small Foot AG Die Kinderkrippe Schachenallee 31, CH-5000 Aarau, +41 62 822 53 04 aarau@small-foot.ch / www.small-foot.ch Pädagogisches- Konzept Inhaltsverzeichnis 1. Entwicklung... 2 2. Rituale... 2 3. Regeln... 3 4. Essen... 3 5. Ruhephasen... 4 6. Bewegungsphasen... 4 7. Kinaesthetics Infant Handling... 4 8. Freispiel... 5 9. Sozialkompetenz... 5 10. Kreativität... 5 11. Umweltbewusstsein... 5 12. Eingewöhnung... 6 13. Zusammenarbeit mit den Eltern... 7 Ich bin, was ich lerne! Damit sich die Kinder wohl fühlen, sorgt das Betreuungsteam für eine angenehme Atmosphäre und frohe Erlebnisse. Durch individuelle Betreuung und Gruppenaktivitäten sammeln die Kinder vielfältige Erfahrungen und geniessen dabei den nötigen Freiraum zur persönlichen Entwicklung und Entfaltung. Im Zentrum steht die ganzheitliche Entwicklung des Kindes. Die Kinderkrippe ist politisch unabhängig und konfessionell neutral. small Foot AG Die Kinderkrippe Seidenhofstrasse 14, CH-6003 Luzern +41 41 210 21 20 www.small-foot.ch traegerschaft@small-foot.ch
1. Entwicklung Grundgedanken der Entwicklung: Bei Entwicklung handelt es sich um Veränderungen, die aufeinander aufbauen, sich einer bestimmten Altersgruppe zuordnen lassen, deren Wirkung nachhaltig ist und deren Ablauf kontinuierlich erfolgt. Damit sich ein Kind gut entwickeln kann, beziehungsfreudig, neugierig und motorisch aktiv ist, müssen seine körperlichen und psychischen Grundbedürfnisse befriedigt sein. Die Kinder werden im Umgang mit Konflikten, Spannungen und Widersprüchen gestärkt. Die Erzieherinnen leben den Kindern einen natürlichen, offenen und konfliktfähigen Umgang vor und gestehen eigene Fehler vor den Kindern ein. Die tägliche Körperpflege orientiert sich an dem individuellen Tagesrhythmus des Kindes. Mit viel Geduld und ohne Zwang wird auf eine natürliche Ausübung der Sauberkeitserziehung geachtet. Die Sprachentwicklung wird gefördert, indem die Erzieherinnen die vielfältigen Situationen im Alltag sowie die kindlichen Tätigkeiten benennen. Auf eine sprachliche Zuwendung im Säuglingsalter wird geachtet und die Sprache nicht verkindlicht (Gäbeli, Stühli usw.). In den ersten vier Lebensjahren ist das Erlernen einer Fremdsprache am effektivsten. Durch qualifiziertes Personal in der English Group - small talk bringen wir den Kindern auf spielerische Art und Weise Englisch bei. Unsere systematische Qualitätssicherung- Entwicklung können wir durch gezielte Förderung und Schulungen unseres Personals gewährleisten. Durch die laufenden Anpassungen all unserer Konzepte und durch den Besuch an Fach- sowie Qualitätsdialogen und anderen spezifischen Kursen, intern wie extern, einem stetigen internen Austausch durch unserer Kitaleiterinnen, verbessern wir unsere Dienstleistung nachhaltig, stetig und kontinuierlich. 2. Rituale Ein kontinuierlicher Tagesablauf und verschiedene Rituale geben dem Krippenalltag Struktur und dem Kind Halt, Sicherheit und ein gewisses Zeitgefühl. Seite 2 von 7
3. Regeln Grenzen und Regeln geben dem Kind Halt, Sicherheit, Orientierung und schützen es vor Gefahren. Die Grenzen und Regeln werden zum Wohl aller Beteiligten eingesetzt. Das Auseinandersetzen und Aushandeln der Grenzen und Regeln bieten dem Kind wichtige Aspekte für seine Entwicklung. Die Kinder tragen die Konsequenzen für ihr Handeln, soweit für niemanden Gefahr oder Schaden besteht. Die Kinder schöpfen aus eigenen Erfahrungen und Entscheidungen Kraft und Stärke. Bei Unsicherheiten bieten die Erzieherinnen Unterstützung, Sicherheit und Halt. Wir beziehen die Kinder Schritt für Schritt in die Verkehrserziehung mit ein. Die Kinder werden spielerisch in den Verkehrsregeln gefördert und unterstützt (Bilderbücher, Spiele etc.) Die Erzieherinnen leben den Kindern ein korrektes Verhalten im Strassenverkehr vor. Es wird stets der sicherste Weg gewählt. 