Bedienungsanleitung Software TECEflex-Gas Version 1.3



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Transkript:

Bedienungsanleitung Software TECEflex-Gas Version 1.3 Dimensionierung von Gasinstallationen nach TRGI 2008 und DVGW-Arbeitsblatt G 617 Die Version 1.3 ist geeignet für Gasinstallationen mit dem Verbundrohrsystem TECEflex auch in Verbindung mit Kupferrohr, Stahlrohr mittelschwer, Stahlrohr schwer und Edelstahlrohr einem Gaszähler (Einzelzuleitungen, Verbrauchs- und Abzweigleitungen) Gasgeräte mit Nennbelastung bis 110 kw und Gesamtbelastung bis 138 kw Gaszähler G 2,5 bis G 100 Gasströmungswächter GS-T 1,6 K bis GS-T 16 K Diese Software ist auf die Bedürfnisse des Installateurhandwerks zugeschnitten. Sie ist einfach zu handhaben. Auch wer nur gelegentlich Gasgeräte installiert, kommt schnell damit zurecht. Zu dieser Anleitung findet sich am Schluss ein Stichwortverzeichnis, welches zu einzelnen Eingabewerten und Ergebnissen informiert. 1

Inhalt 1. Installation der Software TECEflex-Gas 3 2. Leitungsschema 3 3. Einzelzuleitung 4 4. Mehrere Gasgeräte 8 5. Zusatz-GS 10 6. Speichern und Drucken 14 Anhang Stichworte 15 Anhang Abbildungen 19 2

1. Installation der Software TECEflex-Gas Die TECEflex-Software zur Dimensionierung von Gasinstallationen steht auf unserer Website www.tece.de als Zip-File zum Download bereit. Entpacken Sie die Datei auf Ihrer Festplatte und schon können Sie mit der Software arbeiten. TECEflex-Gas können Sie ohne Registrierung 40 Tage lang als Demo-Version benutzen. Um die Software frei zu schalten, tragen Sie unter Lizenz Ihren Name, Ihre Firma und die erworbene Seriennummer (Serialnr.) ein. Diese erhalten Sie ebenfalls von unserer Website. Hier tragen Sie in dem Dialogfeld die erforderlichen Daten ein und Sie erhalten umgehend eine Seriennummer. Ihre Daten benötigen wir nur zu dem Zweck, Sie zu informieren, sobald Aktualisierungen der Software vorliegen. Die Software ist urheberrechtlich geschützt. Sie darf nicht kopiert und nur auf dem Rechner des Lizenznehmers benutzt werden. Abb. 1.0 2. Leitungsschema Die Grundlage einer Berechnung ist das Leitungsschema (Handskizze) der geplanten Gasinstallation, wie es beispielhaft in den Abbildungen im Anhang gezeigt. Bild 1 Einzelzuleitung, verschiedene Darstellungen Bild 2 Beispiel mit zwei Gasgeräten Bild 3 Beispiel mit 3 Gasgeräten Bild 4 Beispiele mit 6 Gasgeräten Armaturen und Gasgeräte können - wie in der alten TRGI 86 S.142, Bild 17 - durch Symbole dargestellt werden. Die Symbole sind in TRGI 2008 gegenüber TRGI 86 teilweise geändert worden, einige sind neu hinzugekommen. Einfacher ist es, auf die Symbole zu verzichten und die in der TRGI 2008 genannten Kurzzeichen zu benutzen, wie in den Beispielen der TRGI 2008 Anhang 6 Seite 232 ff und auch in dieser Anleitung gezeigt wird. Zur Erleichterung dieser räumlichen Darstellung liegt dieser Anleitung eine Vorlage zum Ausdrucken bei (siehe Anhang Seite 23). Oft kann man auf die räumliche Darstellung ganz verzichten und, wie in den Beispielen gezeigt, nur ein rechtwinkliges Leitungsschema zeichnen. Das kann auch eine freie Handskizze sein. Für diese Software können Sie alle drei Arten der Darstellung benutzen. Alle Knotenpunkte des Leitungsschemas werden mit a, b, c,... bezeichnet, die Endpunkte (Anschluss der Gasgeräte) mit 1, 2, 3,... Punkt a ist bei Anlagen mit einem Gaszähler der Ausgang des Druckregelgerätes. Bei Anlagen mit mehreren Gaszählern ist Punkt a der Beginn der zum Wohnungsgaszähler führenden Teilstrecke. Am Punkt b ist die Zählergruppe eingebunden. 3

