Geoinformation Abbildung auf Tabellen

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TU München, Fakultät für Informatik Lehrstuhl III: Datenbanksysteme Prof. Alfons Kemper, Ph.D.

TU München, Fakultät für Informatik Lehrstuhl III: Datenbanksysteme Prof. Dr. Thomas Neumann

Transkript:

Folie 1 von 32 Geoinformation Abbildung auf Tabellen

Folie 2 von 32 Abbildung auf Tabellen Übersicht Motivation des relationalen Datenmodells Von Objekten zu Tabellen Abbildung von Objekten Schlüssel Abbildung von Beziehungen Referentielle Integrität Spezialfälle Aggregation, Generalisierung Anfragen an Datenbanken Zusätzliche Vereinfachung Strukturen von ArcMap

Folie 3 von 32 Relationales Datenmodell Motivation Bisher... Abbildung der Realität auf Strukturen und Prozesse eines Informationssystems Beschreibung der logischen Gesamtstruktur der Daten, ihrer Eigenschaften, ihres Verhaltens und ihrer Beziehungen untereinander Jetzt... Wie werden die Daten auf die Strukturen eines konkreten Datenbanksystems abgebildet? Relationales Datenmodell

Folie 4 von 32 Abbildung Von Objekten zu Tabellen

Folie 5 von 32 Abbildung Begriffe Eine relationale Datenbank besteht aus einer oder mehrerer Tabellen (Relationen) Die Spalten einer Tabelle heißen Attribute und sind typisiert Die Zeilen einer Tabelle heißen Tupel Eine Relation erhält einen Relationennamen Vorgabe der Attribute legt die Struktur einer Tabelle fest: Relationenschema

Folie 6 von 32 Abbildung Vorschriften für Objekte Jeder Klasse entspricht (mindestens) einetabelle Der Name der Tabelle entspricht dem Namen der Klasse Jedem Objektattribut entspricht ein Tabellenattribut Hinzu kommt in der Regel ein zusätzliches Tabellenattribut Identifier, welches die Identität des Objekts repräsentiert Der Identifier bildet den >Schlüssel der Tabelle Methoden werden nicht berücksichtigt Darstellung des Relationenschemas: NAME(Identifier, Attribut1,..., Attribut n)

Folie 7 von 32 Abbildung Beispiel zu Objektvorschriften

Folie 8 von 32 Abbildung Schlüssel Minimale Menge von Attributen, deren Werte ein Tupel innerhalb einer Relation eindeutig identifizieren Achtung: Ein Identifier muss nicht eingeführt werden, es lassen sich auch vorhandene Attribute verwenden Vorteil des Identifiers: Dieser kann möglichst "einfach" gewählt werden Wir verwenden im Folgenden einen Identifier

Folie 9 von 32 Abbildung Beispiel zu Schlüsseln An der Universität Bonn ist ein Student durch seine Matrikelnummer eindeutig identifizierbar In Nordrhein-Westfalen ist ein Student nur über seine Matrikelnummer und die jeweilige Universität eindeutig identifizierbar

Folie 10 von 32 Abbildung Assoziationen - allgemeiner Fall Allgemeinfall: m:n-assoziation Jede Beziehung wird durch eine eigene Tabelle repräsentiert; der Name der Beziehung wird zum Namen der Tabelle Beteiligte Klassen werden durch ihre Schlüssel (Identifier) repräsentiert; die Schlüssel sind die Attribute der Beziehung Die Menge aller Attribute bildet den Schlüssel der Tabelle Darstellung des Relationenschemas: NAME(Schlüssel Klasse 1,..., Schlüssel Klasse n)

Folie 11 von 32 Abbildung Beispiel für den allgemeinen Fall FLIESST_DURCH(FlussId : Zahl, LandId : Zahl) FLUSS(FlussId : Zahl, Bezeichnung : Text, Länge : Zahl) LAND(LandId : Zahl, Bezeichnung : Text, Einwohner : Zahl, Fläche : Zahl)

Folie 12 von 32 Abbildung Referentielle Integrität Integritätsannahme, Existenz des zugeordneten Tupels ("referentielle Integrität"): Für Attribute einer Beziehung existiert ein Identifier in den Relationen der beteiligten Klassen Fehlerfall: Ein "Zeiger" auf ein Objekt, der ins Leere führt ("Dangling Pointer")

Folie 13 von 32 Abbildung Beispiel Dangling Pointer

Folie 14 von 32 Abbildung Spezialfall Aggregation Verfeinerung bzw. Vereinfachung des allgemeinen relationalen Schemas (m:n-beziehung) für die Aggregation Die Aggregation ist eine 1:n-Beziehung Ein Objekt einer Klasse 1 steht mit n Objekten einer Klasse 2 (Teilklasse) in Beziehung Relationenschema: NAME(1-KlasseId, n-klasseid) Übung: Warum ist der Schlüssel der n-klasse Schlüssel der Beziehung? Zusammenfassung bzw. Elimination von Relationen Die Beziehung wird der Relation der Teilklasse als weiteres Attribut hinzugefügt (>Beispiel). Regel: Nur Relationen mit gleichem Schlüssel zusammenfassen! Vorteil: Einsparung einer zusätzlichen Tabelle

