BORDERLINE-STÖRUNGEN

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "BORDERLINE-STÖRUNGEN"

Transkript

1 BORDERLINE-STÖRUNGEN Julia Schmelz Oberärztin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim DSM IV-Kriterien 1. Verzweifeltes Bemühen, reales oder imaginäres Alleinsein zu verhindern. 2. Ein Muster von instabilen und intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen. 3. Identitätsstörungen: Eine ausgeprägte Instabilität des Selbstbildes oder des Gefühls für sich selbst. 4. Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstbeschädigenden Bereichen (z.b. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, Fressanfälle). 5. Wiederkehrende Suiziddrohungen, -andeutungen oder versuche oder SVV 6. Affektive Instabilität, die durch eine ausgeprägte Orientierung an der aktuellen Stimmung gekennzeichnet ist (z.b. starke episodische Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit oder Angst). 7. Chronisches Gefühl der Leere. 8. Unangemessen starke Wut oder Schwierigkeiten, Wut oder Ärger zu kontrollieren (z.b. häufige Wutausbrüche, andauernder Ärger, wiederholte Prügeleien). 9. Vorübergehende stressabhängige paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome 1

2 Was empfinden Sie, wenn Sie dieses Bild sehen? Die meisten Borderline-Patienten empfinden Ärger, Neid, Eifersucht oder ein tiefes Gefühl von Niedergeschlagenheit 2

3 Angst vor sozialer Zurückweisung Stäbler et al., 2011 Psychopathologie der Borderline-Störung Störung der Affektregulation Störungder Identität Störung der sozialen Interaktion 3

4 Epidemiologie Lebenszeit-Prävalenz: ca. 5% 15 Jahre: ca. 5% 20 Jahre: ca. 4,2%; 45 Jahre: ca. 0,7%; Jahre: ca. 2% Männer = Frauen Suizidrisiko: 1-3% (??) Suizidversuche: ca. 60 % Häufigkeit in Kliniken: 20% Häufigkeit in Praxen: 15% Durchschnittliche Behandlungstage 50 pro Jahr (2005; 2015) ca Direkte Kosten: ca. 4 Milliarden jährlich (15% der Kosten für Psychische Störungen) Reduktion der stationären Behandlungstage durch Evidenz-basierte Therapie Wagner et al., 2013 (Berlin) Priebe et al., 2016 (Mannheim) prä post 4

5 Reduktion der Behandlungskosten Störungsspezifische, leitliniengerechte evidenz-basierte Therapie (DBT) Stationär: Priebe et al.: 3 Monate stationäre DBT Ambulant: Wagner et al.: 1 Jahr ambulante DBT Situation in einer Schulklasse Ca. 1/3 hat sich bereits einmal selbst verletzt, 5% tun dies aktuell repetitiv! 5

6 Selbstverletzendes Verhalten Heidelberger Schulstudie (2007) Hast Du dich im vergangenen Jahr absichtlich selbst verletzt (geritzt, geschnitten, verbrannt...)? Schüler/-innenangaben n=5522 Jungen Mädchen Nie 89.9% 80.1% 1-3x Jahr 8.0% 14.0% >3x Jahr 2.1% 5.9% Neurobehaviorales Konzept der BPD Genetische Belastung Umwelt-Faktoren Affektregulations- Störung Dysfunktionale Verhaltensmuster 6

7 Risikofaktoren (Mannheimer BPS-Studie) 150 Behandlung suchende deutsche Patientinnen Strukturiertes Biographisches Interview (MBSA) Vollständige Psychometrie Kontrollprobanden N=76 12% 9% 8% 75% Sexueller Missbrauch Misshandlung Gewalt zwischen Eltern 7

8 Somatoforme Störung N=33 15% 9% 12% 70% Sexueller Missbrauch Misshandlung Gewalt zwischen Eltern BPD N=88 60% 13% 39% 3% 24% 17% 6% 24% 6% 6% 34,3% Sexueller Missbrauch Misshandlung Gewalt zwischen Eltern 8

9 Mannheimer BPD Studie (n= 367) Alter bei erster psychiatrischer Behandlung Mean = 19,4 SD = 7,24 N = 283 Langzeitverläufe Ca. 85% der Patienten erreichten innerhalb eines 10-Jahres-Zeitraums nach stationärer Behandlung eine Remission ( 4 Kriterien), die mindestens 2 Jahre anhält (Sanislow et al., 2012, Zanarini et al., 2012). Nur etwa 15% erreichten ohne störungsspezifische Behandlung eine stabile Genesung im Sinne von DSM-IV plus sozialer und beruflicher Integration (Zanarini et al., 2012) 9

10 Therapeutische Relevanz BPD Diagnose und störungsspezifische Behandlung bereits in der Adoleszenz! Vorrang ambulanter vor stationärer Behandlung Psychopathologie der Borderline-Störung Störung der Affektregulation Störungder Identität Störung der sozialen Interaktion 10

11 Borderline- Persönlichkeitsstörung diagnostisches Leitsymptom Einschießende, starke Spannung, die als äußerst aversiv erlebt wird und keiner klaren, handlungsweisenden Emotion zugeordnet werden kann Aversive Anspannung bei BPD Level of tension n= Borderline 72 Controls 75 Ebner-Priemer, Bohus et al. 2007, Stiglmayr, Bohus et al. 2005; Santangelo, Ebner-Primer, Bohus et al.,

