Prozesseinheiten (PE)

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Transkript:

Prozesseinheiten (PE) Um Prozesse verständlich und praxisorientiert erstellen zu können, müssen Kaufleute, zusätzlich zum handwerklichen Wissen, die betrieblichen Abläufe verstehen, erkennen und festhalten können. Dazu sind Fähigkeiten wie prozessorientiertes und bereichsübergreifendes Denken und Handeln notwendig. Diese werden während der Ausbildung mit folgenden Fertigkeiten geschult: selbstständiges Handeln, Präsentationstechnik, analytisches Vorgehen und vernetztes Denken. In diesem Kapitel finden Sie die allgemein gültigen handwerklichen Instrumente zur Erstellung der Prozesseinheiten. Was sind Prozesse? Unter Prozesse verstehen wir die gesamten Arbeitsabläufe eines Unternehmens. Diese werden wiederum in einzelne Prozessschritte unterteilt. Was das heisst, soll anhand eines einfachen Beispiels deutlich gemacht werden: Im Lehrbetrieb X erhält jeweils der Lernende den Auftrag, das gelieferte Büromaterial auszupacken, zu kontrollieren und zu versorgen. Lernende erledigen dabei drei Einzeltätigkeiten eines Prozesses. Die Aufgabe könnte auch lauten: «Sie sind verantwortlich, dass wir immer genügend Büromaterial im Haus haben.» Das heisst, die Lernenden übernehmen den gesamten Prozess der Büromaterialbestellung: von der Bedarfsermittlung über das Offerteinholen, zum Bestellen, Termin- und Wareneingangskontrolle, Versorgen des Materials, bis hin zum Bestätigen der Rechnung und deren Weiterleitung an die Buchhaltung. Den gesamten Vorgang nennt man Prozess ein Arbeitsablauf von vielen in einem Unternehmen. Zur Fehlervermeidung sind die Schnittstellen besonders zu beachten. Im oben genannten Beispiel sind dies z. B., dass plötzlich der Druckertoner ausgeht, so eine Offerte möglicherweise nicht termingerecht eingereicht werden kann und deshalb der Unternehmung ein Auftrag entgeht. Zudem kann es ärgerlich sein, wenn plötzlich wichtige Materialien fehlen oder die Rechnung nicht mit der Lieferung übereinstimmt. Prozesse mit genau festgelegten Verantwortlichkeiten erhöhen die Effizienz und stellen eine reibungslose Abwicklung der Aufgaben eines Betriebes sicher. Prozessorientiertes Arbeiten im Betrieb Um den eingangs beschriebenen Anforderungen gerecht zu werden, müssen Lernende im Laufe ihrer Ausbildung mehrmals die Gelegenheit erhalten, im Rahmen von Prozesseinheiten betriebliche Abläufe zu analysieren und zu beschreiben. Diese prozessorientierten Tätigkeiten sollen die Lernenden darin unterstützen, die Abläufe ihrer Arbeit bewusst wahrzunehmen und gleichzeitig auch ein Gefühl für die Dynamik wirtschaftlicher Prozesse und das Verständnis für die notwendige Flexibilität der Arbeitskräfte zu entwickeln. Prozess und Ausgangslage Wahl des Prozesses Berufsbildner und Lernende wählen den zu bearbeitenden Prozess gemeinsam aus. Dabei ist zu beachten, dass die Prozesseinheiten speziell für Lernende in der kaufmännischen Grundausbildung konzipiert sind, 8 15 Stunden in Anspruch nehmen und die Teilfähigkeiten berücksichtigen. Während ihrem Einsatz im entsprechenden Arbeitsbereich müssen die Lernenden den Prozess mindestens dreimal selbst bearbeitet oder daran mitgearbeitet haben. Die Lernenden bearbeiten die Prozesseinheiten als Einzelarbeit. Die Ausgangslage für den bestimmten Prozess (Arbeitsablauf) muss stichwortartig festgehalten werden. Tipp: Der Lehrbetrieb hält die wichtigsten Arbeitsschritte fest, die zu bearbeiten sind. Insbesondere sind der erste sowie der letzte zu bearbeitende Schritt zu definieren. Details zu formellen Vorgaben, Umfang sowie Qualität der PE sind den Aufgabenstellungen und Bewertungsleitfäden der jeweiligen PE zu entnehmen. 7 Seite 1

Die Hilfsmittel Zur Erarbeitung von Prozesseinheiten stehen den Lernenden alle zugänglichen Hilfsmittel wie firmeneigene Unterlagen und schulische Lehrmittel zur Verfügung. Zur Unterstützung können Berufsbildner und Mitarbeitende miteinbezogen werden. IPERKA Der Ablauf der Prozesseinheit wird mit der nachfolgend beschriebenen IPERKA-Methode geplant und entsprechende Prioritäten gesetzt. Beides wird schriftlich festgehalten. Die IPERKA-Methode IPERKA ist eine einfache, gut vorstellbare Arbeitsmethode, mit der eine Aufgabe in sechs logischen Schritten und übersichtlich geplant werden kann. Was bedeutete IPERKA? IPERKA sind die ersten Buchstaben der Arbeitsschritte und können dadurch gut memoriert werden: I P E R K A Informieren Planen Entscheiden Realisieren Kontrollieren Auswerten 1. Informieren: Was ist zu tun? I 2. Planen: Welche Lösungswege gibt es und was ist zu tun? P 3. Entscheiden: Für welches Vorgehen sollen wir uns entscheiden? E 4. Realisieren: Nun geht es an die Umsetzung. R 5. Kontrollieren: Wurde der Auftrag fach- und kundengerecht ausgeführt? K 6. Auswerten: Was können wir nächstes Mal besser machen? A 7 Seite 2

Das Instrument zur systematischen Aufgabenplanung 1. Informieren In dieser Phase macht man sich mit den Zielen des Auftrags vertraut und stellt sich u.a. folgende Fragen: Wie lautet der Auftrag? Bis wann wird das Ergebnis erwartet? 2. Planen Nun werden mögliche Lösungswege erarbeitet und aufgezeigt sowie die Terminierung der einzelnen Schritte vorgenommen. Fragen: Gibt es verschiedene Möglichkeiten den Auftrag zu lösen? Welches ist die Beste? 3. Entscheiden Jetzt heisst es, sich für eine Lösung zu entscheiden. Welche Kriterien sind ausschlaggebend für die Entscheidung? 4. Realisieren Nun kann der Auftrag ausgeführt und dokumentiert werden. Während dieser Zeit ist zu überlegen, welche möglichen Schwierigkeiten auftreten können, falls wir vom ursprünglichen Plan abweichen? 5. Kontrollieren Der Auftrag wird in allen Phasen kontrolliert und überwacht. Gleichzeitig wird überlegt, ob und wo Verbesserungsmassnahmen einzuleiten sind. 6. Auswerten Nach Abschluss wird der Auftrag analysiert. Was war gut, was wurde gelernt und kann in Zukunft angewendet werden? Was kann verbessert werden? Anwendungsbeispiele IPERKA kann sowohl im Lehrbetrieb, als auch in der Schule oder Zuhause eingesetzt werden: im Lehrbetrieb, um Aufträge (z. B. Prozesse) auszuführen. in der Schule, wenn grössere Aufgaben anstehen. Zuhause, beispielsweise beim Erledigen von Hausaufgaben oder bei der Planung von grösseren Arbeiten. Die Vorteile von IPERKA Die Methode unterstützt in einfach merkbaren, logischen Schritten ein klares und systematisches Abwickeln von Aufträgen aller Art. Das systematische Planen erlaubt ein klar strukturiertes Vorgehen und hilft dadurch Fehlerquellen zu vermindern. Durch das methodische Vorgehen können die einzelnen Tätigkeiten den richtigen Schritten zugeordnet und so immer wieder abgerufen werden. Durch das Auswerten der Arbeit werden Verbesserungen erkannt und können beim nächsten Mal wieder einfliessen. Das sorgfältige Planen erhöht den Lerneffekt. 7 Seite 3