Die Knotenpunkte c, d,... sind T-Stücke, an denen sich die Leitung verzweigt. Es ist zu entscheiden, ob der GS vor oder nach dem Druckregler angeordnet werden soll. Es ist die Zählergröße anzugeben (von G2,5 bis G100) 1. Weiterhin sind in das Leitungsschema einzutragen: Die Gasgeräte mit Bezeichnung (Kurzzeichen oder Symbole), Nennbelastung in kw, ganzzahlig gerundet, Geräteanschlussarmatur (Kurzzeichen nach TRGI 2008, evtl. Symbol) (GSD: Gassteckdose; 15 E: Eckhahn DN15; 20 D: Durchgangshahn DN20), Höhe des Gasgerätes über Punkt a sowie die Teilstrecken (TS) mit Länge der TS (gestreckte Länge), Beginnt die TS an einem T-Stück, ist anzugeben, ob die Strömung mit 90 umgelenkt wird (T) oder die Richtung beibehält (-), sowie Anzahl der Winkel W (90 -Bögen) in der Teilstrecke. Anmerkung: T und - können in der Handskizze entfallen, wenn das aus der Darstellung des Leitungsschemas ersichtlich ist. Genau so kann W entfallen, wenn bei räumlicher Darstellung die Winkel alle dargestellt sind. Es wird aber empfohlen, die Angaben wie gezeigt einzutragen. Die Daten können dann direkt in das Eingabefenster übernommen werden. 3. Einzelzuleitung Die Einzelzuleitung ist der einfachste Fall in der Praxis gleichzeitig auch der häufigste. Beginnen Sie mit dem Beispiel nach Bild 1.1. Starten Sie die Datei TECE.exe, klicken Sie anschließend auf Datei und dann auf Neu. Abb. 2.1 Es erscheint die Box Anzahl Geräte. Bestätigen Sie den voreingestellten Wert 1 mit OK Abb. 2.2 1 Mit G 2,5 bis G16 ist nach TRGI 2008 und dieser Software immer die ganze Zählergruppe gemeint, also Gaszähler+ Zählerhahn + Verbindungsteile (siehe Bild 1). Bei G 25 bis G 100 ist in dieser Software als Zählerarmatur ein Durchgangshahn in der Nennweite des Zähleranschlusses berücksichtigt, so dass durchgehend mit einer Zählergruppe gerechnet wird. 4

Es erscheint das zur Gerätezahl passende Eingabefenster. Unter Projekteinstellungen finden Sie Vorgaben, die Sie aber auch verändern können: Abb. 2.3 Im Textfeld Gasinstallation kann z. B. die Adresse des Hauses eingetragen werden, in dem die Gasanlage installiert werden soll, dazu eine Auftragsnummer oder ähnliches. Der Text wird so für die Druckausgabe übernommen, ist aber ohne Einfluss auf die Berechnung. Der Typ des GS ist bei Kunststoffleitungen immer K. Er ist immer mit einer TAE verbunden. Dieser GS-T K kann vor oder nach dem Druckregler installiert sein 2. Als Gaszähler kann G 2,5 bis G 100 gewählt werden. Der am meisten anzutreffende Zähler G 4 ist voreingestellt. Diese Software ist für Gasinstallationen mit dem Verbundrohr TECEflex gedacht. Für die Leitung bis zum Gaszähler (Teilstrecke a-b) kann aber auch als Rohrart Kupferrohr Stahlrohr mittelschwer 3 Stahlrohr schwer und Edelstahlrohr gewählt werden. So kann z. B. bis zum Zähler G 4 bereits Stahlrohr DN 20 installiert sein. Es kann die Mindestnennweite dieser Rohre vorgegeben werden. Das Programm benutzt dann nur Rohre ab dieser Nennweite. Verändern Sie zunächst keine der Vorgaben. Wenn, wie in unserem Beispiel nach Bild 1, eine Gasinstallation mit nur einem Gaszähler nach dem Druckregelgerät berechnet werden soll, ist als Übertrag 0 Pa zu belassen. Bei einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus entsteht durch die Verteilungsleitung bis zum Abzweig in diese Wohnung bereits ein Druckverlust, der als Übertrag, wie in der TRGI 2008 gezeigt, einzutragen ist. Wenn dieser Übertrag nicht nach Berechnung TRGI oder einer entsprechenden Software 4 bekannt ist, kann 70 Pa als Übertrag angenommen werden. Man liegt damit auf der sicheren Seite. Der zul. Gesamtdruckverlust ist nach TRGI 2008 mit 300 Pa vorgegeben 5. 2 Die Lage nach dem Druckregler ist die häufigere. Im Interesse des Druckverlustes ist der Einbau vor dem Druckregler aber vorteilhafter, besonders wenn bei Anlagen mit mehreren Gasgeräten ein Zusatz-GS nötig wird (siehe Bild 3). 3 Mittelschwer ist das üblicherweise eingesetzte Stahlrohr 4 Z. B. Software Sc.gas Verteilungsleitung Version 1.0 (für metallene Leitung) 5 Ist die Druckversorgung kritisch, kann auch ein kleinerer Wert gesetzt werden, z. B. der Wert 260 Pa nach alter TRGI 86. Bei gewerblichen Gasanlagen kann mit Zustimmung des Gasversorgers der Druckregler auf einen höheren Ausgangsdruck als 23 mbar eingestellt sein. Der zulässige Gesamtdruckverlust kann dann entsprechend höher gewählt werden. 5

