ADAC Zurich 24h-Rennen: Highlights aus der Starterliste Den Namen kenn ich doch... war das nicht der... das Durchsehen der Starterliste des 24h-Rennens gleicht zuweilen einem Gedächtnistraining. Im Folgenden sind daher einige Highlights aus den fast rund 700 Piloten im Rennen aufgelistet. Wobei klar ist, dass die Auswahl immer ungerecht und subjektiv ist: Wer auch immer diesen Klassiker in Angriff nimmt hat eine bemerkenswerte Leistung vollbracht. #1 Timo Bernhard Der 28-jährige Timo Bernhard geht auch in diesem Jahr im Manthey-Porsche an den Start. Der geborene Homburger strebt 2009 seinen vierten Gesamtsieg in Folge an. In diesem Jahr bestritt Bernhard bereits die 24 Stunden von Daytona und erreichte Rang sechs. Zwei Mal entschied der Porsche-Werkspilot die American Le Mans Series für sich und gewann 2008 das 24h-Rennen in Sebring. #1 Romain Dumas In den beiden vergangenen Jahren war der Franzose in der American Le Mans Series für Porsche unterwegs und sicherte sich mit Teamkollege Timo Bernhard jeweils den Gesamtsieg. Der 31-Jährige gewann 2008 das 24h-Rennen auf dem Nürburgring und will nun diesen Erfolg mit dem Manthey-Team wiederholen. Dumas, der seine Karriere im Kart begann, startete auch schon bei den 24 Stunden von Le Mans und Daytona und absolvierte 2002 einen Formel-1-Test für Renault. #15 Hiromu Naruse Vor dem unauffälligen und freundlich lächelnden Japaner im Gazoo-Team darf man getrost den Hut ziehen, denn er schrieb seit den 60er Jahren einen Teil der Automobilgeschichte. Als Chef-Testfahrer von Toyota beeinflusste er die Entwicklung aller sportlichen Straßenmodelle vom 2000GT (1967) bis zum MR-S (1999). In den Gründertagen von Toyota Motorsport beeinflusste er das Projekt maßgeblich und gilt zudem als der Japaner mit den meisten Kilometern auf der Nürburgring-Nordschleife.
#17 und #39 Kurt Thiim Der ehemalige DTM-Pilot Kurt Thiim gewann 1984 die Deutsche Formel-3-Meisterschaft. 1986 stieg der Däne auf Tourenwagen um. Von 1989 bis 1996 war er für Mercedes in der DTM unterwegs. In den vergangenen Jahren absolvierte der 49-Jährige diverse Einsätze im Tourenwagen, unter anderem in der Dänischen Tourenwagen-Meisterschaft und der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. #18 Uwe Alzen Der Touren- und Sportwagenpilot bestritt erste Auto-Slaloms, nachdem er seinen Führerschein hatte. 1990 startete der 41-Jährige zum ersten Mal beim Langstreckenpokal Nürburgring auf Porsche. In der DTM fuhr Alzen für Mercedes und Opel. 2004 fuhr der gelernte Kfz-Mechaniker drei Siege in der FIA-GT-Meisterschaft ein. In den vergangenen Jahren stand Alzen im Porsche Supercup und Carrera Cup regelmäßig auf dem Podium. # Franz Engstler Der 47-Jährige begann 1982 seine Karriere mit Siegen bei diversen Rundstreckenrennen und in der Berg-EM. Es folgten Starts in der Formel 3, bevor Engstler 1990 seinen ersten BMW-Werkseinsatz in der DTM absolvierte. 1994 bis 1999 startete er in der STW für Alfa Romeo, bis 2004 war der Automobil-Kaufmann in der DTC und DPM im BMW unterwegs. Engstler wurde 2007 Meister der ADAC Pro Car Serie und startet in diesem Jahr in der Tourenwagen-WM. #28 Peter Dumbreck Peter Dumbreck wurde vor allem durch seinen spektakulären Unfall 1999 in Le Mans bekannt. Als Fahrer in der Werksmannschaft von Mercedes-Benz bekam sein Fahrzeug auf der Ligne Droite des Hunaudières Unterluft und hob ab. Dumbreck landete nach einem Überschlag auf allen vier Rädern im angrenzenden Wald und blieb unverletzt. Von 2000 bis 2002 fuhr er für Mercedes-Benz in der DTM, 2003 und 2004 für Opel. Er holte eine der Pole-Position und einen Sieg. Seit 2004 fährt er in der japanischen GT-Meisterschaft. #40 Hermann Tilke Der 54-Jährige hat sich mit zahlreichen Formel-1-Projekten weltweit einen Namen als Rennstreckenarchitekt gemacht. Aus seiner Feder stammen unter anderem die Retorten- Rennstrecken in Bahrain und Shanghai. Auch am Nürburgring hat Tilke in den vergangenen Jahren zahlreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt. Seit den 1980er Jahren nimmt Tilke an Autorennen teil und konnte zusammen mit Dirk Adorf einige Läufer in der Langstreckenmeisterschaft gewinnen.
