1 am Klavier Seite Seite1 1 Hallo, hier ist Katrin... Freies Spiel ist Zauberei meinst du? Wie steht s mit dem anscheindend wilden Tongemisch frei improvisierender Pianisten in der rechten Hand? Das klingt auch noch so unglaublich gut... doch was spielt der oder die Pianistin da eigentlich? Natürlich kannst du nicht in den Kopf des frei spielende Pianisten gucken. Das wäre ja auch schlimm... denn die Gedanken sind frei. Doch auch ein frei spielender Pianist war einmal ein Anfänger, hat sich Schritt für Schritt immer weiter nach vorn entwickelt. Es ist keine Zauberei und ich habe mit der Zeit eine einfache Methode entwickelt, das zu lernen. Stell dir vor, was passiert, wenn du entdeckst, wie einfach es ist, eine passende Tonleiter zu einem Akkord zu finden. Wenn du plötzlich Tonmaterial hast und die schönsten Motive und Melodien einfach nachvollziehen kannst. Und das Beste... wenn du selbst anfängst, aus dem freien Spiel heraus eigene Motive dir erspielst. Nun, anfangs dachte auch ich, das sei ja sowas wie Zauberei. Denn wenn man gar keine Noten vor sich hat, woher weiss man denn dann, was man spielen kann? Nach jahrelanger Gewohnheit, Noten vor der Nase zu haben konnte ich mir das einfach nicht vorstellen. Um so aufregender war es, als ich das Geheimnis des freien Spiels entdeckte. Wäre es nicht angenehm, wenn du plötzlich dieselbe Freude wie ich in dir spürst über das eigene Gelingen und einen Freudentanz aufführst, weil du mit Tönen und Akkorden deine eigene Musik jetzt selbst erschaffst? Setz dir immer kleine, erreichbare Übeziele, und setze diese auch um Lasse dir heute von mir zeigen, wie du das scheinbare musikalische Wirrwarr entflechtest. Wir fangen einfach an, um das Spiel auch wirklich sofort umzusetzen. Setze dir immer kleine, erreichbare Ziele, und setze diese auch um. Das wird dich motivieren.
2 am Klavier Seite Seite 2 2 Dein Weg zum kreativen Umgang mit Akkorden, Akkordfolgen und Melodien könnte so aussehen: 1. Wichtige Akkorde in einer Tonart kennen und üben Nehmen wir dafür heute die Akkorde C und G aus der Tonart C.
3 am Klavier Seite Seite3 3 2. Akkordfolgen in dieser Tonart erkunden und anwenden Diese beiden Akkorde kannst du zum Beispiel in dieser Akkordfolge spielen: Akkord C - Akkord G und wieder Akkord C Es klingt meistens nicht gut, nun von Grundstellung eines Akkordes zu Grundstellung zu hüpfen. Das würde sich auch sehr unbequemen spielen. Und man verliert dabei das Kontaktgefühl zu den Tasten. Deswegen gibt es so genannte Umkehrungen der Dreiklänge. Du stellst einen Dreiklang einfach auf den Kopf und änderst so die Reihenfolge der Töne. Probiere es aus. Der Klang des jeweiligen Dreiklanges bleibt derselbe. Links kannst du den Akkord C zum Beispiel so greifen, um dann einfacher zum Akkord G zu gelangen: Akkord C in der Terzlage (Die Terz e im Akkord C liegt ganz oben) 1 5 3 2 1 g C c e Und anschließend greifst du Akkord G genauso wie in dem Bild links in der Grundstellung. Rhythmisch kannst du links erstmal den ganzen Akkord anspielen und liegen lassen über ein ganzen Takt. Natürlich gibt es viele rhythmische Möglichkeiten. Es kommt bei der Rhythmusauswahl darauf an, welche Stilistik du in deinen Stücken generell spielen willst: Oldies, modernere Popmusik, Blues, Bossa oder auch Klassik. Dafür zeige ich dir später ein paar Tricks und Rhythmen.
4 am Klavier Seite Seite 4 4 3. Passende Tonleitern zu den Akkorden finden und benutzen Die aller erste Tonleiter die passt, ist immer jene Tonleiter, aus der die Akkorde entnommen sind. Denn in dieser Tonleiter sind diese Akkorde ja zuhause. Hier: Es passen alle Töne der Tonart C zu diesen beiden Akkorden. Weil diese Akkorde ausschließlich den Tönen der Tonart C entnommen sind. Töne c, d, e, f, g, a, b, c - alle weisse Tasten. Das ist so verblüffend schlicht, dass man wohl fast nicht drauf kommt. Spiele kleine rhythmische Motive mit diesen Tönen. Spiele zuerst nur den Akkord C mit linker Hand, zusammen als Akkord in Ganzen Noten oder als einzelne Töne. Dazu spielst du rechts kleine Motive und Melodien auf allen weißen Tasten. Zunächst egal was. Werde ganz locker und spiele was dir gerade in den Sinn kommt, einen Ton nach dem anderen. Locker werden? Wenn dir das schwer fällt, dann stell dir vor, du bist wieder ein Kind von sechs oder zehn Jahren. Du singst leise und vergnügt vor dich hin und freust dich in dem Moment des Lebens - mehr nicht. Schließe jetzt kurz die Augen und stell dir das vor. Dann spielst du, was du innerlich singst... entdecke die Spielfreude des Kindes wieder in dir selber und schon wirst du ganz von allein locker.
5 am Klavier Seite Seite5 5 Wenn du weiterführend wissen möchtest: Welche Tonleiter zu welchem Akkord passt und gut klingt Welche Akkorde und Akkordfolgen du in dieser Tonart C und in allen anderen elf Tonarten nutzen kannst. Wie man eine Dreiklänge auf den Kopf stellt und wie du das greifen kannst. Wie du Motive bildest und erweiterst und daraus deine eigene Musik zum Leben erweckst Dann klicke auf diesen Link und lerne mit dem Chordpiano-Workshop. Liebe Grüße von Katrin Kayser PS: Du hast diese Lektion von einem Bekannten bekommen? Hier kannst du selbst deinen Einstieg ins freie Klavierspiel mit diesem Gratiskurs finden: Klicke hier um dich zum kostenlosen Online Klavierkurs anzumelden