Danach übertragen Sie bitte die Angaben zum Gasgerät aus dem Leitungsschema: Unter QNB tragen Sie die Nennbelastung in kw ein, bei einem normalen Gasherd sind das 9 kw. Ist eine Gassteckdose (GSD) ohne ein bestimmtes Gasgerät installiert, so ist die Gerätebezeichnung frei zu wählen. Als Belastung einer freien GSD ist im Haus 9 kw und außen 13 kw anzusetzen (Sonderreglung 13 kw im Haus siehe TRGI 2008 Tab.28). An Kunststoffleitungen können nur Gasgeräte bis 110 kw Nennbelastung angeschlossen werden. Als nächstes tragen Sie die Gerätearmatur ein: 15 E bezeichnet einen Eckhahn DN 15 mit TAE, 15 D einen Durchgangshahn DN 15 mit TAE, usw. GSD bezeichnet die Gassteckdose. Übliche Gassteckdosen, wie sie auch bei metallenen Leitungen eingesetzt werden, sind mit einem GS 1,6 K ausgerüstet. In der Leitung davor darf der kleinste GS nur ein GS-T 2,5 K sein. Bei Kunststoffleitungen können auch GSD ohne eigenen GS eingesetzt werden. Dann kommt in die Abzweigleitung zu dieser GSD ohne ein GS-T 1,6 K. Die Software erledigt das. Sie brauchen nur GSD oder GSD ohne zu wählen. Man wählt in der Regel die normale GSD. Die Höhe bezeichnet die Höhe in m vom Anfang a bis zum Gasgerät. Liegt das Gasgerät tiefer als der Anfang a, so ist dies als negative Zahl anzugeben. Als letztes folgen die Angaben zu den Teilstrecken. In unserem Bespiel gibt es nur die Teilstrecke a-b zum Zähler und die Teilstrecke b-1 von Zähler bis Gasgerät. Für jede Teilstrecke ist die Länge und die Zahl der Winkel W einzutragen. Ist alles eingetragen, klickt man auf Berechnen und es erscheint folgende Darstellung: Ergebnis Abb. 2.4 Die Teilstrecke a-b zum Zähler wird, wie durch den Mindestwert vorgegeben, in TECEflex 32x4,0 ausgeführt. Die Teilstrecke b-1 von Zähler bis Gerätearmatur erfordert die gleiche Rohrabmessung. In der Teilstrecke a-b wird nach dem Hausdruckregler ein Gasströmungswächter GS-T 4 K installiert. Nehmen Sie jetzt die Veränderungen in der Projekteinstellung vor, wie in Bild 1.2 gezeigt: Die Installation soll sich nun in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses befinden. Die Verteilungsleitung bis zu der Zähleranschlusseinheit hat einen Druckverlust von 70 Pa. Es wird Übertrag: 70 Pa eingegeben. 6

Es wird eine Zählerarmatur mit GS K benutzt. Da diesem GS eine Verteilungsleitung vorausgeht, befindet er sich nach dem Druckregler. Die Option vor ist gesperrt. Bei einer Reihenzähleranlage gibt es keine Teilstrecke zum einzelnen Zähler. In TS a-b werden Länge und Anzahl der Winkel =0 gesetzt und als Rohrart die gleiche wie nach dem Zähler gewählt, also TECEflex. Der Druckverlust der einzelnen Elemente des Zählerverteilers ist in der Zählergruppe bereits berücksichtigt. Es ist ein Gaszähler G 2,5 eingesetzt. Von der Reihenzähleranlage im Keller (Punkt a) bis zum Gasgerät (Punkt 1) sind 11 m Höhenunterschied. Die Teilstrecke b-1, es ist in diesem Fall die einzige, ist 16,5 m lang und hat 6 Winkel. Das geänderte Fenster sieht dann nach dem Berechnen folgendermaßen aus: Abb. 2.5 7

4. Mehrere Gasgeräte Es soll die Installation mit zwei Gasgeräten nach Bild 2 berechnet werden. Sie beginnen wieder unter Datei mit neu und tragen nun als Anzahl der Gasgeräte 2 ein. Es wird das passende Fenster geöffnet, in welches Sie die Daten aus Bild 2 übertragen. Abb. 3.1 Neu gegenüber dem Beispiel Einzelzuleitung ist, dass am Knotenpunkt c ein T-Stück sitzt, von dem die Abzweigleitungen c-1 und c-2 zu den Gasgeräten abzweigen. Es ist anzugeben, ob sie das T-Stück als Abzweig T oder Durchgang - verlassen. Wie aus dem Leitungsschema nach Bild 2 zu ersehen, verlässt TS c-1 (Abzweig zum KWH) das T-Stück als Durchgang und TS c-2 als T-Abgang. An jedem T-Stück schließen immer zwei Teilstrecken an. Und es muss mindesten einer der Abgänge T sein. Wenn Sie hier etwas falsch eingeben, werden Sie durch die Software darauf aufmerksam gemacht. Es ist zu empfehlen, die größere Belastung auf den Durchgang und die kleinere auf den T-Abgang zu legen. Die Software findet dann aus dem TECE-Sortiment der T-Stücke leichter eine vorhandene Lösung. Wenn es baulich nicht anders möglich ist, kann man auch in der T-Mitte einströmen und mit 2 x T abgehen oder die große Belastung auf den T-Abgang legen. Spielen Sie die 3 Fälle einmal durch und schauen Sie sich jedes Mal die Stückliste auf Seite 2 an. Sie finden diese unter Datei, Seitenansicht. Nur in der Anordnung nach Abb.3.1 findet die Software ein passendes T-Stück 32-20-25. Bei den beiden anderen Anordnungen wird zum einen für TS c-1 ein Rohr 32x4,0 erforderlich. Das liegt daran, dass ein T- Abzweig mehr Druckverlust verursacht als ein Durchgang. Zum anderen muss als T-Stück jetzt 32-32-32 mit einer Reduzierkupplung 32-20 benutzt werden, weil es die passenden T-Stücke im Sortiment nicht gibt. Leitungsteile, über die mehrere Gasgeräte angeschlossen sind, hier a-b und b-c, heißen Verbrauchsleitungen. Erhöhen Sie nun die Nennbelastung des KWH auf 30 kw. 8

Abb. 3.2 Durch die Erhöhung ist die Belastungssumme auf 39 kw gestiegen. Es ist ein GS-T 6 K erforderlich. Die Software überprüft, ob der GS alle Fließwege bis zu ihren Enden sichert. Bei dem GS-T 4 K in Abb.3.1 war das für alle Fließwege der Fall. Der GS-T 6 K kann aber den Fließweg 2 mit der Abzweigleitung c-2 in der Abmessung 20x2,8 nicht mehr sichern. Die Software erhöht an dieser Stelle um einen Nennweite auf 25x3,5. Die Zahl in der Klammer (1) besagt, dass diese Nennweite durch den GS-Abgleich um eine Stufe erhöht wurde. Sie können das so lassen. Evtl. müssen Sie prüfen, ob Sie diese Nennweite auch durch Rohrbiegung verlegen können oder ob jetzt Winkel als Formstücke erforderlich sind. Dann würden hier 2 Winkel dazukommen. 9

