Gemeinsam geht s besser. Aktions-Plan. Inklusion und Demographie

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1 Gekürzt und in Leichter Sprache Landkreis Regensburg Gemeinsam geht s besser Aktions-Plan Inklusion und Demographie

2 Inklusion ist ein Fremdwort. Das heißt: Das Wort kommt aus einer anderen Sprache. Das Wort bedeutet: eingeschlossen sein dazu gehören Wir benutzen das Wort Inklusion, wenn wir über unsere Gesellschaft reden. Alle Menschen sind verschieden. Das ist gut so. Bei Inklusion gehören alle Menschen zur Gesellschaft dazu. Niemand wird ausgeschlossen. Frauen gehören dazu. Menschen aus einem anderen Land gehören dazu. Alte Menschen gehören dazu. Kinder gehören dazu. Menschen mit Behinderung gehören dazu. Zum Beispiel Rollstuhl-Fahrer. ALLE gehören zu unserer Gesellschaft. Demographie ist ein Fremdwort. Das heißt: Das Wort kommt aus einer anderen Sprache. Demographie ist eine Wissenschaft. Demographie untersucht die Entwicklung der Bevölkerung. Zum Beispiel: Wie viele Frauen und Männer gibt es in Deutschland. Wie viele Menschen wohnen in Städten. Wie viele Menschen sind aus anderen Ländern hierher gezogen. 2

3 Im Aktions-Plan steht: Ob Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg gut mitmachen können. Und was noch verbessert werden muss. Ansprech-Person: Frau Johanna Bräu Telefon: Herausgegeben von: Landrats-Amt Regensburg Regional-Entwicklung Altmühlstraße Regensburg Das Regionalmanagement des Landkreises Regensburg wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Februar

4 Die Bilder sind von: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.v. Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, Text in Leichter Sprache: Leichte Sprache ist eine sehr leicht verständliche Sprache. Man kann sie sprechen und schreiben. Viele Menschen brauchen Leichte Sprache, damit sie alles gut verstehen. Nur wer alles versteht, kann überall mitmachen. Für Leichte Sprache gibt es feste Regeln. Menschen mit und ohne Lern-Schwierigkeiten haben die Regeln gemeinsam aufgeschrieben. Jeder kann die Regeln für Leichte Sprache lesen. Das Netz-Werk Leichte Sprache hat die Regeln gesammelt. Das Netz-Werk Leichte Sprache ist ein Verein. Menschen mit und ohne Lern-Schwierigkeiten haben ihn gegründet. Die Mitglieder sind aus Deutschland, Österreich, Südtirol, der Schweiz und Luxemburg. Dieser Text ist in Leichter Sprache. 4

5 Das steht auf den Seiten: Was ist der Aktions-Plan?... Seite 6 Was heißt Behinderung?... Seite 8 Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg... Seite 10 So wurde der Aktions-Plan gemacht... Seite 13 Die Ergebnisse von den Arbeits-Gruppen: Arbeit und Beschäftigung... Seite 16 Freizeit, Kultur und Sport... Seite 20 Information und Beratung... Seite 23 Bildung für kleine Kinder... Seite 30 Schule... Seite 32 Wohnen... Seite 34 Das passiert jetzt mit dem Aktions-Plan... Seite 37 Schluss-Worte... Seite 38 5

6 Was ist der Aktions-Plan? Teilhabe heißt: Menschen mit Behinderung können überall gut mitmachen, dabei sein und gehören dazu. Sie können genauso mitmachen wie Menschen ohne Behinderung. Die Landkreis-Verwaltung hat im Aktions-Plan geprüft: Ob Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg gut mitmachen können. Was noch verbessert werden muss. Im Jahr 2016 hat der Kreis-Ausschuss die Landkreis-Verwaltung beauftragt: Einen Aktions-Plan für den Landkreis Regensburg zu machen. Der Bezirk Oberpfalz unterstützte und begleitete den Aktions-Plan. Denn Menschen mit Behinderung sollen genauso wie Menschen ohne Behinderung überall gut mitmachen können. 6

