Ausgabe Januar 2016 Internationale Projekte Bilaterales Kooperationsprogramm und Twinning www.bmel.de
Grußwort Deutschland, Europa und die Welt erleben eine Zeit großer Herausforderungen. Wir sehen fast tagtäglich, wie sich Krisen in anderen Teilen der Welt unmittelbar auf uns auswirken können. Neben der Gefahr für Leib und Leben durch Krieg und Terror sind Hunger und fehlende Zukunftsperspektiven vor allem in ländlichen Regionen die Hauptursachen dafür, dass Menschen ihre Heimat verlassen. Viele Länder, die von Hunger und Armut betroffen sind, verfügen über ein großes landwirtschaftliches Potenzial. Doch oftmals wird es nicht ausreichend genutzt; große Flächen liegen brach oder sind zu wenig produktiv. Die Gründe dafür sind schlechtes Saatgut, Mängel bei Düngung und Pflanzenschutz, ungenügende Mechanisierung und mangelnde Fachkenntnis. Außerdem erschweren Auswirkungen des Klimawandels die landwirtschaftliche Produktion und die Wertschöpfungsketten sind schwach, so dass auf den Feldern, auf dem Transport oder im Lager ein erheblicher Teil der Ernte verloren geht. Eine moderne, nachhaltige und produktive Landwirtschaft hingegen kann Beschäftigungsund Einkommensmöglichkeiten für die Menschen vor Ort schaffen und ländliche Räume als lebenswerte, wirtschaftlich prosperierende Regionen erhalten. Damit ist die Landwirtschaft ein politischer und wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor. Das Bilaterale Kooperationsprogramm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) leistet seit mehr als 20 Jahren einen Beitrag zur Entwicklung einer leistungsstarken Landwirtschaft, die effizient und ressourcenschonend arbeitet. Fachpolitischer Dialog, Schulungen und Demonstrationsvorhaben sowie die Stärkung der Selbstorganisationskräfte sind dabei die Kernelemente der Kooperation mit den weltweiten Partnerländern. Die EU-finanzierten Behördenpartnerschaften wirken in die gleiche Richtung. Hier werden EU-Beitrittskandidaten und Länder der Europäischen Nachbarschaftspolitik bei der Harmonisierung des nationalen mit dem europäischem Recht sowie bei der Modernisierung der Verwaltung unterstützt und so Grundlagen für eine erfolgreich funktionierende Ernährungswirtschaft gelegt. Die Broschüre Internationale Projekte soll Ihnen einen Überblick über diese Aktivitäten des BMEL geben und das Informationsangebot auf der Webseite des Ministeriums (www.bmel-kooperationsprogramm.de und www.bmel.de) ergänzen. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre. Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt Ihr Christian Schmidt MdB Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft 3
4 Inhaltsverzeichnis GRUSSWORT... 3 INHALTSVERZEICHNIS.... 4 Programmregionen und Partnerländer des BMEL... 5 Twinning-Projekte im Bereich Ernährung und Landwirtschaft EU-finanzierte Behördenpartnerschaften Entwicklung eines offenen und transparenten Bodenmarktes in der Ukraine unterstützt Einführung von Cross-Compliance in Mazedonien... 6 Aller guten Dinge sind drei Drittes Veterinär-Twinning-Projekt im Kosovo gestartet... 7 Neues Twinning-Projekt in Marokko: Lebensmittelsicherheit geht vor... 8 Das Bilaterale Kooperationsprogramm des BMEL im Ausland Ein Blick in die Geschichte vom Transformprogramm zum Bilateralen Kooperationsprogramm... 9 Die Agrarpolitischen Dialoge: Flaggschiffe des Bilateralen Kooperationsprogramm... 10 Deutsch-Chinesisches Agrarzentrum (DCZ) Interview mit Conrad Graf von Hoyos, deutscher Geschäftsführer des DCZ... 11 Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktivität in Äthiopien... 12 Der Deutsch-Ukrainische Agrarpolitische Dialog: Anerkannte Plattform feiert 10-jähriges Bestehen... 13 Demonstrationsvorhaben für Fachkräfte der Agrarwirtschaft: Mit Theorie und Praxis zum Erfolg... 14 Bilaterale Projektarbeit des BMEL mit der Ukraine wird vertieft und erweitert Agrardemonstrations- und Fortbildungszentrum in der Ukraine Beratung der Ukraine zu Agrarhandelsfragen... 15 Deutschland und China zwei starke Partner bauen erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit im Agrarbereich aus Deutsch-Chinesischer Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark eröffnet... 16 Landwirtschaftliche Weiterbildung in Marokko: Hand in Hand mit marokkanischen Behörden... 17 Genossenschaften und Verbände als Erfolgsfaktoren für landwirtschaftliche Betriebe... 18 Genossenschaften in Brasilien, Argentinien und Deutschland Chancen schaffen Erfolg sichern!... 19 Das erste Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft... 20 Projektübersicht Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL EU-Behördenpartnerschaften (Twinning) des BMEL... 21-22 IMPRESSUM - ANSPRECHPARTNER.... 23
Programmregionen und Partnerländer des BMEL Legende Kooperationsprojekte des BMEL Twinning-Projekte des BMEL Kooperations- und Twinning-Projekte des BMEL Grafik: BMEL 5
Twinning-Projekte im Bereich Ernährung und Landwirtschaft 6 EU-finanzierte Behördenpartnerschaften Twinning-Projekte unterstützen EU-Beitrittskandidaten bei der Übernahme des europäischen Rechts ( acquis communautaire ) und dem Aufbau der dazu notwendigen Verwaltungskapazitäten ( institution building ) sowie Länder ohne Beitrittsperspektive bei der Annäherung an EU-Regelungen. Experten aus der Verwaltung von EU-Mitgliedsstaaten geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit der Umsetzung des EU- Rechts an die jeweiligen Partnerländer weiter. Steuerungsgruppensitzung Twinning-Projekt Ukraine Bodenmarkt Auch eine Zusammenarbeit mehrerer EU-Mitgliedstaaten in einem Konsortium ist möglich. Für das BMEL sind Twinning-Projekte ein strategisches Instrument für den nachhaltigen Ausbau der Außenwirtschaftsbeziehungen im Agrar- und Ernährungssektor. Sie intensivieren die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und bauen einen langanhaltenden Kontakt zwischen den beteiligten Institutionen und Experten auf. Auch dienen sie der beruflichen Weiterentwicklung der Experten und sind ein Beitrag zur Völkerverständigung. In der Regel haben Twinning-Projekte eine Dauer von ein bis zwei Jahren. Derzeit führt BMEL in folgenden Ländern Twinning-Projekte durch: Israel, Kosovo, Marokko und Ukraine. Entwicklung eines offenen und transparenten Bodenmarktes in der Ukraine unterstützt Die Zusammenarbeit mit und die Unterstützung der Ukraine in politisch schweren Zeiten hat für das BMEL eine herausragende Bedeutung. Ein Schwerpunkt des Bodenmarkt-Projekts liegt darin, dass deutsche Experten der BVVG Bodenverwertungsund -verwaltungs GmbH dem ukrainischen Partner, die Staatsagentur für Bodenressource in der Ukraine, bei der Schaffung eines transparenten und mit den EU-Richtlinien konformen Bodenmarktes unterstützen. Ziel ist es, gesetzliche, verfahrenstechnische und institutionelle Rahmenbedingungen für ein geordnetes Landmanagement einschließlich Staatslandmanagements zu schaffen. Hierfür wurde durch die EU ein Budget von insgesamt 1,8 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. BMEL engagiert sich neben Litauen als Juniorpartner gemeinsam mit den Niederlanden in der Ukraine. Das Twinning-Projekt endet nach einer Laufzeit von 24 Monaten im Februar dieses Jahres. Einführung von Cross-Compliance in Mazedonien unterstützt Nach fast zwei Jahren endete im November 2015 das erste Twinning-Projekt zur Einführung von Cross-Compliance in das System der Direktzahlungen in Mazedonien. Die Förderung der Entwicklung des Agrarsektors in Mazedonien durch den Aufbau von Institutionen und administrativen Kapazitäten, die die Umsetzung der Agrarpolitik und der Politik der ländlichen Entwicklung sicherstellen, stand im Fokus des Projektes. BMEL engagierte sich hier gemeinsam mit dem italienischen Juniorpartner.
