Lichtblicke der Ehrenamtlichen von ELONGÓ

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1 Lichtblicke der Ehrenamtlichen von ELONGÓ

2 Elongó ist ein geniales Projekt und zeigt, dass Integration ganz einfach sein kann. Jeder kann helfen indem er oder sie ein wenig Zeit zu Verfügung stellt. Als Buddy von Familie H. habe ich bemerkt, dass es vor allem die sprachliche Barriere ist, die den Start hier in Österreich schwierig macht. Wir treffen uns einmal in der Woche um gemeinsam zu kochen oder einen Ausflug zu machen und es ist schön zu sehen wie sich ihr Deutsch (auch das vom zweijährigen Sohn - der gerade erst sprechen lernt) immer besser entwickelt. Katharina H. Umgekehrt ist es auch für mich eine Bereicherung und ich habe schon ein paar persische Vokabeln und ein paar leckere Rezepte in mein Repertoire aufgenommen.

3 zusammen ist man weniger allein! Michaela B. Ferdinand B.

4 Das eigene Heimatland zu verlassen erfordert mehr Mut als wir uns vorstellen können. Ein wildfremdes Land, in dem man die Sprache nicht beherrscht, niemanden kennt, muss wahnsinnig beängstigend sein. Es ist mir deshalb ein persönliches Anliegen, diese Menschen zu motivieren, weiterhin für ein Leben zu kämpfen, das ihnen zusteht. Dazu brauchen sie unsere Unterstützung! Sandra N. Wai Kei W. Wir lernen ein bisschen die Sprachen (Russisch, Inguschisch). Ich habe viel an non-verbaler Kommunikation dazugelernt, ich musste fast pantomimisch kommunizieren und Wörter wie Gefühl, Geschenk und wertvoll versuchen zu erklären. Das war eine große Herausforderung. Ich profitiere sehr von der Freundschaft, denn aus einem klaren Auftrag heraus hat sich eine Freundschaft entwickelt und das ist schön.

5 Jedes Treffen ist besonders schön. Es hat von Anfang an gut gepasst. Aber die letzte gemeinsame Aktivität war besonders schön, denn da sind wir, zwar bei fürchterlichem Wetter, aber gemeinsam mit anderen Buddys und deren Familien wandern gegangen und es war toll! Marlis F. Das Schönste für mich an dieser freiwilligen Tätigkeit ist die Freude, die man am Andren sieht, die sich widerspiegelt. Ich fühle mich immer sehr willkommen und es ist schön, zu spüren, dass es Sinn macht. In der normalen Arbeit bekommt man selten so ein Feedback darüber. Ernst E.

6 Miteinander leben von einander lernen Wenn multikulturell bedeutet, dass man die anderen so sein läßt wie sie sind, dann wollen wir gerne multikulti sein. Gelebte kulturelle Vielfalt erweitert nicht zuletzt unsern eigenen Horizont. Mitmenschlichkeit ungeachtet des Herkommens soll für uns kein Lippenbekenntnis sein und sich nicht in frommen Sprüchen sondern in Taten! - zu erkennen geben. Wir Wohlstandmenschen, die wir ständig in Angst um unser Hab und Gut leben, als bestünde die Welt nicht aus mehr als aus diesem, haben von kulturell anders geprägten Menschen viel zu lernen. Vielleicht Gelassenheit und Lebensfreude. Vielleicht einfach nur, dass man manche Dinge von verschiedenen Seiten betrachten kann. Miteinander essen, kochen, wandern und natürlich reden. Der beste Weg Vorurteile zu durchschauen und die Welt in ihrer Vielfalt an sich heran zu lassen. Peter K.

7 Integration heißt für mich, aufeinander zugehen. Das heißt, beide Seiten müssen sich bewegen, offen sein für den Anderen. Migranten haben es im täglichen Leben ungleich schwerer. Brigitte und Horst E. Eine Familie eine Zeit lang zu begleiten bei ihren Bemühungen, die deutsche Sprache zu erlernen, aber auch das ganz normale Alltagsleben leichter zu bewältigen, war uns Motivation genug, um uns auf das Projekt Elongó einzulassen. Der relativ geringe Zeitaufwand wird mehr als abgegolten durch das Kennenlernen fremder Kulturen, den Gewinn neuer Freundschaften und die Freude beim Beobachten der Fortschritte beim Einleben in die Gesellschaft. Ich glaube, der Erfolg gibt uns Recht.

8 Kein Mensch verlässt freiwillig seine Heimat. In einem fremden Land mit fremder Sprache und Kultur brauchen die Menschen jede Form der Unterstützung. Ernst H. Für mich ist es immer wieder berührend, wenn ich sehe wie Flüchtlinge aufblühen, mir erzählen, dass es so schön ist, im neuen Heimatland Freunde zu haben, wie schnell sie lernen, sich sprachlich und kulturell auszudrücken und infolge dann auch im Kontakt mit anderen ÖsterreicherInnen im Alltag positive Erfahrungen sammeln. Das ist ein wunderbarer Schneeball-Effekt. Andererseits erhalte ich so viele positive Rückmeldungen von Ehrenamtlichen, dass sie den Kontakt mit den Flüchtlingen als eine große Bereicherung erleben, dass sie viel Spaß bei den gemeinsamen Aktivitäten haben und dass es für sie sehr schön ist, an den Erfolgen teilhaben zu dürfen, an denen sie selbst mitgewirkt haben. Mag.(FH) Anna Brandstetter, Projektkoordinatorin

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