Abschlussprüfung Das Procedere

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Transkript:

Abschlussprüfung 2016 Das Procedere 1

Abschlussprüfung 2016 Ab dem 1. März Anmeldung zur Abschlussprüfung Dazu Kopie Ihres bis Ende der Ausbildung gültigen (!) Personalausweises Antrag der Schüler an den Prüfungsvorsitzenden auf Zulassung zur Prüfung Bescheinigung der Schule über die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung 2

Abschlussprüfung 2016 Gleichzeitig Beantragung der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Für diese Erlaubnis nach dem 1. Juni Ausstellung eines polizeiliches Führungszeugnisses (Beantragung durch Sie!) und eines Gesundheitszeugnisses vom Betriebsarzt (mit unseren Formularen!) Kosten der Erlaubnisurkunde: 60 (Einbehalt/Abzug vom Gehalt) 3

Abschlussprüfung 2016 Zwischen dem 17. Mai und dem 30. Juni 2016 finden die praktischen Prüfungen stattfinden. Je nach Ressourcen zusätzlich noch zwischen dem 11. Juli - 22. Juli 2016 4

Gesetzliche Grundlage für die praktische Prüfung Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung sagt dazu: Der praktische Teil der Prüfung erstreckt sich auf die Pflege einer Patientengruppe von höchstens vier Patienten. Der Prüfling übernimmt in dem Fachgebiet, in dem er zur Zeit der Prüfung an der praktischen Ausbildung teilnimmt, alle anfallenden Aufgaben einer prozessorientierten Pflege einschließlich der Dokumentation und Übergabe. 5

Gesetzliche Grundlage für die praktische Prüfung In einem Prüfungsgespräch hat der Prüfling sein Pflegehandeln zu erläutern und zu begründen sowie die Prüfungssituation zu reflektieren. Dabei hat er nachzuweisen, dass er in der Lage ist, die während der Ausbildung erworbenen Kompetenzen in der beruflichen Praxis anzuwenden und befähigt ist, die Aufgaben der Gesundheits- und Krankenpflege eigenverantwortlich auszuführen. 6

Gesetzliche Grundlage für die praktische Prüfung Auswahl der Patienten: Die Auswahl der Patienten erfolgt durch die Fachprüfer im Einvernehmen mit dem Patienten und dem für den Patienten verantwortlichen Fachpersonal. 7

Gesetzliche Grundlage für die praktische Prüfung Dauer der Prüfung: Die Prüfung soll für den Prüfling in der Regel in sechs Stunden abgeschlossen sein. Die Prüfung kann auf zwei Tage verteilt werden. 8

Gesetzliche Grundlage für die praktische Prüfung Prüfer: Bei den Prüfern handelt es sich jeweils um einen Lehrer und einen aus dem Fachbereich zuständigen Praxisanleiter. Die Prüfer ermitteln jeder unabhängig eine einzelnen Note. Die Prüfung ist bestanden, wenn die Endnote mindestens ausreichend ist. 9

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) 1. Tag 15.30 Uhr: Die Prüfer gehen auf die Station und suchen die Patienten aus. 15.45 Uhr(bitte nicht vorher): Der Schüler kommt auf die Station und erhält von der zuständigen Pflegekraft eine ausführliche Übergabe von allen Patienten. Gleichzeitig bekommt er die notwendigen Unterlagen für die Informationssammlung aller Patienten. Von der Zeit an (~ 16.00 Uhr) erstellt der Prüfling die Informationssammlung und übernimmt ggf. Aufgaben, die bei den Patienten anfallen, um die Pat. Kennenzulernen. 10

11

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) Der Praxisanleiter ist im Spätdienst anwesend und dient auch als Ansprechpartner. Der Prüfer (Praxisanleiter) ist dabei anwesend und nimmt um ~ 18.00 Uhr die Unterlagen entgegen. Der Prüfling geht um spätestens 19.00 Uhr nach Hause. 12

