowledge self-organization Wissen Konstrukt oder Rekonstruktion der Popperschen Welt 1? oder Warum sich die ISKO in International Society for Knowledge self-organization umbenennen sollte. Walther Umstätter Humboldt-Universität

Mehr

Uwe Meyer Universität Osnabrück Seminar Der Sinn des Lebens (WS 2003/04) Karl R. Popper: Hat die Weltgeschichte einen Sinn?

Uwe Meyer Universität Osnabrück Seminar Der Sinn des Lebens (WS 2003/04) Karl R. Popper: Hat die Weltgeschichte einen Sinn? Karl R. Popper: Hat die Weltgeschichte einen Sinn? * 28.07.1902 in Wien Frühe Auseinandersetzung mit Marx, Freud und Einsteins Relativitätstheorie; um 1918 als Sozialist politisch aktiv, dann kritische

Mehr

Theorie und Praxis des Handelns Moral, Handlung, Werte und Normen: Grundlagen der Ethik 9

Theorie und Praxis des Handelns Moral, Handlung, Werte und Normen: Grundlagen der Ethik 9 Theorie und Praxis des Handelns Moral, Handlung, Werte und Normen: Grundlagen der Ethik 9 1. Calvin, Hobbes und das Recht des Stärkeren oder: Was versteht man unter Ethik und Moral? 10 2. Denken, handeln

Mehr

Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009

Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009 TU Dortmund, Wintersemester 2009/10 Institut für Philosophie und Politikwissenschaft C. Beisbart Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009

Mehr

Wissenschaftstheorie

Wissenschaftstheorie Wissenschaftstheorie 2. Vorlesung: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Perspektiven Andreas Georg Scherer Prof. Dr. Andreas Georg Scherer, Lehrstuhl für Grundlagen der BWL und Theorien der Unternehmung,

Mehr

6. Sitzung. Methoden der Politikwissenschaft: Metatheorien, Werturteilsproblematik und politikwissenschaftliche Methoden

6. Sitzung. Methoden der Politikwissenschaft: Metatheorien, Werturteilsproblematik und politikwissenschaftliche Methoden 6. Sitzung Methoden der Politikwissenschaft: Metatheorien, Werturteilsproblematik und politikwissenschaftliche Methoden Inhalt der heutigen Veranstaltung 1. Metatheorien/Paradigmen 2. Die so genannte Drei-Schulen

Mehr

Lehrplan Physik. Bildungsziele

Lehrplan Physik. Bildungsziele Lehrplan Physik Bildungsziele Physik erforscht mit experimentellen und theoretischen Methoden die messend erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen und Vorgänge in der Natur. Der gymnasiale

Mehr

Wie sollte ein Manager coachen?

Wie sollte ein Manager coachen? COACHING Als Führungskraft sind Sie da um mit Menschen mit vielen verschiedenen Fähigkeiten zu arbeiten, und Ihre Rolle als Coach ist eine solche Funktion. Coaching ist eine Gelegenheit um zur Entwicklung

Mehr

Kräfte und Bewegungen. Energie und Impuls. Gravitation Kräfte und Bewegungen. Energie und Impuls. Schwingungen und Wellen Kräfte und Bewegungen

Kräfte und Bewegungen. Energie und Impuls. Gravitation Kräfte und Bewegungen. Energie und Impuls. Schwingungen und Wellen Kräfte und Bewegungen Teil 1 Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben Unterrichtsvorhaben der Einführungsphase Kontext und Leitideen sfelder, liche Schwerpunkte Physik im Straßenverkehr Mechanik Physik und Sport Kräfte und Bewegungen

Mehr

Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL. a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft?

Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL. a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft? Übungsaufgabe 7: Ziele der BWL a) Welche Ziele hat die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft? b) Kosiol und Gutenberg vertreten verschiedene Auffassungen, wie ein Betrieb zu kennzeichnen ist. Hat dies

Mehr

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Einleitung In diesem Aufsatz/dieser Abhandlung/dieser Arbeit werde ich... untersuchen/ermitteln/bewerten/analysieren... Um diese Frage zu beantworten, beginnen

Mehr

BATESON / FEYERABEND ÖKOLOGIE DES GEISTES, WIDER DEM METHODENZWANG

BATESON / FEYERABEND ÖKOLOGIE DES GEISTES, WIDER DEM METHODENZWANG BATESON / FEYERABEND ÖKOLOGIE DES GEISTES, WIDER DEM METHODENZWANG Wissenserwerb durch Experimente tu dortmund Niels Lategahn, Helge Lente Übersicht 2 Biographie Bateson Ökologie des Geistes Wissenserwerb

