Wenn sich Technologie plötzlich viel besser versteht...



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Transkript:

Bosch Software Innovations Kundenmagazin März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Enabling Business Success in a Connected World BRM Wenn sich Technologie plötzlich viel besser versteht... M2M...dann steckt eine intelligente Software-Lösung von Bosch dahinter. Software Innovations BPM

Seite C InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Inhalt Editorial 03 InnovateIT Topthema 04 Das Internet of Things and Services spricht Bosch Business & IT 08 Intelligente Prozesse: Gartner Magic Quadrant 09 3x1>3: Die Software-Suite 10 M2M Management Software Studie 11 Predictive Maintenance Kurz notiert 14 McDonald's, Education Services, Allgäuer Überlandwerk, Secom Taiwan, LGT Bank, Neue Niederlassungen in Australien und China, Elmer Sanitäreinrichtungen, Green Charge Networks, Rückblick Building Business Capability Aus der Praxis Impressum Kundenmagazin der Bosch Software Innovations GmbH Redaktionsleitung Bosch Software Innovations GmbH Elena Lucas Schöneberger Ufer 89-91 D-10785 Berlin Telefon +49 30 72 61 12-257 Elena.Lucas@bosch-si.com Herausgeber Bosch Software Innovations GmbH Schöneberger Ufer 89-91 D-10785 Berlin Copyright Bosch Software Innovations GmbH Printed in Germany Auflage 2000 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Änderungen (Irrtum) vorbehalten. Verwendete Produkt- und Firmenbezeichnungen sowie Logos sind eingetragene Marken und unabhängig von ihrer Kennzeichnung Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. 17 Urbane Elektromobilität in den Tropen 18 SBB: Wenn Prozesse ins Rollen kommen 20 PostFinance: Credit Risk Rating Platform Über Bosch Software Innovations 22 Vodafone und Bosch: Zwei starke Partner Terminankündigung 23 Ausblick auf anstehende Events

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 3 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, gemeinsam Zukunft gestalten unter diesem Motto haben wir in den letzten Monaten alle mit vereinten Kräften auf das eine Ziel hingearbeitet. Heute haben wir es geschafft: Bosch Software Innovations und inubit sind zu einem Unternehmen verschmolzen. Wir freuen uns sehr darauf, Ihnen ab sofort unter einem Namen unsere Produkte und Lösungen näherzubringen. In dieser Ausgabe der InnovateIT steigen wir vertieft in das Thema Internet der Dinge und Dienste ein: Welche Herausforderungen und Chancen hält die Entwicklung für uns und unsere Kunden bereit, und wie macht unsere Software-Suite, wahlweise als BPM+ oder IoTS Edition erhältlich, Ihr Geschäft fit für die Zukunft? Wir berichten auch über zahlreiche Erfolge in diesem Bereich sowie über unsere Kerntechnologie aus Kundenprojekten sowie aus der Zusammenarbeit mit Analysten und Partnern. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen der InnovateIT! Dr. Heinz Derenbach Vorsitzender der Geschäftsführung Bosch Software Innovations GmbH

Seite 4 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Topthema Das Internet of Things and Services spricht Bosch Im Internet of Things and Services (IoTS) verschmelzen die physische Welt der Geräte mit der virtuellen Welt der Software und des Internets. Wir rechnen 2015 mit über sechs Milliarden IP-fähigen Geräten, die mit dem Internet verbunden sein werden, um Daten auszutauschen und zu empfangen. Gerne spricht man von den Chancen der voll vernetzten Welt und dass künftig nun jeder mit jedem und auch alle Dinge miteinander kommunizieren. Doch ist diese Vernetzung aller Dinge auch tatsächlich sinnvoll? Wie bei allen großen technologischen Fortschritten stehen sich immense Chancen auf der einen, und ebenso relevante Herausforderungen auf der anderen Seite gegenüber. Nicht, dass wir Ihnen die Antwort schon vorweg nehmen wollen, aber Sie können sie sich vielleicht schon denken: Nein, es geht uns tatsächlich nicht um die Vernetzung um jeden Preis. Denn nicht alles, was machbar ist, ist auch wirklich nützlich, und vieles, das nützlich ist, erfordert besondere Sorgfalt hinsichtlich Fehlertoleranz, Sicherheit und Privatsphäre. Die Vernetzung von Dingen bekommt unserer Meinung nach erst dann einen Sinn, wenn sie in einem Geschäftsmodell Mehrwert schafft, zum Beispiel durch neu entstehende Onlinedienste. Das Internet of Things and Services Das Internet der Dinge und Dienste (Englisch: Internet of Things and Services, IoTS) ist die nächste Generation des Internets. Es ist ein globales System von IP-vernetzten Computernetzwerken, Sensoren, Aktuatoren, Maschinen und Geräten. Die Verschmelzung der physischen Welt der Dinge mit der virtuellen der Software und des Internets ermöglicht Firmen und Konsumenten die Schaffung neuer Dienste mit internetbasierten Geschäftsmodellen. Nicht zuletzt steht das Internet of Things and Services aber auch für den Beginn einer Reihe technologischer, wirtschaftlicher und soziologischer Veränderungen, die unsere Geschäftswelt und unser Alltagsleben maßgeblich beeinflussen werden. Denken Sie einmal an die Kombination Ihrer Turnschuhe mit Ihrer Heizung. Sollten diese ständig untereinander Daten austauschen? Nein, natürlich nicht. Außer der Chip in Ihren Turnschuhen meldet der Heizung Bitte höher stellen, ich komm gleich zum Duschen. Dann macht das Sinn. Als Konsument haben Sie etwas davon, als Produkthersteller oder Dienstanbieter wird Ihnen dieser Service unter Umständen bezahlt. Mit Leidenschaft und einer starken Mannschaft will Sie Bosch Software Innovations auf Ihrem Weg ins IoTS begleiten. Wir können gemeinsam Zukunft schaffen. Neben den großen kommerziellen Chancen, die auf Sie warten, helfen wir Ihnen auch die Herausforderungen zu meistern. Und sind dabei technischer Wegbegleiter, Serviceanbieter und Entwicklungsberater für neue Geschäftsmodelle. Faktencheck In der IoTS Community gibt es bei der Schätzung der vernetzten Gerätezahlen große Diskrepanzen: Einige Firmen sprechen von 50 Milliarden verbundener Geräte im Jahr 2020. Wir stützen unsere Berechnungen der Gerätezahlen auf 20 Quellen. Unsere berechneten 6,5 Milliarden betreffen die in Betrieb genommenen Geräte mit TCP/IP Verbindung, die mit dem Internet verbunden sind. Abgezogen sind die Geräte, die bereits entsorgt oder durch neue ersetzt wurden. Mehr als 6 Milliarden vernetzte Dinge In den kommenden Jahren werden immer mehr Geräte und Systeme so ausgestattet sein, dass sie automatisch Daten über das Internet versenden oder empfangen können. Wir haben zahlreiche Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen und berechnet und kamen auf über 6,5 Milliarden Dinge, die 2015 online sein werden. Ein weiterer Faktor, der das IoTS beschleunigt, ist der Zugang zum Internet: War 1995 noch weniger als ein Prozent der Weltbevölkerung online, haben voraussichtlich bis 2015 mehr als 5,5 Milliarden Menschen Zugang zum Internet rund 75 Prozent der Weltbevölkerung. So tragen auch die Erwartungen von uns Konsumenten, die im Privat- und Berufsleben mehr und mehr vernetzt sind, dazu bei, dass das IoTS unseren Alltag und die Wirtschaft verändern wird.

