FunJet ULTRA von Multiplex

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Transkript:

50 PARK- & E-FLYER FMT 10 10 lothar Beyer Warum hat sich der FunJet so schnell einen festen Platz auf den Modellflugplätzen erobert? Absolut glatte Flugeigenschaften selbst bei viel Wind, toller Speed, genialer Sound und einfachstes Handling sind das Rezept. Dazu ist er nahezu unverwüstlich, hat ein erstklassiges Preis-/Leistungsverhältnis und ist auch noch schnell gebaut. Was will man mehr? Was den FunJet dann legendär gemacht hat, ist eine feste Szene von Speed-Freaks, die dem FunJet-Speed-Bazillus verfallen sind und versuchen, ihre Modelle mit allen möglichen und unmöglichen Motor-Regler-Akkukombinationen noch schneller zu machen. Man braucht nur mal bei Google reinzuschauen: Unter dem Suchbegriff FunJet Tuning findet man eine Reihe von Einträgen und You Tube ist voll mit FunJet ULTRA von Multiplex Die 200-km/h- Im Cockpit geht es aufgeräumt zu. Durch Verschieben des Akkus kann der Schwerpunkt eingestellt werden. Perfektion in Schaum. Die Verbindungen, hier am Beispiel Fläche zum Rumpf, sind optimal vorbereitet. Die Passgenauigkeiten der einzelnen Teile zueinander überzeugt mit engsten Toleranzen.

www.fmt-rc.de FMT-TEST 51 Clips zum Thema. Die Zahl der Versuche ist schier unendlich und es ist eigentlich nur eine Frage, wie viel man bereit ist zu investieren, um sein Modell doch noch schneller zu machen. Wie viele FunJets dabei ihr Leben ausgehaucht haben, kann man nur erahnen, aber eines ist auch klar: Ein FunJet stürzt nicht ab und schlägt auch nicht ein. Er hört einfach auf zu existieren! Ob mit oder ohne Rauchfahne. Mein Sohn und ich haben uns jetzt zwei Jahre mit dem FunJet vergnügt, mittlerweile bin ich zum Copiloten herabgestuft, seitdem mein Herr Sohn den FunJet zu seinem Lieblingsflieger erkoren hat. Die Gelüste nach mehr Speed wurden immer größer, aber Zeitmangel hat uns immer wieder abgehalten, Hand an den FunJet anzulegen. Erstaunlicherweise kann man auch keine schnellen FunJets kaufen. Denn wie gesagt, entweder fliegen sie und der Besitzer kriegt das Grinsen nicht aus dem Gesicht. Oder er hat aufgehört zu existieren Irgendwie muss es nicht nur uns, sondern vielen anderen auch so gegangen sein. Die Entwickler des FunJet müssen das gespürt haben und haben jetzt mit schwäbischer Gründlichkeit einen FunJet ULTRA erschaffen, der aus der Schachtel heraus über 200 km/h schnell sein soll. Es war wie ein elektrischer Schlag, als ich die Ankündigung in den Neuheiten 2010 von Multiplex gesehen habe. Es hat dann zwar noch etwas gedauert, bis der ULTRA und das dazugehörige Antriebsset lieferbar waren, aber im Frühsommer dieses Jahres war es dann soweit. Schaumwaffel Die komplette Antriebseinheit wie sie von Multiplex angeboten wird. Reicht es für die versprochenen 200 km/h? Starke Motoren verlangen nach festem Halt. Der Einsatz der Alu-Motorplatte wird von Multiplex strikt vorgeschrieben. Eine wesentliche Verbesserung beim ULTRA gegenüber dem FunJet: der Akku wird auf einer eingeklebten Platte mit Klettband sicher befestigt.

