Make or buy? Best Practices und Erfahrungen der IT der Deutschen Rentenversicherung Bund

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1 Make or buy? Best Practices und Erfahrungen der IT der Deutschen Rentenversicherung Bund 2. Bayerisches Anwenderforum egovernment 15. Juni 2010 in München Abteilung Organisation und IT-Services Iradj Rahn

2 Agenda Wer sind wir? Die IT der Deutschen Rentenversicherung Bund Make or buy? Fragen und Antworten 2

3 Die Deutsche Rentenversicherung Bund.. ist der größte von 16 Rentenversicherungsträgern der gesetzlichen Rentenversicherung.. ca Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,.. ca. 25 Mio. Versicherte,.. zahlt rund 10 Mio. Renten,.. bewilligt jährlich rd. eine halbe Mio. Leistungen zur Teilhabe,.. gibt dafür insgesamt rd. 120 Mrd. aus 3

4 Agenda Wer sind wir? Die IT der Deutschen Rentenversicherung Bund Make or buy? Fragen und Antworten 4

5 Technische Infrastruktur 2 Mainframes über 900 Server über PCs rd Drucker 90 TB Speicher 5

6 IT-Abteilung der DRV Bund Ca. 850 Mitarbeiter Davon ca. 500 Entwickler (Systemanalytiker und Programmierer) Ca. 350 Mitarbeiter im IT-Betrieb (Systemadministratoren und Operatoren) 6

7 Entwicklungsschwerpunkte Kernanwendungen für die Sachbearbeitung, z.b. rvglobal, zusy, CBP für ca Sachbearbeiter eservices für das egovernment der DRV Bund Führungs-Informationssystem und Dataware House INFOSYS Windows-/Unix-Systemprogrammierung SAP für HCM, Warenwirtschaft und elektronische Vergabe Wilken ERP für Finanzbuchhaltung 7

8 IT-Systeme und Verfahren egovernment in der DRV-Bund eservice Die Verbesserung der Services für die Kunden (G2C, G2G, G2B.. ) esolution eantrag ebescheid eoffice Die Verbesserung verwaltungsinterner Abläufe Workflow (eworkflow) rvglobal Internet/ Intranet (GSB) ebafg ekasse einfrastruktur Die technischen Basisdienste für neue Abläufe und Services Netz der DRV Trustcenter (ZD) Virtuelle Poststelle (VPS) Dokumenten- Management (rvarchiv) 8

9 Wichtige kommerzielle Software-Produkte BS2000 Host, Solaris Server, Microsoft Server Oracle Datenbanken SAP und Wilken ERP Websphere Application Server, Content Manager Programmiersprachen COBOL, Java, C, PL/SQL, RAD (Rational Application Developer) Lotus Notes, GSB (Government Site Builder) Microsoft Office Suite, Windows XP 9

10 Open-Source Einsatz I Apache Webserver Internet/Intranetangebot Tomcat JSP/Servlet Container DRV-Bund- Internetangebot Lucine Suchmaschine JBoss Applikationsserver Poststelle), DRV-Bund-Internetangebot VPS (Virtuelle CVS, Subversion Versions- und Sourceverwaltung, Java EE Projekte, openssl Zertifikatsverwaltung Sicherer Internetzugang openssh Netzwerk Verbindungs-/ Authentifizierungs-/ /Berechtigungsprüfung 10

11 Open-Source Einsatz II Samba Fileserver Bereitstellung von Dateien für DRV- Bund Windows Arbeitsplätze PerlProgrammiersprache Systemmanagement/Administration Eclipse Entwicklungsplattform egovernment-projekte, Plattform Entwicklung DRV-Bund-Internetangebot / Java- Anwendungen Linux Betriebssystem u.a.testsystem VPS, zusy Testsystem, Fernwartungssystem openldap Verzeichnisdienst Verwaltung der Unixserver- Administratoren Benutzerdaten (Nachfolger bfaadm) Ant Build- und Deploytool zusy Struts Applikations Framework zusy, INFOSYS 11

