Informationsmanagement und Informationssicherheit Thema des Tages: Management der Informationswirtschaft 21. April 2009 Karsten Sohns sohns@iwi.uni-hannover.de hannover Karsten Sohns # 1 News Die Vorlesung SAP II wird im Wintersemester 09/10 angeboten! Karsten Sohns # 2
Agenda des Tages Einführung in das Informationsmanagement Wiederholung Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Management der Informationsnachfrage Management der Informationsquellen Management der Informationsressourcen Management es Informationsangebotes Management der Informationssysteme Management der Daten Karsten Sohns # 3 Agenda des Tages Einführung in das Informationsmanagement Wiederholung Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Management der Informationsnachfrage Management der Informationsquellen Management der Informationsressourcen Management es Informationsangebotes Management der Informationssysteme Management der Daten Karsten Sohns # 4
zur Veranstaltung (1) Grobe Agenda Teil 1 Informationsmanagement Nr. Informationsmanagement, Themenübersicht Nr. 1: 1 Einführung in das Informationsmanagement (1) Aufbau der Veranstaltung und Einordnung Einführung in die Wirtschaftsinformatik Grundbegriffe Modelle und Konzepte 2 Einführung in das Informationsmanagement (2) Artikel IT doesn t Matter Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Ki Krische Erfolgsfaktoren Ef f BSC als Instrument zur Ermittlung des Informationsbedarfes Management der Informationsressourcen (Semanitc Web, Ontologien, usw.) Management der des Informationsangebotes und der Bereitstellung (Business Intell.) 3 Management der Informationssysteme t Managementprozess der Informationssysteme Referenzmodelle u. a. SAP R/3 Management der Prozesse (EPK, ARIS) Open-Source Software vs. Software Lizenzen mit Praxis Beispielen Karsten Sohns # 5 zur Veranstaltung (2) Grobe Agenda Teil 1 Informationsmanagement Nr. Informationsmanagement, Themenübersicht Nr. 2: 4 IT-Projektmanagement (Gastredner: Jon Sprenger) 5 Management der Informations- und Kommunikationstechnik Strategisches Management der IKT Standards, Technology Roadmapping, Disruptive Technologies Management der Verarbeitung (Moore s Law) Führungsaufgaben des IM TCO, SLA IT Controlling und IT-Risk Management (kurz) Stellung des IM im Unternehmen CIO und Informationsmanager Strategien t des IM Neue Geschäftsmodelle (ASP, Mobile Commerce) IT-Sourcing (Offshoring usw. ) 6 IT-Governance und IT Revision (Gastredner: Jos Töller) 7 Einsatzfelder des Informationsmanagements Wissensmanagement Data- Internet Mining Suchmaschinen hi Karsten Sohns # 6
wichtige Internetquellen (1) http://iwi.uni-hannover.de http://de.wikipedia.org/wiki/informationsmanagement di / iki/i ti t http://www.informationsmanagement-buch.org/ http://de.wikipedia.org/wiki/semantisches_web di / iki/s i h Cobit: http://www.isaca.org/ Swoogle http://swoogle.umbc.edu/ Karsten Sohns # 7 Wiederholung (1) Konzepte und Modelle Drei prozessorientierte t Ansätze Cobit Referenzmodellrahmen für Planung und Steuerung des Einsatzes von Informationstechnik. Basiert auf Prozessmodell 34 Prozesse in vier Bereichen Planung & Organisation Beschaffung & Implementierung Betrieb & Support Überwachung Breiter Einsatz für Corporate Governance & IT Governance Wird von der Information Systems Audit and Control Association (ISACA) als Referenzmodell bereit gestellt http://www.isaca.org/ Karsten Sohns # 8
Wiederholung (2) CobiT Würfel Quelle: Krcmar 2005, S. 38 Karsten Sohns # 9 Wiederholung (3) Fazit Vermehrt Additive für die Modelle: Strategisch, ganzheitlich, schlank, kulturbewusst Die Problemorientierung führt zu Aufgaben, die in ganzheitlichen Modellen aufgenommen werden. Klassische Dreiteilung berücksichtigen die meisten Modelle. Hauptaufgabe ist immer: Ausgleich von Informationsnachfrage und -angebot zur Erreichung der Unternehmensziele, die unterschiedlich stark mit dem IM verbunden sind. Versorgung der Entscheidungsträger mit relevanten Informationen Gewährleistung einer hohen Informationsqualität Dokumentation von Willensbildungs- und Willensdurchsetzungsprozessen. Gestaltung der Informationswirtschaft als Querschnittsfunktion in der Unternehmung. Effizienz des Einsatzes und zeitliche Optimierung Karsten Sohns # 10
