Getreide-Futterwerte 2015



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35,9 34,4 34,9 35, Rohprotein 7,8 (% der T) (4,2-13,8) 7,3 8,0 7,7 8,1 < 9 nxp 135 (g/kg T) ( )

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Transkript:

Getreide-Futterwerte 2015 Für eine gezielte Fütterung und die Optimierung von hofeigenen Mischfuttermitteln für Ferkel, Sauen oder Mastschweine ist es unerlässlich, die Inhaltsstoffe des zu verfütternden Getreides zu kennen. Eine Fehleinschätzung bei den Inhaltsstoffen kann entweder zu Minderleistungen der gefütterten Tiere oder zu teurem Luxuskonsum beim zugekauften Ergänzungsfutter führen. Die Ergebnisse der LUFA Nord-West zeigen, dass sich aufgrund der großen Schwankungen von Probe zu Probe bei der Rationsgestaltung nicht auf Durchschnitts- oder Tabellenwerte verlassen werden sollte. Erst eine gezielte Untersuchung des Getreides liefert die Informationen für die Zusammenstellung einer für die Tiere leistungsgerechten Futterration. Bei einem Rationsanteil des Getreides von über 70 % in einer Futtermischung für Schweine kann der Proteingehalt der eigenen Ernte erhebliche Auswirkungen auf die notwendige Zukaufmenge von Proteinergänzern haben. Ergebnisse der Getreideanalysen 2015 Die Ergebnisse der bisher etwa 1000 von der LUFA Nord-West untersuchten Getreideproben der diesjährigen Ernte werden in den folgenden Tabellen 1 bis 4 zusammengefasst und mit den Durchschnittswerten der Vorjahre verglichen. Für die meisten hier ausgewerteten Parameter zeigt sich, dass der Durchschnitt der aktuellen Proben nur punktuell vom langjährigen Mittel abweicht. Das kalte und trockene Frühjahr in Niedersachsen ließ zuerst befürchten, dass die diesjährige Getreideernte schlecht ausfallen wird. Die Bestände konnten sich jedoch durch die darauf folgende Wärme und den ausreichenden Niederschlag erholen, sodass gute Erträge erzielt werden konnten. Probleme gab es dann leider bei der Ernte von Weizen, Triticale und Roggen, die sich Witterungsbedingt verzögert hat. Die Rekordertäge aus dem Erntejahr 2014 konnten leider nicht wiederholt werden. Aufgrund der etwas geringeren Erträge stieg der Proteingehalt bei Roggen, Triticale und Weizen jedoch wieder an, der im letzten Jahr sehr niedrig war. Auch der Stärkegehalt hat sich positiv entwickelt. Bei den Ergebnissen der Gerstenproben in Tabelle 1 fällt auf, dass die Rohproteingehalte in den Proben der 2015er Ernte mit durchschnittlich 9,8 % noch einmal das Vorjahresniveau unterboten haben. Die Werte schwanken dabei zwischen 6,5 % und 14,7 %. Der Stärkegehalt liegt mit durchschnittlich 52,1 % über dem Vorjahresniveau und weist den höchsten Stärkegehalt seit 2012 auf. Beim Roggen (Tabelle 2) zeigt der Proteingehalt wieder einen Aufwärtstrend und erreicht den Gehalt aus dem Jahr 2013. Der Stärkegehalt liegt ebenfalls mit 56,0 % über dem Vorjahresniveau. Bei Stärke kann ein Aufwärtstrend seit 2008 erkannt werden. Dahingegen sinkt in diesem Jahr der Rohfett- und der Rohfasergehalt ab. Der Futterwert des diesjährigen Futterweizens ist in Tabelle 3 dargestellt. Es zeigt sich, dass auch beim Weizen die Rohproteingehalte in diesem Jahr mit durchschnittlich 11,2 % im Vergleich zum Vorjahr wieder ansteigen. Der durchschnittliche Stärkegehalt liegt bei 61,1 %. Beim Weizen sind die Schwankungen 1

