Ziele und Programm des heutigen Workshops. Eine QUIMS-Schule. 1. Kurze Einführung zum Programm QUIMS: Begriffe

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1 Produktiver Umgang mit Diversität Einblick ins Programm Qualität in multikulturellen Schulen (QUIMS) : Markus Truniger, Volksschulamt, Zürich, Selin Öndül, Schulamt Stadt Zürich DIVAL-Tagung, PHSG, 31. Okt 2014 Ziele und Programm des heutigen Workshops Ziel: Sie haben Einblick, wie das Programm QUIMS «funktioniert» und wie es an einem produktiven Umgang mit Diversität arbeitet. 1. Kurze Einführung zu QUIMS 2. Unser Denkmodell zum Umgang mit Vielfalt 3. Qualifizierung / Weiterbildung der für Umgang mit Diversität 4. Kooperationen für den Umgang mit Diversität 5. Ergebnisse, Evaluation 6. Diskussion, Fazit Volksschulamt Kanton Zürich Walchestrasse 21, Postfach 8090 Zürich Seite 2 Eine Schule Nano QUIMS 1. Kurze Einführung zum Programm QUIMS: Begriffe QUIMS ist ein Schulentwicklungsund Unterstützungsprogramm für städtische Schulen mit hohen Anteilen an Schüler/innen aus eingewanderten und sozial benachteiligten Familien (beschreibender Begriff: multikulturelle Schulen ) Unter Qualität wird verstanden, ein gutes Leistungsniveau, gleiche Chancen auf Schulerfolg und eine gute soziale Integration zu sichern. Zielgruppen sind Schuleinheiten, en und alle, alle Schüler/innen und ihre. Seite 3 Seite 4

2 QUIMS in Kürze Die Schulen funktionieren auch mit erschwerender sozialer Zusammensetzung grundsätzlich gut. Schulentwicklung in drei Handlungsfeldern Es besteht dennoch Handlungsbedarf (siehe z.b. PISA-Studie zum Kanton Zürich). Die Volksschule bemüht sich deshalb, das Leistungsniveau noch zu heben und Ungleichheiten im Schulerfolg zu vermindern. Der politische Wille des Kantonsrats und des Volks ist es, dass QUIMS dazu in den Schulen und von kantonaler Seite einen Beitrag leistet. Gleichzeitig stellt der Kanton dafür eine finanzielle und fachliche Unterstützung zur Verfügung. Aktuell sind 111 Schulen beteiligt (mit Mischindex aus Fremdsprachigen- und Ausländeranteil von 40% und mehr). Seite 5 Seite 6 Schwerpunkte Unser Denkmodell zum Umgang mit Diversität: Beteiligte und ihre Diversität wenig Diversität Seite 7 hohe Diversität Seite 8

3 Qualifizierung für den Umgang mit Diversität Kooperationen für den Umgang mit Diversität Seite 9 Coaching, Mentoring, DaZ- und HSK- Interkulturelle Dolmetschende gremien, bildungsangebote Seite Qualifizierung für den Umgang mit Diversität Wie können wir professionelle Haltungen und das Handwerk entwickeln? Haltungen Vielfalt als Normalität wahrnehmen, Chancen und Probleme nüchtern sehen (weg vom Problemdiskurs ) Möglichkeiten der Schule erkennen und nutzen, konstruktive Herangehensweise (nicht jammern oder resignieren) Haltungen gegenüber den Kindern und klären: Abholen der Kinder, ihre Stärken wahrnehmen, hohe und realistische Erwartungen in sie setzen, sie das Metier des/der Schüler/in lehren Seite 11 auch besondere Förderung und positive Diskriminierung für Benachteiligte (Ungleiche nicht grundsätzlich gleich behandeln; mit dem Ziel, Ungleichheiten nach Herkunft zu vermindern) Seite 12

4 Wie arbeiten mit und an Haltungen Die Art der Diskussion, der Weiterbildung und Schulentwicklung sollen diese Haltungen selbstverständlich vormachen (nicht predigen). Professionelle Selbstbeobachtung und Selbstreflexion (gegenseitige Beobachtung und Feedbacks; Intervision) Arbeit mit Beispielen guter Praxis (nicht mit Idealmodelle) Rückmeldungen von, Kindern, Externen erfragen und reflektieren. Pädagogisch-didaktisches Handwerk im Umgang mit Vielfalt erweitern Z.B. Lese- und Schreibförderung in mehrsprachige Gruppen, für Kinder mit mehr oder weniger Sprachanregungen zuhause, in Kooperation mit DaZ- und HSK- Z.B. Zusammenarbeit mit : verschiedenen Milieus kennen und ihnen gerecht werden, erweitern des Repertoires der Kommunikation Professionelle Haltungen und das Handwerk entwickeln sich im Handeln, in der Praxis und in der Reflexion der Praxis (= Unterrichtsentwicklung). Seite 13 Seite 14 Beispiel Schule X: Weiterbildung und Entwicklungsprojekt Leseförderung Schwerpunktsetzung «Lesen» durch das Kollegium Interne Weiterbildung der mit externen Fachleuten im Unterricht Lernorte und zeiten Festlegen des Ziels: Die Lesefreude und Lesemenge bei den Kindern erhöhen sich. Arbeitsgruppen entwickeln und erproben Massnahmen, um die Leseförderung zu verstärken Teil- Projekte Eine koordiniert und leistet Facharbeit Seite 15 Seite 16