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 5 Topthema Der weltweite Internetzugang und die Anzahl von IP-fähigen Geräten, die mit dem Internet verbunden sind, sind die Schlüssel für zukünftige Produkte und Dienste im IoTS. Im Jahr 2015 werden 75 Prozent der Weltbevölkerung Zu-gang zum Internet haben und mehr als sechs Milliarden Dinge werden Daten über das Internet austauschen. 6.593 billion devices in 2015 0.062 billion vehicles 0.019 billion in telemedicine 0.070 billion in security 0.120 billion smart meters 0.260 billion TVs 0.625 billion tablets 3.000 billion mobile phones 1.498 billion laptops 0.895 billion desktops 0.044 billion servers 1 billion 3 billion 2 billion 5 billion 4 billion 1995 2005 2015 Virtueller Tisch für neue Geschäftspartner Wir stehen mit der Entwicklung des IoTS am Beginn und kennen noch lange nicht alle neuen Geschäftsmodelle. Doch sehen wir schon heute bei unseren IoTS-Projekten in der Mobilität, der Fertigungsindustrie und im Energiesektor, dass sich eine offene Haltung lohnt: Denn arbeitet man im IoTS, stellt sich neben der Frage, mit wem man konkurriert, auch die Frage, mit wem man sich partnerschaftlich verbinden kann. Wir erleben, dass im IoTS verstärkt Marktteilnehmer und Branchen zusammenarbeiten, die bisher in keiner geschäftlichen Beziehung standen. Ein gutes Beispiel für den Facettenreichtum am virtuellen Tisch ist die Elektromobilität: Unternehmen, Energieversorger, Stadtwerke, öffentliche Hand, Ladestations- und Parkplatzbetreiber, Einzelhändler und E-Auto-Fahrer alle arbeiten eng zusammen. Dafür brauchen sie eine gemeinsame technologische Basis. Als Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe setzen wir auf das Markenversprechen Technik fürs Leben als Grundlage für die Interoperabilität und Offenheit unserer Softwareprodukte und -lösungen. Unsere Kollegen aus dem Haushaltsgeräteangebot sehen dies ähnlich und wollen zum Beispiel den Nutzer eines Smart Home Services bei IP-fähiger Weißer Ware nicht in seinem Komfort durch die Bindung an eine Marke einschränken. Produkthersteller: Neue Dienste für höhere Margen Das IoTS erweitert durch neue internetbasierte Dienste das Leistungsangebot von Unternehmen und diese sind nicht nur interessant für Internetfirmen. Tatsächlich fordert das IoTS auch das klassische Produktgeschäft sowie den Maschinen- und Anlagebau heraus. Ein bestehendes Produkt- und Maschinenportfolio kann frühzeitig durch Mehrwertdienste erweitert werden. Für einige Unternehmen verschiebt sich so im IoTS auch der eigentliche Wert des hergestellten Produkts oder der Maschine; es ist nicht mehr unbedingt die industriell gefertigte Hardware das Entscheidende, sondern die Dienstleistung, die sich der Kunde mit einem Gerät erschließen kann, zum Beispiel eine Bezahl-App oder einen Dienst Vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance), siehe Seite 11. Die Studie Service Business Development: Strategies for Value Creation in Manufacturing Firms der Universität St. Gallen (HSG) aus dem letzten Jahr zeigt, dass gerade diese Dienste höhere Margen im Vergleich zum reinen Produktgeschäft abwerfen, teilweise sogar das Fünf- bis Zehnfache der Produktmarge. Die Integrationslücke schließen: Dinge werden zu aktiven Beteiligten in Geschäftsprozessen Um diese Dienste allerdings effizient zu betreiben, müssen die vernetzten Dinge in bestehende Systeme eines Unternehmens integriert werden. Das klingt auf den ersten Blick einfach, jedoch klafft derzeit in vielen Branchen noch eine große Integrationslücke zwischen den geplanten neuen Diensten und den Dingen; vor allem wenn es um die durchgängige Einbindung der Dinge in die bestehende System- und Prozesslandschaft eines Unternehmens geht. Die richtige Einstellung: Offene Systeme Erst Technologie, die offen und skalierbar für alle geschäftlich Beteiligten ist, in bestehende IT-Landschaften integriert werden kann und auch den Endkonsumenten anbindet, zum Beispiel durch Portale im Netz oder Apps, macht Geschäftsmodelle im Internet tragfähig und nachhaltig. Ausgeklügelte Sicherheitskonzepte und flexible Berechtigungsmodelle sorgen dafür, dass sensible Daten geschützt werden. Erst wenn es gelingt, die Dinge zu aktiven Beteiligten in Geschäftsprozessen zu machen, lassen sich nachhaltige Geschäftsmodelle im IoTS realisieren. Zum Vergleich: In herkömmlichen Offline-Geschäftsmodellen geben Dinge dem Nutzer nur eine einfache Auskunft weiter. Zum Beispiel stellt das Armaturenbrett eines Fahrzeugs diese Information bereit: Kilometerstand 50.000. Zeit für den Service-Check! IoTS-Geschäftsmodelle gehen einen Schritt weiter und koppeln die Fahrzeugdaten

Seite 6 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Topthema Bosch Software Innovations bringt seine langjährige Kompetenz aus der Optimierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen im Energiemarkt in die Entwicklung neuer Ansätze für das intelligente Management dezentraler Energiesysteme ein. Dies umfasst die Realisierung und den Einsatz neuer, offener Softwarekonzepte im Smart Grid ebenso wie unser Verständnis, aktiv neue Geschäftsmodelle und Mehrwertdienste für dezentrale Energieerzeuger, Netzbetreiber, Händler und andere Marktteilnehmer mit zu gestalten. mit weiteren in der Cloud verfügbaren Informationen, Diensten und Prozessen: Kilometerstand 50.000. Zeit für den Service-Check! Soll ich für Sie einen Termin in der nächstliegenden Werkstatt mit dem besten Angebot vereinbaren? Schnelligkeit als Kernkompetenz fürs IoTS etablieren Wenn Sie gerade an der Umsetzung eines IoTS-Projekts sind, werden Sie bemerkt haben, dass die Geschwindigkeit, mit der sich das Internet of Things and Services ändert, rasant ist. Geschäftsmodelle und deren zugrundeliegende Geschäftslogik ändern sich stetig: Neue Geschäftspartner kommen hinzu, Dienstleistungen werden durch neue Features ergänzt, neue Gerätetypen aktivieren sich im Internet. Flexibilität im IoTS bekommt auch deswegen eine neue Dimension, da wir heute schon die Zukunft gestalten. Bei einer explorativen Geschäftsmodellentwicklung stehen Veränderungen im Marktverkauf beinahe auf der Tagesordnung. Das hat natürlich auch eine signifikante Auswirkung auf zentrale Unternehmensprozesse wie das Produktmanagement oder die Fertigungs- und Vertriebsplanung. Infrastrukturausbau auf der letzten Meile bei über einer halben Million US-Dollar lagen. Die notwendigen Dinge (Ladestationen, Energiequellen, Speicher etc.), Geschäftspartner und Fahrer konnten mit Software in die bestehende Infrastruktur zu einem Drittel des Hardwarepreises eingebettet werden. Mit modellbasierter Software den Tick schneller sein Unsere Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass, sobald IT-Systeme und Unternehmensprozesse einmal etabliert worden sind, sich die meisten Anpassungen tatsächlich auf Veränderungen der Geschäftslogik im Markt zurückführen lassen und weniger auf Änderungen in der System- und Prozesslandschaft. Schnelligkeit und Agilität werden so zu ausschlaggebenden Faktoren für Geschäftsinnovation. Änderungen in der Geschäftslogik manuell immer wie der neu zu programmieren, ist abstimmungsintensiv und teuer. Langwierige Entwicklungsund Änderungszyklen, das Erstellen und Abarbeiten von Lasten- und Pflichtenheften oder die manuelle Programmierung kann man sich bei internetbasierten Geschäftsmodellen schwer leisten. So werden internetbasierte Geschäftsmodelle ein Erfolg: Geringe Kosten, hohe Effizienz Sollten Sie nun die Befürchtung haben, das IoTS entwickelt sich zu einem Ressourcenschlucker, dann haben wir für Sie eine beruhigende Nachricht: Nein, muss es nicht. Sogar im Gegenteil. Intelligente Software kann hier der Schlüssel für die ausfallsichere, transparente und effiziente Vernetzung von verteilten Marktpartnern von Providern bis zum Endnutzer, Dingen, Diensten und Unternehmensprozessen sein. Generell könnte die Vernetzung auch durch Hardware realisiert werden, wäre allerdings sehr infrastrukturintensiv und damit mit hohen Kosten verbunden, beispielsweise im Energiesektor mit vielen dezentralen Anlagen und Verbrauchern. Fast wäre ein Elektromobilitätsprojekt eines unserer Kunden am Flughafen in New York an diesem Hardwareausbau gescheitert, da die Kosten für den Unsere Softwareprodukte bieten eine breite Palette an grafischen Werkzeugen für die Entwicklung und das Management von Geschäftsprozessen und -regeln. Die Werkzeuge sind intuitiv zu bedienen und folgen einem einzigartigen Modellierungsansatz. Ein modellbasierter, grafischer Softwareentwicklungsansatz schlägt die effiziente Brücke zwischen der IT und dem jeweiligen Fachexperten, zum Beispiel dem Business Developer oder dem Operations Manager eines Elektromobilitätsprojekts. In enger Zusammenarbeit können sie flexibel auf neue Anforderungen reagieren und arbeiten dennoch auf einer gemeinsamen Plattform. Der Fachexperte kann durch die intuitive Bedienung