Mehr

Trägheit, Masse, Kraft Eine systematische Grundlegung der Dynamik

Trägheit, Masse, Kraft Eine systematische Grundlegung der Dynamik Trägheit, Masse, Kraft Eine systematische Grundlegung der Dynamik Die grundlegenden Gesetze der Physik sind Verallgemeinerungen (manchmal auch Extrapolationen) von hinreichend häufigen und zuverlässigen

Mehr

2. Vorlesung. Slide 40

2. Vorlesung. Slide 40 2. Vorlesung Slide 40 Knobelaufgabe Was tut dieses Programm? Informell Formal Wie stellt man dies sicher? knobel(a,b) { Wenn a = 0 dann return b sonst { solange b 0 wenn a > b dann { a := a - b sonst b

Mehr

Marktforschung. Prof. Dr. Fritz Unger. Oktober 2015

Marktforschung. Prof. Dr. Fritz Unger. Oktober 2015 Prof. Dr. Fritz Unger Marktforschung Oktober 2015 MASTER OF BUSINESS ADMINISTRATION IM FERNSTUDIENGANG BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE Modul 1 Marketing 1.1 Marketing als marktorientierte Unternehmensführung

Mehr

Was sind Naturgesetze?

Was sind Naturgesetze? WWU Münster Seminar über philosophische Aspekte der Physik schriftliche Ausarbeitung des Referats Was sind Naturgesetze? von Dennis Pongs Was sind Naturgesetze? Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1

Mehr

Spezielle Relativitätstheorie. Die Suche nach dem Äther

Spezielle Relativitätstheorie. Die Suche nach dem Äther Spezielle Relativitätstheorie Die Suhe nah dem Äther Wellennatur des Lihtes Sir Isaa Newton (1643 177) Ihm wird die Korpuskulattheorie des Lihtes zugeshrieben: daß das Liht etwas ist, das sih mit einer

Mehr

Glücklich. Heute, morgen und für immer

Glücklich. Heute, morgen und für immer Kurt Tepperwein Glücklich Heute, morgen und für immer Teil 1 Wissen macht glücklich die Theorie Sind Sie glücklich? Ihr persönlicher momentaner Glücks-Ist-Zustand Zum Glück gehört, dass man irgendwann

Mehr

Es gibt einen Grund, warum Sie von diesem Buch

Es gibt einen Grund, warum Sie von diesem Buch 1 Was möchte ich? Glücklich sein: Ein Gefühl großen Vergnügens, Zufriedenheit oder Freude Es gibt einen Grund, warum Sie von diesem Buch angezogen wurden. Vielleicht sendet Ihre Seele Ihnen eine Einladung

Mehr

Platz für Neues schaffen!

Platz für Neues schaffen! Spezial-Report 04 Platz für Neues schaffen! Einleitung Willkommen zum Spezial-Report Platz für Neues schaffen!... Neues... jeden Tag kommt Neues auf uns zu... Veränderung ist Teil des Lebens. Um so wichtiger

Mehr

Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie

Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie Seminar: VT bei depressiven Störungen Seminarleiterin: Dipl. Psych. C. Kuhn Referenten: F. Buge, K. Lemke Überblick Therapeutisches Vorgehen: 1. Erfassen von

Mehr

Buddhismus und westliche Philosophie im Dialog

Buddhismus und westliche Philosophie im Dialog Buddhismus und westliche Philosophie im Dialog Privat Prof. Dr. Jay Garfield im Tibetischen Zentrum 22. bis 29. Juni 2010 Tibetisches Zentrum Unter der Schirmherrschaft Seiner Heiligkeit 14. Dalai Lama

Mehr

Methoden der Erkenntnisgewinnung. Seminar Empirische Sozialforschung/ Pflegeforschung Prof. Dr. U. Toellner-Bauer

Methoden der Erkenntnisgewinnung. Seminar Empirische Sozialforschung/ Pflegeforschung Prof. Dr. U. Toellner-Bauer Methoden der Erkenntnisgewinnung Seminar Empirische Sozialforschung/ Pflegeforschung Prof. Dr. U. Toellner-Bauer Parabel Ein Ichthyologe, ein Fischkundiger, will das Leben im Meer erforschen. Er wirft

