Veranstaltungsdkumentatin Nr.: WS FR 31 Titel: Schwierige Kinder helfender Hund Tiergeschützte Heilpädaggik - TGHP Referenten/innen: Mag. Dr. Andrea Vanek-Gullner, Ursula Nicka Inhalt: Übersicht: Anhand der wissenschaftlich und praktisch erprbten Methde TGHP wurde in Filmsequenzen gezeigt, wie der Einsatz eines Hundes die Lebensqualität verhaltensauffälliger Kinder verbessert. Kurze Beschreibung der Veranstaltung: Körperkntakt mit dem Hund hat immer beruhigende Wirkung Was macht TGHP aus? Arbeitsebenen der TGHP: Ebene der Kmmandarbeit Ebene der Wahrnehmungssensibilisierung Ebene der Berührung Ebene der analgen Kmmunikatin Ebene der übereinstimmenden Kmmunikatin: Einstudieren kleiner Kunststücke Planvlles Vrgehen Überzeugendes Auftreten Lernen am Mdul Hund Rückmeldung für den Lehrer Ausbildung des Hundes Verein Tiere als Therapie 1
Verein Tiere helfen Leben Verein in Neudörfl Ausbildung des Hundeführers: Universitätslehrgang des Vereines TAT Lehre der Methde: TGHP TGHP im Institut VANEK Für die Arbeit ist Vraussetzung: Abgeschlssene Therapiehundeausbildung Aktuelle Buchtipps (in Absprachen mit Referent/innen): Andrea Vanek-Gullner Das Knzept tiergestützte Heilpädaggik TGHP, WUV Universitätsverlag Olbrich, Otterstedt- Menschen brauchen Tiere- Grundlagen und Praxis der tiergestützten Pädaggik und Therapie, KOSMOS 2
Das Knzept Tiergestützte Heilpädaggik TGHP Mag.Dr. Andrea Vanek-Gullner Sln. Ursula Nicka Institut Vanek-Gullner Zentrum für Tiergestützte Heilpädaggik - TGHP Baumgartenstraße 23/3 1140 Wien www.tghp.at andreavanek@tghp.at Das wissenschaftlich evaluierte Knzept TGHP (Vanek-Gullner: Das Knzept Tiergestützte Heilpädaggik TGHP. Ein individualpsychlgischer Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität verhaltensauffälliger Kinder.- Reihe der Dissertatinen der Universität Wien. Wien: WUV, 2003.) nutzt die Werte der Mensch- Hund-Beziehung zur Verbesserung der Lebensqualität verhaltensauffälliger Kinder. Auf sechs Arbeitsebenen werden heilpädaggische Übungen mit dem Therapiehund durchgeführt. Der Körperkntakt mit dem Tier entspannt und ermöglicht, dass die eigenen Bedürfnisse - wie beispielsweise nach Ruhe - erlebbar und bewusst werden. Im Zuge der Berührungsspiele (Das Kind berührt das Tier und wird gleichzeitig durch den Heilpädaggen berührt) leitet die Öffnung des Hundes für die Zuneigung des Kindes die Annahme der Berührung anderer Menschen durch das Kind ein: Es lernt, sein Bedürfnis nach Zuneigung zu erspüren und zu artikulieren. In der durch das Tier geschaffenen Atmsphäre bedingungslsen Angenmmen- Seins swie durch das auf der Verantwrtung für den Hund basierenden Gefühl vn Kmpetenz wird selbst für Kinder mit massiver Entmutigung knstruktive Kritik des Heilpädaggen aushaltbar. Die Identifikatin des Kindes mit dem Hund ermöglicht, dass das Kind in Bereichen eigener Entmutigung über die Ermutigung des Tieres selbst Mut zu alternativen Verhaltensweisen entwickelt. Im nnverbalen und verbalen Dialg mit dem Hund werden diese kennen gelernt und geübt. Da das unmittelbare Feedback des Hundes auf das Verhalten des Kindes auf liebevlle Weise swhl zu den eigenen Möglichkeiten empathischen Verhaltens, als auch - in der Kmmandarbeit - zu selbstbewusstem Auftreten führt, zeigt die Durchführung des Knzepts insbesndere bei entmutigten Menschen mit geringem Selbstwertgefühl grße Erflge. S berichten Eltern, dass Kinder nach der Arbeit
vermehrt Kntakt zu Erwachsenen und Gleichaltrigen suchen. Bei einnässenden und einktenden Kindern knnte bei 100% der untersuchten Fälle eine Beendigung der Symptmatik verzeichnet werden. Beispiele zu den Übungen und deren Wirkung: Einstudierung und Vrführung kleiner Prgramme: Beim Erarbeiten und Erteilen vn Kmmands übt das Kind, mit der eigenen Stimme umzugehen, seinen Willen zu artikulieren, zugleich aber auch, auf ein Lebewesen einzugehen. Berührungen des Lehrers erspüren und auf das Tier übertragen: Kinder, die die Berührung scheuen, können lernen, körperliche Berührung als etwas Psitives zu erleben. Mit dem angeleinten Hund eine vrgegebene Wegstrecke zurücklegen: Das Kind lernt, dem Tier gegenüber überzeugend aufzutreten und sich durch zu setzen. Auszüge aus den Erflgen der Arbeit: (Methde: Teilnehmende Bebachtung; Leitfadeninterviews mit Eltern und LehrerInnen) Aggressive Kinder zeigen - Zunahme der Fähigkeit zur Artikulatin der eigenen Ängste und Bedürfnisse, - Zunahme der Fähigkeit zur einfühlsamen Berührung des Tieres swie zu einfühlsamem Verbalverhalten, - Entspannung des Gesichtsausdrucks, - Begeisterung über die Arbeit den Eltern gegenüber,
- Stärkung des Selbstbewusstseins. Ängstliche Kinder zeigen - swhl mehr als auch sichereres Kmmunikatinsverhalten swhl in der Einzelarbeit als auch - laut Aussage ihrer Klassenlehrer - im Unterricht, - laut Aussage der Eltern und Klassenlehrer gestärktes Selbstbewusstsein, -.laut Aussage der Eltern kmmunikativeres, ffeneres Verhalten fremden Erwachsenen und Kindern gegenüber. Klassenlehrer und Eltern bemerkten eine deutliche Aktivitätssteigerung, verbunden mit deutlich verbesserter Stimmung an den Tagen der Durchführung der Einzelarbeit. Die Arbeit mit bettnässenden Kindern zeigte bisher in allen Fällen eine Beendigung der Symptmatik. Institut Vanek-Gullner Zentrum für Tiergestützte Heilpädaggik TGHP www.tghp.at andreavanek@tghp.at