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) 2. Tag: Der Prüfling kommt um 6.00 Uhr, erhält von der Nachtwache eine Übergabe und bereitet sich, ggf. die Patienten und Materialien vor. 13

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) Die Prüfer erscheinen um 6.30 Uhr. Zunächst erfolgt eine Übergabe über die Besonderheiten, die seit 16.00 Uhr des Vortages geschehen sind. Der Schüler erläutert seinen Arbeitsplan. Der Schüler kontrolliert die Medikamente. Ggf. bereitet der Schüler noch Infusionen und Injektionen vor. 14

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) Besonderheiten im Umgang mit parenteralen Medikamenten: Die Vorbereitung der Medikamente geschieht in Anwesenheit der Prüfer. 15

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) Danach begeben sich Schüler und Prüfer ins Patientenzimmer. Bei den Pflegeverrichtungen sind die Prüfer jederzeit bereit, Sie (kurzzeitig) zu unterstützen. Der Bedarf muss nur angezeigt werden. Die Prüfer sind auch bereit, Ihnen die Uhrzeit mitzuteilen, weil Sie vielleicht ein Medikament applizieren müssen. Sie sollten die Prüfer vorher darum bitten. 16

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) Im Regelfall ist es so, dass nach der Versorgung der Patienten und dem Darreichen des Frühstücks die Prüfer für ca. 30 min den Prüfling alleine lassen. Die Zeit kann von Ihnen genutzt werden, wie sie es möchten. Pause? Reflexion? 17

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) In der zweiten Hälfte erledigt der Schüler die Aufgaben, die noch anfallen, wie z.b. VW, Visite, Pat.- Anleitung, sonstige Verordnungen. Die Durchführung endet mit einer Übergabe an die zuständige Pflegekraft. Diese kennt die Patienten, es braucht also nur über die Besonderheiten seit dem Vortag (16.00 Uhr) informiert werden. 18

Ablauf der Prüfung (praktischer Teil) Danach erfolgt das Nachgespräch (als Teil der Prüfung): Reflektieren Sie: Was war gut? Was war nicht gut? Was würden Sie morgen in derselben Situation genauso machen? Was würden Sie ändern? Begründen Sie Ihre Aussagen! Danach ist die praktische Prüfung beendet. Es gibt keine Rückmeldung durch die Prüfer/innen! 19

Praktische Übung Der Ablauf soll dem der Prüfung entsprechen. Folgende Punkte werden geändert: Wenn Sie am Vortag Spätdienst haben, versorgen Sie in 4 Stunden die Patienten mit Übergabe an den Nachtdienst Wenn Sie am Vortag Frühdienst haben, kommen Sie bitte um 16:00 Uhr wieder und beenden den Dienst mit der Übergabe an den Nachtdienst. Am nächsten Tag können Sie nach der Übung gehen. 20

Praktische Übung Die Patienten suchen Sie bitte - in Rücksprache mit der Praxisanleiterin - selber aus. Die Übung findet auf der Station statt, auf der Sie eingesetzt sind. Nach dem Abschlussgespräch bekommen Sie vom Begleiter direkt eine Rückmeldung, die aber keine Zensur enthält. Die Übungen finden im Januar und März 2016 statt. Der Terminplan zu den praktischen Übungen wird im Dezember ausgehangen. 21

Ablauf der Prüfung (mündlicher Teil I) 5. und 6. Juli 2016 Prüfung 1: Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen sachkundig gewährleisten. 22

Ablauf der Prüfung (mündlicher Teil I) Prüfung 1: Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen sachkundig gewährleisten. Dieses Verfahren wird in einem Rollenspiel stattfinden und wird am 19. + 26.01. (A-Kurs) und 20. + 27.01.2016 (B-Kurs) geübt. Am 16.02.und 17.02.2016 findet die dazugehörige Zwischenprüfung statt. 23

