Kompetenz für den Transrapid. Ein Unternehmen von ThyssenKrupp Technologies ThyssenKrupp Transrapid tk
Transrapid Ein Gemeinschaftsprojekt von ThyssenKrupp, Siemens und Transrapid International. ThyssenKrupp ThyssenKrupp hat jahrzehntelange Erfahrungen im Lokomotiv- und Waggonbau und war an der erfolgreichen Entwicklung des ICE maßgeblich beteiligt. Auf der Basis des erworbenen Know-hows hat ThyssenKrupp die Notwendigkeit erkannt, die technischen und wirtschaftlichen Grenzen, die der Rad/Schiene-Technik gesetzt sind, zu überwinden. Mit dem Funktionsnachweis der Langstator- Magnetfahrtechnik und der Leitung der Systementwicklung hat ThyssenKrupp die Basis für das jetzt zur Anwendung kommende Transrapid-System gelegt. Lieferanteil an dem Transrapid-System: Fahrzeuge, Antriebskomponenten, Fahrwegausrüstung. SIEMENS Mit dem Bereich Transportation Systems (TS) zählt Siemens zu den führenden Partnern der internationalen Bahnindustrie. Als Gesamtanbieter und Systemintegrator bündelt TS in den Kompetenzfeldern Automation & Power, Rolling Stock, Turnkey Systems und Integrated Services umfassendes Know-how von Betriebsführungssystemen über die Bahnstromversorgung bis hin zu Fahrzeugen für den Nah-, Regional- und Fernverkehr sowie zukunftsorientierten Servicekonzepten und breiter Erfahrung im Projektmanagement. Lieferanteil an dem Transrapid-System: Antrieb, Energieversorgung, Betriebsleittechnik, Kommunikationstechnik und Stromschiene. Transrapid International Um weltweit eine kompetente Partnerschaft für das Transrapid-System anzubieten, haben Siemens und ThyssenKrupp für die Systemtechnik, die Systemintegration, das Marketing und den Vertrieb das Gemeinschaftsunternehmen Transrapid International gegründet.
Inhalt. 2/3 Transrapid made by ThyssenKrupp. Vom ersten Prinzipmodell bis zum Einsatz. 4/5 ThyssenKrupp. Kompetenz-Zentrum für den Transrapid. 6/7 Transrapid-Fertigung. Statorpakete, Elektronikteile, Komponenten, Magnetmodule. 8/9 Transrapid-Fertigung. Integration, Endmontage. 10/11 Der Transrapid. Elektronik statt Mechanik. 12/13 Der Transrapid. Ökonomie und Ökologie auf einem Nenner. 14/15 Der Transrapid. Weltweit die attraktivste Verbindung. 16/17 Transrapid-Strecke Shanghai. Beginn einer neuen Ära im Bahnverkehr. 18/19
Transrapid made by ThyssenKrupp. Vom ersten Prinzipmodell bis zum Einsatz. TR 08 1999 HMB2 1976
4/5 Vom ersten Prinzipmodell im Versuchslabor bis zum Einsatz im Verkehrsalltag: ThyssenKrupp hat der Entwicklung der Magnetschwebetechnik von Anfang an die entscheidenden Impulse gegeben. Jetzt kann das innovative Bahnsystem überall in der Welt dazu beitragen, die Mobilität zu erhalten. 2003 beginnt der Testbetrieb für die erste Transrapid-Strecke. Und in immer mehr Ländern setzt man bei der Lösung der Verkehrsprobleme auf die Bahntechnologie für das 21. Jahrhundert. Überall dort, wo in Zukunft der Transrapid schwebt, ist auch ThyssenKrupp dabei. ThyssenKrupp AG Steel Automotive Elevators Technologies Materials Serv Transrapid TR 05 1979 TR 06 1984 TR 07 1989
ThyssenKrupp. Kompetenz-Zentrum für den Transrapid. Forschung und Entwicklung Elektronikfertigung Magnetspulenfertigung
6/7 ThyssenKrupp in Kassel und in München: Die Kompetenz-Zentren für die Magnetschwebetechnik. Hier ist das Transrapid-Know-how zu Hause. ThyssenKrupp-Ingenieure haben das Herz der innovativen Bahntechnologie entwickelt und optimiert den Langstator-Linearmotor und das elektromagnetische Schwebesystem. Seine Hightech-Komponenten, die Magnetstromsteller, Spaltsensoren und elektronische Schweberegler, werden von ThyssenKrupp hergestellt. Auch wichtige Subsysteme und Komponenten für den Fahrweg wie die Stahlbiegeweichen und die Statorpakete sind made by ThyssenKrupp. Fahrzeugkomponentenfertigung Statorpaketfertigung
Transrapid-Fertigung. Statorpakete, Elektronikteile, Komponenten, Magnetmodule.
