Skill- Grademix im OPS??



Ähnliche Dokumente
2.1 An welchen Weiterbildungsmaßnahmen haben Sie bisher teilgenommen? Beurteilen Sie bitte rückblickend deren Relevanz für Ihr Tätigkeitsfeld?

wir können dem leben nicht mehr tage geben. aber wir können den tagen mehr leben geben.

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung

Was sind die Gründe, warum die Frau, der Mann, das Paar die Beratungsstelle aufsucht?

Herzlich Willkommen. Informationsveranstaltung Validierungsverfahren Produktionsmechaniker/in EFZ. 25. März 2014, ZBSL - Bern

Lernerfolge sichern - Ein wichtiger Beitrag zu mehr Motivation

Arbeitshilfe "Tipps für Gespräche mit Vorgesetzten und KollegInnen" Was gilt für mich?

«PERFEKTION IST NICHT DANN ERREICHT, WENN ES NICHTS MEHR HINZUZUFÜGEN GIBT, SONDERN DANN, WENN MAN NICHTS MEHR WEGLASSEN KANN.»

Ein wesentlicher Ausdruck von Unternehmertum. auch das Ungewöhnliche zu denken und es zu verwirklichen.

Trainingsplan 16-wöchiger Trainingsplan für einen Triathlon (Volkstriathlon), Einsteiger

Neomentum Coaching. Informationsbroschüre für Studienteilnehmer

Sanitär. Heizung. Flaschnerei.

Checkliste. zur Gesprächsvorbereitung Mitarbeitergespräch. Aktivität / Frage Handlungsbedarf erledigt

International verständliche Titel für. die höhere Berufsbildung

Leitbildentwicklung Einführung in Leitbildentwicklung und Prozessplanung

Organisation des Qualitätsmanagements

Gesundheitsförderliche Mitarbeitergespräche (smag) Quelle: GeFüGe-Projekt, bearbeitet durch Karsten Lessing, TBS NRW

Die 7 wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Einführung von Zielvereinbarungen und deren Ergebnissicherung

SHG INVEST DAS SOLLTEN SIE UNBEDINGT. lesen, bevor Sie selbst verkaufen...

Information zum Prüfungswesen Geprüfte(r) Logistikmeister(in) Handlungsspezifische Qualifikationen

Wenn Sie mit Ihrem Latein am Ende sind

Erfolg im Verkauf durch Persönlichkeit! Potenzialanalyse, Training & Entwicklung für Vertriebsmitarbeiter!

Überblick: Einführung und betriebliche Umsetzung der Weiterbildung zu Prozess- oder Applikationsexperten in der Produktionstechnologie

1. Schritte der Umsetzung im Alterszentrum Falkenstein: Fokus: Neue Rolle, neues Pflichtenheft. aus dem Nähkästli der Leiterin Betreuung und Pflege

Welches Übersetzungsbüro passt zu mir?

Lernaufgabe Industriekauffrau/Industriekaufmann Angebot und Auftrag: Arbeitsblatt I Auftragsbeschreibung

Richtlinien über das Betriebskonzept für Einrichtungen der Heimpflege für Kinder und Jugendliche

Partnerschaftsentwicklung für KMU

Informationssystemanalyse Problemstellung 2 1. Trotz aller Methoden, Techniken usw. zeigen Untersuchungen sehr negative Ergebnisse:

Nachholbildung für Detailhandelsfachleute Artikel 32 BBV

IT-SICHERHEIT IM UNTERNEHMEN Mehr Sicherheit für Ihre Entscheidung

Wege zur Patientensicherheit - Fragebogen zum Lernzielkatalog für Kompetenzen in der Patientensicherheit

Wie ist das Wissen von Jugendlichen über Verhütungsmethoden?

Beratung in der Gesundheitswirtschaft Management- und Organisationsberatung, die umsetzt, was sie verspricht

Anhang 2: Kursprogramm für die schulisch organisierte Grundbildung

Individuelle Lernbegleitung für Jugendliche. Ehrenamtliche geben ihre Kompetenzen weiter

Auswertung Fünfjahresüberprüfung

1. DAS PRAKTIKUM IM UNTERNEHMEN: ein Leitfaden.

Die richtigen Partner finden, Ressourcen finden und zusammenführen

Herzlich willkommen. zur Information Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz / für Kirchgemeinden

ChangeManagement. Vom IT-Spezialisten zum Führungsexperten

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren

The AuditFactory. Copyright by The AuditFactory

Projekt- Management. Landesverband der Mütterzentren NRW. oder warum Horst bei uns Helga heißt

SWOT Analyse zur Unterstützung des Projektmonitorings

Fit for Fair-Training. Unternehmensberatung. Mit Weitblick & System!