4. Essen Es wird auf eine ausgewogene, gesunde, abwechslungsreiche sowie den Jahreszeiten und der Herkunft der Nahrungsmittel angepasste Ernährung geachtet. Die Kinder werden in die Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten mit einbezogen und erlernen somit die Grundsätze der gesunden Ernährung. Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, das Essen selber zu schöpfen, um sich mit ihrem Sättigungsgefühl auseinanderzusetzen. Parallel dazu soll das Bewusstsein der Herkunft der Nahrungsmittel gefördert und gepflegt werden. Der Mittagstisch bietet einen Ort: - der Lust Das Stillen des Hungers ist mit Lust verbunden. - der Kommunikation Um alltägliche Mitteilungen und Erlebnisse zu erzählen. Probleme erwähnen, Fragen stellen und darüber zu diskutieren. - der Sozialisation Die Kinder suchen ihren Platz. Sie lernen die Spielregeln der Gemeinschaft kennen, sich einzufügen und Widerstand zu leisten. - des Lernens Die Kinder erfahren Tischsitten, Gesprächskultur sowie Ernährungsverhalten. In der Tischgemeinschaft erlebt das Kind Zugehörigkeit, Geborgenheit und lernt Grenzen zu akzeptieren. Seite 3 von 7
5. Ruhephasen Eine entspannte und liebevolle Umgebung vermitteln dem Kind die nötige Ruhe und Geborgenheit für einen erholsamen Schlaf. Der Energiehaushalt der Kinder wird durch die Ruhephasen wieder aufgeladen. Die Mittagszeit wird als Ruhephase genutzt. Kinder, welche nicht mehr schlafen, gehen einer ruhigen Beschäftigung nach (im Pausenraum). Um den Kindern Sicherheit und Wohlbefinden zu geben, können sie es sich mit ihren persönlichen Gegenständen wie Nuggi, Noschi, usw. gemütlich machen. Jedes Kind hat die Möglichkeit seinem eigenen Tagesrhythmus nachzugehen. Falls das Bedürfnis vorhanden ist, können die Kinder die Räumlichkeiten auch tagsüber benützen. 6. Bewegungsphasen Die Bewegung ist im Alltag eines Kindes ein grosser Bestandteil. Einmal täglich an die frische Luft, um dem Bewegungsdrang nachzugehen ist also Pflicht (bei jeder Witterung). Durch die einzigartige Bauweise (burgartige Landschaft), die Benützung der Turnhallen und den regelmässigen Waldbesuchen wird spezifisch auf die Bewegungsförderung eingegangen. 7. Kinaesthetics Infant Handling Wir arbeiten nach Kinaesthetics Infant Handling. Erklärung des Begriffs Kinaesthetics: kines : aesthetics : steht für Bewegung = Bewegungswahrnehmung steht für Wahrnehmung Definition: Kinaesthetics Infant Handling geht davon aus, dass Kinder ihre Bewegungsfähigkeiten und Bewegungsmuster nicht alleine lernen. Eltern oder professionelle Betreuer wickeln sie, tragen sie usw. Die Art und Weise, wie das geschieht, hat einen wesentlichen Einfluss darauf, welche Bewegungsmuster ein Kind entwickelt. So sollen die Bewegungsabläufe (z.b. das Wickeln), die mit dem Kind zusammen durchgeführt werden den natürlichen Bewegungsabläufen entsprechen. Seite 4 von 7
Zudem bilden die Interaktionen durch Berührung und Bewegung in den ersten Lebensjahren eine wichtige Grundlage für die Entwicklung und Qualität der kommunikativen Fähigkeiten eines Kindes. 8. Freispiel Das Freispiel soll die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein unterstützen und fördern. Die Kinder können selber wählen, was und mit wem sie spielen wollen. Die Erzieherinnen stellen genügend Zeit, Raum und Material zur Verfügung, somit können die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Die Erzieherinnen nehmen die beobachtende (und gezielt führende) Rolle im Freispiel ein. Das Freispiel ist deshalb so wichtig, weil sich das Kind in allen Kompetenzen üben kann (Sozial-, Selbst-, Sach-, und Methodenkompetenzen). 