7 Das steht in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention. Kurz sagt man dazu auch: UN-Konvention. UN heißt Vereinte Nationen. Die UN-Konvention ist ein Vertrag. Darin steht: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte wie Menschen ohne Behinderung. Sie sollen genauso gut leben wie Menschen ohne Behinderung. Sie sollen genauso überall mitmachen können wie Menschen ohne Behinderung. Deutschland hat den Vertrag unterschrieben. Der Vertrag ist in Deutschland gültig seit März Das heißt: Deutschland muss das machen, was im Vertrag steht. Menschen mit Behinderung sollen überall gleich-berechtigt sein. Sie sollen überall dazu-gehören können. Sie sollen selbst bestimmen können, was sie brauchen. Zum Beispiel: wo sie arbeiten möchten. wie sie wohnen möchten. 7

8 Was heißt Behinderung? Menschen mit Behinderung sind Menschen mit Einschränkungen. Das heißt: Sie können nicht so mitmachen wie Menschen ohne Behinderung. Manche Menschen sehen sehr schlecht. Man sagt, sie sind seh-behindert. Manche Menschen sehen gar nichts. Sie sind blind. Manche Menschen hören sehr schlecht. Man sagt, sie sind schwer-hörig oder hör-behindert. Manche Menschen hören gar nichts. Sie sind gehör-los. Manchen Menschen geht es lange Zeit nicht gut: Sie sind ohne Grund immer sehr traurig. Oder haben viel Angst. So sehr, dass sie nicht gut leben können. Man sagt, sie sind seelisch-behindert. Manche Menschen brauchen einen Roll-Stuhl. Oder sie laufen schlecht. Sie sind geh-behindert. Manche Menschen haben Probleme beim Lesen. Oder beim Verstehen. Man sagt, sie sind lern-behindert. Manche Menschen haben auch mehrere Behinderungen. Menschen mit Behinderung sind unterschiedlich. Deshalb brauchen sie passende Hilfen. Damit sie genauso gut mitmachen können wie Menschen ohne Behinderung. 8

9 Es gibt auch Gesetze, die bestimmen: Menschen mit Behinderung sollen selbst-bestimmt überall mitmachen können. Zum Beispiel das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen. Es heißt kurz: BGG. Im BGG steht: Menschen mit Behinderung sollen genauso mitmachen können wie Menschen ohne Behinderung. Dazu muss alles barriere-frei sein. Barriere-frei heißt: es gibt keine Hindernisse. Zum Beispiel in Bus, Bahn und auf der Straße: Es gibt tast-bare Weg-Führungen und Ampeln mit Tönen für Menschen mit Seh-Behinderung. Es gibt Rampen und niedrige Kanten für Rollstuhl-Fahrer. Zum Beispiel im Internet: Es gibt Texte zum Anhören für Menschen mit Seh- Behinderung. Es gibt Gebärden-Sprache für Menschen mit Hör-Behinderung. Es gibt Leichte Sprache für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten. 9

10 Der Landkreis Regensburg hat die Verantwortung: für Barriere-Freiheit zu sorgen. Alle Menschen sollen überall gut mitmachen können. Auch bei wichtigen Entscheidungen. Menschen mit Behinderung sollen mitbestimmen und mitmachen können. Das heißt Inklusion: Alle Menschen gehören dazu. Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg Im Jahr 2015 wohnten im Landkreis Regensburg: fast 190-Tausend Menschen. Davon waren fast 20-Tausend Menschen mit Behinderung. Das heißt: 10 Menschen von 100 Menschen haben eine Behinderung im Landkreis Regensburg. 10