Beispiel Vorgehens- und Zeitplan inkl. Pendenzenliste Tätigkeit Ausführung geplant Datum Geplanter Zeitbedarf Ausführung am/ Erledigt am Datum Zeitaufwand effektiv Informieren Einführungsgespräch und Unterzeichnung Vereinbarung 03.01.2012 00:10 03.01.2012 00:10 Planen/Entscheiden Terminplanung 03.01.2012 00:45 03.01.2012 00:30 Realisieren Einführung/Schlusswort 03.01.2012 00:30 03.01.2012 00:45 Musterdokumente drucken Flussdiagramm erstellen Prozessbeschreibung Titelblatt gestalten Erfahrungsbericht/Schlussfolgerung Inhaltsverzeichnis erstellen Der «letzte» Schliff 09.01.2012 00:30 10.01.2012 00:45 10.01.2012 01:30 10.01.2012 02:10 11.01.2012 01:30 11.01.2012 02:20 16.01.2012 01:00 17.01.2012 02:00 17.01.2012 01:00 17.01.2012 01:15 18.01.2012 00:30 17.01.2012 00:20 26.01.2012 01:00 26.01.2012 01:20 Kontrollieren Kontrolle der Arbeit 30.01.2012 01:00 30.01.2012 00:45 Auswerten Beurteilungsgespräch 06.02.2012 01:00 06.02.2012 01:15 Versand der Unterlagen Couvert anschreiben und spedieren 10.02.2012 00:10 10.02.2012 00:10 Zeitplanung/Zeitbedarf 11:50 14:40 7 Seite 4

Flussdiagramm Im Flussdiagramm werden die Aktivitäten, die in einem Arbeitsprozess in Zusammenhang miteinander stehen, übersichtlich dargestellt. Symbole des Flussdiagramms Stellen Sie den Prozess in der vorgegebenen Anzahl Teilschritten dar und beschriften Sie die einzelnen Teilschritte so, dass Aussenstehende verstehen, welche Tätigkeiten die einzelnen Schritte beinhalten. Zur klaren Übersicht und der unmissverständlichen Umschreibung der Prozessschritte werden folgende Symbole verwendet: Start/Ende Ein Oval bezeichnet den Start und das Ende eines Prozesses. Es wird kein Text, ausser Start/Ende, in dieses Symbol geschrieben. Arbeit/Tätigkeit Ein Rechteck kennzeichnet eine Arbeit/Tätigkeit Entscheidung Ja Ein Diamant symbolisiert eine Entscheidung. Nein Verbindung Ein Kreis wird verwendet, um einen Übertrag beispielsweise auf eine neue Seite anzuzeigen. Pfeile und Linien werden zur Verbindung zum nächstfolgenden Element verwendet. Tipps zum Erstellen Der erste Entwurf des Prozesses sollte mit Post-it-Zetteln festgehalten werden. Vorteilhaft ist, wenn der Prozess erst dann in ein Dokument übertragen wird, wenn der Prozessablauf vollständig ist. Bestimmen der Teilschritte Als Teilschritte zählen: Arbeit/Tätigkeit (benennen) Entscheidung (Ja Nein) Die Symbole «Start/Ende» und «Seitenübertrag» sind keine zu zählenden Teilschritte. 7 Seite 5

Darstellung eines Flussdiagramms Beispiel: Telefonieren mit 6 Teilschritten Start Hörer abheben Eingehender Anruf? Ja Nein Nummer wählen Gesprächspartner hebt ab? Ja Gespräch führen Nein Hörer auflegen Ende Kurzbericht Der Prozess wird anschliessend in eigenen Worten beschrieben und die von Ihnen ausgeführten Arbeiten anhand von konkreten Mustern dokumentiert. Ihre Erklärungen müssen so verständlich sein, dass Aussenstehende ohne spezielle Vorkenntnisse Ihre Beschreibungen nachvollziehen können. 7 Seite 6

Kritische Schnittstellen Bei Prozessen gibt es immer wieder kritische Schnittstellen, die zu Störungen im Prozessablauf führen können. Sie zu erkennen und Lösungsvorschläge zu formulieren, gehört zu den verbindlichen Vorgaben und muss im Kurzbericht in einem separaten Abschnitt aufgeführt werden. Dieser widerspiegelt die Probleme, die bei der Planung des Prozesses erkannt und beachtet werden müssen, damit Fehler vermieden werden. Beispiele für solche Probleme können die «Kreuzung» verschiedener Prozesse sein, der Einbezug mehrerer verantwortlicher Personen, oder sonstige problematische Teilschritte, die zu Fehlern führen können. Wichtig ist, diese kritischen Schnittstellen frühzeitig zu erkennen und eine Lösung dafür zu finden. Viele Betriebe verfügen über ihre eigene Vorgehensweise, wie sie solche Probleme angehen. Im Kurzbericht muss auf folgende geachtet werden: Erkennen der kritischen Schnittstellen; nachvollziehbare Erläuterung (Was ist das Problem?); Vorgehensweise des Betriebs bzw. eigene Lösungsvorschläge für die problematischen Teilschritte. Erfahrungsbericht Der Erfahrungsbericht beschreibt drei Situationen, die der Lernende während der Bearbeitung seiner Prozesseinheit erlebt hat. Er verdeutlicht, wie gewisse Abläufe stattgefunden haben und was mögliche Schlussfolgerungen sind. Gibt es Optimierungsmöglichkeiten oder Fehlerquellen, die zukünftig vermieden werden können? Der Lernende zieht nach jeder beschriebenen Erfahrung sein eigenes Fazit. Beurteilungsverfahren Beurteilung und Bewertung der Arbeit Die Dokumentation wird von den Berufsbildnern beurteilt. Im anschliessenden Beurteilungsgespräch geben die Berufsbildner die Bewertung bekannt. Die erbrachten Leistungen werden von den Berufsbildnern nach vorher festgelegten und bekannt gegebenen Beurteilungskriterien bewertet. Im Formular «Vereinbarung» wird die zahl eingetragen. Berufsbildner und Lernende bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass sie das Beurteilungsgespräch geführt haben. Das komplette Dossier mit der Aufgabenstellung, der erarbeiteten Dokumentation und der begründeten Beurteilung muss termingerecht (massgebend ist der Poststempel) an den ük-leitenden gesendet werden. In den überbetrieblichen Kursen findet der zweite Teil der Bewertung statt. Die Leitenden der überbetrieblichen Kurse berechnen die Note für die gesamte Prozesseinheit (Teilprüfung) und geben diese elektronisch im brancheneigenen Tool «trimbi» ein. Einfluss der Prozesseinheit auf das Qualifikationsverfahren Während der kaufmännischen Grundbildung müssen zwei Prozesseinheiten erarbeitet werden. Der Mittelwert der acht Noten (2 PE-Noten und 6 ALS-Noten) ergibt die Erfahrungsnote, welche mit einer Gewichtung von 50 % in die Note des betrieblichen Teils einfliesst. 7 Seite 7