#60 Jörg Müller Klassischer motorsportlicher Werdegang: Nach dem Kartsport wechselte Jörg Müller in den Formelsport. Er wurde Formel-Ford-Europameister, gewann die Opel-Lotus, die deutsche Formel-3-Meisterschaft und siegte bei den prestigeträchtigen Formel-3-Rennen in Monaco und Macau. Danach wechselte der heute 39-Jährige zu den Tourenwagen. Müller wurde GT-Champion in der ALMS und gewann Langstreckenrennen in Spa-Francorchamps, Daytona, Sebring und 2004 das 24h-Rennen am Nürburgring. #60 Andy Priaulx Ein Virtuose am Steuer: 2005, 2006 und 2007 konnte der Brite souverän den Titel in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft gewinnen. 2005 gewann er zusammen mit Pedro Lamy Boris Said und Duncan Huisman im BMW M3 GTR das 24h-Rennen am Nürburgring. Im gleichen Jahr heuerte ihn das BMW Williams F1-Team als Testfahrer an. #66 Jörg van Ommen Der 46-Jährige startete von 1984 bis 1996 in der DTM und fuhr als Mercedes-Werksfahrer fünf Siege ein. Heute geht der Rennfahrer aus Moers in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring an den Start und unterstützte Fernseh-Moderator Tim Schrick für eine TV-Doku als Experte beim Umbau eines gewöhnlichen Aston Martin V8 Vantage zum Rennwagen. #77 Claudia Hürtgen Wie schon im Vorjahr pilotiert die 37-Jährige beim diesjährigen 24h-Rennen einen BMW Z4 M Coupe für Schubert Motorsport. Vor zwei Jahren sicherte sie sich den Klassensieg und Gesamtrang fünf im Z4. 1997 gewann die Aachenerin die 24 Stunden von Daytona auf Porsche. In ihrer Karriere gelangen ihr bereits Gesamtsiege in der Deutschen-Tourenwagen- Challenge sowie in der Deutschen-Produktionswagen-Meisterschaft. 2005 wurde sie außerdem Meisterin der Langstreckenmeisterschaft. #77 Augusto Farfus In der aktuellen Saison startet der Brasilianer für BMW in der Tourenwagen-WM. Nach der Saison 2006 wechselte Farfus von Alfa Romeo zum deutschen Hersteller. Bereits im Alter von acht Jahren begann der heute 25-Jährige seine Motorsport-Karriere. Nach 2008 ist er auch bei der diesjährigen Auflage des 24h-Rennens auf dem Nürburgring für Schubert Motorsport im BMW Z4 M Coupe am Start.