12 Dysfunktionale Handlungstendenzen Selbtverletzung Essstörungen Suizidphantasien/ Suiziddrohungen Alkohol/Drogen Anspannung Hochrisikoverhalten Sexualität NEU: Severe Behavioral Dyscontrol Interview (SBDI) Prefronto-limbic regulation 12

13 Was bedeutet das für Patienten Aufklärung der Patienten und deren Angehörigen über neuro-biologische Besonderheiten Befähigung, den akuten Grad der Anspannung zu erkennen Vermittlung von Fertigkeiten zur Bewältigung akuter Anspannung ohne Selbstverletzungen oder anderer Krisen Vermittlung von Fertigkeiten zur Verbesserung der Emotionsregulation Fokus auf Akzeptanz und Toleranz von positiven Emotionen Spannung DBT-Skillstraining - Spannungskurve - Stresstoleranz 70% 30% Selbstwert Umgang mit Gefühlen Zwischenmenschliche Fertigkeiten Achtsamkeit Zeit 13

14 Psychopathologie der Borderline-Störung Störung der Affektregulation Störungder Identität Störung der sozialen Interaktion H Zurückweisungssensitivität Stäbler et al., 2011, Clin Psychol Psychother 14

15 Interpretation von sozialen Reizen BPD haben Schwierigkeiten, positive soziale Informationen zu verarbeiten Hauptsächlich unter raschen, automatisierten Anforderungen Wenn Du erwartest, wie ein Außenseiter behandelt zu werden... Wenn Du soziale Informationen wie ein Außenseiter interpretierst... Wenn Du positive soziale Informationen als irritierend und gefährlich siehst... Wenn Du dich verhältst wie ein Außenseiter dann wirst Du ziemlich sicher zum Außenseiter 15

16 Therapeutische Relevanz Aufklärung über die Besonderheiten Training, positive soziale Signale zu prozessieren Verhalte dich im Zweifelsfall so, als ob sie dich mögen, meisten stimmt das Training in Kooperation Training in Aufbau von Vertrauen Psychopathologie der Borderline-Störung Störung der Affektregulation Störungder Identität Störung der sozialen Interaktion 16

17 Problembereich Selbstbild Instabiles Selbstkonzept Gefühl des hohlen Kerns Starke Selbstabwertung und Selbstkritik; tiefgreifendes Gefühl der Insuffizienz Störung des Körper-Selbst /-Bildes Tiefgreifendes Gefühl anders zu sein Tiefgreifende Einsamkeit UCLA Loneliness Scale (n=40 female BPD; 40 HC) 17

18 Wie behandelt man Einsamkeit? Übernahme von Verantwortung für Andere Für wen bin ich wichtig Compassion Mitgefühl und Verbundenheit (Compassion Focused Therapy) Therapeutische Relevanz Arbeit an der Körperakzeptanz Arbeit an der Selbstakzeptanz (Compassion) Bearbeitung von Einsamkeit 18

19 Psychotherapie: die Big Four Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) (Linehan) Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) (Bateman & Fonagy) Schema-Fokussierte Therapie (Young) Übertragungs-Fokussierte Therapie (TFP) (Kernberg) DBT-Therapiestadium I Verbesserung der Überlebensstrategien Umgang mit Suizidalität und krisenerzeugendem Verhalten Verbesserung der Therapiecompliance Umgang mit therapiestörendem Verhalten Behandlung von sehr schwerwiegenden Achse I Störungen oder anderen Verhaltensmustern die eine Verbesserung der sozialen Integration und Interaktion verhindern 19

20 Skills-Training DBT-Therapiestadium II Verbesserung der sozialen Integration und Interaktion Behandlung von Achse I Störungen Borderline-typische emotionale Probleme wie Einsamkeit, Angst vor Verlassen-werden, Selbsthass 20

21 Schwerwiegende Achse I - Störungen PTSD (DBT-PTSD) Sucht (DBT-S) Essstörungen (DBT-E) Soziale Phobie (?!) Was empfinden Sie, wenn Sie dieses Bild sehen? 21

22 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 22

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung unter besonderer Berücksichtigung krankheitsspezifischer Störungs- und Therapiemodelle

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung unter besonderer Berücksichtigung krankheitsspezifischer Störungs- und Therapiemodelle Geisteswissenschaft Kathrin Mütze Die Borderline-Persönlichkeitsstörung unter besonderer Berücksichtigung krankheitsspezifischer Störungs- und Therapiemodelle Dialektisch-behaviorale und Übertragungsfokussierte

Mehr

Achterbahn der Gefühle

Achterbahn der Gefühle Achterbahn der Gefühle Überblick Darstellung der Symptomatik Konzept der DBT-A Therapiebausteine Dialektik Darstellung der Problematik Selbstverletzungen Suizidalität Hohe Impulsivität Starke Gefühlsschwankungen

Mehr

Borderline Persönlichkeitsstörung

Borderline Persönlichkeitsstörung Borderline Persönlichkeitsstörung Prof. Dr. med. Thomas Reisch Ärztlicher Direktor Psychiatriezentrum Münsingen Präsident Berner Bündnis gegen Depression Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons

Mehr

Persönlichkeitsstörung (ICD 10, DSM IV)

Persönlichkeitsstörung (ICD 10, DSM IV) Persönlichkeitsstörung (ICD 10, DSM IV) Rigide und wenig angepasste Verhaltensweisen, die eine hohe zeitliche Stabilität aufweisen, situationsübergreifend auftreten und zu persönlichem Leid und/oder gestörter

Mehr

BORDERLINE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG UND ABHÄNGIGKEIT NEUE ENTWICKLUNGEN. PD Dr. med. Marc Walter, MONA, Basel,

BORDERLINE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG UND ABHÄNGIGKEIT NEUE ENTWICKLUNGEN. PD Dr. med. Marc Walter, MONA, Basel, BORDERLINE PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG UND ABHÄNGIGKEIT NEUE ENTWICKLUNGEN PD Dr. med. Marc Walter, MONA, Basel, 14.2.2011 I. Grundlagen der Borderline- Persönlichkeitsstörung II. Interventionen und Psychotherapie

Mehr

Skills und DBT-A. Was weisst du schon / welche Erfahrungen hast du mit DBT-A und Skillstraining? Was möchtest du heute dazulernen?

