Das Audit Hochwasser - wie gut sind wir vorbereitet - ein strukturiertes Verfahren für Kommunen zur Verbesserung des kommunalen Risikomanagements Vortrag bei der Interpraevent am 30.05.2016 in Luzern Dipl.-Ing. Paul Geisenhofer Deutschland
Das Audit Hochwasser wie gut sind wir vorbereitet? gibt Kommunen die Chance, unter sachkundiger Anleitung, den Status der Hochwasservorsorge zu analysieren und darauf aufbauend einen Prozess zu etablieren, der mit kontrolliertem Aufwand an Zeit und Ressourcen zu einer nachvollziehbaren Verbesserung im Umgang mit Hochwassergefahren führt. Folie: 3
Inhalte und Ablauf Statusbewertung Maßnahmenempfehlung Zielkontrolle Folie: 4
Statusbewertung Bezugsraum: das ganze Gemeindegebiet Themen: Alle Maßnahmen der Gemeinde zur Hochwasser-Vorsorge. Flusshochwasser und Sturzfluten werden bewertet. Zusammenschau fehlt häufig 3 Schadensszenarien: häufiges Hochwasser HQ 10 hundertjährliches Hochwasser HQ 100 Extremhochwasser HQ extr. Folie: 5
Statusbewertung Keine detaillierten Datenerhebungen sondern insbesondere qualitative Bewertung der Risikokommunikation Auch bereits geplante Projekte werden berücksichtigt, wenn sie in einem überschaubaren Zeitraum zum Abschluss gebracht werden. Folie: 6
Um welche Handlungsbereiche im Risikokreis geht es? Folie: 7
7 Handlungsbereiche im Risikokreis 4 Bewertungsfelder Folie: 8
35 Fragestellungen werden bewertet 4 Bewertungsfelder, 7 Handlungsbereiche, 24 Indikatoren und 35 Merkmale 9 Folie: 9
35 Fragestellungen werden bewertet Vorsorge in der Fläche Gefährdungsprofil Bauleitplanung Natürlicher Wasserrückhalt Vorsorge beim Bauen Kenntnis der Risiken Beratung allg. Beratung bei Bauanträgen Vorsorge durch richtiges Verhalten bei Hochwasser Vorhersage HW-Warnung Private Gefahrenabwehr der Bürger Kommunale Gefahrenabwehr Betriebliche Gefahrenabwehr Finanzielle Risiken reduzieren Schadenshöhen Elementarschadensversicherung Folie: 10
Darstellung der Ergebnisse Bericht (Status und Maßnahmenempfehlung) Übersichtliche Diagramme ( HW-Ampel ) Folie: 11
Hochwasser- Ampeln - plakative Darstellung der Ergebnisse Folie: 12
Ablauf Angebot der DWA Beauftragung Checkliste zur Vorbereitung und festlegung der Teilnehmer Vor-Ort-Termin Berichtsentwurf zur Abstimmung mit Kommune Übergabe des abgestimmten Berichtes Optional: Präsentation vor Gemeindegremien Folie: 13
Zielkontrolle Eigenverantwortung der Gemeinde Folgeaudit z.b. alle 6 Jahre (HWRM-RL) Folie: 14
Kosten Pauschal 12.000 mit 75 % Förderung durch Freistaat Bayern Folie: 17
Praktische Erfahrungen Bisher 40 Audits durchgeführt (1500 1,5 Mio Einwohner) Hochwasservorsorge generell besser als Sturzflutvorsorge Größte Defizite bei Szenario Hq extrem Viele gute Vorsätze der Gemeinden Hohe Sensibilisierungswirkung Handlungsfelder werden erstmals erkannt Folie: 18
Beispiele Bereitstellung von Informationsmaterial für Bauherrn im Internet Vorbereitung einer Bauherrnberatung für Sturzfluten Betroffenheit von Gewerbe- und Kurbetrieben im HQextrem- Bereich wird systematisch überprüft Kommune wird Fließwegepläne für die Wildbäche erarbeiten und veröffentlichen Folie: 19
Schlussbemerkung Das nächste Hochwasser kommt bestimmt und danach werden regelmäßig Schuldige gesucht: Die politisch Verantwortlichen können darauf verweisen, alles unternommen zu haben, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Die Bürger ebenso wie Unternehmen werden die Erfahrung machen, dass sie weniger Schäden zu beklagen haben als andere, die sich dem Audit und dem damit verbundenen Prozess der Qualitätssicherung nicht gestellt haben. Kein Allheilmittel Chance Hochwasservorsorge auf Dauer in der Gemeinde zu etablieren Folie: 21
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Folie: 22