Mini Kindergarten ABC

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1 1 Mini Kindergarten ABC Liebe Eltern, Ihre Kinder besuchen ab August unsere Einrichtung Kath. Kindertagesstätte St. Jakobus in Lülsdorf. Da gibt es viel Neues für Ihre Kinder und Sie zu entdecken. Außerdem bringt es sehr viele Fragen und auch Ängste und Bedenken mit, Ihr Kind in fremde Hände zu geben. Diese Mini ABC soll helfen, die eine oder andere Frage zu beantworten. Natürlich werden wir im Gespräch nach unserem Ermessen alle Fragen beantworten. Doch hier haben Sie etwas zur Hand, um nachzuschlagen und sich in Ruhe noch einmal zu bestimmten Fragen zu informieren. Mini ABC Abholzeiten: Ihr Kind in der U3-Betreuung kann nach Absprache um Uhr abgeholt werden (nach dem Mittagessen) oder nach Uhr nach der Schlaf- Freispielphase am Nachmittag. Abschied: Der Start im Kindergarten ein Neuanfang Abenteuer und Entdeckung bringt aber auch für Kind und Eltern

2 2 einen Abschied. Viele neue Menschen, eine neue Umgebung mit ganz anderen Spielsachen, ganz neue Regeln all dies bringt Verunsicherung mit sich und kann Ängste auslösen. Die Eltern müssen sich von ihrem Kind lösen und in der Fremde lassen. Die Eingewöhnungszeit soll uns allen helfen, Vertrauen zu fassen. Dann können wir gut mit einander leben, arbeiten und uns auch verabschieden. Je leichter die Erwachsenen ihre Kinder gehen lassen können Vertrauen gefasst haben und sicher sind um so leichter können die Kinder auch sich verabschieden für den Kindergartentag und eine gute Zeit mit uns verbringen. Abschiedsrituale: Jeder verabschiedet sich anders. Sie dürfen sich in mit ihrem Ritual verabschieden. Wichtig ist uns, dass sich die Eltern klar und eindeutig verabschieden für das Kind sichtbar und fühlbar. Das Kind muss von den Eltern an die Erzieherin persönlich übergeben werden, nicht hinschubsen oder schicken.

3 3 Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt im Kindergarten im Gespräch mit der Leiterin und der Bezugserzieherin vor Eintritt in den Kindergarten. Sie schließen einen Vertrag über die Betreuung Ihres Kindes mit dem Träger der Einrichtung: Kirchengemeindeverband Niederkassel Nord ab und übertragen für die Betreuungszeit die Aufsichtspflicht an die Einrichtung. Damit verbunden ist auch die pädagogische Begleitung und Betreuung Ihres Kindes entsprechend unserer Konzeption. Beziehung: Wir Menschen brauchen andere Menschen wir leben in Beziehung zum anderen Menschen. Junge Menschen insbesondere Kinder brauchen diese Beziehungen zum Überleben. Der andere Mensch die Eltern sind existentiell nötig. Sie sichern das Überleben. Je älter Kinder werden, desto mehr Menschen werden in das Beziehungsgeflecht der Kinder mit aufgenommen. Wir Erzieherinnen sind z. B. Menschen die dieses Beziehungsangebot erweitern. Wir kommen nicht nur dazu, sondern übernehmen für viele Kinder das erste

4 4 Mal ganz alleine die Verantwortung für eine bestimmte Zeit. Wir sind Ansprechpartner für alle wichtigen Dinge ihres Lebens. alle Aufgaben die normalerweise bisher die Eltern übernommen haben. Beziehungen müssen wachsen. Beziehung braucht Vertrauen und auch das muss wachsen. Das bedeutet: Wir brauchen Zeit, Sie als Eltern, die Kinder und auch wir Erzieherinnen, damit dieses Vertrauen im Miteinander wachsen kann. Mit Vertrauen lebt die Beziehung und bildet die wichtigste Basis für das Kind, Sie als Eltern und für uns Erzieherinnen für die Begleitung Ihrer Kinder.> Einwöhnung Bällebad: Das Bällebad ist ein besonderer Spielraum insbesondere für Kinder ab 3 Jahren, die dort alleine spielen dürfen. Die Kinder unter drei Jahren können in diesem Raum zu festgelegten Zeiten und nur unter Begleitung von einer Mitarbeiterin zum Spielen nutzen. Betreuungszeit: Die Kinder unter drei Jahren können nur für 45 Stunden Betreuung in der Tageseinrichtung angemeldet und betreut