Skills und DBT-A. Was weisst du schon / welche Erfahrungen hast du mit DBT-A und Skillstraining? Was möchtest du heute dazulernen? Achtsamkeitsübung Herzlich Willkommen Skills und DBT-A Was weisst du schon / welche Erfahrungen hast du mit DBT-A und Skillstraining? Was möchtest du heute dazulernen? Störungsspezifische Behandlung von

Mehr

18.10.2011 DIAGNOSEKRITERIEN NACH DSM IV // Die Borderline Störung // Betreuungsgerichtstag 06.07.2011

18.10.2011 DIAGNOSEKRITERIEN NACH DSM IV // Die Borderline Störung // Betreuungsgerichtstag 06.07.2011 Die Borderline Störung // Betreuungsgerichtstag 06.07.2011 Dr. Martine Micol Grösch FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie, DBT-Therapeutin Oberärztin DIAGNOSEKRITERIEN NACH DSM IV // Muster instabiler

Mehr

Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie. Persönlichkeitsstörungen

Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie. Persönlichkeitsstörungen Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie Persönlichkeitsstörungen 23. Januar 2014 Persönlichkeit eine Definition (Fiedler, 1995) Summe von charakteristischen Verhaltensweisen

Mehr

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen Persönlichkeitsstörungen Festgefügtes, krankheitsüberdauerndes und tief in der Persönlichkeit verwurzeltes Erlebens- und Verhaltensmuster, das merklich von den Erwartungen der soziokulturellen Umgebung

Mehr

Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und komorbiden Suchterkrankungen Wie weiter?

Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und komorbiden Suchterkrankungen Wie weiter? Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und komorbiden Suchterkrankungen Wie weiter? PD Dr. med. Marc Walter III. Berner Suchtkongress, 12. Juni 2015 INHALT 1. Persönlichkeitsstörung und

Mehr

ADHS oder Borderline?

ADHS oder Borderline? Mitgliedertagung Schweizerische Fachgesellschaft ADHS 12. März 2015 ADHS oder Borderline? Referat Dr. med. Andreas Gschwind Chefarzt Klinik Sonnenhalde AG CH-4125 Riehen (BS) www.sonnenhalde.ch Übersicht

Mehr

Diagnostik und Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3)

Diagnostik und Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3) Vorlesung (F2) Diagnostik und Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3) Zentrum für Psychosoziale Medizin Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) Vorlesung (F2) Erstellung

Mehr

Therapie der posttraumatischen Belastungsstörung

Therapie der posttraumatischen Belastungsstörung Therapie der posttraumatischen Belastungsstörung im ambulanten Setting unter besonderer Berücksichtigung der dissoziativen Symptome Dr. Christiane Richter aber eigentlich heißt mein Vortrag: Dissoziative

Mehr

-Bedeutung und Veränderung für die Pflegenden-

-Bedeutung und Veränderung für die Pflegenden- Implementierung der Dialektisch- Behavioralen Therapie auf einer Psychotherapiestation -Bedeutung und Veränderung für die Pflegenden- Frank-Thomas Stapf-Teichmann Achtsamkeit Eine Übung Borderline Persönlichkeitsstörung

Mehr

Agenda Persönlichkeitsstörungen

Agenda Persönlichkeitsstörungen Umgang mit persönlichkeitsgestörten Patienten Hausärztenachmittag Psychiatrie 26. August 2010 Dr. med. Beat Nick Chefarzt-Stv. psychiatrische Dienste Spitäler AG Solothurn Agenda Persönlichkeitsstörungen

Mehr

pkn Tagung Psychotherapeutische Behandlung schizophren erkrankter Patienten

pkn Tagung Psychotherapeutische Behandlung schizophren erkrankter Patienten pkn Tagung Psychotherapeutische Behandlung schizophren erkrankter Patienten 22. Februar 2013 in Hannover Kontinuität in den therapeutischen Beziehungen durch Verzahnung stationärer, teilstationärer und

Mehr

State of the Art 2012 Borderline - Persönlichkeitsstörung (BPS)

State of the Art 2012 Borderline - Persönlichkeitsstörung (BPS) State of the Art 2012 Borderline - Persönlichkeitsstörung (BPS) Prof. Dr. Martin Bohus, ZI Mannheim Prof. Dr. Klaus Lieb, JGU Mainz State-of-the Art: M. Bohus: Epidemiologie und Verlauf K. Lieb: Metaanalysen

Mehr

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung EREV-Forum Luisentahl 29.22.2012 Die Borderline-Persönlichkeitsstörung Diplom-Psychologe Raphael Hartmann Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut i.a. Inhalt: I. Symptome II. Pathogenese Oder: Wie entwickelt

