Bildungszielplanung 2016
Erläuterungen zu den Überlegungen/Analysen, die der Detailplanung zu Grunde liegen (z.b. Überlegungen zu Bedarfs- und oder Angebotsorientierung, Sondereffekten, usw.) Die Bildungszielplanung enthält die Schwerpunkte der Weiterbildungsförderung für das Jahr 2016 der Agentur für Arbeit und den n Süd und Nord. Wie in den Vorjahren wurden Kammern, Wirtschaftsfördergesellschaften und Bildungsträger in der Region zu ihren Einschätzungen befragt. Diese Erkenntnisse sind in die Planung eingeflossen. Für die Ausgestaltung der konkreten Bildungsziele und den geschätzten Eintrittsbedarf lagen insbesondere folgende Überlegungen und Analysen zugrunde: Langfristige Maßnahmen, die zu einem anerkannten Abschluss führen werden vermehrt gefördert. Kurze Maßnahmen bleiben auch weiterhin ein wichtiger Baustein für zeitnahe Integrationen. Betriebliche Einzelumschulungen (BEUS) ermöglichen eine individuellere und betriebsnahe Qualifizierung mit sehr guten Integrationschancen. Deswegen werden für 2016 erstmalig betriebliche Einzelumschulungen gesondert geplant und ausgewiesen. In dem Zusammenhang gewinnt auch die Förderung von ubh (umschulungsbegleitende Hilfen) weiter an Bedeutung. Die ungebrochen hohe Nachfrage an Fachkräften im Gesundheits- und Erziehungswesen wurde berücksichtigt. Umschulungen zum Erzieher sind vor dem Hintergrund der rechtlichen Situation weiterhin nicht geplant. Dreijährige Umschulungen zum/zur Altenpfleger/in können nach geltender Rechtslage nur bis zum 31.03.2016 gefördert werden ( 131 b SGB III). Beginntermine nach dem 31.03.2016 stehen daher unter einem Regelungsvorbehalt. Der Einfluss durch die Flüchtlinge im Landkreis ist nur schwer konkret zu planen. Berufliche Qualifizierung und Integration ist neben der Sprachförderung eine der wichtigsten Säulen für eine erfolgreiche Integration. Zusätzliche / andere Eintritte als die geplanten Maßnahmen sind deswegen nicht ausgeschlossen. AVGS-Maßnahmen sind nicht in der Bildungszielplanung enthalten, nehmen aber im Instrumentenmix insb. in den n auch 2016 einen hohen Stellenwert ein. Die Planung für 2016 hat sich mit 1210 Eintritten leicht reduziert. Im Gegensatz dazu ist die Anzahl der geplanten abschlussorientierten Maßnahmen auf 248 Eintritte gestiegen. Der geschätzte Eintrittsbedarf wird insgesamt (SGB III und SGB II) und dann getrennt für die Agentur und die beiden ausgewiesen. Da der Arbeitsmarkt in sehr differenziert zu betrachten ist, sind regionale Besonderheiten jeweils aufgeführt. Plangrößen mit wenigen Bedarfen und Einmaleffekte werden nicht ausgewiesen. Für Anregungen und Fragen stehen die jeweiligen Ansprechpartner in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und in den n selbstverständlich gern zur Verfügung. Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 2 von 10
Kontaktdaten in der Agentur für Arbeit und den n Nord und Süd u.a. für die Zusendung von Anwesenheitslisten und Informationen Agentur für Arbeit Ansprechpartner für Bildungsträger Kontaktdaten für die Zusendung von Unterlagen Name Funktion E-Mail, Telefon Postanschrift E-Mail Haike Gerwien Wolgast Barbara Trotzky FbW-Ansprechpartnerin, Arbeitsvermittlerin Anklam Pasewalk / Ueckermünde Bärbel Klostermann Jutta Kasel FbW-Koordinatorin, Teamleiterin FbW-Ansprechpartnerin, Arbeitsvermittlerin Teamleiterin Haike.Gerwien@arbeitsagentur.de 