Mehr

8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II. Domänenspezifische Fähigkeiten

8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II. Domänenspezifische Fähigkeiten 8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II Domänenspezifische Fähigkeiten Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II: Domänenspezifische Fähigkeiten

Mehr

Zusammenhänge präzisieren im Modell

Zusammenhänge präzisieren im Modell Zusammenhänge präzisieren im Modell Dr. Roland Poellinger Munich Center for Mathematical Philosophy Begriffsfeld Logik 1 Mathematik und Logik Die Mathematik basiert auf logisch gültigen Folgerungsschritten

Mehr

Der Zwiespalt zwischen Theorie und Anschauung in der heutigen Wärmelehre und seine geschichtlichen Ursachen

Der Zwiespalt zwischen Theorie und Anschauung in der heutigen Wärmelehre und seine geschichtlichen Ursachen Der Zwiespalt zwischen Theorie und Anschauung in der heutigen Wärmelehre und seine geschichtlichen Ursachen Georg Job Job-Stiftung c/o. Institut für Physikalische Chemie, Universität Hamburg 24. Didaktik-Workshop

Mehr

Gibt es verschiedene Arten unendlich? Dieter Wolke

Gibt es verschiedene Arten unendlich? Dieter Wolke Gibt es verschiedene Arten unendlich? Dieter Wolke 1 Zuerst zum Gebrauch des Wortes unendlich Es wird in der Mathematik in zwei unterschiedlichen Bedeutungen benutzt Erstens im Zusammenhang mit Funktionen

Mehr

Fachkenntnisse auf höchstem Niveau

Fachkenntnisse auf höchstem Niveau Fachkenntnisse auf höchstem Niveau sind und bleiben das Selbstverständnis unseres Berufsstandes. Auf den ersten Blick aber lässt sich die Qualität von Steuerberatungsleistungen nur schwer beurteilen. Hinzu

Mehr

Wissenschaft, Frauenbildung und Mathematik vom Mittelalter bis zum Zeitalter der Aufklärung

Wissenschaft, Frauenbildung und Mathematik vom Mittelalter bis zum Zeitalter der Aufklärung Wissenschaft, Frauenbildung und Mathematik vom Mittelalter bis zum Zeitalter der Aufklärung Mittelalter, ~ 6.-15. Jh. 6.-12. Jh.: Monopol der Kirche über Bildung und Wissenschaft Klöster: Tradierung des

Mehr

Das Seminar. Wer sind Sie? Was ist wirklich wirklich? Was ist die Ursache von Symptomen?

Das Seminar. Wer sind Sie? Was ist wirklich wirklich? Was ist die Ursache von Symptomen? Das Seminar auf Mallorca Wer sind Sie? Was ist wirklich wirklich? Was ist die Ursache von Symptomen? In diesem Seminar geht es darum, gemeinsam zu schauen und zu realisieren, wer Sie sind, was wirklich

Mehr

Qualitative und Quantitative Forschungsmethoden

Qualitative und Quantitative Forschungsmethoden Qualitative und Quantitative Forschungsmethoden Unterschiede zwischen den Forschungsstrategien Überprüfendes vs. Entdeckendes Erkenntnisinteresse Ziel ist die Überprüfung von Theorieaussagen. Es werden

Mehr

5.1 Drei wichtige Beweistechniken... 55 5.2 Erklärungen zu den Beweistechniken... 56

5.1 Drei wichtige Beweistechniken... 55 5.2 Erklärungen zu den Beweistechniken... 56 5 Beweistechniken Übersicht 5.1 Drei wichtige Beweistechniken................................. 55 5. Erklärungen zu den Beweistechniken............................ 56 Dieses Kapitel ist den drei wichtigsten

Mehr

Die Zeit und Veränderung nach Aristoteles

Die Zeit und Veränderung nach Aristoteles Lieferung 4 Hilfsgerüst zum Thema: Die Zeit und Veränderung nach Aristoteles 1. Anfang der Untersuchung: Anzweiflung Aristoteles: Es reiht sich an das bisher Versprochene, über die Zeit zu handeln. Zuerst

Mehr

Informationsblatt zur Seminargestaltung Fächerübergreifende Grundlagen und Methoden.