5 5 werden. Dies begründet sich auf Erfahrungen im Umgang mit den Kleinen in größeren Institutionen. Die Kinder verbringen ihren Tag in der Einrichtung in einer Gruppe bis zu 20 Kindern. Um in diesem Lebensraum Kontinuität und den festen Tagesablauf zu gewährleisten brauchen die Kinder ihre festen Spiel-, Essens und Ruhezeiten. Bezugs-Erzieherin: Ihr Kind wird einer Stammgruppe (Sternschnuppen oder Sonnengruppe) zugeteilt. Die Gruppen werden von zwei Erzieherinnen betreut. Eine Erzieherin wird sich in der Eingewöhnungszeit besonders Ihrem Kind annehmen, dazu parallel werden alle anderen Erzieherinnen nach und nach in den Bezugsrahmen mit eingebunden werden. Da wir auf Grund von verschiedenen Dienstzeiten, Urlaub, Krankheit und Fortbildung nicht immer in der Einrichtung sind, möchten wir Ihr Kind mit allen Mitarbeiterinnen vertraut machen, damit die Personalwechsel das Kind nicht zusätzlich zu der Eingewöhnung verunsichern.

6 6 Eingewöhnung: Wir möchten den Eltern mit ihren Kinder Zeit geben uns kennenzulernen und das alle hier bei uns ihren Platz finden. Dazu hilft uns das erprobte Berliner Modell. Daran angelehnt haben wir uns zu folgenden Handlungs- und Zeitmodellen entschieden. Nachdem die Eltern sich für unsere Einrichtung entschieden haben, erfolgt die Anmeldung bei der Leiterin und einer Erzieherin. In diesem Gespräch können viele grundsätzliche Fragen geklärt werden. In den Monaten Mai Juli werden dann verschiedenen Eltern-Kind-Veranstaltungen angeboten: Kennenlernnachmittag für Eltern und Kindern mit den Informationen für den Start im Kindergarten, einen Morgen zur Hospitation in der Gruppe und drei Hospitationsnachmittage. Die Eltern beantworten schriftlich einige Fragen zu Gewohnheiten usw. ihres Kindes, die dann in der Betreuung im Kindergarten mit einfließen. Am 1. Kindergartentag beginnen wir in kleinen Zeiteinheiten im Alltag des

7 7 Kindergartens am Morgen. Zu Beginn bleiben die Eltern bei ihrem Kind in der Gruppe und gemeinsam mit der Bezugs-Erzieherin. In diesem Miteinander werden die Eltern sich mehr und mehr zurücknehmen und die Erzieherin die Begleitung des Kindes übernehmen. Das Kind wird beginnen sich selbstständig, vielleicht begleitet von der Erzieherin und /oder dem Paten in der Gruppe zu bewegen. Nun kommt der Zeitpunkt, wo die Eltern für überschaubare Zeiträume immer wieder den Raum verlassen werden, bis sie dann auch die Einrichtung verlassen und ihr Kind den Tag alleine (ohne Eltern) im Kindergarten verbringen kann. Wir haben auf feste Zeiträume verzichten denn jeder Mensch hat sein eigenes Tempo und das wollen wir respektieren. Die Eltern entscheiden in Absprache mit der Erzieherin welchen Schritt sie an dem jeweiligen Morgen oder Tag gehen. Es ist wichtig zu bedenken, dass die Erwachsenen die Entscheidung treffen müssen. Die Kinder können mitentscheiden, aber der Erwachsene hat die Verantwortung, und die sollte auch nicht den Kindern auferlegt werden. Die Kinder dürfen die Sachen mitbringen, die sie zum Wohlfühlen in ihrem Alltag brauchen z. B. Schnuller für Ruhe- und/oder Kuschelzeit, Schnuffeltuch, Kuscheltier, Wohlfühlbuch u. ä.

