Influenza-Wochenbericht
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- Sophia Mann
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1 Influenza-Wochenbericht Buda S, Schweiger B, Buchholz U, Köpke K, Prahm K, Jäkel S, Haas W und die AGI-Studiengruppe 1 5 (6.12. bis ) Der nächste Influenza-Wochenbericht mit den Ergebnissen aus der 51. KW 214 erscheint voraussichtlich am 29. Dezember 214. Die AGI und das Robert Koch-Institut wünschen Ihnen schöne Feiertage. Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist bundesweit in der 5. (KW) 214 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben. Die Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich der Hintergrund-Aktivität. Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenza wurden in der 5. KW 214 in 47 (42 %) von 111 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. In drei (3 %) Proben wurden Influenzaviren, in 17 (15 %) RS-Viren, in 27 (24 %) Rhinoviren, in drei (3 %) Adenoviren und in einer (1 %) Probe humane Metapneumoviren nachgewiesen. Vier Patienten hatten eine Doppelinfektion. Nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) wurden für die 5. Meldewoche (MW) 214 bislang 52 und seit der 4. MW 214 wurden 196 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand ). Akute Atemwegserkrankungen (ARE) Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist bundesweit in der 5. KW 214 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben. Der Praxisindex lag in der 5. KW 214 noch im Bereich der Hintergrund-Aktivität. In der AGI-Großregion Osten wurde eine geringfügig erhöhte ARE-Aktivität verzeichnet, in der AGI- Region Mecklenburg-Vorpommern bereits eine moderat erhöhte ARE-Aktivität (Tab. 1; Abb. 1). Tab. 1: Praxisindex in den vier AGI-Großregionen und den zwölf AGI-Regionen Deutschlands von der 45. bis zur 5. KW 214 AGI-Großregion Praxisindex* (bis 115 entspricht der ARE-Hintergrund-Aktivität) AGI-Region 45. KW 46. KW 47. KW 48. KW 49. KW 5. KW Süden Baden-Württemberg Bayern Mitte (West) Hessen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz, Saarland Norden (West) Niedersachsen, Bremen Schleswig-Holstein, Hamburg Osten Brandenburg, Berlin Mecklenburg-Vorpommern Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen Gesamt Bemerkung: Bitte beachten Sie, dass nachträglich eingehende Meldungen die Werte in den Folgewochen noch verändern können. 1 Die Mitglieder der AGI-Studiengruppe sind aufgeführt unter: * Praxisindex bis 115: Hintergrund-Aktivität; 116 bis 135: geringfügig erhöhte ARE-Aktivität; Praxisindex 136 bis 155: moderat erhöhte ARE-Aktivität; Praxisindex 156 bis 18: deutlich erhöhte ARE-Aktivität; Praxisindex > 18: stark erhöhte ARE-Aktivität
2 KW 5/214 Arbeitsgemeinschaft Influenza Robert Koch-Institut Praxisindex 212/213 Praxisindex 213/214 Praxisindex 214/215 2 Praxisindex Abb. 1: Praxisindex bis zur 5. KW 214 im Vergleich zu den Saisons 212/13 und 213/14 (Hintergrund-Aktivität bis zur gestrichelten Linie bei 115). Die Werte der Konsultationsinzidenz sind in der 5. KW 214 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt stabil geblieben. Während in der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen ein Anstieg von 13 % verzeichnet wurde, ist der Wert in der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen um 5 % gesunken (Abb. 2). ARE Konsultationen pro 1. Einwohner bis 4 Jahre 5 bis 14 Jahre 15 bis 34 Jahre 35 bis 59 Jahre 6 Jahre und älter Gesamt Abb. 2: Werte der Konsultationsinzidenz von der 4. KW 214 bis zur 5. KW 214 in fünf Altersgruppen und gesamt in Deutschland pro 1. Einwohner in der jeweiligen Altersgruppe. Die Diagramme für Deutschland und die einzelnen AGI-Regionen sind aktuell abrufbar unter:
3 KW 5/214 Arbeitsgemeinschaft Influenza Robert Koch-Institut 3 Ergebnisse der virologischen Analysen im NRZ für Influenza Dem Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenza wurden in der 5. KW 214 insgesamt 111 Sentinelproben aus allen zwölf AGI-Regionen zugesandt. In drei (3 %; 95 % Konfidenzintervall (KI) [1; 8]) Proben wurden Influenzaviren nachgewiesen, zweimal Influenza A(H3N2)- und einmal A(H1N1)pdm9-Viren. In 17 (15 %; KI [9; 23])Proben wurden RS-Viren, in 27 (24 %; KI [17; 33]) Rhinoviren, in drei (3 %; KI [1; 8]) Adenoviren und in einer (1 %; KI [; 5]) Probe humane Metapneumoviren (hmpv) identifiziert (Tab. 2; Datenstand ). Tab. 2: Anzahl der seit der 4. KW 214 (Saison 214/15) im NRZ für Influenza im Rahmen des Sentinels identifizierten Influenza-, RS-, hmp-, Adeno- und Rhinoviren Gesamt ab 4. KW 214 Anzahl eingesandter Proben* Influenzaviren A(H3N2) A(H1N1)pdm B Anteil Positive (%) RS-Viren positiv Anteil Positive (%) hmp-viren positiv 1 1 Anteil Positive (%) 1 Adenoviren positiv Anteil Positive (%) Rhinoviren positiv Anteil Positive (%) * Die Anzahl der eingesandten Proben kann von der Summe der negativen und positiven Proben abweichen, wenn Doppelinfektionen (z. B. mit Influenza A und B) nachgewiesen wurden. Positivenrate = Anzahl positiver Proben / Anzahl eingesandter Proben, in Prozent. Die ARE-Aktivität ist gemäß den virologischen Ergebnissen derzeit insbesondere auf Rhinoviren und RS- Viren zurückzuführen, Influenza- und weitere Atemwegserreger wurden bisher nur sporadisch nachgewiesen (Abb. 3). 