11 Im Jahr 2015 lebten in Bayern insgesamt: etwa 12 Millionen Menschen. etwa 1 Millionen davon sind Menschen mit Behinderung. Das heißt: 9 Menschen von 100 Menschen haben eine Behinderung in Bayern. Die Eingliederungs-Hilfe Eingliederungs-Hilfe heißt: Das sind Hilfen für Menschen mit Behinderung. Damit sie überall besser mitmachen können. Zum Beispiel ist die Eingliederungs-Hilfe: Der Platz in einer Wohn-Einrichtung Hilfen für ältere Menschen mit Behinderung Ausbildung und Schulungen der Arbeits-Platz in einer Werkstatt Heilmittel-Behandlungen Zum Beispiel: Kranken-Gymnastik Im Jahr 2016 im Landkreis Regensburg: Haben etwa 1-Tausend Menschen mit Behinderung die Eingliederungs-Hilfe vom Bezirk Oberpfalz bekommen. Das heißt: 5 Menschen von 100 Menschen mit Behinderung bekamen Eingliederungs-Hilfe. 11

12 Viele von den Eingliederungs-Hilfen waren: Hilfen in Einrichtungen. Zum Beispiel der Platz in einer Wohn-Einrichtung. Nur ein kleiner Teil von den Eingliederungs-Hilfen waren: ambulante Hilfen. Ambulant heißt: Menschen mit Behinderung können die Hilfen dort bekommen, wo sie die Hilfen brauchen: zu Hause am Arbeitsplatz Mit ambulanten Hilfen können die Menschen ihr Leben mehr selbst bestimmen. Sie können selbst entscheiden: Welche Hilfen sie wann und wofür brauchen. 12

13 So wurde der Aktions-Plan gemacht Das Ziel vom Aktions-Plan war: zu prüfen: Welche Hilfen für Menschen mit Behinderung gibt es schon? Wie gut sind diese Hilfen? Wie werden die Hilfen genutzt? Was kann verbessert werden? Wer mitgemacht hat Es gab zwei Tagungen. Und Arbeits-Gruppen Es gab eine Tagung für alle Bürger. Da wurde besprochen: Wie man den Aktions-Plan machen möchte. Danach wurden 6 Arbeits-Gruppen gegründet. Es gab dann eine zweite Tagung. Da wurden alle Ergebnisse vorgestellt und besprochen. 13

14 Es gab mündliche Befragungen 10 Fach-Leute wurden insgesamt befragt. Fach-Leute können etwas besonders gut. Oder wissen etwas besonders gut. Man hat die Fach-Leute gefragt: Um einen Überblick zu bekommen: wie Menschen mit Behinderung überall gut mitmachen können im Landkreis Regensburg. Es gab schriftliche Befragungen im Landkreis Regensburg 3-Tausend Frage-Bögen wurden an Menschen mit Behinderung verschickt. 759 Menschen mit Behinderung haben die Frage-Bögen ausgefüllt und zurück-geschickt. Das sind 25 Prozent. Das heißt: Fast 25 Menschen von 100 Menschen haben den Frage-Bogen zurück-geschickt. Sie wurden zum Beispiel gefragt: Wie sie leben Welche Wünsche und Ideen sie haben Welche Probleme sie haben Was verbessert werden muss 14

15 Eltern von Kindern mit einer Behinderung wurden auch befragt. 134 Frage-Bögen wurden an die Eltern verschickt. 34 Frage-Bögen wurden ausgefüllt und zurück-geschickt. Die Verwaltungen aus den Städten und Gemeinden vom Landkreis wurden auch befragt. Alle 41 Gemeinden haben bei der Befragung mitgemacht. Die Arbeits-Gruppen haben die wichtigste Arbeit beim Aktions-Plan gemacht. In jeder Arbeits-Gruppe waren etwa 15 bis 20 Personen. Sie haben geprüft und besprochen: Wie Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg mitmachen können bei: Arbeit und Beschäftigung Freizeit Information und Beratung Unterwegs sein Bildung für kleine Kinder und Schule Wohnen Auf den nächsten Seiten stehen die Ergebnisse: Was die Arbeits-Gruppen herausgefunden haben. 15

