Seniorengenossenschaft Riedlingen e.v.



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Pflege 29,34 47,15 68,54 90,76 103,35. Ausbildungsumlage 3,69 3,69 3,69 3,69 3,69. Zwischensumme 33,03 50,84 72,23 94,45 107,04

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Transkript:

Seniorengenossenschaft Riedlingen e.v. Ausgezeichnet mit dem Zukunftspreis 2004

Zukunftsicherung Wir stehen vor großen Herausforderungen Bevölkerungsentwicklung Versorgungssicherheit Finanzierung

Situation Es gibt immer mehr ältere und stetig weniger junge Menschen Immer weniger zahlen in die sozialen Sicherungssysteme ein.

% 35 Jugendliche und Rentner im Vergleich 1950-2050 Jungendliche < 20 Rentner ab 65 30 25 20 15 10 5 0 1950 2000 2010 2020 2030 2040 2050 Jahr

2006 2040

Lebenserwartung steigt Alter 90 88 86 84 82 80 Männer Frauen 78 76 74 72 70 1950 2000 2035 2050 Jahr

Dauer des Rentenbezug in Jahren Jahre 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 Männer Frauen Exponentiell (Männer) Exponentiell (Frauen) 0 1960 1970 1980 1990 1999 Männer 9,6 10,3 11 13,9 14,1 Frauen 10,5 12,7 13,8 17,2 18,2 Jahr des Renteneintritts

Von je 1000 Rentenbezieher erhalten je Monat in 350 300 250 200 Männer Frauen 150 100 50 0 < 150 150-300 300-450 450-600 600-750 750-900 900-1200 1200-1500 > 1500

Durchschnittsrente und Pflegeheimkosten 2007 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 400 200 0 969 Renten 465 1600 Eigenanteil bei Pflegestufe 2 Pflegeheimkosten Männer Frauen Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Deren wirtschaftliche Situation % 90 80 70 Frauen Männer Paare 60 50 40 30 20 10 0 gut ausreichend eher knapp knapp

Frauen Ausgewertet 134 von 293 Frauen in der Seniorengenossenschaft 1998 in Partnerschaft, als Single lebend 30 A n z a h l 25 20 15 10 5 0 < 60 60-65 65-70 70-75 75-80 80-85 85-90 > 90 Alter

Finanzierung der Sozialausgaben 2006 Sozialausgaben 736 Mrd. Euro Bundeshaushalt 260 Mrd. Euro 82 % aus Beiträgen 18 % 51 % Vom Bundeshaus halt Quelle: Deutscher Bundestag

These Unsere Zukunftsprobleme sind mit den herkömmlichen Konzepten nicht lösbar Bisherige Angebote und Kapazitäten sind für die Zukunft nicht ausreichend Sie sind für viele nicht bezahlbar

Ein Weg in die Zukunft Nicht nur reden, sondern handeln Wieder mehr Eigeninitiative der Menschen Verstärktes Bürgerschaftliches Engagement Mehr Selbsthilfe Längere Lebensarbeitszeit

Ehrenamt Unabdingbar für Funktion der Gesellschaft Aber nicht für alle Fälle geeignet Es sind zu wenig Menschen motivierbar nicht nachhaltig fehlende Sicherheiten

Wichtig für BE im sozialen Bereich Menschen müssen in großer Zahl aktiviert werden können Dies ist nur möglich, wenn der Einzelne für sich auch einen Vorteil erkennt Umfassende, kostengünstige und nachhaltige Angebote

Erfahrungen aus den Modellprojekten 1 Modell zahlt Entgelt für Mitarbeiter 1 Modell zahlt Entgelt für Mitarbeiter, kombiniert mit einer Ansparmöglichkeit 1 Modell gewährte, mit Geld hinterlegte, Stundengutschriften, die aber nur durch Inanspruchnahme von Tagespflegeleistung wieder eingelöst werden konnten 7 gewährten nur Zeitgutschriften

Entwicklung der Modelle 3 Modelle haben sich sehr gut entwickelt Riedlingen, Steinen, Wabe 4 Modelle blieben im wesentlichen auf den Stand der Gründungszeit Freiburg, Mannheim, Ravensburg, Stuttgart-Birkach 1 Modell hat das Ziel aufgegeben und sich andern Aufgaben zugewandt Marbach 2 Modellprojekte gibt es nicht mehr Köngen, Ulm

Früher Großfamilie

Morgen Seniorengenossenschaften Selbsthilfeeinrichtung der Bürger unabhängig und selbst verwaltet, finanziell eigenständig Wir organisieren Hilfe für Ältere und nutzen dabei gleichzeitig das Potential älterer Menschen

Zielsetzung Die Voraussetzungen zu schaffen, daß unsere Mitglieder bis zum Lebensende in ihrer Wohnung bleiben können Ermöglichung zusätzlicher Altersversorgung für die freiwilligen Helfer. Das Entgelt kann angespart werden, um damit später Hilfe einkaufen zu können.

