Internes Rechnungswesen

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Transkript:

Internes Rechnungswesen 1. Aufgabe Ordnen Sie die Kosten- und Leistungsrechnung in das betriebliche System des Rechnungswesens und das System des Controllings ein. 2. Aufgabe Definitionen Definieren Sie: - Kosten, Grundkosten, Anderskosten, Zusatzkosten - Leistungen - Neutrale Aufwendungen und Erträge - Einzelkosten und Gemeinkosten - Betriebsabrechnungsbogen und seine Aufgaben - Variabel Kosten und Fixe Kosten, progressive Kosten, degressive Kosten - Grenzkosten - Leerkosten und Nutzkosten - Deckungsbeitrag (pro Stück und Gesamtdeckungsbeitrag) - Break-even-Point - Vollkostenrechnung - Teilkostenrechnung 1

Äquivalenzziffernkalkulation 1. Aufgabe Äquivalenzziffern Die Fruchsaft-KG stellt vier verschieden Fruchtsäfte her (A,B,C,D). In der folgenden Periode werden von der Sorte A 24.000 hl, von der Sorte B 14.400 hl, von der Sorte C 16.000 hl, von der Sorte D 8.000 hl hergestellt. Die Herstellkosten betragen insgesamt 3.454.000. Aus den vergangenen Perioden hat sich ergeben, dass die Kosten der verschiedenen Fruchtsäfte in einer proportionalen Beziehung zueinander stehen. Für die gleiche Menge des Fruchtsaftes A fallen 25 % weniger Kosten an als für Sorte B an, während die Kosten für die Sorte C um 20 % und für die Sort D um 40 % höher liegen als diejenigen je hl für Sorte B. Berechnen Sie die Kosten je Liter und die Kosten der gesamten hergestellten Mengen der Sortimente A-D. Aufgabe 2 Äquivalenzziffernkalkulation Ein Pflegeheim war 2008 in folgendem Verhältnis belegt: - 30 % Pflegestufe I - 50 % Pflegestufe II - 20 % Pflegestufe III Der Arbeitsaufwand für die Pflege wird über Äquivalenzziffern im Verhältnis 0,5 (Pflegestufe I), 1,0 (Pflegestufe II) und 2,0 (Pflegestufe III) bewertet. Insgesamt fallen im Pflegeheim jährlich 20.000 Arbeitsstunden im Bereich der Pflege an. Die Gesamtkosten des Pflegepersonals betragen 420.000. - Berechnen Sie mit Hilfe der Äquivalenzziffernkalkulation den Arbeitsaufwand je Pflegestufe und die Gesamtkosten je Pflegestufe. 2

Deckungsbeitragsrechnung 1. Aufgabe Deckungsbeitragsrechnung Sie sind als Betriebsleiter der Gartentechnik GmbH für einen Produktbereich verantworlich, in dem der Rasenmäher Silence gefertigt wird. Die Kapazität beträgt 6.000 Stück pro Jahr. Aus der sorgfältigen Beobachtung und Erfassung der Betriebsdaten sind Ihnen folgende Zahlen einer Rechnungsperiode bekannt: - variable Materialkosten 67 /Stück - fixe Materialgemeinkosten 80.000 - fixe Fertigungsgemeinkosten 232.500 - variable Fertigungskosten 25 /Stück - variable Vertriebskosten 3 /Stück Der Verkaufspreis beträgt 180 netto/stück und wird für die nächste Zeit als konstant angenommen. Alle produzierten Geräte werden auch verkauft. a) Berechnen Sie den Beschäftigungsgrad an der Gewinnschwelle. b) Die Auslastung beträgt zurzeit 80 %. Bestimmen Sie den Erfolg. c) Durch Beobachtungen des Beschaffungsmarktes erkennen Sie die Möglichkeit, den bisher eingebauten Antriebsmotor mit einem Bezugspreis von 45 durch einen gleichwertigen Motor eines anderen Herstellers mit einem Bezugspreis von 40 zu ersetzen. Berechnen Sie die sich durch diese Veränderung ergebende neue Break-even- Beschäftigung (Gewinnschwelle). 2. Aufgabe Der Umsatzerlös der Techno GmbH beträgt bei Normalbeschäftigung (100% Beschäftigungsgrad) 4.700.000 /Monat. Folgende Kosteninformationen liegen vor: - Fertigungsmaterial 1.600.000 - Fertigungslöhne 725.000 - Gemeinkosten 1.875.000 Die Kostenanalysen haben ergeben, dass 80 % der Gemeinkosten fix sind. Ermitteln Sie den Beschäftigungsgrad am Break-even-Point. 3