in der sehr ausgeprägt (13,1 14,3 MJ/kg), der durch die ebenfalls hohen Schwankungsbreiten bei Stärke und Protein beeinflusst wird. Triticale (Tabelle 4) zeigt mit wieder höheren Rohprotein- (10 %) und sehr hohen Stärkegehalten (61 %) den gleichen Trend wie Weizen. Alle Getreidesorten erreichten im Mittel den Zielwert für die Trockensubstanz von über 86 %, sodass die Lagerstabilität gegeben ist. Tabelle 1 Inhaltsstoffe und Energiegehalte Gerste 2015: n = 347 2015 2014 2013 2012 2011 Trockensubstanz 86,3 (T) in % (75,5-90,8) Rohprotein 9,8 (%)* (Nx6,25) (6,5-14,7) Rohfett 2,8 (%)* mit HCl (1,6-3,4) Rohfaser 5,3 (%)* (2,1-7,3) Stärke 52,1 (%)* (41,5-61,1) 12,7 (12,0-13,8) 86,3 87,6 86,3 85,4 10,1 10,4 10,4 11,5 2,8 2,8 2,8 2,7 5,3 5,2 4,8 4,7 51,2 51,9 52,7 50,3 12,7 12,8 12,9 13,0 2

Tabelle 2 Inhaltsstoffe und Energiegehalte Roggen 2015: n = 206 2015 2014 2013 2012 2011 Trockensubstanz 86,5 (T) in % (80,3-89,7) Rohprotein 8,4 (%)* (Nx6,25) (6,2-11,9) Rohfett 1,6 (%)* mit HCl (1,1-1,9) Rohfaser 2,0 (%)* (1,1-3,4) Stärke 56,0 (%)* (52,7-60,2) 13,7 (13,2-14,0) 85,9 86,5 86,1 85,1 7,9 8,4 8,3 10,4 1,7 1,8 1,8 1,8 2,3 2,6 2,5 2,4 55,5 55,2 55,6 52,4 13,6 13,5 13,5 13,7 3

Tabelle 3 Inhaltsstoffe und Energiegehalte Weizen 2015: n = 278 2015 2014 2013 2012 2011 Trockensubstanz 86,3 (T) in % (80,9-93,0) Rohprotein 11,2 (%)* (Nx6,25) (8,4-13,8) Rohfett 2,0 (%)* mit HCl (1,6-2,9) Rohfaser 2,5 (%)* (1,6-3,8) Stärke 61,1 (%)* (52,0-66,1) 13,9 (13,1-14,3) 85,4 86,4 86,3 84,9 10,5 10,9 10,9 12,0 2,2 2,3 2,2 2,1 2,6 2,8 2,6 2,8 59,8 59,5 59,8 59,0 13,8 13,8 13,9 13,9 4

Tabelle 4 Inhaltsstoffe und Energiegehalte Triticale 2015: n = 173 2015 2014 2013 2012 2011 Trockensubstanz 86,3 (T) in % (81,3-89,7) Rohprotein 10,0 (%)* (Nx6,25) (7,4-12,6) Rohfett 1,7 (%)* mit HCl (1,4-2,8) Rohfaser 2,3 (%)* (1,2-5,3) Stärke 61,0 (%)* (45,7-66,2) 13,8 (12,3-14,2) 85,4 87,1 86,0 85,7 9,6 9,7 9,8 11,3 1,8 2,0 1,9 2,0 2,4 2,6 2,5 2,5 59,7 59,3 59,6 57,2 13,7 13,7 13,7 13,8 Aminosäuregehalte als wichtige Zusatzinformation Zusätzlich zu den Gehalten an Trockensubstanz, Rohnährstoffen und Energie werden bei der Untersuchung von Gerste, Roggen, Triticale und Weizen auch die wichtigsten Aminosäuren angegeben. In Tabelle 5 sind die in der Schweinefütterung als erstes limitierend wirkenden Aminosäuren, die mittels Degussa-Schätzformeln aus dem Rohprotein berechnet wurden, aufgeführt. Dabei ist beispielsweise Gerste dem Weizen im Lysingehalt oft überlegen. Dieses sollte bei der Rationsberechnung unbedingt entsprechend berücksichtigt werden. 5