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 7 Topthema Anwendung im IoTS: Durch den Einsatz einer vorausschauenden Instandhaltung werden Störungen im Produktionsprozess schon weit vor ihrem Auftreten prognostiziert. Wartungs- und Reparaturkosten werden dadurch reduziert und die Produktivität durch geringere Ausfallzeiten erhöht. alle darunter liegenden Prozesse und die Geschäftslogik anpassbar bleiben. Außerdem sollen neue Ideen mit hoher Geschwindigkeit umgesetzt werden, um den Vorsprung am Markt nicht zu verlieren. Die Software-Suite von Bosch: Alles drin für besseres Business Unsere Software-Suite ist eine Kombination aus integrierten Softwareprodukten für Prozess-, Regelund Gerätemanagement. Sie ermöglicht die schnelle und effiziente Umsetzung von IoTS-Projekten, neuen Cloud-Diensten, aber auch von klassischen Enterprise-Anwendungen wie Business Process und Business Rules Management. In unserer vernetzten Welt können Kunden so schnell und effizient neue Geschäftsprozesse und -modelle schaffen und bestehende verbessern. Die Suite gibt es in zwei Editionen: BPM+ und IoTS. der Software selbst Veränderungen in der Geschäftslogik umsetzen. Die fachlich modellierten Prozesse werden anschließend automatisch in technische Prozesse umgesetzt, von der IT verfeinert und direkt ausgeführt. Die Aufgabenteilung zwischen IT- und Fachabteilung ist durch dieses Softwarekonzept klar definiert: jeder konzentriert sich auf seine Kernaufgabe. Dieser modellierende Softwareansatz gehört schon seit über zehn Jahren zu den Spezialitäten von Bosch Software Innovations und findet sich in allen unseren Softwareprodukten wieder. Bereits mehr als 500 internationale Projekte wurden mit unserer Software erfolgreich realisiert. Warum die Kombination aus Geschäftsprozess-, Regel- und Gerätemanagement genau richtig für IoTS-Projekte ist Technologisch hat Bosch Software Innovations im IoTS die Vision, Softwareprodukte anzubieten, die den höchsten geschäftlichen Nutzen versprechen. Je nach Geschäftsmodell müssen sich unterschiedlichste Gerätetypen verschiedenster Hersteller vernünftig in ein System integrieren lassen. Denn nur so können Geschäftspartner, Provider und Nutzer wirklich vernetzte Dienste anbieten bzw. erleben. Deshalb ist die Kombination aus Business Process Management (BPM), Business Rules Management (BRM) und Device Management (M2M) ideal für die Implementierung tragfähiger Geschäftsmodelle im IoTS. Nur so interagieren unterschiedlichste Geräte nahtlos mit intelligenten Geschäftsprozessen. Wir nennen dieses Konzept der End-to-End-Integration Device-to-Process und verwirklichen es in der IoTS Edition unserer Software-Suite. Mein Kollege Dirk Slama stellt Ihnen dieses Sprungbrett in die neuen Möglichkeiten des Internet of Things and Services auf der Seite 9 vor. Schnell anpassbare Prozesse in internetbasierten Geschäftsmodellen sind essentiell. Da sich Umfang, Ausrichtung, Partner und Teilnehmer eines neuen Diensts v.a. in der Initialphase häufig erst entwickeln, müssen Autorin: Anita Bunk www.bosch-si.de/iots

Seite 8 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Business & IT Von BPMS zu ibpms Herausforderung: bessere und schnellere Entscheidungen Voraussetzung: verbesserte Kenntnisse über Unternehmen und ihre Umgebung Was Unternehmen benötigen: Intelligente Geschäftsprozesse (Intelligent Business Operations) durch die Einbindung von Analysen Neues Szenario für BPMS: Intelligent Business Operations (IBO) Erweiterte BPMS: Um IBO-Szenarien widerzuspiegeln > ibpms Intelligente Prozesse Durch das Einbinden von Analysewerkzeugen sowie sozialen und mobilen Technologien bereiten Unternehmen ihre Prozesse auf die Zukunft vor. Das Analystenhaus Gartner hat einen Magic Quadrant dazu veröffentlicht und listet Bosch Software Innvations darin als "Visionary". Unternehmensprozesse und Anwendungen werden intelligenter. Gartner, das weltweit führende Marktforschungs- und Beratungsunternehmen für die Technologiebranche, greift diesen Trend auf und führt die neue Generation intelligenter Business Process Management Suites (ibpms) ein. Intelligente Prozesse für agile Unternehmen Doch was genau heißt das? In Zeiten beschleunigter Geschäftszyklen müssen Manager immer schneller fundierte Entscheidungen in einem sich wandelnden Umfeld treffen können. Voraussetzung dafür ist zum einen, dass Informationen über Prozesse und deren Zustand jederzeit abrufbar sind und ausgewertet werden können. Zum anderen bedarf es einer Software, die die Prozesse im Sinne der "context awareness" entsprechend der Informationen kontinuierlich und zeitnah anpasst. Hier stoßen die bisherigen BPM-Suites an ihre Grenzen: Reports beschränken sich meist auf statische Auswertungen, ein Anpassen laufender Prozesse ist nur begrenzt möglich. Unternehmen setzen daher verstärkt auf neue Technologien intelligente Technologien. Mit dem Magic Quadrant for Intelligent Business Process Management Suites greift Gartner diese Entwicklung auf. Unterstützung für das Rules Management. Social Media Technologien dienen dazu, das soziale Verhalten und eine bessere Zusammenarbeit zu untersützen, während mobile Technologien den steigenden Bedarf an Mobilität für Unternehmen decken. Mit gesteigerter maschineller und menschlicher Intelligenz erreichen Unternehmen so eine weitaus freundlichere Arbeitsumgebung, die auf rollenbasierten Arbeitsbereichen basiert. Bosch Software Innovations als "Visionary" gelistet Mit der Zusammenführung der Produkte für BPM und BRM, der Vision für das Internet der Dinge und Dienste und der weltweiten Präsenz der Robert Bosch GmbH konnten wir Gartner überzeugen: die Platzierung im Magic Quadrant bestätigt unserer Technologie, aktuelle Anforderungen im Sinne einer ibpms umzusetzen, sowie die Strategie, zukünftige Entwicklungen voranzutreiben. Folgende Punkte hebt der Report insbesondere hervor: `` Die Stärke der Technologie in der Anwendungsintegration `` Unsere modellbasierte Entwicklungsumgebung `` Gute Fähigkeiten in der Verarbeitung von Prozessregeln über Visual Rules `` Tiefes Industrie-Verständnis und Fähigkeiten zur Anbindung beliebiger Hardware Devices Eine ibpm-suite erweitert klassische BPM-Suites um Funktionalitäten wie Real-Time Business Analytics, Deep Complex-Event Processing (CEP) sowie eine starke Autorin: Elena Lucas Quelle: Gartner, Inc. Magic Quadrant for Intelligent Business Process Management Suites Jim Sinur et al. 27 September 2012