12 Agenda Wer sind wir? Die IT der Deutschen Rentenversicherung Bund Make or buy? Fragen und Antworten 12

13 Make or Buy? Make or Buy bedeutet wörtlich die Wertschöpfungsalternative zwischen (selber) machen oder kaufen. Gemeint ist die strategische Überlegung, ob ein Objekt im Unternehmen selbst produziert oder von außen bezogen werden sollte. 13

14 Make or Buy? Mit einer reinen Make-Strategie kann die IT zur Kernkompetenz ausgebaut werden Mit einer reinen Buy-Strategie kann man sich auf Kernkompetenzen und die eigentliche Aufgabe der (öffentlichen) Unternehmung fokussieren 14

15 Spielarten des Buy in der IT Outsourcing der Entwicklung mit Transfer von Assets und Personal Hosting Vertrag über den Betrieb der Infrastruktur Managed Services Transfer der Service Verantwortung unter Beibehaltung der Kontrolle über die Technologie Stichwort: Application Service Providing oder SaaS Standardsoftwareeinsatz Lizenzierte Standardsoftware Dies ist das Buy der DRV Bund 15

16 Agenda Wer sind wir? Die IT der Deutschen Rentenversicherung Bund Make or buy? Fragen und Antworten 16

17 Vergleichen!? - Kommerziell vs. Open Source IBM JBoss Assured delivery Message security? Centralized administration Message server load balancing Publish / Subscribe JMS for own Application Server Available on over 35 platforms High Performance Pervasive device support JMS can be used by 3 rd party server JMS can be used independent of Application Server Web Scale Pub/Sub (Socket Connection) Automated message store failover De-facto industry standard for MOM 17

18 18

19 Rahmenbedingungen für Antworten I Anforderungsmanagement ist häufig schwierig Kunde weiß oft schon vorher, welche Software er will, aber nicht immer was er will. Eine historisch gewachsene IT-Landschaft macht Innovationen schwierig Der IT-Betrieb will Produkte mit definierter Maintenance Mitarbeiter halten häufig am Althergebrachten fest Ist die Abhängigkeit von fremden know-how akzeptabel - ja oder nein? 19

20 Rahmenbedingungen für Antworten II Know-how und angemessenes Skill-Level der eigenen Mitarbeiter sind fundamentale Voraussetzung für make wie buy! Fehlendes Lifecyclemanagement führt zu erzwungenen Entscheidungen Ein fehlender Architekturmanagement-Prozess lässt keine ITstrategischen Antworten zu Eine fehlende IT-Bebauungsplanung macht die Analyse unmöglich Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen umfassen häufig nicht alle Aspekte der TCO Glaubenskriege unter den Entwicklern (z.b. open Source vs. kommerzielle Produkte wie WAS vs. JBoss) 20

21 Voraussetzungen für gute Antworten I Kein Dogmatismus (nur Open Source vs. nur kommerzielle SW) IT Governance Klärung des Best of breed vs. Generalansatz Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (Wibe) umfasst alle Aspekte der TCO Lifecyclemanagement Architekturmanagement-Prozess IT-Bebauungsplanung 21

22 Voraussetzungen für gute Antworten II Vision und Mission (Full-Service-Provider) ITIL (IT Infrastructure Library, V3) Einsatz eines Vorgehensmodells für SW-Entwicklung IT-Sicherheitskonzepte Business-Continuity-Konzept IT-Rahmenkonzept IT-Ausbildungskonzepte... 22

23 Fazit Es gibt keinen Königsweg zur Beantwortung der Frage IT Governance ist die Voraussetzung für die richtige Antwort auf Make or buy Eine ständige Überprüfung der Strategie und Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse ist notwendig Auf Standardsoftware kann nicht verzichtet werden Auf Open Source-Software aber auch nicht mehr! 23

24 Impressum Iradj Rahn Deutsche Rentenversicherung Bund Berlin 24

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