Wiederholung (4) Modell des IM nach Krcmar, Grundaufbau der Vorlesung Führungsaufgaben des IM Management der Informationswirtschaft Angebot Nachfrage Verwendung Daten Prozesse Anwendungslebenszyklus IT- Governance Strategie IT-Prozesse IT-Personal IT-Controlling Management der Informationssysteme Management der Informations- und Kommunikations- Technik Speicherung Verarbeitung Kommunikation Krcmar, Informationsmanagement, 4. Auflage 2005 Karsten Sohns # 11 Wiederholung (5) Artikel IT doesn t Matter Fragen: Was sind die Hauptaussagen des Autors? Sammel 4 bis 6 Argumente, die die Thesen des Autos stützen Was könnten proprietäre IT Dienstleistungen oder IT Dienstleistungen sein? Ist IT tatsächlich nur ein Infrastrukturgut? Welche Fehler begehen IT Entscheider im Zusammenhang mit ihren (IT-) Wettbewerbsvorteilen? (Nach Meinung des Autors) Wie sollten sich Unternehmen zukünftig verhalten? (Nach Meinung des Autors) Welche Rolle spielen Prozesse in der Argumentation des Autors? Wie sollten Unternehmen mit dem aktuellen Hype um Green IT aus Sicht des Autors umgehen? Aufgabe: Sie sind Entscheider in einem großen mittelständischen Dienstleistungsunternehmen (IT intensives Umfeld). Wie richten Sie Ihre IT Strategie künftig aus? (Beachten Sie auch mögliche Limitationen der in dem Artikel diskutierten Thesen) Karsten Sohns # 12
Agenda des Tages Einführung in das Informationsmanagement Wiederholung Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Management der Informationsnachfrage Management der Informationsquellen Management der Informationsressourcen Management es Informationsangebotes Management der Informationssysteme Management der Daten Karsten Sohns # 13 Management der Informationswirtschaft (1) Thema 1: Management der Informationswirtschaft Führungsaufgaben des IM Management der Informationswirtschaft Angebot Nachfrage Verwendung Daten Prozesse Anwendungslebenszyklus IT- Governance Strategie IT-Prozesse IT-Personal IT-Controlling Management der Informationssysteme Management der Informations- und Kommunikations- Technik Speicherung Verarbeitung Kommunikation Krcmar, Informationsmanagement, 4. Auflage 2005 Karsten Sohns # 14
Lebenszyklus der Informations- wirtschaft (2) MANAGEMENT DER INFORMATIONSNACHFRAGE Anforderungen INFORMATIONSBENUTZER Bereitstellung: verteilen, übermitteln entscheiden müssen, Neugier haben vernetzen ver(an)wenden interpretieren bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSQUELLEN INFORMATIONS- QUELLE 1. erkennen, 2. erheben, 3. explizieren, 4. vernetzen, 5. sammeln, 6. erfassen nutzbar machen MANAGEMENT DER INFORMATIONSVERWENDUNG Informationen verstehbar, interpretierbar anbieten Informationen bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSRESSOURCEN INFORMATIONS- RESSOURCE 1. strukturieren, 2. repräsentieren, 3. speichern, 4. physischen Zugang sicherstellen, 5. verifizieren, 6. intellektuellen Zugang ermöglichen 7. Instand halten, pflegen MANAGEMENT DES INFORMATIONSANGEBOTS INFORMATION PRODUKT DIENST analysieren, umordnen, reproduzieren, reduzieren, verdichten Zuschnitt auf Nutzerbedürfnisse Krcmar, 2005, S.57 Karsten Sohns # 15 Agenda des Tages Einführung in das Informationsmanagement Wiederholung Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Management der Informationsnachfrage Management der Informationsquellen Management der Informationsressourcen Management es Informationsangebotes Management der Informationssysteme Management der Daten Karsten Sohns # 16