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 9 Business & IT 3x1>3: Die Software-Suite Bosch Software Innovations hat auf Basis seiner Kernprodukte für BPM, BRM und M2M eine Software-Suite entwickelt. Sie ist sowohl in der BPM+ als auch in der IoTS Edition verfügbar. Die Suite als BPM+ Edition: Prozess-zentrische Anwendungen decken die bekannten Produkte für das BPM und BRM ab: BPM (Business Process Management): Basierend auf inubit mit den umfangreichen Fähigkeiten im Bereich BPM wird hier der komplette Lebenszyklus von Prozessen im Unternehmen unterstützt, von der fachlichen Modellierung über die automatische Erzeugung von technischen Implementierungs-Workflows bis hin zur Verfeinerung durch die IT und den Betrieb. Abgerundet wird das Bild durch ausgereifte Werkzeuge zum fachlichen und technischen Process Monitoring. BRM (Business Rules Management): Das BRM basiert auf der mit internationalen Preisen ausgezeichneten Software Visual Rules. Diese erlaubt die komplette visuelle Modellierung von Geschäftsregeln durch Fachexperten. Aus den fachlichen Modellen können automatisch Regel-Implementierungen für die Laufzeit erzeugt werden, die sowohl online als auch im Batch-Mode ausgeführt werden können und so die optimale Entscheidungsfindung unterstützen. Modellbasierte Entwicklung und einheitliches Identity Management führen die Produkte zusammen Eine wichtige Grundlage der Integration zwischen allen drei Produkten ist die sogenannte Modellbasierte Entwicklung. Jedes der Produkte verwendet Modelle mit einem hohen Abstraktionsgrad. Ein Beispiel für die Modell-Integration ist Device-to-Process, worüber die Interaktion zwischen Geräten und Prozessen ermöglicht wird. Aus den fachlichen Modellen werden die Grundlagen der Anwendung erzeugt, die von den IT-Experten noch verfeinert werden können. Dieses erhöht die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT signifikant und ist wichtig zur Beherrschung komplexer Projekte. Durch die Bereitstellung eines einheitlichen Identitätsmanagements (IM, engl. Identity Management ), welches von allen Produkten verwendet wird, kann im Portal das sogenannte Single Sign On für alle Portalnutzer sichergestellt werden. Außerdem ist das IM die Grundlage für die Mandantenfähigkeit aller Anwendungen. Dieses ist wiederum die Basis für den erfolgreichen Betrieb von Anwendungen in der Cloud. Die Suite als IoTS Edition: In der IoTS Edition der Suite werden BPM und BRM um das Thema M2M ergänzt: M2M (Machine-to-Machine): Eine mächtige und flexible Software, mit deren Hilfe nicht nur Geräte integriert und verwaltet werden können, sondern auch komplexe Systeme, die aus mehreren Geräten bestehen: zum Beispiel ein virtuelles Kraftwerk. Im Zentrum stehen hier sogenannte Information Models, mit deren Hilfe die Komplexität der realen Welt abstrahiert und bewältigt wird. So kann mit der M2M Software sichergestellt werden, dass auch in komplexen Szenarien sicher mit den Geräten interagiert werden kann und der Betrieb immer einen Überblick über alle Geräte im Feld hat. Partner, Bestands- Anwendungen Kunden Partner Mitarbeiter EAI, SOA, EDI Portal (Web & Mobile) z.b. Bestellung, Geräte-Status, Geräte-Konfiguration Prozesse z.b. Vertrieb, Auslieferung, Inbetriebnahme, Wartung Identitäts- Management Stamm- & Gerätedaten Geräteintegration & Verwaltung Geräte-Abstraktion (Informationsmodelle), Remote-Zugriff, Asset-Management, Sicherheit Autor: Dirk Slama www.bosch-si.de/softwaresuite Device to Process, Process to Device Internet of Things and Services Regeln z.b. Gerätezustand prüfen

Seite 10 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Business & IT Einstufung der Anbieter je Management Segment Company Authentication and security Managed connectivity Device data aggregation and analysis Device management Rating and pricing Bosch Software Innovations X X Key: = yes; X = no M2M Management Software Studie Bosch Software Innovations nahm 2012 erstmals an der M2M Management Software Studie des Analystenhauses Analysys Mason teil und wird in Partnerschaft mit Communication Service Providern wie Vodafone als Full-Service-Lösungsanbieter positioniert. Seit vielen Jahren untersucht das Analystenhaus Analysys Mason den Machine-to-Machine (kurz: M2M) Markt und bewertet die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen. In 2012 wurde Bosch Software Innovations erstmals aufgefordert, sich als Hersteller mit seinen Technologieprodukten an der Studie zu beteiligen neben den klassischen M2M-Marktteilnehmern, den Communication Service Providern (CSPs). Mit Softwareprodukten für Business Process Management, Business Rules Management und Infrastructure Management versteht sich Bosch Software Innovations nicht als einer der klassischen M2M Anbieter, sondern bietet darüber hinausgehend Lösungen und Dienste für das Internet der Dinge und Dienste (kurz: IoTS, Internet of Things and Services) an. Das IoTS als Weiterführung von M2M Analysys Mason versteht IoTS als die Weiterentwicklung von M2M, der reinen Kommunikationstechnologie für die Übertragung von Daten bzw. Events von Geräten und Maschinen, um sie gewinnbringend im jeweiligen Geschäftskontext zu nutzen. Im IoTS können auch kleine Einheiten wie Aktoren und Sensoren Daten automatisiert bereitstellen, um diese intelligent zu nutzen. Die Einheiten selbst werden bei Bedarf ein Stück weit intelligent, indem sie z.b. in bestimmten Kontexten aktiv Daten senden. Darauf basierend lassen sich neue Anwendungen als Cloud-Dienste bereitstellen. Communities spielen eine wichtige Rolle, und neue Ökosysteme bilden sich dynamisch heraus. Teilnehmer, die bislang in keiner geschäftlichen Beziehung zueinander standen, können so an einem virtuellen Tisch in ganz neuem Geschäftskontext Platz nehmen. Die M2M Studie von Analysys Mason gliedert sich in einen Markt- und einen Herstellerteil: `` Analyse des weltweiten M2M Management Marktes, inklusive 5-Jahresprognose (bis 2016), anhand des Umsatzes (CAGR, jährliche Wachstumsrate) sowie der Zahl der M2M Device Connections ` ` Ableitung von Empfehlungen für CSPs und Lösungsanbieter für die Ausrichtung ihres Angebots entsprechend der identifizierten Markttrends ` ` Identifizierung genereller Markttreiber in unterschiedlichen Branchen und Hürden, die es zu bewältigen gilt ` ` Strukturierung und Bewertung des Herstellermarkts anhand der Einteilung in fünf Software Management Segmente entlang der Wertschöpfungskette ` ` Einstufung der CSPs anhand der Phase, in der sich der Provider bei der Umsetzung seines M2M Management Software Angebots befindet Innovative Lösungen für das Internet der Dinge und Dienste von Bosch Software Innovations Die Stärken von Bosch Software Innovations als aktivem Anbieter innovativer M2M-/IoTS-Lösungen sieht Analysys Mason vor allem in der Innovations- und Marktkraft der Bosch Gruppe, der Skalierbarkeit seiner Anwendungen und der Dimension und Vielfalt der Technologieexpertise. Bosch legt den Fokus klar auf die Entwicklung neuer Dienste und integriert bereits vorhandene Standardsysteme, z.b. für die Abrechnung. Mehr Informationen zur Partnerschaft mit Vodafone finden Sie auf Seite 22 dieser Ausgabe. Autorin: Stefanie Peitzker www.bosch-si.com/de/unternehmen/informationsmaterial/ analystenberichte/m2m-management-software.html

