PASSIVHAUS OBJEKTDOKUMENTATION Einfamilienhaus in Stans/Tirol/Österreich Frühjahr 2013 Rendering 3D Verantwortlicher Planer/GU: Bmstr. Ing. Werner Westreicher www.massiv-haus.at Das gegenständliche Objekt befindet sich in Stans/Tirol, es handelt sich um ein freistehendes, vollunterkellertes Einfamilienhaus in Hanglage mit leichter Süd-Ost Ausrichtung. Das Haus wird von zwei Personen seit Jänner 2013 bewohnt. Besonderheiten: Geplant ist die Errichtung einer PV Anlage einerseits auf dem Flachdach und andererseits auf dem Garagendach als Brüstung/Absturzsicherung. U-Wert Außenwand: 0,095 W/m²K U-Wert Kellerdecke: 0,142 W/m²K U-Wert Dach: 0,100 W/m²K U-Wert Fenster: 0,780 W/m²K Wärmerückgewinnung: 85% PHPP Jahres Heizwärmebedarf: 14,15 kwh/(m²a) PHPP Primärenergiebearf: 83 kwh/(m²a) Drucktest-Luftwechsel n50: 0,2 1/h Objektdokumentation Seite 1 von 14 Stand: 07/2013
1. BAUAUFGABE Von Seiten des Bauherrn war ein schlichter, kubischer Baukörper in massiver Passivhausbauweise gefordert, bei vorgegebenem Kostenrahmen, welcher nicht überschritten werden durfte. Durch die Hanglage bot sich der Zugang im Untergeschoss an, die Doppelgarage wurde thermisch komplett vom Gebäude getrennt, das vorgezogene Flachdach dient als Eingangsüberdachung. Im Untergeschoss sind die Haustechnik, Weinlager, ein kleiner Fitnessraum und ein Gästezimmer untergebracht. Das EG ist weitestgehend offen gestaltet, mit Lebensraum, Tages-WC, kleinem Büro und Ausgang auf die überdachte Terrasse. Das OG beinhaltet das Schlafzimmer mit Schrankraum, getrenntes WC, Wellnessbereich und Leseecke. 2. ANSICHTSFOTOS Ansicht SÜD Panormafoto für Verschattung Objektdokumentation Seite 2 von 14 Stand: 07/2013
Ansicht OST Ansicht NORD Objektdokumentation Seite 3 von 14 Stand: 07/2013
Ansicht NORD und OST Ansicht NORD und WEST Objektdokumentation Seite 4 von 14 Stand: 07/2013
Frei stehende Badewanne mit Blick ins Inntal. Die großen Fixverglasungen ermöglichen die solaren Gewinne. 3. SCHNITTZEICHNUNG PASSIVHAUS DABERNIG STANS/TIROL Das gesamte Gebäude inkl. Untergeschoss ist in der wärmegedämmten Hülle. Soweit möglich wurde im nicht erdberührten Bereich auf Stahlbetonwände zu Gunsten von YTONG Wänden verzichtet. Objektdokumentation Seite 5 von 14 Stand: 07/2013
Die Garage ist vom Haus thermisch komplett getrennt, ebenso wie die vorgesetzte Terrasse, welche im EG für einen überdachten Freiplatz und im OG als Sonnenterrasse dient. Fixiert wird die Stahlkonstruktion mit Schrauben aus Edelstahl. 4. GRUNDRISSE PASSIVHAUS DABERNIG STANS/TIROL Im Untergeschoss sind der Zugangsbereich (Windfang), ein Gästezimmer mit DU/WC, der Fitnessraum, ein Weinkeller, ein kleines Lager und der Haustechnikraum untergebracht. Objektdokumentation Seite 6 von 14 Stand: 07/2013
Das Erdgeschoss beinhaltet einen offenen Wohn-/Ess-/Kochbereich mit Ausgang auf die Terrasse, das Tages-WC und ein kleines Büro. Von allen Räumen öffnen sich große, fix verglaste Fensterflächen Richtung Süden. Das Obergeschoss verfügt über einen großzügigen Wellnessbereich, ein davon getrenntes WC, eine Leseecke und das Elternschlafzimmer mit begehbarem Schrankraum. Objektdokumentation Seite 7 von 14 Stand: 07/2013
5. KONSTRUKTIONSDETAILS PASSIVHAUS DABERNIG STANS/TIROL 5.1 Bodenplatte Bodenplatte: Sauberkeitsschicht 10 cm, Dämmung 16cm WLG 0,038, Stahlbeton 25cm, Dämmung 18 cm WLG 0,031, Estrich 6 cm, Bodenbelag U Wert = 0,097 (W/m²K) 5.2 KG Außenwände Außenwand KG 1: Stahlbetonwand 25 cm, Dämmung 25cm WLG 0,035, Erdreich U Wert = 0,135 (W/m²K) Außenwand KG 2: Innenputz 1 cm, YTONG Mauerwerk 25 cm WLG 0,11, Dämmung 25cm WLG 0,031, Klebespachtel, Silikatputz U Wert = 0,095 (W/m²K) Das WDVS System wurde zweilagig verlegt, die 1. Lage mit einer Stärke von 15 cm und die Zweite mit einer Stärke von 10 cm. Die 1. Lage in Punkt Wulstverklebung, die 2. Lage wurde vollflächig verklebt. Nur die 1. Lage wurde gedübelt - Vermeidung von WB. Objektdokumentation Seite 8 von 14 Stand: 07/2013
