Legale Kinderdroge Ritalin 05.07.10 Noch immer werden steigende Zahlen bei der Abgabe von Ritalin bekannt gegeben. In den vergangenen 15 Jahren stieg der Verbrauch um 300%. Das für und wider, ob ADHS eine Krankheit ist oder ob nicht, ist längst noch nicht erwiesen. Hier streiten sich u.a. die Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen, Kinderpsychologen, Pädagogen. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich Ihnen heute einen kleinen Einblick in die Wunderdroge Ritalin geben. Was ist eigentlich ADHS? ADS bedeutet: Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, das H steht für Hyperaktivität. Der Ursprung ADHS geht auf einen Zufallsfund im Labor zurück: ein Chemiker namens Leandro Panizzon synthetisierte die Substanz Methylphenidat 1944. Er startete Selbsttests, die jedoch keine nennenswerte Ergebnisse brachten. Erst seine Frau Marguerite, genannt Rita, die das Mittel probierte, erlebte eine belebende Wirkung, sie nahm den Wirkstoff gelegentlich vor dem Tennisspielen ein. Der Chemiker Panizzon benannte die Substanz nach seiner Frau: Ritalin. Als Ritalin geboren wurde, gab es den Begriff ADHS noch gar nicht. Das Mittel wurde Erwachsenen verschrieben, welche unter depressiven Verstimmungen, schneller Ermüdbarkeit oder Altersverwirrung litten.
In den 1960iger Jahren wurde an zwei Schulen in den USA durch den Psychologen Keith Conners der Wirkstoff getestet. An diesen Schulen wurden schwarze Kinder der Unterschicht unterrichtet. Diesen Schülern wurde Methylphenidat und eine verwandte Substanz verabreicht, welche einen bemerkenswerten Effekt auf die Schüler ausübte, die mit Lernschwierigkeiten zu kämpfen hatten. Eine weitere Verhaltensveränderung wurde an den Schülern festgestellt: die Schüler wurden umgänglicher, das aggressive Verhalten nahm deutlich ab, sie wurden leichter lenkbar. Ab diesem Zeitpunkt wurden weitere Versuche in den USA gestartet. Das Wundermittel war da, aber es war noch nicht definiert gegen was man dieses Wundermittel verschreiben könne. Um ein Medikament auf den Markt bringen zu können, muss auch eine Indikation festgestellt sein. Hier wurde die Diagnose durch die Therapie festgelegt. Erst benannten es Pharmafirmen als funktionelle Verhaltensstörung. Da diese Bezeichnung zu schwammig war, wurde die Diagnose kurzerhand umbenannt in: minimale zerebrale Dysfunktion. Erst danach wurde durch den amerikanischen Psychiatrieverband im Jahr 1987 die Diagnosestellung mit dem heutigen gängigen Kürzel ADHS betitelt. Endlich hatte die Wunderdroge ihre Diagnose samt Indikation. Es dauerte nicht lange und der Boom überrollte auch Deutschland. Leider bis heute und keine Besserung ist in Sicht. Die Pharmaindustrie hat ganze (Aufklärungs-) Arbeit geleistet, in Kindergärten, bei Ärzten, Kinderärzten, Psychologen und an Schulen. Besonders an Schulen ein beliebtes Mittel, um
unruhige Kinder und Jugendliche, die sich schlecht konzentrieren können, ruhig zu stellen. Was bewirkt Ritalin? Ritalin sowie Medikinet -ein weiteres Produkt zur Behandlung von ADHS- beinhalten den Wirkstoff Methylphenidat. Dieser Wirkstoff fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Unter die sogenannten Opiate. Nora Volkow, Psychiaterin am Brookhaven National Laboratory in New York, stieß erst im Sommer 2001 auf einen Hinweis darüber, was Methylphenidat im Gehirn auslöst: Die Substanz blockiert bestimmte Transport-Proteine, erhöht so die Konzentration und wirkt damit ähnlich wie das Rauschgift Kokain. Eine Langzeitstudie liegt noch nicht vor, jedoch gibt es bereits Auffälligkeiten und Nebenwirkungen bei den jungen Patienten, wie: Appetitlosigkeit, Erregungszustände, Angst, Schlaflosigkeit, Verfolgungsvorstellungen. Bei Absetzen des Medikaments drohen Entzugserscheinungen. Zu den Spätfolgen ist noch nichts definitives zu sagen, jedoch wurde bei Versuchen mit jungen Ratten festgestellt, dass sich deren Gehirne veränderten. In einer kleinen Hirnregion war die Zahl der Dopamin-Transporter um die Hälfte verringert. Dies können zu einem Mangel an Dopamin führen und somit langfristig Parkinson auslösen. ADHS kann nicht im Gehirn festgestellt werden, es handelt sich um keine erkennbare Erkrankung, wenn es denn überhaupt eine ist.
Müssen denn alle Menschen gleich sein? Liegt es nicht vielleicht doch auch mit an der Umwelt, den Umweltgiften, dem Platzmangel, dem unsere Kinder heute ausgesetzt sind, welche sie daran hindert sich freier entfalten zu können, um ihre Kreativität ausleben zu können? Liegt es auch mit an den Eltern, den Lehrern selbst, allen Beteiligten, die sich immer mehr und mehr einer immer schneller werdenden Welt und den damit verbundenen Klassenkämpfen gegenübergestellt sehen? Eine immer schneller werdende Welt, die wir alle mit schneller haben werden lassen! Ist der Preis der Leistung, um der Überforderung standhalten zu können, mithalten zu können, eine ständige, ansteigende Anzahl von Verabreichungen von Drogen an jung und alt? Steht der Preis hier eigentlich noch im Leistungsverhältnis? und wo bleibt hier der individuelle, freidenkende, kreative Mensch selbst, wenn durch Drogen eine gesamte Bevölkerung ruhig und kontrollierbar gestellt werden kann?- nicht nur durch Ritalin! Doping kennen wir aus dem Sport und sind empört, und wie sieht es mit dem Mittel Ritalin aus? Ritalin ist nichts anderes als im Gehirn etwas zu bewirken, was einen jungen Menschen manipuliert, so manipuliert, dass er besser in die Masse passt. Im übrigen liegen keine nennenswerte Ergebnisse vor, dass Ritalin die Leistungen im schulischen Bereich verbessert hätten. Einzig nennenswert ist die Gefügigkeit von sogenannten schwierigen Schülern. Ruhig-angepasst-keine eigene Meinung, soll das wirklich unsere
Zukunft sein? Vielen Dank für Ihr Interesse Ihre Petra Hanse