Aller guten Dinge sind drei Drittes Veterinär Twinning-Projekt im Kosovo gestartet Seit November letzten Jahres führt Deutschland das Twinning-Projekt Support to Kosovo Food and Veterinary Larboratory im Kosovo durch. Der Projektleiter Prof. Dr. Haunhorst und der Langzeitexperte (RTA) Dr. Zittlau beantworten die wichtigsten Fragen zum Projekt. Herr Prof. Dr. Haunhorst, dies ist das dritte Projekt im Kosovo mit Ihnen als Projektleiter. Was verbindet Sie mit dem Kosovo? Mit der Veterinärverwaltung im Kosovo gibt es eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Projektinhalte bauen aufeinander auf: Im ersten Twinning wurde die Gesetzgebung an den EU-Standard herangeführt, im zweiten Projekt ging es um den Aufbau geeigneter Überwachungsstrukturen. Jetzt beschäftigen wir uns mit der Etablierung einer besseren Analytik. Herr Dr. Zittlau, wie haben Sie sich auf das Projekt und Ihre Aufgaben vorbereitet? Ich habe u.a. ein Seminar für Langzeitexperten beim National Contact Point besucht. Dann entschied ich mich, einen Sprachkurs zu belegen, um mein Englisch aufzufrischen. Ganz wichtig ist jedoch der rege Erfahrungs- und Wissensaustausch mit anderen RTA s. Herr Prof. Dr. Haunhorst, worin liegt Ihrer Meinung nach der Erfolg von Twinning? Twinning-Projekte sind als langjährige Partnerschaften zwischen Behörden angelegt. Durch die vielfältigen Kontakte entsteht oft eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die über die Projektdauer hinaus anhält. Dadurch können die Ziele in der Zusammenarbeit nachhaltig verwirklicht werden. Herr Dr. Zittlau, erzählen Sie uns bitte etwas zu den Projektinhalten und den einzelnen Maßnahmen! In dem Projekt geht es vorrangig um den Aufbau einer funktionstüchtigen Analytik für die Hauptaufgabenstellungen im Veterinärund Lebensmittelbereich. Hier sind Standards der EU einzuhalten. Dann sollte entschieden werden, welche Methoden im Kosovo dauerhaft eingeführt werden können bzw. welche Spezialanalytik besser von akkreditierten Laboratorien übernommen wird. Deshalb ist auch hier die Zusammenarbeit mit Laboren in Deutschland besonders wichtig. Welche Aufgaben haben Sie als RTA vor Ort, Herr Dr. Zittlau? Meine Hauptaufgaben sind die Planung von strukturierten Abläufen im Labor und die Beratung der Experten vor Ort. Gleichzeitig organisiere ich die Kick-off Konferenz und plane die Einsätze der deutschen Kurzzeitexperten vor Ort sowie die Studienbesuche der kosovarischen Experten in deutschen Laboren. Herr Prof. Dr. Haunhorst, Sie haben viele Twinning-Projekte als Projektleiter erfolgreich begleitet. Worauf kommt es aus Ihrer Sicht an? In der Bewerbung um ein Projekt ist es wichtig, dass man sich genau auf die Bedürfnisse der Partner einstellt. In der Durchführung eines Projektes kommt es neben fachlich hervorragender Arbeit auch darauf an, dass die vielfältigen Kontakte gepflegt und gelebt werden. Mit der Beendigung eines Projektes sollte die Zusammenarbeit möglichst nicht abbrechen. Wir danken Ihnen für Ihre Antworten und wünschen Ihnen für die Projektdurchführung viel Erfolg! Projektleiter Prof. Dr. Eberhard Haunhorst Langzeitexperte (RTA) Dr. Erhard Zittlau 7
Neues Twinning-Projekt in Marokko: Lebensmittelsicherheit geht vor 8 Die Land- und Ernährungswirtschaft ist für Marokko von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wurde 2008 der Plan Maroc Vert (Grüner Plan Marokko) mit dem Ziel der landwirtschaftlichen Modernisierung beschlossen. Ein zentrales Anliegen hierbei ist die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit. Die Europäische Union ist Marokkos wichtigster Wirtschaftspartner. Mehr als 80 Prozent der marokkanischen Agrarexporte gehen in die EU. Die marokkanische Lebensmittelsicherheitsbehörde (ONSSA) wurde mit der Absicht gegründet, die Lebensmittelüberwachung entlang der gesamten Wertschöpfungskette in ein modernes, risikoorientiertes System zu überführen. Deutschland und Marokko arbeiten im Bereich der Lebensmittelsicherheit eng zusammen. Seit 2010 besteht eine umfangreiche Kooperation zwischen der ONSSA und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), welche nunmehr auch durch ein gemeinsames Twinning-Projekt intensiviert werden konnte. Ziel dieses Projektes ist die Verbesserung der Pflanzengesundheit und Lebensmittelsicherheit in Marokko. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Optimierung der Fähigkeiten des ONSSA im Bereich Zulassung und Kontrolle von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln und Kultursubstraten. Sie soll gewährleisten, dass marokkanische Landwirte und Erzeuger von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen Zugang zu sicheren Produkten bekommen. Während der Projektlaufzeit arbeiten das BVL und das französische Landwirtschaftsministerium (Ministère de l Agriculture, de l Agroalimentaire et de la Forêt) gemeinsam mit der ONSSA u.a. an: der Überarbeitung der marokkanischen Gesetzgebung für Pflanzenschutzmittel; der Ausarbeitung nationaler Vorschriften für das Inverkehrbringen von Düngemitteln und Kultursubstraten; dem Ausbau der technischen Kapazitäten zur Bewertung von Zulassungsanträgen für Pflanzenschutzmittel, Düngemittel und Kultursubstrate; der Verbesserung der Kontrollen beim Import und Vertrieb sowie der Festsetzung von Rückstandshöchstgehalten und Kontrollmechanismen. Als Juniorpartner von Frankreich engagiert sich Deutschland seit März 2015 für zwei Jahre in Marokko. An diesem Konsortium sind weitere französische und deutsche Behörden, z.b. das Julius Kühn-Institut, das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein beteiligt. Die deutschen Experteneinsätze in Marokko und die marokkanischen Expertenbesuche in Deutschland koordiniert der Juniorprojektleiter Dr. Nils Kurlemann (BVL). Eröffnungszeremonie des Twinning-Projekts am 13.05.2015 in Rabat, Marokko