Management der Informations- nachfrage (1) MANAGEMENT DER INFORMATIONSNACHFRAGE Anforderungen INFORMATIONSBENUTZER Bereitstellung: verteilen, übermitteln entscheiden müssen, Neugier haben vernetzen ver(an)wenden interpretieren bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSQUELLEN INFORMATIONS- QUELLE 1. erkennen, 2. erheben, 3. explizieren, 4. vernetzen, 5. sammeln, 6. erfassen nutzbar machen MANAGEMENT DER INFORMATIONSVERWENDUNG Informationen verstehbar, interpretierbar anbieten Informationen bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSRESSOURCEN INFORMATIONS- RESSOURCE 1. strukturieren, 2. repräsentieren, 3. speichern, 4. physischen Zugang sicherstellen, 5. verifizieren, 6. intellektuellen Zugang ermöglichen 7. Instand halten, pflegen MANAGEMENT DES INFORMATIONSANGEBOTS INFORMATION PRODUKT DIENST analysieren, umordnen, reproduzieren, reduzieren, verdichten Zuschnitt auf Nutzerbedürfnisse Karsten Sohns # 17 Management der Informations- nachfrage (2) Informationsflut Aufbereitetes Informationsangebot für das Management Entscheidungsrelevante Informationsmenge 1 Report ~ 500 Kilobytes 10 Zahlen mit Überschriften ~ 500 Bytes Gesamtes Informationsangebot Neuproduktion pro Jahr ~ 5 Exabytes Auswahl von Datenträgern: Druckwerke, Filme, optische Datenträger, magnetische Datenträger Krcmar, 2005, S.53 Karsten Sohns # 18
Management der Informations- nachfrage (3) Ermittlung des Informationsstandes aus Bedarf, Angebot und Nachfrage Objektiver Informations bedarf - Info. Stand - Info. Nach - frage Subjektiver - Informations bedarf Informationsangebot Informationsbedarf = Art, Menge und Beschaffenheit von Informationen, die zur Erfüllung einer Aufgabe benötigt werden Picot (1988) Karsten Sohns # 19 Management der Informations- nachfrage (4) Karsten Sohns # 20
Management der Informations- nachfrage (5) Subjektive Verfahren: Offene Befragung: Der Befragte wird aufgefordert, seinen Informationsbedarf zu charakterisieren, u.u. unterstützt durch Beispielsituationen seines Arbeitsalltags, während der Interviewer ergänzende oder klärende Fragen stellt. Wunschkataloge: Den zukünftigen Informationsnutzern wird ein Katalog von möglichen oder bereits entwickelten Informationsprodukten vorgelegt, aus dem Elemente ausgewählt werden sollen, die der Deckung des Informationsbedarfs dienen. Befragung der Mitarbeiter im Tätigkeitsumfeld: Die Interviews zur Charakterisierung des Informationsbedarfs f werden auf Mitarbeiter i im Umfeld des eigentlichen Adressaten ausgeweitet, da hier u.u. noch weitere ergänzende Merkmale erhoben werden können. Krcmar, 2005, S.61f Karsten Sohns # 21 Management der Informations- nachfrage (6) Objektive Verfahren: Strategieanalyse : Informationserfordernisse werden aus den strategischen Zielsetzungen des Unternehmens oder der betreffenden Führungskraft abgeleitet. Prozessanalyse: Die für die Entscheidungsabläufe erforderlichen Informationen lassen auf den Informationsbedarf der Prozessbeteiligten schließen. Input-Prozess-Output-Analyse: Informationsbedarf und - stand werden hier im Sinne von Input, Output und Informationsverarbeitung entlang von Prozessschritten ermittelt. Entscheidungs- oder Aufgabenanalyse: Diese geht von gut strukturierten Entscheidungsprozessen aus, von denen sich gegliedert nach Entscheidungsschritten der Informationsbedarf o in der jeweiligen Phase ableiten lässt. Krcmar, 2005, S.61f Karsten Sohns # 22
Management der Informations- nachfrage (7) Kritische Erfolgsfaktoren (KEF) Die Methode der Kritischen Erfolgsfaktoren geht von der Annahme aus, dass Führungskräfte Informationen zum Status, bzw. der Entwicklung ihrer kritischen Erfolgsfaktoren für ihre Entscheidungen benötigen. Quellen für kritische Erfolgsfaktoren Branche Wettbewerbsstrategie (z. B. Marktführerschaft) bzw. die Position eines Unternehmens innerhalb seiner Branche Umweltfaktoren (Politik, Konjunktur, Technologie) Temporäre Faktoren (Abwrackprämie) Managementposition (inhaltliche Ausrichtung) Karsten Sohns # 23 Management der Informations- nachfrage (8) Kritische Erfolgsfaktoren Unternehmens- Akquisen Branche Strategie Konjunktur neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben/ aufbauen Umwelt temporär Betriebsklima aufbauend Position extern intern beobachtend Bullen/Rockart (1981) Karsten Sohns # 24
