Im Original veränderbare Word-Dateien

Ähnliche Dokumente
Die alliierten Kriegskonferenzen Übersicht. Konferenz von Casablanca (1943, Januar) 1. Washington-Konferenz (Trident) (1943,

Der Weg zur Vertreibung

Die Konferenz von Potsdam. Vortragstext

zwischen Deutschland und der Sowjetunion bei der Aufteilung Polens sollte durch die Flüsse Pisa, Narew, Weichsel und San erfolgen. Die Frage nach der

Vorwort 5. Inhalt 7. Einführung (Peter März) 13

Gustav Stresemann und die Problematik der deutschen Ostgrenzen

Der Mauerbau am

Stalins Cordon sanitaire"

Deutschland nach dem Krieg

Was versteht man unter Weimarer Verfassung? Was versteht man unter Inflation? Was versteht man unter Hitler- Ludendorff-Putsch 1923?

Karsten Hartdegen. Entstehung der Bundesrepublik Deutschland

dtv Rechtsstellung Deutschlands Völkerrechtliche Verträge und andere rechtsgestaltende Akte

Verträge, Abkommen und Vereinbarungen mit den osteuropäischen

Völkerrechtliche Verträge und andere rechtsgestaltende Akte

Abkürzungsverzeichnis... Einleitung... 1

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Polens Grenzen im 20. Jahrhundert. Das komplette Material finden Sie hier:

PA AA, B 42, Bd

Leitfrage: Wie kam es in einer so kurze Zeit zum Konflikt zwischen die USA und der UdSSR?

Die sowjetisch-chinesischen Beziehungen von im Rahmen der weltweiten Interdependenz

Papst Pius XII. und der Zweite Weltkrieg

Stellungnahme zu den Anträgen auf symbolische Entschädigung noch lebender sowjetischer

2700 Wiener Neustadt, Österreich Tel. u. Fax: Homepage:

betreffend die Aufnahme diplomatischer Beziehungen,

Potsdamer Konferenz. Inhaltsverzeichnis. Vorgeschichte. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

ABKOMMEN VON JALTA (BERICHT ÜBER DIE KRIMKONFERENZ VOM 3. BIS 11. FEBRUAR 1945)

Infoblatt: Bosnienkrieg

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Geschichte Quiz: Deutschland nach 1945

Thomas Messerli, Philipp Sury. Kriegsende Die militärische und politische Lage am Ende des Zweiten Weltkrieges

Widerstand in Osteuropa

Europa von der Spaltung zur Einigung

Band 8. Die Besatzungszeit und die Entstehung zweier Staaten Sowjetischer Grundriß eines Friedensvertrages Erste Stalin Note (10.

Die Vertreibung der Sudetendeutschen

Koreakrieg. (25. Juni Juli 1953)

Mit Originalprüfungen. und. Musterlösungen online auf

Tafelbilder NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg. 7 Tafelbilder für den Geschichtsunterricht VORSCHAU

Inhaltsverzeichnis. Vom Imperialismus in den Ersten Weltkrieg 10. Nach dem Ersten Weltkrieg: Neue Entwürfe für Staat und Gesellschaft

Andrea Schmidt-Rösler Polen

Studium speziale Bad Meinberg 2014 Die Ukraine. Prof. Dr. phil. Dr. rer.nat. Ina Wunn

VORANSICHT. Was passiert jetzt mit Deutschland? Ein Gruppenpuzzle zur Potsdamer Konferenz. Das Wichtigste auf einen Blick. Katharina Henzel, Münster

Inhaltsverzeichnis. Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg ( ) Akten und Urkunden... 21

Johannes Graf Der Erste Weltkrieg ebnete der Sommerzeit den Weg Claire Hölig Wer die Macht hat, bestimmt die Zeit... 59

INHALT. II. Die Antwort auf den Grotewohl-Brief" III. Der Schritt vom 9. März 1951

GESCHICHTE DER SOWJETUNION

Gebietsverluste, Flucht und Vertreibung

Tausend Jahre wechselvoller Geschichte. Polnisch / Förderung des Erlernens kleiner europäischer Sprachen

Europa zwischen Spaltung und Einigung 1945 bis 1993

wurde daraufhin vom Zentralkomitee der Partei der Ungarischen Werktätigen (MDP) zum Ministerpräsidenten berufen.

Geschichte Leistungsstufe 3. Klausur Geschichte Europas

Auf den nächsten Seiten finden sich Vorlagen für Präsentationen.

Adenauers Außenpolitik

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Opfer oder Aggressor? - Russlands Selbstbild und die Sicht des Westens

a) Erklären Sie die Wörter in der ersten Spalte oder übersetzen Sie sie in Ihre Muttersprache.

