Einsatzmöglichkeiten von Cloud Computing in der Energiewirtschaft

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1 Einsatzmöglichkeiten von Cloud Computing in der Energiewirtschaft Wie Sie die Chancen der neuen Technologie für Ihr Unternehmen nutzen können Red Paper Cloud Computing

2 Management Summary

3 Management Summary 7 Kernthesen Sieben Kernthesen fassen die wichtigsten Erkenntnisse der Studie entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette zusammen. 1. Zunehmende Datenmengen und Kommunikationsbedarfe in der Energiewirtschaft In den Expertengesprächen wird bestätig: Datenmengen und Kommunikationsbedarfe werden deutlich zunehmen, beispielweise durch die Anbindung intelligenter Zählsysteme aber auch durch Endkunden, die mehr Information zu ihrem Energieverbrauch nachfragen und häufiger ihren Energielieferanten wechseln werden. 3 Die IT-Bereiche der Energieversorgungsunternehmen (EVU) sind daher gefordert, steigende Datenmengen zu geringeren Kosten zu verarbeiten. Rund 70 Prozent der Studienteilnehmer sehen in Cloud Computing eine geeignete Technologie, um dieses Ziel zu erreichen. Als Vorteile werden die bedarfsgerechte Skalierbarkeit der IT-Leistungen, die Reduktion von IT-Kosten in Betrieb und Administration und die größere Verfügbarkeit und Performance der IT genannt. 2. Unternehmen mit geringen IT-Budgets können besonders stark profitieren Experten aus Unternehmen mit weniger als Mitarbeitern betonen den großen Nutzen des Bezugs professioneller, optimierter Prozesse und Services über eine Cloud Computing basierte Plattform. Rund 60 Prozent der Befragten sehen mögliche Prozessverbesserungen: Insbesondere die Bearbeitung von Kundenanfragen, Kundenwechseln und die Kommunikation mit Marktteilnehmern können mittels Cloud Computing noch professioneller und kostengünstiger durchgeführt werden. Nicht nur bestehende Prozesse können verbessert, sondern auch neue, erweiterte Services entwickelt werden wie z. B. die Erstellung präziser Verbrauchsprognosen oder ein nachfrageseitiges Lastmanagement über Preissignale. Insight Red Paper

4 4 Fast facts Cloud Computing ist seit einiger Zeit das vorherrschende IT-Thema in Industrie, Forschung und Politik. Kein Hersteller und Anwender von IT-Produkten und -Dienstleistungen kann sich diesem Thema entziehen. Alle Beteiligten versuchen, das damit verbundene Potenzial zu erschließen und für sich zu nutzen. Hierbei fällt auf, in welcher Bandbreite und aus wie vielen unterschiedlichen Perspektiven das Thema erschlossen wird. Von der Infrastruktur über die Softwaretechnologie zu den Prozessen und Strukturen, führt jeder Blickwinkel zu anderen Lösungsansätzen. Einig sind sich aber alle darin, dass der Erfolg von Cloud Computing wesentlich von der Beherrschbarkeit der Datensicherheit und der Gewährleistung des Datenschutzes abhängen wird. 3. Mit Cloud Computing erneuerbare Energien kostengünstig in den Markt integrieren Etwa die Hälfte der Studienteilnehmer sieht in Cloud Computing eine grundsätzlich geeignete Technologie dieses Ziel zu erreichen. Denkbar ist beispielsweise eine Cloud Computing basierte IT-Plattform für die regionale Vermarktung dezentral erzeugter Energie, die auch den Stabilitätsanforderungen des Verteilnetzes Rechnung trägt (Smart Market). Für ein solches System sind aus Sicht der Studienteilnehmer zwei Voraussetzungen zu erfüllen: (a) Rechtssicherheit bezüglich des Einsatzes technischer Komponenten, wie z. B. Smart Metern (rund 90 Prozent) (b) Ein angepasstes, verlässliches Regulierungsregime (rund 50 Prozent) 4. Cloud Computing kein Beitrag zur Realisierung von Smart Grid Rund 70 Prozent der Studienteilnehmer erwarten in den nächsten Jahren eine Veränderung der Aufgabe von Verteilnetzbetreibern. Diese werden künftig eine bedeutendere Rolle für die Netzstabilität einnehmen und hierfür auch intensiver mit dezentralen Erzeugern, Verbrauchern, Speichern und benachbarten Verteilnetzen kommunizieren müssen (Smart Grid). Cloud Computing wird nach durchgängiger Einschätzung der Experten in diesen Funktionen keine Rolle spielen. Folgende Gründe werden hierfür genannt: Rund 60 Prozent sehen Datensicherheit und Datenschutz für dieses Einsatzfeld noch nicht ausreichend gewährleistet. Von rund 50 Prozent wird ein Mangel an passenden und ausgereiften Technologien als Hinderungsgrund genannt. Die Sicherheitsaspekte überwiegen eventuelle Kostenvorteile durch Cloud Computing bei weitem, sobald systemrelevante Leittechnik und Netzzustandsdaten betroffen sind. 5. Datensicherheit und Datenschutz größtes Hindernis Das größte Hindernis für den Einsatz von Cloud Computing ist die Sicherheit gespeicherter Daten. Besonders kritisch ist der Schutz von kundenspezifischen Stammdaten (ca. 80 Prozent) und systemrelevanten Daten (ca. 80 Prozent), wie beispielsweise Spannungsfälle oder Frequenzschwankungen in den Netzen. Insight Red Paper