52 PARK- & E-FLYER FMT 10 10 Bausatz Die Bauanleitung ist, wie von Multiplex gewohnt, perfekt gemacht und wirklich Schritt für Schritt aufgebaut, jeweils unterstützt von aussagekräftigen Bildern. Man braucht sich nur daran zu halten und die Montage muss einfach gelingen. Ich habe den ULTRA an drei gemütlichen Abenden komplett fertig gebaut, dabei ist die langwierigste Arbeit noch das saubere Ausschneiden und Aufbringen des Dekorbogens. Wie vorgeschlagen habe ich alles mit Zacki-Elapor geklebt und mit Aktivatorspray beschleunigt. Man kommt locker mit einem Fläschchen aus. Eigentlich könnte das schon direkt im Bausatz enthalten sein, so könnte man sich die nachträgliche Beschaffung sparen. Ich habe beim Bauen und bei den Komponenten auf die Empfehlungen von Multiplex vertraut und neben den empfohlenen hauseigenen Servos auch das speziell für den ULTRA konzipierte Antriebsset verbaut. Das beiliegende Zubehör ist qualitativ genau auf das Modell abgestimmt und wurde von mir auch genauso verwendet. Zwei Punkte habe ich aber in Eigenregie zusätzlich erledigt: Der Kabelkanal für die beiden Flächenservos läuft unter dem Akkubrett hindurch. Allerdings ist die Tiefe etwas knapp bemessen, um später die Kabel mit den Steckern noch darunter durchziehen zu können. Ich habe deswegen den Kanal mittels Lötkolben um 3 mm vertieft und kann so bequem die Kabel durchziehen. Dann habe ich mir im Baumarkt noch graues Gewebeband in der Breite 38 mm besorgt und dieses von vorne bis hinten als Schutz unter den Rumpf geklebt. Das hat sich bei meinem FunJet bereits bestens bewährt. Der ULTRA als Cabrio. Für die Geschwindigkeitsmessung musste die Kabinenhaube weichen, um das GPS mitzunehmen. Antriebsset Das hat mich eigentlich am meisten interessiert, denn hier bekomme ich von Multiplex einen abgestimmten Antrieb, der mir alle Rumprobiererei erspart und aus der Schachtel heraus 200 km/h bringen soll. Eines habe ich gleich beim Auspacken gelernt: Ich habe immer gedacht, Außenläufer sind drehmomentstark und eher für weniger Drehzahl geeignet. Der Himax 3514-2900 ist als Außenläufer allerdings für Drehzahlen bis 40.000 U/min ausgelegt! Besonders aufpassen muss man beim Einbau des Motors, die Kabel haben nur Die im Flug gemessenen Leistungsdaten mit dem Multiplex-Antriebsset. Bei knapp 80 A setzte der Motor eine Spitzenleistung von 857 Watt um. minimal Platz zwischen dem sich drehenden Außenläufer und der Rumpfoberseite. Die beiliegende 6 5,5-Zoll-Luftschraube dreht der Motor bei vollem Akku mit 25.300 U/min am Boden, in der Luft werden es sicherlich noch ein paar Tausend mehr. Die schwarze Luftschraube ist baugleich mit dem Speedprop von Graupner. Was mich etwas überrascht hat, denn Graupner gibt ein Drehzahllimit an von 22.900 U/min und die werden locker bereits am Boden überschritten. Der Regler ist der zurzeit größte aus der MULTIcont-Serie. Er ist ausgelegt auf eine Dauerlast von 70 A und hat direkt ein großes Alukühlblech mit unter dem Schrumpfschlauch. Multiplex setzt keinen extra Empfängerakku ein, sondern zieht den notwendigen Strom mittels des BEC im Regler aus dem Flugakku. Der Regler ist fertig verkabelt und benötigt auch keine weiteren