Geschichte Leistungsstufe 3. Klausur Geschichte Europas

Chronologie des Arabischen Frühlings 2011

die Berliner Mauer die Geschichte zwei deutscher Staaten

Deutschland und Berlin. von der Teilung bis zur Wiedervereinigung

Der Hitler-Stalin-Pakt

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Die 16 Bundesländer. Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.

Das Verhältnis von WEU und NATO

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Deutsch-polnische Beziehungen *

Das Jahr 1968 in der Tschechoslowakischen Geschichte

Die Sowjetunion als Vormacht in Osteuropa

Synopse zum Pflichtmodul Nationalstaatsbildung im Vergleich. Buchners Kolleg Geschichte Ausgabe Niedersachsen Abitur 2018 (ISBN )

Deutsche Ostpolitik im Ersten Weltkrieg

Der nahöstliche Friedensprozess zwischen dem Oktoberkrieg 1973 und dem Camp David - Abkommen 1979

Wir vergessen nicht, aber wir verzeihen

Determinanten der westdeutschen Restauration. Suhrkamp Verlag

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Deutsche Außenpolitik I: Das komplette Material finden Sie hier:

Voransicht. Eisige Zeiten für Deutschland und die Welt der Kalte Krieg. Das Wichtigste auf einen Blick. Dr. Christine Koch-Hallas, Mannheim

ab abend Abend aber Aber acht AG Aktien alle Alle allein allen aller allerdings Allerdings alles als Als also alt alte alten am Am amerikanische

Hitlers Krieg im Osten

Wortformen des Deutschen nach fallender Häufigkeit:

Interview der Botschafterin für A1 TV aus Anlass des 60. Jahrestages der Verabschiedung des Grundgesetzes

Grundzüge der BRD und der DDR

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Hitlers Krieg im Osten

Antwort. Deutscher Bundestag 13. Wahlperiode. Drucksache 13/4439. der Bundesregierung

Für Volk und Vaterland"

Der Hitler-Stalin-Pakt

Politik Wirtschaft Gesellschaft

dtv Völkerrechtliche Verträge

Lehrstoffverteilung Band 2 AHS

Demokratie weltweit. Materialien zur Politischen Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Deutsche Außenpolitik zwischen Selbstbeschränkung und Selbstbehauptung

Meldung wäre ich wenig später einberufen worden. Nach Ausbildungszeiten in Frankreich und Mitteldeutschland und einem Fronteinsatz in Italien, der

Die deutsch-polnischen Beziehungen bis Polnisch / Förderung des Erlernens kleiner europäischer Sprachen

Rede anlässlich der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag der Ungarischen Revolution Budapest, 22. Oktober 2006

Landtag Brandenburg 6. Wahlperiode. Drucksache 6/1123. Gesetzentwurf der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE, der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

A2003/6999 WanVanden Berghe. Der Kalte Krieg Aus dem Niederländischen übersetzt von Martine Westerman. Mit einem Vorwort von Wilfried Loth

Transkript:

POLEN ALS OBJEKT DER SIEGERMÄCHTE (1941-1946) 1. Die militärische Lage und die Frage der Grenzen - Der Ostfeldzug ab 22.6.1941 führt zur Besetzung der im Vertrag von 1939 der UdSSR überlassenen Teile Polens. - Im Vertrag vom 30.7.41 mit Exilpolen erklärt die Sowjetunion den Vertrag mit Hitler über die Teilung Polens von 1939 als ungültig. (Dok.: Vertrag vom 30.7.41, Text 1) - Dem Wunsch der Exilregierung auf Anerkennung der Grenze von 1921 entspricht die Sowjetunion aber nicht. - Die polnische Widerstandsbewegung kämpft für die Befreiung Polens von russischer (bis zum Pakt von 1941) und deutscher Besetzung. - Die polnische Exilregierung fordert eine Verschiebung der polnischen Westgrenze, versteht diese aber nicht als Kompensation für eine Verschiebung der Ostgrenze. - Die Rote Armee rückt im Winter 1943/44 auf ehemals polnisches Gebiet vor. - Die Sowjetunion unterstützt nur zögernd den Warschauer Aufstand vom August/September 1944 und verhaftet Anfang 1945 die Führer der polnischen "Heimatarmee". - Zwischen Januar 1945 und März 1945 besetzt die Rote Armee Westpolen und Ostdeutschland bis zur Oder. - Bis Kriegsende beseitigt, verhaftet und deportiert die sowjetische Führung die Angehörigen der seit Kriegsbeginn bestehenden Untergrundorganisationen. - Freundschafts- und Hilfeleistungspakt zwischen Sowjetunion und der Warschauer Regierung am 21.4.1945 als "Einheitsfront gegen den deutschen Imperialismus" (Stalin). (Dok.: Aus Stalins Rede am 21.4.45, Text 2) 2. Die Strategie der Sowjetunion Ziele: > Stalin fordert seit 1941 im Rahmen einer Friedensordnung die Annexion des besetzten Polen bis zur Curzon-Linie (Gebiet bis zur Oder und Lausitzer einschließlich Lembergs, Ostpreußens und des oberschlesischen Industriereviers). > Nachkriegspolen soll eine Volksdemokratie werden und in Abhängigkeit von der Sowjetunion gebracht werden. Mittel: > Aus Anlass polnischer Bemühungen um Aufklärung des Verbrechens von Katyn an polnischen Offizieren erfolgt Bruch mit der polnischen Untergrundbewegung und der exilpolnischen Regierung im April 1943.

