2016 Geschäftsbericht

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1 2016 Geschäftsbericht

2 2 Wetterjahr

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4 Inhaltsverzeichnis Seiten Produktgruppe Gemüse Produktgruppe Küfe Produktgruppe Kartoffeln Produktgruppe Früchte Produktgruppe Spezialkulturen Vorstand, Präsidialausschuss, Fachzentren und Geschäftsstellen 4

5 Produktgruppe Gemüse 5

6 Ernteerwartungen Das nasse Wetter hat im Frühjahr zu vielen Ernteausfällen geführt. Im Sommer war es erst auch deutlich zu nass, gegen Ende des Sommers hin eher zu trocken. Im Herbst hatten wir kühles und dunkles Wetter. Diese Situation sorgte bei vielen Kulturen zu deutlichen Unterangeboten und spürte man dann auch entsprechend am Markt. Beim Lagergemüse ging man insgesamt von einer durchschnittlichen bis guten Ernte aus. Die Fläche hat bei Karotten (+ 56 ha) stark zugenommen. Insgesamt war die Ernte bei den Karotten etwas mehr als durchschnittlich, bei den Zwiebeln war sie schwach. Vermarktung Im Grossen und Ganzen hat die Vermarktung gut funktioniert. Erfreulich war im letzten Jahr auch, dass die Vermarkter und Grossverteiler aktiv an der Marktgestaltung teilgenommen haben. Herzlichen Dank an alle, die an den Sitzungen und Telefonkonferenzen dabei waren. Im Fokus: Nüsslisalat Fr. por Kilo Grosshandelspreise Nüsslisalat verpackt Monat / Jahr Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft 6 Die Grosshandelspreise sind bei keinem Salat so differenziert wie beim Nüsslisalat. Die Daten, welche im Diagramm dargestellt werden, sind vom BLW erhoben worden und zeigen auf, dass es insgesamt zwei Extremsituationen in den Preisstrukturen gibt. Einerseits über den Jahreswechsel, wo der Grosshandelspreis zum Teil auf CHF 28. ansteigt. Andererseits im Hochsommer, wo der Preis, je nach Marktversorgung, bis auf CHF 30. ansteigt. Die extreme Preisentwicklung im Sommer 2015 ist sehr ausserordentlich.

7 Importregelung Insgesamt konnte die Importregelung einwandfrei abgewickelt werden, da die Zusammenarbeit zwischen dem VSGP und SWISSCOFEL partnerschaftlich verläuft. Anträge Frischgemüse Probleme zeichnen sich bei der aktiven Teilnahme am Prozess ab. Leider steigt die Tendenz, dass immer mehr Händler darauf aus gerichtet sind den Importentscheid abzuwarten, anstatt sich für die Importregelung zu engagieren. Antrag Frischgemüse Dienstag Im 2016 gab es keine Entscheide, die zu grossen Diskussionen führten. Diese Tatsache ist erfreulich. Donnerstag Donnerstagsquote *** Kontingent 255 (249) * 88 (75) 25,6% (23,1%) * in % 74,4% 25,6% Verlängerung U 83 (75) 5 (5) 5,6% (6,2%) Dies führt zu mittelfristigen Problemen. Es wird deswegen immer schwieriger, für die Branche gute Entscheide zu fällen. Ausnützung der Kontingente Die Kontingente wurden nicht immer gleich gut ausgenützt. Im Durchschnitt wurden im Jahr ,5% der bewilligten Mengen importiert. Als Beispiel nachfolgend die Ausschöpfungsdaten der Salatgurken: Tonnen Quelle: SWISSCOFEL, OZD Importregelung Salatgurken U U 273 Importanträge in Tonnen Entscheid Ausschöpfung abgelehnt 144 (154) 74 (80) 33,3% (34,2%) Total Anträge 482 (490) 165 (159) 25,5% (24,5%) * In Klammern = Zahlen aus dem Jahr 2015 ** Die Quote aller Anträge / Entscheide am Donnerstag gefällt Austausch der Importexperten Im Oktober fand zum zweiten Mal eine Sitzung zwischen den «Importexperten» statt. Zu dieser wurden von Seite Produktion und Handel je die Personen eingeladen, welche sich aktiv mit der Importregelung auseinandersetzten. Die Verantwortlichen konnten sich über die Importregelung austauschen, diskutieren und ihre Bedürfnisse einbringen. Die Sitzung wurde wiederum als konstruktiv bewertet und soll im Jahr 2017 erneut stattfinden. 7

8 8 Importregelung Verarbeitungsgemüse Die Importregelung beim Verarbeitungsgemüse hatte auch im 2016 wenig Bedeutung. Es gab insgesamt 19 Anträge, welche meist kommentarlos genehmigt wurden. Der Leitfaden für die Importregelung Verarbeitungsgemüse wurde im Herbst 2016 überarbeitet. Die Anträge sollen in Zukunft einfacher und einheitlicher werden, damit weniger Papier ausgefüllt werden muss und das Prozedere für alle Seiten einfacher wird. Inlandleistungen Die Inlandleistung beim Gemüse wurde auch im Jahr 2016 erneut durch die Geschäftsstelle von SWISSCOFEL erhoben. Dabei zeigt sich, dass die Inlandmeldungen von Tomaten und Gurken jährlich steigen. Ein Problem war auch im letzten Jahr wieder, dass viele Betriebe ihre Meldungen erst im letzten Augenblick eingereicht haben. PGG Gemüse-Vorstand Der Vorstand der Produktegruppe Gemüse hat im 2016 eine Sitzung abgehalten. Die Aufgaben lagen, nebst den ordentlichen Geschäften, im Bereich der Überarbeitung des Leitfadens sowie der Frage, ob der Gemüsehandel das Bilden von Richtpreisen auch in Zukunft mittragen soll. Dies wird begrüsst, da der PGG-Vorstand davon ausgeht, dass die Aushandlung von Richtpreisen auch zu einer Markttransparenz und Marktberuhigung führt. PZ Lagergemüse Fr. pro 1kg Beutel Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr ff. Kalenderwochen Karotten franko Grossverteiler '15 Richtpreise Lagergemüse Saison & Karotten franko Grossverteiler '16 Zwiebeln franko Grossverteiler '15 Quelle: PZ Lagergemüse SWISSCOFEL, VSGP Zwiebeln franko Grossverteiler '16 Das Produktzentrum Lagergemüse hat im 2016 die Richtpreisgestaltung und die Saisonplanung wahrgenommen. Die Anbauflächen von Karotten und Zwiebeln sind im Jahr 2016 stabil geblieben. Leider war es im Herbst 2016 aufgrund der Erntesituation nicht möglich den Richtpreis im Herbst angemessen zu senken, um dann passende Lagerzuschläge zu generieren. Dies könnte dazu führen, dass es in Zukunft wieder vermehrt Spekulanten gibt, welche ihre Lagerkulturen nur anbauen, um sie im Herbst zu verkaufen. PZ Chicorée Das Produktzentrum Chicorée hat im Jahr 2016 erneut die Mengen- und Richtpreisplanung übernommen. Die Problematik, dass die Nachfrage sinkt und das Angebot steigt, hat sich im letzten Jahr nicht verändert. Im Dezember war die Nachfrage jedoch aufgrund des warmen Wetters sehr schlecht. Es gab Überangebote. Unabhängig von dieser Tatsache wurde die Importregelung wie geplant umgesetzt. Quelle: OZD/SZG Quelle: OZD / SZ

9 PZ Tomaten Das Produktzentrum Tomaten hat im Jahr 2016 vor und nach der bewirtschafteten Phase Telefon konferenzen durchgeführt, um die Richtpreise zu definieren. Aufgrund der Erfahrungen im Jahr 2015 hat sich der Handel nicht mehr an allen Telefonkonferenzen beteiligt. Vor allem in der Phase nach der Bewirtschaftung war der Handel nicht mehr stark engagiert. Im Fokus Der Tomatenkonsum (alle Arten zusammen) in der Schweiz war in den letzten Jahren wachsend (siehe Grafik Entwicklung aller Tomaten- Arten Jahre 2005 bis 2015). Insgesamt sind vor allem die Cherry-Tomaten ein Wachstumsmarkt. Von den runden und Rispen-Tomaten kann dies nicht behauptet werden. Peretti-Tomaten haben sich im Konsum fast verdoppelt, jedoch auf verhältnismässig tiefem Niveau. Gesamtheitlich kann davon ausgegangen werden, dass der Markt gesättigt ist. Der Trend hin zu Cherry ist sicher erwähnenswert. Es kann vermutet werden, dass dies ein Resultat der Convenience-Gesellschaft ist. Weiter wird der Anteil an Inlandware immer bedeutender. Waren 2005 noch nicht mal die Hälfte aller Tomaten (ohne Cherry & Peretti) aus der Schweiz (43%), so waren nur acht Jahre später (2013) 62% aller in der Schweiz konsumierten Tomaten (ohne Cherry & Peretti) Inlandware. Fachausschuss Gemüse Da der Fachausschuss seine operativen Aufgaben an die Produktzentren abgegeben hat, gab es für ihn im Jahr 2016 keine Aufgaben zu bearbeiten. Tonnen 95' ; 90'963 90'000 85' ; 77'417 80' ; 88'357 75' ; 67'173 70'000 65'000 60'000 55' ; 58'744 50'000 45'000 40'000 35'000 30' ; 22'720 25' ; 8'997 20'000 15' ; 6'893 10' ; 3'687 5' Jahre Tomaten Rund & Rispen Cherry Rund & Rispen Peretti Total Quelle: SZG Entwicklung aller Tomaten Arten (Inland & Import) Jahre Tonnen 40'000 38'000 36'000 34'000 32'000 30'000 28'000 26'000 24'000 22' Jahre Quelle: SZG Übersicht Import und Inlandmenge Tomaten Tonnen Inland Tonnen Import 9

10 10 Interview Aytekin Colak, Sortimentsmanager Früchte und Gemüse SPAR Handels AG Wie haben Sie die Marktentwicklung im Jahr 2016 erlebt? Es war ein herausforderndes Jahr. Die Entwicklung bei den Lebensmitteln, vor allem Frische, war positiv gegenüber Diese Entwicklung ist nicht zufällig. Die Marktteilnehmer haben diesen Produkten mehr Platz in den Regalen gegeben und auch die Kommunikation verstärkt. Welches sind die grossen Herausforderungen in naher Zukunft? Unser Geschäft sind die Menschen. Die Herausforderung ist und bleibt deren Bedürfnisse zu decken. Mit geeigneten Formaten und dem richtigen Storedesign an geeigneten Standorten, mit dem richtigen Sortiment, Information und Transparenz über die Produkte und der Firma und vor allem mit guten Mitarbeitern wird versucht, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wenn man Glück hat, kann man auch ein Bedürfnis, welches noch nicht vorhanden ist, wecken. Das Geschäft ist dynamischer geworden. In Zukunft wird die Preiswertigkeit der Produkte und nicht mehr der Preis im Fokus stehen. Die Ladenkonzepte und das Design der Läden ändern sich schneller. Das Onlinegeschäft und/oder der Belieferungsservice nimmt zu und stellt die Logistik auf die Probe. Wer hier vieles richtig macht, wird im Vorteil sein. Die Bevölkerung wächst und das Wetter scheint verrückt zu spielen. Die Ressourcen Boden und Wasser sind knapp. Das Konzept Vertical Farming hört sich sehr spannend an. Ob und wie sich das weiterentwickelt, muss man beobachten. Hydrokulturen sind hingegen schon länger in verschiedenen Ländern etabliert. Auch in der Schweiz gewinnt diese Anbaumethode an Bedeutung. In Zukunft glauben wir, dass noch einige Betriebe dazukommen werden, um die Nachfrage abzudecken. Warum ist es wichtig, dass die Branche auch in Zukunft einen guten und konstruktiven Austausch pflegt? Der Austausch ist sehr wichtig. In politischen oder gesellschaftlichen Anliegen ist es wichtig mit einer Stimme gegen Aussen aufzutreten. Branchenvereinbarungen helfen, um die staatliche Regulierungen klein zu halten. Ich schätze diesen Austausch sehr. Man kann sich gedanklich mit Anderen austauschen und sich vernetzen und erhält Informationen über Entwicklungen und Trends.