03834 / 517 215 Barbara.Trotzky@arbeitsagentur.de 03836 / 258 119 Baerbel.Klostermann@arbeitsagentur.de 03971 / 257 210 Jutta.Kasel@arbeitsagentur.de 03973 / 202 208 Agentur für Arbeit 17474.121-Vermittlung@arbeitsagentur.de Wolgast.122-Vermittlung@arbeitsagentur.de Anklam.123-Vermittlung@arbeitsagentur.de Ueckermuende.Pasewalk-124-Vermittlung@arbeitsagentur.de Nord Ansprechpartner für Bildungsträger Kontaktdaten für die Zusendung von Unterlagen Name Funktion Telefon Postanschrift E-Mail Vorpommern Nord Christa Seeler Bereichsleiterin Am Gorzberg Haus 10 Christa.Seeler@jobcenter-ge.de 03834 / 435 3100 17489 FbW-Koordinatorin, Vorpommern Nord Rena Nytz Teamleiterin Markt & Am Gorzberg Haus 10 Rena.Nytz@jobcenter-ge.de 03834 / 435 1057 Integration 17489 Süd Ansprechpartner für Bildungsträger Kontaktdaten für die Zusendung von Unterlagen Name Funktion E-Mail, Telefon Postanschrift E-Mail Kristin.Filbrandt@jobcenter-ge.de FbW-Koodinatorin; Kristin Filbrandt Bereichsleiterin 03973 / 2254 547 Süd Marktstr. 58-60 17309 Pasewalk jc-vg-sued@jobcenter-ge.de Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 3 von 10
Maßnahmen mit laufendem Einstieg ohne Qualifizierung Beschäftigter (1/3) Eintrittsbedarf gesamt Agentur für Arbeit Süd Nord Erwerb von Schweißberechtigungen bzw. Wiederholungsprüfungen, insb. MAG, WIG Lichtbogenschweißen Feinkorn, Isometrie 174 147-27 Anhaltend hohe Nachfrage, ggf. überregionale Beschäftigungsmöglichkeiten. Der Bedarf an spezifischen Schweißberechtigungen steigt. Ein Bedarf besteht insb. in und Wolgast. Transport und Logistik, darunter u.a. Erwerb Führerschein Klasse C/CE ADR-Schein Ladekran, Gabelstapler EU-Kraftfahrerkompetenz Boten- / Kurierdienst Baumaschinenberechtigungen 279 155 50 74 Konstant hohe Nachfrage mit guten Integrationschancen, insb. in der nationalen und internationalen Speditionsbranche. Metall- und Maschinenbau, insb. Rohrvorrichter Turbinenmechaniker Offshore-Windkraft 15 15 - - Weiterhin hohe Nachfrage, allerdings nur noch in Einzelfällen geeignete Bewerber Schutz-, Sicherheit- und Überwachung z.b. Sachkundeprüfung 53 20 3 30 Bedarf aufgrund der Altersstruktur der Beschäftigten und dem Bedarf in Flüchtlingsunterkünften Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 4 von 10
Maßnahmen mit laufendem Einstieg ohne Qualifizierung Beschäftigter (2/3) Eintrittsbedarf gesamt Agentur für Arbeit Süd Nord Vorbereitung auf die Externenprüfung zum Erwerb eines Berufsabschlusses 10 5 5 - Individueller Bedarf mit hohen Integrationschancen Modular kaufmännisch/verwaltung Abrechnungssysteme Buchhaltung (Datev), CAD/SAP IT-Qualifizierung Callcenter Englisch 303 200 50 53 Konstante Nachfrage von kaufmännischen Fachkräften mit Spezialwissen. Die Qualifizierung für Callcenter erfolgt nur teilweise über FbW Modular gewerblich/technisch, u.a. CNC, SPS, CAD Elektrotechnik Heizung, Sanitär, Lüftung, Metall Gebäudereinigung Windkraft 110 10-100 Das JC VG Nord plant Qualifizierungen im Helferbereich für die überregionale und regionale Vermittlung. Modular Verkauf Kommunikationstraining Vertrieb Verkaufs- und Kassentraining 22 4-18 Geringfügige Beschäftigung im Handel weiterhin sehr ausgeprägt, Qualifizierung deswegen nur im Einzelfall sinnvoll Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 5 von 10