#89 Uwe Nittel Der 39-jährige Uwe Nittel betreibt seit 1988 Motorsport. Drei Jahre später belegte der Rallye-Fahrer den ersten Platz des ADAC Rallye Junior Cup. Außerdem hat er diverse DRM-Starts und Klassensiege zu verbuchen. In der Rallye-Weltmeisterschaft war der Baden-Württemberger als Werksfahrer für Mitsubishi aktiv und wurde 1996 Vize-Weltmeister der Gruppe N. 2008 feierte er sein Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft, als er auf Mitsubishi Lancer Evo IX an den Start ging. Heute besitzt Nittel eine eigene Rallyeschule. #97 / #98 / # 99 / #100: Audi Das Audi-Aufgebot beim 24h-Rennen würde eigentlich eine eigene Meldung verdienen zu viele Meistertitel und Erfolge vereinen die 14 Piloten auf sich. Insgesamt 27 Siege bei verschiedenen 24-Stunden-Rennen haben neun Piloten eingefahren. Deshalb an dieser Stelle nur die allerwichtigsten Erfolge im Stenogramm: Christian Abt (42 Jahre alt, wohnt in Kempten): 1. Platz STW-Meisterschaft (1999)... Jean-Francois Hemroulle (39, Sorion / Belgien): 1. Platz Belcar (1998 und 1999), 1. Platz 24 Stunden Zolder (1999), 1. Platz BTCS (2003)... Pierre Kaffer (32, Salenstein / Schweiz): Siege 12 Stunden Sebring, 1000km Nürburgring und Silverstone (2004)... Lucas Luhr (29, Ermatingen / CH): 1. Platz Porsche Carrera Cup (1999), Klassensieg 24 Stunden Le Mans (2003), 1. Platz N-GT-Klasse FIA GT (2004), 1. Platz 24h Nürburgring (2006), 1. Platz ALMS (2008)... Hans-Joachim Stuck (57, Ellmau / A): 1. Platz 24h Nürburgring (1970, 1998, 2004), Formel 1 (1977 1979), 1. Platz 24 Stunden Daytona (1981), 1. Platz Sportwagen-WM (1985), 1. Platz 24 Stunden von Le Mans (1986, 1987), 1. Platz 12 Stunden Sebring (1986, 1988, 1993), 1. Platz DTM (1990) Frank Biela (44, Monaco): 1. Platz DTM (1991), 1. Platz Französische Tourenwagen- Meisterschaft (1993), 1. Platz Tourenwagen-Weltcup (1995), 1. Platz britische Tourenwagen-Meisterschaft (1996), 1. Platz 24 Stunden von Le Mans (200, 2001, 2002, 2006, 2007), 1. Platz ALMS (2003, 2005) Emanuele Pirro (47, Monaco): Formel 1 (1989-1991), 1. Platz 24h Nürburgring (1989), 1. Platz Italienische Tourenwagen-Meisterschaft (1994, 1995), 1. Platz STW-Cup (1996), 1. Platz 24 Stunden von Le Mans (2000, 2001, 2002, 2006, 2007), 1. Platz ALMS (2001, 2005)... Marc Basseng (30, Leutenbach): Klassensiege 24 Stunden Daytona (2007) und 24 Stunden Spa-Francorchamps (2008) Marcel Fässler (32, Gross / Schweiz): 1. Platz 24 Stunden Spa-Francorchamps (2007), 1. Platz International GT Imola (2009) Mike Rockenfeller (25, Altnau / Schweiz): 1. Platz Porsche Carrera Cup (2004), Klassensieg 24 Stunden Le Mans und 24h Stunden Spa-
Francorchamps (2005), 1. Platz GT2-Klasse FIA-GT-Meisterschaft, 1. Platz 24h Nürburgring (2006), 1. Platz LMS (2008) Frank Stippler (34, Bad Münstereifel): 1. Platz Porsche Carrera Cup und Porsche Supercup (2003) Timo Scheider (30, Lochau / Österreich): 1. Platz 24 Stunden Spa-Francorchamps (2005), Klassensieg 24h Nürburgring (2005), 1. Platz DTM (2008)... Marco Werner (43, Ermatingen / CH): Klassensiege 24h Nürburgring (1993, 1996), 1. Platz 24 Stunden Daytona (1995), 1. Platz ALMS (2003, 2004), 1. Platz 12 Stunden Sebring (2003, 2005, 2007), 1. Platz 24 stunden Le Mans (2005, 2006, 2007), 1. Platz ALMS (2008)... Matthias Ekström (30, Salenstein / CH): 1. Platz