11 Produktgruppe Küfe 11

12 12 Interview Sylvain Agassis, Direktor Sylvain & CO SA Wie haben Sie die Marktentwicklung im Jahr 2016 erlebt? Ich stelle eine zunehmende Polarisierung fest. Es gibt einerseits die Grossverteiler oder die Gemeinschaftsgastronomie, die ihre Geschäfte vertikal und horizontal erweitern. Andererseits entwickeln sich die lokalen Initiativen stark. Der Preis- und Margendruck ist ein Trend, der sich ebenso fortsetzt. Welches sind die grossen Herausforderungen in naher Zukunft? Eine der ersten Herausforderungen ist, seine Stelle genau in diesem polarisierten Markt zu finden. Das Zweite ist die Herausforderung, dem Preis- und Margendruck zu bestehen, der sich trotz des Widerspruchs mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit fortsetzt. Eine weitere Sache ist die technologische Entwicklung, die komplexe Grundfragen stellt: Werden wir einen Zusammenhang finden und die neuen Technologien mit den Bio-, den Naturansätzen verbinden? Oder wird es sich in entgegengesetzte Richtungen wandeln, trotz einer gemeinsamen Verbindung in den Bereichen Nähe, Ökologie, Optimierung der Prozesse? Diese Herausforderung kann übrigens eine Lösung für die Entwicklung der Preise sein. Warum ist es wichtig, dass die Branche auch in Zukunft einen guten und konstruktiven Austausch pflegt? Weil wir stärker und nachhaltiger sind, wenn wir eins sind, anstatt jeder für sich und entgegengesetzt. Hierfür muss man noch gemeinsame Ziele finden und Geschmack daran, zusammen in die gleiche Richtung zu gehen. «Swissness»-Informationsveranstaltung Im April führte die PG Küfe eine Informationsveranstaltung zum Thema «Swissness» durch. Frau Pamela Crespo, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BLW, präsentierte auf verständliche Weise, was «Swissness» heisst. Frau Crespo informierte über das neue Markenschutzgesetz in Bezug auf Lebensmittel und was die Verordnung über die Verwendung von schweizerischen Herkunftsangaben bei Lebensmitteln regelt. Spannend wurde es bei der Berechnung des Anteils «Swissness». Wieviel Schweiz muss drin sein? Was ist der Mindestanteil, damit «Swissness» erfüllt wird? «Swissness» ist seit dem 1. Januar 2017 in Kraft.

13 Austausch PG Küfe und VSGP Von einem Treffen zwischen dem Vorstand der PG Küfe (SWISSCOFEL) und der AG Convenience (VSGP) sah man ab, da keine aktuellen Themen zu besprechen waren respektive die Probleme für die Hersteller von Schnittsalaten nicht geändert haben. Nach wie vor ist die Planbarkeit bei Beginn und Ende der bewirtschafteten Phase sehr schwierig und eine Lösung nicht in Sicht. Qualität des Bewässerungswassers Das über drei Jahre durch David Drissner von Agroscope begleitete Pilotprojekt ist praktisch abgeschlossen. Die Tests mit inokuliertem Bewässerungswasser auf verschiedenen Salaten wurden im Berichtsjahr wiederholt und ausgewertet. In allen Bewässerungswassern, aus Kanal- oder Feldentnahme, wurden E. coli und Enterococcus gefunden. Interessant ist, dass die Keime nach dem Herunterkühlen und Waschen beim Endprodukt nicht mehr nachweisbar waren und bis zum Ende der Frischegarantie nicht zugenommen hatten. Die Resultate konnten der Arbeitsgruppe im Dezember 2016 präsentiert werden. Sie decken sich mehrheitlich mit den Resultaten vom Vorjahr, was weder positiv noch negativ zu be- 13

14 werten ist. Die finale Dokumentation ist bei David Drissner in Bearbeitung und wird im Frühjahr 2017 öffentlich. Das Ziel, einen Leitfaden für die Praxis zu erarbeiten und umzusetzen, wird für die Arbeitsgruppe eine grosse Herausforderung sein. Revision Schweizer Lebensmittelrecht (Projekt «Largo») Das Projekt Largo wird demnächst abge schlossen und vom Bundesrat in Kraft gesetzt. Die Einführung des neuen Lebensmittelrechts ist auf den 1. Mai 2017 vorgesehen. Für haltbare Lebensmittel gelten verschiedene Übergangsbestimmungen. Die PG Küfe hat an Sitzungen mit dem BLV und deren Informationsveranstaltungen teilgenommen. Für die Hersteller von küchenfertigen Schnittsalaten konnten dank Intervention von SWISSCOFEL / PG Küfe etliche vereinfachte Lösungen erreicht werden. So zum Beispiel: werden von der obligatorischen Nährwertdeklaration Schnitt- und Fruchtsalat ausgeschlossen. kann für geschnittene Mischprodukte anstelle eines Produktionslandes ein übergeordneter geografischer Raum angegeben werden wie «EU» oder «Südamerika». Krisenmanagement Das Geschäftsjahr 2016 der Küfe-Branche konnte ohne nennenswerte Probleme beendet werden. Es gab keine Massnahmen zu ergreifen und grössere Krisenfälle blieben aus. Aussichten 2017 Bedarfsgerechte Importregelung Einführung «Largo» 1. Mai 2017 Bewässerungswasser und Kontaminationen, Abklärungen und nötige QS-Massnahmen 14 Im Frühjahr 2017 ist von der PG Küfe eine Infor mationstagung geplant, in der diese branchenspezifischen Anforderungen vorgestellt werden.

15 Produktgruppe Kartoffeln 15

16 16 Ernteerwartungen Die Frühkartoffelernte 2016 startete unter schwierigsten Bedingungen. Die Lagerkartoffeln aus der Kleinernte 2015 neigten sich schon früh dem Ende zu. Die Laufzeit des Importkontingents mit der Ausnützungsfrist bis zum 15. Juni 2016 wurde für die Lagerhalter zu einer grossen Herausforderung. Wohl reichte die Kontingentmenge aus, doch nahezu unmöglich schien die Gewähr den Übergang zum Start der Speisekartoffelsaison 2016 ordentlich zu Ende zu bringen. Glücklicherweise ist die Kartoffelbranche für alle Marktakteure glimpflich an einer Katastrophe vorbeigeschlittert. Im Berichtsjahr wurde eine Kartoffelanbaufläche von ha ausgewiesen, praktisch identisch gegenüber dem Vorjahr. Der gewichtete Speiseanteil lag bei 265 kg/a. Dies ergab einen Rückgang von 23 %, verglichen mit dem Fünfjahresdurchschnitt von 344 kg/a, welcher durch die zwei schwachen Jahre 2013 und 2015 beeinflusst wurde. Wenn die zwei Jahre nicht gerechnet würden, wäre der Rückgang gar 33%. Ernte Die Situation, welche sich an der Ertragserhebung im August abgezeichnet hatte, wiederspiegelt nun auch der knappe Lagerbestand per Ende Oktober mit t. Es werden auch für die Saison 2016/17 nicht genügend inländische Speisekartoffeln zur Verfügung stehen. Wie schon im Vorjahr wird mit einer Versorgung durch Inlandware der festkochenden Sorten bis März/April und den mehligkochenden Sorten bis Mai/Juni gerechnet. Vermarktung Gestartet wurde die Frühkartoffelsaison im 2016 in KW 25 mit vorwiegend schalenfesten Speisekartoffeln. Das Angebot blieb aufgrund des Wetters gering bei starker Nachfrage. Die Preisverhandlungen wurden zweiwöchentlich mittels Telefonkonferenzen durchgeführt und die Richtpreisnotierungen wie gewohnt publiziert. Um mehr Spielraum bei der Preisentwicklung der Lager-Speisekartoffeln zu erreichen, hat man eine weitere Öffnung des Preisbandes von +/ CHF 8. beschlossen. Zudem wurde einer Erhöhung von CHF 0.50 auf das mittlere Preisband von 2015 für die Saison 2016/17 und 2017/18 zugestimmt. Die Richtpreisnotierung für Speisekartoffeln mit Gültigkeit ab 1. September 2016 und die für den ersten Lagerzuschlag Mitte Oktober 2016 wurden veröffentlicht. Importregelung Im Berichtsjahr wurden, nebst dem WTO-Kontingent von t Speisekartoffeln, zwei zusätzliche Kontingente beantragt. Total wurden t bewilligt. Die Kontingente wurden zu 99,47 % ausgenützt. Die Entwicklung des Lagerbestands auf Ende Jahr zeigte, dass für BIO-Speisekartoffeln die Marktversorgung über die Festtage nicht gewährleistet ist. Die swisspatat hat daraufhin ein Zusatzkontingent

17 von t beantragt. Dieses hat das BLW abgelehnt. Begründung: Das BLW kann im Falle einer ungenügenden Versorgung bestimmter Marktakteure nicht auf Erhöhungsanträge eintreten. Weiter hat swisspatat aufgrund der Lagerbestände Ende Oktober ein erstes Zusatzkontingent von t vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 beantragt. Das BLW hat das Zusatzkontingent abgesegnet. Neues Importregime AEV für Speisekartoffeln SWISSCOFEL und swisspatat haben auf die im Januar 2016 in Anhörung gekommene Verordnungsänderung AEV Stellung bezogen. Vorgesehen war das gesamte WTO-Kontingent (6 500 t) zu versteigern und zugleich alle Zusatzkontingente nach dem «Windhundverfahren» an der Grenze nach Marktanteilen zuzuteilen. Die Stellungnahme von SWISSCOFEL und swisspatat wurde mit breiter Unterstützung verschiedenster Verbände und Organisationen übernommen. Ende Oktober hat der Bundesrat die Verordnung verabschiedet. Der Bundesrat hat die meisten Forderungen von SWISSCOFEL und swisspatat berücksichtigt. Die Ausnahme ist, dass ½ vom WTO-Kontingent (= t) künftig im Herbst versteigert wird. Betreffend Vollzug für die Erfassung der Marktleistung/Inlandleistung fand ein Treffen zwischen einer Delegation der swisspatat und dem BLW statt. Etliche Fragen stehen noch offen. Eine Informationsveranstaltung für die PGK-Mitglieder ist im 2017 vorgesehen. Branchenbeitrag an swisspatat Ab 1. Juli 2016 wurden die Beiträge des Detailhandels, wie an der Delegiertenversammlung swisspatat im November 2015 beschlossen, nicht mehr direkt beim Detailhandel erhoben, sondern neu auf Stufe des Erstübernehmers abgerechnet. Dies wird bewirken, dass auf einem sehr grossen Teil der gehandelten Speisekartoffeln alle Branchenbeiträge entrichtet werden. Es wird den Fonds des Handels bei swisspatat positiv beeinflussen. Aussichten 2017 AEV: Umsetzung des neuen Importregime AEV 2018 ff Betreuung PGK-Vorstand, IG Grosshandel und IG Detailhandel inkl. Vorbesprechungen, Protokollführung, Telefonkonferenzen und Sitzungen Wissensaustausch mit Partnerorganisationen (VSKP, SCFA, swisspatat, Europatat) Vermarktungsstrategie Ernte 2017 ff. Zeitlich bedarfsgerechte Importregelung für Speisekartoffeln und Spezialitäten Publikation von Richtpreisnotierungen, Marktdaten, Lagerbeständen und Bulletins Vertretung der Handelsinteressen in den Arbeitsgruppen der swisspatat: AG Markt: Sicherstellung Marktversorgung, Preise und Qualität, AGM-Tage, agrarpolitische Einflussnahme AG Sortenprüfung: Versuchsorten Planung und Besichtigung, bedarfsorientierte Sortenliste 2017 ff AG Information: Weiterentwicklung der Informationskampagne für Kartoffeln Europatat: Wahrnehmung der Interessen der Schweizer Kartoffelwirtschaft 17

18 18 Interview Stéphane Fankhauser, Direktor Bio Pack Swiss SA Wie haben Sie die Marktentwicklung im Jahr 2016 erlebt? Wir beendeten das Jahr mit einem leichten Anstieg des Früchte- und Gemüsemarktes, der unter dem Einfluss eines zurückhaltenden internationalen Handels, eines aus den Fugen geratenen Geldmarktes Ende des 4. Quartals (USA/EUR) sowie einer extremen Wetterlage im Frühling stand. Das Lagergemüse hat am meisten unter dieser Situation gelitten, was eine massive Steigerung des Imports zur Folge hatte. Teilverpackte Artikel, Fertiggerichte, Labels, lokale Produkte oder aus biologischem Anbau haben erheblich zur Stabilität um nicht zu sagen zum Wachstum der Branche in 2016 beigetragen. Tendenziell werden die europäischen und nationalen Produkte fokussiert. Welches sind die grossen Herausforderungen in naher Zukunft? Wir werden zunehmend von fossiler Ressourcenschonung, der Entwicklung neuer Sorten sowie der Ernährungssicherung betroffen sein. In einer immer mehr computergesteuerten Welt orientiert sich auch unser Markt hin zu entwicklungsfähigen Digitaltechniken: Unkrautroboter, Drohnen, autonome Fahrzeuge, gezielter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die städtischen Produktionshöfe (urbane Landwirtschaft) werden sich in direkter Nähe der Verbrauchsquellen wie Wasser, Wärme, Gas, usw. ausbreiten. Das E-Business wird seinen Aufschwung fortsetzen. Die Identifizierung mit dem Lokalen bleibt paradoxerweise in unseren Genen verankert und wird uns dazu bringen, Hightech mit einer ethischen Produktion zu vereinbaren. Diese Fortschritte an den Verbraucher entsprechend weiterzugeben wird eine der Herausforderungen von morgen sein. Warum ist es wichtig, dass die Branche auch in Zukunft einen guten und konstruktiven Austausch pflegt? Wir werden stark gefordert sein, auf die Fragen, die mit der Evolution des Lebensmittelsektors zusammenhängen, zu antworten. Unsere Organisation bietet die einmalige Gelegenheit über unseren Berufszweig zu informieren, unsere Interessen gegenüber einer wachsenden Globalisierung zu verteidigen und zur Ernährungssicherung unseres Landes beizutragen. Unsere Vision zu vermitteln und deren Umsetzung zu planen sichert unsere langfristige Entwicklung. Wir sorgen dafür, dass diese Vision bei einer immer besser informierten Bevölkerung auch verstanden wird.