Management der Informations- nachfrage (9) Prozess der Erhebung von KEF mit Hilfe von Interviews Interviews mit Managern und andere Entscheidern (niedrigste Ebene zuerst) Ziel der Interviews: Verständnis für Organisation gewinnen Ziele und Motive der interviewten Manager für ihre Arbeit verstehen KEF und zugehörige g Indikatoren erheben Manager dabei unterstützen, ihren eigenen Informationsbedarf zu verstehen Die Interviewten sollen im Gespräch die KEF priorisieren und mit Indikatoren zur Überwachung versehen. Ziel: Management Informationssystem mit allen wichtigen Indikatoren für die KEF Weiterführende Informationen auch bei Heinrich S. 345ff. Karsten Sohns # 25 Management der Informations- nachfrage (10) Kritische Erfolgsfaktoren Zahlen geben die Priorität (1 = hoch, 5 = niedrig) des jeweiligen KEF an Karsten Sohns # 26
Management der Informations- nachfrage (11) Kritische Erfolgsfaktoren Karsten Sohns # 27 Management der Informations- nachfrage (12) Balanced Scorecard, Kaplan und Norton (1992) Finanzperspektive Strategische Ziele Maßgröße (Indikator, Kennzahl) Zielwerte Maßnahmen Strategische Ziele Kundenperspektive Vision und Strategie Prozessperspektive Maßgröße Zielwerte Maßnahmen Strategische Maßgröße Zielwerte Maßnahmen (Indikator, Kennzahl) Ziele (Indikator, Kennzahl) Potenzialperspektive Strategische Ziele Maßgröße (Indikator, Kennzahl) Zielwerte Maßnahmen Karsten Sohns # 28
Management der Informations- nachfrage (13) Balanced Scorecard Wie sehen uns unsere Anteilseigner? (Finanzielle Perspektive) Die finanzielle Perspektive konzentriert sich auf den langfristig wirtschaftlichen Erfolg und beschäftigt sich mit der Frage, wie durch die Implementierung der Strategie das finanzielle Ergebnis verbessert werden soll. Wie sehen uns die Kunden? (Kundenperspektive) In dieser Perspektive werden Messgrößen bezogen auf den Produkterwerb bzw. auf die Inanspruchnahme einer Dienstleistung erhoben. Die zentrale Frage ist dabei, inwiefern die Strategie dazu beiträgt, die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmung auf dem entsprechenden Markt zu erhöhen. Als Messgrößen können z. B. der Marktanteil, die Kundenabwanderungsrate, Prozent der Projekte in on-time delivery oder der Preis dienen. Krcmar, 2005, S.68 Karsten Sohns # 29 Management der Informations- nachfrage (14) Balanced Scorecard Worin müssen wir uns auszeichnen? (interne Prozessperspektive) In Bezug auf die Strategie werden die internen Prozesse und Abläufe eines Unternehmens untersucht. Dabei sollen sowohl die Kernkompetenzen als auch kritische Techniken identifiziert werden. Mögliche Messgrößen sind dabei z.b. die Prozesskosten, die Systemverfügbarkeit e oder die Erreichbarkeit des Help Desk. Können wir uns weiter verbessern und Werte schaffen? (Potenzialperspektive) (Innovations- und Wissensperspektive) Die langfristige Entwicklung innerhalb des Unternehmens soll gesichert werden. Es werden Anforderungen aus dem Unternehmensumfeld oder aus den anderen Perspektiven an die Organisation, Management oder Mitarbeiter erhoben. Als Messgrößen bieten sich dabei der Mitarbeiter-Zufriedenheitsindex, der Fremdentwicklungsanteil, die Qualifikation der Mitarbeiter und die Leistungsfähigkeit des Informationssystems an. Karsten Sohns # 30
Management der Informations- nachfrage (15) Strategieumsetzung mit der Balanced Scorecard Übersetzung der Vision Klärung der Vision Erarbeiten eines gemeinsamen Strategieverständnisses Aktualisierung und Änderung der Strategie 4. 1. Strategisches Feedbackund Lernen Hinterfragen der Visions und Strategieprämissen (strategisches Feedback) Ermöglichen von strategischem Lernen (Aufbau eines Wissensmanagementsystems) Balanced Scorecard Kommunikation und Verbindung Kommunikation von Vision und strategischem Konzept Herunterbrechen der Strategie in konkrete strategische Ziele Verknüpfung von Leistungskennzahlen mit demanreizsystem 3. Planung und Allokation Ableiten konkreter Maßnahmen und deren Abstimmung strategiekonforme Ressourcenverteilung Festlegung von Meilensteinen 2. Karsten Sohns # 31 Agenda des Tages Einführung in das Informationsmanagement Wiederholung Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Management der Informationsnachfrage Management der Informationsquellen Management der Informationsressourcen Management es Informationsangebotes Management der Informationssysteme Management der Daten Karsten Sohns # 32
