STEUERN UND VARIIEREN

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Vorwort. 2. Auflage by Jörg Madinger Lektorat: Janika Laier, Elke Lackner Layout Deckblatt: Rexer-Design

Transkript:

SPIELE UND WETTKÄMPFE STEUERN UND VARIIEREN RENATE SCHUBERT DIETRICH SPÄTE

2 freies Spielen DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen STEUERUNG

3 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize STEUERUNG

4 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize Bewegungen lernen festigen Kriterien zur Ausführung STEUERUNG

5 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize Bewegungen lernen festigen Kriterien zur Ausführung Spielregeln STEUERUNG Zusatzaufgaben taktische Vorgaben

6 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize Bewegungen lernen festigen Kriterien zur Ausführung STEUERUNG Spielregeln Zusatzaufgaben taktische Vorgaben feste, klar fixierte Bewegungsaufgaben Zielvorgaben

7 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize Bewegungen lernen festigen Kriterien zur Ausführung STEUERUNG Spielregeln Zusatzaufgaben taktische Vorgaben feste, klar fixierte Bewegungsaufgaben Zielvorgaben relativ fest fixierte Bewegungsvorgaben Laufwege Techniken usw. häufige Wiederholungen

8 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize Bewegungen lernen festigen Kriterien zur Ausführung STEUERUNG Spielregeln Zusatzaufgaben taktische Vorgaben feste, klar fixierte Bewegungsaufgaben Zielvorgaben relativ fest fixierte Bewegungsvorgaben Laufwege Techniken usw. häufige Wiederholungen KREATIVITÄT

9 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize Bewegungen lernen festigen Kriterien zur Ausführung STEUERUNG Spielregeln Zusatzaufgaben taktische Vorgaben feste, klar fixierte Bewegungsaufgaben Zielvorgaben relativ fest fixierte Bewegungsvorgaben Laufwege Techniken usw. häufige Wiederholungen KREATIVITÄT MOTIVATION

10 DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SPIELEN, WETTKÄMPFEN UND ÜBUNGEN SPIELFORMEN WETTKAMPFFORMEN ÜBUNGSFORMEN MERKMALE freies Spielen Mit-, Gegenspieler komplexe Situationen festgelegte Abfolge gekonnte Bewegungen motivierende Anreize Bewegungen lernen festigen Kriterien zur Ausführung STEUERUNG Spielregeln Zusatzaufgaben taktische Vorgaben feste, klar fixierte Bewegungsaufgaben Zielvorgaben relativ fest fixierte Bewegungsvorgaben Laufwege Techniken usw. häufige Wiederholungen KREATIVITÄT MOTIVATION LERNEN

11 Spiele Formen und Systematik Handballspiel Variationen, Zusatzregeln altersspezifische Varianten (z. B. Minihandball) Handball ähnliche Spiele Grundspiele Parteiballspiele Kleine Spiele mit Bällen Lauf- und Abschlagspiele Andere Sportspiele (altersspezifische) Varianten Kombinationsspiele

12 Spielformen Stellenwert, Vorteile freies, kreatives Spiel hohe Motivation Teamfähigkeit Sozialverhalten gute Variierbarkeit gute Differenzierbarkeit komplexe Schulung: Bewegungen, Techniken, Spielverhalten Kreativität Improvisation Risikobereitschaft

13 Spielformen Variationsmöglichkeiten ORGANISATIONSFORM Spielfelder (Größe, Form, Anordnung) Spielrichtungen Spielerzahl Spielgeräte Ziele Punktewertung TECHNISCH-TAKTISCHE VORGABEN Bewegungsvariationen Ballannahme Zuspiel-/Wurfvarianten Passfolgen Abwehrverhalten Zusatzaufgaben (konditionell, koordinativ, Wahrnehmung) Spielregeln (Lernziele!)

14 Spiele richtig steuern RAUMORGANISATION SPIELER BELASTUNG SPIEL-/REGEL- VORGABEN Breite und Tiefe Zahl der Spieler Spielzeit/ Anzahl der Aktionen Technikvorgaben (z. B. nur Schlagwurf) Spielfeldgröße Überzahl/ Gleichzahl Spielerwechsel Taktikvorgaben (z. B. Abwehr - verhalten) Tore/Ziele Anspieler/ Neutrale Pausengestaltung Zusatzregeln (z. B. Prellverbot) Motivation durch Wettkämpfe und kleine Turniere

15 Grundprinzipien der Spielsteuerung RAUMORGANISATION ABWEHRSPIEL ANGRIFFSSPIEL Größere Räume Überzahl Unterzahl Neutrale - 1 gegen 1, Helfen Beinarbeit Zuordnung, Helfen, - Doppeln Abwehraufgabe Antizipation, Agieren im Raum Lernhilfe aktives Abwehrspiel Zusammenspiel in Breite und Tiefe ungehinderte Torwürfe Zusammenspiel entwickeln - Raumaufteilung Durchsetzungs - vermögen Lernhilfe Weiterspielen Motivation durch Wettkämpfe und kleine Turniere

16 Zusatzregeln für Handball ähnliche Spiele (Auswahl) ZUSATZREGEL Tippen/Prellen einschränken/untersagen Technikvorgaben (Pässe, Würfe, Abspiele) Rückpässe untersagen Bonuspunkte für herausgespielte/ - abgefangene Bälle festgelegte Passzahl/Angriffsdauer Ziel-, Felderwechsel (nach Punktgewinn) LERNZIELE Alleingänge verhindern Zusammenspiel - Technikschwerpunkte Bilateralität Zusammenspiel Wahrnehmung Aktives Abwehrspiel fördern Handlungsdruck Zielorientierung Spielverlagerung Freilaufen ohne Ball Spiel ohne Ball Spiel 1 1 (Tiefenraum) Spielregeln (Lernziele!)