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 11 Business & IT Predictive Maintenance Kosten senken. Stillstände minimieren. Produktivität erhöhen. Eine frühzeitige Erkennung von Maschinenfehlern sorgt für mehr Effizienz im Instandhaltungsprozess. Wenn der Produktionsprozess aufgrund einer defekten Maschine zum Erliegen kommt, entstehen für Unternehmen ungeplante Umsatzeinbußen. Im Falle, dass die Maschine nicht sofort repariert werden kann, weil beispielsweise erst Ersatzteile bestellt oder ein Service- Techniker beauftragt werden müssen, können diese Kosten mitunter rasant in die Höhe schnellen. Um Systemausfällen vorzubeugen, verfolgen viele Unternehmen die Strategie einer präventiven Instandhaltung, die nach festen Zeit- oder Leistungsintervallen durchgeführt wird. Diese Methode ist jedoch nicht die bestmögliche Lösung. So sind damit einerseits hohe Kosten verbunden, da Bauteile bereits vor dem Ausschöpfen ihrer eigentlichen Lebensdauer ausgetauscht werden. Andererseits können ungeplante Maschinenausfälle durch einen vorbeugenden Ansatz reduziert, nicht aber vermieden werden. Vorausschauende Instandhaltung für die Industrie von morgen Eine vorausschauende Instandhaltung eröffnet Fertigungsbetrieben neue Perspektiven zur effizienteren Gestaltung ihrer Wartungsmaßnahmen. Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgend, unterstützt Bosch Software Innovations softwarebasiert den gesamten Instandhaltungsprozess: von der Datenanalyse und frühzeitigen Fehlererkennung über die Ersatzteilbeschaffung bis hin zur Abwicklung der Wartungsmaßnahmen. Die Software setzt dabei bereits weit vor dem Auftreten möglicher Störungen an. Mit Hilfe von Sensoren werden zur Laufzeit Zustandsdaten von Maschinenkomponenten erfasst, um auffällige Muster oder Tendenzen zu erkennen. Über das Internet werden die Daten in regelmäßigen Abständen an die von Bosch Software Innovations entwickelte Software übermittelt. Diese nutzt Techniken des Regel- und Prozessmanagements, um die Daten zu analysieren und präzise Vorhersagen über mögliche Ausfallzeitpunkte zu treffen. Zentrales Service-Portal Über ein Service-Portal werden die gewonnenen Ergebnisse zentral überwacht und Folgemaßnahmen organisiert. In Kombination mit Informationen aus Drittsystemen, wie etwa ERP- oder CRM-Systemen, können so Dienste zur Fernwartung angeboten und beispielsweise Einsätze von Technikern vor Ort geplant werden. Software ergänzt bestehende Systeme Eine ideale Ergänzung ist die Software auch für Unternehmen, die bereits Fernwartungssysteme oder Condition-Monitoring-Systeme einsetzen. Zur Erweiterung des Dienstleistungsangebots rund um die Instandhaltung realisiert Bosch Software Innovations derzeit gemeinsam mit einem der weltweit führenden Maschinenbauunternehmen eine Lösung zur frühzeitigen Erkennung von Maschinenstörungen. Mit ihrer Zusammenarbeit verfolgen die beiden Unternehmen ganz unterschiedliche Ziele. Zum einen werden Wartungsmaßnahmen für den Kunden deutlich planbarer, als dies bislang der Fall war. Gleichzeitig werden ihm Wege aufgezeigt, Ressourcen einzusparen. Denn Predictive Maintenance ist faktisch weit mehr als bloße Instandhaltung. Autorin: Alexandra Enderle www.bosch-si.com/de/branchen/fertigungsindustrie/ fertigungsindustrie.html

Wenn sich Technologie im Internet of Th Services plötzlich viel besser versteht, intelligente Software-Lösung von Bosch dah Danke für alles, Servicetechniker! Software Innovations

ings and dann steckt eine inter. Ich denk an Dich, Windrad! Immer schön mit Dir zusammenzuarbeiten, Ladestation! Ich weiß, Niederspannungsleitung, ich weiß...