19 Produktgruppe Früchte 19

20 20 Ernteerwartungen Die Ernteerwartungen waren für Beeren und Steinobst nicht allzu gut, vor allem wegen des nassen und kalten Frühjahrs. Für Kernobst konnte eine mittlere Ernte erwartet werden. Kirschessigfliege Nachdem die Produktion die Kirschessigfliege (KEF) im Vorjahr sehr gut im Griff hatte, war der Befall im 2016 wieder deutlich stärker. Es zeigte sich, dass die Probleme vor allem im Feldobstbau sehr gross sind. Dort wo die Kulturen eingenetzt werden konnten, hatten die Produzenten das Problem mehrheitlich im Griff. Tafelkernobst Die Präsentation der Kampagne «Fünf am Tag» am Kernobstseminar im Juni gab entsprechend Diskussionsstoff. Das Ziel der Gesundheitsförderungskampagne ist, ganz im Sinne der Branche, den Verzehr von Früchten und Gemüse zu steigern. Weiter wurde intensiv am Vermarktungskonzept für die Saison 2016/17 gearbeitet. Diverse Änderungen und Anpassungen wurden dem PZ Tafelkernobst vorgeschlagen. Unter anderem wurde die Birnensorte Williams provisorisch für ein Jahr in die national kotierten Birnen mit einem Startpreis von CHF 1.20 aufgenommen. Wie auch in den Vorjahren war der Handel bemüht, die inländischen Vorräte der Apfel- und Birnensorten während der freien Importphase mittels Aktivitäten und Aktionen zu verkaufen. Die Bavendorfer-Schätzung des BLW wies im 2016 eine zu erwartende Menge von t Tafeläpfel aus, welche somit 3,5% unter dem Durchschnitt der vier Vorjahresernten lag. Bei den Tafelbirnen mit t lag die Schätzung um 14,9% tiefer als der Vierjahresdurchschnitt. Die Grossernte im 2014 konnte mit Hilfe des Handels und deren getätigten Aktivitäten und Aktionen zum grossen Teil vermarktet werden. Dank professioneller Lagertechnik konnten Lagersorten auch in der freien Phase in guter Qualität vermarktet werden. Die Bavendorfer- Schätzung des BLW wies im Berichtsjahr eine zu erwartende Menge von t Tafel äpfel aus, was 4,1% unter dem Durchschnitt der vier Vorjahresernten lag. Bei den Tafelbirnen mit t lag die Schätzung um 1,8% tiefer als der Vierjahresdurchschnitt. Tafeläpfel Das Lagerprogramm prognostizierte per 1. November einen Lagerbestand von t. Um den Ziellagerbestand von t zu er reichen, musste klar eine Anpassung der effektiven Lagermenge an die Marktbedürfnisse vorgenommen werden. Leider wurde das nicht erreicht. Der Lagerbestand lag am 30. November 2016 bei t. Beim Analysieren des Lagerbestandes fällt auf, dass insbesondere die Apfelsorten Golden um 11,5%, Braeburn um 13,5% und die Premiumsorten um 32,4% über dem definierten Ziellagerbestand lagen. Die Vermarktung einzelner Sorten wird für die Saison 2016/17 eine grosse Herausforderung sein.

21 Importregelung Bei den Tafeläpfeln konnte die freie Phase, wie nach Import-Leitfaden vorgesehen, am 15. Juni starten und wurde vom 14. Juli bis am 11. August verlängert. Tafelbirnen Die Ernte 2015/16 konnte vom Handel bis Ende Mai restlos übernommen werden. Mit einer Lagermenge von t per Ende Oktober wurde die Ernte 2016/17 klar unter der definierten Ziellagermenge von t abgeschlossen. Die Lagerbestände der Birnen vermögen die Marktbedürfnisse bis zum Ende der bewirtschafteten Phase nur bedingt decken. Importregelung Die unbeschränkte Phase wurde bereits ab dem 11. März bewilligt und wurde bis am 11. August verlängert. Fachkommission Kernobsthandel 2017 Die Fachkommision Kernobsthandel wird im 2017 an der Weiterentwicklung des Vermarktungskonzepts und des Richtpreissystems arbeiten. Ebenfalls stark beschäftigen wird die Fachkommission die Problematik der Premium- und Clubsorten betreffend Lagerbestandserfassung und den Einfluss auf das Preisgefüge der Hauptsorten. Steinobst der nasskalte Frühling war für die schwache Ernte verantwortlich Das Produktzentrum Kirschen / Zwetschgen hat im Frühling eine mittlere Ernte erwartet. Die Ernteschätzung lag für Kirschen bei t. Bei den Zwetschgen wurden rund t geschätzt. Erntevergleich der letzten 7 Jahre: Kirschen / Zwetschgen Kirschen 21 + Kirschen 24 + Kirschen 28 + Zwetschgen 33 mm Zwetschgen Fellenberg Quelle: SOV Kirschen Die Vorernteschätzung belief sich auf rund t Tafelkirschen. Abgeliefert wurden jedoch rund 8% weniger (1 857 t). Klasse Schätzung in Tonnen Ernte in Tonnen 21 mm Insgesamt hat das Wetter die Kirschenernte negativ beeinflusst. Auf die Zwetschgenernte hatte das Frühlingswetter jedoch deutlich weniger Einfluss. Somit fiel die Ernte grösser aus als erwartet. 24 mm mm Industriekirschen Quelle: SOV 21

22 22 Interview Benno Neff, Geschäftsführer Tobi Seeobst AG Wie haben Sie die Marktentwicklung im Jahr 2016 erlebt? Während Beeren weiterhin von einer steigenden Beliebtheit bei den Konsumenten profitieren, stagniert der Konsum beim Kernobst. Insbesondere die Verkäufe bei Birnen waren im 2016 enttäuschend. Beim Steinobst waren angebotsbedingt die Mengen kleiner als in den Vorjahren. Welches sind die grossen Herausforderungen in naher Zukunft? Der Aktionsplan Pflanzenschutz wird nicht nur für die Produktion Auswirkungen haben. Durch die zunehmende Mitteleinschränkung steigt auch die Gefahr des Verderbens der Früchte am Lager. Hier gilt es, innovative neue Lösungen zu suchen. Die Ressourceneffizienz wird künftig einen noch wichtigeren Stellenwert in der gesamten Wertschöpfungskette einnehmen. Dies wird neuere Anbauformen, wie zum Beispiel die Hydrokultur, begünstigen. Warum ist es wichtig, dass die Branche auch in Zukunft einen guten und konstruktiven Austausch pflegt? Wir alle haben ein Interesse an guten Rahmenbedingungen. Nur wenn wir als Branche geschlossen unsere Interessen vertreten, werden wir auch künftig Gehör für unsere Anliegen finden. Auch für eine gute Aus- und Weiterbildung innerhalb der F&G-Branche ist ein reger und konstruktiver Austausch elementar. Saisonverlauf Die Kirschensaison war aufgrund des kalten Frühlings eher spät. Vom 6. Juli bis zum 3. August hatten wir den AKZA-Code 1, vorher und nachher war die Grenze geöffnet. Die Kirschenqualität war unterschiedlich. Es gab oft Beanstandungen, da sich auch die Kirschessigfliege (KEF) bemerkbar machte. Während den wöchentlichen Telefonkonferenzen hatten wir meist eine konstruktive Diskussion über die Richtpreise und das weitere Vor gehen. Sie waren stets sehr effizient geführt und somit auch äusserst produktiv. Am 13. September hat das PZ Kirschen / Zwetsch gen die letzte Telefonkonferenz durchgeführt. Insgesamt war die Branche mit der Saison zufrieden. Zwetschgen Bei den Zwetschgen hatten wir einen guten Start und die Ware konnte gut abverkauft werden. Die Zusammenarbeit zwischen Produktion und Handel funktioniert auch bei Zwetschgen sehr gut. Neu wird vom SOV wöchentlich ein kurzes Statement zur Marktlage verschickt, dies hat zu deutlich mehr Markttransparenz geführt.

23 Erntemenge Insgesamt wurden laut der Marktinformationsplattform fast t Zwetschgen geerntet. Somit wurde die erwartete Menge von t um 20% übertroffen. Klasse Schätzung in Tonnen Ernte in Tonnen 33 mm Fellenberg Total Quelle: SOV Die Qualität der Früchte war in diesem Herbst nicht immer einwandfrei. Zum Teil war die Ware etwas zu grün, als sie abgegeben wurde. Importregelung Die Importregelung bei den Zwetschgen funktionierte gut. Der AKZA galt vom 6. August bis zum 20. September (siehe Grafik rechts). Während dieser Zeit hatte es genügend Schweizer Zwetschgen auf dem Markt. Beeren Im 2016 hatten wir nicht ein zu grosses Angebot. Dies ist vor allem auf das nasse Wetter im Frühling zurückzuführen, welches das Beerenwachstum insbesondere stark gebremst hat. Die Beeren litten sicher am meisten unter den Witterungsbedingungen. Die Bedingungen für die Ernte im Jahr 2016 waren in der Schweiz schlecht. Die ständigen Niederschläge erschwerten die Ernte der Beeren massiv (Vergleichstabelle rechts) Insgesamt kann man aber vom Beerenjahr 2016 ein positives Fazit ziehen, vor allem, weil es immer mehr Kulturen aus geschütztem Anbau gibt. Erdbeeren Aufgrund des kühlen Frühlings startete die Erdbeersaison spät. Erst ab Ende Mai hatten wir genügend Schweizer Erdbeeren auf dem Markt. Insgesamt wurden t Schweizer Erdbeeren produziert. Dies ist quasi die gleiche Menge wie im Vorjahr (7 326 t). Zwetschgen: Kalenderwochen Ab Erntevergleich der letzten 10 Jahre: Beeren Schweiz in Tonnen Im Jahr 2016 wurden t Erdbeeren importiert. Dies sind über 66% des gesamten Erdbeerkonsums in der Schweiz. Der Schweizer Anteil ist somit nur minim gewachsen. Insgesamt kann vor allem gesagt werden, dass der Gesamtkonsum an Erdbeeren zugelegt hat AKZA ("Grenze geschlossen") Ab Erdbeeren w Himbeeren Brombeeren Heidelbeeren Johannisbeeren Stachelbeeren Quelle: SOV

24 Erdbeerenstatistik Tonnen Erdbeeren Marktvolumen vs. Ware am Markt Mai bis August Marktvolumen Wochenmeldung+Importe Quelle: BLW & SOV Länder-Anteil Erdbeer-Importe (April 2016): Erdbeerimporte April 2016 Herkunft Frankreich; 330'173 Italien; 935'827 Spanien; 3'694'971 Frankreich Italien Spanien Quelle: OZD / alle Angaben in Kilo Anschlies send wurde ein Importkontingent von 700 t ge nehmigt, damit man den Markt in der KW 20 versorgen konnte. Ab dem 8. Juni war das Inlandangebot gross genug, um den Markt zu versorgen. Die Vollversorgung reichte nur 10 Tage, also bis am 18. Juni. Ab diesem Zeitpunkt mussten wöchentlich Kontingente bis an das Ende der bewirtschafteten Phase gesprochen werden. Im obenstehenden Diagramm ist das Marktvolumen aufgezeigt. Dazu die Wochenmeldungen vom Schweizer Obstverband und die Importe in der jeweiligen Woche. Erdbeer-Importe (Mai 2016): Spanien; 1'523'399 Erdbeerimporte Mai 2016 Belgien; 22'263 Frankreich; 98'652 Diese Statistik zeigt auf, dass das Marktvolumen nicht in jedem Fall mit den Wochenmeldungen und den Importen übereinstimmt. Italien; 1'268' Erdbeerenimporte Die grössten Mengen Erdbeeren werden von Spanien importiert. Im Jahr 2016 waren dies über t. Am zweitmeisten wird aus Italien importiert, mit t jedoch nur etwas mehr als ein Viertel der Ware, welche aus Spanien kommt (siehe nachfolgende Diagramme). Niederlande; 62'202 Belgien Frankreich Italien Niederlande Spanien Quelle: OZD / alle Angaben in Kilo Importregelung Die unbeschränkte Phase wurde am Anfang der Saison bis am 18. Mai verlängert. Der Austausch und die Entscheidungsfindung für Kontingentsanträge zuhanden des Bundesamtes für Landwirtschaft waren auch in diesem Jahr ausserordentlich gut. Dank transparenten und qualitativ hochwertigen Informationen aller Beteiligten, wurden fast alle Entscheide einwandfrei getroffen.