Mehr

Persönlichkeitsstörungen. Psychotherapie und Psychosomatik

Persönlichkeitsstörungen. Psychotherapie und Psychosomatik Psychotherapie und Psychosomatik APAW 8. Februar 201 Vorlesung im Modul 5.1 am 30.04.2012 Dr. med. Dirk v. Boetticher Kasuistik Frau M., 34 jährige Patientin, geschieden, 3 Kinder (8, 10 u. 12 J.), Floristin

Mehr

Lehrgang Skillstraining Wien

Lehrgang Skillstraining Wien Weiter kommen Lehrgang Skillstraining Wien Österreichische Akademie für Psychologie (AAP) AAP, Vereinsgasse 15/EG 1020 Wien Herbst 2016 Seite 1 von 7 1 Lehrgangsmotivation Das Skills-Training basiert auf

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Zusammenfassung... 1

Inhaltsverzeichnis. Zusammenfassung... 1 Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung... 1 1 Grundlagen... 4 1.1 Einleitung, Begriffsbestimmung... 4 1.2 Epidemiologie und Prävalenz... 5 1.2.1 Krankheitsbeginn... 5 1.2.2 Geschlechtsverteilung... 6 1.2.3

Mehr

Implementierung eines Skillskoffer für den Umgang mit Patienten mit selbstverletzenden Verhaltensweisen.

Implementierung eines Skillskoffer für den Umgang mit Patienten mit selbstverletzenden Verhaltensweisen. Implementierung eines Skillskoffer für den Umgang mit Patienten mit selbstverletzenden Verhaltensweisen. Skillskoffer - Interventionen bei Anspannung Eva Müller Bottrop,16.03.2016 1 Gliederung Begrüßung.

Mehr

Herzlich willkommen zur Parallelsession. «Borderline» Die Balance halten im Umgang mit Grenzsituationen. Direktion Pflege, MTD, soziale Arbeit

Herzlich willkommen zur Parallelsession. «Borderline» Die Balance halten im Umgang mit Grenzsituationen. Direktion Pflege, MTD, soziale Arbeit Herzlich willkommen zur Parallelsession «Borderline» Die Balance halten im Umgang mit Grenzsituationen Roland Kaiser Berufsbildungsverantwortlicher Direktion Pflege, MTD, soziale Arbeit Ulrike Kaiser Expertin

Mehr

Altern Persönlichkeitsstörungen?

Altern Persönlichkeitsstörungen? Altern Persönlichkeitsstörungen? Sinn und Unsinn dieser Diagnose im Alter Andreas Dally Vortrag am 22. Oktober 2014 VII. Gerontopsychiatrisches Symposium Klinikum Wahrendorff Definition Persönlichkeit

Mehr

Borderline Persönlichkeitsstörungen. Sonnenberg Klinik 26.09.2013

Borderline Persönlichkeitsstörungen. Sonnenberg Klinik 26.09.2013 Borderline Persönlichkeitsstörungen Sonnenberg Klinik 26.09.2013 Was ist Persönlichkeit? Temperament: genetisch und konstitutionell bedingte Dispositionen für Reaktionen vor allem im affektiven Bereich

Mehr

Selbstverletzendes Verhalten/ Borderline Persönlichkeitsstörung

Selbstverletzendes Verhalten/ Borderline Persönlichkeitsstörung Selbstverletzendes Verhalten/ Borderline Persönlichkeitsstörung 1 Fallbeispiel Jasmin ist 20 Jahre alt und wird von ihrem Freund in die Notaufnahme gebracht, weil sie seit Tagen von der Absicht angetrieben

Mehr

Dialektisch Behaviorale Therapie Sucht

Dialektisch Behaviorale Therapie Sucht Dialektisch Behaviorale Therapie Sucht Behandlung von Sucht und emotionaler Instabilität AHG Klinik Lübeck, 26.10.2016 PD Dr. Thorsten Kienast, MBA Charité Universitätsmedizin University Medicine Berlin

Mehr

Posttraumatische Störungen bei Migrantinnen und Migranten

Posttraumatische Störungen bei Migrantinnen und Migranten Symposium Migration und Medizin Kantonsspital Baden 25. Februar 2016 Posttraumatische Störungen bei Prof. Dr. med. Urs Hepp Chefarzt Psychiatrie & Psychotherapie Psychiatrische Dienste Aargau AG (PDAG)

Mehr

Sucht und Persönlichkeitsstörungen

Sucht und Persönlichkeitsstörungen 19. Fachtagung für Beratungsstellen und Sozialdienste am 14. September 2016 Sucht und Persönlichkeitsstörungen Komorbidität als Herausforderung im ambulanten Alltag Dipl. Psych. Stefan Hellert Psychologischer

Mehr

Die Borderline Persönlichkeitsstörung

Die Borderline Persönlichkeitsstörung Die Borderline Persönlichkeitsstörung Leid für Betroffene Herausforderung für Helfer Dr. Nora Heine, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, APZ Königslutter Wolfsburg, 23.04.2015 Einführung

Mehr

Persönlichkeitsstörungen. Prof. Dr. med. Michael Günter Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Persönlichkeitsstörungen. Prof. Dr. med. Michael Günter Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Persönlichkeitsstörungen Prof. Dr. med. Michael Günter Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Allgemeine diagnostische Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung 1 A. Ein überdauerndes

Mehr

Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Störungen: Standard-DBT und DBT für Suchtpatienten (DBT-S)

Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Störungen: Standard-DBT und DBT für Suchtpatienten (DBT-S) Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Störungen: Standard-DBT und DBT für Suchtpatienten (DBT-S) Christoph Fuhrhans, Littenheid 03.02.2011 Update Sucht, Kantonsspital St. Gallen [email protected]