Management der Informations- quellen (1) MANAGEMENT DER INFORMATIONSNACHFRAGE Anforderungen INFORMATIONSBENUTZER Bereitstellung: verteilen, übermitteln entscheiden müssen, Neugier haben vernetzen ver(an)wenden interpretieren bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSQUELLEN INFORMATIONS- QUELLE 1. erkennen, 2. erheben, 3. explizieren, 4. vernetzen, 5. sammeln, 6. erfassen nutzbar machen MANAGEMENT DER INFORMATIONSVERWENDUNG Informationen verstehbar, interpretierbar anbieten Informationen bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSRESSOURCEN INFORMATIONS- RESSOURCE 1. strukturieren, 2. repräsentieren, 3. speichern, 4. physischen Zugang sicherstellen, 5. verifizieren, 6. intellektuellen Zugang ermöglichen 7. Instand halten, pflegen MANAGEMENT DES INFORMATIONSANGEBOTS INFORMATION PRODUKT DIENST analysieren, umordnen, reproduzieren, reduzieren, verdichten Zuschnitt auf Nutzerbedürfnisse Karsten Sohns # 33 Management der Informations- quellen (2) Informationsnachfrager und Informationsangebot Krcmar 2005, S. 70 Karsten Sohns # 34
Management der Informations- quellen (3) Zugang über Portale und Web 2.0 Anwendungen Karsten Sohns # 35 Management der Informations- quellen (4) Brancheninformationsdienste (Portale) Karsten Sohns # 36
Management der Informations- quellen (5) XING Karsten Sohns # 37 Agenda des Tages Einführung in das Informationsmanagement Wiederholung Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Management der Informationsnachfrage Management der Informationsquellen Management der Informationsressourcen Management es Informationsangebotes Management der Informationssysteme Management der Daten Karsten Sohns # 38
Management der Informations- ressourcen (1) MANAGEMENT DER INFORMATIONSNACHFRAGE Anforderungen INFORMATIONSBENUTZER Bereitstellung: verteilen, übermitteln entscheiden müssen, Neugier haben vernetzen ver(an)wenden interpretieren bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSQUELLEN INFORMATIONS- QUELLE 1. erkennen, 2. erheben, 3. explizieren, 4. vernetzen, 5. sammeln, 6. erfassen nutzbar machen MANAGEMENT DER INFORMATIONSVERWENDUNG Informationen verstehbar, interpretierbar anbieten Informationen bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSRESSOURCEN INFORMATIONS- RESSOURCE 1. strukturieren, 2. repräsentieren, 3. speichern, 4. physischen Zugang sicherstellen, 5. verifizieren, 6. intellektuellen Zugang ermöglichen 7. Instand halten, pflegen MANAGEMENT DES INFORMATIONSANGEBOTS INFORMATION PRODUKT DIENST analysieren, umordnen, reproduzieren, reduzieren, verdichten Zuschnitt auf Nutzerbedürfnisse Karsten Sohns # 39 Management der Informations- ressourcen (2) Mehrfach verwendbare Informationsquellen werden zu Informationsressourcen. Die Überführung geschieht, indem die Informationsquelle zunächst verifiziert wird und anschließend die Informationen auf (vorwiegend elektronischen) Informationsträgern gespeichert werden. Spätestens dann sind organisatorische, ökonomische, Datensicherheits- und Datenschutz-Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Zweiter Teil der Vorlesung IT-Sicherheit Das Management der Informationsressourcen muss für die Darstellung und Speicherung der Informationen, die Bereitstellung geeigneter Informationsträger und Zugriffsmöglichkeiten sowie deren Pflege und Instandhaltung sorgen. Krcmar, 2005, S.72 Karsten Sohns # 40