25 Importkontingente und deren Ausnützung Das nachstehende Diagramm zeigt die Erdbeer- Kontingentausnützung auf. Bei den Kontingenten lässt sich erkennen, dass trotz umfangreichen Kontingenten nur so viel Erdbeeren importiert wurden wie nötig. In Prozent des Kontingents 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% Ausschöpfung der einzelnen Erdbeer Kontingente Quelle: SWISSCOFEL einzelne Kontingente Himbeeren Anfang Juni wurden die ersten Himbeeren geerntet. Die Himbeerernte war umfangreicher als in den Vorjahren. Insgesamt wurden t Schweizer Himbeeren vom Handel übernommen. Obschon die Flächen bei den Himbeeren nicht wachsend sind, sind die Mengen zu nehmend. Die Produktivität ist somit weiterhin steigend. Importregelung Im Jahr 2016 wurden insgesamt 470 t Importkontingent gesprochen, davon wurden 323 t importiert. Dies zeigt, dass der Himbeerenmarkt weiterhin wachsend ist. Die Importregelung hat auch bei Himbeeren sehr gut funktioniert. Es wurden jeweils treffende Kontingente freigegeben. Andere Strauchbeeren Die anderen Strauchbeeren-Ernten können ebenfalls als mässig gut bezeichnet werden. Bei Brombeeren und Heidelbeeren wurden etwas weniger Mengen geerntet als im Vorjahr. Johannisbeeren wurden deutlich mehr geerntet. Aprikosen Die Aprikosenernte 2016 lag insgesamt rund 10% über der Ernteschätzung von Ende Mai. Dennoch muss man beachten, dass der verkaufte Anteil von Klasse-I-Ware im 2016 nur 66% der gesamten Ernte ausmacht. Der Anteil Klasse I liegt um fast 10% unter den verkauften Mengen zwischen 2006 und Der Durchschnitt während diesen Jahren liegt bei 76%. Aprikosen-Importe 2016 in Kilo während der Kontingentphase: kg Kontingent 200 t kg Kontingent 200 t kg Kontingent 150 t kg Kontingent 200 t 25

26 26 Saisonverlauf Zum Zeitpunkt der Blüte wiesen die günstigen Wetterbedingungen auf eine gute Ernte hin. Im Jahr 2016 haben die Frostnächte vom 27. und 28. April auf einer Fläche von etwa 50 ha einen wichtigen Teil der Ernte zerstört. Dies entspricht etwa 10% der gesamten Aprikosenkulturen. Der grösste Teil der Schäden betraf die Obstkulturen an den Hängen, wo der Kampf gegen den Frost wesentlich komplizierter war. In der Rhoneebene konnte durch Bespritzen mit Wasser das Erntepotenzial der Obstgärten aufrechterhalten werden. Die Schätzung der Frostschäden beläuft sich auf zirka 400 t. Im Jahr 2016 betrug die Aprikosenanbaufläche 688 ha. Davon wurden 539 ha (78%) mit neuen Sorten angebaut und 149 ha (22%) mit der Sorte Luizet. Die Ernte der Frühsorten begann am 15. Juni, jene von Orangered am 3. Juli, die von Goldrich/Jumbo Cot am 14. Juli und die von Luizet am 13. Juli. Die Ernte wurde am 19. August für die Sorte Luizet und am 28. September für die Spätsorten abgeschlossen. Ab 1. September 2016 erreichen die Erntemengen nur 176 t. In den Kulturen sind Arbeit und Mensch wichtig, um eine ausgezeichnete Früchtequalität zu gewährleisten. Eine Qualität, welche vom Konsumenten verlangt wird. Kirschessigfliege (Drosophila suzukii): Der Befall hat sich seit Beginn im 2011 in Grenzen gehalten. Allerdings haben die Aprikosenkulturen dieses Jahr gelitten und die Schäden sind erheblich. Der Schädling greift vor allem die Sorte Luizet an. Zwischen 10% und 20% der Früchte waren befallen, dies entspricht einer Menge von 200 t bis 300 t. Die anderen Aprikosensorten waren ebenso betroffen (Anteil von 2% bis 3%). Insgesamt betrug der Verlust 300 t bis 500 t Früchte auf eine Ernte von mehr als t. Erntemengen Die Erntemenge von Tafelobst (Klasse I), welche im Jahr 2016 im Handel vermarktet wurde, belief sich auf mehr als t. Die Aprikose kündigt den Sommer an. Im Verlauf des Jahres 2016 wurden pro Kopf durchschnittlich 2 kg Aprikosen konsumiert. Im Durchschnitt wurden während den letzten fünf Jahren mehr als t verzehrt. Dabei konnte die einheimische Produktion, je nach klimatischen Ereignissen, etwa 53% der Nachfrage decken. Importregelung In diesem Jahr wurden vier Kontingente für Ergänzungsimporte gesprochen. Das erste Kontingent gab es ab dem 6. Juli, das letzte Kontingent war gültig bis am 26. August. Somit war fast die gesamte bewirtschaftete Phase Vollversorgung. Die Zusammenarbeit für die Importregelung war auch hier sehr gut. Ein spezieller Dank geht an Hubert Zufferey, Geschäftsführer von IFELV. Er war immerzu bereit, konstruktive Lösungen zu finden.

27 Produktgruppe Spezialkulturen 27

28 28 Einleitung Als Spezialkommission innerhalb von SWISSCOFEL nehmen wir eine besondere Rolle wahr. Wir befassen uns nur mit einem Produkt. Der Kreis der Mitglieder beschränkt sich auf etwa 10 Personen. Insgesamt sind fünf Produzenten und vier Handelsfirmen als Mitglieder in diesem Gremium. Trotz des bescheidenen Umfangs der Kommission hat das Produkt für die betroffenen Produzenten und Händler eine sehr grosse Bedeutung. In den letzten Jahren hat sich eine markante Spezialisierung ergeben. Die Zahl der Produzenten ging laufend zurück. Die heutigen Mitglieder haben sich auf das «Randprodukt» spezialisiert. Das zeigt auch, dass die Importe trotz der bewährten Regelung laufend abnehmen und die Inlandware bevorzugt wird. Mit der zunehmenden Spezialisierung stellen wir auch keinen Nematodenbefall mehr fest. 1. Produktion Die Anbaufläche und die Produktionsmenge gingen im Berichtsjahr leicht zurück. Die Nachfrage nach Setzzwiebeln hat in den letzten Jahren immer mehr abgenommen. Für den Profi-Anbau werden kaum mehr Setzzwiebeln benötigt. Auch der Hobby-Anbau hat ständig leicht abgenommen. Im Berichtsjahr wurden Verträge im Umfang von 150 t abgeschlossen. Damit können rund 90% des Bedarfs in der Schweiz gedeckt werden. Der Qualitätsstandard und der Gesundheitszustand der inländischen Setzzwiebeln sind sehr hoch und mindestens mit der Importware vergleichbar. Die jährlich durchgeführte Feldkontrolle durch die SZG hat keinen Krankheitsbefall durch Nematoden aufgezeigt. Trotz der sehr guten Resultate werden die systematischen Feldkontrollen und die Analysen der Proben in der Agroscope fortgesetzt. 2. Vermarktung Im Berichtsjahr wurden 50 Verträge zwischen der Produktion und dem Handel abgeschlossenen. Die Übernahmebedingungen, die Mengen, die Sorten und die Preise werden in den jährlichen Verträgen definiert. Die Verträge werden durch den Kommissionspräsidenten kontrolliert und freigegeben. Die Qualitätsanforderungen Mengen: Frühjahr 112 t Inland 48 t Import 60 t Kontingent Herbst 40 t Inland 5 t Import 30 t Kontingent Total 152 t Inland 53 t Import 90 t Kontingent

29 sind im Setzzwiebelreglement festgelegt und bilden einen integrierten Bestandteil der Verträge. Das überarbeitete Reglement wurde vor einem Jahr von der Kommission genehmigt. Die Übernahme der Setzzwiebeln verlief im letzten Jahr reibungslos. Bezüglich Einhaltung der Handelsusanzen und des Setzzwiebelreglementes ergaben sich ebenfalls kaum Abweichungen. Die Anforderungen sind bekannt und werden von allen Marktteilnehmern eingehalten. Es gab keine aussergewöhnliche Kontrolle oder Expertise für die Setzzwiebeln. Eine Grundanforderung an die Produktion ist die Anerkennung und Zertifizierung der Setzzwiebeln nach dem Standard von SwissGAP und Suisse Garantie. Heute werden alle Bio-Setzzwiebeln importiert. Es gibt keinen Bio-Anbau mehr in der Schweiz. Importiert werden nebst den Bio-Setzzwiebeln Spezialitäten wie weisse oder rote. Dort ist der Bedarf kleiner und der Anbau in der Schweiz gering. 3. Importe Anhand der Inlandübernahme und der Importmenge werden die Marktvolumen von den Behörden definiert. Aufgrund dieser Zahlen werden die von der Kommission beantragten Importmengen auf die einzelnen Handelsbetriebe verteilt. Das Ziel besteht darin, den Bedarf vollständig zu decken, ohne dass es im Inland Mangelsituationen gibt oder unverkaufte Ware liegen bleibt. Die erste Tranche wird vom 1. Januar bis 30. April freigegeben (60 t). Eine zweite Tranche vom 1. Juli bis 31. Dezember (dieses Jahr 30 t). Vom 1. Mai bis 30. Juni ist der Import frei. Aufgrund der schlechten Witterung im Frühling und der kleineren Erträge wurden die Importmengen für den Herbst leicht erhöht. Im Berichtsjahr ergaben sich bei der Vermarktung keine Schwierigkeiten. Gemäss den Importzahlen der Behörden wurden die erteilten Kontingente nicht vollständig ausgeschöpft. Die Inlandware wird der Importware vorgezogen, sofern die Qualität stimmt. 4. Kommissionsarbeit An der Kommissionssitzung im November sind die aktuelle Marktlage, das Angebot an Frühjahrs- und Herbstsorten, die Lagerbestände und die Qualität diskutiert worden. Gleichzeitig werden die Preise für die kommende Saison festgelegt. Diese Preise sind verbindlich und werden vertraglich geregelt. Nur Verträge, welche die von der Kommission festgelegten Anforderungen und Bedingungen erfüllen werden genehmigt. Die Verträge werden jährlich aktualisiert und können beim Präsidenten in der gewünschten Anzahl bezogen werden. Nur Vertragsware kann als Marktvolumen für Importberechtigung angerechnet werden. Die Kommissionssitzung dient auch zu einem jährlichen Informationsaustausch zwischen allen Partnern in diesem Geschäft. 5. Setzzwiebelstatistik 2016 Vermarktungsmenge in Tonnen (in Klammern Vorjahr): Quelle: BLW Vertrag Inlandübernahme Importe Import- Kontingente Frühjahr 29 (29) 112,5 (119) 48 (39) 60 (60) Herbst 21 (23) 40 (42) 5 (13) 30 (20) Total 50 (52) 152,5 (161) 53 (52) 90 (80) 29

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31 Vorstand, Präsidialausschuss, Fachzentren und Geschäftsstelle 31