Aufgabenstellung / Vereinbarung zur 1. Prozesseinheit Name/Vorname Geburtsdatum Lehrbetrieb/Ort Berufsbildner/in 1. Prozess und Ausgangslage 1.1. Prozess Berufsbildner und Lernende bestimmen, dass folgender Prozess (Arbeitsablauf) bearbeitet wird: Muster: Führen eines Kassabuches für einen Kunden oder den eigenen Betrieb. 1.2. Ausgangslage Die Ausgangslage (Start und Ende) für den oben bestimmten Prozess (Arbeitsablauf) lautet stichwortartig: Muster: Das Konto «Kassa» ist Teil des vorgeschriebenen Kontoplans. Grundlage dafür bildet das Kassabuch. Seine Gestaltung, die korrekten Eintragungen, die Belegsammlung sowie dessen periodische Kontrolle gehören zu den regelmässigen Arbeiten für die Führung des Kassabuches. 1.3. Zeitrahmen Während dem Einsatz in diesem Arbeitsbereich muss der Lernende den Prozess mind. 3-mal selbst bearbeitet oder daran mitgearbeitet haben. Für die Erledigung der nachfolgenden Aufträge sind 8 15 Stunden im Betrieb einzusetzen. 2. Auftrag 2.1. betrieblicher Teil Untersuchen Sie, auf welche Art und Weise dieser Arbeitsablauf (Prozess) in Ihrer Lehrfirma erfolgt. Informieren Sie sich im Detail über die einzelnen Schritte dieses Prozesses unter Verwendung verschiedener Informationsquellen. Planen Sie den Ablauf der Prozesseinheit und setzen Sie entsprechende Prioritäten. Halten Sie beides mit IPERKA schriftlich fest. Stellen Sie den Prozess in 10 15 Teilschritten in einem Flussdiagramm mit den vorgegebenen Symbolen dar und beschriften Sie die einzelnen Teilschritte so, dass Aussenstehende verstehen, welche Tätigkeit der einzelne Schritt beinhaltet. Beschreiben Sie anschliessend den Prozess in eigenen Worten. Ihr Kurzbericht soll 2 8 A4-Seiten umfassen und besteht aus Einleitung, Prozessbeschrieb, Schnittstellen, Erfahrungs bericht, evtl. Glossar/Abkürzungsverzeichnis und Schlusswort. Die kritischen Schnittstellen sowie deren Wichtigkeit müssen begriffen und im Kurzbericht beschrieben werden. Sie berichten anhand von 3 Beispielen über Ihre Erfahrungen bei der Bearbeitung des Prozesses (nicht über die Erstellung der Dokumentation!). Geben Sie zu jedem Beispiel Ihre persönlichen Schlussfolgerungen an. Der Text muss verständlich und sprachlich korrekt sein, die Sätze kurz und vollständig. 7 Seite 8

Vervollständigen Sie Ihre Dokumentation mit einem Titelblatt und einem Inhaltsverzeichnis. Die gesamte Dokumentation besteht aus 7 16 A4-Seiten. Dokumentieren Sie im Anhang mindestens 4 Muster/Print Screen/Bilder usw. (dieser Anhang zählt nicht zum Umfang der Dokumentation). Binden Sie die oben erwähnte Dokumentation zusammen mit dem Anhang branchenüblich ein. Die Dokumentation soll als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden können. Die Dokumentation mit separater Aufgabenstellung/Vereinbarung (unterschrieben) und mit den Bewertungsformularen muss bis zum vorgegebenen Zeitpunkt dem ük-leiter zugestellt werden (Termin siehe www.okgt.ch). 2.2. im überbetrieblichen Kurs Im überbetrieblichen Kurs präsentieren Sie Ihre Prozesseinheit. Der zeitliche Umfang dieser Präsentation beträgt 10 15 Minuten. 3. Bewertungskriterien Die beiliegenden Bewertungsleitfäden regeln die Detailanforderungen. 4. Vereinbarung Die Prozesseinheit und folgende Termine wurden zwischen Berufsbildner/in und Lernendem/r vereinbart. Bezüglich vollständigem und korrektem Inhalt bzw. Umfang der PE 1 sind die Angaben des Bewertungsleitfadens sowie die Anweisungen des ÜK-Leiters massgebend. Abgabe an Berufsbildner/in Beurteilungsgespräch mit Berufsbildner/in Abgabe an ük-leiter/in Datum Unterschrift Berufsbildner/in Unterschrift Lernende/r 7 Seite 9

Beurteilung Prozesseinheit 1 Prozesseinheit Lernende/r Name/Vorname Geburtsdatum Lehrbetrieb Name/Ort Berufsbildner/in Name/Vorname Bewertungsskala 3 : gut erfüllt 2 : erfüllt 1 Punkt: teilweise erfüllt 0 : nicht erfüllt 7 Seite 10

A) Beurteilung durch Berufsbildner / in Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungsvorschläge Flussdiagramm Fachlich korrekter Ablauf Symbole richtig ausgewählt und Teilschritte aussagekräftig bezeichnet 9 Verlangte Anzahl Teilschritte Kurzbericht Alle wesentlichen Teilschritte im Kurzbericht sind vollständig und in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden 9 Prozess korrekt beschrieben Text verständlich und sprachlich korrekt Transferfähigkeit Schnittstellen im Bericht erwähnt Erfahrungsbericht mit 3 Beispielen und einleuchtenden Schlussfolgerungen vorhanden 9 PE kann als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden 7 Seite 11

Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungs - vorschläge Planung und Ausführung Vorbereitung Vorgehens- und Zeitplan gemäss Lern- und Leistungsdokumentation vorhanden 9 Ausführung selbstständig Zwischentotal A) Beurteilung durch Berufsbildner/in 36 Die Unterschriften bestätigen, dass das Bewertungsgespräch zwischen dem Berufsbildner und dem Lernenden stattgefunden hat. Datum Datum Unterschrift Berufsbildner/in Unterschrift Lernende/r 7 Seite 12

B) Beurteilung durch ük-leiter / in Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungs - vorschläge Termine und Vorgaben Abgabetermin eingehalten Unterlagen vollständig eingereicht 9 Umfang Dokumentation wie verlangt Ansprechende Dokumentation Gestaltung Übersichtliche Darstellung 9 Gesamteindruck Kurzbericht Kurze, vollständige Sätze Fachsprache Aussagen sind für Aussenstehende verständlich 9 Zweckmässige Auswahl der Musterdokumente 7 Seite 13

Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungs - vorschläge Persönlicher Auftritt Auftrittskompetenz Gesamteindruck Präsentation 9 Zeitvorgaben eingehalten Zwischentotal B) Beurteilung durch ük-leiter/in 36 Die Unterschriften bestätigen, dass das Bewertungsgespräch zwischen ük-leiter/in und Lernenden stattgefunden hat. Datum Datum Unterschrift ük-leiter/in Unterschrift Lernende/r Bewertung Max. Erreichte Notenskala Note A) Beurteilung durch Berufsbildner/in B) Beurteilung durch ük-leiter/in Gesamttotal der Teil A und B 36 36 72 69 72 62 68 54 61 47 53 40 46 33 39 26 32 18 25 11 17 4 10 0 3 6,0 5,5 5,0 4,5 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 Note 7 Seite 14

Bewertungsleitfaden für Lehrbetriebe zur Prozesseinheit 1 Eine Bewertung mit 2 n muss nicht begründet werden. Bewertungen mit 3 n sind zu begründen. Ebenfalls zu begründen und gleichzeitig Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen ist bei der Punktvergabe von 1 oder 0 n. Flussdiagramm 3 2 1 0 fachlich korrekter Ablauf 3 Die Teilschritte entsprechen dem betrieblichen Ablauf, sind inhaltlich in der richtigen Reihenfolge und korrekt dargestellt (Verweise/Pfeile/Verbindungslinien usw.). 2 Die Teilschritte entsprechen dem betrieblichen Ablauf und sind inhaltlich in der richtigen Reihenfolge dargestellt. 1 Es fehlen 1 2 wesentliche Teilschritte oder die Teilschritte entsprechen nur teilweise der richtigen Reihenfolge. 0 Es fehlen mehr als 2 wesentliche Teilschritte. Symbole richtig ausgewählt und Teilschritte aussagekräftig bezeichnet 3 Die Symbole sind gemäss Lern- und Leistungsdokumentation ausgewählt, die Teilschritte sind stichwortartig und präzis im Symbol beschriftet und z.b. für neue Mitarbeitende oder Lernende umsetzbar. 2 Die Symbole sind gemäss Lern- und Leistungsdokumentation ausgewählt und die Teilschritte sind stichwortartig im Symbol beschriftet. 1 Ein Symbol ist falsch ausgewählt oder 1 2 Teilschritte sind unklar. 0 Mehrere Symbole sind falsch ausgewählt oder mehr als 2 Teilschritte sind unklar. verlangte Anzahl Teilschritte 3 Gemäss Aufgabenstellung sind 10 15 Teilschritte aufgeführt (Symbole Entscheid und Tätigkeit werden gezählt, nicht aber Start/Ende/Seitenübergang). 0 Werden weniger oder mehr Teilschritte als vorgegeben verwendet, sind zwingend 0 zu setzen. 0 werden auch vergeben, wenn kein Entscheid-Symbol verwendet wurde. 7 Seite 15

Kurzbericht 3 2 1 0 Alle wesentlichen Teilschritte im Kurzbericht sind vollständig und in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden 3 Der Kurzbericht ist logisch gegliedert (Einleitung, Hauptteil, Schlusswort), alle wesentlichen/entscheidenden Teilschritte sind in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden. 2 Alle wesentlichen/entscheidenden Teilschritte sind in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden, der Kurzbericht weist logische Mängel auf bzw. ist nicht ganz klar. 1 1 2 wesentliche/entscheidende Teilschritte entsprechen nicht der Reihenfolge des Flussdiagramms. 0 Mehr als 2 wesentliche/entscheidende Teilschritte entsprechen nicht der Reihenfolge des Flussdiagramms. Prozess korrekt beschrieben 3 Der Prozess ist fachlich korrekt und für Aussenstehende nachvollziehbar beschrieben. 2 Der Prozess ist fachlich korrekt beschrieben, aber nur von Fachpersonen nachvollziehbar. 1 Der Prozess enthält 1 2 fachliche Mängel. 0 Der Prozess enthält mehr als 2 fachliche Mängel. Text verständlich und sprachlich korrekt 3 Die Wortwahl im Text ist stufengerecht (Niveau Lernende). Der Text ist stilistisch einwandfrei und in korrektem Deutsch geschrieben. 2 Die Wortwahl im Text ist stufengerecht (Niveau Lernende), verständlich und praktisch fehlerfrei (max. 3 Fehler). 1 Die Wortwahl entspricht nicht dem Niveau von Lernenden. Es wurden umständliche Formulierungen gewählt oder der Text enthält 4 6 Fehler (Interpunktionsfehler werden nicht gezählt). 0 Der Text ist fehlerhaft (mehr als 6 Fehler) oder nur schwierig nachvollziehbar. Transferfähigkeit 3 2 1 0 Schnittstellen im Bericht erwähnt 3 Die Wichtigkeit der Schnittstellen ist begriffen und die kritischen Schnittstellen sind im Kurzbericht ausführlich beschrieben. 2 Die Schnittstellen sind erkannt, im Kurzbericht aber ungenügend bzw. nur teilweise beschrieben. 1 Die Wichtigkeit der Schnittstellen ist ansatzweise erkannt, die entsprechenden Schnittstellen wurden nicht definiert. 0 Der Begriff wurde nicht verstanden, die Schnittstellen sind nicht erkennbar. Erfahrungsbericht mit 3 Beispielen und einleuchtenden Schlussfolgerungen vorhanden 3 Es sind 3 unterschiedliche Beispiele zum bearbeiteten Prozess mit jeweils einleuchtenden, persönlichen Schlussfolgerungen aufgeführt. 2 Es sind 3 unterschiedliche Beispiele zum bearbeiteten Prozess aufgeführt, davon ist eine Schlussfolgerung nicht einleuchtend bzw. persönlich. 1 Es sind nur 2 unterschiedliche Beispiele zum bearbeiteten Prozess aufgeführt. Die Schlussfolgerungen sind einleuchtend und persönlich. 0 Es ist nur 1 Beispiel zum bearbeiteten Prozess vorhanden oder alle 3 Schlussfolgerungen sind nicht einleuchtend. PE kann als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden 3 PE kann optimal und ohne Anpassungen als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 2 PE kann mit leichten Anpassungen als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 1 PE kann nur mit grossem Zusatz-Aufwand als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 0 PE kann in dieser Form nicht als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 7 Seite 16