Das Bilaterale Kooperationsprogramm des BMEL mit dem Ausland Ein Blick in die Geschichte vom Transformprogramm zum Bilateralen Kooperationsprogramm Das BMEL fördert mit seinem Bilateralen Kooperationsprogramm die Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und gesundheitlicher Verbraucherschutz mit dem Ausland. Damit leistet das BMEL einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer leistungsstarken, effizienten und ressourcenschonenden Landwirtschaft. Schwerpunkte bilden hierbei der Ausbau und die Verbesserung von rechtlichen, organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie die praxisorientierte Wissensvermittlung für Fach- und Führungskräfte. Die bilaterale Zusammenarbeit mit Partnerländern hat im BMEL inzwischen eine lange Tradition. Seit Beginn der 1990er Jahre unterstützte das BMEL zunächst im Rahmen des sog. Transformprogramms der Bundesregierung die Restrukturierung der Landwirtschaft in den mittel- und osteuropäischen Staaten (MOE) und in den Neuen Unabhängigen Staaten (NUS) der ehemaligen Sowjetunion. Ab 2005 wurde unter dem Begriff Bilaterales Kooperationsprogramm die bilaterale technische Zusammenarbeit des BMEL mit dem Ausland weiterentwickelt und ab 2008 auch räumlich ausgeweitet. Einhergehend mit erweiterter Mittelausstattung konnten weitere wichtige Partnerländer in die technische Zusammenarbeit aufgenommen werden. So werden heute neben Mittel- und Osteuropa auch Vorhaben in ausgewählten Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas gefördert (siehe Grafik). Von der Intensität der technischen Zusammenarbeit sind derzeit China, Ukraine und Äthiopien die gewichtigsten Partnerländer. Weitere aktuelle Partnerländer sind: Brasilien inkl. Argentinien-Komponente, Côte d Ivoire, Indien, Kasachstan, Kenia, Marokko, Mongolei, Russische Föderation, Sambia, Südafrika, Türkei und Vietnam. Die thematischen und methodischen Schwerpunkte wurden immer wieder an aktuelle Bedingungen und Entwicklungen angepasst. Dabei haben sich drei Projekttypen herausgebildet, die sich als besonders nachhaltig erwiesen haben. 1. Agrarpolitischer Dialog: Beratung bei der Gesetzgebung, Strategieentwicklung und umsetzung 2. Demonstrationsvorhaben als Wirtschaftskooperationsprojekte: Technologietransfer und Wissensvermittlung Äthiopien 17,60% Ukraine 10,21% 3. Verbandskooperation: Diese werden auf den folgenden Seiten näher beschrieben. Zudem gibt es maßgeschneiderte Projekte für spezifische Fragestellungen, wie z.b. im Bereich der ökologischen Landwirtschaft, der landwirtschaftlichen Berufsausbildung und der Förderung ausländischer Nachwuchskräfte. Für die Internationale Nachhaltige Waldbewirtschaftung gibt es darüber hinaus ein separates Programm. Haushaltsmittel je Projektland in Prozent 2015 Kasachstan 8,61% Sambia 6,96% Russland 5,84% China 21,89% Marokko 4,87% Brasilien + Argentinien 4,66% Südafrika 0,65% Mongolei 4,20% Türkei 4,09% Verwendung von Haushaltsmitteln im Rahmen des Bilateralen Kooperationsprogrammes; Grafik: BMEL Kenia 3,65% Länderübergreifend 1,78% Vietnam Indien 1,70% 1,72% Cote d' Ivoire 1,57% 9
Die Agrarpolitischen Dialoge: 10 Flaggschiffe des Bilateralen Kooperationsprogramms In den letzten Jahren haben sich die Agrarpolitischen Dialoge (APDs) zu den Flaggschiffen unter den Projekten des Bilateralen Kooperationsprogramms entwickelt. Die APDs finden sich in Ländern, an denen auf Seiten der deutschen Agrarpolitik sowie des Agrar- und Ernährungssektors ein starkes Interesse besteht, welches auf einen ebenso starken Wunsch nach Zusammenarbeit aus den Partnerländern trifft. APDs finden zurzeit mit Kasachstan, Russland und der Ukraine (vgl. S. 13) statt, in Äthiopien wird in Teilnehmer des APD Treffens in St. Petersburg, Russland einem Fachdialog Ähnliches geleistet (vgl. S. 12). In China wird im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums ebenfalls ein Agrarpolitischer Dialog etabliert (vgl. S. 11). Projekte auf gleichem Kurs Bei aller Verschiedenheit der Partnerländer im Detail sind die APDs doch grundsätzlich auf gleichem Kurs. Sie wollen zur Entwicklung einer langfristig angelegten und stabilen Agrarpolitik in den Partnerländern beitragen. Dabei wird neben der politischen Beratung insbesondere an der Gestaltung verlässlicher rechtlicher Rahmenbedingungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft mitgearbeitet. Alle Projekte arbeiten dabei nachfrageorientiert. Bei der Beratung zu unterschiedlichen Themen geht es letztlich immer darum, dass sich die Verhältnisse im Agrarsektor des Partnerlandes verbessern und die Naturressourcen effizient und schonend genutzt werden. Zusammenarbeit in stürmischen Zeiten Gerade auf politisch unruhiger See haben die Dialoge eine wichtige Funktion. Die Zusammenarbeit insbesondere mit Russland zeigt, dass auf der Arbeitsebene Verbindungen gehalten werden können, auch wenn es politische Diffe renzen zwischen den Ländern gibt. So konnten sich die Mitarbeiter von den drei APDs in Russland, der Ukraine und Kasachstan Anfang Juli 2015 in St. Petersburg zu ihrem turnusmäßigen Treffen versammeln. Die Zusammenkunft stand unter dem Thema Agrargesetzgebung und bot allen Teilnehmern Gelegenheit, ihre Erfahrungen dazu auszutauschen. Für den Deutsch-Kasachischen APD ist Dr. D. Rudert als Projektleiter in Astana tätig. Aktuelle Themen sind u.a. das Genossenschaftsrecht, der Ökolandbau und die Tierzucht. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte des von F. Amersdorffer und A. Djagilev geleiteten Deutsch-Russischen APD in Moskau sind Themen der ländlichen Entwicklung, das Saatgutrecht und der ökologische Landbau. Der Deutsch-Ukrainische APD in Kiew wird von Dr. V. Sasse geleitet und befasst sich aktuell u.a. mit Fragen des Veterinärwesens berät zum Thema Bodenrecht und wirkt an der Reformstrategie des ukrainischen Landwirtschaftsministeriums mit.