32 32 Vorstand, Präsidialausschuss, Geschäftsstelle Im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 traf sich der Vorstand zu vier Sitzungen. Zudem fand eine konstruktive Sitzung des SWISSCOFEL- Vorstands zusammen mit dem leitenden Ausschuss des Verbands der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) statt, an der gemeinsame, strategische Ziele diskutiert wurden. Viele weitere Geschäfte hat der Vorstand zusätzlich per bearbeitet und beschlossen. Im Vereinsjahr fand zudem eine Tagung statt, an der die Projektgruppe des Vorstands die «Verbandsstrategie 2020» fertigstellte. Die Strategie 2020 wurde an der Generalversammlung durch den Präsidenten vorgestellt und von den Mitgliedern gutgeheissen. Vor vier Jahren wurde der Vorstand von der Mitgliederversammlung für die Wahlperiode 2013 bis 2017 gewählt. An der Mitgliederversammlung vom 9. Mai 2017 sind somit der gesamte Vorstand, der Präsident und die beiden Vize-Präsidenten sowie weitere Organe und Kommissionen des Vereins zu wählen. Bis zur Generalversammlung 2017 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Jacques Blondin, Präsident Ueli Forster, Vizepräsident und Vorsitz PG Küfe Marcel Weder, Vizepräsident und Vorsitz PG Kartoffeln Yannick Buttet, Nationalrat Stefan Geiger, Vorsitz FZ Logistik Patric Gutknecht, Vorsitz PG Gemüse Daniela Spavetti, PG Küfe Benno Neff, Vorsitz PG Früchte und FZ Qualität Andreas Allenspach, Detailhandel Erwin Büsser, Detailhandel Bruno Perlini, Grosshandel Massimo Porri, Detailhandel Christian Sohm, Bio-Handel Vor der Generalversammlung 2017 wird der Vorstand seine Vorschläge für die Zusammensetzung der Wahlperiode 2017 bis 2021 machen. Diese Vorschläge können der Einladung zur GV 2017 entnommen werden. Vorstand 2016 war die Arbeit im Vorstand erneut von einer Vielzahl von rechtlichen Veränderungen und Vernehmlassungen geprägt, von der die Branche direkt oder indirekt betroffen ist. Alle zuständigen Gremien und die Geschäftsstelle von SWISSCOFEL mussten sich informieren, eine Meinung bilden, Anträge formulieren, Eingaben verfassen und diese schliesslich an die zuständigen Stellen weiterleiten. Zu folgenden Themen, Vernehmlassungen und Konsultationen hat sich der SWISSCOFEL- Vorstand eine Stellungnahe erarbeitet und sich aktiv eingebracht: Auflösung der privatrechtlichen Vereinbarung von 1996 über die Deklaration der Anbaumethoden «Hors Sol» und «Gewächshaus» Verordnungen zur Umsetzung der SWISSNESS-Vorschriften sowie deren Auswirkungen auf das Reglement für die Marke «Suisse Garantie»

33 Neues Lebensmittelgesetz (Projekt Largo) Umsetzung des neuen Lebensmittelgesetzes auf Verordnungsebene besondere Vorschriften für den Küfe-Bereich Anhörung zur Revision der Agrar-Einfuhrverordnung (AEV) bzw. des Importregimes für Speisekartoffeln Überprüfung der Strukturen und Aufgabenteilung der Organisationen der Gemüse branche Revision Verordnung über die Ein- und Ausfuhr von Obst und Gemüse (VEAGOG) Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz; definitive Überführung der Sonder-Bestimmungen zur Sonntagsarbeit in unserer Branche. Wechsel von befristeten Globalbewilligungen zu einer definitiven, unbefristeten Regelung in der Verordnung Korrekte Herkunftsdeklaration für Früchte und Gemüse aus Westsahara bzw. Marokko Wettbewerbsverzerrungen im Landwirtschafts-, Raumplanungs- und Lebensmittelrecht Handelsabkommen TTIP allfällige Auswirkungen auf den Agrar- und Lebensmittelsektor in der Schweiz 3 Ernährungsinitiativen und 2 Gegenvorschläge des Bundesrats Initiative für eine «Schweiz ohne synthetische Pestizide» Revision Raumplanungsgesetz Etappe 2 Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes Massnahmenplan BLW Gründung eines gemeinsamen «Forum Pflanzenschutz» durch die Branchenverbände Beitritt und Mitarbeit beim Aufbau «Verein Schweizer Qualitätsstrategie» Optimierung der Organisationsstrukturen (SWISSLEGUMES, SZG, FZ EAF), Leistungsaufträge des Bundes an die Branche Aktionsplan zur Strategie 2020: Prioritäten und Massnahmen Agrarpolitik 2018 bis 2021 Vergünstigte Konditionen für Mitglieder bei der AHV/FAK Verom Projekt des Bundesrats: «Grüne Wirtschaft», Auswirkungen auf die Lebensmittelbranche «Initiative zur Verhinderung von Lebensmittelverlusten (Foodwaste-Initiative)» «Initiative für verantwortungsvolle Unternehmen zum Schutz von Mensch und Umwelt» WTO-Abkommen: Verbot sämtlicher Exportsubventionen Zukünftige Aus- und Weiterbildungsangebote für die Mitglieder Zudem liess sich der Vorstand laufend über die aktuellen Geschäfte in den Produkt- und Fachzentren informieren. Strategie 2020 Ein wichtiges strategisches Ziel von SWISSCOFEL ist die Verhinderung und die Abschaffung von wettbewerbsverzerrenden Regelungen zwischen der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Der Schweizerische Gewerbeverband und das Bundesamt für Landwirtschaft haben sich darauf geeinigt, dass eine Studie aufzeigen soll, wo es solche Wettbewerbs verzerrungen gibt und welche Auswirkungen sie haben. Bei Bedarf sollen dann im Rahmen der Vernehmlassungen zur Agrarpolitik 2018 bis 2021 und 2022 bis 2025 die Rahmenbedingungen angepasst werden. In der begleitenden Arbeitsgruppe des BLW ist auch SWISSCOFEL vertreten. Namentlich werden verglichen und überprüft: Arbeitsrechtliche Bestimmungen, Raumplanungsrecht, Lebens mittelrecht, steuerliche Auflagen, Förderinstrumente des Bundes. Im Verlauf des Jahres 2017 werden die Ergebnisse vorliegen. Der Vorstand wird sie eingehend prüfen und bei Bedarf zusammen mit dem Gewerbeverband und weiteren befreundeten Verbänden die erforderlichen politischen Schritte in die Wege leiten. 33

34 34 Interview Babette Sigg Frank, Präsidentin Konsumentenforum Schweiz Früchte und Gemüse sind gesund und das Angebot so vielfältig wie noch nie. Trotzdem steigt der Pro-Kopfkonsum kaum. Was könnte die Früchte- und Gemüsebranche unternehmen, um die Konsumentinnen und Konsumenten noch mehr «gluschtig» auf diese frischen Lebensmittel zu machen? Diese Stagnation erstaunt mich, auch in Hinblick auf die Vegetarier- und Veganerwelle, sehr. Vielleicht ist der «Urban-Farming»-Trend eine Ursache? Denn das eigene Gemüse zu ziehen, das ist schon hip! Ein Früchte- und Gemüsestand, sei es auf dem Wochenmarkt, sei es beim Detaillisten, ist ein Magnet, der einen anzieht. Das Problem sehe ich bei den heutigen (jungen) Eltern, die kaum mehr selber frisch kochen und es oft auch nicht mehr können. Wie sollen sie die Lust und Freude an frischem Obst und Gemüse ihren Kindern weitergeben? Ich selber schätze es sehr, saisonal-regionale oder auch fremdländisch-exotische Rezeptvorschläge beim Einkaufen zu erhalten. Dies könnte eine Anregung für die Branche sein. Eine Idee wäre auch, regelmässig ein Saison-Produkt schweizweit bei Detailhändlern und Marktfahrern mit Degustation und vielen neuen und ungewohnten Rezeptvorschlägen in den Fokus zu stellen. Die Anbautechnik in der Gemüse- und Früchteproduktion entwickelt sich enorm. Topmoderne Produktionsverfahren ermöglichen eine deutliche Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes, des Wasser-, Dünger- und Energieverbrauchs. Aber sind die Konsumentinnen und Konsumenten auch bereit, solche neuen, industrieähnlichen Anbaumethoden, wie zum Beispiel Hydrokulturen, Hors-Sol, Urban Farming usw., zu akzeptieren? Was kann die Branche tun um die Konsumenten zu überzeugen? Den aufgeklärten Konsumenten ist heute schon bewusst, dass es unerlässlich ist, auf neue Anbaumethoden zu setzen. Stichworte Bevölkerungswachstum, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung. Information ist das Zauberwort. So ist zum Beispiel «Hors-Sol» heute durchaus ein Qualitätsmerkmal. Nur ist diese Information noch nicht bei allen Konsumenten angekommen. Welche Vorteile sieht das Konsumentenforum in der Zusammenarbeit und im Austausch mit SWISSCOFEL? Was wünscht sich das Konsumentenforum von unserer Branche? Gerade bei der Informationsverbreitung kann das kf eine wichtige Rolle spielen. Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen Handel, Wirtschaft und Produzenten einerseits und den Konsumenten andererseits. Dank unseres Magazins, der Newsletters und der neuen, interaktiven Internetseite können Informationen von SWISSCOFEL rasch und unkompliziert zu den Konsumenten gelangen.

35 Ein weiteres strategisches Ziel ist die Sicherstellung einer kontinuierlichen Marktversorgung aus dem In- und Ausland. Eines der wichtigsten Instrumente dafür ist die marktgerechte Importregelung. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat die wichtigsten Teile dieser Aufgabe bisher in Form eines Leistungsauftrags an die Branchen delegiert. Positiv: Es wurde zwischenzeitlich mitgeteilt, dass diese Leistungsaufträge mit der Branche erneuert bzw. verlängert werden. Gut ausgebildete Mitarbeitende sind sowohl für die Mitglieder als auch für den Verband ein strategisches Muss. Das Fachzentrum Ausund Weiterbildung prüft derzeit, ob das Angebot von SWISSCOFEL und die Nachfrage noch optimal übereinstimmen. Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Kurse für praxisnahes Fachwissen gut bis sehr gut besucht werden. Demgegenüber ist die Nachfrage für die umfassende Ausbildung zum «Handelsspezialisten Früchte und Gemüse mit Eidg. Fachausweis» leider rückläufig. Das Fachzentrum wird nun analysieren, ob, und wenn ja, in welcher Form ein solches Angebot attraktiver gemacht werden kann. Bereits beschlossen hat der Vorstand, dass unser Ausbildungs-Angebot auch Interessierten offenstehen wird, die Mitglieder beim VSGP, SOV oder VSKP sind. Keine Strategie ohne Kommunikation und keine Kommunikation mehr ohne Internet. Die IT-Branche verändert sich derzeit in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. Die Evaluation der für SWISSCOFEL geeigneten Kommunikations-Tools hat sich im letzten Jahr etwas verzögert. Es hat sich gezeigt, dass zuerst intern ein optimales Dokumentenmanagement eingeführt und umgesetzt werden muss, bevor die entsprechenden Tools für die externe Kommunikation eingerichtet werden können. Eine Verzögerung, die sich letztlich lohnen wird. Präsidialausschuss Der Präsidialausschuss ist zuständig für die Vorbereitung der Geschäfte für den Vorstand. Er sorgt, zusammen mit dem Geschäftsleiter und den Bereichsleitern, für die Umsetzung der strategischen Beschlüsse und der Massnahmen für die aktuellen Geschäfte. Zudem stellt er sicher, dass sich die Mitarbeitenden auf der Geschäftsstelle bei Bedarf an Weiterbildungskursen die erforderlichen Kompetenzen erarbeiten. Der Präsidialausschuss bereitet auch die Vorschläge für das Budget für den Vorstand vor. Er ist ebenso zuständig für personelle Fragen und Anstellungen. Zudem entscheidet er bei Bedarf über einen Einsatz von Mitteln aus dem Fonds für Rechtshilfe. Im Berichtsjahr traf sich der Präsidialausschuss viermal um seine Aufgaben zu lösen. Wirtschaftliches Umfeld Noch immer verharrt der Euro auf einem Wechselkurs von rund CHF 1.06 (Februar 2017). Das ist rund 15% weniger als noch 2015 und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Der Einkaufstourismus und die Importe über den Online- Handel durch die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sind als Folge davon im vergangenen Jahr von zirka 10 auf rund 11 Milliarden Schweizer Franken weiter gestiegen. Gleichzeitig sind die Umsätze im Schweizer Detailhandel im Durchschnitt um rund 3% bis 5% zurückgegangen. Besonders schmerzhaft war diese Entwicklung für die Schweizer Exportwirtschaft, welche die währungsbedingte Verteuerung ihrer Produkte zu einem grossen Teil mit einer geringeren Marge kompensieren musste. Dank den gleichzeitig guten Konjunkturdaten in den Hauptmärkten der Schweizer Exportindustrie (Deutschland / USA) hielt sich der Schaden bisher noch in Grenzen. Die Unsicherheit wirkt sich allerdings auf die Investitionen im Inland aus, die spürbar zurückgefahren wurden. Mit dem neuen Präsidenten der USA und seiner voraussichtlich restriktiven Aussenhandelspolitik 35

