Machen Sie Chancen möglich!

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Transkript:

Informationen für Arbeitgeber Machen Sie Chancen möglich! Neue gesetzliche Förderungen eröffnen Arbeitgebern und Langzeitarbeitslosen Perspektiven für Beschäftigung und Teilhabe am Arbeitsmarkt. Wir schaffen Perspektiven

Damit alle am Arbeitsmarkt teilnehmen können Der Münchner Arbeitsmarkt ist einer der besten des Landes. Viele Menschen haben Arbeit oder finden mit Hilfe des Jobcenters eine Stelle. Davon profitiert aber nicht jeder. Gerade Langzeitarbeitslose haben es schwer, eine Arbeit zu finden. Diese Menschen haben dennoch viel zu bieten: Sie sind motiviert und dankbar, wenn sie die Chance erhalten, wieder ins Berufsleben zurückkehren zu können. Um diesen Sprung zu schaffen, brauchen Langzeitarbeitslose besondere Unterstützung. Dafür gibt es ab Anfang des Jahres 2019 das neue Instrument Teilhabe am Arbeitsmarkt. Es schafft langfristige Perspektiven für Menschen, die bereits lange Arbeitslosengeld II beziehen. Mit hohen Lohnkostenzuschüssen und Coaching sollen die Menschen in einem unterstützenden Umfeld wieder Anschluss an den Arbeitsmarkt finden. Damit fördern wir auch Familien und ermöglichen es Eltern, ihren Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Ihr Betrieb gewinnt wertvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Ihre Fachkräfte entlasten. Die Menschen fühlen sich wieder als Teil der Stadtgesellschaft. Sie als Arbeitgeber können mit der neuen Förderung Gutes tun. Unterstützen Sie Projekte wie ein sauberes und sicheres München oder eine Stadt, die auch für ältere Menschen lebenswert ist. Gerne entwickeln wir mit Ihnen Ideen. Bitte kommen Sie auf uns zu!

Sie bekommen... Lohnkostenzuschüsse bis zu 100 Prozent für bis zu fünf Jahre Unterstützung mit Hilfe eines Coachings der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Förderleistungen für Weiterbildungen während der Beschäftigung Und wir fördern Beschäftigungsverhältnisse auch in Teilzeit

Fördermöglichkeit: Teilhabe am Arbeitsmarkt 16i SGB II Welche Arbeitsverhältnisse können gefördert werden? Gefördert werden können alle Arbeitsverhältnisse bei gemeinnützigen und öffentlichen sowie privatwirtschaftlichen Arbeitgebern für alle Arten von Tätigkeiten und Branchen. Eine Beschäftigung ist auch in Teilzeit möglich, sie muss mindestens 15 Wochenstunden betragen. Die Arbeitszeit kann stufenweise heraufgesetzt werden. Eine Befristung ist möglich. Diese kann einmalig verlängert werden. Welche Personen können gefördert werden? Die Förderung richtet sich an Leistungsempfänger nach dem Sozialgesetzbuch II, also Kundinnen und Kunden des Jobcenters, die mindestens 25 Jahre alt sind und in den zurückliegenden sieben Jahren mindestens sechs Jahre Arbeitslosengeld II bezogen haben. Menschen mit Schwerbehinderung oder Leistungsberechtigte mit minderjährigen Kindern kommen bereits nach fünf Jahren Leistungsbezug für eine Förderung in Frage.

