Die Benchmark-Studie 2014 Lackierprozess-Vergleiche für Entscheider DAS Planungs- und Managementinstrument nutzen Mit Kennzahlen zur Produktivität Potenziale für effiziente Lackierprozesse identifizieren g u z s u A aus der B rk-stu enchma die 201 4 Fraunhofer IPA
1. Welcher Branche ordnen Sie Ihren Betrieb überwiegend zu? a. Produktionsunternehmen b. Alle Unternehmen Maschienenbau Stahl- u. Leichtmetall Metallerzeugnisse Luftfahrtindustrie Elektrotechnik Lohnbeschichtung Die in dieser Studie ausgewerteten Lackierereien aus Produktionsunternehmen und Lohnbeschichtern stellen mit einem zu großen Anteil an Lohnbeschichtern (56 %) keinen repräsentativen Durchschnitt des Lackiersektors in Deutschland dar. Automobilhersteller und handwerklich ausgerichtete Betriebe sind bei der Auswahl der Produktionsunternehmen nicht berücksichtigt; mit der prozentualen Verteilung der beteiligten fünf Branchen sind wichtige Bereiche aus der sehr großen Vielfalt der Industrielackierbetriebe vertreten. 2
2. Über wie viele Lackierlinien verfügt Ihre Lackiererei? a. Anzahl der Lackierlinien bei allen Unternehmen 1 Linie 2 Linie 3 Linie 4 Linie >4 Linie b. Anzahl der Lackierlinien bei Produktionsunternehmen c. Anzahl der Lackierlinien bei Lohnbeschichtung Bei den ausgewerteten Lackierereien zeigt sich insgesamt ein breites Spektrum an anlagentechnischen Dimensionen bzw. Ausstattungen; nahezu 90 % der Betriebe verfügen über mehr als eine Lackierlinie. Die Unterschiede zwischen Produktionsunternehmen und Lohnbeschichtern fallen dabei nicht gravierend aus: Auf die erforderliche Flexibilität von Lohnbeschichtern weist der ca. 70 %ige Anteil von drei und mehr Lackierlinien hin. Bei den hier ausgewerteten Produktionsunternehmen ergibt sich ein ähnlich hoher Anteil; bedingt auch durch die zu lackierenden unterschiedlichen Teile (hinsichtlich Geometrie und Werkstoff, siehe auch Fragen 3 und 4). 3
3. Welche der genannten Substrate/Mischformen beschichten Sie? a. Anzahl der Lackierlinien bei allen Unternehmen Holz Kunststoff Metall Metall/Kunststof gemischt Stahl Aluminium gemischt Magnesiumhaltige Materialien Glas, Keramik, sonstige b. Anzahl der Lackierlinien bei Produktionsunternehmen c. Anzahl der Lackierlinien bei Lohnbeschichtung Überwiegend werden metallische Substrate mit einem Anteil von ca. 60 % lackiert. Reine Kunststoffteile machen 20 % aus, zusammen mit dem Mischbereich Metall/Kunststoff ca. 33 %. Der Anteil holzlackierender Unternehmen ist hier gering; dies weist auch auf die Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen in einer begrenzten Anzahl an Branchen (überwiegend Möbel) hin. Die Verteilung der zu lackierenden Substrate bei Produktionsunternehmen und Lohnbeschichtern sind ähnlich. Dies weist darauf hin, dass Lohnbeschichtungen aus einem breiten Spektrum an Branchen ihre Aufträge erhalten. 4