SGO Schweizerische Gesellschaft für Organisation und Management

Für Ausbilder. Tipps für die Unterstützung von Auszubildenden beim Einsatz von Leittexten. /

Tagesverantwortung in Langzeitinstitutionen

Was bedeutet Inklusion für Geschwisterkinder? Ein Meinungsbild. Irene von Drigalski Geschäftsführerin Novartis Stiftung FamilienBande.

Tag des Datenschutzes

Der -Online- Ausbilderkurs

Beispielfragen L4(3) Systemauditor nach AS/EN9100 (1st,2nd party)

UNTERNEHMENS-NACHFOLGE PL ANEN. Mit dem St. Galler Nachfolge-Prozess weitsichtig und frühzeitig planen

Energienetz Elbmarsch - Förderverein für eine Energiewende in der Elbmarsch

Leitfaden für ein Praktikum. Kreisverwaltung Schleswig-Flensburg

Motivationale Aspekte des gemeinsamen Lernens aus Sicht der Medizin- und Pflegestudierenden

Erfolgsfaktor MOTIVATION im IT-VERTRIEB

Privatinsolvenz anmelden oder vielleicht sogar vermeiden. Tipps und Hinweise für die Anmeldung der Privatinsolvenz

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Matrix42. Use Case - Sicherung und Rücksicherung persönlicher Einstellungen über Personal Backup. Version September

Sichere Anleitung Zertifikate / Schlüssel für Kunden der Sparkasse Germersheim-Kandel. Sichere . der

I. K. Hofmann GmbH Arbeits- und Gesundheitsschutz

D i e n s t v e r e i n b a r u n g über die Durchführung von Mitarbeiter/innen- Gesprächen

MAMMUT LIFT SERVICE TRAINING. Schulungsbroschüre. Auf diese Kraft ist Verlass.

Befähigte Person Wer ist das?

Workshop-Unterlagen Leitbildentwicklung

Elternzeit Was ist das?

Qualitätsmanagement-Handbuch. 1.7 Projektmanagement

LÖSUNGEN FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE KOMPETENZ-COACHING

BÜV-ZERT NORD-OST GMBH Zertifizierungsstelle für Managementsysteme der Baustoffindustrie

Die Zukunft der Zukunftsforschung im Deutschen Management: eine Delphi Studie

Vorsorge in der Schweiz Die Sicht der Lebensversicherer. Andreas Zingg Vorsitzender der Kommission für Soziale Fragen des SVV

Europass in Wiener Schulen

Konzentration auf das. Wesentliche.

Hermann-Hesse-Realschule Tuttlingen

FAQ. Zulassung/Studienbeginn/Aufbaustudium

Berufliche Tätigkeit als Erzieherin in Nordrhein- Westfalen: Anerkennung von Berufsabschlüssen am Beispiel Niederlande

Richtlinien der Osteopathie Schule Deutschland zur Abschlussarbeit für die Erlangung der Ausbildungsbezeichnung D.O.OSD.

STAATLICHE REGELSCHULE Carl August Musäus - ST Schöndorf Weimar

2.1 Präsentieren wozu eigentlich?

Erfahrungsaustausch und Rückblick Cross Mentoring Dr. Karl Straßer Mag. Kathrin Kühtreiber

Herzlich Willkommen zum Vortrag: Mitarbeiterführung und Ausbildung. für UNITEIS e.v. Andrea Mills M.A.

FIRMENSCHULUNGEN FÜR HOTELS UND RESTAURANTS

Kundenbegeisterung für KMU - Gewerbeverband BS. Katharina Büeler Touchpoint Manager SBB AG 3. September 2015

Probleme kann man nie mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Albert Einstein BERATUNG

Medizinische Praxiskoordinatorin Praxisleitende Richtung (eidg. FA) Modul Personalführung

I.O. BUSINESS. Checkliste Effektive Vorbereitung aktiver Telefonate

GPP Projekte gemeinsam zum Erfolg führen

Newsletter: Februar 2016

Bitte beantworten Sie die nachfolgenden Verständnisfragen. Was bedeutet Mediation für Sie?