> Gegenläufige Forderungen Englands betrachtet Stalin als einen "ungerechten und unfreundlichen Akt." (Stalin an Churchill am 25.3.1942). > Zusammenarbeit mit dem prosowjetischen "Bund polnischer Patrioten in der Sowjetunion" von 1943 > Einsetzung des "Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung" ("Lubliner Komitee") am 21. Juli 1944 > Dessen Aufgabe soll sein, die polnischen Gebiete westlich der Curzon-Linie zu verwalten und damit faktisch zu regieren. > Zensur, Polizei, Geheimdienst und Ausschaltung der Opposition als Mittel der Bolschewisierung ab 1945 3. Die Haltung Churchills Ziel: > Herstellung eines starken, von der Sowjetunion unabhängigen Nachkriegspolen. Mittel: > Churchill unterstützt die territorialen Forderungen Stalins. > Churchill erwartet dafür eine Versöhnung Stalins mit der exilpolnischen Regierung, die von England als einzige legitime Vertretung des von Hitler 1939 überfallenen Polen anerkannt wird. > Da Stalin nicht nachgibt, will England territoriale Veränderungen erst auf einer Friedenskonferenz der Siegermächte klären lassen. > Im Februar 1944 spricht sich Churchill öffentlich für die Curzon-Linie als sowjetische Westgrenze aus. > Wegen des Vordringens der Sowjetunion erkennt Churchill die Lubliner Regierung nicht an. (Dok.: Churchill an Stalin am 28.4.1945, Text 3) 4. Die Haltung der USA - Auch Roosevelt anerkennt Polens Interesse an einer Westverlagerung seiner Grenzen, wünscht aber, um ein sowjetisches Übergewicht in Europa unter Kontrolle zu halten, die Fortsetzung der amerikanisch-sowjetischen Zusammenarbeit auch nach dem Krieg. 5. Die Haltung Frankreichs - Frankreich befürwortet seit Dezember 1944 (Rede des Außenministers Bidault am 21.12.44) eine Westausdehnung Polens als Kompensation für Verluste im Osten. - Frankreich erhofft sich dafür eine Unterstützung der Alliierten bei seinem beabsichtigten Griff nach Rhein und Ruhr. 6. Die Regelung auf den Friedenskonferenzen 6.1 Auf der Konferenz von Jalta 4.-11.2.1945

Situation vor der Konferenz: > Die Differenzen zwischen den Westmächten und der Sowjetunion werden nicht ausgeräumt. > Stalin lehnt die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zur polnischen Exilregierung ab. > Die Westmächte wünschen eine provisorische Regierung auf breiter nationaler Grundlage und mit der Durchführung freier Wahlen eine Reorganisierung im demokratischen Sinn. > Die Sowjetunion will lediglich eine Erweiterung der provisorischen Warschauer Regierung, die den Kern einer künftigen polnischen Regierung bilden soll, zugestehen. > Der Führer der Exilregierung Stanislaw Mikolajczyk gibt seinen Widerstand gegen die Kompensationspläne auf. > Churchill spricht sich für die Aussiedelung der gesamten deutschen Bevölkerung innerhalb der neuen Grenzen Polens aus. Zusammenfassung aus dem Protokoll der Verhandlungen: > Die Ostgrenze Polens soll der Curzon-Linie folgen. > Polen soll dafür einen "ansehnlichen Gebietszuwachs in Norden und Westen" bekommen. > Nach Befragung der neu zu bildenden "provisorischen polnischen Regierung der nationalen Einheit", welche auch zur Durchführung freier Wahlen verpflichtet wird, soll die endgültige Festsetzung der Westgrenze Polens auf der Friedenskonferenz erfolgen. (Dok.: Aus dem Protokoll von Jalta, Text 4) > Eine Kommission der Außenminister soll die Verhandlungen zur Bildung der provisorischen Regierung in Moskau führen. > Sie soll demokratischen Grundsätzen entsprechen. (Dok.: Aus dem Protokoll von Jalta, Text 5) Ein Urteil über die Konferenz von Jalta, die sich in der Bildung einer künftigen demokratischen Regierung nicht eindeutig festlegt: Seit Jalta war endgültig klar, "dass die Alliierten, indem sie sich auf Kosten Deutschlands mit der Verlagerung Polens um gut dreihundert Kilometer nach Westen einverstanden erklärten, gleichzeitig für die Errichtung eines polnischen Staates stimmten, der nichts anderes sein konnte als ein militärisches und politisches Protektorat der Sowjetunion." (G.F. Kennan, zit. nach: Ostkurier 3/1985, S. 8) 6.2 Auf der Konferenz von Potsdam (17. Juli bis 2. August 1945) Zwischen Jalta und Potsdam: > Churchills Forderungen nach einem souveränen, unabhängigen und freien Polen betrachtet Stalin als Brüskierung der provisorischen polnischen Regierung. (Briefwechsel vom April/Mai 1945) > Die Westmächte verweigern der nicht umgebildeten provisorischen Regierung die Teilnahme an der im April 1945 beginnenden Gründungskonferenz der Vereinten Nationen.