36 36 wird das Umfeld für die Schweizer Exporteure auch in Zukunft alles andere als einfach sein. Auf die Importeure von Früchten und Gemüse wirkten sich die für sie eigentlich «günstigen» Wechselkurse in der Beschaffung zunächst positiv aus. Doch die währungsbedingt höheren Margen mussten in Form von Preisnachlässen weitgehend wieder an den Markt weitergereicht werden. Das war im besten Fall ein Nullsummenspiel. Die Dynamik der Globalisierung hat 2016 deutlich abgenommen. An der WTO-Konferenz in Nairobi wurden keine namhaften Liberalisierungsschritte mehr ausgehandelt. Definitiv untersagt hat die WTO hingegen die Exportsubventionen. Dies traf vor allem die Schweizer Nahrungsmittelindustrie, weil sie bisher dank dem «Schoggi-Gesetz» von einem Rohstoff-Preisausgleich profitierte, wenn sie für die Herstellung ihrer Exportprodukte den teureren, inländischen Rohstoffen den Vorrang gab. Nun sind die Milchund Getreidebranche daran eine alternative Lösung zu suchen. Der Beschluss der WTO könnte sich indirekt auch auf den Früchte- und Gemüsemarkt auswirken. Es muss damit gerechnet werden, dass sich etliche weitere Landwirte aus dem Ackerbau und aus der Milchproduktion verabschieden und vermehrt in die Spezialkulturen wechseln. Strukturelle Überschüsse auf dem F&G-Markt wären in diesem Fall vorprogrammiert. Das transatlantische Abkommen TTIP zwischen den USA und der EU könnte aufgrund der Handelspolitik des neu gewählten US-Präsidenten möglicherweise auf Eis gelegt werden, oder dann deutlich protektionistischer ausfallen als bisher vorgesehen. Interessant ist aber, dass sich in der Schweiz für Früchte und Gemüse, die keinen Grenzschutz haben, neue Chancen ergeben. Noch nie waren der Anbau, die Ernte und die Nachfrage nach solchen Produkten zum Beispiel von Schweizer Heidelbeeren, Speisepilzen, Peperoni und Spargeln so umfangreich wie heute. Der gleichzeitige Trend zu mehr SWISSNESS, Regionalität, Frische, Qualität und das grosse Vertrauen der Konsumenten in die einheimischen Produkte und Produzenten zeigen, dass sich solche Nischenmärkte zu einem lukrativen Geschäft weiterentwickeln können. Dazu kommen immer nachhaltigere und gleichzeitig auch immer effizientere Anbau- und Logistiktechniken, die einen wirtschaftlichen Anbau und Verkauf dieser Produkte in der Schweiz möglich machen. Für Spannung ist in der Schweiz auch im Jahr 2017 gesorgt. Die Abstimmungen zu Themen wie «Ernährungssicherheit», oder die bilateralen Verhandlungen mit der EU über die Umsetzung einer begrenzten Personenfreizügigkeit, könnten ebenfalls Auswirkungen auf die Land- und Lebensmittelwirtschaft haben. Auch innenpolitisch werden etliche agrarpolitische Themen auf der Agenda stehen. So gilt es, sich auf die Agrarpolitik 2018 bis 2021 vorzubereiten und Vorschläge einzubringen, um die Rah-menbedingungen für die ganze Branche zu verbessern. Der Bundesrat sieht allerdings keine Gesetzesänderungen vor. Allfällige Reformen müssen sich deshalb auf bestimmte Verordnungen beschränken. Dasselbe gilt für das Lebensmittelrecht und das Zollgesetz. Geschäftsstelle Im Berichtsjahr gab es auf der Geschäftsstelle keine personellen Änderungen.

37 Roger Maeder betreut als Bereichsleiter die Gremien der PG Kartoffeln, die FK Kernobsthandel, PG Küfe und das FZ Logistik. Zudem stellt er sicher, dass auf der Geschäftsstelle die gesamte Infrastruktur bestens funktioniert. Matthias Zurflüh kümmert sich als Bereichsleiter um die Produktgruppen Gemüse, Sommerfrüchte, die Importregelung, Zollfragen und um das Fachzentrum Export. Ursula Steiner und Doris Zurbrügg betreuen und unterstützen die Mitglieder und Bereichsleiter in allen administrativen und organisatorischen Belangen. Marjorie Chevalley ist verantwortlich für die Homepage, den Newsletter sowie für sämt liche Übersetzungen. Finanzen und Buchhaltung erledigt die swisspatat stets zuverlässig im Mandat. Markus Rölli betreut im Mandat das Aus- und Weiterbildungsangebot von SWISSCOFEL. Das Kursangebot wird laufend den veränderten Bedürfnissen des Handels angepasst. Marc Wermelinger ist verantwortlich für die Geschäftsführung. Er betreut den Vorstand, alle weiteren Fachzentren und das Sekretariat des Fachausschuss Gemüse (FAG). Zudem präsidiert er den Fachausschuss Früchte (FZ EAF), den Verein SwissGAP und die Berufsprüfungskommission. Er vertritt die Interessen des Verbandes in den Arbeitsgruppen des Bundes, gegenüber den Behörden, in der Forschung, in der IGAS, im FZ «Suisse Garantie», im Vorstand der SWISSLEGUMES, im Verwaltungsrat der Agrosolution AG, in den internationalen Organisationen und seit 2016 auch im Vorstand des «Vereins Schweizer Qualitätsstrategie». Zusätzlich ist er Vorsitzender der Geschäftsleitung der Qualiservice GmbH. Er ist ebenso verantwortlich für die Kommunikation mit den Medien. Mitglieder und Verbandsbeiträge Die Zahl der Mitglieder hat mit 171 gegenüber dem Vorjahr um 1 Mitglied zugenommen. Es gab 3 Neueintritte und 1 Austritt infolge Fusion von 2 Mitgliedunternehmen. Die aktuelle Mitgliederliste finden Sie unter de/ueber-uns/mitglieder/index.php Gemäss Vorstandsbeschluss wird die Erhebung der Branchenumsätze, die zur Berechnung der allgemeinen Mitgliederbeiträge benötigt wird, alle 2 Jahre durchgeführt. Die letzte Umfrage fand im Januar 2016 statt. Deshalb wurde im Januar 2017 bei den Mitgliedern keine neue Erhebung der Umsätze durchgeführt. Die Zahlen von 2015 sind damit auch die Basis für den Einzug der allgemeinen Mitgliederbeiträge Die nächste Umfrage erfolgt im Januar Die Summe der Umsätze aller Mitglieder mit Früchten, Gemüse, Kartoffeln und Küfe- Produkten belief sich 2015 auf CHF 4,4 Milliarden Franken. 2. Fachzentrum Export 2.1. FRUIT LOGISTICA Auf der diesjährigen Fruit Logistica trafen sich in diesem Jahr mehr als Fachbesucher aus über 150 Ländern mit mehr als Ausstellern aus über 86 Ländern. Im Februar 2017 fand die 25. Fruit Logistica statt. Auch die Schweiz konnte an der Fruit Logistica ein Jubiläum feiern: Bereits zum 20. Mal war sie mit einem eigenen Stand vertreten. Der Schweizer Obstverband hatte bereits 1997 mit den damaligen Vertretern des und Import- und Grosshandels die Bedeutung dieser Messe erkannt. Die Früchtehändler suchten und fanden damals im Rahmen eines Exportförderungskonzepts neue Kunden insbesondere für Tafelkernobst und Tafelkirschen aus ganz Europa. Der «Schweizer Stand» wurde auch in diesem Jahr sehr rege genutzt, um sich mit Kollegen und Geschäftspartnern aus dem In- und Ausland auszutauschen. 37

38 38 Am Donnerstag, 9. Februar konnte Jacques Blondin, Präsident SWISSCOFEL, am Gemeinschaftsstand im Namen von SWISSCOFEL, swisspatat, SOV und VSGP erneut eine grosse Anzahl Gäste zum traditionellen «Schweizer Apéro» begrüssen. Anwesend waren auch Frau Fabienne Aemisegger, Leiterin der Abteilung Wirtschaft, Finanzen, und Wissenschaft auf der Schweizerischen Botschaft in Berlin, sowie viele internationale Gäste. Zudem wurden an der Messe wieder einige Weltneuheiten präsentiert. Der Gewinner des diesjährigen Fruit Logistica Innovation Award ging an «Knox Delayed Pinking in Fresh Cut Lettuce» des niederländischen Unternehmens Rijk Zwaan. Knox verzögert die Verfärbung das so genannte Pinking an den Schnitträndern von Fresh-Cut-Salaten. Die Haltbarkeit von Salaten kann mit «Knox» um ein bis zwei Tage verlängert werden. Die nächste Fruit Logistica in Berlin findet vom 7. bis 9. Februar 2018 statt. Der traditionelle «Schweizer Apéro» am Donnerstag, 8. Februar Exporte 2015 Gegenüber den Vorjahren haben sich die Exporte mengen- und wertmässig wie folgt entwickelt: 2.3. Exportaussichten Aufgrund der Währungssituation und den Wertverlusten der Russischen Währung pendelten sich die Exporte aus der Schweiz auf einem sehr Export Schweizer Gemüse, Pflanzen, Wurzeln und Knollen, zu Ernährungszwecken: Jahr Menge (t) CHF 1000 Hauptdestinationen (nach Menge) Österreich, Frankreich, Niederlande, Deutschland Österreich, Frankreich, Deutschland, Niederlande Österreich, Deutschland, Russland, Niederlande Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien Österreich, Deutschland, Belgien, Frankreich Export geniessbarer Früchte (inkl. Schalen von Zitrusfrüchten und Melonen): Jahr Menge (t) CHF 1000 Hauptdestinationen (nach Menge) Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande Deutschland, Italien, Frankreich, Russland Deutschland, Frankreich, Niederlande, Russland Deutschland, Niederlande, Russland, Frankreich Quelle:

39 tiefen Niveau ein. Die verbleibenden Exportmengen gingen vor allem an ausländische Kunden, die auf hochpreisige Qualitätsprodukte spezialisiert sind. Weil 2016 Angebot und Nachfrage in der Schweiz meistens ausgeglichen waren, gab es auch keinen Druck überschüssige Mengen zu exportieren. Im Jahr 2017 dürfte sich nach aktuellem Wissensstand daran wenig ändern. 3. Fachzentrum Ein- und Ausfuhr für Früchte (FZ-EAF) und Fachausschuss Gemüse (FAG) 3.1. Leistungsaufträge des Bundes 2014 bis 2017 Am traten die neuen Leistungsverträge mit dem Bundesamt für Landwirtschaft in Kraft. Das FZ EAF hat den Auftrag für die Koordination der Importregelung in der Früchtebranche erhalten. Eine neue, vertragliche Auflage des Bundes ist, dass pro Jahr max. 30% aller Anträge an einem Donnerstag gestellt werden dürfen. Diese Vorgabe wurde im Berichtsjahr knapp nicht erreicht. Der Leistungsauftrag für die Koordination der Importregelung beim Gemüse wurde der SWISSLEGUMES erteilt. Auch hier gilt diese 30%-Regel diese wurde erreicht. Das Fachzentrum für Fragen der Ein- und Ausfuhr von Früchten (FZ EAF) tagte am 29. Juni 2016 im Wallis. Es wurden Informationen über die aktuelle Marktsituation und die Ernteaussichten für Sommerfrüchte, Aprikosen, Steinobst und Kernobst ausgetauscht. Auf dieser Basis wurden die entsprechenden Importanträge für die bewirtschafteten Früchtearten beschlossen Inlandleistung Seit 2011 können die GEB-Inhaber die Inlandleistung für Tafeläpfel, Tomaten, Salatgurken, Treibzichorien und Setzzwiebeln elektronisch anmelden. Auf Wunsch führt das Sekretariat eine Plausibilitätsprüfung durch. Der letztmögliche Eingabetermin ist jeweils der 31. Januar. Betreut wird das Meldewesen im Auftrag des BLW durch die Sekretariate des Fachausschuss Gemüse (SWISSLEGUMES/FAG) und des Fachzentrums Ein-/Ausfuhr Früchte (FZ EAF). Beide Sekretariate werden durch die Geschäftsstelle von SWISSCOFEL betreut Importregelung im Kartoffelsektor Für Früh- und Speisekartoffeln werden die Einfuhranträge in der PG Kartoffeln besprochen und formuliert. In der paritätisch aufgestellten Arbeitsgruppe Markt (AGM) der swisspatat werden die Anträge behandelt und schliesslich dem BLW als Antrag übermittelt. In Kraft tritt ab 2017 die beschlossene Anpassung der Agrareinfuhrverordnung, welche die Einfuhr und die Zuteilung von Zollkontingenten für Speisekartoffeln ab 2018 regelt. Einzelheiten zum Berichtsjahr finden Sie im Geschäftsbericht der PG Kartoffeln Leitfaden zur Importregelung Für das Jahr 2016 gab es wenige redaktionelle Anpassungen. Die aktuelle Version des Leit fadens finden Sie auf unserer Homepage: news/leitfaden_violett_importregelung.pdf 39