Deutsch-Chinesisches Agrarzentrum (DCZ) Interview mit Conrad Graf von Hoyos, deutscher Geschäftsführer des DCZ 1. Welche Bedeutung hat das DCZ für die deutsch-chinesische Kooperation im Bereich der Ernährung und Landwirtschaft? Seit 2008 gibt es Aktivitäten des Bilateralen Kooperationsprogramms in China. Das DCZ soll nun als zentrale Plattform dieser langjährigen und intensiven Kooperation ein Gesicht geben, die vielfältigen Initiativen besser vernetzen und dadurch die Zusammenarbeit noch effektiver Deutscher Geschäftsführer des DCZ Conrad Graf von Hoyos gestalten. Das DCZ genießt höchste politische Anerkennung. Nicht zuletzt geht es auf eine gemeinsame Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem chinesischen Premierminister Li Keqiang aus dem Jahr 2013 zurück. 2. Was sind die Schwerpunkte der Arbeit des DCZ? Im Mittelpunkt steht ein Agrarpolitischer Dialog, mit dem der agrarpolitische und agrarwirtschaftliche Informationsaustausch zwischen China und Deutschland gefördert wird. Darüber hinaus arbeitet das DCZ zur beruflichen Ausund Weiterbildung und koordiniert bilaterale Aktivitäten in Wissenschaft und Forschung sowie mit der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Den praxisorientierten Projekten des BMEL in China wird eine Plattform geboten, um deren Erfahrungen in den politischen Dialog einzubringen. Auch leistet das Zentrum Öffentlichkeitsarbeit für die Zusammenarbeit im Bereich Ernährung und Landwirtschaft. 3. Wie profitiert speziell die chinesische Seite von der Zusammenarbeit mit Deutschland im Rahmen des Zentrums? Die Hauptpartner sind das chinesische Landwirtschaftsministerium und dessen nachgeordnete Behörden, aber auch andere Akteure des Agrarsektors. Dieser steht vor enormen Herausforderungen. Er muss fast 1,4 Mrd. Menschen auf einer knappen landwirtschaftlichen Fläche ernähren. Die natürlichen Ressourcen Boden und Wasser sind oft übernutzt und dadurch gefährdet. Vor diesem Hintergrund sucht China international nach Beispielen für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft. Deutschland ist dabei für China ein wichtiger Partner. Es ist eine Hauptaufgabe der bilateralen Kooperation des BMEL zu zeigen und zu diskutieren, wie die Umsetzung konkret aussehen kann. 4. Nach den ersten Monaten seines Bestehens wie nehmen Sie das Interesse von außen an dem Zentrum wahr? Unser Zentrum erfreut sich stetig steigendem Interesse. Wir konnten schon viele politisch hochrangige, aber auch viele fachlich interessierte Besucher empfangen. Im November 2015 fand die erste Deutsch-Chinesische Agrarwoche statt, die über 400 Besucher anlockte. Dies ist auch Ausdruck der schon lange gewachsenen und sehr guten Beziehungen. Das DCZ kann darauf aufbauen, was eine große Chance aber auch große Herausforderung darstellt. 11
Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktivität in Äthiopien 12 Äthiopien ist eines der afrikanischen Aufstiegsländer. Rapides Bevölkerungswachstum und ein steiles Wirtschaftswachstum ergeben einen stetig wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen. Die moderaten Ertragssteigerungen der letzten Jahre können mit dieser steigenden Nachfrage nicht Schritt halten. erklärt Dr. Heinz Loos, Leiter des Ethio-German Agricultural Training Centers (ATC) in Kulumsa. Damit ist das ATC ein Handlungsfeld im Portfolio des Programms zur Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktivität, welches das BMEL durch die GIZ in Äthiopien durchführen lässt. Dieses hat sich aus drei Einzelvorhaben entwickelt, die 2011 im Rahmen des Bilateralen Kooperationsprogramms des BMEL zur Weiterentwicklung der äthiopischen Landwirtschaft gestartet wurden. Der Programmleiter Thomas Kroll hat zugleich die fachliche Verantwortung für das Handlungsfeld Fachdialog Agrar. Hier wird zu prioritären Themen des landwirtschaftlichen Entwicklungsplans beraten, beispielsweise zur Weiterentwicklung von Kooperativen und assoziierten Verbänden. Hierzu wurden 235 Genossenschaftsexperten von 187 äthiopischen Landkreisen in der Registrierung von Kooperativen geschult. 100 Buchprüfer wurden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.v. fortgebildet. Das Handlungsfeld Stärkung des Saatgutsektors und Erhaltung genetischer Ressourcen wird von Manfred Smotzok geleitet und unterstützt äthiopische Institutionen beim Management genetischer Ressourcen sowie bei Züchtung und Verbreitung neuer Weizen- und Gerstensorten. In 2015 vermehrten insgesamt 9.000 Kleinbauern agro-ökologisch angepasstes Saatgut, welches der Ernährungssicherung dient und in den lokalen Wirtschaftskreislauf eingebracht wird. Ziel des Handlungsfelds Aus- und Weiterbildung in nachhaltigen Produktionsverfahren (ATC) ist die Förderung einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung durch landwirtschaftliche Mechanisierung und moderne Anbauverfahren. Im Jahr 2015 konnten 3.645 Personentage Training mit 963 Teilnehmern durchgeführt werden. Neben technischen Inhalten werden nun auch das BUS Training (Bauer Feldbegehung für Saatgutzertifizierung Unternehmer Schulung) in Zusammenarbeit mit der Andreas Hermes Akademie angeboten. Die Anzahl privater Kooperationspartner, die zu einer fachlich fundierten Arbeit des Programms beitragen, ist stetig gestiegen. Neben der Bereitstellung von Sachmitteln und Beratungsleistungen tragen nun insgesamt 13 Kooperationspartner auch zu einem akademischen Austausch und zum Technologietransfer bei.