> Stalin räumt der provisorischen Regierung alle Verwaltungsbefugnisse in den eroberten Gebieten bis zur Oder-Neiße-Linie ein und begründet dies mit der Flucht der gesamten deutschen Bevölkerung. > Die unmittelbaren Opfer dieser Entwicklung sind die aus ihrer Heimat vertriebenen Deutschen und die unter das kommunistische Joch geratenen nichtkommunistischen Polen. > Die drei Westmächte erkennen nach Aufnahme dreier Mitglieder der Exilregierung - darunter als Zugeständnis der Sowjetunion Stanislaw Mikolajzyk - am 5. Juli die von Russland beherrschte "Regierung der Nationalen Einheit" an. Es sollen freie Wahlen durchgeführt werden. Die polnische Exilregierung löst sich auf. Aus dem Protokoll über die Potsdamer Konferenz : > Die drei Mächte bestätigen die Zustimmung der provisorischen Regierung zur Durchführung freier Wahlen. > Sie bekräftigen ihre Auffassung, dass die endgültige Festlegung der Westgrenze Polens bis zur Friedenskonferenz zurückgestellt werden soll. > Sie stimmen zu, dass die Gebiete östlich der Oder-(Lausitzer)-Neiße-Linie unter die Verwaltung des polnischen Staates kommen sollen. Diese sollen außer dem unter die Verwaltung der UdSSR gestellten Teil Ostpreußens nicht als Teil der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland betrachtet werden. > Sie beschließen die Ausweisung aller Deutschen aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn. (Dok.: Aus dem Schlussprotokoll, Text 6) 7. Die Entwicklung nach dem Krieg - Mit der Aussiedelung der Deutschen und dem Bevölkerungsaustausch mit der UdSSR strebt die polnische Regierung nach einem geschlossenen Nationalstaat. - Ende 1945 beginnen die Maßnahmen der Sozialisierung und der Agrarreform. - Stanislaw Mikolajczyck, Führer der oppositionellen Bauernpartei, weigert sich, sich dem Blockwahlsystem unterzuordnen, und erreicht bei den Westmächten diplomatische und wirtschaftliche Druckmittel gegenüber Polen und der Sowjetunion, damit freie Wahlen durchgeführt werden können. - Die von den Kommunisten dann doch manipulierten Wahlen vom Januar 1947 werden von USA und Großbritannien nicht anerkannt. - Churchills Fulton-Rede vom März 1946 löst in Deutschland eine erste Welle öffentlicher Kritik an den Austreibungen und an der Festschreibung der Oder-Neiße-Grenze aus und schürt Gerüchte einer Grenzrevision der Sowjetunion. - Die Rede des US-Außenministers Byrnes vom September 1946 löst in Polen heftige Kritik und ein Gefühl der Bedrohung durch Deutschland und USA aus und bewirkt eine pragmatische Annäherung Polens an die Sowjetunion.

- Von seinen Bündnispartnern erwartet Polen jetzt zwingend die Anerkennung der Oder- Neiße-Linie. - Die polnische Regierung betont mit Bezug auf das Potsdamer Abkommen die völkerrechtliche Verbindlichkeit und Unveränderbarkeit der Oder-Neiße-Gebiete und lehnt es ab, sie als nur provisorisch zu betrachten. - Auch die Exilpolen wollen die Oder-Neiße-Gebiete nicht zurückgeben, sie wollen aber das an Russland gefallene Ostpolen wieder zurückgewinnen.