3. Aufgabe Deckungsbeitragsrechnung Beim Verkauf von 1000 Flaschen Rotwein sind folgende Ergebnisse erreicht worden: Variable Kosten 15.000 Umsatz 35.700 brutto Gesamtkosten 45.000 Der Umsatzsteuersatz beträgt 19%. Errechnen Sie die Break-even-Menge und den Break-even-Umsatz. Stellen Sie den Rechenweg logisch dar. 4. Aufgabe Deckungsbeitragsrechnung Ein Hotel mit 360 Öffnungstagen hat mit 24 Doppelzimmern monatliche (je 30 Tage) fixe Kosten von 14.069,88. Der Nettopreis samt Frühstück beträgt 38. Die variablen Kosten (Beherbergung, Frühstück) machen 6,65 aus. a) Berechnen Sie die Absatzmenge, den Umsatz und die Belegungsquote (jährlich betrachtet) am Break-even-Point (Gewinnschwelle). b) Bestimmen Sie die Belegung in Prozent, um einen Jahresgewinn von 68.000 zu erzielen. 5. Aufgabe Deckungsbeitragsrechnung In einem Pflegeheim stehen im Monat (30 Tage) 50 Bettenplätze zur Verfügung. Die fixen Kosten betragen 135.000, die variablen Kosten pro Bettenplatz und Tag belaufen sich auf 25. Ein Bettenplatz wird zum Preis von 125 je Tag angeboten. a) Berechnen Sie, bei wie vielen Pflegetagen pro Monat der Break-even-Point erreicht wird. b) Wie viele Pflegetage muss das Pflegeheim erreichen, um einen Gewinn von 10.000 im Monat zu erzielen? c) Wie hoch ist die Bettenauslastung bei Erreichen des Break-even-Point? 6. Aufgabe Deckungsbeitragsrechnung Ein mittelständisches Unternehmen der Metallindustrie stellt Baugruppen zur Komplettierung von Hebezeugen her. Die Fertigungskapazität in Ihrem Verantwortungsbereich ist zurzeit zu 70 % ausgelastet und beträgt 16.240 Stück pro Monat. Die Produkte können zu einem Stückpreis von 55 vollständig abgesetzt werden. Im Abrechnungszeitraum betragen die Fixkosten 509.000 und die variablen Kosten bei diesem Beschäftigungsgrad 349.160. Ein neuer Kunde fragt an, ob ein Auftrag über 45.000 Baugruppen, bei gleichmäßig verteilter Lieferung über neun Monate, zum Preis von 42,50 realisiert werden kann. a) Berechnen Sie das Betriebsergebnis vor Annahme des Auftrags b) Berechnen Sie den Deckungsbeitrag und den BEP bei einem Preis von 55 c) Entscheiden Sie, ob der Auftrag angenommen werden soll und stellen Sie ihre Argumente zahlenmäßig dar. 4

