Intermodale Schnittstellen im Radverkehr

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Transkript:

Direktion für Tiefbau Verkehr und Stadtgrün Intermodale Schnittstellen im Radverkehr Beispiele aus der Schweiz Julian Baker Fachstelle Fuss- und Veloverkehr, Seite 1

I. Ein paar Worte zur Schweiz - 7.7 Mio. EinwohnerInnen - Klein strukturiert (26 Kantone, 2596 Gemeinden) - 42 Bahn-Fahrten pro Einwohner und Jahr (Europameister) - ca. 4 Mio. Velos - 5 8 % der SBB-Fahrgäste kommen mit dem Velo - 24 Velostationen mit ca. 10'000 Abstellplätzen 14.04.2010 Seite 2

II. Ein paar Worte zu Bern - Lage: Schweizer Mittelland, 542 m ü.m. - Hauptstadt der Schweiz - 130 000 EinwohnerInnen, 52 km2-148 000 Arbeitsplätze 14.04.2010 Seite 3

II. Ein paar Worte zu Bern 14.04.2010 Seite 4

II. Ein paar Worte zu Bern Zahlen zum Veloverkehr: Häufigkeit der Velofahrten in der (Sommer) 14.04.2010 Seite 5

II. Ein paar Worte zu Bern Zahlen zum Verkehr in Bern: - ca. 100 000 Velos - ca. 46% der Haushalte in Bern besitzen kein Auto - ca. 8 000 öffentliche Veloabstellplätze - 11% der Wege werden per Velo zurückgelegt (33% zu Fuss, 30% MIV, 26% ÖV) - 75% der Bevölkerung besitzt ein ÖV Abonnement 120'000 100'000 80'000 60'000 40'000 20'000 0 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1989 1995 2000 2005 14.04.2010 Seite 6

III. Prinzipien Bern handelt bei der Veloförderung nach folgenden Grundsätzen: Fahrräder sind Fahrzeuge... Sie gehören auf die Fahrbahn - Sichtbarkeit - Sicherheit - Geschwindigkeit - Komfort 14.04.2010 Seite 7

III. Prinzipien Bern handelt bei der Veloförderung nach folgenden Grundsätzen: Fahrräder brauchen auch Platz... Zielnahe und sichere Abstellplätze sind nötig 14.04.2010 Seite 8

IV. Intermodale Schnittstellen Wieso? 14.04.2010 Seite 9

IV. Intermodale Schnittstellen Wieso? Erreichbarkeiten 1950 Individualverkehr - Strasse öffentlicher Verkehr - Schiene 14.04.2010 Seite 10

IV. Intermodale Schnittstellen Wieso? Individualverkehr - Strasse Erreichbarkeiten 1950 Erreichbarkeiten 2000 14.04.2010 Seite 11

IV. Intermodale Schnittstellen Wieso? Öffentlicher Verkehr - Schiene Erreichbarkeiten 1950 Erreichbarkeiten 2000 14.04.2010 Seite 12

IV. Intermodale Schnittstellen Wieso? Erreichbarkeiten 2000 Erreichbarkeiten 2000 14.04.2010 Seite 13

IV. Intermodale Schnittstellen Wieso? Verbesserung: Kombinierter Verkehr Schiene/Velo 14.04.2010 Seite 14

IV. Intermodale Schnittstellen Wieso? Eine genügende Anzahl gut angeordneter Veloparkplatze an Bahnhöfen und Haltestellen bringt gleich mehrere Vorteile: - Die letzte Meile ist mit dem Velo schneller als mit dem öv - Das Einzugsgebiet einer Haltestelle wird dank dem Velo als Zubringer zum öv sechs mal grosser (im Vergleich zum Fussverkehr) - die Benutzung des Velos trägt so zur besseren Auslastung des öv bei - Velofahrende reduzieren die Spitzenbelastung des öv in Zentrumsnähe - Der bereits heute beträchtliche Anteil an Bahnkundinnen und -kunden, die mit dem Velo zum Bahnhof fahren, kann gehalten oder erhöht werden - Eine geordnete Veloparkierung bietet ein positives Erscheinungsbild, beugt der Beschädigung der Velos vor und erhöht die Parkierkapazitat. 14.04.2010 Seite 15

V. Planung Richtwerte 14.04.2010 Seite 16

V. Planung Förderung von Bike-and-Ride Anlagen im Kanton Bern - Agglomerationsprogramm: 35% Bund, 32.5% Kanton, 32.5% Gemeinde - Ab 2013 erhöhter Kantonsbeitrag: 40 % - Bedarfsnachweis erfüllt, wenn 80% Auslastung, 10 Velos wild abgestellt - Förderwürdig: Bediente Velostationen in Zentren B&R Anlagen an wichtigen Haltestellen des öffentlichen Verkehrs 14.04.2010 Seite 17

VI. Beispiel Bahnhof Bern bis August 2004... Über 2500 Velos werden auf 1400 markierte Abstellplätze gezwängt. Grosses Bedürfnis nach zusätzlichen Parkplätzen und nach mehr Ordnung. Lösungen zu finden, ist wegen der engen Platzverhältnisse und der Kosten jedoch äusserst schwierig. 14.04.2010 Seite 18

VI. Beispiel Bahnhof Bern Heute... 14.04.2010 Seite 19

VI. Beispiel Bahnhof Bern 14.04.2010 Seite 20

VI. Beispiel Bahnhof Bern 14.04.2010 Seite 21

VI. Beispiel Bahnhof Bern Betriebskonzept für Velostationen Die Velostationen in der Schweiz sind durch Personal bewacht und verfügen über Öffnungszeiten bis zu über 20 Stunden. Neben der Bewachung werden weitere Dienstleistungen angeboten. Die Arbeiten werden durch Erwerbslose oder Langzeitarbeitslose ausgeführt. Dadurch sind sinnvolle Verknüpfungen zwischen Mobilitätsdienstleistungen und Sozialprojekt entstanden. 14.04.2010 Seite 22

VI. Beispiel Bahnhof Bern Heute... 14.04.2010 Seite 23

VI. Beispiel Bahnhof Bern Nicht alle sind erfreut... 14.04.2010 Seite 24

VI. Beispiel Bahnhof Olten Rückseite: Doppelstock Parkieranlage Olten: 17'525 Einwohner 14.04.2010 Seite 25

VI. Beispiel Bahnhof Olten Vorderseite: Bushaltestelle 14.04.2010 Seite 26

VI. Beispiele aus anderen Gemeinden Postbushaltestelle Wohlen bei Bern (9.000 Einwohner) Tramendhaltestelle Köniz-Wabern (38.000 Einwohner) 14.04.2010 Seite 27

VI. Beispiele Bahnhof Muttenz (17.000 Einwohner) Bahnhof Langnau (9.000 Einwohner) 14.04.2010 Seite 28

VII. Weitere Informationen Handbuch Veloparkierung Empfehlungen zu Planung, Realisierung und Betrieb Herausgeber: Velokonferenz Schweiz und Bundesamt für Strassen www.velokonferenz.ch 14.04.2010 Seite 29

Vielen Dank Julian Baker Fachstelle Fuss- und Veloverkehr julian.baker@bern.ch www.bern.ch/langsamverkehr 14.04.2010 Seite 30