47 (42 %) der 111 Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen können durch das untersuchte Erregerspektrum erklärt werden. Vier Patienten hatten eine Doppelinfektion % Anzahl eingesandter Proben % 4 % 3 % 2 % 1 % Positivenrate % eingesandte Proben hmp Viren Adenoviren Rhinoviren RS Viren Influenzaviren Abb. 3: Anteil positiver Influenza-, RS-, hmp-, Adeno- und Rhinoviren an allen im Rahmen des Sentinels eingesandten Proben (Positivenrate, rechte y-achse, Linien) sowie die Anzahl der an das NRZ für Influenza eingesandten Sentinelproben (linke y-achse, graue Balken) von der 4. KW 214 bis zur 5. KW 214. Das Diagramm (Abb. 3) sowie eine Darstellung der virologischen Ergebnisse für die Altersgruppe der - bis 4-Jährigen sind auch täglich aktualisiert abrufbar unter:
4 KW 5/214 Arbeitsgemeinschaft Influenza Robert Koch-Institut 4 Weitere Informationen zur virologischen Surveillance, u. a. auch zu den Ergebnissen der mit der AGI kooperierenden Landeslabors aus Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind auf den Internetseiten der AGI abrufbar: Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) Für die 5. MW 214 wurden bislang 52 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt: 33 Fälle mit nicht subtypisierter Influenza A, sechs Fälle mit Influenza A(H1N1)pdm9, vier Fälle mit Influenza A (H3N2), vier Fälle von nicht nach A oder B differenzierter Influenza und fünf Fälle mit Influenza B (Tab. 3). Bei zehn (19 %) Patienten wurde angegeben, dass sie hospitalisiert waren. Seit der 4. MW 214 wurden insgesamt 196 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt. Bei 48 (25 %) Fällen war angegeben, dass sie hospitalisiert waren (Datenstand ). Tab. 3: Gemäß IfSG an das RKI übermittelte Influenzafälle nach Meldewoche und Influenzatyp/-subtyp (nur klinisch-labordiagnostisch bestätigte Erkrankungen, die die Referenzdefinition erfüllen) Meldewoche Gesamt ab 4. MW 214 Influenza A(nicht subtypisiert) A(H1N1)pdm A(H3N2) nicht nach A oder B differenziert B Gesamt Bitte beachten Sie, dass später eingehende Meldungen die Werte für die aktuelle Woche und die Vorwochen noch verändern können 196 Daten aus dem bevölkerungsbasierten Überwachungsinstrument GrippeWeb Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzte Rate von Personen mit einer neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankung (ARE, mit Fieber oder ohne Fieber) ist in der 5. KW 214 (8.12. bis ) im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben (7,7 %; Vorwoche: 7,7 %). Die Rate der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI, definiert als ARE mit Fieber) ist ebenfalls stabil geblieben und liegt bei 1,7 % (Vorwoche: 1,8 %). Weitere Informationen und ausführlichere Ergebnisse erhalten Sie unter: Internationale Situation Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance 4 Länder sandten für die 49. KW 214 Daten an TESSy (The European Surveillance System). 39 Länder verzeichneten eine geringe klinische Influenza-Aktivität (niedrigster Wert der Aktivitätseinstufung) mit Ausnahme von Malta, hier wurde über eine mittlere Influenza-Aktivität berichtet. Aus 2 Ländern wurde über eine sporadische Influenzaausbreitung berichtet, die Niederlande und England verzeichneten eine regionale Ausbreitung. Neun Länder verzeichneten weiterhin einen steigenden Trend, während alle anderen Länder über einen stabilen oder sinkenden Trend berichteten. Aus den in 31 Ländern bearbeiteten 848 Sentinelproben waren 34 (4 %) Proben aus 14 Ländern positiv für Influenza: 27 (79 %) waren positiv für Influenza A und sieben (21 %) für Influenza B. Von den 18 subtypisierten Influenza A-Nachweisen waren zwölf (67 %) positiv für Influenza A(H3N2) und sechs (33 %) positiv für Influenza A(H1N1)pdm9. Seit der 4. KW wurden in 17 (3 %) von Proben Influenzaviren nachgewiesen. Von den subtypisierten Influenza A-Viren (n=85) gehörten 67 (79 %) zum Subtyp A(H3N2). Weitere Informationen erhalten Sie im aktuellen Bericht unter: %212%2Dec%2214%2en.pdf
5 KW 5/214 Arbeitsgemeinschaft Influenza Robert Koch-Institut 5 Ausbruch von aviärer Influenza bei Geflügel in Niedersachsen und in Italien Am wurde in Niedersachsen ein Ausbruch von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) A(H5N8) in einem Putenmastbetrieb von den Veterinärbehörden bestätigt. Am gleichen Tag gaben auch die italienischen Behörden bekannt, dass in der norditalienischen Region Venetien HPAI A(H5N8) in einem Geflügelbetrieb festgestellt wurde. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat auf seinen Internetseiten aktuelle Informationen zum Ausbruchsgeschehen in Deutschland veröffentlicht unter: sowie eine ausführliche Risikoeinschätzung zu HPAI A(H5N8) mit Hinweisen, die insbesondere für Geflügelhalter relevant sind, abrufbar unter: Informationen zur aviären Influenza A(H5N8) sind auf den Internetseiten des RKI abrufbar unter: Das ECDC hat eine Risikoeinschätzung zu Ausbrüchen mit HPAI A(H5N8) veröffentlicht, abrufbar unter:
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