8 8 Essen: Die Kinder unserer Einrichtung frühstücken am Morgen bis ca Uhr im Kindercafé. Die Kinder bringen ihr Frühstück von zu Hause mit. Dienstags, im Rhythmus von 14 Tagen, bieten wir für die Kinder ein Frühstücksbüffet im Kindergarten an. Ihre Kinder werden in der Eingewöhnungszeit in der Kleingruppe beim Frühstück begleitet, um die Gegebenheiten kennenzulernen und sich mit den Regeln bekannt zu machen bis sie selbstständig diese Aufgabe meistern. Zum Mittagessen treffen sich die Kinder im Kindercafé und in der Sternschnuppengruppe. Die Kinder unter drei Jahren werden in der Eingewöhnungszeit in ihrer Altersgruppe essen und so langsam in die bestehende Mittagsgruppe hineinwachsen. Um Uhr treffen sich die Kinder zum Nachmittagssnack, eine Kleinigkeit z. B. Obst, ein Pudding oder Zwieback. Essbesteck: Das Mittagessen nehmen wir mit Besteck ein. Die Kinder lernen mit Messer und Gabel zu essen. Dabei begleiten wir die

9 9 Kinder, um sie mit dem neuen Handwerkszeug vertraut zu machen. Frühstück: Paten: Regeln: > Essen Jedes Kind in unserer Einrichtung bekommt als Begleiter nicht nur die Bezugserzieherin sondern auch einen Paten, ein älteres Kind, zur Seite gestellt. Diese Kinder begleiten ihre Kinder insbesondere in der Eingewöhnungsphase auf der Kinderebene durch die ersten Kindergartenwochen genauso wie die Bezugserzieherin. Das Zusammenleben von Menschen braucht Regeln, sonst stürzen wir uns in Anarchie. Die Regeln in der Einrichtung sind auf die große Gruppe von Menschen abgestimmt. Manche Dinge müssen in Institutionen anders geregelt werden, als in Kleingruppe oder Kleinfamilie. Die Eingewöhnungszeit dient besonders dazu, die Kinder mit unserem Leben im Kindergarten und damit auch mit den Regeln vertraut zu machen. Die Regeln setzen häufig Grenzen. Wir brauchen die Grenzen, um uns alle zu schützen. Grenzverletzungen/Regelverletzungen

10 10 ziehen Konsequenzen nach sich, die die Kinder erfahren müssen, damit sie Grenzen spüren und lernen können. Wir setzen die Grenzen und entsprechend die Konsequenzen nach unseren Erfahrungen und unserem Ermessen. Die Konsequenz bleibt im Kindergarten und kein Kind muss etwas mit nach Hause nehmen. Wenn wir Sie darüber informieren, ist alles schon geklärt. Genauso verhält es sich mit Konsequenzen im Elternhaus, die bleiben im Elternhaus und kommen nicht mit in den Kindergarten. Schlafen: Junge Menschen ermüden schneller und brauchen mehr Schlaf wie ältere Menschen. Darum haben wir für die Kinder insbesondere die jünger als drei sind einen Rückzugs-, Ruhe und Schlafraum. In diesem Raum können die Kinder sich nach dem Mittagessen für ca. 1 1,5 Std. zur Ruhe und zum Schlafen legen. Eine Erzieherin begleitet die Kinder in dieser Zeit. Die Kinder bringen ihren Schlafanzug von Zuhause mit. Der Schlafraum ist mit Bett, Kissen und Zudecke mit Bettwäsche ausgestattet Dieser Raum ist auch im Laufe der

11 11 anderen Betreuungszeit für die Kinder zum Rückzug und zum Ausruhen bereit und gestaltet. Toilettengang: Zum Üben des Toilettenganges begleiten und unterstützen wir die Kinder so wie die Eltern zuhause die Kinder. Wickeln: Die Kinder, die noch nicht die Toiletten besuchen, bringen ihre Wickelutensilien und Wechselwäsche mit in den Kindergarten. Jedes Kind hat im Wickelraum seine eigene Schublade, wo die Sachen griffbereit liegen. Dazu gehören Windeln und frische Unterwäsche zum Wechseln. Wir erinnern sie, wenn die Schublade aufgefüllt werden muss. Wohlfühlbuch: Um dem Kind den Abschied und auch das Hier-Ankommen zu erleichtern, laden wir die Eltern ein für und mit ihrem Kind ein Wohlfühlbuch zu gestalten. Dieses Buch (in DIN A5) kann gestaltet werden mit Fotos und Bildern von zuhause. Kleine Geschichten, Singlieder und Sprüche oder Gedanken für Ihr Kind. Dieses Buch bleibt im Kindergarten in der Schublade. Wenn

12 12 das Kind Sehnsucht hat, kann dieses Buch helfen, sich zu erinnern und zu trösten. Notizen: Copyright: Kath. Familienzentrum Niederkassel Nord - St. Jakobus Rheinstr Niederkassel Juli 2012-

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