Duales Studium Hessen ESF-Jahresveranstaltung 2013 27. August 2013 - Mörfelden
Das duale Studium im Kontext des gemeinsamen europäischen Arbeitsmarktes Chancen für die Fachkräftesicherung in Europa Peter A. Besselmann EMPL F2 GD Beschäftigung, Soziales und Integration Europäische Kommission
Gliederung I. Herausforderungen für die Fachkräftesicherung in der EU II.Duales Studium als Schlüssel zur Fachkräftesicherung III.Unterstützungsmöglichkeiten durch den ESF
I. Herausforderungenfürdie Fachkräftesicherungin der EU
Bevölkerungsentwicklung in der EU Projektion EU27
Bevölkerungsentwicklung bis 2060 EU27: 2010 500 Mio (17% > 65 Jahre) 2040 525 Mio 2060 517 Mio (30% > 65 Jahre) Bevölkerung : IRL, LUX, CYP, UK Bevölkerung : BG, LV, LI, RO, DE
Fachkräfteentwicklung in Deutschland
Herausforderungen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials Alternde Gesellschaft Steigende Nachfrage nach mittleren und höheren Qualifikationen Schnellere Veralterung von Wissen / kürzere Innovationszyklen
Lösungsstrategien
Europa2020-Ziele sind 1. die Beschäftigung zu fördern, 2. die Bedingungen für Innovation, Forschung und Entwicklung zu verbessern, 3. die Ziele hinsichtlich Klimaschutz und Energie zu erfüllen, 4. das Bildungsniveau zu verbessern und 5. die soziale Eingliederung vor allem durch Verringerung der Armut zu fördern.
Länderspezifische Empfehlungen 2013 (CSR): KOM-Empfehlung für eine Empfehlung des Rates Die KOM empfiehlt, dass Deutschland im Zeitraum 2013-2014 ( ): den vorhandenen Spielraum nutzt, damit auf allen staatlichen Ebenen mehr und effizienter als bisher wachstumsfördernde Bildungs- und Forschungsausgaben getätigt werden; das Bildungsniveau benachteiligter Menschen anhebt geeignete Aktivierungs- und Integrationsmaßnahmen insb. für LZA aufrechterhält; Maßnahmen ergreift, um die Arbeitsanreize und die Vermittelbarkeit von Arbeitnehmern, insb. für Zweit- und Geringverdiener, zu verbessern, auch um deren Einkommen zu steigern;
II. Duales Studium als Schlüssel zur Fachkräftesicherung
Zusammenhang berufliche Aus- und Weiterbildung / Jugendarbeitslosigkeit
Kommuniqué von Brügge (12/2010) (Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung) Erleichterung von Übergängen von der Bildung in die Arbeitswelt Berufliche Bildung auf postsekundärem und höherem Niveau ausbauen (Kernziel: 40% der Personen zu einem Abschluss auf tertiärem Niveau führen) Steigerung der Teilnahme am lebenslangen Lernen Flexible Übergänge zwischen Bildungssystemen
ET2020 Strategische Ziele bis 2020 1.Verwirklichung von lebenslangem Lernen und Mobilität 2.Verbesserung der Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung 3.Förderung der Gerechtigkeit, des sozialen Zusammenhalts und des aktiven Bürgersinns 4.Förderung von Innovation und Kreativität - einschließlich unternehmerischen Denkens - auf allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung
Typen dualer Studiengänge ausbildungsintegrierend praxisintegrierend berufsintegrierend berufsbegleitend
III. Unterstützungsmöglichkeiten durch den ESF
Förderschwerpunkte des ESF Erhöhung der Erwerbsbeteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen (Frauen, Geringverdiener, Migranten, ältere Arbeitnehmer, LZA) Stärkung/Ausbau eines leistungsfähigen Bildungssystems zur verstärkten Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt
Thematische Ziele der Allg. Strukturfonds-VO im Lichte der Europa 2020 - Kernziele 1. Förderung von Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität Kernziel: Beschäftigungsquote (EU: 75%; DE: 77%) 2. Investitionen in Bildung, Kompetenzen und lebenslanges Lernen Kernziele: Senkung der Quote der vorzeitigen Schulabgänger (EU: < 10%, DE: < 10%) Erhöhung der Quote der Studienabgänger (EU: > 40%, DE: 42%) 3. Förderung der sozialen Eingliederung und Armutsbekämpfung Kernziel: Verringerung der armutsgefährdeten Bevölkerung (EU: mind. 20 Millionen Menschen; DE: 320.000 LZA) 4. Stärkung von institutionellen und administrativen Kapazitäten
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