Informationsblatt zur Seminargestaltung Fächerübergreifende Grundlagen und Methoden. Koordination Modul 15.05.2015 Informationsblatt zur Seminargestaltung Fächerübergreifende Grundlagen und Methoden. Welche Veranstaltungen gibt es im Modul? Das Modul besteht aus Vorlesungen (drei wöchentliche

Mehr

Theorie qualitativen Denkens

Theorie qualitativen Denkens Theorie qualitativen Denkens Vorbetrachtungen - vor den 70er Jahren standen vor allem quantitative Forschungen im Mittelpunkt - qualitative Wende in den 70er Jahren in der BRD - seit dem setzt sich qualitatives

Mehr

7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis

7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis Einführung in das Studium der Management- und Wirtschaftswissenschaften WS 2013/14 7. Das Spannungsfeld von Wissenschaft und Praxis Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung Professur

Mehr

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit!

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit! Wie verändere ich mein Leben? Du wunderbarer Menschenengel, geliebte Margarete, du spürst sehr genau, dass es an der Zeit ist, die nächsten Schritte zu gehen... hin zu dir selbst und ebenso auch nach Außen.

Mehr

Essaypreis des Zentrums für Wissenschaftstheorie, Münster im Sommersemester 2011. 3. Platz. Tim Melkert

Essaypreis des Zentrums für Wissenschaftstheorie, Münster im Sommersemester 2011. 3. Platz. Tim Melkert Essaypreis des Zentrums für Wissenschaftstheorie, Münster im Sommersemester 2011 3. Platz Tim Melkert Weder wahr noch falsch? Formalismus und Intuitionismus in Mathematik und Philosophie verfasst im Rahmen

Mehr

Verfahren bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten. im Forschungsverbund Berlin e. V. Verfahrensordnung

Verfahren bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten. im Forschungsverbund Berlin e. V. Verfahrensordnung Verfahren bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten im Forschungsverbund Berlin e. V. Verfahrensordnung Präambel Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 1998 Vorschläge zur Sicherung guter

Mehr

Bemerkungen zu der Abhandlung:

Bemerkungen zu der Abhandlung: Bemerkungen zu der Abhandlung: Ueber oligodynamische Erscheinungen in lebenden Zellen, von C. v. Nägeli, mit einem Vorwort von S. Schwendener und einem Nachtrag von C. Cramer. (Denkschriften der schweizer.

Mehr

Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe Leserin, lieber Leser, Weiterführende Internet-Informationen zum Buch : Kapitel 4.4: Verhandeln nach dem Harvard Konzept Liebe Leserin, lieber Leser, Konflikte gehören zum Leben wie das Salz in der Suppe. Dennoch scheuen wir

Mehr

Also kann nur A ist roter Südler und B ist grüner Nordler gelten.

Also kann nur A ist roter Südler und B ist grüner Nordler gelten. Aufgabe 1.1: (4 Punkte) Der Planet Og wird von zwei verschiedenen Rassen bewohnt - dem grünen und dem roten Volk. Desweiteren sind die Leute, die auf der nördlichen Halbkugel geboren wurden von denen auf

Mehr

PUBLICATIONS DR. KRISTINA ENGELHARD

PUBLICATIONS DR. KRISTINA ENGELHARD PUBLICATIONS DR.KRISTINAENGELHARD Books: EditedBooks (1) Das Einfache und die Materie. Untersuchungen zu Kants Antinomie der Teilung. Univ. Diss. Berlin/New York: De Gruyter 2005 (Kantstudien Ergänzungshefte146).

Mehr

Universität Koblenz-Landau, Abteilung Koblenz FB 4 Informatik. Seminar Entscheidungsverfahren für logische Theorien. Endliche Modelle.

Universität Koblenz-Landau, Abteilung Koblenz FB 4 Informatik. Seminar Entscheidungsverfahren für logische Theorien. Endliche Modelle. Universität Koblenz-Landau, Abteilung Koblenz FB 4 Informatik Seminar Entscheidungsverfahren für logische Theorien Tobias Hebel Koblenz, am 18.02.2005 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung... 3 2 Grundlagen...

