12.08.2014 Segment 5: Nachfragersegmente im Wohnungsmarkt 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 Fahrländer Partner AG Raumentwicklung Eichstrasse 23 8045 Zürich +41 44 466 70 00 info@fpre.ch www.fpre.ch
2. 5.1 : Einleitung Rund 19 % der Schweizer Haushalte zählen zur Aufgeschlossenen Mitte. Es ist dies das bevölkerungsreichste Segment, das sowohl bezüglich Status als auch in Bezug auf die Grundorientierung die Mitte der Gesellschaft repräsentiert. Sie orientiert sich an den Werten und Normen der Bildungsorientierten Oberschicht. Die wohnt vor allem in geräumigen 3- bis 5-Zimmerwohnungen an suburbanen Lagen. Die Ansprüche an die Wohnung sind relativ hoch, beim Standort werden Kompromisse eingegangen. 5.2 : Beispiele dreier fiktiver Haushalte Die nachfolgenden Beispieltexte sollen einen schnellen Zugang zu den beschriebenen Nachfragersegmenten ermöglichen. Sie sind stark überzeichnet, klischeehaft und basieren nicht auf einer wissenschaftlichen Grundlage. Familie Meier, Familie mit Kindern Sven Meier ist in einem Regionalspital Physiotherapeut. Sein grosses Ziel ist eine eigene Praxis. Er lebt mit seiner Frau Ursula in einem Einfamilienhaus auf dem Land. Ursula arbeitet Teilzeit auf der Gemeindeverwaltung. Sie leben in einer neuen Wohnsiedlung am Dorfrand in der alle Häuser ähnlich sind. Sie haben zwei Kinder, die zur Schule gehen. Es hat es viele gleichaltrige Kinder in der Siedlung, die viel zusammen spielen. Über die Kinder entwickelt sich in der Nachbarschaft auch ein reger Kontakt unter den Eltern. Familie Haller, Einelternfamilie Sabrina Haller ist Medizinische Praxisassistentin. Sie ist nach der Trennung von ihrem Ehemann wieder ins Berufsleben eingestiegen. Nun lebt sie mit ihren Kindern alleine in der schönen, zweckmässigen Genossenschaftswohnung, welche ruhig und in der Nähe der Natur gelegen ist. Die Kinder sind jedes zweite Wochenende beim Vater. Seit dem Auszug des Ehemanns ist das Geld knapp. Ehepaar Senn, Älteres Paar Hans Senn ist gelernter bauzeichner. Er arbeitet schon länger für ein lokales Architekturbüro, welches ziemlich erfolgreich ist. Zu seinen Aufgabengebieten zählt auch die Lehrlingsausbildung, die ihm sehr viel Freude bereitet. Er lebt mit seiner Frau Theres, die Teilzeit als Bibliothekarin arbeitet, in einem Reiheneinfamilienhaus. Das letzte der drei Kinder ist vor kurzem ausgezogen. Das Haus ist nun zwar etwas zu gross, aber es ist schon fast abbezahlt und er und seine Frau fühlen sich darin wohl. Die Kinder haben alle studiert. Sie orientieren sich an der Bildungsorientierten Oberschicht.