Aufgaben Deckungsbeitrag und Kalkulation 1. Aufgabe Ein Pumpengroßhändler kann eine Hebepumpe zu einem Listenverkaufspreis von 198,00 an einen Baumarkt verkaufen. a) Wie hoch darf der Listeneinkaufspreis der Pumpe für den Großhändler gerade noch sein, wenn folgende Bedingungen gelten? Einkaufs- und Lieferkonditionen des Händlers: Lieferung frei Haus, Liefererskonto 3 %, Liefererrabatt 20 %, Kundenskonto 3 %, Kundenrabatt 20 %. Der Großhändler kalkuliert mit 25 % Handlungskosten und 5 % Gewinn. b) Ermitteln Sie Handelsspanne, Kalkulationszuschlag und Kalkulationsfaktor! 2. Aufgabe Ein Automobilunternehmen hat bisher Wasserpumpen als Fertigteil bezogen. Der Stückpreis betrug 40,00 Euro. Die monatliche Abnahmemenge lag bei 25.000 Stück. Der Zulieferer ist allerdings künftig nur noch bereit, die Wasserpumpen zu einem Stückpreis von 45,00 Euro zu liefern. Aus diesem Grunde soll die Möglichkeit der Eigenfertigung geprüft werden. Zwei alternativer Verfahren stehen zur Wahl: I. - möglich Leistung pro Monat: 40.000 Stück - Fixkosten pro Monat: 240.000 Euro - Variable Stückkosten: 32,00 Euro II - mögliche Leistung pro Monat: 50.000 Stück - Fixkosten pro Monat: 400.000 Euro - Variable Stückkosten: 26,50 Euro Welche Alternative wird sinnvoller weise gewählt, wenn a) von einem Monatsbedarf von 25.000 Wasserpumpen ausgegangen wird, b) von einem langfristigen Monatsbedarf von 35.000 Wasserpumpen ausgegangen wird? 3. Aufgabe Ein Sekthersteller aus Eltville am Rhein stellt den Schaumwein Kupfergold her. Die derzeitige Jahresproduktion beträgt 350.000 Flaschen. Dies entspricht einer Kapazitätsauslastung von 75 %. Ferner gelten folgende Daten: - Verkaufspreis je Stück. 4,00 Euro - Variable Kosten je Stück: 1,50 Euro - Fixkosten je Jahr: 750.000,00 Euro - Kundenstruktur (beim bisherigen Absatz): 20 % Großbetriebe des Einzelhandels 80 % Kleinabnehmer 1. Ermitteln Sie den Jahreserfolg bei einem Beschäftigungsgrad von 75 %. 2. Ein großer Discountbetrieb, der bisher noch nicht zu den Abnehmern zählt, ist bereit, eine garantierte Menge von jährlich 50.000 Flaschen zum Preis von 3,00 Euro je Flasche abzunehmen. Lohnt sich die Auftragsannahme zu diesen Bedingungen? 3. Angenommen, die übrigen Großabnehmer des Einzelhandels erfahren, dass der Discountbetrieb einen Vorzugspreis erhält. Sie verlangen deshalb ihrerseits günstigere Bezugsbedingungen. Der Sekthersteller ist bereit, den Deckungsbeitrag, der aus dem Zusatzauftrag des Discounters resultiert, zur Hälfte einzusetzen, um den Abgabepreis für die übrigen Großabnehmer entsprechend zu reduzieren. Ermitteln Sie unter diesen Bedingungen den neuen Abgabepreis für die übrigen Großabnehmer des Einzelhandels. Die übrigen Daten gelten unverändert fort. 5

4. Aufgabe Die Kostenstelle Reparatur hat bei 40 Stunden Fertigungskosten in Höhe von 2.000. Für eine Reparatur fallen Materialkosten in Höhe von 30 an. Die Reparaturzeit beträgt 1,5 Stunden. Berechnen Sie den Angebotspreis/Barverkaufspreis bei einem Gewinn von 12 %. 6