Mehr

Frieder Nake: Information und Daten

Frieder Nake: Information und Daten Frieder Nake: Information und Daten Mit Grundlagen der Zeichentheorie nach Morris Seminar 31120: Information Philosophische und informationswissenschaftliche Perspektiven, SS 2004 Frieder Nake: Information

Mehr

Theoretische Informatik

Theoretische Informatik Theoretische Informatik Einheit 1 Mathematische Methodik 1. Problemlösen 2. Beweistechniken 3. Wichtige Grundbegriffe Methodik des Problemlösens Klärung der Voraussetzungen Welche Begriffe sind zum Verständnis

Mehr

Seminar: Ethiktypen 10.10.2011

Seminar: Ethiktypen 10.10.2011 Seminar: Ethiktypen 10.10.2011 Programm heute 1. Organisatorisches - Modulübersicht - Stundenplan SS 2011 - Termine 2. Einführung zum Seminar 3. Lektüreplan der ersten Stunden 2 1. Organisatorisches Modulübersicht

Mehr

Platons Höhle. Zur Vorbereitung: Arbeitsblätter für 4. bis 6. Klasse. von Tim Krohn Illustriert von Lika Nüssli SJW Nr. 2320

Platons Höhle. Zur Vorbereitung: Arbeitsblätter für 4. bis 6. Klasse. von Tim Krohn Illustriert von Lika Nüssli SJW Nr. 2320 Arbeitsblätter für 4. bis 6. Klasse Platons Höhle von Tim Krohn Illustriert von Lika Nüssli SJW Nr. 2320 Zur Vorbereitung: Warst Du auch schon in einer Höhle? Wo? Warum warst Du dort? Was hast Du dort

Mehr

Religionen oder viele Wege führen zu Gott

Religionen oder viele Wege führen zu Gott Religionen oder viele Wege führen zu Gott Menschen haben viele Fragen: Woher kommt mein Leben? Warum lebe gerade ich? Was kommt nach dem Tod? Häufig gibt den Menschen ihre Religion Antwort auf diese Fragen

Mehr

Was ist Gravitation?

Was ist Gravitation? Was ist Gravitation? Über die Einheit fundamentaler Wechselwirkungen Hans Peter Nilles Physikalisches Institut Universität Bonn Was ist Gravitation, Stuttgart, November 2010 p. 1/19 Wie gewiss ist Wissen?...die

Mehr

Projektbeschreibung. 1. Club der jungen Mathematiker/innen Expedition ins Reich der Mathematik (5. & 6. Schulstufe)

Projektbeschreibung. 1. Club der jungen Mathematiker/innen Expedition ins Reich der Mathematik (5. & 6. Schulstufe) Projektbeschreibung 1. Club der jungen Mathematiker/innen Expedition ins Reich der Mathematik (5. & 6. Schulstufe) An fünf spannenden Tagen, die über das Jahr 2015 verteilt sind, erlebst du jeweils eine

Mehr

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten:

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten: (1) Verschiedene Antworten: Soziale Tatsachen Emile Durkheim Interaktion (soziale Wechselwirkungen Georg Simmel) (soziales) Handeln Max Weber Gruppen Strukturen Soziale Systeme Fazit: Mikro- und Makro-Ebene

Mehr

Die 3 größten Fehler bei der Neukundengewinnung Sind Sie auch betroffen?

Die 3 größten Fehler bei der Neukundengewinnung Sind Sie auch betroffen? Die 3 größten Fehler bei der Neukundengewinnung Sind Sie auch betroffen? In diesem kurzen Ratgeber möchte ich Ihnen die 3 wahrscheinlich größten Fehler aufzeigen, die Sie bei der Neukundengewinnung machen

Mehr

Public Space? Virtual Space!

Public Space? Virtual Space! Fachtagung Public Space? Virtual Space! Dienstag, 8. November 2011 Workshop 2 Sozialraum «Online Community» Wie das Internet tradierte Raumvorstellungen herausfordert Julia Gerodetti Institut Kinder- und

Mehr

#1: SPRACHE UND PHILOSOPHIE

#1: SPRACHE UND PHILOSOPHIE DGC 47 Sprachphilosophie Universität Athen, WiSe 2011-12 Winfried Lechner Skriptum, v. 2.0 (2011) #1: SPRACHE UND PHILOSOPHIE 1. WAS IST SPRACHPHILOSOPHIE? 1.1. EINGRENZUNG DES GEBIETES Die Triaden in

Mehr

Mit. ernim RU arbeiten

Mit. ernim RU arbeiten Mit ernim RU arbeiten Bildsorten Bilder Abbilder: Foto, Zeichnung (Film, Video) Sinn-Bilder: z.b. Kunstbild, Symbol, Karikatur logische analytische Bilder: Diagramme, Tabellen, Schemata Der Mehr-Wert eines

