Das Erteilungsverfahren



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Transkript:

Das Erteilungsverfahren Patentanwalt - Patentrecht - 59 Priorität 40,41 PatG Dem Anmelder steht innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach dem Anmeldetag einer beim Patentamt eingereichten früheren Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung für die Anmeldung derselben Erfindung zum Patent ein Prioritätsrecht zu, es sei denn, dass für die frühere Anmeldung schon eine inländische oder ausländische Priorität in Anspruch genommen worden ist. Die Priorität kann nur für solche Merkmale der Anmeldung in Anspruch genommen werden, die in der Gesamtheit der Anmeldungsunterlagen der früheren Anmeldung deutlich offenbart sind. Gilt gleichermaßen für Hinterlegungen in einem PVÜ- Staat (ausländische Priorität 41 PatG) Patentanwalt - Patentrecht - 60

Rechercheantrag 43 PatG Das Patentamt ermittelt auf Antrag die öffentlichen Druckschriften, die für die Beurteilung der Patentfähigkeit der angemeldeten Erfindung in Betracht zu ziehen sind (Recherche). unabhängiger Antrag Amtsgebühr 250 Ergebnis nach ca. 6 Monaten Benennung der Dokumente und Relevanzangabe Basis für weitere unternehmerische Entscheidungen Patentanwalt - Patentrecht - 61 Prüfungsantrag 44 PatG Das Patentamt prüft auf Antrag, ob die Anmeldung den formalen Anforderungen genügt und ob der Gegenstand der Anmeldung nach den 1 bis 5 patentfähig ist. Der Antrag kann von dem Patentsucher und jedem Dritten bis zum Ablauf von sieben Jahren nach Einreichung der Anmeldung gestellt werden. unabhängiger Antrag Amtsgebühr 350 (Recherche + Bescheid) Frage der Neuheit, der Erfinderischen Tätigkeit und der ausreichenden Offenbarung ist meist vorrangiger Prüfungsumfang Patentanwalt - Patentrecht - 62

Anmeldestrategie Patentanmeldung Erfindungsschutz Veröffentlichung Erteilungschancen Drittschutzrechte Patentschutz Erteilungsantrag Rechercheantrag Prüfungsantrag Patentanwalt - Patentrecht - 63 Einsicht in die Akten / Offenlegung der Anmeldung 31 PatG In die Akten von Patentanmeldungen steht die Einsicht jedermann frei, wenn 1. der Anmelder sich gegenüber dem Patentamt mit der Akteneinsicht einverstanden erklärt und den Erfinder benannt hat oder 2. seit dem Anmeldetag oder, sofern für die Anmeldung ein früherer Zeitpunkt als maßgebend in Anspruch genommen wird, seit diesem Zeitpunkt achtzehn Monate verstrichen sind... alle Anmeldungen werden in der ursprünglich eingereichten Fassung nach 18 Monaten veröffentlicht Patentanwalt - Patentrecht - 64

Prüfungsverfahren 45 PatG Prüfungsbescheide Genügt die Anmeldung den [formellen] Anforderungen nicht, so fordert die Prüfungsstelle den Anmelder auf, die Mängel innerhalb einer bestimmten Frist zu beseitigen. Kommt die Prüfungsstelle zu dem Ergebnis, dass eine nach den 1 bis 5 patentfähige Erfindung nicht vorliegt, so benachrichtigt sie den Patentsucher hiervon unter Angabe der Gründe und fordert ihn auf, sich innerhalb einer bestimmten Frist zu äußern. (verlängerbare) Frist regelmäßig 4 Monate Bescheidserwiderung mit Änderung der Patentansprüche, technische Argumentation, etc. Durchschnittliche Prüfungsdauer ca. 2 2 ½ Jahre Patentanwalt - Patentrecht - 65 Prüfungsbescheid Patentanwalt - Patentrecht - 66

Prüfungsbescheid Patentanwalt - Patentrecht - 67 Fristversäumnis Weiterbehandlung 123a PatG Ist nach Versäumung einer vom Patentamt bestimmten Frist die Patentanmeldung zurückgewiesen worden, so wird der Beschluss wirkungslos, ohne dass es seiner ausdrücklichen Aufhebung bedarf, wenn der Anmelder die Weiterbehandlung der Anmeldung beantragt und die versäumte Handlung nachholt. Der Antrag ist innerhalb einer Frist von einem Monat nach Zustellung der Entscheidung über die Zurückweisung der Patentanmeldung einzureichen. Die versäumte Handlung ist innerhalb dieser Frist nachzuholen. Weiterbehandlungsgebühr 100,-- z.b. bei Prüfungsbescheiden Patentanwalt - Patentrecht - 68

Teilung der Anmeldung 39 PatG Der Anmelder kann die Anmeldung jederzeit teilen. Für jede Teilanmeldung bleiben der Zeitpunkt der ursprünglichen Anmeldung und eine dafür in Anspruch genommene Priorität erhalten. Für die abgetrennte Anmeldung sind für die Zeit bis zur Teilung die gleichen Gebühren zu entrichten, die für die ursprüngliche Anmeldung zu entrichten waren. Zweck: weitergehende Gestaltungsfreiheit des Anmelders Motiv: schnelle Erteilung, getrennte Lizenzierung, Einwand der Uneinheitlichkeit, Anpassung an Wettbewerberprodukte Patentanwalt - Patentrecht - 69 Abschluss des Prüfungsverfahrens 48, 49 PatG Die Prüfungsstelle weist die Anmeldung zurück, wenn die gerügten Mängel nicht beseitigt werden oder wenn die Prüfung ergibt, dass eine nach den 1 bis 5 patentfähige Erfindung nicht vorliegt. Genügt die Anmeldung den Anforderungen und ist der Gegenstand der Anmeldung nach den 1 bis 5 patentfähig, so beschließt die Prüfungsstelle die Erteilung des Patents. Die Erteilung des Patents wird im Patentblatt veröffentlicht. Gleichzeitig wird die Patentschrift veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung im Patentblatt treten die gesetzlichen Wirkungen des Patents ein. Patentanwalt - Patentrecht - 70