Mehr

Diagnostik und Therapie der Borderline Persönlichkeitsstörung

Diagnostik und Therapie der Borderline Persönlichkeitsstörung Fakultät Soziale Arbeit Wolfenbüttel AWO Psychiatriezentrum Fachkliniken für Psychiatrie und Psychotherapie 38154 Königslutter Diagnostik und Therapie der Borderline Persönlichkeitsstörung Dr. med. Rainer

Mehr

Dialektisch Behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A)

Dialektisch Behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A) Jugendhilfefachtag Nürnberg, 25. April 2012 Dialektisch Behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A) Kristin von Auer Überblick Symptomatologie Biosoziale Theorie Therapiestruktur Dialektische Strategien

Mehr

Seelendürre Depressionen und ihre Auswirkungen. Julius Kurmann Dr. med. Chefarzt Luzerner Psychiatrie MAS Philosophie + Management unilu

Seelendürre Depressionen und ihre Auswirkungen. Julius Kurmann Dr. med. Chefarzt Luzerner Psychiatrie MAS Philosophie + Management unilu Julius Kurmann Dr. med. Chefarzt Luzerner Psychiatrie MAS Philosophie + Management unilu 22. September 2016 Depression Depression gilt heute als häufigste psychische Erkrankung und zählt zu den fünf häufigsten

Mehr

Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie. Persönlichkeitsstörungen

Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie. Persönlichkeitsstörungen Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie Persönlichkeitsstörungen Dr. Marc Allroggen 18. Januar 2011 hilfsbereit Persönlichkeit offen anspruchsvoll introvertiert freundlich

Mehr

Diagnostik von Traumafolgestörungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Diagnostik von Traumafolgestörungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Diagnostik von Traumafolgestörungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Sabine Korda Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Mehr

Depression, Burnout. und stationäre ärztliche Versorgung von Erkrankten. Burnout I Depression Volkskrankheit Nr. 1? 1. Oktober 2014, Braunschweig

Depression, Burnout. und stationäre ärztliche Versorgung von Erkrankten. Burnout I Depression Volkskrankheit Nr. 1? 1. Oktober 2014, Braunschweig Burnout I Depression Volkskrankheit Nr. 1? 1. Oktober 2014, Braunschweig Depression, Burnout und stationäre ärztliche Versorgung von Erkrankten Privatdozent Dr. med. Alexander Diehl M.A. Arzt für Psychiatrie

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Allgemeine Einführung in die Ursachen psychischer Erkrankungen sowie deren Bedeutung

Inhaltsverzeichnis. Allgemeine Einführung in die Ursachen psychischer Erkrankungen sowie deren Bedeutung Inhaltsverzeichnis Allgemeine Einführung in die Ursachen psychischer Erkrankungen sowie deren Bedeutung XIII 1 Diagnostik und Klassifikation in der Psychiatrie 1.1 Psychiatrische Anamneseerhebung 1 Synonyme

Mehr

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient! UKM Marienhospital Steinfurt GmbH. Mauritiusstr. 5. 48565 Steinfurt Informationen zur Einführung in die psychotherapeutische Behandlung mit der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) UKM Marienhospital

Mehr

Das Heilen von Beziehungen in der Mehrgenerationenperspektive

Das Heilen von Beziehungen in der Mehrgenerationenperspektive Das Heilen von Beziehungen in der Mehrgenerationenperspektive Dr. Franz Pfitzer Arzt für Neurologie und Psychiatrie Arzt für Psychotherapeutische Medizin Chefarzt der Psychosomatischen Abteilung Klinik

Mehr

Niklewski/Niklewski Leben mit einer Borderline-Störung

Niklewski/Niklewski Leben mit einer Borderline-Störung Niklewski/Niklewski Leben mit einer Borderline-Störung Die Autoren Dr. phil. Dr. med. Günter Niklewski ist leitender Arzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg. Er baute dort

Mehr

Gewalterfahrungen und Trauma bei Flüchtlingen

Gewalterfahrungen und Trauma bei Flüchtlingen Gewalterfahrungen und Trauma bei Flüchtlingen Dr. med. Barbara Wolff Frankfurter Arbeitskreis Trauma und Exil e. V. Gewalterfahrung und Trauma Durch die Erlebnisse im Heimatland und auf der Flucht leidet

Mehr

DIALEKTISCH BEHAVIORALE THERAPIE (DBT) GESUNDHEIT UND SOZIALES

DIALEKTISCH BEHAVIORALE THERAPIE (DBT) GESUNDHEIT UND SOZIALES DIALEKTISCH BEHAVIORALE THERAPIE (DBT) GESUNDHEIT UND SOZIALES AWP INSTITUT FREIBURG Die AWP-Freiburg steht unter der wissenschaftlichen und didaktischen Leitung von Prof. Dr. Martin Bohus (ZI Mannheim),

Mehr

Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie. Dr. Marc Allroggen 14. Juli 2009

Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie. Dr. Marc Allroggen 14. Juli 2009 Basiswissen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Entwicklungspsychopathologie Persönlichkeitsstörungen it tö Dr. Marc Allroggen 14. Juli 2009 Persönlichkeitsstörungen Definition (ICD-10) Eine Persönlichkeitsstörung

Mehr

Psychosomatische Medizin. Klinikum am Europakanal Erlangen

Psychosomatische Medizin. Klinikum am Europakanal Erlangen Psychosomatische Medizin Klinikum am Europakanal Erlangen Psychosomatische Medizin Psychosomatische Erkrankungen sind körperliche Beschwerden, die keine körperlichen Ursachen haben, sondern auf seelische