% 70 Pflegebedürftigkeit in % 60 50 40 30 20 Frauen Männer 10 0 60-64 65-69 70-74 75-79 80-84 85-89 > 90 Alter

Hilfebedarf Bis zum 75. Lebensjahr 50 % selbstständig lebend 50 % benötigen Hilfe Älter als 75 Jahre 25 % selbstständig lebend 75 % benötigen Hilfe

Unsere Arbeitsfelder Hilfen im Haushalt Hilfen rund ums Haus Essen auf Rädern Fahrdienst Beratung Vermietung barrierefreier Wohnungen Tagespflege

Betreutes Wohnen Umfasst alle Hilfen im Haushalt. Art und Umfang kann frei gewählt werden. In jeder Wohnung in der Stadt, sowie in der betreuten Wohnanlage. Eine Stunde kostet 8,20 Euro

Hilfen rund ums Haus Unterstützung bei kleineren technischen Problemen im Haus. Gartenarbeit, Schnee räumen u.a. Eine Stunde kostet 8,20 Euro

Essen auf Rädern Die Seniorengenossenschaft liefert täglich 100 110 Essen aus, auch am Wochenende. Das Essen wird gekocht im Konrad Manopp- Stift (Altenheim) und im Krankenhaus. Lieferung zur Mittagszeit warm ins Haus. Normal-, Schonkost und Diät. Eine Portion kostet 5,90.

Essensdienst Verantwortlich Paul Spitznagel Im Jahr 2006 26.223 Essen 54306 gefahrene km 1,35 mal um die Erde

Fahrdienst Mitglieder können den Fahrdienst nutzen Für Fahrten zum Arzt, zum einkaufen u.a. Der Fahrdienst bringt Pflegegäste zur Tagespflege und wieder nach Hause Kostenersatz - je km 0,30 - zuzügl. 6,15 je Stunde Fahrtzeit

Wohnen ein zentraler Faktor Zunehmend ein veränderter Bedarf: Verbleib in der bisherigen Wohnung verstärkt barrierefreie Wohnungen Heimaufenthalt möglichst vermeiden

Wohnung barrierefrei? Nein 64 % Nicht bekannt Ja 9 %

Unsere barrierefreien Wohnanlagen Wir bieten 68 betreute Wohnungen mit voller Eigenständigkeit bis Vollversorgung Ortsübliche Miete

Zwei Wohnanlagen mitten in der Altstadt, nur wenige Meter von der Fußgängerzone entfernt.

Mitten in der Altstadt

In der Wohnanlage Betreuungsträger Seniorengenossenschaft Betreuungspauschale, 18 / Monat Preise für Dienstleistungen, 8,20 / h

Tagespflege In unserer Tagespflege betreuen und pflegen wir bis zu 30 Gäste je Tag, von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Sie dient in erster Linie der Entlastung von pflegenden Angehörigen, aber auch der Aktivierung von Pflegepersonen.

Organisation + - 650 Mitglieder + - 115 Mitarbeiter Jahresumsatz 550.000 Euro

Organisationsstruktur Seniorengenossenschaft Kooperationsvertrag mit Vernetzung mit Sozialstation Riedlingen Vorstand Sozialem Netzwerk Verwaltungsraum Riedlingen Netzwerk Ehrenamt Landkreis Biberach Kassenstelle Buchhaltung Betreutes Wohnen Hilfen rund ums Haus Essen auf Rädern Fahrdienst Tagespflege Wohnanlage Öffentlichkeitsarbeit Rufbereitschaft Besuchsdienst Demenzgruppe

Organisation Die Seniorengenossenschaft wird bürgerschaftlich geführt und verwaltet, es gibt keine hauptamtliche Personen in Vorstand und Verwaltung. Nur in der Tagespflege gibt es 2,2 Fachkraftstellen als Pflegedienstleitung. Dies ist notwendig, um mit der Pflegekasse abrechnen zu können.

Ehrenamtlicher Vorstand Der Vorstand besteht aus 7 Personen: dem 1 Vorsitzenden 2 Stellvertretern 4 weiteren Vorstandsmitglieder Jedes Vorstandsmitglied ist für bestimmte Abteilungen, oder Bereiche zuständig und verantwortlich

Bürgerschaftliche Verwaltung 2 Personen im Rechnungswesen 2 Personen in der Buchhaltung und im Bilanzbereich 1 Person in der Mitgliederverwaltung 1 Person als ständiger Ansprechpartner

Unser Erfolgsrezept Miteinander und kein strenges Überund Unterordnungsverhältnis Teamarbeit, gutes Arbeitsklima Entgeltsystem und Ansparmöglichkeit Vorausschauende Personalentwicklung

Die Stadt sind wir wir Bürger

Seniorengenossenschaft Riedlingen e.v. Info:www.martin-riedlingen.de Ausgezeichnet mit dem Zukunftspreis 2004

Ausgezeichnet mit dem golden award of change durch die Künstlerin Lucia Delefant München 2006

Seniorengenossenschaften sind überall möglich Auch bei Ihnen