Individuelle Bildungswege gestalten

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1 Fachkliniken Wangen Heinrich-Brügger-Schule Individuelle Bildungswege gestalten Schulische Rehabilitation ein Unterstützungssystem Möglichkeiten und Kooperationen

2 Grundlagen 1989 Kinderrechtskonvention 2006 Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Ratifizierung 2010) Art. 24: inclusiv education sytsem Art. 24: human diversity Art. 7: best interest of the child 2011 Beschluss der Kultusministerkonferenz: Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schule Schulgesetz des Landes Baden-Württemberg 15 (4): Die Förderung behinderter Schüler ist auch Aufgabe in den anderen Schularten Behinderte Schüler werden in den allgemeinen Schulen unterrichtet, wenn sie auf Grund der gegebenen Verhältnisse dem jeweiligen gemeinsamen Bildungsgang in diesen Schulen folgen können. Die allgemeinen Schulen werden hierbei von den Sonderschulen unterstützt.

3 Sonderpädagogik arbeitet subsidiär und entwickelt ihre Qualitäten in der interprofessionellen Zusammenarbeit

4 Die Heinrich-Brügger-Schule in Zahlen Durchschnittlich 178 Schüler in der Rehabilitation und in Langzeitstationen 40 Lehrer aus unterschiedlichen Schulformen Schüler aus allen Bundesländer besuchen unsere Schule Möglich sind bis zu 20 Stunden Unterricht pro Woche (Unterschiede je nach therapeutischer Ausrichtung) Abteilungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Grundschule, Haupt- und Förderschule, Realschule und Gymnasium, Berufsschule) Spezifische Angebote für Schüler (Konzentrationstraining, musiktherapeutische Angebote, ) Bewegungstherapie mit differenziertem Angebot für unterschiedliche Krankheitsbilder (Adipositas, Asthma, ) Sonderpädagogische Beratungsstelle (Kinder im Vorschulalter) Berufsorientierung für Jugendliche mit chronischen Erkrankungen FAIR Module ( Gewaltpräventionsprogramm) Seite 4

5 Bildungsbereiche der Heinrich-Brügger-Schule 1. Jugendlichen-Rehabilitation 2. Kind-Mutter-Rehabilitation 3. Langzeitbereich ( Therapeutische Wohngruppen ) 4. Frühförderung 5. Kooperation mit allgemeinen Schulen In allen diesen Bereichen sind eigene Rehabilitationskonzepte entwickelt und umgesetzt. Die schulische Förderung und Rehabilitation in den Bereich der Primarstufe und Sekundarstufen unterscheiden sich erheblich in ihren Ansätzen und Umsetzungen. Alle Bildungsbereiche der Heinrich-Brügger-Schule arbeiten schulartübergreifend, jahrgangsgemischt und inklusiv.

6 Möglichkeiten der Gestaltung durch Kooperation / Kontakt interprofessionelle Zusammenarbeit 1. Anamnese 2. Diagnostik 3. Planungen / Vernetzungen im Heimatbereich 4. Ressourcen Aktivierung 5. Beratungen Zeitpunkte: Vor der Rehabilitation Während der Rehabilitation Nach der Rehabilitation Evaluation

7 Stoffangaben vor der Rehabilitation Primarstufe

8 Stoffangaben vor der Rehabilitation Sekundarstufen

9 Während der Rehabilitation / individualisierter Unterrichtsplan

10 Flexible Planungen ermöglichen In Absprache mit den klinikinternen Partnern, evtl. den Eltern, der Heimatschule, und anderen Partnern können die Pläne individuell an die Förderbedarfe angepasst werden. - zentrale Planungssoftware

11 Nach der Rehabilitation

12 Evaluation ( ca. 6 Wochen nach der Rehabilitation )

13 Schule für Kranke früher Klinik heute Klinik Klinikaufenthalt Unterricht Schule für Kranke Zu Hause Unterricht Klinikaufenthalt Stammschule Hausunterricht Unterricht Stammmschule Zu Hause Schulische Betreuung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher

14 Inklusionsregion Wangen im Allgäu Reintegration von chronisch kranken Schülerinnen und Schülern in die Schulen der Bildungslandschaft Wangen

15 Inklusionsvernetzung Wangen Patientenschüler Praßbergschule WRS 4 Schüler Rupert-Ness Gymnasium 1 Schüler Heinrich-Brügger Schule SfKr 25 Schüler Andreas Rauch Realschule 5 Schüler Wirtschafts Gymnasium 1 Schüler

16 Kooperationsmodell Praßbergschule (GHWRS ) heute GMS Bildungs- und Beratungszentrum für Pädagogik bei Krankheit Wangen Schüleranzahl und Klassenverteilung - 2 in Klasse 6-1 in Klasse 7-1 in Klasse 9-4 in Klasse 10 ( Abschluss ) Die Schüler der Klasse 6 sind Schüler der Martinstorschule. Die anderen sind Langzeitpatienten der Fachkliniken Wangen. Lehrerwochenstunden: 12 zwei davon als Zusatzunterricht in der Klinik

17 Auf dem Wege : (Zitat) Ich ich, sagte Elisabeth Ann, ich weiß gar nicht, welche Klasse ich nun bin. Ich bin zweite Klasse Rechnen und siebte Klasse Lesen und dritte Klasse Rechtschreibung welche Klasse bin ich denn nun eigentlich? Die Lehrerin lachte. DU bist überhaupt keine Klasse. Du bist Betsy, und damit gut. Es spielt doch gar keine Rolle, in welcher Klasse du gerade bist, findest du nicht? Warum solltest du Babygeschichten lesen, die für dich zu leicht sind, nur weil du dein Einmaleins nicht kannst?

18 aus Dorothy Canfield Fisher: Understood Betsy; im Deutschen: Das allerbeste Apfelmus Erscheinungsjahr 1917

19 Vielen Dank

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