Der Deutsch-Ukrainische Agrarpolitische Dialog: Anerkannte Plattform feiert 10-jähriges Bestehen Der Deutsch-Ukrainische Agrarpolitische Dialog (APD) wurde 2006 mit dem Ziel gestartet, Institutionen und private Einrichtungen in der Ukraine, die in die Vorbereitung und Formulierung der Agrarpolitik eingebunden sind, ordnungspolitische Beratung anzubieten. In 2016 feiert er sein 10-jähriges Bestehen und kann auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurückblicken. Operativer Partner ist das als Think-Tank anerkannte Institut für Wirtschaftsforschung und Politikberatung (IER). Seitdem unterstützt das Projekt die Ukraine bei der Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft, einer effektiven Verarbeitungsindustrie und bei der Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Der APD wurde von Beginn an als qualifizierter Ansprechpartner und ordnungspolitischer Berater wahrgenommen. Seit 2012 steht die Beratung insbesondere des Ministeriums für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine (MAPE) und des Parlamentsausschusses für Agrarpolitik und Bodenfragen zur Reform ihrer Agrarpolitik im Vordergrund der Projektarbeit. Das Interesse der ukrainischen Partner an dem APD hat sich in den letzten zwei Jahren noch einmal intensiviert und seine Leistungen werden aktiv nachgefragt. So wirkte das Projekt in 2015 bei der Erarbeitung der Strategie der nachhaltigen Entwicklung des Agrarsektors in der Ukraine 2015-2020 des ukrainischen Agrarministeriums mit. Auch war es in die Begleitung der Ausarbeitung und Interpretation der landwirtschaftsrelevanten Teile des EU-Assoziierungsabkommen sowie die Kommentierung von diversen Gesetzesvorhaben insbesondere zur Agrarwirtschaft und zum ökologischen Landbau involviert. In der jetzt begonnenen Projektphase 2016-2018 wird die Aufgabe des APD weiterhin darin bestehen, die ukrainischen Entscheidungsträger bei der Umsetzung der Schwerpunktthemen Bodenmarkt und Bodennutzung, Schaffung eines effektiven Besteuerungssystems, Einführung von EU-Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie Reform der Verwaltungsstrukturen im Agrarbereich zu beraten. Die vielfältigen Aktivitäten des APD sowie seine gute Vernetzung mit relevanten Akteuren werden dazu beitragen, dass ein wesentlicher Beitrag zur Reform der ukrainischen Agrarwirtschaft geleistet werden kann. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, aktuelle Informationen im Internet und zahlreiche Publikationen sowie die Vernetzung mit anderen Projekten des BMEL runden dabei die Arbeit des APD ab. Interministerielles Treffen im Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung in Kiew, Ukraine 13
Demonstrationsvorhaben für Fachkräfte der Agrarwirtschaft: Mit Theorie und Praxis zum Erfolg 14 Wissen ist Macht. Das wusste nicht nur der englische Philosoph Francis Bacon. Übereinstimmende Aussagen finden sich auch in den heiligen Schriften des Judentums, des Christentums und des Islams. In vielen Ländern fehlt aber das notwendige Wissen für eine nachhaltige und ertragreiche Landbewirtschaftung. Wichtige Schritte hin zu einer standortangepassten Landwirtschaft und einem produktiven und ressourcenschonenden Agrarsektor werden dadurch erschwert. Dabei sind gut ausgebildete Fachkräfte neben den politischen Rahmenbedingungen ein zentraler Schlüssel zum Erfolg. Ihr Fach- und Anwendungswissen in Bezug auf Produktionsverfahren und Betriebsführung kann helfen, die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern, die Produktqualität zu verbessern und gleichzeitig Ressourcen zu schonen. Aus diesem Grund unterstützt das BMEL in Demonstrations- und Schulungsvorhaben den praxisorientierten Wissenstransfer. Auf Demonstrationsflächen werden beispielsweise eine langfristig nachhaltige Pflanzenproduktion und die Wirkungen von Anbaumaßnahmen erprobt sowie moderne Anbaumethoden demonstriert. In enger Abstimmung mit verschiedenen Akteuren vor Ort werden in den Partnerländern Schulungsangebote in Bereichen entwickelt, in denen besonderer Nachholbedarf besteht. Die Themen reichen von Bodenbearbeitung, Getreideanbau, Grünlandwirtschaft, Pflanzenschutz, Ernteverfahren, Lagerung, Maschineneinsatz, Arbeitssicherheit, Tiergesundheit und artgerechter Haltung bis hin zum Betriebsmanagement. Die Ausgestaltung der Projekte richtet sich nach den spezifischen Standortbedingungen im Land. In Anlehnung an das duale Berufsbildungssystem in Deutschland haben alle Projekte eins gemeinsam: die konsequente Verbindung von Theorie und Praxis. Diese Demonstrationsvorhaben werden in Kooperation mit der Wirtschaft realisiert. Unternehmen aus der Agrarwirtschaft unterstützen die Vorhaben durch Bereitstellung von Sachmitteln, Fachexpertise und Finanzierung. Die Partnerländer bringen sich ebenfalls aktiv in diese Vorhaben ein. Sie stellen insbesondere Flächen, Gebäude und Büros zur Verfügung. Momentan werden solche Demonstrationsprojekte in Kooperation mit der Wirtschaft in Äthiopien, China, Kasachstan, Marokko, Sambia und der Ukraine durchgeführt. Auf den folgenden Seiten werden einige dieser Projekte vorgestellt. Schulungsteilnehmer im Deutsch-Sambischen Agrartrainings- und Wissenszentrums
Bilaterale Projektarbeit des BMEL mit der Ukraine wird vertieft und erweitert Agrardemonstrations- und Fortbildungszentrum in der Ukraine Mit dem Deutschen Agrarzentrum in der Ukraine (DAZ) wurde im Jahre 2008 eine moderne Einrichtung für berufliche Fortbildung geschaffen, in dem sehr erfolgreich ukrainische Fachund Führungskräfte hinsichtlich moderner landwirtschaftlicher Methoden und neuester Agrartechnik geschult wurden. Das DAZ zählt zu den ersten Wirtschaftskooperationsprojekten des Bilateralen Kooperationsprogrammes des BMEL und wurde in enger Zusammenarbeit mit den deutschen und internationalen Unternehmen der Agrarwirtschaft aufgebaut, die dem Projekt ihre Landtechnik und Betriebsmittel für Schulungszwecke bereitstellten. Das Erfolgskonzept soll ab 2016 im Rahmen eines Deutsch-Ukrainischen Agrardemonstrations- und Fortbildungszentrums (ADFZ) an dem neuen Standort in Doslidnyzke (Oblast Kiew) in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Institut für Prognosen und Analysen der Technik und Technologie in der Landwirtschaft Leonid Pogorilyy weiterentwickelt werden. Das Zentrum soll nach wie vor der europäischen Agrar- und Ernährungswirtschaft als Plattform für Schulungen, Kurse, Technikdemonstrationen, Feldtage und -versuche zur Verfügung stehen. Ziel ist dabei die Anbindung des ADFZ an eine ukrainische Einrichtung, um eine verstärkte Integration in das Ausbildungssystem der Ukraine sowie eine nachhaltige Entwicklung und die weitere Verbesserung der Effektivität des Zentrums im Rahmen einer erweiterten Kooperation mit den Agrarunternehmen der deutschen und internationalen Wirtschaft zu ermöglichen. Beratung der Ukraine zu Agrarhandelsfragen Die Grundlage