Management der Informations- ressourcen (3) Informationsorganisation und modellierung Krcmar 2005, S. 74 Karsten Sohns # 41 Management der Informations- ressourcen (4) Informationsorganisation Taxonomien sind hierarchische Klasseneinteilungen eines Themenbereichs (Schmaltz 2004, S. 5; Spangler et al. 2003, S. 192). Sie bilden Über- und Unterordnungsbeziehungen ab und können so Vererbungen darstellen. Ein Beispiel für eine Taxonomie ist die biologische Einteilung von Pflanzen und Tieren in Familien, Gattungen und Arten. Integrated Taxonomic Information System (ITIS), http://www.itis.gov/ plants, animals, fungi, and microbes of North America and the world Ein Thesaurus ist ein systematisch geordnetes Verzeichnis von Schlagwörtern und deren terminologischen Beziehungen untereinander (bspw. Synonyme, Homonyme, Äquivalenzbeziehungen) innerhalb eines bestimmten Fachgebiets (Wedekind 2001b, S. 474). Vergl. MS Word Krcmar, 2005, S.75 Karsten Sohns # 42
Management der Informations- ressourcen (5) Informationsmodellierung mit Semantic Web Die Semantic Web Technologie ist ein Werkzeug zur Informationsmodellierung. Ziel ist der erleichterte Umgang mit umfangreichen Informationsressourcen durch die Erfassung und Verwaltung von Metainformationen. Die Grundidee ist, Informationsobjekte mit maschinenlesbaren Informationen über ihren Inhalt und über ihre Beziehung zu anderen Informationsobjekten auszustatten. Um Metainformationen in einfacher Form zu modellieren, kann bspw. das Resource Description Framework (rdf) herangezogen werden (Wolf 2004, S. 6). Die Grundstruktur eines rdf-ausdrucks bzw. des rdf- Datenmodells ist ein Tripel aus den drei Elementen Objekt (O), Attribut (A) und Attributwert (V für Value). http://de.wikipedia.org/wiki/semantisches p d / a _ Web Krcmar, 2005, S.75 Karsten Sohns # 43 Management der Informations- ressourcen (6) Karsten Sohns # 44
Management der Informations- ressourcen (7) Semantic Web Suchmaschine Swoogle http://swoogle.umbc.edu/ edu/ Mit dem Projekt SWOOGLE hat die Universität Maryland eine Suchmaschine für SemanticWebDocuments? (SWD) gebaut. Was ist Swoogle genauer? Swoogle extrahiert Metadaten und berechnet Beziehungen zwischen den gefundenen Dokumenten. Zusätzlich bietet das System "Information retrieval of discovered documents" und ordnete die Ergebnisse nach Ähnlichkeit und Wichtigkeit an. Der Name SWOOGLE ist, anders als vermutet nicht in Anlehnung an die Suchmaschine GOOGLE entstanden. Dokumentation zum Projekt liefern eine unvollständige Erklärung, so ergeben die Anfangsbuchstaben von Semantic Web Ontology SWO. Das Ende des Wortes ist nach derzeitigem Stand noch nicht definiert und für Interpretationen offen. Wer steht dahinter? Die University of Maryland in Baltimore County. Die Forscher Tim Finin und Li Ding sind die Personen welche als die Väter der Suchmaschine gelten. Beide veröffentlichten Arbeiten zu den Techniken welche Swoogle ausmachen. Sie sind auch aktuell noch an der Weiterentwicklung beteiligt und treten weltweit auf Konferenzen mit ihrem Wissen auf. Ein der beiden großen Unterstützer ist DARPA, Defense Advanced Research Projects Agency Die andere Einrichtung, welche SWOOGLE unterstützt ist NSF, Defense Advanced Research Projects Agency. Karsten Sohns # 45 Agenda des Tages Einführung in das Informationsmanagement Wiederholung Management der Informationswirtschaft Lebenszyklus der Informationswirtschaft Management der Informationsnachfrage Management der Informationsquellen Management der Informationsressourcen Management es Informationsangebotes Management der Informationssysteme Management der Daten Karsten Sohns # 46