Seite 14 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Kurz notiert McDonald s Deutschland automatisiert die Belegverarbeitung Bosch Software Innovations Training Center Jetzt in Berlin Um den für den Erfolg des Unternehmens wichtigen Wissensaufbau zu unterstützen, bieten wir Anwendern und Partnern in unserem Training Center in Berlin vielschichtige Education Services an. einfach umzusetzen. Die Software sammelt bei der AÜW die Daten über Markt- und Kommunikationspartner, prüft eingehende Wechselanträge, verwaltet sie und wickelt sie ab. McDonald s Deutschland Inc. hat die Belegbearbeitung mit inubit automatisiert. Mit schnellen, transparenten und medienbruchfreien Prozessen hat das Unternehmen einen hohen Automatisierungsgrad erreicht und damit den Wechsel zwischen papierbasierter und elektronischer Kommunikation reduziert. Um dieses Ziel zu erreichen, galt es, die Prozesse in der Belegabwicklung, die über Excel, Access und Papier abgewickelt wurden, transparenter und medienbruchfrei zu gestalten. Die Herausforderung war, die angebotene Lösung in die bei uns über Jahre hinweg gewachsene, heterogene Systemlandschaft zu integrieren bzw. die verteilten Systeme anzubinden. Nun haben wir eine sehr gute Lösung, die Stempel und Postkästen in der Belegverarbeitung überflüssig gemacht hat., erklärte Dieter Opitz, IT Manager bei McDonald's Deutschland. inubit integriert die bestehenden IT-Systeme und ermöglicht eine medienbruchfreie Belegverarbeitung samt Anbindung digitaler Archivierungssysteme, von der automatischen Generierung von Begleitdokumenten, über die Hinterlegung im Stammdatenmanagement bis hin zur Übergabe von Buchungsdaten an das System der Finanzbuchhaltung. Dabei ist es uns wichtig, dass die praktische Arbeit nicht zu kurz kommt. Nach der theoretischen Einführung und Demonstrationen sind die Teilnehmer darum direkt selbst gefragt, das Gelernte umzusetzen und so die Fähigkeiten zu trainieren, um die Kursthemen in den eigenen Kontext zu übernehmen. Transparente Wechselprozesse im Messwesen im Energieumfeld Die Allgäuer Überlandwerk GmbH (AÜW) hat die Vorgaben der Bundesnetzagentur im Bereich der Wechselprozesse im Messwesen (WiM) mit inubit umgesetzt. Das Unternehmen bietet mit inubit einen einfachen Wechsel des Messstellenbetreibers an. So können Endkunden bei den Stromzählern zwischen unterschiedlichen Service- Angeboten der Dienstleister wählen. Dieser Wechsel ist aus Sicht der Stromanbieter mit inubit schnell und Bei Eingang einer Nachricht wird diese umgehend auf Validität und Plausibilität geprüft. Wenn ein Antrag die automatisierte Prüfung nicht besteht, wird ein Mitarbeiter einbezogen. Am Ende entscheidet immer der Mitarbeiter, ob er den Wechsel bewilligt oder aufgrund fehlender Informationen ablehnt. Um bei den Anträgen den Überblick zu bewahren, nutzen die Mitarbeiter den Process Monitor. Er stellt Prozess- und Nachrichtenstatus der Marktdaten grafisch dar und fasst Reports über die Anzahl der durchgeführten oder abgelehnten Wechselprozesse zusammen. Werner Kessler, IT-Leiter bei AÜW, über die Vorteile: Für unsere Mitarbeiter ist diese Funktion besonders wichtig, da sie hier ganz einfach über Buttons und Klicks Prozesse aktiv steuern und eingreifen können. Das heißt, der Fachanwender, der am Ende die Wechselprozesse bearbeitet, bekommt von den komplexen Abläufen im Hintergrund gar nichts mit.

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 15 Kurz notiert Erster emobility-kunde in Großchina Compliance: LGT Bank in Liechtenstein setzt auf MAID Neue Vertretungen in Australien und China Bosch Software Innovations hat den ersten Vertrag mit einem Kunden in Großchina abgeschlossen. SVS Corporation, die Teil der Taiwan Secom Group ist, wird unsere emobility- Lösung für den Aufbau und die Verwaltung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in ganz Taiwan nutzen. Die ersten Ladestationen werden voraussichtlich Anfang 2013 in Betrieb genommen. Die SVS Corporation möchte durch die Entwicklung eines erstklassigen Elektrofahrzeugprogramms die Elektromobilitätsbranche in Taiwan anführen. Das Unternehmen hat sich aufgrund unseres Konzepts und unserer Kompetenzen im Bereich der intelligenten Ladenetzwerke für Bosch Software Innovations als Lösungsanbieter und Dienstleister entschieden. Das Ladesäulennetzwerk wird auf der emobility-lösung basieren, die folgendes umfasst: ` ` einen sicheren Cloud-basierten Service für die Vernetzung von Ladestationen; `` vollständige Verwaltung der Ladestationen über ein umfassendes Verwaltungsportal; `` präzise Protokollierung von Verbrauchsdaten als Grundlage für die Abrechnung; `` intelligentes Backend für den Aufbau eines Dienstleistungs-Ökosystems in der Elektromobilität. Die LGT suchte nach einer Software, welche die im Marktmissbrauchsgesetz (MG) geforderten Mindestanforderungen zur Verhinderung von Marktmissbrauch und weitere, bankspezifische Anforderungen erfüllt. Ergänzend sollte diese Software für den Bereich der privaten Mitarbeitergeschäfte, zur Einhaltung interner Vorgaben und Richtlinien, etwa zu Haltefristen, maximal erlaubten Trades pro Monat etc., eingesetzt werden. Wichtig war zudem die Möglichkeit, ausgehend vom Underlying, die Prüfung aller davon abgeleiteten derivativen Produkte abzubilden. Die Entscheidung fiel auf die Softwarelösung MAID. Die auf der Regeltechnologie Visual Rules basierende Lösung ist in der Lage, die Komplexität der Wertpapierstammdaten und kritische Transaktionen automatisch zu erkennen. Gleichzeitig wird die integrierte Fallbearbeitung reduziert. Mit dem Einsatz von MAID überwacht die LGT Kundentransaktionen und Eigengeschäfte auf möglichen missbräuchlichen Charakter und schafft so frühzeitig Transparenz. Die LGT Group ist die größte in Familienbesitz gehaltene Private Banking und Asset Management Gruppe in Europa. Bosch Software Innovations baut seine internationale Präsenz immer weiter aus. In den vergangenen Monaten haben wir Niederlassungen in Melbourne (Australien) und Shanghai (China) gegründet, um die wachsende regionale Nachfrage nach intelligenten Softwarelösungen im Internet der Dinge und Dienste abzudecken. Amin Manji und Wang Jianguo werden als Wegbereiter den Ausbau dieser Märkte leiten. Die führende Rolle Chinas in der Fertigungsindustrie und die wachsende Stärke des Landes als Technologieanbieter passen perfekt zu unserer Vision, uns als führender Software-Anbieter im Internet der Dinge und Dienste (IoTS) zu positionieren. Schätzungen zufolge werden bis 2015 mehr als 50 Milliarden Geräte miteinander kommunizieren. Dies wird hochkomplexe Machine-to- Machine-Anwendungen (M2M) und die Integration von Geschäftsprozessen hervorbringen, erläuterte Thomas Jakob. Dank unserer leistungsstarken Technologieplattformen, kombiniert mit unserer internationalen Erfahrung, werden unsere Kunden den Wert ihrer Investitionen in China erhöhen können, versicherte er.