Mehr

DIE FUNDAMENTALEN BAUSTEINE

DIE FUNDAMENTALEN BAUSTEINE DIE FUNDAMENTALEN BAUSTEINE "Die Natur liebt sich zu verbergen" Heraklit, 500 v. Chr. ZWEI FUNDAMENTALE FRAGEN : WIE IST DAS UNIVERSUM ENTSTANDEN? WORAUS BESTEHT DIE MATERIE MIT IHREN KRÄFTEN? BEIDE FRAGEN

Mehr

JOHANNES BONNEKOH. Analysis. Allgemeine Hochschulreife und Fachabitur

JOHANNES BONNEKOH. Analysis. Allgemeine Hochschulreife und Fachabitur JOHANNES BONNEKOH Analysis Allgemeine Hochschulreife und Fachabitur Vorwort Vorwort Mathematik ist eine Sprache, die uns hilft die Natur und allgemeine naturwissenschaftliche Vorgänge zu beschreiben. Johannes

Mehr

Betragsgleichungen und die Methode der Fallunterscheidungen

Betragsgleichungen und die Methode der Fallunterscheidungen mathe online Skripten http://www.mathe-online.at/skripten/ Betragsgleichungen und die Methode der Fallunterscheidungen Franz Embacher Fakultät für Mathematik der Universität Wien E-mail: [email protected]

Mehr

Rhetorik und Argumentationstheorie. [[email protected]]

Rhetorik und Argumentationstheorie. [frederik.gierlinger@univie.ac.at] Rhetorik und Argumentationstheorie 1 [[email protected]] Ablauf der Veranstaltung Termine 1-6 Erarbeitung diverser Grundbegriffe Termine 7-12 Besprechung von philosophischen Aufsätzen Termin

Mehr

Einführung: Begriffliches und Methodisches in altersübergreifender Perspektive

Einführung: Begriffliches und Methodisches in altersübergreifender Perspektive Übungsaufgaben Einführung: Begriffliches und Methodisches in altersübergreifender Perspektive Welche Entwicklungsziele, Entwicklungskontexte und Lebensereignisse sind typisch für die in der Entwicklungspsychologie

Mehr

Wie ticken meine Mitarbeiter?

Wie ticken meine Mitarbeiter? 1 Wie ticken meine Mitarbeiter? Vorspann: Führungskräfte in Callcentern stehen immer wieder vor Aufgaben, bei denen sie wissen müssen: Wie ticken meine Mitarbeiter als Person? Und: Über welchen Kanal kann

Mehr

Philosophische Aspekte der Modernen Physik. 03 Pauli-Jung-Dialog

Philosophische Aspekte der Modernen Physik. 03 Pauli-Jung-Dialog Philosophische Aspekte der Modernen Physik Forum Scientiarum SS 2013 Kurt Bräuer 1 C.G.Jung und W.Pauli: Briefwechsel über psychophysisches Problem Beziehung zwischen Psyche und Materie Synchronizität

Mehr

Datenintegrität. Einschränkung der möglichen Datenbankzustände und -übergänge auf die in der Realität möglichen

Datenintegrität. Einschränkung der möglichen Datenbankzustände und -übergänge auf die in der Realität möglichen Datenintegrität Einschränkung der möglichen Datenbankzustände und -übergänge auf die in der Realität möglichen Formulierung von Integritätsbedingungen ist die wichtigste Aufgabe des DB-Administrators!

Mehr

Ein kausaler Zusammenhang entspricht einer speziellen wahren Implikation. Beispiel: Wenn es regnet, dann wird die Erde nass.

Ein kausaler Zusammenhang entspricht einer speziellen wahren Implikation. Beispiel: Wenn es regnet, dann wird die Erde nass. Implikation Implikation Warum ist die Tabelle schwer zu schlucken? In der Umgangssprache benutzt man daraus folgt, also, impliziert, wenn dann, nur für kausale Zusammenhänge Eine Implikation der Form:

Mehr

Das Problem mit der Heilsgewissheit

Das Problem mit der Heilsgewissheit Einleitung Das Problem mit der Heilsgewissheit Heilsgewissheit: Gewissheit, dass ich in den Himmel komme. Kann man das wissen? Was sagt die Bibel dazu? Bibelseminar Prof. Dr. Jacob Thiessen www.sthbasel.ch

