Wintersemester 2012/13

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Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 1 von 8 Hochschule München Fakultät 03 Zugelassene Hilfsmittel: alle eigenen Unterlagen, Taschenrechner Wintersemester 2012/13 Schriftliche Prüfung im Fach Elektronik/Mikroprozessortechnik, 90 min. Matr.-Nr.: Name, Vorname: Hörsaal: Unterschrift: J. Gebert, P. Klein, M. Krug, T. Küpper, W. Stadler Aufgabe 1 (ca. 15 Punkte) Die folgende Operationsverstärker-Schaltung zeigt mit drei farbigen Leuchtdioden an, ob der Ladezustand einer Autobatterie korrekt oder zu niedrig ist. Die maximale bzw. minimale Ausgangsspannung der idealen Operationsverstärker beträgt ±10 V. 1.1. Wie groß ist der Strom, der in den nichtinvertierenden Eingang ( Plus-Eingang ) von V1 fließt? 1.2. Geben Sie eine Formel u 1 = f(u BAT ) an, mit der u 1 aus u BAT berechnet werden kann. 1.3. Welche Funktion hat der Operationsverstärker V1?

Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 2 von 8 1.4. Geben Sie eine Formel u 2 = f(u BAT ) an, mit der u 2 aus u BAT berechnet werden kann. (Falls Sie 1.4 nicht lösen können, rechnen Sie mit u 2 = 0,7 u BAT weiter!) 1.5. Welche konstanten Spannungen liegen an den invertierenden Eingängen ( Minus-Eingänge ) der Verstärker V2, V3 und V4 gegenüber Masse an? 1.6. Welche Funktion haben die Verstärker V2, V3 und V4? 1.7. Welche Leuchtdioden leuchten, wenn die Batteriespannung u BAT = 10 Volt beträgt? 1.8. Welcher Strom fließt durch eine Leuchtdiode, wenn diese eingeschaltet ist? (Daten der Leuchtdiode: U S = 2V, r f = 10Ω; Daten der Gleichrichterdiode: U S = 1V, r f = 10Ω)

Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 3 von 8 Aufgabe 2 (ca. 15 Punkte) Die folgende Schaltung mit idealen Dioden dient dazu, eine Wechselspannung (U eff = 9V) mit einer Frequenz f = 60 Hz (!!) gleichzurichten und mit einem Kondensator C = 1000µF zu glätten. Die geglättete Spannung u d wird dann von einem integrierten Spannungsregler (Schaltkreis 7805 ) auf eine konstante Spannung u last = 5V herabgesetzt. An der Spannung u last ist ein Verbraucherwiderstand von 10 Ohm angeschlossen. (Der integrierte Spannungsregler hat im Vergleich zu einer Spannungsstabilisierungsschaltung mittels Zenerdiode einen besseren Wirkungsgrad. Außerdem sind die Schwankungen der Ausgangsspannung u last deutlich geringer.) Zunächst sind sowohl der Kondensator C, der Spannungsregler 7805 als auch der Verbraucher R nicht angeschlossen! 2.1. Zeichnen Sie den zeitlichen Verlauf der Eingangs-Wechselspannung (in schwarz) und der Spannung u d (in rot) in das folgende Diagramm. 2.2. Nun wird der Kondensator C angeschlossen (aber noch nicht der Spannungsregler 7805 und der Verbraucher R). Zeichnen Sie in das Diagramm den Verlauf der Spannung u d (in blau), die sich jetzt am Ausgang des Gleichrichters ergibt. Hinweis: Gehen Sie davon aus, dass sich die Schaltung bereits im eingeschwungenen Zustand befindet.

Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 4 von 8 2.3. Nun werden auch der Spannungsregler 7805 und der Verbraucherwiderstand R angeschlossen. In den Eingang des Spannungsreglers fließt ein konstanter Strom I d = 505 ma. Wie groß ist die Ladung ΔQ, die vom Kondensator während der Entladezeit abgegeben wird? (Tipp: Überlegen Sie zunächt, wie lange die Entladezeit dauert. Gehen Sie davon aus, dass die Aufladezeit so kurz ist, dass sie im Vergleich zur Entladezeit vernachlässigt werden darf.) 2.4. Wie groß ist die Spannungsschwankung Δu d (bei einem Strom I d = 505 ma)? (Falls Sie 2.4 nicht lösen können, rechnen Sie mit Δu d = 4 V weiter!) 2.5. Zeichnen Sie den Verlauf der Spannung u d in das Diagramm, der sich bei angeschlossenem Spannungsregler 7805 inkl. Verbraucherwiderstand R ergibt (in grün). Hinweis: Es gilt weiterhin die Spannungsschwankung Δu d aus Unterpunkt 2.4. 2.6. Im Datenblatt des Spannungsreglers 7805 steht, dass die Spannung u d an seinem Eingang nicht unter 7,5 Volt sinken darf. Begründen Sie, ob der Spannungsregler in der vorliegenden Schaltung eingesetzt werden kann oder nicht (Stichworte genügen). 2.7. Welcher Strom I last fließt durch den Verbraucherwiderstand R? Welche Leistung P last wird am Widerstand R in Wärme umgesetzt?

Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 5 von 8 Aufgabe 3 (ca. 15 Punkte) In der dargestellten Verstärkerschaltung ist ein Transistor mit dem abgebildeten Ausgangskennlinienfeld eingesetzt. Die Versorgungsspannung beträgt U B = 10 V. Der Arbeitspunkt soll so gelegt werden, dass am Kollektorwiderstand gerade U B /2 abfällt und am Transistor eine Verlustleistung von 1 W in Wärme umgesetzt wird. Für die Basis-Emitter-Diode des Transistors gilt: r BE = 10 Ω, Schwellenspannung U S = 0,6 V. 3.1. An die Verstärkerschaltung wird eine Eingangsspannung u E mit rein sinusförmigem Verlauf (ohne Gleichanteil) angeschlossen. Am Ausgang soll eine reine Wechselspannung u A (ohne Gleichanteil) abgegriffen werden. Zeichnen Sie die Eingangsspannung u E und die Ausgangsspannung u A in die Schaltung. Ergänzen Sie außerdem die Schaltung mit zusätzlichen Bauelementen so, dass der Arbeitspunkt der Schaltung erhalten bleibt und am Ausgang eine reine Wechselspannung anliegt. 3.2. Zeichnen Sie die Eingangskennlinie I B (U BE ) des Transistors in das Diagramm. 3.3. Zeichnen Sie zunächst den Arbeitspunkt und dann die Arbeitsgerade in das Ausgangskennlinienfeld des Transistors. (Platz für Nebenrechnungen:) 3.4. Welche Größe muss der Kollektorwiderstand R C für diesen Arbeitspunkt besitzen? (Wenn Sie 3.4 nicht lösen können, rechnen Sie mit R C = 50 Ω weiter!)

Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 6 von 8 3.5. Zeichnen Sie den Arbeitspunkt in die Eingangskennlinie des Transistors. Wie groß ist der Basisstrom I B im Arbeitspunkt? Wie groß ist die Spannung U BE im Arbeitspunkt? 3.6. Welche Größe muss der Basisvorwiderstand R B für diesen Arbeitspunkt besitzen? 3.7. Ermitteln Sie aus den Transistorkennlinien die Kleinsignalverstärkung ß in der Umgebung des Arbeitspunkts. (Wenn Sie 3.7 nicht lösen können, rechnen Sie mit ß = 50 weiter!) 3.8. Welchen Verstärkungsfaktor besitzt diese Verstärkerschaltung? (Tipp: r BE ist in der Aufgabenstellung angegeben.)

Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 7 von 8 Aufgabe 4 (ca. 15 Punkte) Hinweis: Die Prioritätseingänge der folgenden Flipflops werden durch ein LOW-Signal an R bzw. S aktiviert. Wenn R und S beide auf HIGH stehen oder gar nicht angeschlossen sind, befinden sich die Flipflops im Normalbetrieb (genauso wie im Praktikum). 4.1. Vervollständigen Sie das Impulsdiagramm für ein positiv flankengetriggertes D-Flipflop: 4.2. Vervollständigen Sie das Impulsdiagramm für ein positiv flankengetriggertes JK-Master/Slave-Flipflop:

Diplomprüfung im Studiengang MB Seite 8 von 8 4.3. Skizzieren Sie die Schaltung eines 4-Bit-Rückwärtszählers aus positiv flankengetriggerten JK-Master/Slave-Flipflops: ***** Viel Erfolg! *****