Pädagogik bei Krankheit Hans-Lebrecht-Schule Schule für Kranke am Universitätsklinikum Ulm Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie D. Blaumer, Schulleiterin 08.02.2011
Störung des Sozialverhaltens
ADS
ADHS/HKS
Angst
Anorexia nervosa
Psychose
Selbstverletzendes Verhalten
Zwang
Autismus
Depression
Multiprofessionelles Team
Auszüge aus der Verwaltungsvorschrift zum Förderschwerpunkt Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler KMK Empfehlungen 1998 Erziehung und Unterricht sind für kranke Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung Schülerinnen und Schüler erhalten Unterricht, wenn sie sich auf Grund einer Erkrankung in stationärer/teilstationärer Behandlung befinden oder die Schule nicht besuchen können Der Unterricht soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, trotz ihrer Krankheit mit Freude und Erfolg zu lernen Grundlagen für schulisches Lernen werden auf dem Hintergrund der individuellen Möglichkeiten angebahnt und entwickelt
Auszüge aus der Verwaltungsvorschrift zum Förderschwerpunkt: Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler KMK Empfehlungen 1998 Für Kinder und Jugendliche die lange krank sind, ist Unterricht eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe am Leben der Gemeinschaft Schüler aller Schularten sind so zu unterrichten und zu fördern, dass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche leistungsmäßige und soziale Eingliederung in die bisher besuchte Klasse oder eine den individuellen Möglichkeiten entsprechenden Lernorte geschaffen werden
Pädagogische Leitsätze der Hans-Lebrecht-Schule Der Umgang miteinander ist von Achtsamkeit, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen geprägt Die LehrerInnen verstehen sich als Lernbegleiter ihrer SchülerInnen und bieten in geschütztem Rahmen Alltagsstruktur Untereinander und mit den SchülerInnen wird eine positive Beziehung aufgebaut, um eine vertrauensvolle und ermutigende Lernatmosphäre zu schaffen Die SchülerInnen werden gemäß ihres individuellen Entwicklungsund Leistungsstandes und ihrer momentanen Lernmöglichkeiten unter Berücksichtigung ihrer Ressourcen unterrichtet und gefördert Neben den schulischen Lerninhalten liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung des Selbstwertgefühls
Pädagogische Leitsätze der Hans-Lebrecht-Schule Im regelmäßigen Austausch zwischen den KollegInnen werden Beobachtungen reflektiert und gemeinsame Förderziele und Vorgehensweisen vereinbart Neben den schulischen Lerninhalten liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung des Selbstwertgefühls Im regelmäßigen Austausch zwischen den KollegInnen werden Beobachtungen reflektiert und gemeinsame Förderziele und Vorgehensweisen vereinbart Schulische Diagnostik und Beratung unterstützen die Reintegration der SchülerInnen in Schule oder Beruf Intensive Zusammenarbeit mit allen Kooperationspartnern ist erforderlich, um gemeinsame Ziele für die SchülerInnen zu verfolgen und den Übergang erfolgreich zu gestalten
Strukturen der Hans-Lebrecht-Schule Staatliche Sonderschule des Landes Baden-Württemberg Schulträger ist die Stadt Ulm Einzelunterricht am Krankenbett Unterricht in der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Lehrkräfte an der Hans-Lebrecht-Schule 4 Sonderschullehrerinnen 4 Grund- und HauptschullehrerInnen 5 RealschullehrerInnen 2 GymnasiallehrerInnen 1 Pfarrerin unterrichteten im Schuljahr 2009/2010 330 SchülerInnen, die sich in ambulanter, teilstationärer oder stationärer Behandlung befanden
Schularten BVJ/Berufss. Sonderschule Gymnasium Realschule Hauptschule Grundschule Vorschule Anzahl der Schüler in % 0 5 10 15 20 25
Wohnorte sonstige Orte Landkreis Neu-Ulm Neu-Ulm Alb-Donau-Kreis Ulm Anzahl der Schüler in % 0 10 20 30 40 50
Aufenthalt als Übergang - Drei Säulen Modell Bezugslehrersystem / Fachunterricht Multiprofessionelles Team Heimatschule / Außenschulen
Unterricht / Bezugslehrersystem Unter-, Mittel und Oberstufe Schulleistungsdiagnostik unterstützen / begleiten / fördern / fordern störungsspezifischer Unterricht Lerncoaching Schule, wenn nicht Therapie Hauptfächerunterricht / Projekte / Präsentationen Klassenarbeiten / Prüfungen
Aufgabenfelder der Klinikschule
Heimatschule / Außenschule Kontakte mit den Heimatschulen während des ganzen Aufenthaltes Schullaufbahnberatung Schulversuche in den Heimatschulen oder Außenschulen von Station aus Übergangsgespräche mit Eltern / Klinik / Heimatschule
Lerncoaching Wenn Du immer das tust, was Du schon immer getan hast, wirst Du immer die Resultate erzielen, die Du schon immer erzielt hast Wenn Du etwas Neues erreichen willst, dann tu etwas Neues, insbesondere wenn es eine Vielzahl von Alternativen gibt.
Lerncoaching Zieleprozess SMART Wozu soll ich dies oder jenes tun? S für die spezifische bildliche Vorstellung in der Gegenwart M für messbare Ergebnisse und Meilensteine A für attraktiv und anziehend (sehe, höre und fühle dein Ziel!) R für realistisch bzw. selbst herstellbar T für terminiert - Setze Zeitpunkte + Termine fest für Meilensteine und für das Endergebnis Wann willst du was erreicht haben?
Spezielle Förderangebote Computergestütztes Training kognitiver Funktionen bei psychotischen SchülerInnen LRS-Training Dyskalkulie-Training Motivationstraining / Lernchoaching Bewerbungstraining
Schweinehund-Test nein.. ja Wenn ich lerne, 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 beginne ich rechtzeitig. 2 halte ich ein zügiges Arbeitstempo ein. 3 achte ich auf Ordnung und Übersichtlichkeit. 4 nehme ich mir Zeit für Wiederholungen. 5 bin ich mit Aufmerksamkeit bei der Sache. 6 weiß ich mir meistens zu helfen. 7 kann ich mir gut merken, was ich gelernt habe. 8 mach ich mir Gedanken zum Lernstoff. 9 betrachte ich Fehler als Lernchance. 10 finde ich, dass ich etwas Sinnvolles tue. 11 zeige ich Durchhaltevermögen. 12 lege ich Wert auf Genauigkeit.
Schweinehund-Test
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