Sparpotential Gemeindeverwaltung



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Sparptential Gemeindeverwaltung Sparptential in den ö. Gemeindeverwaltungen Dr. Werner Lenzelbauer Land Oberösterreich Direktin Präsidium Abteilung Statistik Datum: 28.10.2014

- sfusin Die einer Gemeinde werden vn einer Reihe vn Faktren in ihrer Höhe beeinflusst. Neben den persnenbezgenen Merkmalen des spersnals wie Altersstruktur, Besldungsstruktur, etc. ist es natürlich die Gemeindegröße und damit verbunden die Zahl der Beschäftigten, welche die Höhe der determiniert. Es liegt die Vermutung nahe, dass die je Einwhner mit der Gemeindegröße sinken, dass als eine degressin auf Grund vn Skaleneffekten wirksam wird. In diesem Zusammenhang interessieren vr allem drei Fragestellungen : Wie sieht der funktinale Zusammenhang zwischen dem saufwand je Einwhner für die berösterreichischen Gemeinden aus? Bei welcher Gemeindegröße ist der geringste saufwand je Einwhner zu erwarten - was ist als hinsichtlich der die ptimale Gemeindegröße? Welches Sparptential könnte realisiert werden, wenn alle Gemeinden unterhalb der "ptimalen" Größe zu ptimalen verwaltungsmäßigen Größen zusammengefasst werden? Prjekt: Gemeinden 28.10.2014, Nr. 2

- /EW = spersnal/ew x Ksten je Beschäftigten - sfusin Ksten je Beschäftigten sind abhängig vn : Altersstruktur der Beschäftigten Qualifikatinsstruktur Geleistetes Stundenausmaß spersnal/ew ist abhängig vn : Gemeindegröße Effizienz der Organisatin Die mittleren Persnalksten je Beschäftigten einer Gemeinde unterscheiden sich in der öffentlichen abhängig vn der Gemeindegröße primär über die Qualifikatinsstruktur. Größere Gemeinden haben eine frmal höhere mittlere Persnalqualifikatin und damit höhere spezifische Persnalaufwendungen. Je Einwhner sinkt die Anzahl der in der beschäftigten Persnen bis zu einem bestimmten Grenzwert. Inwieweit dieser Skaleneffekt das ptentiell höhere Qualifikatinsniveau kstenmäßig kmpensiert und damit echte Größenvrteile mit größeren Gemeindeeinheiten realisiert werden können, zeigt die flgende Abbildung 1. Prjekt: Gemeinden 28.10.2014, Nr. 3

200 300 400 500 600 700 800 900 1.000 1.100 1.200 1.300 1.400 1.500 1.600 1.700 1.800 1.900 2.000 2.100 2.200 2.300 2.400 2.500 2.600 2.700 2.800 2.900 3.000 3.100 3.200 3.300 3.400 3.500 3.600 3.700 3.800 3.900 4.000 4.100 4.200 4.300 4.400 4.500 4.600 4.700 4.800 4.900 5.000 EUR je Einwhner - sfusin 360 340 320 300 280 260 240 220 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 Abbildung 1 : je Einwhner im Jahr 2013 Ab diesem Größenbereich liegen keine signifikanten Skaleneffekte mehr vr Gemeindegröße (Anzahl Einwhner) Mittelwert der Einwhnerkategrie k... k+100 Kstendegressin Prjekt: Gemeinden 28.10.2014, Nr. 4

- sfusin Die je Einwhner weisen für die berösterreichischen Gemeinden bis zu einer Gemeindegröße vn ca. 4.000 Einwhnern einen ausgeprägten degressiven Verlauf auf. In Kleinstgemeinden ist ein spezifischer saufwand vn 250 EUR je Einwhner zu erwarten, in Gemeinden mit einer Einwhnerzahl um die 4.000 liegt der entsprechende Wert bei ca. 160 EUR je Einwhner. Eine Verringerung der ist bei unveränderter Gemeindegröße über das Heben vn Effizienzptentialen möglich. Würden alle Gemeinden ihre saufwendungen je Einwhner auf das Niveau der besten 25% Gemeinden der jeweiligen Einwhnerklasse senken (Benchmarkniveau lt. BENKO) dann ließen im sbereich ca. 28 Millinen EUR pr Jahr einsparen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, en s zu fusinieren, dass jeweils die ptimale Größe vn 4.000 Einwhnern erreicht wird. Das Sparptential, welches über eine derartige sfusin erreicht werden kann ist in Abbildung 2 dargestellt. Prjekt: Gemeinden 28.10.2014, Nr. 5

1.000 1.200 1.400 1.600 1.800 2.000 2.200 2.400 2.600 2.800 3.000 3.200 3.400 3.600 3.800 4.000 4.200 4.400 4.600 4.800 5.000 1,5 1,8 2,0 2,0 2,5 2,6 3,0 3,5 3,9 5,1 4,3 5,0 4,9 5,6 6,3 6,8 7,3 7,7 8,4 8,5 8,6 8,7 9,2 9,5 9,9 10,0 10,2 10,3 10,3 10,5 11,0 11,3 10,9 11,9 12,0 Millinen EIUR p.a. sfusin - sfusin 150 140 130 120 110 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 Einsparungen im sbereich in Abhängigkeit vn der Mindestgröße einer Gemeinde im Vergleich zur derzeitigen Situatin im Jahr 2013 Gemeinde - Mindestgröße bei saufwand in Summe für Gemeinden unter Mindestgröße - DERZEIT saufwand in Summe für Gemeinden unter Mindestgröße - NEU Einsparung durch sfusin Prjekt: Gemeinden 28.10.2014, Nr. 6

sfusin - sfusin Würde man für die kleineren Gemeinden deren durch gemeindeübergreifende Gemeinschaftsverwaltungen ersetzen, sdass jeweils eine bestimmte "ptimale" sgröße erreicht wird, dann ließe sich das flgende Sparptential in Abhängigkeit vn der neuen sgröße lukrieren : sgröße NEU 2.000 Einwhner... 5,1 Millinen EUR pr Jahr sgröße NEU 3.000 Einwhner... 8,5 Millinen EUR pr Jahr sgröße NEU 4.000 Einwhner... 10,5 Millinen EUR pr Jahr Prjekt: Gemeinden 28.10.2014, Nr. 7