5. Zusatz-GS Wenn Sie erreichen wollen, dass das Rohr 20x2,8 benutzt werden kann, können Sie am Anfang der Abzweigleitung einen Zusatz-GS setzen. Klicken Sie auf den Button Zusatz-GS bei c-2 und es erscheint K. Nach dem Berechnen ergibt sich: Abb. 4.1 Auch in diesem Fall ist es zweckmäßig, die kleinere Belastung auf den T-Abgang zu legen. Das TECEflex- Sortiment hat nämlich T-Stücke mit einem an dieser Stelle liegenden Rohrgewinde. Hier kann der GS-T 2,5 K eingedichtet werden. Versuchen Sie - wie im Beispiel nach Abb.3.2 - verschiedene T-Anordnungen und sehen Sie sich die Stückliste an. Während die Software bei der Anordnung nach Abb.4.1 das T-Stück 32-1 - 32 findet, muss bei den beiden anderen Anordnungen das T-Stück aus einem handelsüblichen metallenen T 1 und entsprechenden Übergangsverbindern gebaut werden. Solche Lösungen sollte man möglichst vermeiden. Wie das oben behandelte Beispiel zeigt, kann man den GS-Abgleich entweder durch größere Rohrabmessung (Abb.3.2) oder durch Zusatz-GS (Abb. 4.1) lösen. In der Praxis wird man, wenn es sich nur um eine Nennweite handelt (1), die größere Rohrabmessung vorziehen. Geben Sie nun das Leitungsschema nach Bild 3 ein. Als erstes fällt auf, dass bei einigen Teilstrecken (hier bei den drei Abzweigleitungen) der Anfangspunkt offen ist. Sie können nämlich die Geräte auch in anderer Reihenfolge an die Enden c und d der Verbrauchsleitung anschließen. Tragen Sie die Anfangspunkte nach dem Leitungsschema Bild 3 ein. An jedem T-Stück können 2 Teilstrecken beginnen. Am Knotenpunkt c ist nur noch ein Abgang frei. Wenn Sie hier was falsch machen, merkt das die Software und macht darauf aufmerksam. Haben Sie alles eingetragen, aber den Zähler auf G4 belassen, erscheint nach Berechnen diese Box Abb. 4.2 Die Gasamtbelastung von 133 kw ergibt 15,5 m3/h Erdgas L. Dafür benötigen Sie mindestens einen Zähler G10. Dessen maximaler Durchfluss ist 16 m 3 /h Gas. Er wäre also zu 97% ausgelastet. Das ist zwar zulässig. Die meisten Gasversorger schreiben aber vor, Zähler nur bis 80% auszulasten, unter anderem, weil an der Leitungsgrenze des Zählers der Druckverlust sehr hoch wird. Wählen Sie deshalb die Zählergröße G16. 10

Bei erneuter Berechnung erscheint diese Box: Abb. 4.3 Bei Kunststoffleitungen ist durch Vergrößerung der Gerätearmatur selten eine echte Verbesserung zu erreichen. Wir wollen dies aber einmal versuchen. Ändern Sie die Armatur des Gerätes 3 (KWH) auf 20 D. Abb. 4.4 Die Software kann dann zwar Rohre ermitteln, diese sind aber unakzeptabel groß, und zwar beide Abzweigleitungen. Die Nennweiten sind durch den GS-Abgleich um eine (1) bzw. zwei (2) Stufen erhöht worden. Das ist keine gute Lösung. Stellen Sie die Armatur am 3. Gerät auf 15 D zurück und setzen Sie einen Zusatz-GS in die Teilstrecke c-d. 11

Jetzt ergeben sich vernünftige Abmessungen. Kein Rohr wurde durch den GS-Abgleich vergrößert. Allgemein gilt: Abb. 4.5 Bei Einzelzuleitung gibt es keinen Zusatz-GS. Bei mehreren Geräten mit einer Gesamtbelastung bis 34 kw (Bereich von GS T 4 K) findet die Software immer Lösungen ohne Zusatz-GS. Bis zu einer Gesamtbelastung von 51 kw (Bereich von GS T 6 K) und üblichen Leitungslängen kann, ggf. durch Anhebung von Abzeigleitungen um eine Nennweite, eine Lösung ohne Zusatz-GS möglich sein. Bei Belastungen über 51 kw (Bereich von GS T 10 K) ist in der Regel ein Zusatz-GS nötig. Erhöhungen um zwei Nennweiten (2) sind generell durch Zusatz-GS abzustellen. Das Gerät mit der großen Leistung ist möglichst direkt von c abzuzweigen, wie im Beispiel gezeigt. Die kleineren Geräte lassen sich dann in einer Gruppe zusammenfassen und durch einen Zusatz-GS absichern. Das ist mit dem Hinweis in der Box: 3. andere Leitungsführung gemeint. 12

Sind sehr viele Gasgeräte an einem Zähler angeschlossen, können auch zwei Gerätegruppen mit je einem Zusatz-GS erforderlich sein, wie das Beispiel Bild 4 zeigt. Abb. 4.6 Tip: Sie brauchen sich nicht die Mühe der Eingabe aller Daten zu machen. Unter Datei wählen Sie Öffnen, gehen in den Ordner Beispieldateien und klicken die Datei Bild 4 Mustermann.gas an. Hier finden Sie auch die Dateien der weiter vorn behandelten Beispiele. 13