5.3 Dachaufbau Umkehrdach: Stahlbetondecke 20 cm, Gefällebeton, Dämmung 36 cm WLG 0,037, Gittergelege, Kiesschüttung U Wert = 0,100 (W/m²K) 5.4 Fensterschnitte und Einbaudetaille Objektdokumentation Seite 9 von 14 Stand: 07/2013
Der Sturzbereich erhält eine zusätzliche Dämmung. Fenster werden mit der Wand bündig montiert, verkürzte Aluschale, größtmögliche Stocküberdämmung. Im Sockelbereich wird die Kunststofftransportschiene durch einen wesentlich besser dämmenden Pureniteinbau ersetzt. Die Endwinkel der Alu - Fensterbank werden bereits montiert und in das WDVS System eingearbeitet. T- FAL Leisten außen, dreidimensional beweglich, windund schlagregendicht. Fensterbankanschluss unten Die Purenitschiene ist innen gut sichtbar, inkl. der innenliegenden Verklebung. Dreiseitig werden T- FAL Dichtleisten luftdicht, mit Lippendichtung, diffusionsdichter als außen montiert. Das Parapet wird zum Schluss noch auf die korrekte Höhe gemauert und mit dem Innenputz zur Herstellung der luftdichten Ebene versehen. Objektdokumentation Seite 10 von 14 Stand: 07/2013
Schnitt durch Sonnenschutz Der Sturzbereich wird zusätzlich gedämmt, die Raffstorekästen und die seitlichen Führungsschienen werden thermisch vom Mauerwerk bzw. Fensterrahmen getrennt. Einbau der Fenster flächenbündig bzw. um die Stärke des Klebers der Fassadendämmplatten in die Dämmebene versetzt. 6. Beschreibung der Luftdichten Hülle, Drucktestergebnis Die luftdichte Ebene beim Massivbau bildet der Innenputz, sauber bis auf den Rohboden ausgeführt. Sämtliche Anschlüsse an Fenstern/Öffnungen sind mit systemgerechten Bändern bzw. Leisten ausgeführt, alle sonstigen Durchdringungen (Haustechnik, Elektrotechnik) entsprechend abgedichtet. Das Drucktestergebnis betrug: 0,2 1/h Objektdokumentation Seite 11 von 14 Stand: 07/2013
7. Haustechnik Eingebaut wurde das Kompaktgerät (Stiebel Eltron LWZ 304), zertifiziert durch das PHI Darmstadt. Komplettsystem zur zentralen Be- und Entlüftung, zentralen Warmwasserbereitung, gesamten Wärmeversorgung für die Heizung und Kühlung von Wohnungen und Einfamilienhäusern. Wärmerückgewinnung aus der Abluft über Kreuz-Gegenstrom- Wärmeaustauscher und Luft/Wasser- Wärmepumpe. Zusätzliche Wärmegewinnung aus der Außenluft. Einspeisung der zurückgewonnenen Wärme in die Zuluft, den Warmwasserspeicher und in die Heizung. Elektrische Notheizung. Zusätzlicher Solarwärmeaustauscher im Heizkreis zur Nutzung von Solarthermie und innovativer Außenluft-Vorwärmung über einen Unterkühler Steigschacht für die Zu- u. Abluftleitungen, sowie der gedämmten Wasser-/Heizungszuleitungen. An der Außenwand wurden bereits in dieser Bauphase im Bereich des Fußbodenaufbaues bzw. der späteren Vormauerung die Außenwände verspachtelt, um die luftdichte Ebene in jedem Fall gewährleisten zu können. Verbrauchte, feuchte aber warme Luft wird aus Bad, Küche und WC abgesaugt. Frische, gefilterte aber kalte Luft vom Freien angesaugt vorgewärmt und anschließend den Wohnräumen zugeführt. Objektdokumentation Seite 12 von 14 Stand: 07/2013
8. PHPP Ergebnis Objektdokumentation Seite 13 von 14 Stand: 07/2013
9. Baukosten keine Angaben! 9.1 Bauwerkskosten keine Angaben! 9.2 Baujahr 2012 2013 9.3 Planung und Passivhausprojektierung f.i.p. Massivhaus Systembau GmbH Bmstr. Ing. Werner Westreicher Grabenweg 64/3 SOHO 6020 Innsbruck info@massiv-haus.at www.massiv-haus.at 9.4 Projektleiter / Generalunternehmer f.i.p. Massivhaus Systembau GmbH Herr Bmstr. Ing. Werner Westreicher Grabenweg 64/3 SOHO 6020 Innsbruck info@massiv-haus.at www.massiv-haus.at 9.5 Planung / Ausführung der Haustechnik Heizung Sanitär Solar Hartwig Gstrein GmbH Herr Gstrein Hartwig Unterdorf 51 6473 Wenns 9.6 Fenster, Haustür, Sonnenschutz Tischlerei Tilg GmbH & CO KG Herr Arthur Tilg Starkenbach 12 6491 Schönwies Objektdokumentation Seite 14 von 14 Stand: 07/2013