17 Beispie für die Anordnung von Wurfzielen

18 Zielvariationen Tore (Größe, Zielvorgabe ) Zielfäche Zielräume bewegliche Ziele Durchwurfziele Abwurfziele Einwurfziele Ziellinien Zielkombinationen (entweder oder ) Bestätigungsaufgaben festgelegte Passzahl = Ziel

19 Spielwertung Tore/Punktzahl in vorgegebener Zeit nach Anzahl Pässen nach vorgegebener Punkt-/Torzahl Anzahl Tore/Punkte Anzahl Torschützen Tore/Punkte nach Schwierigkeitsgrad 1 = leicht, 2 = mittel, 3 = schwer Tore/Punkte nach Zusatzbedingungen alle Spieler in einem bestimmten Raum jeder Spieler einmal in Ballbesitz

20 Maßnahmen bei akzelerierten Spielern Torschützen im nächsten Angriff nur Mit-/Anspieler Tore/Punkte und Zahl der Torschützen addieren leistungsstarke Spieler als Spielmacher (z. B. 2. Halbzeit, bestimmte Zeiträume) Anspiele/Torwürfe mit ungeübter Hand Tippen/Prellen untersagen Sprungwurf untersagen (= Schlagwurfvariabilität fördern) Stärken weiterentwickeln, Schwächen abbauen

21 Typische Problemsituationen (Training) Foulspiel nächster Angriff Mannschaft in Unterzahl (Absitzen im Mittelkreis) Teamstrafe: nach 3 Fouls = 7m-Wurf, Penalty, Zielwurf Zusatzaufgaben im Spiel Abwehr hat Tennsbälle in der Hand (längere Abwehrphasen) Traubenverhalten wechselnde Ziele/Räume/Spielrichtungen (Spielverlagerung) Werfen auf bewegliche Ziele Pässe nur zur Seite/nach hinten

22 Pädagogische Aufgaben für den Trainer beim Spielen Spielerwechsel Rotationsprinzip Kind weint trösten bei kleinen Verletzungen: buntes Plaster nehmen (= pädagogische Einwirkung) Feststell- und Abstell - Trainer loben! Fehler benennen Ursache erkennen Fehler abstellen Getränke bereit halten Konflikte lösen/ Streit schlichten ggf. erzieherisch handeln (Teamregeln)

23 In Spielen richtig korrigieren Fehlverhalten Permanent - Spielaktionen kommen - - tieren die Kinder reglemen - - tieren ( Marionetten ) die Kinder im Spiel - verlauf korrigieren Mattenball

24 In Spielen richtig korrigieren Fehlverhalten Permanent - Spielaktionen kommen - - tieren die Kinder reglemen - - tieren ( Marionetten ) die Kinder im Spiel - verlauf korrigieren Mattenball

25 In Spielen richtig korrigieren Grundprinzipien 4 gegen 4 Spiele nicht zu früh unterbrechen! Kinder aus Fehlern lernen lassen! Zunächst methodisches Handwerkszeug einsetzen (Regeln, Raumbegrenzungen usw.) Bei Korrektur-Unterbrechungen nur einen (Kardinal-) Fehler ansprechen und mit den Spielern Lösungen erarbeiten

26 In Spielen richtig korrigieren Grundprinzipien 4 gegen 4 Spiele nicht zu früh unterbrechen! Kinder aus Fehlern lernen lassen! Zunächst methodisches Handwerkszeug einsetzen (Regeln, Raumbegrenzungen usw.) Bei Korrektur-Unterbrechungen nur einen (Kardinal-) Fehler ansprechen und mit den Spielern Lösungen erarbeiten

27 In Spielen richtig korrigieren Grundprinzipien 4 gegen 4 Spiele nicht zu früh unterbrechen! Kinder aus Fehlern lernen lassen! Zunächst methodisches Handwerkszeug einsetzen (Regeln, Raumbegrenzungen usw.) Bei Korrektur-Unterbrechungen nur einen (Kardinal-) Fehler ansprechen und mit den Spielern Lösungen erarbeiten

28 In Spielen richtig korrigieren Grundprinzipien 4 gegen 4 Spiele nicht zu früh unterbrechen! Kinder aus Fehlern lernen lassen! Zunächst methodisches Handwerkszeug einsetzen (Regeln, Raumbegrenzungen usw.) Bei Korrektur-Unterbrechungen nur einen (Kardinal-) Fehler ansprechen und mit den Spielern Lösungen erarbeiten

29 In Spielen richtig korrigieren Korrekturmaßnahmen Positionen einnehmen, in der der Fehler festgestellt 1 wurde (Signal: STOPP! ) Spieler die Situation analysieren und Lösungen finden 2 Spielsituation einfrieren lassen Die Wirkung einer besseren Lösung verdeutlichen: 3 mindestens einmal durchspielen

30 In Spielen richtig korrigieren Korrekturmaßnahmen Der Trainer als Spielhelfer zusätzlicher Anspielpunkt für den Ballhalter das Spiel mit eigenen Aktionen steuern positive Unterstützung bei guten Aktionen (Lernhilfe) Zeit lassen zum Freilaufen

31 In Spielen richtig korrigieren Korrekturmaßnahmen Der Trainer als Spielhelfer zusätzlicher Anspielpunkt für den Ballhalter das Spiel mit eigenen Aktionen steuern positive Unterstützung bei guten Aktionen (Lernhilfe)

32 VIELEN DANK!