Programmierarbeiten. Einzig, bedingt durch den Druckantrieb, müssen zwei Kabel vertauscht angesteckt werden, damit der Motor richtig herum läuft. Die Akkukabel sind lang genug gehalten, um den Akku sauber anschließen zu können. Etwas überrascht haben mich für diese Leistungsklasse die bewährten grünen Multiplex-Stecker und -Buchsen. Auf der Homepage werden sie empfohlen für 40 A im Dauerbetrieb und 60 A für maximal 15 Sekunden. Mal sehen, was die Flug- und Leistungsdaten da zeigen werden. Mit dem im Antriebsset enthaltenen 3S/3200 mah Li-BATT FX Akku ergibt sich bei 70% Kapazitätsentnahme eine Vollgasmotorlaufzeit von 120 Sekunden. Zusätzlich haben wir uns noch einen Hacker TopFuel 3/4000 Light zugelegt, der bringt es dann

www.fmt-rc.de FMT-TEST 53 auf 150 Sekunden Vollgaszeit bei nur 30 g mehr Gewicht. Beide Akkus nehmen sich bei der Spannungslage nichts und liegen in den gemessenen Daten dicht beieinander. Die Leistungsdaten im Vergleich kann man der Tabelle entnehmen. Alle gemessenen Daten wurden mittels Eagle-Tree Datenlogger erflogen. Einstellung Der Schwerpunkt ist mittels zweier kleiner Erhöhungen unter dem Flügel genau gekennzeichnet, so lässt sich er sich schnell und präzise einstellen. Im Vergleich zum normalen FunJet benötigt der ULTRA einen schwereren Flugakku, der empfohlene 3/3200 Li-BATT FX mit seinen 300 g passt perfekt. Der 30 g schwerere TopFuel 3/4000 light wird einfach 10 mm weiter hinten auf dem Klettband fixiert. Die angegebenen Ruderausschläge haben sich auch bewährt. Etwas kniffelig ist es, die Ausschläge für Höhen- und Tiefenruder einzustellen, denn der ULTRA verlangt beim Querruder nach weniger Ausschlag nach oben und mehr Ausschlag nach unten. Bei den kleineren Fernsteuer-Anlagen wird es zur Denksportaufgabe, die Ausschläge so einzustellen. Im Flug hat es sich aber bewährt, denn ohne diese Querruderdifferenzierung eiert der ULTRA gewaltig. Zusätzlich habe ich auf beide Ruder noch 30% Expo gelegt, um bei hohen Geschwindigkeiten ein ruhigeres Verhalten zu bekommen. Die eloxierte Motorträgerplatte bietet keine Möglichkeit, den Sturz einzustellen. Hier muss man sich an der Markierung des Kunststoff- Endrohrs orientieren und die Platte so einbauen, dass sie bei etwa 0 Grad steht. Die untere Schraube zur Einstellung des Sturzes kann man geflissentlich weglassen. Wir haben sie eingebaut und nicht gesichert, woraufhin sie beim ersten Flug herausvibrierte und einen Propeller von innen abgefräst hat. Gott sei Dank haben wir das rechtzeitig bemerkt! Flugeigenschaften Kommen wir zum Besten, was der ULTRA zu bieten hat. Die wichtigste Frage ist: Erreicht er die versprochenen 200 km/h? Ja, er schafft s. Und wie! Mittels GPS haben wir 219 km/h ermittelt, das war mit Rückenwind und natürlich aus dem Abschwung heraus. Im Mittel aus zwei Strecken mit und gegen den Wind sind wir auf 194 km/h gekommen. Zu wenig? Nein, denn wir mussten ohne Kabinenhaube fliegen, um das GPS unterzubringen. Hat ganz schön laut gerauscht beim Fliegen! Mit Kabinenhaube ist der ULTRA ein ganzes Stück schnellerer und geht locker über 200 km/h. Der Antrieb ist so stark, dass das Modell senkrecht nach oben beschleunigt wird, ein beeindruckendes