Probeklausur 30.06.2008



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Transkript:

Seite 1 / 13 BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN - Teil Buchführung und 30.06.2008

Seite 2 / 13 Aufgabe 1 Ca. 10 Warenkonto Min. Sie sind Geschäftsführer eines mittelständischen Betriebes und handeln mit Motorrollern der Marke Speed X. Tragen Sie die nachfolgenden Geschäftsvorfälle auf dem WEK und WVK ein und schließen Sie die Konten nach dem Bruttoverfahren ab. Geben Sie die jeweiligen Buchungssätze an. 1. Einkauf von 1.500 Rollern gegen Banküberweisung; Stückpreis 800 ; es wird ein Rabatt von 10% gewährt. 2. Einkauf von 1.000 Rollern gegen Barzahlung; Stückpreis 800. 3. Verkauf von 1.100 Rollern; davon 800 gegen Banküberweisung und 300 auf Ziel; Verkaufspreis 1.600 pro Stück.

Seite 3 / 13 Weiter zu Aufgabe 1:

Seite 4 / 13 Aufgabe 2 Ca. 15 Abschreibungen Min. Berechnen Sie die entsprechenden Abschreibungsbeträge und kreuzen Sie ggf. jeweils den Betrag an, der Ihrer Meinung nach richtig ist (die Beträge sind ggf. auf zwei Nachkommastellen (Cent) zu runden). Gehen Sie bei Ihrer Berechnung ferner davon aus (sofern nicht anders angegeben), dass die Geschäftsführung regelmäßig an einer möglichst geringen Steuerbelastung im aktuellen Geschäftsjahr interessiert ist. Wenn nichts anderes angegeben ist, sind die angegebenen Beträge NETTO. a) Am 01.01.08 kauft die UNTERNEHMUNG X eine Maschine für 900.000 und nimmt diese in Betrieb. Die Nutzung erfolgt über 15 Jahre. Abschreibung 2008? b) Am 17.06.08 kauft die UNTERNEHMUNG X ein Auto für 300.000. Die Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear. Abschreibung 2008? c) Die UNTERNEHMUNG X hat per 31.12.2008 einen Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung von 2.034.900. Überprüfen Sie die Position auf Werthaltigkeit und führen Sie ggf. notwendige Korrekturbuchungen durch. Geben Sie die entsprechenden Buchungssätze an. 90.000 180.000 270.000 15.000 52.500 90.000 Berechnung/ Buchungssatz: i. Gegenüber der in Zahlungsschwierigkeiten steckenden U- AG bestehen offene Forderungen in Höhe von 160.650. Die UNTERNEHMUNG X geht davon aus, dass die Forderungen zu 20% beglichen werden. ii. Einen Zahlungsausfall von 70% hat es bei einer Forderung in Höhe von 642.600 gegenüber der X-AG gegeben. Dies wurde durch ein entsprechendes Urteil des zuständigen Gerichts festgelegt.

Seite 5 / 13 Weiter zu Aufgabe 2 Berechnung/ Buchungssatz: iii. Auf Basis der Erfahrungen der Vorjahre wird eine Pauschalwertberichtigung von 2% (unter Einbeziehung von i. und ii.) für angemessen angesehen. iv. Im April 2009 wird das Insolvenzverfahren gegen die U- AG (Sachverhalt i.) eröffnet und am 31.08.2009 abgeschlossen. Wie ist am 31.08.2009 zu buchen, wenn uns im Insolvenzverfahren 30% der ursprünglichen Forderung zugesprochen und an uns überwiesen wird?

Seite 6 / 13 Raum für Nebenrechnungen

Seite 7 / 13 Aufgabe 3 Aussagen zur Buchführung und zum Externen Rechnungswesen Ca. 10 Min. Kreuzen Sie an, ob die Aussage richtig oder falsch ist. Für jede richtig beurteilte Aussage erhalten Sie einen Punkt, für jede falsch beurteilte Aussage wird Ihnen ein halber Punkt abgezogen. Nicht oder nicht eindeutig beurteilte Aussagen werden mit 0 Punkten bewertet. Für die gesamt Aufgabe erhalten Sie im schlechtesten Fall 0 Punkte. Aussage R F 1. Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden nur planmäßig abgeschrieben. 2. Die Gewährung eines Vorschusses stellt für den Betrieb keinen erfolgswirksamen Geschäftsvorfall dar. 3. Rabatte können in Abhängigkeit von der gekauften Menge gewährt und sind direkt bei der Buchung des Kaufpreises zu berücksichtigen. 4. Wenn ein Unternehmen Mieten für das Geschäftsjahr 07 erst im Geschäftsjahr 08 zahlt, führt dies zum Ausweis eines antizipativen Rechnungsabgrenzungspostens. 5. Der Schwund an Rohstoffen wird im Rahmen der Inventur immer bei Anwendung der Inventurmethode sowie der Skontrationsmethode entdeckt. 6. Bei der Verrechnung von Preisnachlässen kommt es bei Rabatten zu keiner Korrektur der Vor- bzw. Umsatzsteuer, wohingegen die Verrechnung von Skonti und Boni zu einer Korrektur der Mehrwertsteuer führt. 7. Die Untergrenze der Herstellungskosten liegt nach Handelsrecht niedriger als nach Steuerrecht. 8. Die umgekehrte Maßgeblichkeit führt dazu, dass der Wert aus der Handelsbilanz auch in der Steuerbilanz angesetzt werden darf. 9. Eine der Vorteile einer ohg ist die ausschließliche Haftung der Gesellschaft sowie die Tatsache, dass zur Gründung kein Mindestkapital erforderlich ist. 10. Bei Kapitalgesellschaften besteht der Jahresabschluss aus drei Teilen: Bilanz, GuV und Anhang.