[Customer Service by KCS.net] KEEPING CUSTOMERS SUCCESSFUL

Glaube an die Existenz von Regeln für Vergleiche und Kenntnis der Regeln

Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich in den Ausbildungsberufen Fachlagerist/Fachlageristin und Fachkraft für Lagerlogistik

Informationsbroschüre zum Praktikum Kosmetik

Fachnachmittag Sexuelle Grenzüberschreitung Impulse zum professionellen Umgang in der Kita Bürgerhaus Zähringen 16. Mai 2013

TÜV NORD Akademie Personenzertifizierung. Informationen zur Zertifizierung von Qualitätsfachpersonal

Transkript:

Iris Ludwig St.Alban-Rheinweg 84 4052 Basel Erziehungswissenschaftlerin, Pflegeberaterin MA Entwicklung, Schulung, Beratung Skill- Grademix im OPS?? Kongress : Zürich 5.April 2014 Iris Ludwig: Skill-Grademix im OPS? 1

Skill- Grademix und staffing Skillmix beschreibt die unterschiedlichen Berufserfahrungen und individuellen Fähigkeiten der Mitarbeitenden Grademix beschreibt die unterschiedlichen offiziellen Ausbildungen und Zusatzausbildungen (Nachdiplomstudien/Weiterbildungen) der Mitarbeitenden Safe staffing saves lives ( ICN 2006 )

Welche Fragen müssen gestellt werden: 1. Wie ist denn das bisherige Staffing? 2. Was macht die dipl.pflegefachfrau Operationsbereich / die dipl.fachfrau OT HF bisher? 3. Wozu braucht es dipl. Fachpersonal im OPS auf dem Tertiärniveau? 4. Wozu braucht es sie nicht? 5. Welchen Einfluss hat ein neuer Personalmix auf die PatientInnen? 6. Welchen Einfluss hat ein neuer Personalmix auf die Arbeitsorganisation? 7. Wie bewahren/entwickeln wir eine gute Qualität im OPS?

Organisation des Berufsbildungssystems! Tertiärstufe! Sekundarstufe II! Höhere Berufsbildung! Attest! Höhere Fachschulen! Eidg. Berufsund! höhere Fachprüfungen! Fachhochschulen! Berufsmaturität! Eidg. Fähigkeitszeugnis! 2 Jahre 3 oder 4 Jahre Berufliche Grundbildung! Betriebe, Berufsfachschulen, Lehrwerkstätten u.ä.! Obligatorische Schulzeit! Hochschulstufe! Praktikum! Universitäte n! und ETH! Gymnasiale Maturität! Allgemein bildende Schulen! Weiterbildun g!

Wesentliche Aspekte des Skill- Grademix 6

Die Bedeutung der Arbeitsprozesse/ Arbeitsaufgaben für den Mix 7

Titel: Präinterventionelles operatives Management Handlungsanlass: Ärztlich verordnete Untersuchungen, Therapien und Operationen erfordern auf den Patienten angepasste pflegerische Überwachung und die entsprechende Administration in den vorhandenen Unterlagen. Methodisches Vorgehen: präinterventionelle Verordnungen entgegen nehmen und durchführen Präinterventionelle Weisungen / Richtlinien der jeweiligen Fachgebiete umsetzten Patientenpfade anwenden Persönliche Vorbereitung des Patienten Daten sammeln und Dokumentation erstellen Kontrolle der Unterlagen auf Vollständigkeit Patiententransporte koordinieren Anforderungen, welche die Arbeitsaufgabe an die ausführende Berufsperson stellt (siehe Leitfaden Interview) a) Fertigkeiten: manuelles Geschick und Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten professionelle Fachsprache und dem Patienten angepasste Sprache Entscheidungen treffen (ZB.) und nichtvorhersehbare Ereignisse managen Fähigkeit zur professionellen interdisziplinären Zusammenarbeit Fähigkeit situationsgerecht kommunizieren können effiziente Arbeitsorganisation garantieren b) Kenntnisse: Kenntnisse über die geplante Intervention und deren Komplikationen kennen und Einhalten der vorhandenen Weisungen, Richtlinien und Nachschlagewerke administrative Kenntnisse, PC Kenntnisse Kenntnisse der Normwerte und Interpretation der Abweichungen Erfahrungswissen um in Ausnahmesituationen richtige Prioritäten setzen zu können Kenntnisse über hausinterne organisatorische Abläufe Erfahrungswissen um in Ausnahmesituationen richtige Prioritäten setzen zu können Sicherheitsmassnahmen für den Patienten kennen und beachten c) Haltung: Sorgfalt bei Ausführung von..und Dokumentation sich der Wichtigkeit der präinterventionellen Betreuung bewusst sein Bedürfnisse und Anliegen der Patienten berücksichtigen und respektieren. Ggf. Gespräche vermitteln Wertschätzendes und professionelles Verhalten bei der interdisziplinären Zusammenarbeit zeigen Projekt OPS Organigramm 8