Mehr

Ärztliche Stellungnahme zur Planung einer Eingliederungshilfe

Ärztliche Stellungnahme zur Planung einer Eingliederungshilfe Ärztliche Stellungnahme zur Planung einer Eingliederungshilfe Vertrauliche Stellungnahme ( 203 StGB und 76 SGB X) nach 35a SGB VIII (KJHG), nach 53 SGB XII (nur amts- oder landesärztliche Stellungnahme)

Mehr

FOSUMOS Persönlichkeitsstörungen: Ein alternativer Blick. Felix Altorfer 1

FOSUMOS Persönlichkeitsstörungen: Ein alternativer Blick. Felix Altorfer 1 FOSUMOS 11.06.08 Persönlichkeitsstörungen: Ein alternativer Blick Felix Altorfer 1 Persönlichkeitsstörungen Synonyma/Historische Begriffe Psychopathische Persönlichkeit (Kraeppelin 1903, K. Schneider 1923)

Mehr

Borderline - Persönlichkeitsstörung oder Traumafolge?

Borderline - Persönlichkeitsstörung oder Traumafolge? Pädagogik Petra Flick Borderline - Persönlichkeitsstörung oder Traumafolge? Diplomarbeit Borderline Persönlichkeitsstörung oder Traumafolge? Diplomarbeit im Rahmen der staatlichen Abschlussprüfung zur

Mehr

Skills Training (DBT) Dipl.Psych. Astrid Schütt Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) Skills Trainerin (DBT)

Skills Training (DBT) Dipl.Psych. Astrid Schütt Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) Skills Trainerin (DBT) Skills Training (DBT) Dipl.Psych. Astrid Schütt Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) Skills Trainerin (DBT) Inhaltsübersicht Grundlagen und Hintergründe DBT Therapie Aufbau und Inhalte - Skillstraining

Mehr

Bohus Reicherzer. Ratgeber Borderline-Störung. Informationen für Betroffene und Angehörige

Bohus Reicherzer. Ratgeber Borderline-Störung. Informationen für Betroffene und Angehörige Bohus Reicherzer Ratgeber Borderline-Störung Informationen für Betroffene und Angehörige Inhalt Vorwort 7 1 Borderline-Störung was ist das? 9 11 Welche Verhaltens- und Erlebensmuster kennzeichnen eine

Mehr

Borderline Wege zu mehr Eigenverantwortung Überblick über das Krankheitsbild. Pflegeabend, 30.09.2009 Barbara Bunse

Borderline Wege zu mehr Eigenverantwortung Überblick über das Krankheitsbild. Pflegeabend, 30.09.2009 Barbara Bunse Borderline Wege zu mehr Eigenverantwortung Pflegeabend, 30.09.2009 Barbara Bunse Was bedeutet Borderline? 2 Universitätsklinikum Münster Barbara Bunse, Gesundheits- und Krankenpflegerin Borderline.. ist

Mehr

DBT bei Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeit

DBT bei Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeit DBT bei Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeit 1,5% - 2% Prävalenz 20% im stationärem, 15% im ambulanten psychiatrischen Patientengut 80% in Psychotherapie 70% Frauen 5-15% sterben durch Suizid...ist

Mehr

Wege aus Angst und Panik BADEN-BADEN. Behandlungsangebot für Menschen mit akuten Angsterkrankungen

Wege aus Angst und Panik BADEN-BADEN. Behandlungsangebot für Menschen mit akuten Angsterkrankungen Wege aus und Panik BADEN-BADEN Behandlungsangebot für Menschen mit akuten erkrankungen Wenn die Seele quält... Ganz plötzlich wie aus heiterem Himmel verspüren Sie körperliche Beschwerden, wie Herzrasen,

Mehr

Kombinierte Therapie affektiver Komorbidität bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Kombinierte Therapie affektiver Komorbidität bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung Kombinierte Therapie affektiver Komorbidität bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung Neurobiologie, Psychotherapie und kombinierte Behandlungsstrategien bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Komorbiditäten

Mehr

Essstörungen Häufigste Essstörungen.

Essstörungen Häufigste Essstörungen. Essstörungen Psychosoziale Interventionsformen II 14.3.2015 MMag. Katrin Draxl 2 Häufigste Essstörungen Anorexia Nervosa (Magersucht) Bulimia Nervosa (Ess-Brechsucht) Binge-Eating-Disorder (BED) Gemeinsamkeiten:

Mehr

Zusammensetzung der Grundbedürfnisse

Zusammensetzung der Grundbedürfnisse Grundbedürfnisse Entwicklung in früher Kindheit im Zusammenhang der Interaktionen mit Bezugspersonen, insbesondere die Mutter-Kind-Dyade Befriedigung oder Versagung führen zu Lust- und Unlustgefühlen Gefährdung

Mehr

Beratungszentrum bei Essstörungen DICK & DÜNN Nordwest e.v. Thema: Essstörungen im Erwachsenenalter. Erfahrungen aus der Langzeitbehandlung

Beratungszentrum bei Essstörungen DICK & DÜNN Nordwest e.v. Thema: Essstörungen im Erwachsenenalter. Erfahrungen aus der Langzeitbehandlung Beratungszentrum bei Essstörungen DICK & DÜNN Nordwest e.v. Thema: Essstörungen im Erwachsenenalter Erfahrungen aus der Langzeitbehandlung Gliederung 1 Fakten zu Essstörungen in Deutschland 2 Beratungsstellen

Mehr

Langzeitverlauf posttraumatischer Belastungsreaktionen bei ehemals politisch Inhaftierten der DDR.