Planung und Ausführung 3 2 1 0 Vorbereitung Der Lernende 3 nimmt selbstständig und frühzeitig Kontakt betreffend PE auf und bringt Themenvorschläge. 2 nimmt selbstständig und frühzeitig Kontakt betreffend PE auf (keine eigenen Themenvorschläge). 1 nimmt spät Kontakt betreffend PE auf. Berücksichtigt Arbeitsanfall im Betrieb und Präsenz der Aus- und Berufsbildenden nicht. 0 Vorbereitung und Themenwahl muss durch die Berufsbildenden initiiert bzw. vorgegeben werden. Vorgehens- und Zeitplan gemäss Lern- und Leistungsdokumentation vorhanden 3 IPERKA ist richtig angewendet, zu Beginn der PE wurde der Vorgehens- und Zeitplan erstellt und abgegeben. Der Zeitplan wurde eingehalten. 2 IPERKA ist richtig angewendet, zu Beginn der PE wurde der Vorgehens- und Zeitplan mit Hilfe erstellt und abgegeben. Der Zeitplan wurde mit Hilfe eingehalten. 1 IPERKA ist nicht korrekt angewendet, zu Beginn der PE wurde der Vorgehens- und Zeitplan erstellt und abgegeben. Oder der Zeitplan konnte nicht eingehalten werden. 0 IPERKA ist nicht oder nicht korrekt angewendet und der Zeitplan nicht eingehalten. Ausführung selbstständig Der Lernende 3 hat die Aufgabe ab Beginn erfasst und selbstständig umgesetzt. Forderte Unterstützung an, wenn diese notwendig war. Nahm Rücksicht auf die Präsenz der Aus- und Berufsbildenden. Der notwendige Informationsaustausch war vorhanden. 2 konnte die Arbeit selbstständig umsetzen, jedoch fehlte der Informationsaustausch bzw. es kamen keine Rückmeldungen der bzw. des Lernenden. Nahm genügend Rücksicht auf die Präsenz der Aus- und Berufsbildenden. 1 konnte die Arbeit nur mit grosser Unterstützung umsetzen oder forderte die notwendige Unterstützung nicht an. Nahm zu wenig Rücksicht auf die Präsenz der Aus- und Berufsbildenden. 0 hat die Arbeit erst nach mehrfacher Mahnung und Nachfrage umgesetzt. Eigeninitiative und Selbständigkeit fehlten. 7 Seite 17

Bewertungsleitfaden für ük-leiter zur Prozesseinheit 1 Eine Bewertung mit 2 n muss nicht begründet werden. Bewertungen mit 3 n sind zu begründen. Ebenfalls zu begründen und gleichzeitig Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen ist bei der Punktvergabe von 1 oder 0 n. Termine und Vorgaben 3 2 1 0 Abgabetermin eingehalten 3 Termin ist eingehalten (Poststempel) und PE ist an der vorgegebenen Adresse eingetroffen. 0 Wenn der Abgabetermin nicht eingehalten (Poststempel) oder die PE falsch adressiert wurde, wird der ganze Block «Termine und Vorgaben» mit 0 n bewertet (3 x 0 ). Unterlagen vollständig eingereicht 3 Alle Elemente sind gemäss Aufgabenstellung und Bewertungsleitfaden PE 1 vorhanden: Titelblatt mit Titel PE und dem Namen des Lernenden Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben IPERKA: Vorgehens-, Zeitplan und Pendenzenliste Flussdiagramm Kurzbericht mit den Untertiteln: Einleitung, Prozessbeschrieb, Schnittstellen, Erfahrungsbericht, Schlusswort Musterdokumente zum bearbeiteten Arbeitsablauf Komplette Aufgabenstellung/Vereinbarung und Bewertungsformulare betrieblicher und ük-teil, betrieblicher Teil besprochen und unterzeichnet 0 Wenn 1 Element (Liste oben) fehlt oder Eigenschaften nicht vollständig enthalten sind (Name fehlt auf Titelblatt, Untertitel im Bericht fehlen usw.). Umfang Dokumentation wie verlangt 3 Umfang entspricht der Aufgabenstellung und dem Bewertungsleitfaden PE 1: Titelblatt (1 Seite) Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben (1 Seite) und Titeln/ Untertiteln IPERKA: Vorgehens-, Zeitplan und Pendenzenliste (1 3 Seiten). Flussdiagramm (2 3 Seiten) Kurzbericht, Schriftgrösse: 10 12, Zeilenabstand 12 15 (2 8 Seiten) Seitenumfang ohne Musterdokumente 7 16 Seiten (Muster zählen nicht zum Umfang) Mindestens 4 Muster/Print Screen/Bilder 0 geforderte Seitenzahl je Element (Liste oben) nicht eingehalten oder eines der geforderten Elemente fehlt. 7 Seite 18

. Ansprechende Dokumentation 3 2 1 0 Gestaltung 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: mit Hilfe optischer und/oder technischer Mittel ansprechend und interessant gestaltet Unternehmensidentität (CD) erkennbar Kopf-/Fusszeilen/Logo Firma einheitliches Layout, gute Übersichtlichkeit Bilder und Grafiken sind gut lesbar und verständlich 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. übersichtliche Darstellung 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: Titel entsprechen dem Inhaltsverzeichnis gute Lesbarkeit (Schriftart, -grösse, Kopfzeilen, Zeilenabstand, Absätze, Zeilentrennungen, Seitenrand usw.) wichtige Passagen sind markiert oder hervorgehoben, wenn nötig werden Aufzählungszeichen verwendet 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. Gesamteindruck 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: keine Flecken oder Eselsohren das Einbindesystem ist branchenüblich Vorgaben des ük-leiters wurden umgesetzt (Bsp.: korrekte Frankatur, korrekte Versandart; z. B. Einschreiben Ja/Nein, passende Briefumschläge) Glossar/Abkürzungsverzeichnis vorhanden 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. Kurzbericht 3 2 1 0 kurze, vollständige Sätze Fachsprache Aussagen sind für Aussenstehende verständlich Zweckmässige Auswahl der Musterdokumente 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: fliessend und interessant einfache, kurze und vollständige Sätze verständliche, lebendige und klare Formulierungen keine unnötigen Wiederholungen und Füllwörter 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: sehr gut nachvollziehbare Aussagen, mit Beispielen/ Mustern unterstützt Abläufe und Fachinformation klar und gut verständlich erklärt korrekte Fachbegriffe verwendet 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: Musterdokumente verdeutlichen und visualisieren die Kernaussagen des Kurzberichts. Musterdokumente sind gut lesbar. Verweis zu Musterdokumenten im Kurzbericht vorhanden. Die Auswahl ist passend. 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. 7 Seite 19

. Persönlicher Auftritt 3 2 1 0 Auftrittskompetenz 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: gepflegtes Erscheinungsbild und angemessene Bekleidung angemessene Gestik und Mimik Ausdrucksstärke (mitreissend/engagiert usw.) Blickkontakt zu allen Zuhörenden klare und deutliche Sprache souveränes Auftreten präsentiert frei und locker (nicht ablesen) keine unnötigen Füllwörter wie (äh, ahh usw.) nicht zu schnell bzw. zu langsam gesprochen gute Stimmmodulation (nicht monoton) bezieht die Anwesenden mit ein 2 3 Kriterien nicht erfüllt. 1 4 5 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 5 Kriterien nicht erfüllt. Gesamteindruck Präsentation 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: Medien (Beamer, Hellraumprojektor, Flipchart, Pinnwand usw.) werden einbezogen und routiniert bedient. Das Präsentationsmaterial ist gut lesbar und ansprechend gestaltet. Die Aussagen werden mit Beispielen und Bildern unterstützt. Das Präsentationsmaterial hat keine Rechtschreibfehler. 2 1 Kriterien nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. Zeitvorgaben eingehalten 3 10 bis 15 Minuten. 0 weniger als 10 Minuten oder mehr als 15 Minuten bei Präsentationen unter 5 Minuten wird der ganze Block «Persönlicher Auftritt» mit 0 n bewertet. 7 Seite 20