40 40 4. Fachzentrum Logistik 4.1. Standardartikelnummern (SAN) Die Umstellung auf GTIN s kommt nur langsam voran. Es zeichnet sich sogar ab, dass der Wechsel von den EAN13 direkt auf die DataMatrix stattfinden wird. DataMatrix-Symbole können von 2D-Bildscannern oder Kamerasystemen gelesen werden, welche heute vielerorts schon in Anwendung sind. Solche IT- und Kasseninfrastrukturen können auch GTIN s lesen. GS1 DataMatrix-Symbol: 4.2. EAN werden von SWISSCOFEL vergeben Im Berichtsjahr sind auf der Geschäftsstelle für Gemüse 34, für Früchte 8, für Küfe 160 und für Kartoffeln 6 EAN- und Standard-Nummern (SAN) Anträge eingegangen. Dabei ist zu beachten, dass SWISSCOFEL keine Nummern vergeben kann, wenn diese exklusiv für firmenspezifische Eigenmarken oder Verarbeitungsprodukte benötigt werden. Gemäss Vereinbarung mit GS1 kann SWISSCOFEL solche Nummern nur für Früchte, Gemüse, Kartoffeln oder Sorten verge-ben, wenn diese von mehreren Branchenmitgliedern verwendet werden können. Für exklusive Produkte und Marken müssen die Firmen direkt bei GS1 eigene Nummernkreise lösen Arbeitsgruppe Paletten Im 2016 gab es keine Anliegen betreffend Paletten, welche nicht bilateral erledigt werden konnten. EPAL, der weltweit grösste offene Paletten- Pool-Anbieter, hat immer mehr mit Paletten- Fälschungen zu kämpfen. Gefälschte Paletten bringen dem Verwender gravierende Nachteile: Sie sind nicht tauschfähig, verfügen über eine kurze Lebensdauer und stellen ein grosses Sicherheitsrisiko für Mitarbeiter und Ladegut dar. Um dem entgegenzuwirken wird an einem fälschungssicheren Konzept mittels «Lichtcode» gearbeitet. Schulungsunterlagen können auf der Homepage von EPAL und GS1 Deutschland heruntergeladen werden. Die «PalletCheck Express»-App (6.90 Euro pro Monat) von EPAL ist seit September 2015 auf dem deutschsprachigen Markt. Die App erfasst per Foto die exakte Palettenmenge im Stapel inklusive Zeit und Ort des Tauschvorgangs und sie generiert ein Tauschdokument, das sofort nach dem Tauschvorgang als pdf-dokument per versendet werden kann. Weitere Funktionen sollen hinzukommen. So soll die App möglicherweise automatisch die Qualität der erfassten Paletten bewerten und Güteklassen zuordnen können. IFCO-Schweiz: Die Testphase der Auslieferung von IFCO-Gebinden auf blauen CHEP-Paletten ist abgeschlossen. Die Auswertung der Umfrage dazu hat kein eindeutiges Resultat ergeben. Deshalb konnte bis heute keine abschliessende Entscheidung getroffen werden, welche allen Beteiligten gerecht werden könnte. Einzelne Betriebe führen eine Wirtschaftlichkeitsstudie zum Thema Palettenkosten durch. Diese Resultate werden mit Spannung erwartet Strassentransport Die Eingabe von SWISSCOFEL zur Anhörung des «Konzeptberichtes bezüglich Mobility Pricing» stiess beim zuständigen Bundesamt nicht auf Gehör. Der Bund will zeitlich befristete Pilotversuche in verschieden Regionen starten, um Erfahrungen zu sammeln. Vorgesehen ist, dass die Pilotprojekte im Jahr 2019 durchgeführt werden. Auf den 1. Januar 2017 hin wird die LSVA erhöht. Somit werden sich die Transportkosten entsprechend verteuern. Zum Beispiel kostet ein Lastwagen- oder Sattelschleppertransport von Grenze zu Grenze im gewichteten Durchschnitt rund CHF 298. (bisher CHF 271. ), was einer

41 Erhöhung von fast CHF 1. pro Palette entspricht. Schuld ist aber nicht nur die Erhöhung der LSVA, welche die Transportkosten be einflussen. Ein weiterer Faktor kann den Stau stunden zugeschrieben werden. 5. Fachzentrum Rechtsfragen / Schiedsgericht 5.1. Schiedsgericht der Schweizerischen Früchte-, Gemüseund Kartoffelbranche Im Berichtsjahr gelangten keine Streitfälle ans Schiedsgericht. Es mussten auch keine aussergerichtlichen Einigungen von der Geschäftsstelle begleitet werden SWISSNESS Was sind «Schweizer Lebensmittel»? Nachdem sich das Parlament nach zähem Ringen auf Gesetzesstufe auf einen Kompromiss für diese Definition einigen konnte, ging es auch 2016 darum, wie die Vorgaben auf Verordnungsstufe umgesetzt werden sollen. Für unsere Branche relevant war insbesondere die Frage, ob Früchte-, Gemüse- und Kartoffeln, die auf Flächen in grenznahen Gebieten für den Schweizer Markt angebaut werden, auch als «Schweizer Produkte» vermarktet werden dürfen oder nicht. Der SWISSCOFEL-Vorstand hat sich für eine liberale Lösung ausgesprochen. Er beantragte, dass auch Produkte aus Liechtenstein, aus den Freihandelszonen / Zones Franches und aus dem 10-km-Gürtel entlang der Grenze als Schweizer Produkte gelten sollen, wenn sie gemäss den Schweizer Bestimmungen produziert werden und die Verarbeitung im Inland erfolgt. Der Bundesrat ist diesem Antrag nun weitgehend gefolgt. Eingeschränkt wurde lediglich das Gebiet des «10-km-Gürtels». Es gelten nur jene Flächen, die bereits vor 2014 durch Schweizer Landwirte bewirtschaftet wurden Spezialregelung für die Sonntagsarbeit (Globalbewilligung) ArGV2 Seit 2009 können der Früchte- und Gemüsehandel und die Verteilzentralen des Detailhandels an Sonntagen arbeiten, sofern sie die Sonderbestimmungen der Globalbewilligung für die Branche einhalten. Diese befristete Globalbewilligung wurde auf Antrag SWISSCOFEL eingeführt und jeweils nach Ablauf der Frist um 3 Jahre verlängert. Die Regelung ist für unsere Branche und für die zeitgerechte Belieferung der Verkaufsstellen mit verderblichen Lebensmitteln, wie Obst und Gemüse, unverzichtbar hatte uns das Bundesamt für Wirtschaft SECO mitgeteilt, dass eine erneute Verlängerung nicht bewilligt werde. Stattdessen müsse die Regelung per 1. September 2016 ins ordentliche Recht überführt werden. Voraussetzung dafür sei die Zustimmung aller Sozialpartner (Handel und Gewerkschaften). Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften haben ergeben, dass sie ihre Zustimmung für die Übernahme der Sonderregelung ins ordentliche Recht von einer gesamtarbeitsvertraglichen Vereinbarung mit SWISSCOFEL abhängig machen. Diese Vereinbarung ist zustande gekommen. Als der Bundesrat in der Folge seine Vernehmlassung zur Verordnungsänderung durchführte, stellte sich heraus, dass er die Ab- 41

42 42 sicht hatte weitere Branchen von der gleichen Regelung profitieren zu lassen. Dies allerdings lehnten die Gewerkschaften ab und somit auch die geplante Verordnungsänderung. Nach direkten Interventionen seitens SWISSCOFEL als auch seitens der Gewerkschaften direkt beim Bundesrat, reduzierte dieser schliesslich den Kreis der Berechtigten wieder auf die Früchteund Gemüsebranche. Seit August 2016 sind die Sonder-Bestimmungen nun unbefristet gültig. Selbstverständlich entscheiden die Unternehmen auch in Zukunft weiterhin frei, ob sie die Sonderbestimmungen für die Sonntagsarbeit auf ihren Betrieben übernehmen wollen. Falls nicht, dann gelten die normalen arbeitsgesetzlichen Bestimmungen bezüglich Sonntagsarbeit. 6. Fachzentrum Qualität 6.1. SUISSE GARANTIE Dass auch die Betriebe mit Spezialkulturen vom Strukturwandel in der Landwirtschaft betroffen sind, zeigen die Zahlen jener Betriebe, die die Marke «Suisse Garantie» einsetzen dürfen. Namentlich bei den Obst- und Kartoffelproduzenten verzichten heute vorwiegend kleinere Betriebe auf das Anerkennungsverfahren. Mitverantwortlich ist sicher auch die Spezialisierung, die in der Landwirtschaft voranschreitet. Anderseits gibt es auch Landwirte, die neu vorwiegend in den Anbau von Lager- und Industriegemüse diversifizieren und dafür zum Teil aus anderen Kulturen, oder aus der Tierhaltung, aussteigen. Stand 31. Dezember 2016 (Abweichung gegenüber 2015 in Klammern) SUISSE GARANTIE Früchte Gemüse Kartoffeln Produzenten 2114 ( 139) 1730 (+ 85) 2085 ( 88) Vermarkter 248 ( 12) 273 (+ 9) 98 ( 2) Entgegen dem Antrag der VSGP-Delegierten hat die Agrarmarketing Schweiz (AMS) beschlossen, dass die Marke «Suisse Garantie» weiterhin auch für Produkte aus den Grenz- und Freizonen eingesetzt werden darf. So bleibt die Marke in Bezug auf die Anbauflächen mit der SWISSNESS-Gesetzgebung kompatibel. Landwirtschaftliche Rohstoffe und Produkte, die in den Grenz- und Freihandelszonen produziert werden, können jetzt weiterhin mit Marke versehen werden, sofern sie alle weiteren Anforderungen gemäss den Reglementen der AMS erfüllen. Der SWISSCOFEL-Vorstand begrüsste diese Lösung. Er wollte keine weitere Verzettelung und keine neuen Bestimmungen, die eine zusätzliche Administration und neue Kosten gebracht hätten SwissGAP SwissGAP Früchte, Gemüse, Kartoffeln Infolge des fortschreitenden Strukturwandels in der Landwirtschaft hat auch die Zahl der anerkannten SwissGAP-Produzenten erneut ab genommen. Die Fläche ist hingegen konstant geblieben. Die Zahl der zertifizierten Betriebe hat sogar zugenommen. Die Zunahme bei den zertifizierten Produzenten mit eigener Vermarktungstätigkeit weist darauf hin, dass sich die Produktionsbetriebe immer öfter auch mit dem Verkauf ihrer eigenen und zum Teil auch von zugekauften Produkten befassen. Der Hauptgrund für Zunahme bei den zertifzierten Händlern (Vermarkter) sind die Anforderungen des Detailhandels und der meisten Grosskunden. Die Mehrheit von ihnen erwarten heute von ihren Lieferanten, dass sie die branchenüblichen Standards einhalten und auch dementsprechend zertifiziert sind. Die Kontrollen auf den SwissGAP-Betrieben haben auch 2016 ein insgesamt gutes Ergebnis gezeigt. Es wurden (Vorjahr: 1 173) Produzenten-Betriebe kontrolliert. In 176 (125) Fällen musste eine Sanktion verfügt werden. In den allermeisten dieser Fälle waren fehlende Aufzeichnungen oder veraltete Unterlagen der

43 Stand 31. Dezember 2016 (Abweichung gegenüber 2015 in Klammern): SwissGAP Angemeldete Betriebe Davon anerkannte Produzenten Produzenten 3787 ( 105) 3745 ( 116) Produzenten mit Vermarktung Grund für die Verwarnungen. In vier Fällen musste hingegen die Anerkennung ganz entzogen werden. Auch auf Stufe Handel waren vereinzelt Sanktionen nötig. Häufigster Grund waren erneut fehlende Angaben auf den Lieferpapieren. Auf Stufe Vermarktung wurde einem Betrieb das Zertifikat entzogen. Mit Audits wurden auch die Leistungen der beauftragten Dienstleister des Vereins SwissGAP überprüft. Auch hier konnte insgesamt eine sehr gute Qualität der Leistungen festgestellt werden. Das Präsidium im Verein SwissGAP wird derzeit vom SWISSCOFEL-Geschäftsführer wahrgenommen. 147 (+ 8) 143 (+ 6) 143 (+ 6) Vermarkter 142 (+ 2) 135 (+ 3) Total 4076 ( 95) 3888 ( 110) 278 (+ 9) Davon zertifizierte Betriebe Im Berichtsjahr setzte GlobalG.A.P. die neue «Version 5» definitiv in Kraft. Eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aller beteiligten Verbände hat in der Folge die dafür nötigen Anpassungen für den SwissGAP-Standard definiert und die Unterlagen entsprechend angepasst. Der Fokus der Änderungen liegt insbesondere auf der Reduktion von mikrobiologischen Risiken und in der nachhaltigen Bewässerung. Der angepasste SwissGAP-Standard ist seit dem gültig. Nicht geändert wurden die Kontrollfrequenzen auf den Betrieben Zusammenarbeit nationaler Standards Die Lebensmittelströme und damit auch Qualitätssicherungs-Systeme werden immer internationaler. Der Verein SwissGAP ist darum auch Mitglied im europäischen Netzwerk für nationale Obst- und Gemüsestandards, kurz «A-Net». Die Gruppe setzt sich zusammen aus Vertretern nationaler Standards aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, England, Belgien und der Niederlande. Die Gruppe trifft sich zweimal pro Jahr und tauscht Erfahrungen zu bestimmten Themen aus. Im laufenden Jahr sind folgende Themen in Arbeit: GlobalG.A.P. Tarife für Systemteilnehmer Mehr Mitbestimmung im Revisionsprozess bei GlobalG.A.P. Kommunikation gegenüber Konsumenten und Öffentlichkeit Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit auf der ganzen Lebensmittelkette Integration soziale Kriterien in bestehende Standards Einbinden von Lohnunternehmen in den Standard Anforderungen gemäss Codex Alimentarius Elektronische Erfassung für Selbstkontrolle bzw. für Aufzeichnungen Gegenseitige Anerkennung nationaler Standards (Benchmark-Verfahren) Probleme mit Reststoffen im Kompost (Sicherheit) Nationale Aktionspläne für den Pflanzenschutz (Vergleich) 43