16 Das haben die Arbeits-Gruppen herausgefunden: So können Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg mitmachen bei: Arbeit und Beschäftigung Freizeit Information und Beratung Unterwegs sein Schule und Bildung für Kinder Wohnen Arbeit und Beschäftigung Es gibt im Landkreis Regensburg noch nicht genug Arbeits-Plätze: Wo Menschen mit Behinderung zusammen mit Menschen ohne Behinderung arbeiten können. Es muss daher zum Beispiel geben: Geld-Unterstützung Bessere Informationen Damit Arbeit-Geber mehr Menschen mit Behinderung anstellen wollen. Der Mensch mit seiner Arbeits-Kraft muss beachtet werden. Zum Beispiel können viele Menschen mit Behinderung nur 3 Stunden an einem Tag arbeiten. Trotzdem machen sie ihre Arbeit sehr gut. Dafür braucht es mehr Arbeits-Plätze. 16

17 Bei jedem einzelnen Menschen mit Behinderung muss geschaut werden: Wie kann er gut mitarbeiten. Besonders bei Menschen mit seelischer Behinderung muss das beachtet werden. Seelische Behinderung heißt zum Beispiel: Einem Menschen geht es lange Zeit nicht gut. Er ist ohne Grund immer sehr traurig oder hat viel Angst. So sehr, dass er nicht gut leben und arbeiten kann. Es wäre gut: Der Arbeit-Geber sollte eine längere Geld-Unterstützung bekommen: Wenn der Arbeiter mit Behinderung nicht so viel arbeiten kann. Im Landkreis Regensburg sagen mehr als die Hälfte von den Menschen mit Behinderung die Arbeit haben: Sie sind meist sehr zufrieden mit ihrem Arbeits-Platz. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet in einem Betrieb außerhalb von einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Fast 23 Prozent arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung Das sind 23 Menschen von 100 Menschen mit einer Behinderung. 17

18 Wir wollen erreichen: Jeder Mensch mit Behinderung findet eine Arbeit, die er gut machen kann. Einrichtungen, Städte und Gemeinden oder der Landkreis schaffen Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderung. Beim Arbeits-Vertrag: Menschen mit Behinderung sollen die gleichen Rechte und Pflichte haben wie Menschen ohne Behinderung. Dazu muss das gemacht werden: Zum Beispiel: Es muss mehr Arbeits-Plätze geben außerhalb von Werkstätten für Menschen mit Behinderung: Wo Menschen mit Behinderung zusammen mit Menschen ohne Behinderung arbeiten können. Dort brauchen Menschen mit Behinderung passende Hilfe am Arbeits-Platz. Menschen mit Behinderung können zum Beispiel arbeiten: In einer Schul-Mensa Im Kinder-Garten In einer Küche In einer Wäscherei In einer Bücherei 18

19 Arbeit-Geber sollen besser geschult werden. Damit sie wissen: Es ist gut, Menschen mit Behinderung im Betrieb zu haben. Was Menschen mit Behinderung am Arbeits-Platz brauchen. Mehr Arbeit-Geber sollen Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderung schaffen. Arbeiter mit Behinderung sollen Hilfe bekommen und gut unterstützt werden: Damit die Arbeiter mit Behinderung gut arbeiten können. Und damit die Arbeiter ihre Rechte bekommen. 19

20 Freizeit, Kultur und Sport Zu Freizeit, Kultur und Sport gehören zum Beispiel: Fußball, Theater, Kino, Museum, Zoo, Bücherei oder Ausflüge. Bisher machen nur wenige Menschen mit Behinderung ihre Freizeit zusammen mit Menschen ohne Behinderung: Denn es gibt nicht genug Geld für die Unterstützung. Denn viele Gebäude sind nicht barriere-frei. Die Offene Behindertenarbeit Regensburg bietet 4 Dienste an. Dienst heißt: ein Büro, das Angebote macht. Zum Beispiel Freizeit-Angebote für erwachsene Menschen mit Behinderung: Sing-Kreis, Kaffee-Trinken, Sport. Menschen mit Behinderung haben im Frage-Bogen so geantwortet: Sehr viele sind mit den Freizeit-Angeboten zufrieden. Sie sagen aber auch: Sie können die Freizeit- und Kultur-Angebote nicht gut nutzen. Es gibt nicht so viele Frei-Willige, die Menschen mit Behinderung dabei unterstützen. Sie kennen viele Freizeit-Angebote nicht. 20