Schwedische Tourenwagen-Meisterschaft (1999), 1. Platz DTM (2004, 2007), 1. Platz Race of Champions (2006, 2007) #115 Vanina Ickx Vanina Ickx ist mehr als nur die Tochter des zweimaligen Formel-1-Vizeweltmeisters und sechsfachen Le-Mans-Siegers Jacky Ickx. Die 1975 in Brüssel geborene Belgierin hat im Motorsport ihren eigenen Weg beschritten. Egal ob in der DTM, bei der Rallye-Paris-Dakar oder in unterschiedlichen Sportwagenserien überall hat die charmante junge Dame ihre Spuren hinterlassen. In der Le Mans Endurance Serie verpasste Ickx in der Saison 2005 den Titel im Dallara LMP1 des Teams von Martin Short nur knapp. #116 Cong Fu Cheng Viel Erfahrung in Tourenwagen hat der einzige Chinese im bunt gemischten Starterfeld noch nicht. Cheng kommt aus dem Formelsport, ist bereits im ATS Formel-3-Cup angetreten und geht in dieser Saison mit Volkswagen-Power in der Formel 3 Euro Serie an den Start. Zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen hat der Chinese Rennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring bestritten. #117 Carlos Sainz Carlos Sainz wurde 1990 und 1992 Rallye-Weltmeister und schaffte es in seiner Karriere 97 Mal aufs Podium. Insgesamt feierte der Spanier Siege in der Weltmeisterschaft. Nach seinem Rücktritt aus der WRC bestritt der 47-Jährige für Volkswagen vier Mal die Rallye Dakar. In diesem Jahr ist El Matador bereits zum zweiten Mal beim 24h-Rennen am Start. Sein Debüt beim 24h-Klassiker am Ring feierte er im vergangenen Jahr auf einem Scirocco.
#120 Volker Strycek Dem Mann aus dem nordhessischen Dehrn ging in vielen Jahren Deutscher Sport- und Tourenwagen-Meisterschaft nicht nur ein glänzender Ruf als Opel-Sportchef voraus. Viele Fans der Rüsselsheimer waren nicht von ungefähr der Meinung, dass der beste Fahrer der Marke mit dem Blitz eigentlich hinter dem Kommandostand saß. Strycek galt und gilt nie als reiner Motorsport-Werksmanager, sondern in erster Linie als Pilot, der Teamleitungs- Aufgaben wahrgenommen hat. Deshalb nutzt er auch jede sich bietende Möglichkeit, sein Können auf der Rundstrecke so wie in diesem Jahr im Opel Manta unter Beweis zu stellen. #147 Jan Ullrich Der ehemalige Radprofi absolvierte im Februar dieses Jahres einen DMSB-Lizenzlehrgang, um als Motorsportler beim härtesten Langstreckenrennen der Welt an den Start zu gehen. Auf dem Rennrad zählt der gebürtige Rostocker mit seinen zahlreichen Erfolgen zu den besten Radprofis der Welt. Er gewann 1997 als erster und bisher einziger Deutscher die Tour de France und fuhr beim längsten und härtesten Radrennen der Welt in der Gesamtwertung insgesamt sieben Mal auf das Siegerpodium. Nun sammelte er Nordschleifen- Erfahrungen in der VLN, wo er 2009 auf Anhieb mit zwei Klassensiegen glänzen konnte. #147 Mike Kluge Der 46-jährige Berliner gilt als Ästhet auf dem Rennrad und Mountainbike. Als zweifacher Weltmeister bei den Amateuren wechselte er 1988 ins Profilager und löste sein Idol Klaus- Peter Thaler ab: Über einen Zeitraum von fünf Jahren beherrschte Mike Kluge die Disziplin Querfeldein auf nationaler und internationaler Ebene beinahe nach Belieben. 1990 sicherte er sich den Gesamtsieg im MTB-Weltcup. #186 Uwe Reich Der Solinger Steuerberater ging bei allen Auflagen des 24h-Rennens an den Start und ist damit alleiniger Rekordhalter.