Mehr

DAX30 Unternehmen und Nachhaltigkeit

DAX30 Unternehmen und Nachhaltigkeit www.discovery-consult.com DAX30 Unternehmen und Nachhaltigkeit 2 Nachhaltigkeit ist Verantwortung in gesellschaftlicher Perspektive Nachhaltigkeit / CSR Konzepte entsprechen der Einsicht, dass die Unternehmenstätigkeit

Mehr

mentor Abiturhilfe: Physik Oberstufe Weidl

mentor Abiturhilfe: Physik Oberstufe Weidl mentor Abiturhilfen mentor Abiturhilfe: Physik Oberstufe Mechanik von Erhard Weidl 1. Auflage mentor Abiturhilfe: Physik Oberstufe Weidl schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE ACHBUCHHANDLUNG

Mehr

Datenbanksysteme SS 2007

Datenbanksysteme SS 2007 Datenbanksysteme SS 2007 Frank Köster (Oliver Vornberger) Institut für Informatik Universität Osnabrück Kapitel 6b: Das relationale Modell Das Relationale Modell (vgl. Lerneinheit 6a) Wertebereiche (Domänen):

Mehr

Gutenberg-Gymnasium, Schulinternes Curriculum im Fach Physik, Klasse 9

Gutenberg-Gymnasium, Schulinternes Curriculum im Fach Physik, Klasse 9 Effiziente Energienutzung: eine wichtige Zukunftsaufgabe der Physik Strom für zu Hause Energie, Leistung, Wirkungsgrad Energie und Leistung in Mechanik, Elektrik und Wärmelehre Elektromotor und Generator

Mehr

Datenintegrität. Arten von Integritätsbedingungen. Statische Integritätsbedingungen. Referentielle Integrität. Integritätsbedingungen in SQL.

Datenintegrität. Arten von Integritätsbedingungen. Statische Integritätsbedingungen. Referentielle Integrität. Integritätsbedingungen in SQL. Datenintegrität Arten von Integritätsbedingungen Statische Integritätsbedingungen Referentielle Integrität Integritätsbedingungen in SQL Trigger 1 Datenintegrität Einschränkung der möglichen Datenbankzustände

Mehr

nicht; denn selten kann auch morgen sein. nicht, weil selten auch morgen sein kann.

nicht; denn selten kann auch morgen sein. nicht, weil selten auch morgen sein kann. 93 3.10 Konnektoren Im Text reiht sich ein Satz an den andern. Wie ein Faden zieht sich durch den Text ein gedanklicher Zusammenhang. Satznachbarn sind durch Gedankenbrücken verbunden. Dies gibt dem Text

Mehr

Leibniz. (G.W.F. Hegel)

Leibniz. (G.W.F. Hegel) Leibniz 3. Der einzige Gedanke den die Philosophie mitbringt, ist aber der einfache Gedanke der Vernunft, dass die Vernunft die Welt beherrsche, dass es also auch in der Weltgeschichte vernünftig zugegangen

Mehr

Kommunikation gehört zur Wissenschaft

Kommunikation gehört zur Wissenschaft Interview mit dem Preisträger Deutsche Forschungsgemeinschaft Communicator-Preis 2000 Kommunikation gehört zur Wissenschaft Communicator-Preisträger Albrecht Beutelspacher über seine Popularisierung der

Mehr

KindeR- UND SChüleruni Kiel 2011

KindeR- UND SChüleruni Kiel 2011 KindeR- UND SChüleruni Kiel 2011 Für Schülerinnen und Schüler von 8 bis 12 Jahren Schwarze Löcher Science-Fiction oder gibt es die wirklich? Begleitheft zum Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang J. Duschl schwarze

Mehr

Die Definition von New Life Performance

Die Definition von New Life Performance Die Definition von New Life Performance Die Definition von New Life Performance DIE DEFINITION VON NEW LIFE PERFORMANCE Für New Life Performance gibt es keine umfassende Darstellung in einem eindeutigen

Mehr

Hubert Kupper. Farben statt Töne. 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt. disserta Verlag

Hubert Kupper. Farben statt Töne. 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt. disserta Verlag Hubert Kupper Farben statt Töne 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt disserta Verlag Hubert Kupper Farben statt Töne 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt Kupper, Hubert: Farben statt Töne. 4

Mehr

Anonymisieren von Daten für Sekundäranalysen: Interviews zwischen Biografie- und Organisationsforschung

Anonymisieren von Daten für Sekundäranalysen: Interviews zwischen Biografie- und Organisationsforschung Projekt Vertrauen und wissenschaftlicher Nachwuchs VwiN Teilprojekt Organisation und Organisieren von Vertrauen 09.2013 08.2016 Anonymisieren von Daten für Sekundäranalysen: Interviews zwischen Biografie-

Mehr

Charakteristikum des Gutachtenstils: Es wird mit einer Frage begonnen, sodann werden die Voraussetzungen Schritt für Schritt aufgezeigt und erörtert.