5 Formate der Weiterbildung Qualifizierung und Einsatz von ExpertInnen : CAS für, für DaZ-, für Literalitäts-ExpertInnen: Für das ganze Kollegium: schulinterne Weiterbildung und Beratung: mit Referaten, Austausch, Workshops, Coaching immer mit Transfer in die Praxis und Reflexion der Praxis verbunden Beispiel: Qualifizierung und Einsatz von n (Praxis-ExpertInnen) Aufgabe: Fachliche Steuerung, Koordination, Prozessbegleitung Profil: fachliche Eignung und Motivation Weiterbildung: Lehrgang CAS, 300 Std.; Vermittlung von Knowhow in aktueller Didaktik sowie für die Begleitung von Projekten in den Schulen Zeitressource / Entlastung: 2 3 Wochenlektionen (je nach Grösse einer Schule), d.h. 140 bis 210 Arbeitsstunden pro Jahr Austausch, Netzwerk: regelmässige Treffen Seite 17 Seite 18 Schulinterne Weiterbildung zur Schreibförderung Ablauf Beispiel: Formate zur Unterstützung der Schreibförderung Schulinterne Weiterbildung auf Bestellung für alle (alle Stufen) Weiterbildungsteile mit externer Leitung in Zusammenarbeit mit der Begleitgruppe zu ausgewählten Aspekten des Schreibens mit rascher Anwendung in der Unterrichtspraxis mehrere Anlässe (mind. 3) Anmeldung und Kontakt: PH Zürich Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Vertiefung in kleineren Gruppen der FHNW und der PH Zürich Musteraufgaben zum Download: auf Website / Wiki Begleitgruppe Begleitgruppe Kollegium Kollegium Kollegium Begleit gruppe Praxisauftrag Praxisauftrag Praxisauftrag Seite 19 Seite 20

6 4. Kooperationen für den Umgang mit Diversität Kooperationsbeispiele aus der Praxis Coaching, Mentoring, DaZ- und HSK- Interkulturelle Dolmetschende gremien, bildungsangebote Seite 21 HSKplus Future Kids NCBI Weitere Projektbeispiele sind in der Projektsammlung Seite Was ist erreicht? (aus Evaluationsstudie von Maag Merki u.a. 2012) Eine Metaevaluation wurde untersucht, welche Merkmale für gute Schulqualität in «benachteiligen Schulen» (auf Basis einer internationalen Recherche von Mujis u.a- 2004) bei QUIMS zu finden sind. Erreicht: Gestaltung einer für das Lernen positiven Lern- und Schulkultur Aufbau einer professionellen Lerngemeinschaft in der Einzelschule Kooperation innerhalb der Schule Teilweise erreicht: Kontinuierliche Professionalisierung der Unterrichtsentwicklung mit verankerten neuen Konzepten im Unterrichtsalltag Zusammenarbeit mit Gutes Leistungsniveau und gleiche Bildungschancen Zufriedenheit von Schüler/innen und Seite 23 Seite 24

7 Eine Bilanz aus Sicht der Schulpraxis Das Klima unserer Schule ist geprägt von respektvollem Umgang. Die Lesemotivation hat sich gesteigert. Das Textverständnis ist besser geworden. Die sind informiert über den schulischen Stand ihrer Kinder und sie erhalten Hilfestellung für die Unterstützung der schulischen Arbeit ihrer Kinder. Die haben sich weitergebildet. Die fachliche und organisatorische Zusammenarbeit hat eine hohe Qualität erreicht. Wir haben dank QUIMS Unterrichtsformen entwickelt, die ganz gezielt die Ressourcen der Kinder einbeziehen, auf sie eingehen und sie fördern. Denn die Kinder wertschätzen heisst, dort ansetzen, wo sie stehen. (Elisabeth Ghilardi, Lehrerin und in der Stadt Zürich) Mehr Information Seite 25 Seite 26

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