Dipl.Fachperson OP Lagerungsmanagerin PAs 8) Administratives logistisches Management sicherstellen 60% Delegiertee Tätigkeiten 30% 10% 9) Präinterventionelles operatives Management 50% 50% 10) 80% Ausführung 20% 11 33% 33% 33% 12) Einführung und Begleitung von Studierenden, Lernenden und neuen Mitarbeitenden 60% Funktionsgerechter Einbezug 30% Funktionsgerechter Einbezug 10%

Delegationskriterien Station oder Pflegesituation Niveaus: geringe, mittlere, hohe 1. Komplexität 2. Stabilität 3. Verletzungsgefahr (Risiko) 4. Neueinschätzung 5. Erfahrung nicht Diplomierte 6. Kompetenz nicht Diplomierte 7. Erfahrung Diplomierte

Was bedeutet die Auseinandersetzung mit dem Skill- Grademix? Fachentwicklung- Entwicklung c. Arbeitsorganisation Personal- Entwicklung Team- Entwicklung a. Kompetenzund Stellenprofil b. Skill- und Grademix

Alter Neuer Skill- und Grademix Alter Mix 1. Systemerhaltung bewährte Erfahrung als Argumentation ungeachtet des Auftrags und Patientenbedarfs 2. Zufallsprinzip keine Sachlogik keine Systematik 3. abgestützt auf Tätigkeiten 4. Additives Konzept 5. Eklektisches Konzept Neuer Mix 1. Neuer Zeitgeist 2. Berufsfeldgedanke 3. Gesundheitsökonomie 4. Berufsverständnis 5. Aufgaben/Arbeitsprozesse 6. Kompetenzen 7. Fachverantwortung 8. Fachgeleitete Delegation Skill- Grademix ist mehr als plötzlich FAGEs im OPS

Voraussetzungen Leitung OPS begrüsst Skill- Grademix als Entwicklungsprozess Führung dieses Entwicklungsprozess durch das Kader Induktive Herangehensweise wird begrüsst Resultat ist nicht in erster Linie quantitativ, und ökonomischer sondern insbesondere qualitativ

Stolpersteine Change macht Angst Zu wenig wissen/ verstehen, wohin es geht Zu wenig Unterstützung vor Ort Keine Möglichkeit der Umsetzung Keine Lust (da bisher keine Notwendigkeit) etwas zu ändern Zu unklare Aufträge Zu schnelles Voranschreiten Keine Vorstellung vom eigenen Platz im neuen Gebilde Fehlendes Vertrauen

In den Projekten zum Grade- und Skillmix geht es um Fachentwicklung sowie, Bildungs- und Führungsarbeit, die nur gelingt, wenn das Fachkader diese Entwicklung auch aktiv angehen möchte! Danke für Ihre Aufmerksamkeit