Maßnahmen mit laufendem Einstieg ohne Qualifizierung Beschäftigter (3/3) Eintrittsbedarf gesamt Agentur für Arbeit Süd Nord Modular Hotel/Gastronomie gehobene Küche Service, Empfang, Housekeeping a la carte / Frischeküche Hotelsoftware berufsbezogene Fremdsprachen, insb. Englisch (ggf. auch Polnisch oder Französisch) 52 21-31 Ein Bedarf besteht insb. in der Tourismusregion Insel Usedom. Die Bewerbergewinnung wird schwieriger. Durch flexiblere Einsatzgebiete werden umfangreichere Kenntnisse benötigt Modular Gesundheit und Pflege Lymphdrainage Manuelle Therapie Schwesternhelfer Betreuungskraft in Pflegeeinrichtungen Wellness 142 79 30 33 Es besteht weiterhin ein konstanter Bedarf. Wellnessqualifizierungen werden insb. in der Tourismusregion Insel Usedom nachgefragt. Arbeiten in Skandinavien 3 - - 3 Weiter rückläufiger Bedarf Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 6 von 10
Umschulungen ohne Qualifizierung Beschäftigter (1/1) Eintrittsbedarf gesamt Agentur für Arbeit Süd Nord Altenpfleger/in (2- bzw. 3-jährige Umschulung) 62 32 5 25 Weiterhin hoher Fachkräftebedarf Regelungsvorbehalt (siehe Vorbemerkungen) Altenpflegehelfer/in 64 23 15 26 Steigende Nachfrage und ggf. als Alternative zur 3-jährigen Umschulung. Gesundheits- und Krankenpfleger/in 13-5 8 - Umschulungen im Hotel- und Gaststättenbereich Koch/Köchin HoFa, ReFa 7 - - 7 Bedarfe vorhanden, aber schwierige Teilnehmergewinnung. Teilweise BEUS geplant Steuerfachangestellte/r 15 14-1 Ggf. auch als betriebliche Umschulung sinnvoll Fachkraft Schutz- und Sicherheit 12 5-7 Konstante Nachfrage Betriebliche Einzelumschulungen, z.b. Rechtsanwaltsfachangestellte/r Elektroniker/in medizinische Fachangestellte/r HoGa Gießerei Bau 47 24 10 13 Individuelle Bedarfe können mit BEUS besser abgedeckt werden. Ggf. können auch offene Ausbildungsstellen besser besetzt werden. Nach Bedarf mit ubh-unterstützung. Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 7 von 10
Modulare Weiterbildung für Beschäftigte - WeGebAU (1/2) Eintrittsbedarf Erwerb von Schweißberechtigungen bzw. Wiederholungsprüfungen 5 Schwerpunkte siehe oben Transport und Logistik 9 Schwerpunkte siehe oben Schutz-, Sicherheits- und Überwachung z.b. Sachkundeprüfung Modular kaufmännisch/verwaltung Abrechnungssysteme Buchhaltung (Datev) IT-Qualifizierung CAD/SAP Modular gewerblich/technisch, u.a. Metall (CNC, Drehen, Fräsen) SPS Auto-CAD SolidWorks 2-5 - 4 - Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 8 von 10
Modulare Weiterbildung für Beschäftigte - WeGebAU (2/2) Eintrittsbedarf Modular Hotel/Gastronomie gehobene Küche Service, Empfang, Housekeeping a la carte / Frischeküche Hotelsoftware Modular Gesundheit und Soziales u.a. Altenpflege, Demenzbetreuung Pflegedienstleiter Praxisanleiter Manuelle Therapie Lymphdrainage Kita-Leitung Pädagogik 2-20 - Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 9 von 10
Umschulungen im Rahmen Qualifizierung Beschäftigter - WeGebAU (1/1) Eintrittsbedarf Altenpfleger/in (2- bzw. 3-jährige Umschulung) 19 - Altenpflegehelfer/in 5 - Fachkraft Schutz und Sicherheit 2 In der Vergangenheit wurde bereits viele berufsbegleitende Umschulungen gefördert. Bedarf besteht berufsbegleitend noch im Einzelfall (z.b. Frauen). Betriebliche Einzelumschulungen 2 BEUS werden nur vereinzelt über WeGebAU gefördert. Bildungszielplanung 2016, Agentur für Arbeit und Seite 10 von 10