Vorher Nachher Vorher
Nachher Vorher Nachher
Die Kids bei der Arbeit Spaß ist auch dabei, denn sie wissen dass die Granja ihre Zukunft ist Liebe Freunde der Marienschule Noch vor den Ferien möchte ich aus Recife berichten. Demetrius wollte Euch selber schreiben, aber er schafft es im Moment nicht. Er steht zur Zeit mit seinen Kräften am Abgrund und ich habe mit ihm besprochen, dass ich Euch informiere. Demetrius lässt alle recht herzlich grüßen und sagt DANKE für alles. Der Dank geht an alle, die Schulleitung, das Lehrerkollegium und natürlich an die Schüler/innen und er wünscht allen schöne Ferien. In den Nachrichten habt Ihr vielleicht gesehen, dass der Nordosten Brasiliens von schlimmen Regenfällen heimgesucht worden ist. Recife ist auch davon betroffen, aber Gott sei Dank ist das Projekthaus in der Stadt und die Granja außerhalb der Stadt nicht in Mitleidenschaft gezogen. In den Favelas von Recife sieht das anders aus und es gibt große Schäden durch Erdrutsche und es gibt Tote und Verletzte, viele sind Obdachlos geworden. Im oberen Teil habe ich einige Fotos von der Granja beigefügt, Vorher und Nachher. Die Bilder sprechen sicherlich für sich und Ihr könnt sehen, wie sich alles entwickelt hat. Die Marienschule hatte ja schon einen beträchtlichen Betrag aus dem Sponsorenlauf überwiesen (hatte ich mit Herrn Vonstein besprochen), da Demetrius große Sorgen hatte. Inzwischen habe ich das Geld nach Recife transferiert, denn es wird dringend gebraucht. Demetrius und ich haben dann einige Tage darüber nachgedacht, wie dieses Geld am sinnvollsten zu verwenden ist, denn es gab einige finanzielle Baustellen und alles musste gut überlegt werden.
Unser Plan Die CPP hatte ein sehr altes Auto (Kleinbus) und dieses war das einzige Fahrzeug was es in der CPP gab. Dieses Fahrzeug war in einem sehr desolatem Zustand. Die Fotos zeigen nicht alles, denn es war sehr schlimm. Ich hatte bei meinen Besuchen in Recife das zweifelhafte Vergnügen mit diesem Gefährt zu fahren und das war kein Spaß. Während der Fahrt sprangen die Türen auf, man saß auf den blanken Federn, da die Polsterung sich schon aufgelöst hatte. Das Auto sprang nicht mehr an und ich erinnere mich an die Situation, dass die Kinder anschieben mussten, als ein Junge mit einer schweren Verletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wenn man den weiten Weg zur Granja fuhr, ca. 40 Km, ging der Wagen während der Fahrt aus und das war sehr gefährlich, weil man auf der Strecke nicht anhalten darf, da es immer wieder Überfälle gibt. Der Unterboden hatte so große Rostlöcher, dass man während der Fahrt einen freien Blick auf die Straße unter einem hatte. Durch finanzielle Hilfe vom Land NRW und einigen Spendern konnte ich nun ein neues Auto für die CPP kaufen.
Dieses Auto ist fabrikneu, denn wir konnten es direkt in Sao Paulo bei VW günstig kaufen. Dieses war ein sehr bürokratischer Akt, aber wir haben dadurch sehr viel Geld gespart und es gibt nun ein neues Auto in der CPP. Geplant war, das alte Auto noch einmal reparieren zu lassen und es für die Granja zu nutzen, denn nur ein Auto für das Projekthaus in der Stadt und für die Granja ist nicht möglich. Es fallen zu viele Fahrten an und mit dem privaten PKW von Demetrius ist das nicht möglich. Doch reparieren war nicht mehr drin, Demetrius sagte: Das Alte Auto ist gestorben und jetzt nur noch Müll, reparieren geht nicht mehr! Es war für mich sowieso zweifelhaft, ob man da noch einmal investieren sollte, da ich den schlimmen Zustand ja kannte. Wir haben dann überlegt und uns dafür entschieden, dass wir einen Teil des Geldes (5.000 8.000 Euro, Demetrius muss noch verhandeln) dafür verwenden ein gutes gebrauchtes Auto zu kaufen. Demetrius hat auch schon eines gefunden und durch eine Werkstatt überprüfen lassen. Da Demetrius keine andere Wahl bleibt hoffen wir, dass alle mit dieser Entscheidung einverstanden sind. Das Auto ist ja für die Granja und der andere Teil des Geldes fließt in den Unterhalt. Nun wünsche auch ich allen schöne Ferien und einen guten Start ins neue Schuljahr. Wenn es neues aus Recife gibt, melde ich mich nach den Ferien wieder. Abracos aus Recife von Demetrius und Herzliche Grüße von mir Marianne Möller