0 25'000 50'000 75'000 100'000 125'000 150'000 175'000 200'000 225'000 250'000 Oberstes Management Freie Berufe Andere Selbständige Akademische Berufe und Kader Intermediäre Berufe Qualifizierte nicht manuelle Berufe Qualifizierte manuelle Berufe Unqualifizierte Tätigkeiten Erwerbslose Primäre Bildung Sekundäre Bildung Tertiäre Bildung Ohne Angabe 3. 5.3 Wer ist die? Ausbildungsniveau Mittleres Bildungsniveau 10 8 6 4 Beruf Intermediäre und qualifizierte nicht manuelle Berufe 5 4 3 1 Berufliche Stellung Intermediäre Stellung Einkommen Mittleres Einkommen Verteilung der Einkommen Alle Haushalte Jährliches Brutto-Haushaltseinkommen Lesehhilfe 95 Perzentil 3. Quartil wert Median 1. Quartil 5 Perzentil
Singles Paare Familie mit Kindern Einelternfamilie Wohngemeinschaft Singles Paare Familie mit Kindern Einelternfamilie Wohngemeinschaft Nationalität 4. Schweizer Ausländer 1 3 4 5 6 7 8 9 10 Lebensphasen Familien und ältere Paare Ältere 12.3% 19.5% Mittlere 8. 6.4% 32.9% 7. 1.9% Jüngere 7.2% 4.8% Durchschnittliche Anzahl Personen pro Haushalt 2.4 Personen 5 4.5 4 3.5 3 2.5 2 1.5 1 0.5
0 25'000 50'000 75'000 100'000 20 bis 30 Jahre 30 bis 40 Jahre 40 bis 50 Jahre 50 bis 65 Jahre 65 bis 80 Jahre Über 85 Jahre Familie mit Kindern Einelternfamilie Alle Familien 5. Durchschnittliche Anzahl Kinder pro Familie 1.7 Kinder 2.0 1.9 1.8 1.7 1.6 1.5 1.4 1.3 1.2 1.1 1.0 Durchschnittsalter der Referenzperson 5 4 3 1 Einkommen Verteilung der Einkommen pro Äquivalenzperson Jüngere Mittlere Ältere Familien mit Kindern Jährliches Brutto-Haushaltseinkommen pro Äquivalenzperson (CHF) Lesehhilfe 95 Perzentil 3. Quartil wert Median 1. Quartil 5 Perzentil
6. 5.4 : Verteilung und Entwicklung Differenz der Anteile der Gemeinde zu den schweizweiten Anteilen Daten einfügen! Quellen: BFS, BFS Geostat / swisstopo, Fahrländer Partner & sotomo. Entwicklung der Anteile der Nachfragersegmente und der Sozialen Schichten 25% 5 4 15% 3 1 5% 1 1990 2000 2010 1990 2000 2010 Klassischer stand Etablierte Alternative Unterschicht schicht Oberschicht
Kein Arbeitsweg zu Fuss ÖV ÖV&IV ÖV&Velo MIV MIV&Velo Velo Verschiedene Unbekannt Zentren Suburbane Gemeinden Einkommensstarke Gemeinden Periurbane Gemeinden Touristische Gemeinden Industrielle und tertiäre Gemeinden Ländliche agrarische Gemeinden 7. 5.5 Wie lebt die? Wohnort Suburban und kleinere Zentren 10 8 6 4 Wohnumfeld Verdichtet Verkehrsmittel Individualverkehr, pendeln mit öv 7 6 5 4 3 1 Umzugsneigung Preissensitivität Eigentumswohnungsquote Einfamilienhausquote Wohneigentumsneigung
1 Zimmer 2 Zimmer 3 Zimmer 4 Zimmer 5 Zimmer 6+ Zimmer 1 Zimmer 2 Zimmer 3 Zimmer 4 Zimmer 5 Zimmer 6-9 Zimmer 10+ Zimmer keine Wohneinheit Mieter Genossenschafter Wohnungseigentümer Alleineigentümer des Hauses Miteigentümer des Hauses Andere 8. Wohnform 10 8 6 4 Wohnungsgrundriss Grosszügig Architektur Eher modern Zimmerzahl 3 bis 5 Zimmer 5 4 3 1 Wohnfläche m² 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0
weniger als 25m²/Äqu.Pers. 25-40m²/Äqu.Pers. 40-55m²/Äqu.Pers. 55-75m²/Äqu.Pers. 75-100m²/Äqu.Pers. über 100m²/Äqu.Pers. 9. Wohnfläche pro Aquivalenzperson 5 4 3 1 Flächenbedarf pro Person Ausbaustandard Materalisierung und Apparate Technische Ausrüstung Zahlungsbereitschaft für Ökologie Weitere spezifische Bedürfnisse Keine
10. 5.6 : Wohnumfeld Der Prozess der Wohnungssuche ist durch Präferenzen und Restriktionen geprägt, die auf die Nachfrager einwirken. Dabei spielen bei den Nachfragersegementen aus den sozial höheren Schichten die Präferenzen eine grössere Rolle und bei den sozial tieferen Schichten die Restriktionen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Endergebnis der dabei spielenden Prozesse. Präferenz für urbanes Umfeld Präferenz fürs Grüne Sehr hoch Besonnung & Aussicht Erreichbarkeit Dienstleistungen Erreichbarkeit Freizeit/Erholung Erreichbarkeit kulturelles Angebot Durchschnittlich keit der Aussenräume Kleinräumige Erschliessung Durchschnittlich Kinderfreundlichkeit