9. Sozialkompetenz Indem die Kinder einander wahrnehmen, aufeinander eingehen und gegenseitige Hilfsbereitschaft pflegen, lernen sie die Gefühle und die Persönlichkeiten der anderen zu respektieren. Wir leben den Kindern einen respektvollen, offenen und verständnisvollen Umgang untereinander und für andere Kulturen vor. Gemeinsame Erlebnisse fördern das Gemeinschaftsgefühl und verbinden die Kinder untereinander. So kann jedes Kind seinen eigenen Platz in der Gruppe finden. 10. Kreativität Unseren Kindern stehen verschiedene Materialien und altersgemässe Bastelaktionen/-Angebote zur Verfügung, die sie freiwillig nutzen können. In die selbständige Arbeit der Kinder wird nicht eingegriffen, diese wird anerkannt und nicht verändert. Gezielte aktive Führung bzw. Begleitung durch die Krippenleiterinnen wird ebenso gefördert (üben des Verhaltens nach Anleitung). 11. Umweltbewusstsein Den Kindern wird ein bewusstes Umgehen mit Lebensmitteln und Gegenständen präsent gemacht. Die Kinder werden auf Naturschönheiten Seite 5 von 7
und Tiere aufmerksam. Es gibt keine Wände, keine Türen, kein Dach; dafür einen unbegrenzter Raum für vielfältige Erfahrungen in (und mit) der Natur. Durch den regelmässigen Waldbesuch erleben die Kinder die Umwelt und entwickeln eine besondere Aufmerksamkeit für die Natur, indem sie sie mit allen Sinnen wahrnehmen. Sie sehen, hören, tasten, riechen und fühlen. Mit ihren Sinnen werden die Kinder auf Veränderungen in der Natur sensibilisiert, erleben die verschiedenen Jahreszeiten und deren Auswirkung. Somit können wir dazu beitragen, dass sich die Kinder der Natur auf spielerische, sinnliche und respektvolle Weise nähern. Eine abfallgerechte Entsorgung, bewusstes Umgehen mit Energie sowie Lebensmitteln, Gegenständen usw. wird den Kindern nahegelegt. 12. Eingewöhnung Damit sich ein Kind psychisch und körperlich gesund entwickeln kann, braucht es Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen ist Voraussetzung für das Lernen im intellektuellen, emotionalen und sozialen Bereich. Nur ein selbstsicheres Kind kann seine Persönlichkeit entfalten. Dies bedeutet auch, dass ein Kind erst dann ohne Eltern in der Krippe bleibt, wenn es in der neuen Umgebung Vertrauen gefasst hat. Während einer Eingewöhnungsphase gemeinsam mit einer Bezugsperson erhält es die nötige Zeit, die Betreuungspersonen kennen zu lernen und sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Die Eingewöhnung verläuft nach einem spezifischen Eingewöhnungsmodell (u.a. Berliner Eingewöhnungsmodell): 1. Phase: Ein Elternteil besucht mit dem Kind zusammen die Krippe. 2. Phase: Es finden erste Trennungen statt. 3. Phase: Die Aufenthaltsdauer des Kindes ohne Elternteil wird kontinuierlich verlängert. Jedoch nur, wenn es für das Kind stimmt. Seite 6 von 7
13. Zusammenarbeit mit den Eltern Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit. Das Betreuungsteam fördert kontinuierlich einen guten und offenen Austausch mit den Eltern. Um den Bedürfnissen der Eltern und der Kinder gerecht zu werden, ist ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den Eltern und den Erzieherinnen wichtig. Auf Wunsch führen wir regelmässige Gespräche durch, um über den Entwicklungsstand des Kindes zu informieren. Auftretende Probleme werden so schnell wie möglich besprochen, abgeklärt und gelöst. Die Mitarbeiter/Innen stehen unter Schweigepflicht. V2016-06-01 / In Kraft ab 01. Juni 2016 Seite 7 von 7