Seite 16 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Kurz notiert Automatische Rechnungsabwicklung über Rechnungseingangsbuch Visual Rules für effiziente und zuverlässige Stromnetze BBC 2012 Technologien und Techniken für die agile Organisation Die Elmer-Unternehmensgruppe, eines der führenden Fachgroßhandelsunternehmen der deutschen Sanitär-Heizungs-Klimabranche, hat ihre Prozesse im Rechnungseingang mit inubit automatisiert. Seit der Einführung sind 25.000 Rechnungen durch die automatische Prüfung gelaufen. Während vorher nur stichprobenartig geprüft wurde, liegt die Quote heute bei 100 Prozent. Das Rechnungseingangsbuch (REB) bietet den Mitarbeitern ein Online- Portal, über das sämtliche Eingangsrechnungen auf Positionsebene eingesehen werden können. Im Hintergrund läuft der automatische Prüfprozess ab: Rechnungen werden mit den entsprechenden Bestellungen und Lieferungen abgeglichen und auf Übereinstimmung geprüft. Von der Bestellung abweichende Rechnungspositionen werden für den Prüfer visuell markiert. Die Bestellungen werden zudem mit den Lieferscheindaten und der vereinnahmten Ware aus den Lagerbuchungen abgeglichen. Für den Fall, dass eine Bestellreferenz fehlt, hält das System eine Logik bereit, nach der die zur Rechnung passende Bestellnummer gefunden werden kann. Außerdem ist es möglich, Mitarbeiter bei Unstimmigkeiten direkt zu einem konkreten Problem hinzuzuziehen. Das innovative, auf Smart-Grid-Technologie spezialisierte Unternehmen Green Charge Networks setzt Visual Rules in seiner für die Energiewirtschaft entwickelten Anwendung zum Management von Lastspitzen ein. Das geschäftsregelbasierte Produkt wurde in GridSynergy von Green Charge Networks integriert. GridSynergy trägt zur Deckung der wachsenden Elektrizitätsnachfrage in den USA bei. Dabei wird die Anlagennutzung der Versorgungsunternehmen bei gleichzeitiger Senkung der Investitionsausgaben optimiert. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, des Wirtschaftswachstums und wegen der steigenden Anzahl von Elektrofahrzeugen ist das Hauptanliegen der Versorger die Zuverlässigkeit und Effizienz ihrer Netze. Um das Stromnetz zu modernisieren, werden sogenannte intelligente Zähler eingeführt, die Versorgern eine große Menge an Daten liefern. Die Herausforderung besteht darin, daraus in Echtzeit verwertbare Informationen zu erzeugen. Visual Rules, ein Kernstück der Anwendung, bietet Status- Updates in Echtzeit, Entscheidungsunterstützung und Empfehlungen im Hinblick auf Lastabsenkungsoptionen. Die integrierte Geschäftsregeltechnologie kam bereits im Rahmen eines Smart-Grid-Pilotprojekts in New York City zum Einsatz. Vom 28. 10. - 1. 11. 2012 hieß Building Business Capability (BBC) über 850 Teilnehmer willkommen, die erfahren wollten, wie sich die Agilität und Effektivität ihrer Unternehmen steigern lässt. In diesem dritten Jahr vereinte BBC fünf Foren und Summits unter einem Dach: Business Analysis, Process and Rules Forum; Business Architecture Summit, und Business Strategy & Transformation Summit. Die Teilnehmer konnten aus einem reichhaltigen Konferenzprogramm und vielfältigsten Themenbereichen wählen, von Geschäftsregeln bis hin zu Geschäftsprozessmanagement, Business Intelligence und weitere. Die wahre Stärke dieser Konferenz liegt dabei in der Informationstiefe und den Fallstudien anerkannter Analysten wie Jim Sinur, James Taylor und Sandy Kemsley sowie Experten internationaler Firmen. Für die teilnehmenden Associates des Platinum Sponsors Bosch Software Innovations, die verschiedentlich auch als Vortragende auftraten, bot die 5-tägige Konferenz wertvolle Gelegenheiten, sich neues Wissen anzueignen und mit Kollegen und Analysten zu netzwerken.

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 17 Aus der Praxis Urbane Elektromobilität in den Tropen Der Stadtstaat Singapur setzt im Rahmen des nationalen Elektromobilitätsprojekts auf die emobility-lösung von Bosch Software Innovations Chandrasekhar Ujjini Singapur befindet sich 137 km nördlich des Äquators und gilt als moderner und technologisch versierter Stadtstaat. Für seine zahlreichen außergewöhnlichen Projekte und Initiativen bekannt, wird die Metropole mitunter auch als lebendes Labor bezeichnet. Zu einem dieser renommierten Projekte zählt auch ein Pilotprogramm im Bereich der Elektromobilität. Es startete im Jahr 2011 und soll die Herausforderungen und Chancen für die Einführung von Elektrofahrzeugen in Singapur beurteilen. Das Projekt basiert auf einer Regierungsinitiative und wird von einer interinstitutionellen Arbeitsgruppe, der EV-Taskforce, geleitet. Betrieb und Vernetzung der Ladeinfrastruktur Im Rahmen des Projekts erhalten alle Nutzer von Elektrofahrzeugen eine Ladestation von Bosch. Bis Februar 2013 wurden bereits 50 Ladesäulen installiert. Angesichts der steigenden Anzahl von Elektrofahrzeugen auf Singapurs Straßen wird das Netz auf bis zu 87 Ladesäulen erweitert. Bosch Software Innovations hat eine offene Software- Plattform entwickelt, die ein breites Spektrum an emobility-diensten unterstützt. Hierzu gehört die Suche nach Ladestationen, die Identifizierung der Fahrer und das Laden der Fahrzeuge. Die Technologie ermöglicht zudem Echtzeit-Anbindung, Überwachung sowie Remote- Softwareaktualisierungen der Ladeinfrastruktur. Darüber hinaus erhält jeder Fahrer eines Elektroautos die Mög- lichkeit, die nächstgelegene verfügbare Ladestation über ein Online-Portal ausfindig zu machen. Ergänzt wird die Software durch einen zweisprachigen Call-Center-Support mit 24-Stunden-Service für die Beteiligten. Derzeit werden weltweit unterschiedliche Preismodelle für Elektromobilitätsprojekte verwendet. Singapur hat sich für die Einführung einer Pauschalgebühr in Höhe von 180 SGD pro Monat entschieden. Die Pauschale wird direkt an Bosch gezahlt und beinhaltet sämtliche von Bosch angebotene emobility-dienstleistungen. Zum Laden ihrer Elektrofahrzeuge erhalten alle Nutzer eine spezielle Karte im Kreditkartenformat, mit der sie sich an den Ladestationen ausweisen können. Blick in die Zukunft Die aktuelle Phase des Pilotprojekts wird voraussichtlich im Jahr 2013 enden. Bis dahin werden weiterhin die Daten der Fahrer von den Ladestationen erfasst, um mehr über deren Fahr- und Ladeverhalten zu erfahren. Abschließend wird die EV-Taskforce sämtliche Daten auswerten und eine Kosten-Nutzen-Analyse durchführen. Auf diesen Ergebnissen basierend wird sie Empfehlungen aussprechen, ob die Einführung von Elektrofahrzeugen in Singapur sinnvoll ist. Autorin: Stefanie Kowallick www.bosch-si.com/de/internet-der-dinge/mobility/projekte/ladeinfrastruktur-singapur/projekte-ladeinfrastruktur-singapur.html