44 44 Zusätzlich zur gemeinsamen Arbeit an diesen aktuellen Themen ist das A-Netzwerk auch sonst äusserst nützlich. Es ermöglicht, dass eine allfällige Krise frühzeitig erkannt wird. Das wiederum erlaubt, viel besser darauf zu reagieren. Die Nähe der A-Net-Organisationen zu den Behörden in ihren eigenen Ländern und der schnelle Informationsaustausch untereinander ermöglicht es, bei Bedarf in sehr kurzer Zeit Warnungen und Empfehlungen weiterzugeben oder Massnahmen zu ergreifen. Solche Netzwerke sind in einem Krisenfall von unschätzbarem Wert Agrosolution AG Die zentrale Koordinationsstelle für Inspektionen und Datenerfassung Agrosolution AG ist weiterhin auf Kurs. Sie konnte weitere Kunden mit eigenen Standards gewinnen. Der Datenaustausch zwischen den verschiedenen Systemen und Standards wird immer wichtiger. So können die Betriebe unnötigen administrativen Aufwand vermeiden. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Bund, Kantonen, Verbänden und Branchen arbeitet daran, weitere Möglichkeiten für einen solchen Datenaustausch zu finden. Dabei müssen auch juristische Fragen geklärt werden, zum Beispiel im Bereich Datenschutz. Die Agrosolution AG konnte ihre Kosten stabil halten und kann deshalb ihre Dienstleistungen weiterhin zu sehr attraktiven Konditionen anbieten Rückstandsmonitoring Alle zertifizierten SwissGAP-Betriebe müssen das Rückstandsanalysekonzept einhalten und die Ergebnisse in anonymisierter Form zur Verfügung stellen. Weil die Analysepläne auf einem risikobasierten Schema beruhen, konnte die Gesamtzahl an Proben stabil gehalten werden. Gesundheitsgefährdende Rückstände gab es praktisch keine. Hingegen wurden in rund 6% der Proben die zulässigen Werte überschritten oder Stoffe gefunden, die nicht zum Einsatz zugelassen waren. Auffällig und leider unerfreulich waren hingegen die Ergebnisse bei bestimmten Gemüsearten und Gewürzen aus Asien. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat bei einem Drittel dieser Produkte zu hohe Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt und dies in einem Bericht festgehalten. Um diesen Überschreitungen Einhalt zu gebieten, haben das BLV, die kantonalen Lebensmittelbehörden und der Zoll gemeinsame Massnahmen an der Grenze beschlossen. Alle Importeure, die Früchte und Gemüse aus Südost-Asien einführen, wurden zu strengeren Rückstandskontrollen verpflichtet. Weitere Infos dazu finden sich in der Weisung 23/2016 auf der Homepage des BLV. Es zeichnet sich ab, dass die Massnahmen ab 2018 möglicherweise noch weiter verschärft werden. Auch in der EU wurden die Kontrollen für Produkte aus Asien massiv verschärft. Das Thema «Mehrfachrückstände in Früchten und Gemüse» ist Bestandteil des «Aktionsplans Pflanzenschutz» des Bundes. Es ist geplant, die Wirkungen von Mehrfachrückständen auf Mensch und Umwelt genauer zu untersuchen. 7. Fachzentrum PR / Information Die Kommunikation von SWISSCOFEL mit dem Umfeld findet mehrheitlich über die Webseite und per statt. Diese Kommunikationsstrategie wird ergänzt durch persönliche Kontakte der Mitarbeitenden und den Kommissionsmitgliedern mit ihren Ansprechpartnern. Kontakte mit der Presse finden bei Bedarf statt Website Die Website wird regelmässig mit News zu landwirtschaftlichen, agrarpolitischen und handelsspezifischen Themen aktualisiert. Auch die aktuellen Bulletins, Lagerbestände und die Importregelungen

45 dienen der Markttransparenz und werden umgehend veröffentlicht. Publiziert werden wöchentlich auch eine Auswahl von Pressemitteilungen aus der Branche, Stelleninserate und Informationen aus Mitgliedfirmen und Verbänden Info-Mail für bestimmte Produkt- und Fachzentren Info-Mails werden bei Bedarf gezielt an Mitgliederfirmen verschickt, die von einer Massnahme oder einer Situation speziell betroffen sind. Empfänger sind Mitglied-Unternehmen, die mit einem bestimmten Produkt, einer Handelsaktivität oder einer speziellen Dienstleistung zu tun haben. So kann SWISSCOFEL diesen Mitgliedern bei Bedarf einen gewissen Informationsvorsprung verschaffen. 8. Fachzentrum Aus- und Weiterbildung Nachdem im Vorjahr auch die Kurse für die Handelsspezialisten stattfanden, wurde das Angebot im 2016 reduziert. Das 15-teilige Programm bestand aus Kursen der Warenkunde, der Wareneingangskontrolle und der Personalführung für Betriebsmitarbeitende. Insgesamt 168 Teilnehmende besuchten die 15 Kurse. Das entspricht einer durchschnittlichen Anzahl von über 11 Teilnehmenden pro Kurs F&G-Praktiker Mit der Modulreihe F&G Praktiker wird in praxisnahen, eintägigen Kursen den Teilnehmenden aus dem Personenkreis Betriebsleiter, Abteilungsleiter und Wareneingangskontrolleure in Warenkunde der verschiedenen Produktgruppen, in Personalführung und in Wareneingangskontrolle ein vertiefter Einblick vermittelt. Nach 4 besuchten Kursen in Warenkunde und den beiden Kursen in Personalführung und Wareneingangskontrolle kann sich jeder Interessierte an die Prüfung des F&G-Praktikers anmelden. Diese Gelegenheit nahmen im Kandidatinnen und Kandidaten wahr. 5 bestanden die Prüfung mit gutem bis sehr gutem Erfolg Handelsspezialist / Handelsspezialistin F&G Der Handelsspezialist/Handelsspezialistin Früchte und Gemüse ist eine Berufsprüfung mit eidgenössischem Fachausweis. Die Branchenkurse fanden im Rahmen der oben erwähnten Ausbildungsreihe statt. Die allgemeinbildenden Module besuchten die 9 Kandidatinnen und Kandidaten beim Schweizerischen Institut für Unternehmensschulung (SIU). Die schriftlichen Prüfungen fanden am 27. Juni, der mündliche Teil am 29. Juni 2016 statt. 3 Kandidaten haben die Prüfung bestanden 2 Kandidaten haben die Prüfung nicht bestanden 4 Kandidaten haben die allgemeinbildenden Prüfungsteile noch nicht abgeschlossen. Sobald sie bestanden haben, werden diese mittels Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt Ausbildungsprogramm 2017 Als Vorbereitung auf die nächsten Prüfungen zum Handelsspezialist / Handelsspezialistin 45

46 46 Früchte und Gemüse, die im Frühsommer 2018 stattfinden werden, besteht das Angebot von SWISSCOFEL 2017 wieder aus dem gesamten Kursangebot. 9. Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen 9.1. Freshfel Die Arbeit in der europäischen Dachorganisation des Früchte- und Gemüsehandels war auch 2016 stark geprägt von den Auswirkungen der Handels-Embargos zwischen der EU und Russland. Zusätzlich verstärkt hat sich der Druck auf den europäischen Märkten, weil Russland gegen Exporte aus der Türkei ein Embargo verhängte. Diese Produkte wurden in der Folge und mangels Alternative ebenfalls auf dem EU-Markt platziert. Die Arbeitsgruppen von Freshfel und die Geschäftsstelle hatten auch sonst alle Hände voll zu tun. Folgende Dossiers wurden intensiv bearbeitet und verfolgt: Neue EU-Anforderungen zur Lebensmittelsicherheit Neue Rückstandshöchstmengen für Pflanzenschutzmittel Anpassungen der EU-Agrarpolitik Verfahren und Kontrollen an den Grenzen Markttrends Forschungsaufträge EU-Förderung der Promotion und Werbung in Drittländern Schulobstprogramm Handelsabkommen mit Drittländern Eine Umfrage bei den Freshfel-Mitgliedern hat gezeigt, dass 94% der Befragten insgesamt optimistisch in die Zukunft schauen. Für die kommenden fünf Jahre sehen 82% den Trend zu gleich guten oder sogar noch besseren Marktchancen. Sorgen bereiten dem europäischen Handel hingegen insbesondere folgende Themen: Unsicherheit der Wechselkurse und staatliche Finanzlage in der EU Arbeitslosigkeit Tendenzen zu mehr Protektionismus Verlangsamung des Wachstums in Asien Abnehmerspezifische Anforderungen und Auflagen an die Produkte Fehlendes ausgebildetes Fachpersonal Abnehmender Pro-Kopf-Konsum in vielen EU-Ländern trotz «5amTag» Zuoberst auf der Wunsch- und Prioritätenliste stehen: Ausgewogene und faire Aussenhandelsabkommen mit den USA, Asien und Südamerika Schaffen einer Energie-Union zur Sicherung der Energieversorgung Rechts- und Investitionssicherheit stabile Fiskalpolitik Eine realistische Pflanzenschutzstrategie Mehr Forschung zur Steigerung der Nachhaltigkeit im Anbau und auf den nachgelagerten Stufen. Hohe Akzeptanz der Branchen-Standards durch die Abnehmer Für SWISSCOFEL sind die Kontakte und der Austausch von Know-how mit unserer Dachorganisation in Brüssel immer sehr nützlich. Die Schweizer Importeure kaufen jährlich für rund 750 Millionen Euro Fürchte und Gemüse in der

47 EU ein. Sie sind damit derzeit wertmässig mit Abstand die wichtigsten Abnehmer im Vergleich zu den übrigen Drittländern. Wichtig ist auch der internationale Informationsaustausch unter den nationalen Mitgliedverbänden in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung. In der dafür zuständigen Freshfel-Arbeitsgruppe werden Informationen über Risiken und Vorkommnisse sehr schnell und effizient ausgetauscht und weiter geleitet. 9.2 Deutscher Fruchthandelsverband (DFHV) Auch der Austausch und die Zusammenarbeit von SWISSCOFEL mit dem Deutschen Fruchthandelsverband (DFHV) waren im Berichtsjahr wieder sehr nützlich. Der Fokus beim Austausch lag 2016 bei der Lebensmittelsicherheit, Regulierungen im Bereich Import/Export aus Asien, Aus- und Weiterbildungsangebote, Pflanzenschutzmittelrückstände, Logistik und weiteren aktuellen Themen Europatat Der internationale Kongress des Verbands der Europäischen Kartoffelhändler EUROPATAT fand vom 1. bis 2. Juni 2016 in Brüssel statt. Die SWISSCOFEL war vertreten durch die Herren Ernst Arn (Terralog AG) und Roger Maeder (SWISSCOFEL). Folgende Themen beschäftigten diese Organisation im 2016 intensiv: Die Handelsusanzen der europäischen Kartoffelwirtschaft RUCIP wurden überarbeitet und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Auch die Abläufe wurden effizienter: Der Sitz der RUCIP-Organisation wurde von Paris nach Brüssel an den Sitz der Europatat verlegt. Aktuell laufen Projekte zu folgenden Problemen und Themen in der europäischen Kartoffelbranche: Schwarzbeinigkeit, Krautfäule-Resistenz, Acrylamid, Diquat-Einsatz für Saatkartoffeln, Absatzförderung und Basiswerbung in der EU und in Drittländern, Reduktion von Food-Waste auf der ganzen Wertschöpfungskette, nachhaltiger Pflanzenschutz, neue Technologien zur Züchtung von krankheitsresistenten Kartoffelsorten. Die Ernte in der EU war wie auch in der Schweiz stark geprägt vom ungünstigen Wetter. Diese Situation führte zu entsprechend mengenmässigen und qualitativen Defiziten. SWISSCOFEL bedankt sich an dieser Stelle bei allen nationalen und internationalen Organisationen und Behörden für die stets angenehme und konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. Wir danken auch den Fachmedien im In- und Ausland. Sie versorgen uns zuverlässig mit Nachrichten und Informationen, die wir aufbereiten und an unsere Mitglieder weiterleiten dürfen. 47

48 Geschäftsstelle SWISSCOFEL Belpstrasse 26 Postfach 3001 Bern Telefon +41 (0) Fax +41 (0) Layout & Druck: Fotos: shutterstock.com pixelio.de

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