Deckungsbeitragsrechnung in Engpasssituationen Relativer Deckungsbeitrag Das optimale Produktionsprogramm 1. Aufgabe: In einem Industrieunternehmen werden die drei Produkte A, B, C hergestellt. Alle drei Produkte müssen einen Engpass durchlaufen. In diesem Engpass stehen monatlich 710 Stunden zur Verfügung. Produkt A B C Preis je Stück 205,00 200,00 200,00 Variable Kosten je Stück 160,00 142,00 160,00 Zeitbedarf in min pro Stück 10 20 15 Absatzhöchstmenge im Monat 1800 1000 1500 Fixkosten im Monat: 130.000,00 1. Ermitteln Sie das optimale Produktionsprogramm 2. Ermitteln Sie dann das Betriebsergebnis. Stellen Sie dabei eine Tabelle auf, die folgende Zwischenergebnisse erkennen lässt: Absoluter Deckungsbeitrag, Relativer Deckungsbeitrag, Rangfolge, produzierte Stückzahl, Gesamtdeckungsbeitrag. 2. Aufgabe: In dem gepachteten Regal eines Großverbrauchermarktes sind vom Hersteller Gustav GmbH verschiedene Kosmetika unterzubringen. Es handelt sich um After Shave (A), Parfum (B), Rasierschaum (C) und Deospray (C). Insgesamt steht eine Regalfläche von 8 qm zur Verfügung. Hinsichtlich der Stückdeckungsbeiträge, der absetzbaren Mengen und des Flächenbedarfs ergibt sich folgendes Bild: Artikel absol. DB Stück pro qm maximal absetzbare in /Stück Menge in Stück A 7,00 120 240 B 8,00 100 350 C 2,00 240 400 D 5,50 130 600 Die Fixkosten der Periode betragen 4.800,00. Das Regal kann aus Belieferungsgründen nur einmal pro Periode aufgefüllt werden. Aufgaben: a) Weisen Sie rechnerisch nach, ob ein Engpass vorliegt. b) Bestimmen Sie unter Berücksichtigung Ihres Ergebnisses die gewinnmaximale Rangfolge der Artikel c) Ermitteln Sie das zu b) gehörige Betriebsergebnis für das optimale Sortiment 7

3. Aufgabe Die Saar Zweirad GmbH in Saarbrücken stellt drei Arten von Mountainbikes her, die Modell Zugspitz, Matterhorn und Brocken Für die abgelaufene Periode liegt das folgende Zahlenwerk vor: Produkt Stückerlös Verkauf Produktionszeit Variable Stückkosten Zugspitz 240,00 2400 Stück 20 min 110,00 Matterhorn 280,00 3600 Stück 32 min 160,00 Brocken 350,00 1200 Stück 40 min 175,00 Die gesamten fixen Kosten betragen 851.500,00 Aufgaben: a) Ermitteln Sie das Betriebsergebnis für die abgelaufene Periode. (kein Engpass) b) Für die folgende Periode sind folgende maximale Verkaufsmengen möglich: Zugspitz: 3000 Stück; Matterhorn: 4000 Stück; Brocken: 2000 Stück. Die Gesamtkapazität ist außerdem auf 3120 Arbeitsstunden beschränkt. Erstellen Sie das optimale Produktionsprogramm und berechnen Sie das dazugehörige Betriebsergebnis. 4. Aufgabe Ein Mineralbrunnen führt in seinem Produktionsprogramm vier Sorten Mineralwasser mit unterschiedlichen Mineralanteilen. Die Sorte Aqua fin erbringt bei einem Nettoverkaufserlös von 12,- und variablen Kosten von 8,- einen Deckungsbeitrag von 4,- je Kiste. Aqua pur erzielt einen Deckungsbeitrag von 3,-, Exquisit kommt je Kiste auf 2,70, Klarquelle auf 5,-. Marktuntersuchungen ergeben, dass jährlich absetzbar sind: Aqua fin Aqua pur Exquisit Klarquelle 60000 Kisten 84000 Kisten 114000 Kisten 30000 Kisten Die Produktionsanlage erlaubt jährlich 1600 Produktionsstunden, in denen je nach Flaschengröße wahlweise abgefüllt werden können: 160000 Kisten Aqua fin oder (100 Kisten pro Stunde) 224000 Kisten Aqua pur oder (140 Kisten pro Stunde) 240000 Kisten Exquisit oder (150 Kisten pro Stunde) 120000 Kisten Klarquelle. Welche Produktion sichert den höchsten Deckungsbeitrag? 8