Charakteristikum des Gutachtenstils: Es wird mit einer Frage begonnen, sodann werden die Voraussetzungen Schritt für Schritt aufgezeigt und erörtert. Der Gutachtenstil: Charakteristikum des Gutachtenstils: Es wird mit einer Frage begonnen, sodann werden die Voraussetzungen Schritt für Schritt aufgezeigt und erörtert. Das Ergebnis steht am Schluß. Charakteristikum

Mehr

Menschen überzeugen und für sich gewinnen

Menschen überzeugen und für sich gewinnen Menschen überzeugen und für sich gewinnen Menschen für sich gewinnen ist eine grundlegende Fähigkeit in Ihrem Geschäft. Wie bereits zuvor erwähnt, ist es äußerst wichtig, dass Sie Ihre Coaching-Fähigkeiten

Mehr

Grundlagen der Gesprächsführung: Argumentation

Grundlagen der Gesprächsführung: Argumentation Grundlagen der Gesprächsführung: Argumentation Welche sprachlichen Möglichkeiten haben wir, um Einstellungen zu verändern und Handlungen zu beeinflussen? Referent: Daniel Bedra Welche sprachlichen Möglichkeiten

Mehr

Wie ticken Sie? Der Konstitutionstypen-Test

Wie ticken Sie? Der Konstitutionstypen-Test Wie ticken Sie? Der Konstitutionstypen-Test Verteilen Sie die Zahlen 1 4 auf jede der folgenden Aussagen. Eine 4 setzen Sie hinter die Aussage, die am besten auf Sie zutrifft. Eine 3 kommt hinter die Aussage,

Mehr

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen:

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen: Predigt zu Joh 2, 13-25 und zur Predigtreihe Gott und Gold wieviel ist genug? Liebe Gemeinde, dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen

Mehr

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben 1. Einleitendes Kapitel 1.1.1 Einen Text einleiten und zum Thema hinführen In der vorliegenden Arbeit geht es um... Schwerpunkt dieser Arbeit ist...

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lernwerkstatt für die Klassen 7 bis 9: Linsen und optische Geräte

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lernwerkstatt für die Klassen 7 bis 9: Linsen und optische Geräte Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Lernwerkstatt für die Klassen 7 bis 9: Linsen und optische Geräte Das komplette Material finden Sie hier: Download bei School-Scout.de

Mehr

Die Welt ist fast aus Nichts gemacht

Die Welt ist fast aus Nichts gemacht Die Welt ist fast aus Nichts gemacht Ein Gespräch mit dem Physiker Martinus Veltman beim 58. Nobelpreisträgertreffen in Lindau Am europäischen Kernforschungszentrum in Genf (CERN) wird in den nächsten

Mehr

Quantengravitation und das Problem der Zeit

Quantengravitation und das Problem der Zeit Quantengravitation und das Problem der Zeit Franz Embacher http://homepage.univie.ac.at/franz.embacher/ Fakultät für Physik der Universität Wien Text für die Ausstellung Keine ZEIT G.A.S.-station, 8. Oktober

Mehr

3. Sätze und Formeln

3. Sätze und Formeln Klaus Mainzer, Die Berechnung der Welt. Von der Weltformel zu Big Data, München 2014 29.07.14 (Verlag C.H. Beck, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, geb. 24,95, S.352) (empfohlene Zitierweise: Detlef

Mehr

Terme stehen für Namen von Objekten des Diskursbereichs (Subjekte, Objekte des natürlichsprachlichen Satzes)

Terme stehen für Namen von Objekten des Diskursbereichs (Subjekte, Objekte des natürlichsprachlichen Satzes) Prädikatenlogik Man kann den natürlichsprachlichen Satz Die Sonne scheint. in der Prädikatenlogik beispielsweise als logisches Atom scheint(sonne) darstellen. In der Sprache der Prädikatenlogik werden

Mehr