Text%zu%den%Folien% Skill0Grademix%im%OPS??% Einleitung% Sehr"geehrte"Damen"und"Herren,"weshalb"die"2"Fragezeichen"hinter"der"Frage"«Skill<" Grademix"im"OPS?»""Ist"es"denn"nicht"Augenwischerei"zu"behaupten,"es"gäbe"gar"keinen" Personalmix"im"OPS?""Oder"müssen"wir"die"Begründung"für"die"2"Fragezeichen"wo"anders" suchen?"eine"klare"definition"des"begriffs"tut"not:" Da"der"Begriff"des"Skill<"Grademix"in"aller"Pflegenden<"Munde"ist,"möchte"ich"Ihnen"die" dazugehörige"bedeutung"näher"bringen:"" Skillmix,"die"Fähigkeiten"von"Mitarbeitenden"und"Grademix"die"offiziellen"Ausbildungen"von" Mitarbeitenden."Zudem"hat"der"Begriff"des"Staffing,"der"Zusammensetzung"eines"Teams" durch"das"letztjährige"motto"des"icn<"kongresses"besondere"brisanz"erhalten:"studien,"der" Pflegewissenschaftlerinnen"wie"diese"von"Aiken"aber"auch"früher"schon"von"Norberg,"weisen" auf"das"weltweite"problem"in"der"pflege"hin,"dass"die"pflegearbeit<""aus"ökonomischen"und" aus"gründen"erschwerter"rekrutierung"<"unqualifiziertem"personal"überlassen"werden" könnte,"was"eindeutig"die"mortalitätsrate"ansteigen"lässt."in"der"schweiz"versucht"man" dieser"bedrohung"damit"zu"begegnen,"dass"man"den"pflegeberuf"auf"der"tertiären" Bildungsstufe"ansiedelt"und"zudem"den"Absolventinnen"der"HF"akademisches"Fachpersonal" auf"stufe"bachelor"und"master"zur"seite"stellt."und"wie"ist"es"nun"im"ops?"haben"wir"alle" Fragen,"die"gestellt"werden"müssen"schon"beantwortet,"oder"haben"wir"die"richtigen"Fragen" überhaupt"gestellt?" Wesentliche%Fragen%zum%Personalmix% 1. Wie"ist"denn"das"bisherige"Staffing?" 2. Was"macht"die"dipl."Pflegefachfrau"Operationsbereich"/"die"dipl."Fachfrau"OT"HF" bisher?" 3. Wozu"braucht"es"dipl."Fachpersonal"im"OPS"auf"dem"Tertiärniveau?" 4. Wozu"braucht"es"sie"nicht?"" 5. Welchen"Einfluss"hat"ein"neuer"Personalmix"auf"die"PatientInnen?" 6. Welchen"Einfluss"hat"ein"neuer"Personalmix"auf"die"Arbeitsorganisation?" 7. Welche"Qualität"wollen"wir"im"Ops"und"wie"bewahren/entwickeln"wir"sie?% Die%Schweizerische%Bildungssystematik%und%das%Berufsfeld%Pflege% Natürlich"hat"der"Skill<"Grademix"auch"etwas"mit"der"Bildungslandschaft"der"Pflege"zu"tun."So" hat"die,"von"vielen"berufsangehörigen"begrüsste"ablösung"vom"100"jährigen"patronat"des" SRK"auch"die"Konsequenz,"dass"das"bewährte"und"auch"im"Ausland"gelobte"Bildungssystem" der"schweiz"die"pflege"zu"einem"berufsfeld"pflege"und"betreuung"und" "und"zudem"<"für"sie" ganz"besonders<""dem"bereich"mtt"macht<"dies"im"sinne"einer"branche"oder"einem" Berufsfeld,"welches"verschiedene"Berufsniveaus"und"Berufsbereiche"miteinschliesst." " 1"