Make or buy Eigenfertigung oder Fremdbezug 1. Aufgabe Ein Maschinenbauunternehmen hat bisher Messingventile, die in eigene Erzeugnisse eingebaut werden, zu folgenden Bedingungen fremdbezogen: Listeneinkaufspreis 52,00 je Stück; bei Abnahme von mehr als 5000 Stück werden 15% Mengenrabatt gewährt. Zahlungsbedingungen: bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen 2% Skonto, innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug. Die Bezugskosten (Fracht, Verpackung) werden mit 0,70 pro Stück kalkuliert. Das Unternehmen hat freie Kapazitäten zur Verfügung, die es ihm gestatten, die Ventile unter folgenden Bedingungen selbst zu fertigen: Rohstoffaufwand je Stück 9,50 ; Löhne für die Fertigung 35,50 je Stück (die Arbeiter sind bei vollem Lohnausgleich unterbeschäftigt). An Gemeinkosten werden verrechnet: 12% Materialgemeinkosten (davon gelten 30% als variabel); 220% Fertigungsgemeinkosten (davon 45% variabel) 2. Aufgabe Ein Unternehmen, das Elektrogeräte herstellt, bezieht die Gehäuse zum Bezugspreis von 64,50 je Stück. Die technischen Einrichtungen des Unternehmens gestatten es, dieses Gehäuse selbst zu fertigen. Die Eigenfertigung würde folgende Kosten verursachen: Fertigungsmaterial je Gehäuse 17,20. Die Fertigungslöhne werden mit einem Stundensatz von 31,00 verrechnet; die Fertigungszeit für ein Stück beträgt 24 Minuten. Da die Arbeitskräfte schon ausgelastet sind, fallen bei der Erhöhung des Beschäftigungsgrades die Fertigungslöhne als variable Kosten an. Die Materialgemeinkosten sind mit einem proportionalen Anteil von 4%; die Fertigungsgemeinkosten mit einem proportionalen Anteil von 80 % zu berücksichtigen. Lohnt sich die Eigenfertigung? 9

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung 1. Aufgabe In einem Industriebetrieb werden vier Erzeugnisse hergestellt. Es gibt zwei Produktionsstufen. Die Erzeugnisse A und B durchlaufen beide Produktionsstufen, die Erzeugnisse C und D durchlaufen nur die erste Produktionsstufe. Die fixen Kosten insgesamt betragen 1.000.000 und teilen sich wie folgt auf: Erzeugnisfixe Kosten: Erzeugnis A: 125.000 ; Erzeugnis B: 140.000 ; Erzeugnis C: 80.000 ; Erzeugnis D: 105.000 Erzeugnisgruppenfixe Kosten: Gruppe Erzeugnis A + B: 160.000 Gruppe Erzeugnis C + D: 40.000 Fixe Kosten Produktionsstufe 2: 130.000 (gelten als erzeugnisgruppenfixe Kosten) Unternehmensfixe Kosten: 220.000 Für die Betriebsergebnisrechnung liegen folgende Zahlen vor: A B C D Produktions- und Absatzmenge 4000 3500 3200 3000 Verkaufspreis je Stück 150,00 220,00 180,00 200,00 Variable Kosten je Stück 80,00 140,00 110,00 120,00 a) Berechnen Sie die Deckungsbeiträge I, II und II sowie den Betriebserfolg b) Welche Maßnahmen verbessern das Betriebsergebnis 10