5 Hinsichtlich der Verarbeitung und Speicherung von Kundendaten sind rund 60 Prozent der Studienteilnehmer der Meinung, dass nicht nur geschlossene Cloud Computing-Systeme die entsprechenden rechtlichen Anforderungen erfüllen können, sondern auch offene Systeme. Insbesondere dann, wenn die Kundendaten durch Aggregation anonymisiert werden. Im Netzbetrieb muss ein unberechtigter Zugriff auf systemrelevante Netzdaten grundsätzlich ausgeschlossen sein. Diese Anforderung kann jedoch nach Einschätzung der Studienteilnehmer bei Cloud Computing-Technologien derzeit noch nicht mit der gebotenen Zuverlässigkeit erfüllt werden. 6. Neue Chancen für den Vertrieb Produkte, Prozesse und Kosten Nach dem bevorstehenden Rollout intelligenter Zähler müssen die EVU künftig deutlich größere Datenmengen verarbeiten. Die IT-Bereiche müssen mit zusätzlichen Kosten rechnen, beispielweise für Kommunikationstechnik, Datenintegratoren und Backend- Systeme. Allerdings erwachsen durch Big Data auch Chancen. Rund 60 Prozent der Studienteilnehmer sehen in einer effizienten Analyse der Kundendaten Möglichkeiten für gezielte Kundenbindungsmaßnahmen. Dies erfordert hohe Rechenkapazitäten, die durch Cloud Computing sicher und kostengünstig bereitgestellt werden können. Was ist Cloud Computing? Cloud Computing beschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen wie z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher oder auch fertige Software dynamisch an den Bedarf der IT-Nutzer anzupassen und über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Ebenso sehen rund 60 Prozent der Studienteilnehmer die flächendeckende Ausstattung mit Smart Metern als Chance zur Optimierung von Geschäftsprozessen, z. B. beim Kundenwechsel und der Erfassung von Zählerständen, weil Massenprozesse automatisiert werden können. 5 Darüber hinaus sehen rund 80 Prozent der Studienteilnehmer in Cloud Computing eine Möglichkeit, den Betrieb und die Administration der IT kostengünstiger zu unterhalten. 7. Neue Geschäftsfelder durch Cloud Computing Die Studienteilnehmer bewerten den Einsatz von Cloud Computing zur Erschließung neuer Geschäftsfelder durchweg positiv. Chancen sehen sie vor allem in den folgenden Bereichen: Erweitertes Serviceangebot für Kunden, wie z. B. Energieverbrauchsanalysen oder weitere IT-Dienste im Bereich Healthcare oder Security (rund 90 Prozent) Kosteneffizienter Einsatz von intelligenten Endkundengeräten, wie z. B. intelligente Ladestationen für E-Mobility (rund 80 Prozent) Integration verschiedener Sparten, wie z. B. durch ein Portal zur einheitlichen Verwaltung aller bestehenden Ver- und Entsorgungsverträge (rund 70 Prozent) Insight Red Paper

6 Ansprechpartner Dr.-Ing. Andreas Olbrich Partner Utilities BearingPoint GmbH Tel Univ.-Prof. Dr.-Ing. Albert Moser Institut für Elektrische Anlagen Energiewirtschaft der RWTH Aachen Tel BearingPoint GmbH, Frankfurt/Main. Alle Rechte vorbehalten. Gedruckt in der EU. Der Inhalt dieses Dokuments unterliegt dem Urheberrecht. Veränderungen, Kürzungen, Erweiterungen und Ergänzungen, jede Veröffentlichung, Übersetzung oder gewerbliche Nutzung zu Schulungszwecken durch Dritte bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung durch BearingPoint GmbH, Frankfurt/Main. Jede Vervielfältigung ist zum persönlichen Gebrauch gestattet und nur unter der Bedingung, dass dieser Urheberrechtsvermerk beim Vervielfältigen auf dem Dokument selbst erhalten bleibt. WP_0774_DE Insight Red Paper

7 Wir helfen unseren Kunden, messbare und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bildet die Grundlage für einen außerordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg und eine außergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund Mitarbeiter in 15 Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global. Für weitere Informationen:

8 BearingPoint GmbH Speicherstraße Frankfurt am Main T E

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