Management des Informations- angebotes (1) MANAGEMENT DER INFORMATIONSNACHFRAGE Anforderungen INFORMATIONSBENUTZER Bereitstellung: verteilen, übermitteln entscheiden müssen, Neugier haben vernetzen ver(an)wenden interpretieren bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSQUELLEN INFORMATIONS- QUELLE 1. erkennen, 2. erheben, 3. explizieren, 4. vernetzen, 5. sammeln, 6. erfassen nutzbar machen MANAGEMENT DER INFORMATIONSVERWENDUNG Informationen verstehbar, interpretierbar anbieten Informationen bewerten MANAGEMENT DER INFORMATIONSRESSOURCEN INFORMATIONS- RESSOURCE 1. strukturieren, 2. repräsentieren, 3. speichern, 4. physischen Zugang sicherstellen, 5. verifizieren, 6. intellektuellen Zugang ermöglichen 7. Instand halten, pflegen MANAGEMENT DES INFORMATIONSANGEBOTS INFORMATION PRODUKT DIENST analysieren, umordnen, reproduzieren, reduzieren, verdichten Zuschnitt auf Nutzerbedürfnisse Karsten Sohns # 47 Management des Informations- angebotes (2) Management es Informationsangebotes Beim Management des Informationsangebots und der Bereitstellung geht es darum, die benötigten Informationen anforderungsgerecht bereitzustellen. Zum einen können solche Informationsressourcen o ou eigens aufzubauen ubau sein. Andererseits können Informationsressourcen als unternehmensweit zur Verfügung stehende Daten-, Methoden- und Modellbanken sowie Information (Data) Warehouses nicht auf bestimmte Bereiche und Teilbereiche zugeschnitten und ddeshalb universeller verwendbar sein. Umfangreiche, weitgehend unverdichtete Daten und Informationen führen zu einer Informationsüberflutung und überfordern die Analysefähigkeiten der Informationsbenutzer. Verfahren wie die Datenmustererkennung (Data Mining) (siehe Veranstaltung 7.) können Daten und Informationen automatisch klassifizieren und analysieren (Bissantz/Hagedorn 1993). Im Folgenden werden exemplarisch vorgestellt: Berichtswesen Data Warehouse Portale Karsten Sohns # 48
Management des Informations- angebotes (3) Berichtswesen Das Berichtswesen versorgt die betrieblichen Entscheidungsträger mit den notwendigen unternehmensinternen Informationen. Die Berichte sind entweder auf Papier, auf dem Bildschirm und teilweise auch auf Tafeln und als speziell eingerichtete Räume ( Kontrollräume Kontrollräume ) darstellbar (Mertens/Griese 2000). Insbesondere moderne Führungs- oder Managementinformationssysteme ist hier relevant! Definition: Ein Executive Information System, abgekürzt EIS, ist ein besonders einfach bedienbares, grafisch orientiertes Abfrage- und Berichtssystem, das dem, oberen Management zur Informationsversorgung auf Knopfdruck dient. (Hansen/Neumann 2002, S. 475) Wichtige Funktionalitäten sind: Interne und externe Strategieplanung, t Berichtswesen, Gesamtunternehmensplanung, operatives & strategisches Controlling und Erfolgsrechnung Karsten Sohns # 49 Management des Informations- angebotes (4) Management Information System Quelle: http://www.insign.ch/products/mis_management_information_system.html Karsten Sohns # 50
Management des Informations- angebotes (5) Portale Der Begriff Portal bezeichnet einen zentralen Einstiegsund Navigationspunkt, der dem Anwender Zugang zu einem virtuellen Angebotsraum bietet und ihn auf weiterführende Informationen entsprechend seiner jeweiligen Interessen lenkt. (Fricke 2001) Organisation (interne Unternehmenskommunikation, Wissensmanagement und Arbeitsplatzdienste) Personalwesen Gehaltsabrechnung h und Finanzen Einkauf Anbindung der Geschäftspartner Externe Dienstleistungen (geschäftlich) Externe und interne Dienstleistungen (privat) Karsten Sohns # 51 Management des Informations- angebotes (6) PADEM er.de w.padem.iao.fraunhofe e: http://www Quelle Karsten Sohns # 52
Management des Informations- angebotes (7) Data Warehouse Es ist eine zentrale Datensammlung, deren Inhalt sich aus Daten unterschiedlicher Quellen zusammensetzt. Die Daten werden von den Datenquellen in das Data-Warehouse geladen und dort für die Datenanalyse gespeichert. Grundsätzlich ist ein Data Warehouse kein Produkt, sondern ein Konzept, das sich der Datenproblematik von managementunterstützenden Systemen annimmt! Definition: A data warehouse is a subject-oriented, integrated, nonvolatile, time-variant collection of data in support of management s decision (Inmon 1996). Vier Hauptmerkmale subject-oriented Integrate nonvolatile time-variant Karsten Sohns # 53 Management des Informations- angebotes (8) Data Warehouse subject-oriented: Die Themenausrichtung an Sachverhalten des Unternehmens, z. B. Kunden- oder Produktkriterien, wird