4. Welche zu beschichtende Teilegröße herrscht in Ihrem Betrieb in erster Linie vor? 5. Geben Sie die ungefähre prozentuale Verteilung an! a. Teilgeometrie zu beschichtender Substrate/Mischform Klein- und Kleinstteile Mittelgroße Teile (0,5 bis 2 m Teile) Großteile a. Teilgeometrie zu beschichtender Substrate/Mischform bei Produktionsunternehmen a. Teilgeometrie zu beschichtender Substrate/Mischform bei Lohnbeschichtung Die Auswertung wurde nach der durchschnittlichen, prozentualen Verteilung der Teilegrößen vorgenommen, da die Ergebnisse ähnlich wie bei der vorherrschenden Teilegröße, aber mit einer größeren Genauigkeit, ausfallen. Die Unterschiede zwischen den Anteilen der verschiedenen Teilegrößen sind bei den ausgewerteten Lackierereien nicht gravierend; ähnlich sieht es auch bei den Produktionsunternehmen und der Lohnbeschichtung aus. Statistisch gesehen dominieren die mittelgroßen Teile. Tipp: Durch die Spezialisierung auf eine Teilegröße werden Ratio-Potenziale in der Lackierlinie genutzt und sehr gute Ergebnisse erzielt. 5
54. Wann planen Sie das nächste Mal eine Investition, die signifikant technologischen Fortschritt in Ihre Lackiererei bringt? a. Nächste geplante Investition bei allen Unternehmen innerhalb von 2 Jahren innerhalb von 2-5 Jahren nach mehr als 5 Jahren b. Nächste geplante Investition bei Produktionsunternehmen c. Nächste geplante Investition (Lohnbeschichtung) Über die Hälfte der ausgewerteten Lackierbetriebe planen kurz- bis mittelfristig weitere Investitionen. Im Gegensatz zum Verhalten bei den bereits getätigten Investitionen (siehe Frage 52) wollen hier nun alle Lohnbeschichter bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre und damit insgesamt schneller als die Produktionsunternehmen aktiv werden. Unter Berücksichtigung der bereits getätigten Investitionen zeigen sich somit alle beteiligten Unternehmen als investitionsfreudig. Tipp: Gute Lackierereien sind technologisch à jour die Lackierverantwortlichen investieren kontinuierlich in Anlagen- und Prozesstechnik. Tun Sie das auch. 6
71. Wie lange veranschlagen Sie die Durchlaufzeit für die gesamte Lackierung eines Produkts ohne Unterbrechung? 72. Sehen Sie künftig die Notwendigkeit, die Durchlaufzeit zu reduzieren? Die durchschnittliche Durchlaufzeit beträgt 3,3 Stunden bei einer Spannweite von 1-5,5 Stunden. 57 % der Produktionsunternehmen möchten ihre überwiegend relativ niedrigen Durchlaufzeiten weiter reduzieren. Keiner der Lohnbeschichter sieht diese Notwendigkeit; häufig sind diesen Betrieben genaue Spezifikationen zur Teilebeschichtung durch die Kunden vorgegeben. Tipp: Die Reduktion der Durchlaufzeiten unterscheidet gute von sehr guten Unternehmen. Reduzieren Sie auch! 96. Wie lange gehören Ihre Mitarbeiter in der Lackiererei Ihrem Betrieb durchschnittlich an? Die Zugehörigkeit der Mitarbeiter in den Lackierereien bewegt sich bei den Produktionsunternehmen zwischen 10 und 20 Jahren. Deutlich unterhalb diesem Bereichs liegen die Lohnbeschichter mit einer Spanne von 5 bis 12 Jahren. Das bedeutet eine deutlich höhere Personalfluktuation für diese Lackierbetriebe. 7
0 Die Benchmark-Studie 2014 Impressum besser lackieren. Die Benchmark-Studie 2014 Vincentz Network, Hannover, Germany, 2014 Das Werk einschließlich seiner Einzelbeiträge und Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt, jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Vincentz Network GmbH & Co. KG Plathnerstr. 4 c 30175 Hannover Germany Tel. +49 511 9910-033 Fax +49 511 9910-029 info@besserlackieren.de www.besserlackieren.de Herstellung/Layout: Vincentz Network, Eugenia Bool Druck: Vincentz Network Änderungen vorbehalten. 8