Bild. Lässt man Vollgas ste- Was ist neu beim FunJet ULTRA? Zuallererst sichtbar ist die Einfärbung der Schaumteile in ein angenehmes, leicht meliertes Grau. Der aggressive, in Orange-Weiß-Schwarz gehaltene Dekorbogen verleiht dem ULTRA ein markantes Design. Erst auf dem zweiten Blick erkennt man die Feinheiten: Der ULTRA hat keine Tipptanks mehr, sicherlich ein Attribut an die Forderung nach mehr Speed. Die Ruderflächen sind circa 20% kleiner, wirken aber bei den erreichten Geschwindigkeiten immens gut. Der Motor muss auf einer eloxierten Aluplatte befestigt werden, das schafft die nötige Stabilität, die bei der gestiegen Leistung auch nötig ist. Und im Rumpfinneren befindet sich nun eine Vertiefung, die eine Akkuhalteplatte nebst Klettband aufnimmt. Damit kann man jetzt endlich auch mal negativ durchdrücken, ohne einen Akkuverlust durch die Kabinenhaube zu riskieren. Der ULTRA hat, anders als vielfach vermutet, keine dünneren Flächen. Ich habe sie und die am normalen FunJet gemessen, sie sind gleich dick. Zwecks besserer Festigkeit kommt nun ein biegesteiferes Kohlefaserrohr als Holm zum Einsatz. Subjektiv erscheint mir das Elapor auch druckfester zu sein, der ULTRA wirkt deutlich steifer. Akkuvergleich Akku: MPX Li-BATT FX3/3200 Hacker 3/4000 Topfuel light Motor: Himax 3514-2900 Himax 3514-2900 Propeller: 6 5,5 Zoll Speedprop 6 5,5 Zoll Speedprop Drehzahl am Boden (voller Akku): 25.300 U/min 24.900 U/min Leistung: 700 W 735 W Stromaufnahme max.: 65 A 70 A Volt/Zelle bei Volllast: 3,5 V 3,5 V Vollgaslaufzeit bis 70% Akkukapazität verbraucht: 120 Sekunden 150 Sekunden Akkuabmessung: 143 49 23 mm 140 44 29 mm Akkugewicht: 300 g 330 g Das Beweisfoto: 219 km/h Höchstgeschwindigkeit hat das GPS bei diesem Flug gemessen. Die Ausschnitte sind perfekt passend vorbereitet für die Nano Pro MG digi4 Servos von Multiplex. Es muss nicht unbedingt ein Impeller sein, auch mit einem Propeller-Jet kann man es so richtig pfeifen lassen. Der Himax Außenläufer ist für bis zu 40.000 U/min ausgelegt.

54 PARK- & E-FLYER FMT 10 10 hen, fliegt man automatisch in großen Höhen, es folgen riesige Abschwünge und dabei kommt das Modell mit einem irren Speed knapp über die Bahn gepfiffen. Der ULTRA liegt, wie vom FunJet gewohnt, auch bei höchsten Geschwindigkeiten ganz ruhig in der Luft und folgt jedem Steuerbefehl. Langgezogene Rollen gelingen durch den Speed ziemlich gerade. Loopings jeder Größe kann man nach Lust und Laune fliegen. Man kann ihn auch langsam fliegen und über den Platz schleichen lassen, aber der ULTRA ist zum schnellen Fliegen geschaffen es ist faszinierend, einen Schaumflieger mit dieser Geschwindigkeit zu sehen. Wie schon vermutet, ist der ULTRA extrem steif in der Luft. Biegt sich der FunJet in engen Kurven deutlich durch, bleibt der ULTRA ohne sichtbares Verbiegen, man hat den Eindruck, dass er dadurch auch exakter zu fliegen ist. Der Sound ist auch passend zum Speed, denn hier liegen sicherlich Drehzahlen jenseits 30.000 U/min an. Die Landeeigenschaften sind harmlos, der Gleitwinkel lang und flach. Man kann hier weit und tief anfliegen und dann langsam die Fahrt herausziehen. Im kurz geschnittenen Gras rutscht der ULTRA bei einer