im Data Warehouse durch das konsequente Einordnen aller Daten in Fachbereiche und durch die Bezugnahme auf Geschäftsprozesse realisiert (Seemann et al. 2001, S. 18) integrated: Mit dem Data Warehouse-Konzept wird eine unternehmensweite Integration von Daten in einem einheitlich gestalteten System angestrebt. Vereinheitlichung und Integration externer und interner Daten bedeutet weniger die physische Zentralisierung der Daten in einem einzigen Datenpool, sondern deren logische Verbindung. Integration bedeutet konsistente Datenhaltung im Sinne einer Struktur- und Formatvereinheitlichung durch Maßnahmen wie Vergabe eindeutiger Bezeichnungen, Anpassung der Datenformate und Herstellung einer semantischen Integrität. Ebenso tragen Elemente wie einheitliche Merkmale und standardisierte Kennzahlen zu einer Datenintegration bei (Mucksch/Behme 2000b, S. 11ff.). Karsten Sohns # 54
Management des Informations- angebotes (9) Data Warehouse nonvolatile: Bei einem Data Warehouse handelt es sich um eine dauerhafte Sammlung von Informationen, auf die im Gegensatz zu OLTP Systemen (On-Line Transaction Processing) nur in Form von Lese- und Einfügeoperationen zugegriffen werden darf, um die Nicht-Volatilität der Daten sicherzustellen. Dieser Forderung kann jedoch nur bedingt zugestimmt werden, da Korrekturen von aus Quellsystemen geladenen Daten auf jeden Fall möglich sein müssen (Behme 1996, S. 31). time-variant: Während bei operativen Systemen eine zeitpunktgenaue Betrachtung der Daten im Mittelpunkt steht, liegt das Interesse bei Auswertungen im Data Warehouse eher in einer Zeitraumbetrachtung, z.b. einer Trendanalyse. Der Zeitraumbezug ist daher impliziter oder expliziter Bestandteil der Daten in einem Data Warehouse. Ein Ansatz zur Herstellung dieses Zeitraumbezugs im Data Warehouse ist die obligatorische Verwendung einer Zeitdimension in jedem Informationsspeicher (Behme 1996, S. 31). Karsten Sohns # 55 Management des Informations- angebotes (10) Data Warehouse Karsten Sohns # 56
Management des Informations- angebotes (11) Data Warehouse Karsten Sohns # 57 Management des Informations- angebotes (12) OLAP On-Line Analytical Processing (OLAP) erlaubt Entscheidern im Unternehmen, Unternehmensdaten in Echtzeit auf höherer Ebene (z. B. Gesamtsumme der Umsätze in einer Produktgruppe in einer Region) zu analysieren: Mehrdimensionale Daten können entlang von bestimmten Dimensionen betrachtet und zusammengefasst werden. Analysefunktionen können durch den Entscheider selbst eingesetzt werden, ohne Fachpersonal mit speziellen Programmierkenntnissen. Anfragen und Ergebnisse laufen in Echtzeit ab. OLTP On-Line Transaction Processing (OLTP) wird durch viele Nutzer charakterisiert, die gleichzeitig Daten hinzufügen, ändern oder abfragen und daher auf einzelne Transaktionen aufgeteilt werden. Dies sind z. B. Aufgaben aus dem Tagesgeschäft wie Bestellungen, Rechnungen oder Kundenaufträge. Karsten Sohns # 58
Management des Informations- angebotes (13) OLTP vs. OLAP OLTP OLAP Zeit Gegenwartsorientiert Vergangenheitsorientiert Umfang Einzelner Datensatz Viele Datensätze gleichzeitig Ziel Getrennte, t atomare Zusammengefaste Analyse Transaktionen Krcmar 2005, S. 86 Karsten Sohns # 59 Management des Informations- angebotes (14) OLAP Karsten Sohns # 60
Management des Informations- angebotes (15) jhghmng Karsten Sohns # 61 Fallstudie Fallstudie: Das Unternehmen Rockhaus AG Lösung bis zum 5. Mai 2009 Besprechung der Ergebnisse Kurze Zusammenfassung Karsten Sohns # 62
Management der Informationssysteme (1) Thema 2: Management der Informationssysteme Führungsaufgaben des IM Management der Informationswirtschaft Angebot Nachfrage Verwendung Daten Prozesse Anwendungslebenszyklus IT- Governance Strategie IT-Prozesse IT-Personal IT-Controlling Management der Informationssysteme Management der Informations- und Kommunikations- Technik Speicherung Verarbeitung Kommunikation Krcmar, Informationsmanagement, 4. Auflage 2005 Karsten Sohns # 63 Karsten Sohns # 64