Pflege"ist"längst"zu"einem"Berufsfeld"geworden,"analog"der"Gastronomie"oder"der"Technik" mit"diverse"berufen"und"berufsniveaus."es"ist"keine"rede"mehr"davon,"dass"hier"eine" Krankenschwester "und"ergänzend"einige"hilfsberufsleute"die"pflege"leisten."" War"es"früher"eher"selbstverständlich,"dass"eine"spezialisierte"Krankenschwester"im"OPS" durch"eine"ebensolche"ersetzt"wurde,"ist"dies"heute"weniger"selbstverständlich<" ökonomische"überlegungen"aber"oft"auch"unwissen"oder"ratlosigkeit,"welche"fachpersonen" für"welche"arbeit"eingesetzt"werden"müssen,"prägen"diese"entscheidungen." Gerade"im"OPS,"wo"sogar"der"Pflegebereich"und"der"MTT" Bereich"gemeinsam"arbeiten" müssen,"gilt"es"einige"wichtige"konzepte"aufzuführen,"welche"für"einen"qualitativ" hochstehenden"und"nicht"auf"zufall"beruhenden"mix"entscheidend"sind."die" Bildungssystematik"ist"hilfreich"und"durchlässig,"aber"sie"liefert"uns"kein"Handbuch,"wie"wir" den"mix"angehen"sollen." Arbeitsaufgaben%und%Delegation% Natürlich"wäre"es"vermessen"zu"behaupten,"dass"man"sich"früher"gar"keine"Gedanken"zum" Mix"gemacht"hätte."Systemerhaltung,"Tätigkeiten"delegieren,"oft"aber"auch" alle"machen" alles "war"durchaus"ein"viel"anzutreffendes"muster"und"nicht"zu"vergessen<"das"eklektische" Verfahren<"ein"Bisschen"von"dem ein"wenig"von" " Eine"grosse"Gefahr"ist"dabei"das"Fraktionieren"der"Facharbeit:"das"Konzept"der"beruflichen" Arbeitsaufgaben"nach"Prof."Felix"Rauner,"dem"Bremer"Arbeitspsychologen,"der"einigen"von" Ihnen"sicher"bekannt"ist,"versuch"ein"anderes"Licht"auf"die"Facharbeit"zu"werfen."Aber"die" Arbeitsaufgaben"zeigen"auch"durchaus"auf,"wo"ein"Potential"für"Delegation"besteht." Delegation"ist"deshalb"ein"sehr"bedeutendes"Konzept"für"das"Gelingen"eines"Skill<"Grademix." Sie"muss"jedoch"erlernt"sein"und"folgt"unerlässlichen"Regeln." Würde"man"bei"den"Tätigkeiten,"den"einzelnen"Handgriffen"bleiben,"erscheint"beispielsweise" die"lagerung"eines"jungen"sportlichen"patienten"vor"einem"leisten<"hernienops"als""einfach." Einfach,"weil"sie"durch"entsprechendes"Training"vermittelt"werden"kann.%Nun"fragt"es"sich," ob"man"sagen"kann,"dass"die"aufgabe"des"lagerns"weniger"anspruchsvoll"ist"als"diejenige"des% Schangelns?" Die"Frage"ist"so"falsch"gestellt,"denn"es"ist"unbestritten,"dass"beide"Aufgabengebiete"der" Ausbildung"bedürfen."Es"ist"höchstens"die"Frage,"ob"nicht"in"beiden"Aufgabenfeldern,"die" Pflegesituationen"dafür"bestimmend"sind,"ob"eher"eine"tertiärgebildete"oder"eine" sekundärgebildete"fachperson"die"aufgabe"erfüllt." Die%Sekundarstufe%II%in%der%Operationspflege% Im"Wissen,"dass"der"Skill<"Grademix"im"OPS" "auch"auf"der"sekundarstufe"ii"<"in"jedem"kanton" und"in"jeder"institution"anders"aussieht,"möchte"ich"ihnen"zum"schluss"noch"ein"konkretes"" interinstitutionelles"skill<"grademix<"projekt",""das"noch"in"den"abklärungen"und"in"den" Anfängen"steckt,"näherbringen"und"dies<"da"ich"als"Expertin"für"Skill<"Grademix"beratend"das" Projekt"begleiten"soll<"sofern"es" "und"davon"bin"ich"überzeugt<"den"kinderschuhstatus"in" den"nächsten"wochen"verlassen"wird." "Ausgehend"vom"bereits"einmal"durchgeführten"Kurs"der"Lagerungspflege"an"der"Abteilung" Operationspflege"im"Weiterbildungsbereich"des"BZ"Bern,"und"den"diversen"Anstrengungen" " 2"