guten Landung keine 5 Meter mehr, kommt man zu schnell herein, können es auch mal 15 Meter sein. Aber immer kontrollierbar. Härtere Landungen oder auch mal einen verunglückten Start steckt die bewährte Elapor-Konstruktion ohne weitere Schäden weg, das haben wir ausprobiert Der Start ist mit dem von Multiplex empfohlenen Prozedere sehr einfach und sicher auszuführen: Modell sauber gegen den Wind ausrichten und mit mindestens 70% Leistung starten, dann klappt es garantiert. Datenblatt PARK- & E-Flyer Modellname: FunJet ULTRA Verwendungszweck: Spaß- und Speed-Modell Hersteller / Vertrieb: Multiplex Preis Bausatz: 99,90 Preis Antriebsset: 219,90 (mit Akku) Modelltyp: Schaummodell aus Elapor Lieferumfang: Rumpfunter- und -oberteil, Flächen, Seitenleitwerke, Kabinenhaube, Kleinteile komplett vorhanden, Dekorbogen Bau- u. Betriebsanleitung: 5-sprachige Bauanleitung auch in Deutsch, 32 Seiten mit 18 Abbildungen, Angabe zu Ruderausschlägen und Schwerpunkt vorhanden Aufbau: Rumpf: Rumpfunterteil fertig geschäumt und eingefärbt, Tragflächenstummel angeformt, fertiges Rumpfoberteil Tragfläche: Tragflächenstummel geschäumt aus Elapor, Ruder angeformt, Ausschnitte für Servos, Antenne und Holm fertig Leitwerk: Zwei Seitenleitwerke aus Elapor, vorbereitet zum Einkleben Kabinenhaube: Geschäumt aus Elapor Motoreinbau: Einbau im Heck, vorbereitet durch ein Kunststoffendteil mit allen Bohrungen, fertige Motorträgerplatte aus eloxiertem Alu. Sicherung der Motorkabel im Rumpf gegen den drehenden Außenläufer Einbau Flugakku: In den Rumpf wird eine stabile Kunststoffplatte eingeklebt, Sicherung durch Klettband, Akku verschiebbar, um Schwerpunkt einzustellen Fazit Es kommt, was kommen muss: ein dickes Lob. Der FunJet ULTRA ist eine herausragende Konstruktion, durchdacht von der Zelle über den Antrieb bis zum Dekorbogen. Spitze sind die Flugeigenschaften, wer den Kick Technische Daten: Spannweite: 783 mm Länge: 750 mm Flächentiefe an der Wurzel: 380 mm/245 mm am Knick Flächentiefe am Randbogen: 140 mm Tragflächeninhalt: 14,5 dm² Flächenbelastung: 68 g/dm² Gewicht / Herstellerangabe: ca. 875 g Rohbaugewicht Testmodell ohne RC und Antrieb: 580 g Fluggewicht Testmodell ohne Flugakku: 670 g mit 3/3200 Li-BAtt FX: 990 g Antrieb vom Hersteller empfohlen: Motor: Himax C 3514-2900 Brushless Akku: 3/3200 Li-BATT FX 25C Regler : MULTIcont BL-70 S-BEC Propeller: MPX 6 5,5 Zoll Antrieb im Testmodell verwendet: Motor: Himax C3514-2900 Brushless Akku: 3/3200 Li-Bat FX, 25C und 3/4000 TopFuel light 20C Regler: MULTIcont BL-70 S-BEC Propeller: 6 5,5 Zoll MPX/Graupner Speedprop und 6 5,5 Zoll APC RC-Funktionen und Komponenten: Flaps (QR+HR komb.): 2 MPX Nano pro MG digi 4 Fernsteueranlage: Graupner MC12, 35 MHz Empfänger: Graupner SPCM19 DS Empf.-Akku: BEC des Reglers Geeignet für: Fortgeschrittene, Experten Bezug: Fachhandel nach dem FunJet sucht, findet ihn mit dem ULTRA und das ohne Experimente. Die Gurus des Elapor haben also wieder zugeschlagen. Vielen Dank an Multiplex für eine weitere geniale Konstruktion! Der ULTRA hat keine Tipptanks und die Ruderflächen sind deutlich kürzer. Zudem wurde der GFK-Flächenholm gegen einen deutlich steiferen Kohleholm ersetzt.