Vorbereitung und Einstimmung auf die Waldexkursion

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Transkript:

Gerd Weitbrecht Vorbereitung und Einstimmung auf die Waldexkursion Ziele der Stunde: - Organisationsabsprachen zur Freilandexkursion - Hinführung auf das Naturerleben mit allen Sinnen durch Sehen, Tasten und Riechen - Kenntnis einiger (einheimischer) Koniferenarten Pädagogisch-didaktische Bemerkungen: Zur Bestimmung von Koniferenarten werden nicht nur optische Merkmale verwendet. So fühlen sich Fichtennadeln spitzer an als Tannennadeln und Douglasien duften nach Zitrone. Hier greift die kognitive Biologie auf sonst wenig genutzte Sinne (Tast- und Geruchsinn) zurück, um ihre Artbestimmung zu untermauern. Deshalb eignen sich die Koniferen gut als Verbindungsglied zwischen kognitiver Biologie und erspürbarer Naturpädagogik. Die Schülerinnen und Schülern (Sch.) erkennen, dass in der speziellen Biologie alle Sinne eine Rolle spielen können, ihre Sinne werden angesprochen und ihre Bereitschaft, sich während der Exkursion auf die sehr sinnesbetonten Spiele einzulassen, erhöht. Nebenbei lernen sie auch die behandelten Koniferenarten kennen. Vorbereitung: Je 8 kleine Zweige von Kiefer, Fichte, Douglasie, Lärche und Weißtanne sammeln und in blickdichten Behältern (Säcke) unterbringen, Regelblatt 8fach kopieren. Stundenverlauf: Dauer Inhalt Methode Bemerkungen 10 +/- Organisatorisches Exkursion LSG/TA Treffpunkt: Zeit: 8.30 Uhr bis 12.15 Uhr adäquate Kleidung (Regenjacke, Gummistiefel), Vesper, Bleistift, Halstuch für die Augen) 20 Sehen/Fühlen/Riechen: Koniferen fühlen und riechen Zweige von Kiefer, Fichte, Douglasie, Lärche und Weißtanne sind in blickdichten Behältern (Säcke) untergebracht, die Sch. haben die Aufgabe die Arten nur durch Tasten und Riechen zu bestimmen und im Heft eine Tabelle der Arten und ihrer Merkmalen zu erstellen. GA Es muss noch geklärt werden wer wie zum Treffpunkt kommt. (Exkursion mit Pause dauert ca. 3 Stunden) 8 4-er Gruppen, die Stationen sind achtfach vorhanden Jede Station hat ein Regelblatt mit Arbeitsanweisungen und Lösungen.

10 Heftaufschrieb: Koniferen und ihre Früchte AB (s. S.3) beschriften: TA Arbeitsblatt mit Zapfenabbildungen Lärche Kiefer Fichte Douglasie (Flug-)Samen (Weiß-)Tanne Geschichte: Was ist hier passiert?(zapfen zu) Warum? (erhöhte Feuchtigkeit) Wozu?(Schlechte Flugbedingungen bei Regen und feucht-kühlemwetter). Die Zapfen die auf den Boden fallen sind fast nie Tannen -zapfen, denn diese zerfallen (in die einzelnen Schuppen und den Stiel) sobald die Samen reif sind. Nur die Fichtenzapfen bleiben am Stück sobald die Samen ausge- flogen sind und fallen dann als Zapfen auf den Boden. Eigentlich sind also die meisten Tannenzapfen Fichtenzapfen! 5 Baum erraten. L. hält einen Zweig hinter dem Rücken versteckt, Sch. müssen durch richtiges Nachfragen die Koniferenart erkennen. LSG Folie mit Zapfenabbildungen (s. S.4) Tanne.

Abb. aus Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte : Atlas zur Pharmacopoea germanica, F.E. Köhler, (1883-1914)

Abb. aus Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte : Atlas zur Pharmacopoea germanica, F.E. Köhler, (1883-1914)

Abb. aus Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte : Atlas zur Pharmacopoea germanica, F.E. Köhler, (1883-1914)

Aufgabe1: Koniferen riechen und fühlen Findet heraus, welcher Zweig zu welcher Nadelbaumart (=Koniferenart) gehört. Nicht Reinschauen, nur Riechen und Tasten sind erlaubt. Alle Gruppenmitglieder müssen alle Zweige erfühlen. Informationen: Folgende Arten sind zu finden: (Tipps in Klammern) - Fichte (Fichtennadeln sind spitzer als Tannennadeln) - Tanne (Nadeln nur in zwei Reihen) - Kiefer (Hat die längsten Nadeln) - Lärche (Nadeln stehen in Wirteln (viele eng nebeneinander)) - Douglasie (Zerriebene Nadeln duften nach Zitrone) Auflösung: Die Zweige sind beschriftet. Aufgabe 2: Erstellt im Heft eine Tabelle mit den fünf Arten und ihren Merkmalen. Zur Erstellung der Tabelle dürft ihr die Zweige herausnehmen und betrachten. Zu jeder Art müssen MINDESTENS zwei verschiedene Merkmale notiert werden. Je mehr desto besser. Aufgabe1: Koniferen riechen und fühlen Findet heraus, welcher Zweig zu welcher Nadelbaumart (=Koniferenart) gehört. Nicht Reinschauen, nur Riechen und Tasten sind erlaubt. Alle Gruppenmitglieder müssen alle Zweige erfühlen. Informationen: Folgende Arten sind zu finden: (Tipps in Klammern) - Fichte (Fichtennadeln sind spitzer als Tannennadeln) - Tanne (Nadeln nur in zwei Reihen) - Kiefer (Hat die längsten Nadeln) - Lärche (Nadeln stehen in Wirteln (viele eng nebeneinander)) - Douglasie (Zerriebene Nadeln duften nach Zitrone) Auflösung: Die Zweige sind beschriftet. Aufgabe 2: Erstellt im Heft eine Tabelle mit den fünf Arten und ihren Merkmalen. Zur Erstellung der Tabelle dürft ihr die Zweige herausnehmen und betrachten. Zu jeder Art müssen MINDESTENS zwei verschiedene Merkmale notiert werden. Je mehr desto besser.