21 Es gibt zu wenig barriere-freie Informationen über Freizeit-Angebote. Zum Beispiel: Informationen in Leichter Sprache oder in Blinden-Schrift. 4 Menschen von 10 Menschen mit Behinderung beschäftigen sich freiwillig: Zum Beispiel in einem Verein oder in einer Selbsthilfegruppe. Wir wollen erreichen: Menschen mit Behinderung können in ihrer Freizeit das machen, wozu sie Lust haben. Dazu müssen Wege, Räume, Plätze und Informationen barriere-frei sein. Zum Beispiel durch: Rampen und niedrige Kanten für Rollstuhl-Fahrer. Leichte Sprache für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten. Licht-Signale für Menschen mit Hör-Behinderung. Blinden-Schrift und Ton-Signale für Menschen mit Seh-Behinderung. Und Menschen mit Behinderung sollen mehr in Vereinen mitmachen können. 21

22 Dazu muss das gemacht werden: Zum Beispiel: Menschen mit Behinderung sollen mehr in Vereinen mitmachen. Besonders Kinder und Jugendliche mit Behinderung sollen mehr in Vereinen mitmachen. Die Offene Behindertenarbeit, der Kreis- Jugendring, die Kirchen und die Sport-Vereine machen dabei mit. Veranstaltungen und Freizeit-Angebote müssen so sein: Menschen mit Behinderung müssen gut mitmachen können. Das muss immer überprüft werden. Es soll Regeln geben für Barriere-Freiheit bei öffentlichen Veranstaltungen. Es soll mehr Toiletten für Menschen mit Behinderung geben. Zum Beispiel in Restaurants und Versammlungs-Räumen. 22

23 Information und Beratung Es gibt sehr viele gute Beratungs-Angebote für Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg. Viele Menschen mit Behinderung oder ihre Familie kennen diese Angebote nicht. Sie wissen nicht an welche Ansprech-Person sie ihre Fragen stellen können. Sie suchen in ihrer Gemeinde nach Hilfe. Dort wo sie leben. Deshalb müssen die Gemeinden Menschen mit Behinderung helfen, die richtigen Beratungs-Angebote zu finden. Menschen mit Behinderung sollen bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen. Zum Beispiel in der Politik. Dazu müssen Wege, Plätze, Räume und Informationen barriere-frei sein. Zum Beispiel durch: Leichte Sprache für Menschen mit Lern-Behinderung Blinden-Schrift für Menschen mit Seh-Behinderung 23

24 Im Landkreis Regensburg sagen mehr als die Hälfte von den Menschen mit Behinderung im Frage-Bogen: Sie sind zufrieden mit den Informationen und Beratungen. 9 Menschen von 10 Menschen mit Behinderung kennen den oder die Behinderten-Beauftragte des Landkreises nicht. Auch die Behinderten-Beauftragte von der Gemeinde kennen viele nicht. Fast die Hälfte von den befragten Menschen mit Behinderungen sagt aber: Sie haben nicht genügend Informationen: Was sie ohne Hindernisse gut erreichen können. Zum Beispiel: Ob in Behörden Aufzüge und Rampen für Rollstuhl-Fahrer sind. Ob es Ton-Signale für Menschen mit Seh-Behinderungen gibt. Oder ob sie eine Veranstaltung ohne Hindernisse besuchen können. Fast 18 Menschen von 100 Menschen können zum Beispiel Briefe, Formulare und Informationen nicht gut nutzen. Sie sind in vielen Gemeinden nicht barriere-frei. Das heißt zum Beispiel: Es gibt keine Blinden-Schrift oder Leichte Sprache. 24