zukünftiger Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Ukraine bildet das tief greifende und umfassende Freihandelsabkommen (englische Abkürzung: DCFTA - Deep and Comprehensive Free Trade Agreement), welches als Teil eines umfassenderen Assoziierungsabkommens unterzeichnet wurde. Vor diesem Hintergrund wurde das Neuprojekt Beratung der Ukraine zu Agrarhandelsfragen konzipiert, dessen Beginn für Anfang 2016 vorgesehen ist. Ziel des Projektes ist es, ukrainische Agrar- und Lebensmittelunternehmen hinsichtlich ihrer Kapazitäten zu befähigen, europäische Exportmärkte zu identifizieren, diese zu durchdringen, sich darin zu konsolidieren und zu wachsen sowie sich auf die Öffnung der eigenen Märkte vorzubereiten. Zudem sollen deutsche Unternehmen besser informiert werden zu Agrarhandelsfragen mit der Ukraine. Bei den Maßnahmen geht es v.a. darum, den politischen Dialog zum Thema Agrarhandelsfragen zu stärken, eine Beratungsstelle ( Help Desk ) für ukrainische Agrarexporteure im ukrainischen Landwirtschaftsministerium einzurichten sowie Trainings- und Unterstützungsmaßnahmen anzubieten, welche Akteure der ukrainischen Agrar- und Ernährungswirtschaft zum Export befähigen. Zielgruppen sind insbesondere Vertreter von Klein- und Mittelunternehmen, welche Produkte anbieten, die bislang noch wenig exportiert werden. Außerdem sollen Analysen zum Thema Agrarhandel für interessierte Institutionen in Deutschland bereitgestellt werden. Unterzeichnung der Gemeinsamen Absichtserklärung für das Projekt Beratung der Ukraine zu Agrarhandelsfragen 15
Deutschland und China zwei starke Partner bauen erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit im Agrarbereich weiter aus Deutsch-Chinesischer Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark eröffnet 16 Der Deutsch-Chinesische Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark ist das zweite Wirtschaftskooperationsprojekt des BMEL im Bereich Ackerbau in China. Im Projekt sollen auf dem Partnerbetrieb Huanghai im Norden der Provinz Jiangsu auf 150 ha Fläche moderne Landtechnik und standortangepasste Ackerbausysteme praxisnah demonstriert werden. Der Partnerbetrieb ist eine Staatsfarm, welche zur von Jiangsu Provincial Agricultural Reclamation and Development Corporation (SKIAD) gehört. Von 2008 2014 gab es in Ganhe, im Nordosten der Provinz Innere Mongolei, bereits ein Projekt ähnlicher Art. Aufgrund des großen Erfolges dieses Vorgängerprojektes haben sich die Landwirtschaftsministerien Deutschlands und Chinas auf die Durchführung eines Nachfolgeprojektes geeinigt. Mit der feierlichen Eröffnung des Demonstrationsparks durch den Parlamentarischen Staatssekretär Bleser im November 2015 hat dieser nun auch offiziell seine Arbeit aufgenommen. In Jiangsu werden insgesamt elf deutsche Unternehmen aus dem Agrarsektor Maschinen und Betriebsmittel zur Verfügung stellen und Fachleute zur Vermittlung von praktischem Know-how entsenden. Zu den ersten Aufgaben der seit September 2015 in dem Projekt aktiven deutschen Experten zählen die Durchführung von ersten Trainings sowie die Vorbereitung der anstehenden Anbausaison. Bereits Ende Oktober/Anfang November wurde der Boden vorbereitet und erste Feldkulturen konnten gesät werden, da es aufgrund des günstigen Klimas möglich ist, zwei Ernten pro Jahr einzufahren. Bei Feldversuchen und der Einführung von Fruchtfolgesystemen steht vor allem die Nachhaltigkeit und betriebswirtschaftliche Rentabilität im Fokus der Bemühungen. Ein weiterer Projektschwerpunkt ist die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und Führungspersonal. Der fachliche Austausch zwischen deutschen und chinesischen Experten wird unter anderem durch jährliche Studienreisen und Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen gefördert. Mit dem seit März 2015 bestehenden Deutsch-Chinesischen Agrarzentrum in Peking soll eng zusammengearbeitet werden. Feierliche Eröffnungsveranstaltung des Neuprojekts: Deutsch-Chinesischer Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark
Landwirtschaftliche Weiterbildung in Marokko: Hand in Hand mit marokkanischen Behörden Die Landwirtschaft in Marokko ist im Aufbruch. Im Jahr 2008 hat die Regierung ein ambitioniertes Entwicklungsprogramm zur nachhaltigen Modernisierung des Agrarsektors aufgelegt. Der Plan Maroc Vert ( grüner Plan Marokkos ) bildet heute das Herzstück der marokkanischen Agrarpolitik. Laut Plan Maroc Vert soll die Landwirtschaft bis 2020 zur treibenden Wirtschaftskraft Marokkos werden. Die Produktivität und das landwirtschaftliche Bruttoinlandsprodukt sollen steigen. Die Nahrungsmittelimporte sollen dagegen sinken. Insgesamt sollen über 1,5 Mio. Arbeitsplätze im ländlichen Raum entstehen. Dabei setzt der marokkanische Staat auf Subventionen und vergünstigte Kredite für Investitionen. Aber nicht nur das: Ein wichtiger Hebel ist auch die Professionalisierung der Landwirte und die Modernisierung der Anbau- und Verarbeitungsverfahren. Hier setzt das Konzept des Deutsch-Marokkanischen Exzellenzzentrums für Landwirtschaft an. Das Weiterbildungszentrum wurde im Jahr 2012 im Rahmen eines bilateralen Kooperationsprojekts gegründet. Seither werden Fach- und Führungskräfte landwirtschaftlicher Betriebe und Kooperativen, Berater sowie Mitarbeiter von Verbänden und Ausbildungsorganisationen praxisnah fortgebildet. Die Themen umfassen folgende Bereiche: Ackerbau (Kartoffeln, Weizen, Mais, Zuckerrüben, Raps): Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflanzenschutz, Erntetechnik, Lagerung Landmaschinen: Einsatz, Pflege und Wartung Rinderhaltung: Fütterung, Zucht, Tierwohl, Hygiene, Futterproduktion effiziente und rentable Betriebsführung landwirtschaftliche Dienstleistungen. Bei allen Fortbildungen wird großer Wert auf die Verbindung von Theorie und Praxis gelegt. Sie wird durch die enge Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Partnerbetrieben gewährleistet. Die Betriebe aus den Bereichen Kartoffelanbau, Ackerbau und Milchviehhaltung zeichnen sich durch sehr gute Betriebsführung aus. Hier werden nachhaltige Produktionsverfahren vor Ort und praxisnah vermittelt. Zur Ausstattung des Weiterbildungszentrums hat sich die Zusammenarbeit mit Unternehmen der Agrarwirtschaft bewährt. Sie stellen Landtechnik, Produktionsmittel, Zuchtvieh und Expertise. Dies ermöglicht Fortbildungen auf sehr hohem technischen Niveau. Das Projekt wird umfassend vom marokkanischen Ministerium für Landwirtschaft und Seefischerei und der marokkanischen nationalen Behörde für landwirtschaftliche Beratung (ONCA) unterstützt. Kartoffelfeldtag in Mhaya, Marokko 17