der"vereinigung"für"leitendes"op<personal"<"lops"in"den"letzten"jahren"und"monaten"zur" Optimierung"der"Operationspflege"und"zur"Klärung"der"Kompetenzen"des"entsprechenden" Fachpersonals,"soll""dessen"Curriculum"im"Hinblick"auf"ein"neues"Berufsprofil"für"die"Praxis" der"operationspflege"überdacht"und"damit"neue"grundlagen"für"seine"implementierung" gelegt"werden."die"dafür"nötigen"kompetenzen"werden"durch"die"lops"<in"enger" Zusammenarbeit"mit"dem"OPS"Management<""definiert."Die"Projekt<"Zusammenarbeit"wird" aber"auch""die"überregionalen"und"überkantonalen"bisherigen"praxispartner"des"aktuellen" Kurses"zur"Lagerungspflege"einschliessen." ""Ein"erster"Lehrgang"soll""im"Herbst"2014"an"der"Abteilung"für"Operationspflege"des" Weiterbildungsbereichs"am"BZ"Pflege"Bern"angeboten"werden"können."Er"richtet"sich"an" spritzige<"vielleicht"oft"junge<""berufspersonen,""die"einen"medizinfachlichen"hintergrund,"zb."" eine"ausbildung"zur"fage"""oder"zur"mpa s""mitbringen." Damit"haben"wir"das"Down<Grading"angeschaut."Da"wir"aber"genau"wissen,"dass" Pflegesituationen"immer"komplexer"und"spezialisierter,"Ansprüche"an"die"Arbeit"im"OPs" immer"höher"gestellt"werden"und"zudem"evidenzbasiertes"arbeiten"gefordert"wird,"muss"der" Personalmix""auch"Fachexpertise"bereitstellen."Nebst"dem"Down<"Grading"gilt"es"deshalb"das" UP<"Grading""genau"so"zu"fokussieren:"im"nachfolgenden"Beitrag"wird"der"Aspekt"der" Fachexpertin"OP<Bereich,"deren"HFP"in"Erarbeitung"ist,"dargelegt." "Der"Personalmix"erfordert"das"Entwickeln"eines"Organisationsmodells,"das"mittels" Fachentwicklung,"Teamentwicklung"und"Personalentwicklung""aller"Beteiligten"ermöglicht" wird"und"das"die"im"ops"geforderte"präzision"sicherstellt,"den"patienten"ins"zentrum"rückt" und"für"alle"berufsgruppen"attraktive,"kompetenzgerechte"arbeitspakete"bereitstellt,"die" Akzente"und"Profile"in"die"Facharbeit"bringen." Zusammenfassung:%alte%Zöpfe%abschneiden% Skill<"Grademix"im"OPS"kann"nur"gelingen,"wenn"gewisse"alte"Zöpfe"abgeschnitten"werden:" lassen"sie"mich"einige"von"ihnen"benennen:"" % % % 1. «schangeln»"ist"einfach,"weil"es"zu"trainierende""zudienarbeit"ist"und"eine"geringe" kognitive"leistung"erfordert."lagern"ist"einfach,"weil"sie"einfache"tätigkeiten" beinhaltet,"die"durch"training"jedem"vermittelt"werden"können" 2. Die"Vorbereitung"an"der"Schleuse"ist"uninteressant;"um"den"Ängsten"der"Patientinnen" und"patienten"zu"begegnen"reicht"unausgebildetes"oder"kaum"ausgebildetes"personal" 3. Delegieren"kann"jeder:"man"muss"einfach"ungeliebtes"und"wenig"Anspruchsvolles"an" kaum"ausgebildetes"personal"abgeben" 4. Der"OPS"verdient"in"Zukunft"kein"höherqualifiziertes"Personal:"Automatisierung"und" moderne"operationstechnik"lassen"die"arbeit"zu"repetitiven"tätigkeiten"verkommen" 5. Skill<"Grademix"ist"lediglich<"und"dies"auch"im"OPS<""Down<Grading" " 3"

Quellen% " " Aiken,"L."H.,"Clarke,"S."P.,"Cheung,"R."B.,"Sloane,"D."M.,"&"Silber,"J."H."(2003)." Educational"Levels"of"Hospital"Nurses"and"Surgical"Patient"Mortality."American) Journal)of)Nursing,)290(12),"1617<1623."" Buchan,"J."(1999)."Still"attractive"after"all"these"years?"Magnet"hospitals"in"a"changing" health"care"enviroment."journal)of)advanced)nursing,)30(1),"100<108." Hoogeveen,"H."(2002)."Competent"gekwalificiceerd?"Cometenties"als"concept"voor" optimale"aansluiting"onderwijs<arbeitsmarkt."onderwijs)en)gezondheitdszorg,)26(4)," 3<8." ICN"(2006).Save"staffing"saves"lives" Horlacher,"K.,"Ludwig.I.,"Mathis<Jäggi,"F.(2009)"Ein"Umdenken"in"der"Pflege,"in" Zeitschrift"Care"Management,"2/3"Spectrum"S.43<45" Ludwig.I.,Schaefer.M."(2004)."Kompetenzen<"Zuschreibung"entsprechend"den" Qualifikationsniveaus"der"Bildungssystematik"im"Bereich"Pflege"und"Betreuung." BBT/WE'G"" Ludwig.I.,"Auf"den"Mix""kommt"es"an,"Schwerpunkt"Bildung,"in"Zeitschrift"Care" Management,"1,"2008"S."19<21" www.oda<"gesudheit.ch"(2007)" Der"richtige"Mix"bringts! " Rauner,"Felix(Ed).Handbuch)Berufsbildungsforschung.Bielefeld:)W."Bertelsmamm" Verlag"2005"828"S." " 4"