25 Um an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen zu können, brauchen Menschen mit Behinderung manchmal Hilfe. Viele Menschen mit Behinderung brauchen eine Begleit-Person. Wir wollen erreichen: Es muss genügend barriere-freie Informationen und Beratungen geben für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen. Die Interessen von Menschen mit Behinderung sind wichtig und müssen ernst genommen werden. Zum Beispiel setzt sich der Behinderten-Beauftragte dafür ein. Dazu muss das gemacht werden: Zum Beispiel: Informationen und Beratungs-Angebote sollen bekannter gemacht werden. Wichtige Informationen vom Landkreis gibt es auch in Leichter Sprache. Die Behinderten-Beauftragten von den Gemeinden sollen bekannter gemacht werden. Alle Gemeinden sollen einen oder eine Behinderten-Beauftragte haben. 25

26 Zeitungen und Radio vor Ort sollen berichten: Wie geht es Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg. Was brauchen Menschen mit Behinderung Welche Probleme gibt es. Es soll auch offene Veranstaltungen zum Thema Menschen mit Behinderung geben. Unterwegs sein Viele Menschen mit Behinderung brauchen, um gut unterwegs sein zu können: Einen guten Öffentlichen Nah-Verkehr. Öffentlicher Nah-Verkehr ist zum Beispiel: Bus und Bahn. Manche Menschen mit Behinderung brauchen einen Fahr-Dienst für Menschen mit Behinderung. Im ländlichen Raum braucht es bessere Bus- und Bahn-Verbindungen. Sport-Vereine und andere Freizeit-Angebote müssen mit dem Öffentlichen Nah-Verkehr verbunden werden. 26

27 Es gibt sehr viele Bus-Halte-Stellen im Landkreis. Die meisten sind noch nicht barriere-frei. Viele Bahnhöfe sind auch nicht barriere-frei. Menschen mit Behinderung haben im Frage-Bogen so geantwortet: Die Hälfte der Menschen mit Behinderung braucht ein Hilfs-Mittel. Wenn sie aus dem Haus gehen. 47 Menschen von 100 Menschen brauchen eine Geh-Hilfe. Fast so viele brauchen eine Seh-Hilfe. 34 Menschen von 100 Menschen brauchen eine Begleit-Person. 21 Menschen von 100 Menschen brauchen eine Hör-Hilfe. 19 Menschen von 100 Menschen brauchen einen Roll-Stuhl. Zusätzlich brauchen 23 Menschen von 100 Menschen einen Fahr-Dienst für Menschen mit Behinderung. Fast 22 Menschen von 100 Menschen sagen: Es fehlen: öffentliche barriere-freie Toiletten. Genauso viele Menschen haben Probleme auf Straßen und Plätzen. Es fehlen auch häufig: Ruhe-Möglichkeiten, Behinderten-Park-Plätze, Aufzüge und Roll-Treppen. 27

28 Wir wollen erreichen: Menschen mit Behinderung sollen ohne Hindernisse überall mitmachen können. Dazu müssen der öffentliche Nah-Verkehr, öffentliche Gebäude und Plätze barriere-frei sein. Zum Beispiel durch: Blinden-Schrift und Hör-Signale in den Bussen. Rampen für Rollstuhl-Fahrer. Menschen mit Behinderung müssen immer wieder sagen: Wo es noch Probleme gibt. Was sie brauchen. Dazu muss das gemacht werden: Zum Beispiel: Bus-Fahrer sollen geschult werden. Damit sie wissen: Was Menschen mit Behinderung brauchen. Das Angebot vom Nah-Verkehr reicht nicht aus. Deshalb soll es neue Fahr-Dienste geben. Sie werden von Bürgern gemacht und geplant. Menschen mit Behinderung sollen gut nutzen können: Straßen und Plätze. Den Öffentlichten Nah-Verkehr. Den Öffentlichen Bahn-Fern-Verkehr. 28