Gehen Sie noch mal auf das Beispiel nach Bild 3 und Abb. 4.5 zurück und erhöhen Sie die Belastung durch den KWH von 24 auf 30 kw. Abb. 4.7 Der größte Gasströmungswächter ist der GS 16. Mit diesem lassen sich Gesamtbelastungen bis 138 kw absichern. Kunststoffleitungen müssen immer mit GS gesichert sein. Eine passive Sicherung wie bei metallenen Leitungen gibt es hier nicht. Daher können Gasinstallationen nur bis 138 kw in Kunststoff ausgeführt werden. 6. Speichern und Drucken Die folgenden Optionen finden Sie unter Datei. Diese Funktionen sind von anderen Windows-Anwendungen bekannt. Berechnete Installationen können Sie mit Speichern unter... ablegen, indem Sie ihnen einen kurzen Namen gibt (z. B. Auftragsnummer). Will man eine Änderung an einer Datei unter gleichem Namen ablegen, geschieht das unter Speichern. Die alten Werte werden dann überspeichert. Man erspart sich Arbeit, wenn man sich zu jeder Gerätezahl ein typisches Installationsbeispiel speichert. Man braucht dann für einen ähnlichen Fall mit gleicher Gerätezahl evtl. nur einige Längen oder Belastungen zu ändern. Das Ergebnis kann man Drucken... Die erste Seite enthält alle Eingaben und Ergebnisse. Die zweite Seite zeigt eine Stückliste. Die Gesamtlängen der einzelnen Rohrnennweiten, sowie die Nennweite und Anzahl der Winkel, Geräteanschlussarmaturen und Gasströmungswächter werden zusammengefasst angegeben. Bei den Komponenten, welche im Lieferprogramm von TECE enthalten sind, ist die Artikel-Nr. angegeben. Sind im Lieferprogramm GS gleicher Leistung für mehrere Einbaulagen vorhanden, werden diese angegeben. Es ist dann die für die Installation nötige Einbaulage auszuwählen. Bei den erforderlichen T- Stücken wird angegeben, an welchem Knotenpunkt sie sitzen. Gibt es kein passendes T-Stück im TECE- Sortiment, wird eine geeignete Zusammenstellung angegeben. Es ist in der Regel möglich, auch durch andere Zusammenstellungen ans Ziel zu kommen. In ungünstigen Fällen (die meist durch geeignete Wahl der T-Abgänge zu vermeiden sind), kann ein metallenes T-Stück, kombiniert mit entsprechenden Übergangsverbindern, nötig werden. Die Software schlägt auch hier eine Lösung vor. Bei den Übergangsverbindern, welche am GS-Ausgang, an der Zählergruppe und an der Gerätearmatur die Verbindung von TECEflex-Rohr mit dem metallenen Rohrgewinde herstellen, richtet sich die Auswahl nach dem vorhandenen metallenen Anschluss, welcher unterschiedlich sein kann. Gibt es keinen passenden Übergangsverbinder im TECE-Sortiment (die Software stellt die in Frage kommenden zusammen), ist ein handelsübliches metallenes Reduzierstück zwischenzuschalten. Die Stückliste enthält nur solche Bauteile, die sich aus den Eingabewerten ermitteln lassen. Die Komponenten der Zählergruppe (Ein- oder Zweirohr-Zähler und zugehörige Zählerarmaturen) sind nicht enthalten. Unter Druckereinrichtung... können Sie z. B. statt des für Ihren PC eingerichteten Standarddruckers einen PDF-Druck wählen und so die Ergebnisse als PDF-Datei abspeichern. 14