Seite 18 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Aus der Praxis Wenn Prozesse ins Rollen kommen Die SBB Telecom, der Telekommunikations-Dienstleister der Schweizerischen Bundesbahn, hat die Bestell- und Abrechnungsprozesse in der Zugkommunikation automatisiert. Ab sofort werden die Prozesse rund um 5.000 SIM-Karten, 8.000 Handys, 5.000 Zubehör-Bestellungen und 10.000 Mutationen jährlich mit inubit abgewickelt. Glasfaser- und Kupferkabel, Analogfunksysteme, Festnetz und Mobiltelefonie: Die SBB Telecom, der interne Telekommunikations-Dienstleister der Schweizerischen Bundesbahn (SBB), verwaltet 37.000 GSM-Abonnements mit einem Bestellvolumen von 5.000 SIM-Karten, 8.000 Handys, 5.000 Zubehör-Bestellungen und 10.000 Mutationen jährlich mit einem Zuwachs von 20 Prozent. Um hierbei nicht den Überblick zu verlieren, wurden die Prozesse von der Bestellung bis zur Abrechnung dieser Leistungen mit inubit automatisiert. Angesichts des enormen Zuwachses erreichte das bestehende, auf Access basierende Billing- und Provisioning-System seinen End-of-life Status. Darüber hinaus erforderten die vielen Medienbrüche manuelle Eingaben an zahlreichen Stellen, was unweigerlich eine hohe Fehlerquote mit sich brachte. Eine neue Lösung, die den steigenden Mengen bei Einhaltung der erforderlichen Qualität und Servicezeit und im Rahmen der vorhandenen Ressourcen gewachsen war, wurde gesucht. Die Besonderheit dabei: Nicht nur die Bestell-Prozesse im Bereich der Zug-Kommunikation (GSM-Rail) sollten effizienter gestaltet werden. Auch die Prozesse für die Provisionierung und Verrechnung der GSM-Public-Geräte für das Netz der Swisscom waren betroffen. Angesichts des komplexen und hohen Bestellaufkommens galt es, die Prozesse über ein Business Process Management Tool zu optimieren. Eine durchgängige Dokumentation sollte sie nachvollziehbar und transparent machen. Hauptziel war die Vereinheitlichung und Modellierung der Prozesse, um sie anschließend ohne Medienbrüche über Workflows zu automatisieren. Manuelle Aufwände wie z. B. Druck und Papierversand sollten auf ein Minimum reduziert werden. Eine agile Anpassung an neue Anforderungen wurde vorausgesetzt. Durch die Einbindung der vorhandenen Systeme, wie z. B. der hausinternen Bestellapplikation, der Datenbank und des LDAP-Protokolls über eine zentrale Integrationsplattform, sollte darüber hinaus die Kommunikation zwischen den SBB-Mitarbeitern, Kunden aus konzessionierten Transportunternehmen (KTU), dem Bereich Business Mobile, GSM-Rail und dem Provider optimiert werden. Automatisierung entlang der Sales Support Prozesskette Pre- & After-Sales Support ordering Provisioning Billing / Rating Kunde / Besteller (U und UE) SBB Bestelltool, Inventar DB Produktkatalog 0-2 stufige Autorisation MAC Mobile Services Telecom SBB (Prozesse und Interaktionen) GSM-P DB GSM-R DB GSM-R Netz Leistungsverrechnung Reporting Kunde NOMS New Order Management System PBMS Provisioning und Billing Management System

März 2013 Ausgabe 02 InnovateIT Seite 19 Aus der Praxis Durchführung Um das Ziel effizienter Abläufe zu erreichen, wurden die unterschiedlichen Prozesse in Workshops zunächst ausführlich analysiert, vereinheitlicht und dokumentiert. Dabei wurden Nutzer von vornherein mit in den Änderungsprozess einbezogen und die unterschiedlichen Anforderungen priorisiert. Die iterative Vorgehensweise sah mehrere Phasen mit Benutzer- und Systemtests vor, um zu prüfen, ob alle Anforderungen erfüllt werden und die Lösung den Bedarf abdeckt. Ein Fallback-Szenario wurde eingerichtet, um eine saubere Migrationsprozedur zu ermöglichen und Datenverluste zu verhindern. Der Bahnbetrieb durfte zu keinem Zeitpunkt gefährdet werden. Besonderheiten ` ` Die Prozesse im Rahmen der Provisionierung der Abonnements im GSM-Rail Bereich müssen besonders zuverlässig bearbeitet werden können, da hier die Netz- elemente des GSM-Netzes konfiguriert werden und ein Fehler fatale Auswirkungen auf den Bahnbetrieb haben kann. Im Extremfall könnte es dazu kommen, dass Intercity-Züge auf der Strecke stehen bleiben, weil die Sicherheitseinrichtungen ansprechen. ` ` Für die Provisionierung der verschiedenen Vertragstypen war eine komplexe Benutzerinteraktion erforderlich, da viele verschiedene Rollen und Nutzer involviert sind. Die Benutzeroberfläche wurde mit ExtJS, dem Standard für komplexe GUIs, realisiert. ` ` Die Parameter der Verträge müssen dynamisch konfigurierbar sein, Eingabemasken müssen sich automatisch an die Parameter anpassen. Beispielsweise hat GSM-Rail andere Parameter als GSM-Public. Die Konfiguration der Dienste wird somit im GUI dynamisch, das heißt ohne Programmieraufwand, angepasst. Dies schlägt sich vor allem in wesentlich niedrigeren Kosten im Falle von Anpassungen der Dienste nieder. Auch diese User-Interfaces wurden mittels ExtJS realisiert. Ergebnis Mit der Prozessplattform wurden alle Medienbrüche eliminiert und die Prozesse weitgehend automatisiert: `` Verifikation der Bestellung ` ` Vertrag anlegen / aktualisieren ` ` Provisionierung (Bekannt machen SIM-Karte aktivieren) ` ` Programmieren der SIM-Karte via Card Reader oder OTA (Top Security Over The Air Transmission) Darüber hinaus wurde ein Web-basiertes GUI erstellt ` ` Monitoring von der Bestellung bis zur Auslieferung ` ` Überwachung des Rating Prozesses (Traffic Data) `Überwachung ` der Abrechnungsprozesse ` ` Task gesteuerter Bestell-Workflow Und wie geht es weiter? Momentan ist man bei der SBB damit beschäftigt, weitere Services umzusetzen und die bereits realisierten Prozesse zu optimieren. Unter anderem soll auch die interne Versandlösung integriert werden. Für die Benutzer soll ein zusätzlicher Service etabliert werden, über den sie die eigenen Kosten für Mobile Services über eine Web-Lösung überwachen können. Bei der SBB bleibt also alles weiter in Bewegung die Züge ebenso wie ihre Prozesse und natürlich die Mitarbeiter.. Urs Fankhauser, Projektleiter bei der SBB, fasst zusammen: Circa 70 Prozent der Bestellungen und Mutationen laufen heute zu 90 Prozent vollautomatisiert ab. Zusätzlich sind nun auch alle Prozesse dokumentiert. Auf dieser Basis werden wir zukünftig weiter unsere Geschäftsabläufe kontinuierlich optimieren. Autorin: Elena Lucas www.bosch-si.com/de/unternehmen/informationsmaterial/anwenderberichte/download-anwenderberichte.html

Seite 20 InnovateIT Ausgabe 02 März 2013 Aus der Praxis PostFinance erweitert Nutzung der Credit Risk Rating Platform Mit der Credit Risk Rating Platform (CRRP) von Bosch Software Innovations professionalisiert Post Finance, das Finanzinstitut der Schweizerischen Post, das Kreditrisiko-Controlling. Als eines der führenden Finanzinstitute in der Schweiz überprüft die PostFinance mit Hilfe der CRRP monatlich die Bonität aller Geschäfts- und Privatkunden. Dafür nutzt das Institut neben Kontosalden und -verläufen auch die Kreditkartenumsätze. Das Kreditausfallrisiko wird durch Scoring-Modelle basierend auf typischen Kreditkennziffern berechnet. Klare Anforderungen an neue Lösung Die Entscheidung für Bosch Software Innovations war an klare Anforderungen geknüpft. Die PostFinance nutzte vor der Credit Risk Rating Platform eine Eigenentwicklung, um aus Saldenverläufen auf Kundenkonten Bonitätskennziffern und Ausfallwahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Die verwendeten Scorecards waren nicht so anwenderfreundlich wie gewünscht und auch nicht grafisch modellierbar. Steigende Anforderungen an Per- Die visuelle Darstellung ermöglicht uns eine relativ einfache und intuitive Regelmodellierung ohne Programmierkenntnisse. Die Scorecard-Modelle sind somit schnell anpassbar. Peychyn Lai, Fachexpertin im Risikomanagement der PostFinance formance und Revisionssicherheit sowie der Anspruch an voll integrierte und automatisierte Prozesse führten zur Ablösung der vom Institut selbst entwickelten Anwendung. Ziel der neuen Lösung war es, für jeden Geschäfts- und Privatkunden einen Kreditrisiko-Score und Kennziffern wie Verlustquote (LGD), erwarteter Verlust (EL) und