Aufgabenstellung / Vereinbarung zur 2. Prozesseinheit Name/Vorname Geburtsdatum Lehrbetrieb/Ort Berufsbildner/in 1. Prozess und Ausgangslage 1.1. Prozess Berufsbildner und Lernende bestimmen, dass folgender Prozess (Arbeitsablauf) bearbeitet wird: Muster: Vorbereiten einer Kundensitzung mit Einladung zu einer Generalversammlung. 1.2. Ausgangslage Die Ausgangslage (Start und Ende) für den oben bestimmten Prozess (Arbeitsablauf) lautet stichwortartig: Muster: Der Jahresabschluss einer Aktiengesellschaft liegt für die Besprechung bereit: Kunde informieren und Termin vereinbaren, Sitzungszimmer reservieren, Traktandenliste und Checkliste für die spätere Durchführung der Generalversammlung vorbereiten, Einladung erstellen. 1.3. Zeitrahmen Während dem Einsatz in diesem Arbeitsbereich muss der Lernende den Prozess mind. 3-mal selbst bearbeitet oder daran mitgearbeitet haben. Für die Erledigung der nachfolgenden Aufträge sind 8 15 Stunden im Betrieb einzusetzen. 2. Auftrag 2.1. betrieblicher Teil Untersuchen Sie, auf welche Art und Weise dieser Arbeitsablauf (Prozess) in Ihrer Lehr firma erfolgt. Informieren Sie sich im Detail über die einzelnen Schritte dieses Prozesses unter Verwendung verschiedener Informationsquellen. Planen Sie den Ablauf der Prozesseinheit und setzen Sie entsprechende Prioritäten. Halten Sie beides mit IPERKA schriftlich fest. Stellen Sie den Prozess in 15 20 Teilschritten in einem Flussdiagramm mit den vorgegebenen Symbolen dar und beschriften Sie die einzelnen Teilschritte so, dass Aussenstehende verstehen, welche Tätigkeit der einzelne Schritt beinhaltet. Beschreiben Sie anschliessend den Prozess in eigenen Worten. Ihr Kurzbericht soll 3 8 A4-Seiten umfassen und besteht aus Einleitung, Prozessbeschrieb, Schnittstellen, Erfahrungsbericht, ev. Glossar/Abkürzungsverzeichnis und Schlusswort. Die kritischen Schnittstellen sowie deren Wichtigkeit müssen begriffen und im Kurzbericht beschrieben werden. Sie berichten anhand von 3 Beispielen über Ihre Erfahrungen bei der Bearbeitung des Prozesses (nicht über die Erstellung der Dokumentation!). Geben Sie zu jedem Beispiel Ihre persönlichen Schlussfolgerungen an. 7 Seite 21

Der Text muss verständlich und sprachlich korrekt sein, die Sätze kurz und vollständig. Vervollständigen Sie Ihr Dokumentation mit einem Titelblatt und einem Inhaltsverzeichnis. Die gesamte Dokumentation besteht aus 9 17 A4-Seiten. Dokumentieren Sie im Anhang mindestens 4 Muster/Print Screen/Bilder usw. (dieser Anhang zählt nicht zum Umfang der Dokumentation). Binden Sie die oben erwähnte Dokumentation zusammen mit dem Anhang branchenüblich ein. Die Dokumentation soll als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden können. Die Dokumentation mit separater Aufgabenstellung/Vereinbarung (unterschrieben) und mit den Bewertungsformularen muss bis zum vorgegebenen Zeitpunkt dem ük-leiter zugestellt werden (Termin siehe www.okgt.ch). 2.2. im überbetrieblichen Kurs Im überbetrieblichen Kurs halten Sie eine Kurzpräsentation (ca. 5 8 Minuten) Ihre Prozesseinheit. Im anschliessenden Fachgespräch beantworten Sie 3 Fragen des ük-leiters. 3. Bewertungskriterien Die beiliegenden Bewertungsleitfäden regeln die Detailanforderungen. 4. Vereinbarung Die Prozesseinheit und folgende Termine wurden zwischen Berufsbildner/in und Lernendem/r vereinbart. Bezüglich vollständigem und korrektem Inhalt bzw. Umfang der PE 2 sind die Angaben des Bewertungsleitfadens sowie die Anweisungen des ÜK-Leiters massgebend. Abgabe an Berufsbildner/in Beurteilungsgespräch mit Berufsbildner/in Abgabe an ük-leiter/in Datum Unterschrift Berufsbildner/in Unterschrift Lernende/r 7 Seite 22

Beurteilung Prozesseinheit 2 Prozesseinheit Lernende/r Name/Vorname Geburtsdatum Lehrbetrieb Name/Ort Berufsbildner/in Name/Vorname Bewertungsskala 3 : gut erfüllt 2 : erfüllt 1 Punkt: teilweise erfüllt 0 : nicht erfüllt 7 Seite 23

A) Beurteilung durch Berufsbildner / in Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungsvorschläge Flussdiagramm Fachlich korrekter Ablauf Symbole richtig ausgewählt und Teilschritte aussagekräftig bezeichnet 9 verlangte Anzahl Teilschritte Kurzbericht Alle wesentlichen Teilschritte im Kurzbericht sind vollständig und in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden 9 Prozess korrekt beschrieben Text verständlich und sprachlich korrekt Transferfähigkeit Schnittstellen im Bericht erwähnt Erfahrungsbericht mit 3 Beispielen und einleuchtenden Schlussfolgerungen vorhanden 9 PE kann als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden 7 Seite 24

Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungsvorschläge Planung und Ausführung Vorbereitung Vorgehens- und Zeitplan gemäss Lern- und Leistungsdokumentation vorhanden 9 Ausführung selbstständig Zwischentotal A) Beurteilung durch Berufsbildner/in 36 Die Unterschriften bestätigen, dass das Bewertungsgespräch zwischen dem Berufsbildner und dem Lernenden stattgefunden hat. Datum Datum Unterschrift Berufsbildner/in Unterschrift Lernende/r 7 Seite 25

B) Beurteilung durch ük-leiter / in Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungs - vorschläge Termine und Vorgaben Abgabetermin eingehalten Unterlagen vollständig eingereicht 9 Umfang Dokumentation wie verlangt Ansprechende Dokumentation Gestaltung Übersichtliche Darstellung 9 Gesamteindruck Kurzbericht Kurze, vollständige Sätze Fachsprache Aussagen sind für Aussenstehende verständlich 9 Zweckmässige Auswahl der Musterdokumente 7 Seite 26

Teilkriterien (Stichwort) pro Teilkriterium Max. Erreichte evtl. Verbesserungs - vorschläge Persönlicher Auftritt Gesamteindruck Präsentation Fachsprache; klare + richtige Antworten (doppelt gewichtet) 9 Zwischentotal B) Beurteilung durch ük-leiter/in 36 Die Unterschriften bestätigen, dass das Bewertungsgespräch zwischen ük-leiter/in und Lernenden stattgefunden hat. Datum Datum Unterschrift ük-leiter/in Unterschrift Lernende/r Bewertung Max. Erreichte Notenskala Note A) Beurteilung durch Berufsbildner/in B) Beurteilung durch ük-leiter/in Gesamttotal der Teil A und B 36 36 72 69 72 62 68 54 61 47 53 40 46 33 39 26 32 18 25 11 17 4 10 0 3 6,0 5,5 5,0 4,5 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 Note 7 Seite 27