Anhang Stichworte Hier finden Sie die einzelnen Funktionen, Eingabewerte und Ergebnisse erläutert und Hinweise zum Hintergrund der Berechnung. Datei Neu Öffnen Speichern Speichern unter... Drucken... Seitenansicht Druckereinrichtung...? Lizenz Info Projekteinstellungen Gasinstallation Typ des GS vor oder nach dem Druckregler Gaszähler Die unter Datei enthaltenen Funktionen sind von anderen Windows-Anwendungen bekannt. Ein neues Projekt wird gestartet. Es beginnt mit der Eingabe der Anzahl der anzuschließenden Gasgeräte. Ein vorher bearbeitetes und unter einem Dateinamen mit der Endung.gas abgelegtes Projekt wird aufgerufen. Daran können dann Änderungen vorgenommen und erneut berechnet werden. Ein Projekt wird nach Bearbeitung unter dem gleichen Namen gespeichert. Die ursprünglichen Werte werden überschrieben. Ein neues oder ein überarbeitetes Projekt kann unter einem neuen Namen abgelegt werden. Dadurch bleibt die ursprüngliche Datei erhalten. Das Ergebnis (Seite1) und eine Stückliste (Seite 2) werden gedruckt. Mit der Demo-Version (noch nicht lizenziert) kann nicht gedruckt werden. Die Seiten können vor dem Druck angesehen werden. Es kann z.b. vom Standard-Drucker auf PDF-Druck geschaltet werden, um die zwei Seiten zu speichern. Hier tragen Sie Ihren Namen, Ihre Firma und Ihre Serialnummer ein. Die Software wird so für Ihren PC freigeschaltet. Bitte achten Sie darauf, dass alle Angaben genau so geschrieben sind wie auf der erworbenen Freischaltung (Groß- und Kleinschreibung, Umlaute, Leerzeichen). Diese Software basiert auf der vom Ingenieurbüro Dr.-Ing. Klaus Schulze entwickelten Software Sc.gas. Diese wurde für die Erzeugnisse TECEflex angepasst und lizenziert. Die Software ist urheberrechtlich geschützt. In dieser ersten Gruppe sind in den Feldern bereits Ersteinstellungen vorhanden, wie sie am häufigsten vorkommen. Sie können so belassen oder geändert werden. Eintragung ohne Einfluss auf die Berechnung. Der Text erscheint auf den Ergebnisdrucken Seite 1 und 2. Man kann die Anschrift des Auftraggebers, eine Projektnummer oder anderes eintragen. Eintrag kann auch entfallen. Der Typ des GS ist bei Kunststoffleitungen immer K. Nach neuer VP 305-1 unterscheiden sich die GS in dieser Hinsicht nicht mehr. Der gleiche Typ kann vor dem Gasdruckregler (dann unmittelbar nach der Hautabsperreinrichtung HAE-), oder auch unmittelbar nach dem Druckregler installiert werden. Letzteres ist jedoch nur zulässig, wenn der Druckregler unmittelbar an der HAE installiert ist. Liegt zwischen der HAE und dem Druckregler ein Stück Leitung, muss der GS unmittelbar hinter die HAE gesetzt, also vor gewählt werden. Der am meisten anzutreffende Zähler G4 ist voreingestellt. Die Zählerarmatur ist im Druckverlust mit berücksichtigt. Bei Zählern ab G25 ist dies ein Durchgangshahn. Die Zählergruppe bis G16 enthält, wie in der TRGI 2008 beschrieben, in pauschalierter Form alle zur Einbindung des Zählers nötigen Formteile und Zählerarmaturen (Eck- Durchgang- oder Einrohrarmatur). Bei Reihenanordnung von Zählern ist auch die Zähleranschlusseinheit mit erfasst. Die Zählergröße ist unter Beachtung ihres Messbereiches frei wählbar. Ist die angeschlossene Belastung größer als der Maximalwert des Messbereiches, wird dies angezeigt und der kleinstmögliche Zähler genannt, dazu die Auslastung dieses vorgeschlagenen Zählers. Einige Versorger fordern, dass die maximale Belastung des Zählers nur zu 80% in Anspruch genommen werden soll. Wird z.b. von der Software eine Mindestgröße G6 mit einer 15

Rohrart Mindestnennweite Übertrag zul. Gesamtdruckverlust Gasgeräte QNB (kw) H frei Gerätearmatur Höhe [m] Teilstrecken (TS) Verbrauchsleitung Auslastung von 93% genannt, ist zur Einhaltung der 80%-Grenze ein G10 gewählt werden. Diese Software enthält nach dem Zähler nur das Rohr TECEflex. Vor dem Zähler kann außerdem die Rohrarten Kupferrohr, Stahlrohr mittelschwer, Stahlrohr schwer und Edelstahlrohr gewählt werden. Diese Software rechnet, im Unterschied zur TRGI 2008, mit den teilweise unterschiedlichen Innendurchmessern von Kupfer- und Edelstahlrohr. Daher werden sie auch nicht mit d a, sondern mit der vollständigen Benennung angegeben (z.b. nicht d a 22, sondern 22x1 für Kupfer und 22x1,2 für Edelstahl). Für jede Rohrart kann eine Mindestnennweite vorgegeben werden. Für die Leitung bis zum Zähler wird man im Allgemeinen zur Vermeidung von Reduzier- und Übergangsstücken eine Mindestnennweite vorgeben. Die Software schlägt diese in Abhängigkeit vom gewählten Zähler vor, was natürlich geändert werden kann. Bei der Nennweite ab Zähler ist TECEflec 20x2,8 voreingestellt Man kann jedoch unter Umständen die Anzahl der Rohrabmessungen mindern, wenn man auf 25x3,5 stellt. Beginnt das erste Teilstück a-b am Ausgang eines Druckreglers oder der HAE, so ist die Voreinstellung 0 zu belassen. Zweigt die TS a-b von einer Verteilungsleitung ab, ist der bis zu diesem Abzweig entstandene Druckverlust der Verteilungsleitung einzutragen (siehe Beispiel 3a, 3b der TRGI 2008). Zur Berechnung von metallenen Verteilungsleitungen gibt es die Software Sc.gas Verteilungsleitung Version 1.0, welche auch den Übertrag berechnet. Der zulässige Gesamtdruckverlust ist nach Vorgabe der TRGI 2008 auf 300 Pa eingestellt. Er kann niedriger gewählt werden, z.b. 260 Pa, wenn die Druckversorgung dies erfordert. Mit Zustimmung des Gasversorgers kann auch ein höherer Wert gewählt werden. Die Software verwendet sowohl die Kurzzeichen nach TRGI 2008 als auch die volle Bezeichnung. Die Kurzzeichen sollten so auch in dem für diese Software vor der Berechnung zu skizzierenden Leitungsschema benutzt werden. Die Nennbelastung ist den Produktunterlagen bzw. dem Typschild des Gasgerätes zu entnehmen. Sie ist ganzzahlig zu runden. Die Software nimmt Komma-Eingaben nicht an. Normale Gasherde sind mit 9 kw einzugeben, größere mit 0,6 x Summenbelastung. Die geminderte Belastungsangabe bei Herden berücksichtigt, dass nicht alle Brennstellen gleichzeitig genutzt werden und dies wegen der Raumluftbelastung auch nicht sollen. An Gassteckdosen können max. 13 kw angeschlossen werden. Freie Gasteckdosen (Gasgerät nicht bekannt) haben 9 kw (innen) oder 13 kw (außen). Andere Zahlen nimmt die Software nicht an. Bei der Wahl der Belastung sind die Vorgaben der TRGI 2008 zu beachten (Raumgröße, Luftversorgung, außen oder innen, Wäschetrockner in der Regel bis 6 kw usw.). Die Einhaltung dieser Vorgaben wird durch diese Software nicht geprüft, da sie von Parametern abhängen, die nicht eingegeben werden! Sie sind frei wählbar. Sind sie für die Belastung extrem zu klein, informiert die Software darüber. Es sollte allgemein auf ausreichende Nennweite geachtet und wenn möglich der Durchgangsform der Vorzug gegeben werden. Dies ergibt kleinere Rohrabmessungen und erleichtert den GS-Abgleich. Liegt z.b. die Nennweite des berechneten Rohres mehr als eine Stufe über der Nennweite der Armatur, sollte eine größere Armatur gewählt und erneut gerechnet werden. Höhe des Gasgerätes über dem Beginn der Leitung am Punkt a. Liegt das Gasgerät tiefer als Punkt a, ist H mit Minuszeichen einzugeben. Eine Teilstrecke ist ein Abschnitt der Leitung mit gleicher Belastung und gleicher Rohrabmessung. Die erste Teilstrecke a-b führt zum Zähler. Die TS werden nach ihrem Anfangs- und Endpunkt bezeichnet. Das Eingabefenster listet die TS nach ihren Endpunkten auf. Der Anfangspunkt muss, bis auf die ersten drei TS, an Hand des Leitungsschemas eingegeben werden. An einem T-Stück beginnen immer zwei TS. Die Software macht auf Eingabefehler aufmerksam. TS, über die mehrere Gasgeräte über einem Gaszähler angeschlossen sind. TS der Verbrauchsleitung außer TS a-b enden an einem T-Stück, ihre Bezeichnung endet mit einem Kleinbuchstaben (TS c-e). Bei der Berechnung berücksichtigt die Software einen Gleichzeitigkeitsfaktor (es wird der Berechnung eine etwas kleinere Belastung als die Summe der angeschlossenen Nennbelastungen zu Grunde gelegt). Nennbelastungen über 40 kw werden ohne Minderung angerechnet (siehe DVGW-Arbeitsblatt G 617). 16