8/9 Für die Serienfertigung der Statorpakete für den Fahrweg-Motor wurde von ThyssenKrupp eine spezielle Technologie entwickelt und optimiert. Die dafür notwendigen Elektrobleche liefert ein Konzern-Unternehmen.
Transrapid-Fertigung. Integration, Endmontage.
10/11 Alle Generationen der Transrapid-Versuchs- und Prototypenfahrzeuge sind in Kassel gebaut worden. Hier fertigt ThyssenKrupp jetzt auch die Schwebefahrzeuge für die unterschiedlichsten Anforderungen.
Der Transrapid. Elektronik statt Mechanik. Rad/Schiene Elektromagnetisches Schweben Führen Tragen Antreiben Antriebs-Wanderfeld Führen Antreiben Tragen
12/13 Die Magnetschwebebahn ist die erste grundlegende Innovation in der Bahntechnik seit dem Bau der ersten Eisenbahn. Der Transrapid fährt nicht, er schwebt ohne seinen Fahrweg zu berühren. Elektronik statt Mechanik: Die Funktion von Rad und Schiene übernimmt das elektromagnetische Schwebe- und Antriebssystem. Tragmagnete ziehen das Fahrzeug von unten an den Fahrweg heran, Führmagnete halten es seitlich in der Spur. Ein elektronisches Regelsystem sorgt dafür, dass der Abstand zwischen Fahrzeug und Fahrweg stets gleich bleibt. Berührungsfrei angetrieben und gebremst wird das Fahrzeug durch den Langstator-Linearmotor im Fahrweg. Anders als bei allen herkömmlichen Verkehrssystemen ist der Langstator- Linear-Antrieb der Magnetschwebebahn nicht im Fahrzeug, sondern im Fahrweg installiert. Seine Funktion gleicht der eines rotierenden Elektromotors dessen Stator aufgeschnitten und gestreckt ist: Durch Strom wird ein elektromagnetisches Wanderfeld erzeugt, von dem das Fahrzeug durch seine als Erregerteil wirkenden Tragmagnete berührungsfrei mitgezogen wird. Durch Änderung der Kraftrichtung des Wanderfeldes wird es gebremst.
Der Transrapid. Ökonomie und Ökologie auf einem Nenner. Vorbeifahrpegel in 25 m Abstand db(a) 80 73 82 85 80 90 92 89 S-Bahn Transrapid ICE TGV-A Transrapid ICE TGV-A Transrapid 80 km/h200 km/h 300 km/h400 km/h
14/15 Die berührungsfreie und verschleißarme Magnetschwebetechnik bringt Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit auf einen Nenner. Der Transrapid ist je nach Einsatzkonzept bis zu 550 km/h schnell und kommt durch sein Beschleunigungsvermögen in jedem Fall schnell auf Touren. Er entwickelt keinerlei Motor- und Rollgeräusche. Schwebt der Transrapid mit 200 km/h durch Städte und Ballungsräume, ist er kaum zu hören. Sein Energiebedarf ist in allen Geschwindigkeitsbereichen deutlich niedriger als der moderner Eisenbahnen. Der Fahrweg benötigt weniger Grund und Boden als der anderer Verkehrssysteme. Aufgrund günstiger Trassierungsparameter kann er der Landschaft und der Infrastruktur von Ballungsräumen jeweils flexibel angepasst sowie auch parallel zu anderen Verkehrswegen geführt werden. Ob als Flughafen-Zubringer, schnelles Regio-System oder als Hochgeschwindigkeitsverbindung über mittlere und große Entfernungen die Magnetschwebebahn erfüllt alle Anforderungen, die heute und morgen an ein modernes Verkehrssystem gestellt werden. Sie ist schneller als herkömmliche Eisenbahnen. Der Transrapid ist jedoch gerade auch bei niedrigerer Betriebsgeschwindigkeit besonders wirtschaftlich und umweltverträglich. Denn nicht immer kommt es nur auf das Tempo an. Instandhaltungskosten pro Sitz-Kilometer Eurocent/Platz-km 0,48 100% Fahrzeug 0,19 41% 1,29 100% Fahrweg 0,37 29% Gesamtsystem 1,77 100% 0,56 34% ICE TR ICE TR ICE TR Betriebsgeschwindigkeit: ICE (Hochgeschwindigkeits-Eisenbahn) = 250 km/h, TR (Transrapid) = 450 km/h Spezifischer Energieverbrauch Wh/Platz-km 29 ICE 22 Transrapid 51 ICE 34 Transrapid 200 km/h300 km/h400 km/h mit ICE nicht erreichbar 52 Transrapid
Der Transrapid. Weltweit die attraktivste Verbindung.