Tabelle 5 Aminosäuren 2015 (berechnet mit Degussa-Formel) /(Schwankungsbreiten) Gerste Roggen Triticale Weizen n= 347 n = 206 n = 173 n = 278 Lysin 0,36 0,31 0,33 0,31 (%)* (0,29-0,48) (0,26-0,40) (0,27-0,39) (0,26-0,39) Methionin & Cystin 0,38 0,34 0,39 0,43 (%)* (0,28-0,52) (0,27-0,44) (0,32-0,47) (0,34-0,54) Threonin 0,33 0,28 0,31 0,32 (%)* (0,24-0,47) (0,22-0,37) (0,24-0,38) (0,25-0,41) Tryptophan 0,12 0,09 0,11 0,14 (%)* (0,09-0,17) (0,08-0,12) (0,09-0,13) (0,12-0,17) Getreide als Ausgleichsfuttermittel für Rinder In den letzten Jahren wird in einigen Rinderbetrieben Getreide auch immer häufiger als Ausgleich für proteinlastige Rationen auf Grassilagebasis eingesetzt. Deshalb werden auch routinemäßig die Energieschätzung auf Basis der Verdaulichkeit der einzelnen Rohnährstoffe und die Proteinbewertung für die Wiederkäuerfütterung in den Prüfberichten ausgewiesen. Die Ergebnisse der diesjährigen Ernte sind in Tabelle 6 zusammengefasst. Tabelle 6 Energie- und Proteinbewertung für Rinder 2015 /(Schwankungsbreiten) Gerste Roggen Triticale Weizen ME-Rind 11,3 11,7 11,7 11,8 (11,1-11,4) (11,7-11,8) (11,6-11,9) (11,7-12,0) NEL 7,1 7,5 7,4 7,5 (7,0-7,1) (7,5-7,5) (7,4-7,5) (7,4-7,6) nxp 141 145 146 150 (g/kg)* (132-154) (142-151) (142-150) (144-158) RNB -7,0-9,8-7,4-6,1 (g/kg)* (-10,8 bis -1,0) (-12,8 bis -5,0) (-10,9 bis -3,8) (-9,6 bis - 1,1) Mykotoxine Mit Mykotoxinen sind im Zusammenhang mit der Getreideernte meistens die beiden wichtigsten Fusarientoxine Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (Zea) gemeint. Die Hauptrisikofaktoren für eine verstärkte Mykotoxinbildung sind eine nasse Witterung zur Getreideblüte, sowie der Anbau von fusarienanfälligen Getreidesorten und Mais als Vorfrucht bei pflugloser Bodenbearbeitung. Für die Untersuchung von Futtermitteln auf DON und Zearalenon stehen zwei Verfahren zur Verfügung. Das ELISA-Verfahren bietet sich zur ersten groben Orientierung gerade bei Getreidepartien an, während das HPLC-Verfahren zur 6

Bestätigung und zur exakten Feststellung der tatsächlichen Gehalte, gerade in Mischfuttermitteln, genutzt werden sollte. Nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen ist wieder nur ein relativ geringer Teil der diesjährigen hiesigen Getreideernte, im Gegensatz zur Maisernte, in nennenswertem Maße mit Fusarientoxinen belastet. Das für die Sauenfütterung wichtige Mykotoxin Zearalenon und auch DON konnte nur in einer sehr geringen Anzahl von Proben nachgewiesen werden. Zusammenfassung Die Untersuchungen von Futtergetreide der Ernte 2015 zeigen, dass bei Roggen, Triticale und Weizen die Rohproteingehalte im Gegensatz zum Vorjahr wieder angestiegen sind. Die durchschnittlichen Energiegehalte liegen, bei allen vorgestellten Getreidearten in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Auffällig sind auch in diesem Jahr wieder die sehr großen Schwankungen bei den Inhaltsstoffen innerhalb der Getreidearten. Die Gehalte der Fusarientoxine DON und Zearalenon sind nach diesem Sommer 2015 für die meisten Partien unkritisch. Insgesamt ist in diesem Jahr durchschnittlich eine gute Getreidequalität eingefahren worden. Maike Fritz LUFA Nord-West, Institut für Futtermittel 7