Abzweigleitung Einzelzuleitung Länge m TS, welche von der Verbrauchsleitung zu einem Gasgerät führt. Abzweigleitungen beginnen an einem T-Stück und enden mit der Geräteanschlussarmatur. Ihre Bezeichnung endet mit der Geräteziffer (TS e-2) Nach dem Zähler ist nur ein Gasgerät angeschlossen. Der Fließweg besteht aus TS a-b (zum Zähler) und TS b-1 (vom Zähler zum Gerät). Die gestreckte Länge des Teilstückes. Die Längenzuschläge für T-Abgang, T-Durchgang, Winkel und Übergangsverbinder werden durch die Eingabe T und W und berücksichtigt. Es können aber in der Länge andere, nicht durch T und W gegebene Zuschläge berücksichtigt werden: Wellschlauchstück in TS a-b bis 1,5 m im TS gleicher Nennweite: das 2-fache der Länge. Rohrart von TS a-b ist dann metallen zu wählen. zusätzliche Durchgangabsperrarmatur ohne TAE: 1 m Zuschlag für die Armatur + die Zuschlag für die 2 Übergansverbinder nach Tabelle. Einfügung eines T-Durchganges (z.b. zur Druckmessung) nach Tabelle. T - T bedeutet, die TS beginnt an einem T-Stück mit einem T-Abgang (die Strömung wird 90 umgelenkt); bedeutet, die TS beginnt mit einem T-Durchgang. Der Wert T ist voreingestellt. Durch Anklicken oder die Entertaste kann man auf - umschalten. Vom gleichen T-Stück können nicht zwei Durchgänge abzweigen. Die Software macht auf diesen Fehler aufmerksam. Nach Möglichkeit sollte Stromteilung (2 x T) vermieden werden und die größere Belastung am T-Durchgang - anschließen. Man findet für diese Anordnung leichter passende T-Stücke. Sie ist auch strömungstechnisch vorzuziehen. W Zusatz-GS Zahl der 90 -Winkel in der TS. Winkel der Zählergruppe werden nicht gezählt. Es werden nur 90 -Winkel als Formstücke gezählt. Wird das Rohr selbst gebogen, rechnet nur die gestreckte Länge. Führt der GS-Abgleich durch die Software nur zur Erhöhung um eine Nennweite [hinter der Rohrabmessung wird (1) angegeben], kann dies belassen werden. Führt der GS-Abgleich zu (2), sollte dies durch Zusatz-GS beseitigt werden. Die Software lehnt Zusatz-GS in TS ab, in denen er die gleiche Größe haben würde wie der erste GS. Im Fließweg wird nur ein Zusatz-GS akzeptiert. Ergebnis Rohr 32x4,0(2) Ergebnis der Berechnung sind die Rohrabmessungen der einzelnen Teilstrecken und die erforderlichen Gasströmungswächter. Es wird die erforderliche Rohrabmessung aller TS angegeben, die sich aus der Einhaltung des maximal zulässigen Gesamtdruckverlustes und aus dem GS-Abgleich ergibt. Steht hinter der Rohrabmessung eine Zahl in Klammern (x), bedeutet dies, die genannte Abmessung ergibt sich aus dem GS-Abgleich. Die Zahl in der Klammer gibt an, um wie viel Nennweitenstufen gegenüber der für den Gesamtdruckverlust ausreichenden Abmessung durch den GS-Abgleich erhöht wurde. Beispiel: 32x4,0 (2): Zur Einhaltung des Druckverlustes wäre TECEflex-Rohr 20x2,8 ausreichend gewesen. Durch den GS-Abgleich musste aber um 2 Nennweiten auf 32x4,0 erhöht werden. Es muss ein Zusatz-GS gesetzt werden. Nicht immer führt dies aber zur Abmessung 20x2,8. Dieser Zusatz-GS erhöht den Druckverlust, was ggf. dazu führt, dass die Berechnung mit Zusatz-GS nur 25x3,5 ergibt. GS Während die Rohrabmessungen bei einem TS auch eine Abmessung größer gewählt werden können als berechnet (weniger verschiedene Rohre, bessere Anpassung an vorhandene Formstücke), ist das beim GS nicht zulässig. Es muss der berechnete GS auch so eingesetzt werden. Die Software wählt den GS so, dass er durch die Belastungssumme bis maximal Nennvolumenstrom belastet wird und der Anschlusswert keines der angeschlossenen Geräte über 80% der GS-Nennbelastung liegt. Die 80%-Bedingung trifft nicht nur bei GS in Einzelzuleitungen und bei Zusatz-GS in Abzweigleitungen zu. Sie kommt auch bei GS in Verbrauchsleitungen zum Tragen, wenn ein sehr großer und ein kleiner Verbraucher angeschlossen sind. 17

