Karen Haubenreisser: Quartiere bewegen.

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1 Karen Haubenreisser: Quartiere bewegen. Das Stadt-Teil-Entwicklungs-Projekt Q 8. Frau Haubenreisser ist Diplom-Psychologin. Sie arbeitet bei der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg Das ist eine Zusammen-Fassung in Leichter Sprache. Um was geht es? In Ihrem Vortrag stellt sie das Projekt Q8 vor. Bei dem Projekt Q 8 geht es um diese Frage: Wie können alle Menschen in Hamburg gut zusammen leben? So dass alle ihren Platz haben und niemand ausgeschlossen wird? Was ist Q 8? Das Q steht für das Quartier. Quartier ist ein anderes Wort für Stadt-Teil. Die 8 steht auch für 8 Stadt-Teile. Denn das Projekt gibt es in 8 Stadt-Teilen von Hamburg. Haubenreisser: Quartiere bewegen. 1

2 Und die 8 steht für 8 Lebens-Bereiche, die das Leben ausmachen. Die Firmen und Geschäfte im Stadt-Teil Gesundheit und Pflege Hilfe und Assistenz miteinander reden und überall mitmachen Arbeit und Beschäftigung Wohnen Bildung, also lernen im Kinder-Garten, Schule, Volks-Hochschule. Religion und Glauben Damit alle Menschen gut zusammen leben können, müssen diese 8 Bereiche auch gut miteinander arbeiten. Das ist die Aufgabe von Quartiers-Arbeit. Und das ist das Ziel von Q8. Um was geht es bei Q 8? Es gibt immer mehr ältere Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Auf der anderen Seite gibt es immer weniger Menschen, die zum Beispiel alte Menschen pflegen können. Die Leute von Q8 schauen nicht nur auf eine Gruppe von Menschen. Also nicht nur auf die älteren Menschen. Sondern es geht um alle Menschen in diesem Quartier. Haubenreisser: Quartiere bewegen. 2

3 Q 8 will die Selbst-Hilfe und Nachbarschaft fördern. Damit sich die Menschen gegenseitig helfen können. Damit alte Menschen und behinderte Menschen oder kranke Menschen die nötige Hilfe bekommen. Frau Haubenreisser erzählt 3 Beispiele von dem Projekt Q8 Mitte Altona: ein neuer Stadt-Teil. In Altona entsteht in den nächsten Jahren ein neuer Stadt-Teil: die Mitte Altona. Hier werden viele Wohnungen neu gebaut. Die Bürger sollen von Anfang an dabei mitmachen. Sie können ihre Ideen und Wünsche sagen. Das Projekt Q 8 bringt alle an einen Tisch, und fragt nach den Wünschen und Vorstellungen. Alte Menschen mit hohem Unterstützungs-Bedarf wollen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Behinderte und nicht-behinderte Kinder wollen zusammen lernen. Im Kindergarten in der Schule und auch danach. Behinderte und nicht-behinderte Menschen wollen in der gleichen Firma arbeiten. Es soll genug günstige Wohnungen geben. Menschen aller Alters-Gruppen sollen mitmachen können. Es soll zum Beispiel Freizeit-Möglichkeiten für alle geben. Und alle Gebäude müssen Barriere-frei sein. Haubenreisser: Quartiere bewegen. 3

4 Q8 unterstützt dabei, dass alle Menschen mit machen können. Damit alle Menschen, die dafür wichtig sind, zusammen kommen und gut zusammen arbeiten. Ein neuer Treff-Punkt für alle. In der Altstadt von Altona will Q 8 einen Mittags-Tisch einrichten. Dort können die Menschen aus dem Stadt-Teil ein günstiges Mittag-Essen bekommen. Der Mittags-Tisch soll für alle Menschen sein: Für junge und alte. Für Deutsche und Ausländer. Für Behinderte und nicht-behinderte Menschen. Hier können sich die Menschen aus der Nachbarschaft treffen. Und sich gegenseitig helfen. In dem Stadt-Teil gibt es schon viele gute Angebote. Q 8 will die Angebote und die Menschen aus dem Stadt-Teil zusammen bringen. Der türkische Senioren-Treff und die Schüler und Schülerinnen aus dem Stadt-Teil arbeiten hier zusammen. Menschen mit Behinderung von der Stiftung Alsterdorf kaufen die Lebensmittel ein und bringen sie in die Küche. Dazu arbeiten sie mit den Geschäften im Stadt-Teil zusammen. Haubenreisser: Quartiere bewegen. 4

5 Kleine Schritte auf dem Weg. Es gibt schon viele gute Sachen und Einrichtungen in dem Stadt-Teil. Q8 hilft dabei, dass alle noch besser zusammen arbeiten. Und es zeigt, dass alle etwas davon haben. Da ist ein Pflege-Heim mit einem großen Saal. Das Pflege-Heim vermietet den Saal an den Stadt-Teil. So haben beide etwas davon. Die Stadt hat einen günstigen Saal. Und das Pflege-Heim wird bekannter. Manche Menschen mit Behinderungen brauchen einen Begleit-Dienst. Sonst können sie nicht bei den Angeboten im Stadt-Teil mitmachen. Es gibt einen Begleit-Dienst für ältere Menschen. Jetzt bietet der Begleit-Dienst auch Begleitung für Menschen mit Behinderung an. So haben beide etwas davon. Der Begleit-Dienst hat neue Kunden. Und die Menschen mit Behinderungen können zu den Angeboten kommen. Das Ziel von Q 8: Das alles sind kleine Schritte und einzelne Projekte. Jetzt geht es darum, dass diese Sachen alle auch weitergehen. Und dass es nicht einzelne Projekte bleiben. Sondern dass diese Zusammen-Arbeit ganz normal wird. Dann wird das Leben in dem Stadt-Teil für alle Menschen besser. Das ist das Ziel von Q 8. Haubenreisser: Quartiere bewegen. 5

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