29 Es muss vieles umgebaut werden. Zum Beispiel brauchen Ampeln auch ein Hör-Signal für blinde Menschen. Es braucht mehr barriere-freie Toiletten in der Stadt. Menschen mit Behinderung bestimmen bei neuen Bau-Vorhaben mit. Sie helfen bei der Planung. Sie sagen ihre Wünsche und Ideen. Damit nur noch barriere-frei gebaut wird. 29

30 Bildung für kleine Kinder Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam spielen und lernen können. Das klappt in vielen Gemeinden schon sehr gut. Dann lernen sie schon von klein auf: Alle Menschen gehören dazu. Behinderung gehört dazu und ist kein Nachteil. Das heißt Inklusion. Alle Menschen sind wichtig: so wie sie sind. Im Landkreis Regensburg waren es im März 2016: 134 geförderte Kinder mit Behinderung. 25 Eltern von 100 Eltern von einem Kind mit Behinderung wünschen sich mehr Beratung. Sie wollen wissen: wie kann ich meinem Kind am besten helfen. Viele erhalten keine Informationen über andere Beratungs-Angebote. 30

31 Wir wollen erreichen: Alle Kinder mit Behinderung sollen mit Kindern ohne Behinderung gemeinsam lernen und spielen können. Dazu muss das gemacht werden: Zum Beispiel: Alle Kinder-Gärten müssen barriere-frei sein. Barriere-frei heißt: es gibt keine Hindernisse. So kann jeder gut mitmachen. Zum Beispiel braucht es viel Platz. Es braucht viel Fach-Personal. Viele Menschen mit verschiedenem Wissen sollen zusammen-arbeiten. Kinder-Tages-Einrichtungen helfen Eltern von Kindern mit Behinderung. Es soll ein gutes Beratungs-Angebot geben. Eltern und Betreuer im Kinder-Garten müssen gut beraten werden: Wie Kinder mit Behinderung gut mitmachen können. 31

32 Schule Auch in der Schule sollen die Kinder lernen: Alle Menschen gehören dazu. Schüler mit und Schüler ohne Behinderung sollen gemeinsam lernen. Im Landkreis Regensburg gibt es verschiedene Schulen für Schüler mit Behinderung. Zum Beispiel gibt es Förder-Schulen. Die Schüler können auch auf die allgemeine Schule am Wohn-Ort gehen. Sie können eine Unterstützung oder Schul-Begleitung bekommen. Wir wollen erreichen: Alle Schüler mit Behinderung sollen mit Schülern ohne Behinderung gemeinsam lernen können. 32

33 Dazu muss das gemacht werden: Zum Beispiel: Schüler mit Behinderung und Schüler ohne Behinderung sollen mehr gemeinsam machen. Zum Beispiel in gemeinsamen Theater-Gruppen oder bei einem Ausflug. Es muss mehr und bessere Unterstützung für Schüler mit Behinderung geben. Die Unterstützung heißt: Mobiler Sonder-Pädagogischer Dienst. Es muss genügend gut ausgebildete Schul-Begleiter an allgemeinen Schulen geben. Schul-Begleiter unterstützen die Schüler mit Behinderung. Es muss mehr Betreuer in Schulen geben. Die Betreuer und Lehrer müssen sich gut auskennen: Was Schüler mit Behinderung brauchen. Alle Schulen müssen barriere-frei sein. Barriere-frei heißt: Es gibt keine Hindernisse. Jeder kann gut mitmachen. Zum Beispiel: Es gibt Rampen für Roll-Stuhl-Fahrer. Es gibt viel Platz in Klassen-Zimmern. 33

