Brücke Rendsburg-Eckernförde e.v.

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Transkript:

Brücke Rendsburg-Eckernförde e.v. Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Kreis Rendsburg-Eckernförde Kurzvortrag beim Fachtag Gesundheitliche und soziale Versorgung von Geflüchteten im Kreis Rendsburg-Eckernförde 12.12.2018 Huberta von Eberstein

1.136 Menschen (Stand: Juni 2018) über 400 Ehrenamtliche 24 Sprachen

Fachbereiche

Übersicht 1. Kinder-,Jugend-und Familienhilfe 2. Behandlung 3. Kindertagesbetreuung 4. Arbeitsförderung 5. Ehrenamt 6. Resümee

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 1. Inobhutnahme UmF 2. Integrationscoaching Rendsburg 3. Ambulante Familienhilfe, Kriseninterventionsdienst 4. Familienzentrum Stadtteilhaus Mastbrook 5. Frühe Hilfen, Schutzengel 6. Frauenhaus

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 1. Inobhutnahme UmF seit 2015, 3 WGs Quelle: Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.v. Dezember 2017

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 1. Inobhutnahme UmF 2015, 3 WGs 2. Integrationscoaching Rendsburg Menschen mit Fluchthintergrund bis zum 25. Lebensjahr Projekt mit Stadt RD: 1 Fachkraft, 0,5 Kulturmittlung Aufgabe: Aktivierung, Beratung, Begleitung zu Ärzten! Fremdes Gesundheitssystem, Schule als AP, Sprachbarriere

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 1. Inobhutnahme UmF2015, 3WGs 2. Integrationscoaching Rendsburg 3. Ambulante Familienhilfe, Kriseninterventionsdienst erlebt häufig somatische Beschwerden wie Kopf-und Rückenschmerzen, auch Depressionen, viele Personen in therapeutischer Behandlung Begleitung durch Kulturmittler*innen Therapiemöglichkeiten nur außerhalb des Kreises: ZIP Kiel, Schleswig, NMS! häufiger Kinder mit Handicap, Herausforderung: Diagnostik

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 4. Familienzentrum Stadtteilhaus Mastbrook mit Schwerpunkt Integration Offener Familientreff mit Hebamme, Kulturmittlern und Kinderbetreuung Internationales Frauen-Café in Eigenregie Jedes Jahr 1 Woche Aktion zur Interkulturellen Woche Kinderturnen Fußball mit 2 ehrenamtlichen Betreuern mit Fluchterfahrung Beratung und Begleitung

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 4. Familienzentrum Stadtteilhaus Mastbrook mit Schwerpunkt Integration Gesundheitssystem überfordert Sprache, Ansprüche an Eltern Kein Arzttermin ohne Übersetzer, am besten zertifiziert Patienteninformationsbögen sind nicht übersetzt Es fehlen 24-Std. Notdienste Forderung: Interkulturelles MVZ

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 1. Inobhutnahme UmF2015, 3WGs 2. Integrationscoaching Rendsburg 3. Ambulante Familienhilfe, Kriseninterventionsdienst 4. Familienzentrum Mastbrook 5. Frühe Hilfen, Schutzengel Kreisweites Angebot: Hebammenbesuch bei jungen Familien, auch schon während der Schwangerschaft! Unterschiedliches Verständnis von Aufsichtspflicht! Verhütung unbekannt, Aufklärung ohne Effekt! Woher kommt eine Erstausstattung?

Kinder-, Jugend-und Familienhilfe 6. Frauenhaus Rendsburg Anteil von Frauen mit Fluchterfahrung hat zugenommen, schwankt aber Durchweg traumatisiert, Fluchterfahrung + Gewalterfahrung Gestörter Schlafrhythmus: dauerwach/-schlaf, Kontrollbedürfnis, Apathie/Bewegungsdrang Scheu, wenig Erfahrung in der Außenwelt! Bürokratie: Umverteilung problematisch! Aufenthaltstitel über den Mann

Behandlung Brücke -MVZ Wagenhaus in Rendsburg

Behandlung Pilotprojekt 2016 NDR-Aktion Hand-in-Hand Gruppensitzungen für Jugendliche Unregelmäßiger Besuch Schwierige Diagnostik Heterogene Motivationen Einzeltherapie, falls sprachliche Verständigung möglich Brücke -MVZ Wagenhaus in Rendsburg

Kindertagesbetreuung 10 Kitas - 8 Schulstandorte mit Nachmittagsbetreuung Schulsozialarbeit, Schulassistenzen

Kindertagesbetreuung + Kooperative Eltern + Heranführen an gesunde Ernährung und Körperhygiene! Schwierige Verständigung bei der Elternmitarbeit! Mangelnde Kenntnisse des deutschen Schulsystems

Arbeitsförderung Pilotprojekt Ankommen und Loslegen 2017, gefördert durch das Jobcenter 12 Teilnehmer*innen über 6 Monate Praktikum + Einzel- und Gruppenberatung Bis auf 1 Person haben alle Teilnehmer*innen die Maßnahme abgeschlossen

Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Kreis RD-ECK o Supervision o Sprechstunde o Fortbildungen u.a. zu Trauma o Netzwerkaufbau und-pflege

Resümee 1. Sprache Sprache Sprache 2. Interkulturelle Missverständnisse 3. Erfahrungslücke 4. Fremdenangst 5. Förderung von Teilhabe

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!