Ablauf der Prüfung (schriftlicher Teil) 27. Juli Schriftliche Prüfung I Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen erkennen, erfassen und bewerten 28. Juli Schriftliche Prüfung II Pflegemaßnahmen auswählen, durchführen und auswerten 29. Juli Schriftliche Prüfung III Pflegehandeln an pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen, Qualitätskriterien, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten 24

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) 09. und 10. August 2016 Prüfung 2: berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen (Lerneinheiten: Siehe Scan auf der übernächsten Seite) Diese mündliche Prüfung soll stattfinden in Form eines Kolloquiums (Prüfungsgespräch) über eine Facharbeit, die bis zum 17.06.2016 anfertigt werden muss. Die Facharbeiten werden betreut von Fr. Abelen, Hr. Hartdegen, Fr. Joosten, Fr. Kramer Fr. Krämer, Fr. Verholen. 25

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) 09. und 10. August 2016 Die möglichen Themen werden am 12.01. und 13.01.2016 vorgestellt. Vorauswahl durch Schüler: 2 Themen mit Priorisierung bei 2 unterschiedlichen Betreuern Mail oder persönliche Nachricht an die Klassenlehrer bis zum 26.02.2016. Der Schüler kann Wünsche bzgl. spezieller Thematik (und entsprechendem Betreuer) vorschlagen. Auswahl des Themas und des Betreuers durch das Lehrerkollegium (Lehrerkonferenz) Veröffentlichung im Internet am 11.03.2016 26

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen, LB II 6 Persönliche Gesunderhaltung Abhängigkeit / Sucht im Pflegealltag Gesund durch Prüfungen; Prüfungsvorbereitung/Lernen vor der Prüfung Gesunde Ernährung in der Pflege -Vermeidung von Ernährungsfehlern Stress, Stressquellen im Alltag -Prävention Rauchen als Problem-Rauchreduktion Schichtarbeit; Belastungen für Pflegepersonen Persönliche Gesunderhaltung im Bereich Hautschutz. - Planen Sie einen Vortrag Eigengefährdung durch Gefahrenquellen im Krankenhaus; Beschreiben der Vorbeugung durch Verhaltensweisen und Möglichkeiten des Brandschutzes. Gefahrenquellen medizinischer Geräte und der sichere Umgang mit diesen. Infektionen im Krankenhaus: Gefahrensituationen und Präventionen 27

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) LB II.6 Persönliche Gesunderhaltung Rückengerechte Arbeitsweisen und -haltungen: Möglichkeiten und Grenzen LB II.8 Geschichte der Pflegeberufe Leben und Wirken der Florence Nightingale incl. der Darstellung der Auswirkungen auf die heutige Pflege Organisationsformen der Pflege in Deutschland im 19. Jahrhundert: Differenzierung, jeweilige Darstellung und Erörterung Leben und Wirken der Agnes Karll incl. der Darstellung der Auswirkungen auf die heutige berufspolitische Situation Leben und Wirken von Henry Dunant (Jean-Henri Dunant) incl. der Darstellung der Auswirkungen auf die nachfolgende Entwicklung in der Pflege in Deutschland Krankenpflege in Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus incl. der Auswirkungen auf die nachfolgende Entwicklung der Pflege in Deutschland 28

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) LB II.9 Pflegen als Beruf Aufgaben/Tätigkeiten sowie Arbeitsbereiche für examiniertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal: Realistische Darstellung der gegenwärtigen Situation Aufgaben/Tätigkeiten sowie Arbeitsbereiche für examiniertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal: Realistische Darstellung der möglichen zukünftigen Situation Qualifizierungsmöglichkeiten für examinierte Pflegekräfte: Fortbildungen Qualifizierungsmöglichkeiten für examinierte Pflegekräfte: Weiterbildungen Qualifizierungsmöglichkeiten für examinierte Pflegekräfte: Studiengänge/- abschlüsse im In- und Ausland Entstehung und Aufgaben organisierter Interessenvertretungen der freiberuflichen Krankenpflege in Deutschland am Beispiel des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.v. (DBfK) Entstehung und Aufgaben international organisierter Interessenvertretungen der Pflegeberufe 29