Folie 15 von 32 Abbildung Beispiel zur Aggregation

Folie 16 von 32 Abbildung Spezialfall 1:1-Beziehung Verfeinerung bzw. Vereinfachung des allgemeinen relationalen Schemas (m:n-beziehung) für die 1:1-Beziehung 1:1-Beziehung Ein Objekt einer Klasse 1 steht mit einem Objekt einer Klasse 2 in Beziehung Relationenschema: NAME(1-KlasseId, 2-KlasseId) Übung: Was gilt in diesem Fall für die Wahl des Schlüssels? Zusammenfassung bzw. Elimination von Relationen analog zur Aggregation - die Regel der Aggregation gilt aber nur bedingt! Zusammenfassung ist prinzipiell beliebig - abhängig von der Wahl des Schlüssels Zusammenfassung sollte so erfolgen, dass keine NULL-Werte in der resultierenden Tabelle vorkommen (>Beispiel)

Folie 17 von 32 Abbildung Beispiel zur 1:1-Beziehung

Folie 18 von 32 Abbildung Modellierung der Generalisierung Die Generalisierung ist eine 1:1-Beziehung (zwischen Tabellen!) Es gibt keine explizite Beziehung, die als Relation darstellbar ist es existiert nur eine Hierarchie von Klassen Es gibt zwei Optionen zur Modellierung Option 1: Ergänze die Oberklasse und alle Unterklassen durch ein zusätzliches Attribut ObjektID, welches die Verknüpfung zwischen Ober- und Unterklasse realisiert Option 2: Ergänze die Tabellen der Unterklassen durch die Attribute der Oberklasse

Folie 19 von 32 Abbildung Beispiel zur Option 1 GEOMFIGUR(ObjektId, Mittelpunkt, Sichtbar) DREIECK(ObjektId, a,b,c) Um die volle Information über ein Dreieck zu erhalten, müssen die Relationen verbunden werden.

Folie 20 von 32 Abbildung Beispiel zur Option 2 DREIECK(ObjektId, Mittelpunkt, Sichtbar, a, b, c) Es gibt nur spezialisierte Relationen. Die Vererbung ist nicht mehr sichtbar.

Folie 21 von 32 Relationale Datenbank SQL Sprache zur Definition und Manipulation relationaler Datenbanken ist SQL (Structured Query Language) Typische Anfragen an relationale Datenbanken: Projektion - blendet Spalten aus einer Tabelle aus SELECT Attribut(e) FROM Tabelle(n) WHERE Bedingung Selektion - selektiert Tupel Verbund - verschmilzt Tabellen

Folie 22 von 32 Datenbanken Beispielanfrage KREIS( KreisId, KreisBezeichnung, KreisEinwohner, KreisFläche) GEMEINDE( GemeindeId, GemeindeBezeichnung, GemeindeEinwohner, GemeindeFläche KreisId) Die Namen der Gemeinden im Rhein-Sieg mit mehr als 50 000 Einwohnern SELECT GemeindeBezeichung FROM GEMEINDE WHERE GemeindeEinwohner > 50 000 AND GEMEINDE.KreisId = KREIS.KreisId AND KreisBezeichnung = Rhein-Sieg

Folie 23 von 32 Vereinfachte Abbildung Beispiel Landkarte Zusätzliche Überlegungen führen gelegentlich zu noch einfacheren Tabellenstrukturen

Folie 24 von 32 Vereinfachte Abbildung Tabellenstruktur Landkarte

Folie 25 von 32 Vereinfachte Abbildung Beispielanfrage

Folie 26 von 32 ArcMap Strukturen Ein Layer ist in ArcMap die Darstellung einer Menge von Objekten des gleichen Geometrietyps (Punkt, Polygon oder Polyline) Die Thematik dieser Geoobjekte wird durch eine zugeordnete Tabelle dargestellt jedem Geoobjekt entspricht eine Zeile der zugeordneten Tabelle Aggregation ist implizit (über den Bezeichner) Beispiel: Es gibt kein Objekt "Rhein", sondern nur einzelne Polylinien, die den Rhein bilden Anfragen an die Tabelle in SQL

Folie 27 von 32 ArcMap Bundesländer

Folie 28 von 32 ArcMap Länder, Regierungsbezirke und Kreise

Folie 29 von 32 ArcMap Attributtabelle der Kreise

Folie 30 von 32 ArcMap Identifizierung eines Kreises mit der Maus

Folie 31 von 32 ArcMap Länder und Flüsse

Folie 32 von 32 ArcMap Attributtabelle der Flüsse