Genossenschaften und Verbände als Erfolgsfaktoren für landwirtschaftliche Betriebe 18 Genossenschaften und Verbände spielen weltweit für viele landwirtschaftliche Betriebe eine große Rolle. Sie gewähren Landwirten einen besseren Zugang zu Produktionsmitteln und ermöglichen Kostenvorteile bei deren Einkauf. Die gemeinsame Vermarktung der Ernteprodukte schafft einen besseren Marktzugang und kann neue Absatzmärkte eröffnen. Darüber hinaus erleichtern sie eine gemeinsame Anschaffung und Nutzung von Maschinen und verbessern die politische Stellung von Landwirten. Milchproduktion in Muranga County, Kenia Genossenschaften und Bauernverbände sind aber auch mit Problemen konfrontiert: So stehen fehlende Managementerfahrungen und ineffiziente Strukturen sowie geringes Vertrauen der Landwirte in ihre Interessenvertreter positiven Entwicklungen oft im Wege. Die vom BMEL geförderten Kooperationen mit Genossenschaften und Verbänden leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung dieser Organisationen. Gemeinsame Workshops und Seminare, Fachinformationsfahrten sowie Beratung durch deutsche Experten sind wichtige Bestandteile dieser Partnerschaften. Derzeit bestehen Kooperationen mit Genossenschaften in Brasilien, Argentinien und Kenia. In Brasilien und Argentinien kooperiert der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.v. (DGRV) seit 2010 mit der Nationalen Genossenschaftlichen Bildungseinrichtung in Rio Grande do Sul (SESCOOP/RS) und dem regionalen Genossenschaftsverband OCERGS. Dabei steht die Entwicklung und Verbesserung von Dienstleistungen für die Mitgliedsgenossenschaften im Mittelpunkt. Auch in Kenia arbeitet der DGRV seit 2014 mit der Allianz der Genossenschaften Kenias (Cooperative Alliance of Kenia - CAK) zusammen. Die CAK soll als Ansprechpartner und Schnittstelle zwischen Politik und Genossenschaften aufgebaut werden. Dafür führen Experten des DGRV Trainingsmaßnahmen für effizienteres Wirtschaften und effektive Kontrollsysteme durch. Kooperationen mit Bauernverbänden bestehen in Russland und Vietnam. Der Deutsche Bauernverband e.v. (DBV) veranstaltet gemeinsam mit dem Verband der privaten Bauernbetriebe und Genossenschaften Russlands (AKKOR) Seminare und Schulungen für Verbandsvertreter und Landwirte. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Stärkung von Verbandsstrukturen in Russland. In Vietnam engagiert sich der DBV in Zusammenarbeit mit der Vietnam National Farmers Union (VNFU) im Bereich der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung mit mehreren jährlich in Deutschland und Vietnam stattfindenden Fachseminaren.
Genossenschaften in Brasilien, Argentinien und Deutschland Chancen schaffen - Erfolg sichern! Rio Grande do Sul ist der südlichste Bundesstaat Brasiliens und stark von deutscher Einwanderung geprägt. In Wirtschaft und Gesellschaft dieser Region spielt die Land- und Ernährungswirtschaft eine wichtige Rolle und ist der Motor der ländlichen Entwicklung. Genossenschaften haben hier eine große Bedeutung. In Rio Grande do Sul erwirtschaften die 138 landwirtschaftlichen Genossenschaften mit ihren 290.000 Mitgliedern knapp 50% des landwirtschaftlichen Produktionswertes mit hohen Marktanteilen besonders bei Milch, Wein, Getreide und Soja. Auch im benachbarten Argentinien spielen Genossenschaften im für das Land besonders wichtigen Agrarsektor eine bedeutsame Rolle. arbeit eingebunden, um durch den trilateralen Austausch die eigenen Strukturen zu stärken. Im September 2015 verschaffte sich der Staatssekretär im BMEL, Dr. Robert Kloos, bei einem Besuch in Grande do Sul einen Überblick über den Agrarsektor in Brasilien und in der Region. Bei Gesprächen mit den Partnerorganisationen OCERGS (Dachverband der Genossenschaften in Rio Grande do Sul), der genossenschaftlichen Bildungseinrichtung SESCOOP/Rio Grande do Sul und dem DGRV Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.v. konnte sich Dr. Kloos von der Bedeutung der Zusammenarbeit mit Deutschland im Rahmen des Kooperationsprojektes überzeugen. tungslinien Möglichkeiten zur Diversifikation der Produktion zu bieten. Languiru verarbeitet Milch, Schweinefleisch und Hähnchen, stellt Futtermittel her und versorgt die Landwirte mit Betriebsmitteln. Die Genossenschaft hat bereits eine Wirtschaftkooperation mit einem deutschen Unternehmen im Bereich Biogas aus Reststoffen und Partnerschaften mit zwei deutschen Landmaschinenherstellern etabliert. Das Projekt zielt darauf ab, das Dienstleistungsangebot der genossenschaftlichen Verbände und Bildungseinrichtungen in der Region für ihre Mitgliedsgenossenschaften zu stärken. Im Vordergrund stehen die praxisorientierte und unternehmerisch ausgerichtete Aus- und Fortbildung, die Innenrevision und die externe Wirtschaftsprüfung; weiterhin die Zusammenarbeit zwischen Genossenschaften sowie die Wirtschaftskooperation und der internationale Dialog. Seit 2013 sind auch landwirtschaftliche Genossenschaften in Argentinien in die Projekt- Als erfolgreiches Beispiel präsentierte sich die Genossenschaft Languiru aus Teutonia, ein stark diversifiziertes Unternehmen, dessen Ziel es ist, den rund 6.000 überwiegend kleinbäuerlichen Mitgliedern durch eine breit gefächerte Palette an Verarbei- Delegation von Staatssekretär Dr. Robert Kloos mit den brasilianischen Gastgebern in Porto Alegre, Brasilien 19
Das erste Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungsindustrie 20 Das BMEL hat im September letzten Jahres gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.v. (BVE) das erste Außenwirtschaftsseminar der Agrar- und Ernährungswirtschaft durchgeführt. Dieses neue Format ergänzt zukünftig den eher politisch fokussierten Außenwirtschaftstag um eine internationale und praxisorientierte Fachtagung. Diese Veranstaltung brachte diejenigen zusammen, die sich für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft stark machen und hat in verschiedenen Foren einen intensiven Wissensund Erfahrungsaustausch mit Fachexperten sowie beste Möglichkeiten zur persönlichen Netzpflege geboten. Kurze, prägnante Fachvorträge regten die Teilnehmer zur Diskussion in Kleingruppen und in den Foren an. Bearbeitet wurden Themen wie: globale Vermarktung regionaler Lebensmittel, CETA und Krisenmanagement. Als Referenten standen Experten des Ministeriums, aus der Wirtschaft und von Dienstleistern den Teilnehmern zur Seite. Sie beleuchteten die Themen in den Foren aus verschiedensten Perspektiven und diskutierten mit den Teilnehmern. Für weltweiten Erfolg sind Qualität und Know-how, aber auch ein tragfähiges Netzwerk wichtige Voraussetzungen. Mit dem ersten Außenwirtschaftsseminar konnte eine neue und praxisorientierte Informations- und Netzwerkplattform etabliert werden. Aufgrund der positiven Resonanz wird das Außenwirtschaftsseminar zukünftig alternierend zum Außenwirtschaftstag durchgeführt. Der nächste Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft, den BMEL gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und der BVE ausrichtet, findet in diesem Jahr am 16. Juni statt. Diskussionen in den interaktiven Länder- und Themenforen Blick in den Sitzungssaal: Das erste Außenwirtschaftsseminar erfreute sich reger Beteiligung.