Seite 8 / 13 Aufgabe 4 Derivativer Geschäftswert und Latente Steuern Ca. 15 Min. 1. Die Unternehmensführung der UNTERNEHMUNG X interessiert sich für den Kauf der U-AG. Das Unternehmen wird zu einem Kaufpreis von 7.200.000 angeboten. Auf Anfrage bei der Geschäftsführung der U-AG wird nachfolgende Bilanz gefaxt: Die UNTERNEHMUNG X entschließt sich am 01.01.2008 zum Kauf der U-AG. Berechnen Sie den derivativen Geschäftswert/ Goodwill. Die Bilanzwerte entsprechen den Zeitwerten.

Seite 9 / 13 Weiter zu Aufgabe 4 2. Ihnen wird nachfolgend die vorläufige Bilanz der UNTERNEHMUNG X zum 31.12.2008 vorgelegt, in welcher der Unternehmenskauf bereits verbucht wurde. Die Unternehmensführung entschließt sich, den verbuchten Goodwill in der Handelsbilanz ab dem Folgejahr zu mindestens 25% abzuschreiben. Nehmen Sie die entsprechenden Buchungen vor, dokumentieren Sie die etwaigen Folgen und stellen Sie die handelsrechtliche Schlussbilanz zum 31.12.2008 auf. Hinweis: Rechnen Sie mit einem Steuersatz von 40%! AV 20.500.000 VORLÄUFIGE BILANZ UNTERNEHMUNG X FK 16.900.000 Goodwill* 900.000 EK 8.400.000 UV 7.400.000 Vorläufiger Gewinn 3.500.000 28.800.000 28.800.000 *Der Goodwill entspricht NICHT dem Betrag aus Teil 1 der Aufgabe. Rechnen Sie jedoch mit diesem Wert, um Rundungsdifferenzen zu vermeiden!!!

Seite 10 / 13 Weiter zu Aufgabe 4 SCHLUSSBILANZ (HB) UNTERNEHMUNG X

Seite 11 / 13 Aufgabe 5 Ca. 10 Bewertung von Wertpapieren Min. Nachfolgend sind Ihnen verschiedene Wertpapierbestände unterschiedlicher Unternehmen gegeben. Ermitteln Sie nachfolgend die korrekten Wertansätze zum 31.12.08. Alle Unternehmen verfolgen eine gewinnmaximierende Unternehmenspolitik! Unternehmen Mindestansatz Höchstansatz Wertansatz 31.12. 1. Unternehmensform: GmbH Zu Spekulationszwecken gehalten Kaufkurs 15.08.08: 14 / Aktie Kurs 31.12.08: 10 / Aktie Kurs 01.02.09: 12 / Aktie Tendenz: Kurs steigend 2. Unternehmensform: ohg Langfristiges Investitionsvorhaben Kaufkurs 14.03.07: 24 / Aktie Kurs 31.12.07: 16 / Aktie Kurs 31.12.08: 22 / Aktie Kurs 01.02.09: 26 / Aktie Tendenz: Kurs fallend (07+08) 3. Unternehmensform: ohg Zu Spekulationszwecken gehalten Kaufkurs 02.06.08: 30 / Aktie Kurs 31.12.08: 24 / Aktie Kurs 01.02.09: 20 / Aktie Tendenz: Kurs fallend

Seite 12 / 13 weiter zu Aufgabe 5: 4. Unternehmensform: AG Zu Spekulationszwecken gehalten Kaufkurs 10.07.07: 12 / Aktie Kurs 31.12.07: 6 / Aktie Kurs 31.12.08: 16 / Aktie Kurs 01.02.09: 14 / Aktie Tendenz: Kurs fallend (07+08) 5. Unternehmensform: AG Langfristiges Investitionsvorhaben Kaufkurs 01.02.07: 22 / Aktie (1.000 Stück) Kaufkurs 27.10.07: 16 / Aktie (500 Stück) Kurs 31.12.07: 16 / Aktie Kurs 31.12.08: 22 / Aktie Kurs 01.02.09: 24 / Aktie Tendenz: Kurs fallend (07+08)

Seite 13 / 13 Raum für Nebenrechnungen