Langzeitverlauf posttraumatischer Belastungsreaktionen bei ehemals politisch Inhaftierten der DDR. Langzeitverlauf posttraumatischer Belastungsreaktionen bei ehemals politisch Inhaftierten der DDR. Ergebnisse einer 15-Jahre Follow-Up-Studie Matthias Schützwohl TU Dresden Klinik und Poliklinik für Psychiatrie

Mehr

Psychische Störungen Einführung. PD Dr. Peter Schönknecht Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikum Leipzig

Psychische Störungen Einführung. PD Dr. Peter Schönknecht Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikum Leipzig Psychische Störungen Einführung PD Dr. Peter Schönknecht Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikum Leipzig Psychopathologische Symptome Psychopathologische Symptome

Mehr

Traumatherapeutische Optionen in der Rehabilitation suchtkranker Patienten

Traumatherapeutische Optionen in der Rehabilitation suchtkranker Patienten Der Mensch im Mittelpunkt Forum 8 Traumatherapeutische Optionen in der Rehabilitation suchtkranker Patienten Gabriele Angenendt salus klinik Hürth 26. Kongress des Fachverbands Sucht Heidelberg 2013 1

Mehr

Stationäre Psychotherapie Wann ist sie sinnvoll?

Stationäre Psychotherapie Wann ist sie sinnvoll? Stationäre Psychotherapie Wann ist sie sinnvoll? M. Nickel ? 200 AU-Fälle 180 160 140 120 100 80 1994 1995 1996 1999 2000 2002 2004 2006 2008 2010 20012 40 35 Männer 40 35 Frauen 30 30 25 25 20 20 15 15

Mehr

Selbstverletzendes Verhalten:

Selbstverletzendes Verhalten: Selbstverletzendes Verhalten: Eine Bewältigungsstrategie? Dr. med. Rainer Jung Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie Ärztehaus Braunschweig Fortbildung am 14. September 2011 Auftakt Bis in

Mehr

Funded by Fonds Gesundes Österreich

Funded by Fonds Gesundes Österreich Workshop held at Eating Disorders Alpbach 2012, Health Promotion and Prevention in Eating Disorders and Obesity, The 20th International Conference, October 18-20, 2012 Funded by Fonds Gesundes Österreich

Mehr

Weisser Ring Forbildungsveranstaltung für Opferanwälte Psycho(-Trauma-)Therapie nach dem SGB V

Weisser Ring Forbildungsveranstaltung für Opferanwälte Psycho(-Trauma-)Therapie nach dem SGB V Weisser Ring Forbildungsveranstaltung für Opferanwälte Psycho(-Trauma-)Therapie nach dem SGB V Kassel, 13.-14.09.2013 Gliederung Psychotherapierichtlinien Therapie von Traumafolgen Psychotherapierichtlinien

Mehr

Psychische Gesundheit und Resilienz stärken

Psychische Gesundheit und Resilienz stärken Psychische Gesundheit und Resilienz stärken 19. Fachtagung der Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie Mosbach 14. April 2016 Dipl.-Psych. Lisa Lyssenko Prof. Dr. Martin Bohus Zentralinstitut

Mehr

Essstörungen LSSH. Vortragsveranstaltung Dr. Regina Kostrzewa

Essstörungen LSSH. Vortragsveranstaltung Dr. Regina Kostrzewa Essstörungen Vortragsveranstaltung 14.12.2013 Dr. Regina Kostrzewa Inhalt Definition Ursachen Begleiterscheinungen Zu dick oder zu dünn? Magersucht Bulimie Binge-Eating Prävention Definition Erkrankungen,

Mehr

Handbuch der Borderline-Störungen

Handbuch der Borderline-Störungen Handbuch der Borderline-Störungen Herausgegeben von Sabine C. Herpertz DUo F. Kernberg 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage Mit 55 Abbildungen und 90 Tabellen Cf) Schattauer Geschichte

Mehr

Diagnostik und Therapie von Persönlichkeitsstörungen

Diagnostik und Therapie von Persönlichkeitsstörungen Diagnostik und Therapie von Persönlichkeitsstörungen Priv.-Doz. Dr. med. Manuela Dudeck Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Greifswald Historisches Hippokrates (400

Mehr

DEPRESSIONEN. Referat von Sophia Seitz und Ester Linz

DEPRESSIONEN. Referat von Sophia Seitz und Ester Linz DEPRESSIONEN Referat von Sophia Seitz und Ester Linz ÜBERSICHT 1. Klassifikation 2. Symptomatik 3. Gruppenarbeit 4. Diagnostische Verfahren 5. Epidemiologie 6. Ätiologische Modelle 7. Fallbeispiel KLASSIFIKATION

Mehr

Kindes und Jugendalters. Störung des.