So gelingt Integration Vorgängerprojekte zeigen: Mit einer Kombination aus hohen Lohnkostenzuschüssen und einem beschäftigungsbegleitenden Coaching kann die berufliche Integration gelingen. Mit der neuen Stelle wurde aus ihm ein neuer Mensch Herr H. (47) hat Speditionskaufmann gelernt und jahrelang in seinem Beruf gearbeitet. Doch dann kam der Bruch und es folgten zwölf Jahre, in denen sich Herr H. mit Arbeitslosengeld II und Nebenjobs über Wasser hielt. Darüber war er zum Zyniker geworden und enttäuscht von der Gesellschaft. Wer ihn so kannte, erkennt Herrn H. heute kaum wieder: Er ist selbstbewusst, witzig und hat eine völlig andere Körperhaltung. Was war geschehen? Mit Hilfe einer Förderung des Jobcenters fand Herr H. eine Stelle als Bürohelfer in der Geschäftsstelle eines Sozialbetriebs. Nach dem Ende der Förderung wurde Herr H. in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Steht wieder auf eigenen Beinen Frau F. (57) war länger arbeitslos und hat gesundheitliche Einschränkungen. Mit einer Förderung des Jobcenters fand sie eine Tätigkeit als Alltagshelferin in einem Sozialbetrieb. Sie schöpfte wieder Motivation und war bereit dazu, sich weiterzuentwickeln. Ursprünglich wollte Frau F. unbedingt wieder, wie früher, im Büro arbeiten. Ihre geförderte Stelle führte sie jedoch auf einen anderen Weg: Sie arbeitet seit August in einem Altenheim als Betreuungsassistentin. Leistungen vom Jobcenter braucht sie dadurch nicht mehr. Der» Arbeitgeber sagt: Herr H. ist sehr engagiert und zuverlässig. Er ist wertvoll für uns und bereichert das Betriebsklima. Den beruflichen Anforderungen wird Herr H. gerecht. Das externe Coaching hat zu dieser Entwicklung maßgeblich beigetragen. Der Arbeitgeber sagt: Nach längerer Arbeitslosigkeit hat Frau F. während der Maßnahme wieder Selbstvertrauen gefasst und im angebotenen, für sie neuen Arbeitsfeld den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Sie hat sich bei uns sehr positiv entwickelt.«

Wie unterstützen wir? Lohnkostenzuschuss Förderdauer: maximal fünf Jahre. Förderumfang: Wir fördern sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse mit Lohnkostenzuschüssen für bis zu fünf Jahre. In den ersten beiden Jahren des Arbeitsverhältnisses beträgt der Zuschuss 100 Prozent Im dritten Jahr 90 Prozent Im vierten Jahr 80 Prozent Im fünften Jahr 70 Prozent Der Lohnkostenzuschuss bemisst sich für tarifgebundene oder tariforientierte Arbeitgeber nach dem zu zahlenden Arbeitsentgelt für andere Arbeitgeber nach dem gesetzlichen Mindestlohn. Coaching Das Programm bietet Betreuung und Coaching der eingestellten Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitsnehmers, um das Beschäftigungsverhältnis zu stabilisieren und die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Der Coach kann auch für Sie als Arbeitgeber erster Ansprechpartner für Themen sein, die Sie gemeinsam besprechen wollen. Das Coaching ist ganzheitlich. Wir unterstützen auch bei Problemen im persönlichen und sozialen Umfeld, z.b. bei Schulden, Wohnungsnot oder Kinderbetreuung.

Weiterbildung Das Coaching wird ab Arbeitsbeginn für die gesamte Förderdauer angeboten. Im ersten Beschäftigungsjahr müssen Sie die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer gegebenenfalls freistellen für das Coaching während der Arbeitszeit. Zusätzlich übernimmt das Jobcenter betriebliche Qualifizierungskosten von bis zu 3.000 Euro.

Sie haben Interesse? Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Das Team Teilhabe am Arbeitsmarkt kümmert sich um Sie Bitte schreiben Sie eine E-Mail an: jobcenter-muenchen-tam@jobcenter-ge.de. Wir melden uns dann bei Ihnen. Wir beraten Sie zu allen Fragen rund um die Förderung und das Beschäftigungsverhältnis.

Eine weitere Förderung Für Menschen, die zwei Jahre arbeitslos sind und sich auf dem Sprung in den Arbeitsmarkt befinden: Eingliederung von Langzeitarbeitslosen ( 16e SGB II)

Sie bekommen... Lohnkostenzuschüsse für die Dauer von zwei Jahren, im ersten Jahr 75%, im zweiten Jahr 50% des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts. Wir fördern Beschäftigungsverhältnisse auch in Teilzeit. Die Arbeitszeit muss mindestens 15 Wochenstunden betragen. Dauer des Arbeitsverhältnisses: Das Arbeitsverhältnis muss entweder unbefristet sein oder für einen Zeitraum von mindestens 24 Monaten abgeschlossen werden. Eine Nachbeschäftigungspflicht gibt es nicht. Die geförderte Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer erhält eine beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching), die sie/ihn dabei unterstützt, sich in den Arbeitsalltag und Ihr Unternehmen zu integrieren. Dadurch können die Fähigkeiten Ihrer neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schrittweise auf-gebaut werden. Sie haben Fragen zum Instrument Eingliederung von Langzeitarbeitslosen?? Wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter oder an unseren Arbeitgeberservice: Telefon: 089 67972-100 E-Mail: Jobcenter-muenchen.arbeitgeber-service@jobcenter-ge.de Fotos: stock.adobe.com Satz & Layout: Oliver Wick >> gestaltet Kommunikation