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) LB II 21 Macht und Hierarchie Die Rolle des Patienten im Krankenhaus (Grundlagenliteratur: E Goffman "wir alle spielen Theater") Die Rolle des Patienten im Krankenhaus (Grundlagenliteratur: E Goffman "Asyle") Sind Patienten Insassen? (Grundlagenliteratur: E Goffman "Asyle") Die Rolle der Mitarbeiters im Krankenhaus (Grundlagenliteratur: E Goffman "wir alle spielen Theater") Die Bedeutung des Begriffes der "Totalen Institution" (E. Goffmann) für das Krankenhaus/ die Psychiatrie LB II Ethische Herausforderungen für Angehörige der Pflegeberufe Begleitung schwerkranker und sterbender Patienten Die ethischen Prinzipen Das Leitbild als Richtschnur ethischen Handelns Kommunikation, Sprach- und Bilderwelt Sterbender Lebenslust: Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult, Dr Bedeutung der Seelsorge in der Palliativen Versorgung Der Umgang Jesu mit Kranken und mögliche Konsequenzen für eine christlich geprä 30

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) LB I 36 Tumorkranke pflegen Planung eines Präventivkonzeptes - Gesunderhaltung- für die Mitarbeiter einer Palliati Die Geschichte der Hospizbewegung LB II 21 Macht und Hierarchie Die Körpersprache als Ausdruck von Macht Erscheinungsform und Präventionsmaß Vergleich der drei Führungsstile (autoritärer, Integrativ- demokratischer, Laissez - fair Lernbereich II.23 Helfen und Hilflos sein Stress im Alltag Prävention Helfersyndrom Definition, Merkmale, Auswirkungen auf den Beruf, Lösungsmöglichk Burn out Syndrom Definition, Ursachen, Symptome, Therapiemöglichen Lernbereich II.24 Angst und Wut Pflegeinterventionen bei Patienten mit Angst 31

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil II) Lernbereich II.25 Ekel und Scham Ekel (k)ein Thema in der Pflegesituation und ein tabuisiertes Thema? Umgang mit Ekel in der Pflege Verhalten zur Verhinderung von unnötigen Schamgefühlen in Pflegesituationen Lernbereich II.26 Sexuelle Belästigung Mobbing am Arbeitsplatz Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz,,Die Stille Gefahr nicht nur im Alter" - Diabetes 32

Abschlussprüfung 2016 Für die Facharbeit gibt es eine Formatvorlage. Sie soll neben dem Deckblatt, dem Inhalts- und Literaturverzeichnis zwischen 5 und 10 Seiten lang sein. Die Facharbeit kann während der Zeit von 7:30 16:00 Uhr (Freitags bis 15:00 Uhr) auch im PC-Raum der Schule geschrieben und gedruckt werden. Die Prüfungsnote wird alleinig aus dem Prüfungsgespräch ermittelt. Beide Prüfer erteilen jeweils eine Note. 33

Ablauf der Prüfung (Mündlicher Teil III) 15. und 16. August 2016 Prüfung 3: bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken und in Gruppen und Teams zusammenarbeiten (unter Anwesenheit des Prüfungsvorsitzenden vom Gesundheitsamt) Am Abend des 16. August: Mitteilung aller Ergebnisse durch den Prüfungsvorsitzenden in der Schule. 34

Zum Schluss 17. August 2016 Verabschiedung der Schüler mit Examensgottesdienst und offiziellem Teil in der Krankenhauskapelle Dazu werden alle Lehrer, Krankenhausleitungen, Stationsleitungen, PDL, Praxisanleiter, Eltern, (Ehe-) Partner und Freunde (max. 2/Prüfling) eingeladen. Anschließend Kaffee und Kuchen in der Aula 35