Bewertungsleitfaden für Lehrbetriebe zur Prozesseinheit 2 Eine Bewertung mit 2 n muss nicht begründet werden. Bewertungen mit 3 n sind zu begründen. Ebenfalls zu begründen und gleichzeitig Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen ist bei der Punktvergabe von 1 oder 0 n. Flussdiagramm 3 2 1 0 fachlich korrekter Ablauf 3 Die Teilschritte entsprechen dem betrieblichen Ablauf, sind inhaltlich in der richtigen Reihenfolge und korrekt dargestellt (Verweise/Pfeile/Verbindungslinien usw.). 2 Die Teilschritte entsprechen dem betrieblichen Ablauf und sind inhaltlich in der richtigen Reihenfolge dargestellt. 1 Es fehlen 1 2 wesentliche Teilschritte oder die Teilschritte entsprechen nur teilweise der richtigen Reihenfolge. 0 Es fehlen mehr als 2 wesentliche Teilschritte. Symbole richtig ausgewählt und Teilschritte aussagekräftig bezeichnet 3 Die Symbole sind gemäss Lern- und Leistungsdokumentation ausgewählt, die Teilschritte sind stichwortartig und präzis im Symbol beschriftet und z.b. für neue Mitarbeitende oder Lernende umsetzbar. 2 Die Symbole sind gemäss Lern- und Leistungsdokumentation ausgewählt und die Teilschritte sind stichwortartig im Symbol beschriftet. 1 Ein Symbol ist falsch ausgewählt oder 1 2 Teilschritte sind unklar. 0 Mehrere Symbole sind falsch ausgewählt oder mehr als 2 Teilschritte sind unklar. verlangte Anzahl Teilschritte 3 Gemäss Aufgabenstellung sind 15 20 Teilschritte aufgeführt (Symbole Entscheid und Tätigkeit werden gezählt, nicht aber Start/Ende/Seitenübergang). 0 Werden weniger oder mehr Teilschritte als vorgegeben verwendet, sind zwingend 0 zu setzen. 0 werden auch vergeben, wenn kein Entscheid-Symbol verwendet wurde. 7 Seite 28

Kurzbericht 3 2 1 0 Alle wesentlichen Teilschritte im Kurzbericht sind vollständig und in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden 3 Der Kurzbericht ist logisch gegliedert (Einleitung, Hauptteil, Schlusswort), alle wesentlichen/entscheidenden Teilschritte sind in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden. 2 Alle wesentlichen/entscheidenden Teilschritte sind in der Reihenfolge des Flussdiagramms vorhanden, der Kurzbericht weist logische Mängel auf bzw. ist nicht ganz klar. 1 1 2 wesentliche/entscheidende Teilschritte entsprechen nicht der Reihenfolge des Flussdiagramms. 0 Mehr als 2 wesentliche/entscheidende Teilschritte entsprechen nicht der Reihenfolge des Flussdiagramms. Prozess korrekt beschrieben 3 Der Prozess ist fachlich korrekt und für Aussenstehende nachvollziehbar beschrieben. 2 Der Prozess ist fachlich korrekt beschrieben, aber nur von Fachpersonen nachvollziehbar. 1 Der Prozess enthält 1 2 fachliche Mängel. 0 Der Prozess enthält mehr als 2 fachliche Mängel. Text verständlich und sprachlich korrekt 3 Die Wortwahl im Text ist stufengerecht (Niveau Lernende). Der Text ist stilistisch einwandfrei und in korrektem Deutsch geschrieben. 2 Die Wortwahl im Text ist stufengerecht (Niveau Lernende), verständlich und fehlerfrei. 1 Die Wortwahl entspricht nicht dem Niveau von Lernenden. Es wurden umständliche Formulierungen gewählt oder der Text enthält 1 3 Fehler (Interpunktionsfehler werden nicht gezählt). 0 Der Text ist fehlerhaft (mehr als 3 Fehler) oder nur schwierig nachvollziehbar. Transferfähigkeit 3 2 1 0 Schnittstellen im Bericht erwähnt 3 Die Wichtigkeit der Schnittstellen ist begriffen und die kritischen Schnittstellen sind im Kurzbericht ausführlich beschrieben. 2 Die Schnittstellen sind erkannt, im Kurzbericht aber ungenügend bzw. nur teilweise beschrieben. 1 Die Wichtigkeit der Schnittstellen ist ansatzweise erkannt, die entsprechenden Schnittstellen wurden nicht definiert. 0 Der Begriff wurde nicht verstanden, die Schnittstellen sind nicht erkennbar. Erfahrungsbericht mit 3 Beispielen und einleuchtenden Schlussfolgerungen vorhanden 3 Es sind 3 unterschiedliche Beispiele zum bearbeiteten Prozess mit jeweils einleuchtenden, persönlichen Schlussfolgerungen aufgeführt. 2 Es sind 3 unterschiedliche Beispiele zum bearbeiteten Prozess aufgeführt, davon ist eine Schlussfolgerung nicht einleuchtend bzw. persönlich. 1 Es sind nur 2 unterschiedliche Beispiele zum bearbeiteten Prozess aufgeführt. Die Schlussfolgerungen sind einleuchtend und persönlich. 0 Es ist nur 1 Beispiel zum bearbeiteten Prozess vorhanden oder alle 3 Schlussfolgerungen sind nicht einleuchtend. PE kann als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden 3 PE kann optimal und ohne Anpassungen als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 2 PE kann mit leichten Anpassungen als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 1 PE kann nur mit grossem Zusatz-Aufwand als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 0 PE kann in dieser Form nicht als Arbeitsanleitung im Betrieb verwendet werden. 7 Seite 29

Planung und Ausführung 3 2 1 0 Vorbereitung Der Lernende 3 nimmt selbstständig und frühzeitig Kontakt betreffend PE auf und bringt Themenvorschläge. 2 nimmt selbstständig und frühzeitig Kontakt betreffend PE auf (keine eigenen Themenvorschläge). 1 nimmt spät Kontakt betreffend PE auf. Berücksichtigt Arbeitsanfall im Betrieb und Präsenz der Aus- und Berufsbildenden nicht. 0 Vorbereitung und Themenwahl muss durch die Berufsbildenden initiiert bzw. vorgegeben werden. Vorgehens- und Zeitplan gemäss Lern- und Leistungsdokumentation vorhanden 3 IPERKA ist richtig angewendet, zu Beginn der PE wurde der Vorgehens- und Zeitplan erstellt und abgegeben. Der Zeitplan wurde eingehalten. 2 IPERKA ist richtig angewendet, zu Beginn der PE wurde der Vorgehens- und Zeitplan mit Hilfe erstellt und abgegeben. Der Zeitplan wurde mit Hilfe eingehalten. 1 IPERKA ist nicht korrekt angewendet, zu Beginn der PE wurde der Vorgehens- und Zeitplan erstellt und abgegeben. Oder der Zeitplan konnte nicht eingehalten werden. 0 IPERKA ist nicht oder nicht korrekt angewendet und der Zeitplan nicht eingehalten. Ausführung selbstständig Der Lernende 3 hat die Aufgabe ab Beginn erfasst und selbstständig umgesetzt. Forderte Unterstützung an, wenn diese notwendig war. Nahm Rücksicht auf die Präsenz der Aus- und Berufsbildenden. Der notwendige Informationsaustausch war vorhanden. 2 konnte die Arbeit selbstständig umsetzen, jedoch fehlte der Informationsaustausch bzw. es kamen keine Rückmeldungen der bzw. des Lernenden. Nahm genügend Rücksicht auf die Präsenz der Aus- und Berufsbildenden. 1 konnte die Arbeit nur mit grosser Unterstützung umsetzen oder forderte die notwendige Unterstützung nicht an. Nahm zu wenig Rücksicht auf die Präsenz der Aus- und Berufsbildenden. 0 hat die Arbeit erst nach mehrfacher Mahnung und Nachfrage umgesetzt. Eigeninitiative und Selbständigkeit fehlten. 7 Seite 30