34 Wohnen Das Wohnen ist sehr wichtig für jeden Menschen. Menschen sind selbst-ständiger und machen mehr überall mit: Wenn sie möglichst selbst-ständig wohnen können. Sie sollen selbst wählen können: wie sie wohnen wollen. Zum Beispiel: Allein oder mit dem Partner: in einer eigenen Wohnung. Zusammen mit anderen Menschen: In einer Wohn-Gemeinschaft. Viele möchten zusammen-wohnen: Mit Menschen mit Behinderung. Und auch mit Menschen ohne Behinderungen. Viele Menschen mit Behinderung möchten so wohnen: Dass sie möglichst viel selbst entscheiden können. Viele Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg wohnen selbst-ständig in Wohnungen. Und nicht im Heim. Sie bekommen von ihrer Familie und von Freunden Hilfe und Unterstützung. Viele Wohnungen von den Menschen sind aber nicht richtig barriere-frei. 34

35 Menschen mit Behinderung haben im Frage-Bogen so geantwortet: Die Menschen sind zufrieden mit ihrer Wohn-Situation. 90 Menschen von 100 Menschen mit Behinderung sind sehr zufrieden. 16 Menschen von 100 Menschen mit Behinderung leben alleine. Andere leben zusammen mit ihrem Partner. 75 Menschen von 100 Menschen mit Behinderung können in der Nähe von ihrer Wohnung gut einkaufen gehen. Es gibt Läden und Ärzte im Wohn-Umfeld. Aber es gibt nicht genug Freizeit-Angebote in der Nähe. Zum Beispiel: Sport Theater Im Landkreis gibt es zu wenig barriere-freie und günstige Wohnungen. Zum Beispiel gibt es keine Rampen und niedrige Kanten. Die Türen sind oft zu eng für Roll-Stuhl-Fahrer. 35

36 Wir wollen erreichen: Menschen mit Behinderung sollen selbst bestimmen: Wie sie wohnen möchten. Sie sollen selbst bestimmen: wie sie betreut werden wollen. Sie sollen gleich-berechtigt überall mitmachen können. Dazu muss das gemacht werden: Zum Beispiel: Es muss mehr barriere-freie Wohn-Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung geben. Es soll mehr Unterstützung für Menschen mit Behinderung geben. Es soll mehr ambulante Betreuung für Menschen mit Behinderung geben. Ambulant betreut heißt: Die Menschen werden nicht den ganzen Tag betreut. Sondern nur für ein paar Stunden. Sie können mehr selbst bestimmen als im Heim. Die Menschen sollen selbst bestimmen können: Welche Betreuung sie brauchen. Welche Wünsche sie haben. Zum Beispiel: Betreuung auch zur Nacht-Zeit. 36

37 Es soll mehr Wohn-Gruppen geben. Dort leben verschiedene Menschen zusammen. Zum Beispiel: Menschen mit Behinderung. Menschen ohne Behinderung. Familien mit Kindern. Ältere Menschen. Das passiert jetzt mit dem Aktions-Plan Die Verwaltung vom Landkreis leitet den Aktions-Plan. Sie schaut: wie die Aufgaben vom Plan gemacht werden können. Sie arbeitet eng zusammen mit allen Beteiligten. Die Aufgaben von Aktions-Plan werden vom Kreis-Tag überprüft. Im Kreis-Tag treffen sich die Kreis-Räte. Die Kreis-Räte sind von den Bürgern gewählt. Die Kreis-Räte stimmen über viele Themen ab. Zum Beispiel wo der Müll hin soll. Es gibt immer wieder neue Informationen. 37

38 Schluss-Worte Bei diesem Aktions-Plan haben viele Menschen aus dem Landkreis mitgemacht. Im Aktions-Plan stehen die Ziele: Was erreicht werden soll. Was gemacht werden muss. So wissen viele: wie sie handeln sollen. Zum Beispiel: Einrichtungen und Organisationen, die Gemeinde-Verwaltung, Verbände oder Politiker. Wir alle erwarten und wünschen uns: Alle sollen sich dafür einsetzen: diese Ziele zu erreichen. Damit Menschen mit Behinderung im Landkreis Regensburg genauso mitmachen können wie Menschen ohne Behinderung! 38

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