Projektübersicht (Stand: November 2015) Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL Land Titel Laufzeit Äthiopien Beitrag zur Förderung der nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktivität in Äthiopien 11/2014-10/2017 Brasilien Kooperation des DGRV mit den Genossenschaftssystemen in Brasilien (SESCOOP, OCERGS) und in Argentinien (Casa Cooperativa / ICES - Inst. Coop. De Enseňanza Superior) 11/2010-06/2017 China Beratung für eine Deutsch-Chinesische Biogasmodellanlage 08/2014-04/2016 China Deutsch-Chinesisches Agrarzentrum (DCZ) 09/2014-05/2017 China Deutsch-Chinesisches Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der Tierzucht in China 02/2015-12/2017 China Deutsch-Chinesischer Ackerbau und Landtechnik-Demonstrationspark (DCALDP) 08/2015-07/2018 Côte d Ivoire Professionalisierung von Bauernfamilien und ihrer Organisationen in nachhaltiger Kakaoproduktion (PRO-PLANTEURS) 04/2015-03/2018 Indien Deutsch-Indische Zusammenarbeit im Bereich Saatgut 07/2013-06/2016 Kasachstan Deutsch-Kasachischer Agrarpolitischer Dialog 01/2014-12/2016 Kasachstan Deutsches Agrarzentrum in Kasachstan (DAZ) 01/2014-12/2016 Kenia Kooperation des DGRV mit dem kenianischen Genossenschaftsverband Cooperative Alliance of Kenya (CAK) 10/2014-09/2017 Marokko Deutsch-Marokkanisches Exzellenzzentrum für Landwirtschaft 10/2012-12/2018 Mongolei Deutsch-Mongolisches Kooperationsprojekt Nachhaltige Landwirtschaft 04/2013-03/2016 Russland Deutsch-Russischer Agrarpolitischer Dialog 01/2013-12/2016 Russland Verbandpartnerschaft zwischen dem Deutschen Bauernverband e.v. (DBV) und der Vereinigung bäuerlicher Betriebe und Genossenschaften Russlands (AKKOR) 02/2015-12/2016 21
Land Titel Laufzeit Sambia Deutsch-Sambisches Agrartrainings- und Wissenszentrum 08/2014-07/2017 Südafrika Landwirtschaftlicher Ausbildungsexperte für Südafrika 07/2015-12/2017 Türkei Deutsch-Türkische Zusammenarbeit Ökologische Landwirtschaft 12/2011-12/2016 Ukraine Deutsch-Ukrainischer Agrarpolitischer Dialog 01/2016-12/2018 Ukraine Agrarfortbildungs- und Demonstrationszentrum (AFDZ) in der Ukraine 02/2016-12/2018 Ukraine Beratung der Ukraine zu Agrarhandelsfragen 01/2016-12/2018 Vietnam Verbandspartnerschaft zwischen dem deutschen Bauernverband e.v. (DBV) und dem vietnamesischen Bauernverband (VNFU) 02/2015-12/2017 Länderübergreifend Weiterbildung für Fachkräfte der Agrar- und Ernährungswirtschaft aus Osteuropa und Zentralasien 01/2014-12/2016 Länderübergreifend Forum Nachhaltiger Kakao 06/2012-03/2016 Länderübergreifend Steigerung der Leistungsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Asien, insbesondere in China und Indien durch die Entwicklung von internationalen Kooperationen 12/2014-11/2016 EU-Behördenpartnerschaften (Twinning) des BMEL Land Titel Laufzeit Israel Strengthening of Israeli veterinary diagnostic capacities 03/2015-09/2016 Kosovo Support to Kosovo Food and Veterinary Laboratory voraussichtlich 01/2016-12/2017 Marokko Contrôle des produits phytopharmaceutiques, des fertilisants et supports de culture 03/2015-03/2017 Ukraine Assistance in the development of an open and transparent agricultural land market in Ukraine 01/2014-02/2016 22
Impressum Ansprechpartner Herausgeber Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Kontakt Referat 624 - Berlin Wilhelmstraße 54 10117 Berlin Fax: 030/18529-4085 E-Mail: 624@bmel.bund.de Kontakt Referat 624 - Bonn Rochusstraße 1 53123 Bonn Fax: 0228/99529-3396 E-Mail: 624@bmel.bund.de Gestaltung & Redaktion Referat 624 Fotos Titelseite Ross Deverson; S. 3 BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk; S. 6 BVVG; S. 7 Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, Dr. Erhard Zittlau; S. 8 ONSSA/Casanova; S. 10 APD Russland; S. 11 Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH; S. 12 Tamirat Assefa; S. 13 APD Ukraine; S. 14 AFC Consultants International GmbH; S. 15 GFA Consulting Group GmbH; S. 16 AFC Consultants International GmbH; S. 17 Ross Deverson; S. 18 DGRV; S. 19 DGRV; S. 20 BMEL Dr. Doris Heberle Leiterin Referat 624 Antje Frehse Tel.: 030/18529-3253 Tel. 030/18529-4480 Berlin Berlin Katja Kreuer Dr. Ulrich Kleinwechter Tel.: 0228/99529-4269 Tel.: 030/18529-4731 Bonn Berlin Christof Schwanitz Stefan Heine Tel.: 030/18529-4439 Tel.: 030/18529-4508 Berlin Berlin Christina Damm Gabriele Thun Tel.: 030/18529-4669 Tel.: 030/18529-3231 Berlin Berlin Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bmel.de und www.bmel-kooperationsprogramm.de. Wenn Sie sich für den Projektletter anmelden bzw. den Projektletter abmelden möchten, wenden Sie sich bitte an 624@bmel.bund.de. 23