Beispiel: An einen GS ist ein Heizkessel von 45 kw und ein Wäschetrockner von 5 kw angeschlossen. Die Belastungssumme von 50 kw würde einen GS 6 erfordern, die einzelne Nennbelastung 45 kw jedoch ein GS 10. Im Interesse des störungsfreien Betriebes wählt die Software GS 10 und führt dafür den Abgleich durch. Software Tabellenverfahren Druck Seite 1 Stückliste Das Tabellenverfahren nach TRGI 2008 enthält eine Reihe von Vereinfachungen: gestufte Ablesung der Druckverluste aus den Tabellen Das Ziel <300 Pa kann oft mit verschiedenen Kombinationen der Rohrabmessungen erreicht werden. Der GS-Abgleich nach Tabelle 21 der TRGI 2008 ist für 1400 Pa bis zum Übergangsverbinder der Geräteanschlussarmatur berechnet. Diese Vereinfachungen entfallen in dieser Software. Es wird nach DVGW-Arbeitsblatt G 617 berechnet. Der GS-Abgleich wird mit allen Einzelheiten durchgeführt. Neben der 1400 Pa- Bedingung bis zum letzten Übergangsverbinder wird auch die 2300 Pa-Bedingung nach der Geräteanschlussarmatur geprüft. Es wird mit dem tatsächlichen Zähler gerechnet. Es wird eine optimale Kombination der Rohrabmessungen angegeben. Daher kann in einigen Fällen das Ergebnis der Software von dem nach Tabellenverfahren ermittelten abweichen. Insbesondere kann der GS-K-Abgleich zu anderen Ergebnissen führen. Das Ergebnis der Software ist das genauere. Seite 1 gibt alle Eingaben und Ergebnisse zusammengefasst wieder. Die Stückliste fasst die erforderlichen Bauteile zusammen, soweit sie sich aus der Eingabe ergeben. Die Längen und Winkel werden nach Rohrart und Abmessung zusammengefasst. Wurden bei den Längen durch Zuschläge auch Bauteile erfasst (siehe oben Länge m ), die nicht direkt eingegeben werden können, sind diese Zuschläge in der Summierung der Rohrabmessung enthalten. Die Summe ist in diesem Fall zu groß. Die Elemente der Zählergruppe (Gaszähler, Einrohrzählereckhahn oder andere Zählerarmatur, Anschlussstück, Winkel zur Zählereinbindung, Zähleranschlusseinheit) werden nicht angegeben, da die Zählergruppe pauschal vorgegeben wird. Mögliche Übergangsverbinder zur Zählergruppe werden aber genannt. Bei den genannten GS ist zu beachten, dass sie in der zu ihrem Typ gehörenden und in der Stückliste genannten Einbaulage benutzt werden (siehe Typschild). Übergangsformteile für den Übergang von Press- oder Lötverbindungen auf Rohrgewinde, wie sie bei Kupfer oder Edelstahl auf Armaturen oder GS erforderlich sind, werden nicht genannt. T-Stücke Die T-Stücke werden einzeln zu ihren Knotenpunkten angegeben. Wenn die Software im TECE Sortiment kein passendes gefunden hat, wird eine Kombination aus T-Stücken des Sortiments mit Reduzierkupplungen oder metallenen Gewinde-T-Stücken mit Übergangsverbindern angegeben. Es sind meist auch andere Kombinationen möglich, wobei die Ergebnisse von Seite 1 zu beachten sind. 18

Anhang Abbildungen Bild 1.1 Einzelzuleitung (analog TRGI 86) Bild 1.1 Einzelzuleitung (für TECEflex-Software empfohlen) Bild 2.1 Beispiel mit zwei Gasgeräten (analog TRGI 86) 19

Bild 2.2 Beispiel mit zwei Gasgeräten (für TECEflex-Software empfohlen) Bild 3 Beispiel mit 3 Gasgeräten (für TECEflex-Software empfohlen) 20

Bild 4.1 Beispiel mit 6 Gasgeräten (analog TRGI 86) Bild 4.2 Beispiel mit 6 Gasgeräten (für TECEflex-Software empfohlen) 21

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