2. Aufgabe Die Firma Hansen & Co., Apparatebau München, legt für die vergangene Periode folgende Daten für die Kostenträgerzeitrechnung vor, die auf der Basis einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung vorgenommen wird. Die Artikel, die im Unternehmen in den jeweiligen Bereichen hergestellt und vertrieben werden, sind in Gruppen aufgeteilt, die die folgenden Fixkosten verursachen: Bereich 1: Gruppe A 18000 Gruppe B 17000 Bereich 2: Gruppe C 16000 Gruppe D 18000 Zusätzlich sind im Bereich 1 Fixkosten in Höhe von 35000 und im Bereich 2 Fixkosten in Höhe von 22000 entstanden. Den Artikeln der jeweiligen Gruppen sind die folgenden Fixkosten zuzuordnen: Artikel A1: 1400 Artikel A2: 1700 Artikel B1: 3500 Artikel B2: 3500 Artikel C1: 1800 Artikel C2: 2400 Artikel D1 1200 Artikel D2: 1500 Die Unternehmensfixen Kosten betragen darüber hinaus 40000 Von den einzelnen Artikeln wurden folgende Stückzahlen verkauft: Artikel A1 A2 B1 B2 C1 C2 D1 D2 Stückzahl 5000 4500 3000 3500 1500 2100 4000 5000 Für die Artikel sind folgende Verkaufspreise und variable Kosten pro Stück in entstanden: Artikel A1 A2 B1 B2 C1 C2 D1 D2 Verkaufspreis 15 17 19 26 30 28 12 16 Var. Kosten 6 8 15 25 32 12 13 4 a) Ermitteln Sie im Rahmen einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung das Betriebsergebnis. Entwickeln Sie dazu zunächst eine geeignete Tabelle (wenn möglich auf Excel). b) Führen Sie eine Sortimentsbereinigung durch, so dass das Betriebsergebnis verbessert wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass von den Artikeln D1 und D2 aus Gründen der Vollständigkeit jeweils mindestens 2000 Stück abzusetzen sind. 11

Plankostenrechnung 1. Aufgabe Für die Montageabteilung werden bei einer Planbeschäftigung von 1.500 Std./Monat Plankosten in Höhe von 108.000 ermittelt. Davon sind 78.000 variable und 30.000 fixe Plankosten. a) Ermitteln Sie den Plankostenverrechnungssatz b) Ermitteln Sie die Sollkosten für eine Beschäftigung von 1.600 Std./Monat c) Erläutern Sie die Begriffe Verbrauchs- und Beschäftigungsabweichung und geben Sie mögliche Ursachen an. 2. Aufgabe Im Betrachtungsmonat September betrug die Istbeschäftigung für den unten stehenden Kostenstellenplan 3600 Fertigungslohnstunden. Tatsächlich sind folgende Kosten angefallen: Fertigungslöhne 104.400 Hilfslöhne 29.040 Hilfs- und Betriebsstoffe 8.030 Energiekosten 6.300 Kalk. Abschreibungen 49.920 Die Planbeschäftigung beträgt 3000 Fertigungslohnstunden. Mit folgenden Daten aus der Kosten- und Leistungsrechnung wurden gerechnet: Kostenarten Planverrech- Planpreis Variator Plankosten Plankosten Istkosten nungsmenge je Einheit insgesamt fix variabel Fertigungslöhne 3000 Std. 29,0 1,0 Hilfslöhne 1100 Std. 24,0 0,2 Hilfs- und Betriebsstoffe 600 kg 11,0 0,4 Energiekosten 56000 kwh 0,1 0,3 kalk. Abschreibungen - - 0,8 Summe Berrechnen Sie folgende Größen: a) Plankostenverrechnungssatz b) Verrechnete Plankosten c) Sollkosten d) Beschäftigungsabweichung e) Verbrauchsabweichung f) Gesamtabweichung g) Verbrauchsabweichung für jede Kostenart Stellen Sie die Ergebnisse grafisch dar. 12