Compliance Report 2016
2 Compliance Report 2016 Compliance Report 2016 innogy SE ist eine Finanzbeteiligung des RWE-Konzerns und ist am 1. April 2016 operativ an den Start gegangen. In der innogy SE wurden die be stehenden Unternehmensbereiche Erneuerbare Energien, Netz & Infrastruktur sowie Vertrieb des RWE-Konzerns zusammengeführt. Das in der RWE AG etablierte Compliance Management System wurde 1:1 auf die innogy-gruppe übertragen. Integrität und Gesetzestreue sind für uns wesentliche Grundlagen eines jeden unternehmerischen Handelns. Im innogy Verhaltenskodex sind die Ziele und Prinzipien hierzu verankert. Im Fokus unseres Compliance Management Systems steht die Identifikation potenzieller struktureller Korrup tionsrisiken und die Vermeidung von Korruption. Alle unsere Aktivitäten und Geschäftsentscheidungen richten wir nach strikten Compliance- Vorgaben aus. Korruption und andere Verstöße werden nicht toleriert.
3 Compliance Report 2016 Verankern Sie Ziele und Prinzipien. Kernstück der Korruptionsprävention ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Das wichtigste Dokument hierfür ist der für alle Mitarbeiter verbindlich geltende innogy Verhaltenskodex, der jede Form von Korruption verbietet und durch weitere Konzernrichtlinien konkretisiert wird. Der Verhaltenskodex wurde im Jahr 2016 überarbeitet. Neu sind seitdem zehn vorangestellte Verhaltensgrundsätze. Sie fassen die wichtigsten Aussagen zusammen und bieten so schnelle Orientierung. Eine neue Konzernrichtlinie Compliance Due Diligence wurde in Kraft gesetzt. Im Alltag unterstützen organisatorische Vorgaben, wie das Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung, Berechtigungs konzepte und Genehmigungsregel ungen die Einhaltung der Richtlinien. Mitarbeiter sensibilisieren Zur praktischen Wirksamkeit einer Compliance-Organisation gehört vor allem die Schaffung des Bewusstseins für kritische Sachverhalte im Arbeitsumfeld. Eine geeignete Kommunikation ist daher ganz maßgeblich für den Erfolg der Compliance-Organisation. Konzerninterne Medien (z. B. Intranet- Auftritte, anlassbezogene Newsletter oder Artikel in der Mitarbeiterzeitung) informieren unsere Mitarbeiter über Compliance-Themen, wie z. B. aktuelle Entwicklungen, Anforderungen an compliance-konformes Verhalten sowie über mögliche Risiken bei Verstößen. Schulungen klären auf Unsere Mitarbeiter werden zur Korrup - t ions vermeidung und -vorbeugung über ein webbasiertes Trainingsprogramm und in Präsenzveranstaltungen geschult. Die Teilnahme an diesen Schulungen ist verpflichtend, abgestuft nach dem Korruptionsrisiko der jeweiligen Tätigkeit. Auch der Vorstand ist in das
4 Compliance Report 2016 Schulungskonzept integriert. Wir haben im Jahr 2016 einen neuen Schulungs zyklus gestartet und mit den im Rahmen des Konzepts durchgeführten Präsenzveranstaltungen bereits rund 3.600 Mitarbeiter in Deutschland und rund 300 Mitarbeiter in weiteren Geschäfts regionen geschult. Korruptionsdelikten haftet stets der Ruch des Heimlichen an. Um compliance-sensible Vorgänge ggf. transparent zu machen, haben wir im Jahr 2010 ein IT-Tool eingeführt, in welchem alle Spenden- und Sponsoringvorgänge, compliance-relevanten Beraterverträge und nach unserer Richtlinie relevanten Zuwendungen an Amtsträger zu vermerken sind. Dieses Tool wird kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Transparenz motiviert An der Spitze unserer Compliance-Organisation steht der Chief Compliance Officer. Für die innogy ist dies Herr Dr. Wolfgang Fritzen. Er berichtet dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss des Aufsichts - rats der innogy SE regelmäßig über compliance-relevante Themen. Eine einheitliche Umsetzung der konzernweiten Grundsätze zur Korrup - tionsprävention stellen Compliance-Beauftragte in allen operativen Gesellschaften sicher. Regelmäßig berichten sie darüber an den Chief Compliance Officer. Für einige Regionen, in denen innogy mit mehreren Tochtergesellschaften tätig ist, werden die Compliance-Aufgaben durch Länderbeauftragte gebündelt bearbeitet.
5 Compliance Report 2016 Die Compliance-Risikoanalyse ist ein wichtiger Bestandteil unseres Compliance Management Systems. Ein zweistufiger Prozess hilft uns bei der Identifizierung und Bewertung von Compliance-Risiken. Dieser Risikoanalyseprozess hat 2012 mit der zentralen Ermittlung der Risikoprofile der Konzerngesellschaften be gonnen. In einem zweiten Schritt stand die Erarbeitung von detaillierten Korruptionsrisikoszenarien im Fokus, die im Rahmen von Risiko-Workshops in den einzelnen Konzerngesellschaften diskutiert und bearbeitet wurden. Diese Detailanalyse wurde durch die Compliance-Beauftragten konzernweit durchgeführt und 2016 durch eine zentrale Aggregation der Ergebnisse aus Konzernsicht abgeschlossen. Risikoanalysen sind wichtig In unseren Konzerngesellschaften führt die Konzernrevision regelmäßig präventive Compliance-Audits durch. So überprüfen wir konzernweit die Umsetzung und Wirksamkeit unseres Compliance- Managements. Wir gehen Hinweisen auf mögliche Verstöße stets nach und leiten gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen ein. Hinweisen nachgehen Hinweise auf etwaige Verstöße gegen den Verhaltenskodex können Vorgesetzten oder Compliance-Beauftragten mitgeteilt werden. Für Hinweise von Mitarbeitern oder Dritten zu Verstößen steht auch ein unabhängiger externer Ansprechpartner zur Verfügung. Meldungen können in den jeweiligen Landessprachen der Gesellschaf ten des innogy-konzerns abgegeben werden und müssen vertraulich und auf Wunsch anonym behandelt werden. Als externer Ansprechpartner fungiert seit dem 1. April 2011 konzerneinheitlich die internationale Anwaltskanzlei Simmons & Simmons, die teilweise von lokalen Kanzleien unterstützt wird. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat das Compliance Management System zur Antikorruption der RWE AG nach dem IDW Prüfungsstandard 980 geprüft. Die Wirksamkeitsprüfung wurde zum Jahreswechsel 2013/2014 erfolgreich abgeschlossen. Das Compliance Management System der innogy SE basiert ohne Abstriche auf diesem etablierten System der RWE AG. Arbeiten Sie transparent.