Kindes und Jugendalters. Störung des. Vorlesung Psychopathologie des Kindes und Jugendalters Störung des Sozialverhaltens www.zi-mannheim.de Störungen 2 Kernsymptomatik 1. Wutausbrüche 2. Häufiges Streiten 3. Opposition gg Erwachsene 4. Planvolles

Mehr

Plan E Eltern stark machen! Ein Trainingsangebot für Eltern in der psychiatrischen Institutsambulanz

Plan E Eltern stark machen! Ein Trainingsangebot für Eltern in der psychiatrischen Institutsambulanz CAMPUS INNENSTADT Plan E Eltern stark machen! Ein Trainingsangebot für Eltern in der psychiatrischen Institutsambulanz (in Anlehnung an Schwenk & Reichert, 2012) vorgestellt von Verena Pehl und Melanie

Mehr

Prof. Dr. Wolfgang Hiller Stichworte aus den gezeigten Folien zur Vorlesung Klinische Psychologie Thema: Borderline-Persönlichkeitsstörung

Prof. Dr. Wolfgang Hiller Stichworte aus den gezeigten Folien zur Vorlesung Klinische Psychologie Thema: Borderline-Persönlichkeitsstörung Prof. Dr. Wolfgang Hiller Stichworte aus den gezeigten Folien zur Vorlesung Klinische Psychologie Thema: Borderline-Persönlichkeitsstörung Diagnostische Kriterien (DSM-IV) Ein tiefgreifendes Muster von

Mehr

Versorgungsstrukturen für Borderline-Patienten im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Versorgungsstrukturen für Borderline-Patienten im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit Versorgungsstrukturen für Borderline-Patienten im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit Dr. med. Rainer Jung Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie Ärztehaus Braunschweig Fortbildung

Mehr

Junge Menschen in der Adoleszenz Anforderungen an die psychiatrische und komplementäre Versorgung

Junge Menschen in der Adoleszenz Anforderungen an die psychiatrische und komplementäre Versorgung Junge Menschen in der Adoleszenz Anforderungen an die psychiatrische und komplementäre Versorgung Gunter Vulturius Halle/Saale, 13. Oktober 2015 Adoleszenz Lebensphase, die den Übergang von der Kindheit

Mehr

Bin ich zu dick? Ess - Störungen

Bin ich zu dick? Ess - Störungen Bin ich zu dick? Ess - Störungen Bin ich zu dick? Bin ich zu dick? Bin ich zu dick? Bin ich zu dick? Zufriedenheit mit dem Aussehen Zufriedenheit mit dem Aussehen Zufriedenheit mit dem Aussehen Zufriedenheit

Mehr

Allgemeine und Spezielle Krankheitslehre

Allgemeine und Spezielle Krankheitslehre Ergotherapie Prüfungswissen Allgemeine und Spezielle Krankheitslehre Herausgegeben von Karin Götsch 2. Auflage 75 Abbildungen 95 Tabellen 6.3 Systematik psychischer Erkrankungen Klassifikationen... 509

Mehr

Die therapeutische Beziehung in der Verhaltenstherapie

Die therapeutische Beziehung in der Verhaltenstherapie Die therapeutische Beziehung in der Verhaltenstherapie C.-H. Lammers Asklepios Klinik Nord Ochsenzoll Bad Wildungen Barmbek Falkenstein Ini Hannover Pasewalk Bekenntnis Alle großen Therapien sind wirksam

Mehr

Ringvorlesung Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) 2015/16

Ringvorlesung Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) 2015/16 Campus Berliner Tor, Alexanderstr. 1 Campus Bergedorf Ringvorlesung Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) 2015/16-1 - Agenda psychische Gesundheit Definitionsansätze psychische Belastung und Beanspruchung

Mehr

Zukunftsperspektiven der Psychotherapie CBASP und die Therapie der Depression. Fritz Hohagen

Zukunftsperspektiven der Psychotherapie CBASP und die Therapie der Depression. Fritz Hohagen Zukunftsperspektiven der Psychotherapie CBASP und die Therapie der Depression Fritz Hohagen Zukunftsperspektiven der Psychotherapie CBASP und die Therapie der Depression Geschichtliche Entwicklung und

Mehr

Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie

Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Niemand ist der gleiche wie vorher, der sich auf den Weg gemacht hat. Du bist nichts anderes als der Weg und Du kannst nur von dem leben, was Du verwandelt

Mehr

Gesellschaftliche Trends und Erziehungsverantwortung: Andreas Mattenschlager, Diplom-Psychologe

Gesellschaftliche Trends und Erziehungsverantwortung: Andreas Mattenschlager, Diplom-Psychologe Gesellschaftliche Trends und Erziehungsverantwortung: Trauma und Flüchtlinge Workshop: Trauma und Flüchtlinge Andreas Mattenschlager, Diplom-Psychologe Psychologische Familien- und Lebensberatung Caritas

Mehr

Wie informiere und unterstütze ich Angehörige eines Betroffenen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung?

Wie informiere und unterstütze ich Angehörige eines Betroffenen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung? Wie informiere und unterstütze ich Angehörige eines Betroffenen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung? Referent: Florian Leihener 2008 Clienia AG 1 I. Ausgangslage II. Worüber informieren/aufklären?

Mehr

Ressourcenorientierte Behandlung von Traumafolgestörungen

Ressourcenorientierte Behandlung von Traumafolgestörungen Ressourcenorientierte Behandlung von Traumafolgestörungen Prof. Dr. med. Martin Sack Klinik für Psychosomatische Medizin Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München Unmittelbare Ziele einer

Mehr

Das Borderline Syndrom. Vortrag vor dem Kollegium des Mädchenheimes Gauting am 16. Mai 2003 von Dr. med.thomas J. Henning

Das Borderline Syndrom. Vortrag vor dem Kollegium des Mädchenheimes Gauting am 16. Mai 2003 von Dr. med.thomas J. Henning Das Borderline Syndrom Vortrag vor dem Kollegium des Mädchenheimes Gauting am 16. Mai 2003 von Dr. med.thomas J. Henning ICD-10 Kapitel V F 60.30 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung impulsiver Typus

Mehr