Veröffentlichungen 1996 2000 Patentanwalt - Patentrecht - 71 Statistik des DPMA für 2011 Nationale und Internationale Anmeldungen mit Wirkung für die BRD Quelle: www.dpma.de Patentanwalt - Patentrecht - 72

Patentanmeldungen nach Bundesländern 2011 Quelle:www.dpma.de Patentanwalt - Patentrecht - 73 Jahresbericht des DPMA 2011 Quelle:www.dpma.de Patentanwalt - Patentrecht - 74

Jahresbericht des DPMA 2011 Aktivste Patentanmelder (Direktanmeldungen in 2011) Quelle:www.dpma.de Patentanwalt - Patentrecht - 75 Jahresbericht des DPMA 2011 Häufigste IPC-Klassen (Direktanmeldungen in 2011) Quelle:www.dpma.de Patentanwalt - Patentrecht - 76

Jahresbericht des DPMA 2011 Technologien im Fokus Quelle:www.dpma.de Patentanwalt - Patentrecht - 77 Das Einspruchsverfahren Patentanwalt - Patentrecht - 78

Einspruch 59 PatG Innerhalb von drei Monaten nach der Veröffentlichung der Erteilung kann jeder gegen das Patent Einspruch erheben. Der Einspruch ist schriftlich zu erklären und zu begründen. Er kann nur auf die Behauptung gestützt werden, dass einer der in 21 genannten Widerrufsgründe vorliege. Die Tatsachen, die den Einspruch rechtfertigen, sind im einzelnen anzugeben. Die Angaben müssen, soweit sie nicht schon in der Einspruchsschrift enthalten sind, bis zum Ablauf der Einspruchsfrist schriftlich nachgereicht werden. Patentanwalt - Patentrecht - 79 Einspruch 59 PatG Patentanwalt - Patentrecht - 80

Einspruchsgründe 21 PatG Das Patent wird widerrufen, wenn sich ergibt, dass 1. der Gegenstand des Patents nach den 1 bis 5 nicht patentfähig ist, 2. das Patent die Erfindung nicht so deutlich und vollständig offenbart, dass ein Fachmann sie ausführen kann, 3. der wesentliche Inhalt des Patents den Beschreibungen, Zeichnungen, Modellen, Gerätschaften oder Einrichtungen eines anderen oder einem von diesem angewendeten Verfahren ohne dessen Einwilligung entnommen worden ist (widerrechtliche Entnahme), 4. der Gegenstand des Patents über den Inhalt der Anmeldung in der Fassung hinausgeht, in der sie bei der für die Einreichung der Anmeldung zuständigen Behörde ursprünglich eingereicht worden ist. Patentanwalt - Patentrecht - 81 Formales Einspruch ist in deutscher Sprache einzureichen Einspruch per Fax oder via Internet ist möglich Einspruchsgebühr (aktuelle Amtsgebühr: 200,--) ist innerhalb der Einspruchsfrist zu zahlen umfassende Angaben zu den Tatsachen, auf die sich der Einspruch stützt Patentanwalt - Patentrecht - 82

Verfahrensablauf kontradiktorisches Verfahren (DPMA, Einsprechende, Patentinhaberin) schriftliches Verfahren, ggf. Anhörung/Beweisaufnahme => meist (verlängerbare) Erwiderungsfristen von 3 Monaten mündliche Verhandlung auf Antrag der Parteien Rücknahme des Einspruchs jederzeit möglich (DPMA ist entscheidet aber selbst, ob damit Verfahren beendet; 61 (1) PatG) Verfahrensdauer im Regelfall 2 3 Jahre Patentanwalt - Patentrecht - 83 Einspruchsende 61 PatG Die Patentabteilung entscheidet durch Beschluss, ob und in welchem Umfang das Patent aufrechterhalten oder widerrufen wird. Das Verfahren wird von Amts wegen ohne den Einsprechenden fortgesetzt, wenn der Einspruch zurückgenommen wird. Wird das Patent beschränkt aufrechterhalten, so ist die Patentschrift entsprechend zu ändern. Die Änderung der Patentschrift ist zu veröffentlichen. Patentanwalt - Patentrecht - 84

Kosten des Einspruchs 62 PatG In dem Beschluss kann die Patentabteilung nach billigem Ermessen bestimmen, inwieweit einem Beteiligten die durch eine Anhörung oder eine Beweisaufnahme verursachten Kosten zur Last fallen. Im Regelfall zahlt jede Partei ihre Kosten (ca. 6.000,-- bis 13.000,--) selbst Patentanwalt - Patentrecht - 85 Statistik des BPatG für 2009 Geschäftslage bei den Technischen Beschwerdesenaten- Einsprüche Einspruchsverfahren Bei Jahresbeginn anhängig gewesene Einspruchsverfahren Zugänge Erledigungen insgesamt Am Jahresschluss unerledigte Verfahren 1289 9 464 834 Patentanwalt - Patentrecht - 86

Jahresbericht des DPMA 2011 In nur 5 % der erteilten Patente wird Einspruch erhoben. Quelle:www.dpma.de Patentanwalt - Patentrecht - 87