16/17 Der Transrapid ist vielseitig und für vielfältige Anwendungsfälle geeignet. Als Schnellverbindung einer Stadt mit ihrem Großflughafen, als schnelles Regio-System in Ballungsgebieten, als schnelle und wirtschaftliche Verbindung von zwei Metropolen. Als Bestandteil eines hochentwickelten und leistungsfähigen Verkehrsnetzes, in dem alle Verkehrssysteme sinnvoll miteinander verknüpft sind. Und das nicht nur für den schnellen Personenverkehr, sondern auch als Transportsystem für hochwertige, eilbedürftige Güter. Moderne Großflughäfen liegen meist weit außerhalb der Städte. Eine Fahrt von oder zum Airport dauert inklusive Ein- und Auschecken nicht selten genauso lang wie der gesamte Flug. Eine City-Airport-Verbindung mit dem Transrapid verkürzt die Gesamtreisezeit. Kapazitäten werden besser ausgelastet, das Verkehrsaufkommen wird optimal bewältigt. So benötigt der Transrapid zum Beispiel für eine rund 30 Kilometer lange Strecke weniger als 10 Minuten. Der Transrapid ist nicht nur schnell, er beschleunigt auch sehr schnell. Eine Geschwindigkeit von 300 km/h erreicht der Transrapid nach einer Strecke von fünf Kilometern. Moderne Hochgeschwindigkeitseisenbahnen benötigen dafür mehr als 30 km und mindestens die vierfache Zeit. Daher kann die Magnetschnellbahn nicht nur auf großen Distanzen, sondern gerade auch auf kurzen und mittleren Strecken oder in dichtbesiedelten Regionen mit kürzeren Haltepunkteabständen vorteilhaft eingesetzt werden. Seine außergewöhnliche Fahrdynamik, seine hohe Reisegeschwindigkeit, und je nach topografischer Beschaffenheit diskret auslegbarer Antrieb ermöglichen auf mittleren und großen Entfernungen Reisezeiten wie mit dem Flugzeug. Selbst mehrere Zwischenhalte erhöhen die Gesamtreisezeit nur um wenige Minuten.
Transrapid-Strecke Shanghai. Beginn einer neuen Ära im Bahnverkehr. In Shanghai beginnt eine neue Ära im Bahnverkehr. Im März 2001 ist in Shanghai mit dem Bau der weltweit ersten Transrapid-Strecke begonnen worden. Anfang 2004 wird die Magnetschwebebahn ihren kommerziellen Betrieb aufnehmen. Mit Tempo 430 verbindet der Transrapid die 14-Millionen-Metropole mit dem Pudong International Airport, der zum größten Luftdrehkreuz Asiens ausgebaut werden soll. Für die etwa 30 Kilometer benötigt er ca. 8 Minuten. Fahrzeug-Kurzdaten (6 Sektionen) Sektionenzahl 6 Länge 153,6 m Breite 3,7 m Höhe 4,2 m Maximale Auslegungsgeschwindigkeit 505 km/h Sitzplätze Personenfahrzeug Endsektion (ES) 1. Klasse 56 Mittelsektion (MS) 2. Klasse 110 Endsektion (ES) 2. Klasse 78 gesamt 574 Projektdaten Streckenlänge 30 km Doppelspur Anbindung Instandhaltungsanlagen 3 km Einzelspur Stationen 2 Anzahl der Fahrzeuge 3 Fahrzeuge mit je 5 Sektionen (6 Sektionen ab 6/2004) Verkehrsaufkommen im Jahr 2005 10 Millionen Fahrgäste im Jahr 2010 20 Millionen Fahrgäste im Jahr 2020 33 Millionen Fahrgäste Betriebsgeschwindigkeit (max.) 430 km/h Fahrzeit 8 Minuten Zugfolge 10 Minuten Tägliche Betriebsdauer 18 Stunden
Yangpu Bridge 18/19 People s Square Nanpu Bridge Long Yang Road Station ZhangJiang HiTech Garden Area Pudong International Airport Station Chuanyang He Maglev Train Route Pudong International Airport
ThyssenKrupp Transrapid GmbH Henschelplatz 1 D-34127 Kassel Postfach 10 29 69 D-34112 Kassel Telefon: (05 61) 8 01-64 48 Telefax: (05 61) 8 01-69 07 info@thyssen-transrapid.de www.thyssenkrupp-transrapid.de Büro München Moosacher Straße 58 D-80809 München Postfach 40 18 67 D-80718 München Telefon: (0 89) 3 54 69-100 Telefax: (0 89) 3 54 69-105 Komp.Zentr.Trans. 3000 10/02 D AfD Gedruckt in der Bundesrepublik Deutschland. Die einzelnen Angaben in dieser Druckschrift gelten als zugesicherte Eigenschaft, soweit sie jeweils im Einzelfall ausdrücklich als solche schriftlich bestätigt sind.