Bewertungsleitfaden für ük-leiter zur Prozesseinheit 2 Eine Bewertung mit 2 n muss nicht begründet werden. Bewertungen mit 3 n sind zu begründen. Ebenfalls zu begründen und gleichzeitig Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen ist bei der Punktvergabe von 1 oder 0 n. Termine und Vorgaben 3 2 1 0 Abgabetermin eingehalten 3 Termin ist eingehalten (Poststempel) und PE ist an der vor - gegebenen Adresse eingetroffen. 0 Wenn der Abgabetermin nicht eingehalten (Poststempel) oder die PE falsch adressiert wurde, wird der ganze Block «Termine und Vorgaben» mit 0 n bewertet (3 x 0 ). Unterlagen vollständig eingereicht 3 Alle Elemente sind gemäss Aufgabenstellung und Bewertungsleitfaden PE 2 vorhanden: Titelblatt mit Titel PE und dem Namen des Lernenden Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben Vorgehens- und Zeitplan Flussdiagramm Kurzbericht mit den Untertiteln: Einleitung, Prozessbeschrieb, Schnittstellen, Erfahrungsbericht, Schlusswort Musterdokumente zum bearbeiteten Arbeitsablauf komplette Aufgabenstellung/Vereinbarung und Bewertungsformulare betrieblicher und ük-teil, betrieblicher Teil besprochen und unterzeichnet 0 Wenn 1 Element (Liste oben) fehlt oder Eigenschaften nicht vollständig enthalten sind (Name fehlt auf Titelblatt, Untertitel im Bericht fehlen usw.). Umfang Dokumentation wie verlangt 3 Umfang entspricht der Aufgabenstellung und dem Bewertungsleitfaden PE 2: Titelblatt (1 Seite) Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben (1 Seite) und Titeln/ Untertiteln IPERKA: Vorgehens-, Zeitplan und Pendenzenliste (1 3 Seiten). Flussdiagramm (3 4 Seiten) Kurzbericht Schriftgrösse: 10 12, Zeilenabstand 12 15 (3 8 Seiten) Seitenumfang ohne Musterdokumente 9 17 Seiten (Muster zählen nicht zum Umfang) Mindestens 4 Muster/Print Screen/Bilder 0 geforderte Seitenzahl je Element (Liste oben) nicht eingehalten oder eines der geforderten Elemente fehlt. 7 Seite 31

. Ansprechende Dokumentation 3 2 1 0 Gestaltung 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: mit Hilfe optischer und/oder technischer Mittel ansprechend und interessant gestaltet Unternehmensidentität (CD) erkennbar Kopf-/Fusszeilen/Logo Firma einheitliches Layout, gute Übersichtlichkeit Bilder und Grafiken sind gut lesbar und verständlich 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. übersichtliche Darstellung 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: Titel entsprechen dem Inhaltsverzeichnis gute Lesbarkeit (Schriftart, -grösse, Kopfzeilen, Zeilenabstand, Absätze, Zeilentrennungen, Seitenrand usw.) wichtige Passagen sind markiert oder hervorgehoben, wenn nötig werden Aufzählungszeichen verwendet 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. Gesamteindruck 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: keine Flecken oder Eselsohren das Einbindesystem ist branchenüblich Vorgaben des ük-leiters wurden umgesetzt (Bsp.: korrekte Frankatur, korrekte Versandart; z. B. Einschreiben Ja/Nein, passende Briefumschläge) Glossar/Abkürzungsverzeichnis vorhanden 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. Kurzbericht 3 2 1 0 kurze, vollständige Sätze Fachsprache Aussagen sind für Aussenstehende verständlich 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: fliessend und interessant einfache, kurze und vollständige Sätze verständliche, lebendige und klare Formulierungen keine unnötigen Wiederholungen und Füllwörter 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: sehr gut nachvollziehbare Aussagen, mit Beispielen/ Mustern unterstützt Abläufe und Fachinformation klar und gut verständlich erklärt korrekte Fachbegriffe verwendet 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. Zweckmässige Auswahl der Musterdokumente 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: Musterdokumente verdeutlichen und visualisieren die Kernaussagen des Kurzberichts. Musterdokumente sind gut lesbar. Verweis zu Musterdokumenten im Kurzbericht vorhanden. Die Auswahl ist passend. 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. 7 Seite 32

Persönlicher Auftritt 3 2 1 0 Gesamteindruck Präsentation 3 Folgende Kriterien sind erfüllt: Auftrittskompetenz: gepflegtes Erscheinungsbild und angemessene Bekleidung angemessene Gestik und Mimik Ausdrucksstärke (mitreissend/engagiert usw.) Blickkontakt zu allen Zuhörenden klare und deutliche Sprache souveränes Auftreten präsentiert frei und locker (nicht ablesen) keine unnötigen Füllwörter wie (äh, ahh usw.) nicht zu schnell bzw. zu langsam gesprochen gute Stimmmodulation (nicht monoton) bezieht die Anwesenden mit ein Medien (Beamer, Hellraumprojektor, Flipchart, Pinnwand usw.) werden einbezogen und routiniert bedient. Das Präsentationsmaterial ist gut lesbar und ansprechend gestaltet. Die Aussagen werden mit Beispielen und Bildern unterstützt. Das Präsentationsmaterial hat keine Rechtschreibfehler. 2 1 Kriterium nicht erfüllt. 1 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. Anwendung der Fachsprache gibt klare und inhaltlich richtige Antworten (doppelt gewichtet) 6 Die 3 Fragen werden gemäss folgenden Voraussetzungen beantwortet: klare und inhaltlich richtige Antworten mit Beispielen verdeutlicht (falls nötig) verwendet spontan ein zur Verfügung stehendes Hilfsmittel (z. B. Zeichnung auf Flipchart, Tafel, Hellraumprojektor, usw.) wendet Fachausdrücke korrekt an und kann diese erklären 4 1 Kriterium nicht erfüllt. 2 2 Kriterien nicht erfüllt. 0 mehr als 2 Kriterien nicht erfüllt. 7 Seite 33