OPEN DATA SACHSTAND DER UMSETZUNG BEI DER STADT FRANKFURT AM MAIN

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1 OPEN DATA SACHSTAND DER UMSETZUNG BEI DER STADT FRANKFURT AM MAIN

2 OPEN DATA - Maschinenlesbare Bereitstellung öffentlicher Verwaltungsdaten (keine personenbezogenen Daten, keine Daten unter Schutzrechten) - Freie Verfüg- und Nutzbarkeit - Bereitstellung der Daten unter bestimmten Lizenzmodellen (Achtung: Diese schützen eher den Nutzer als die Verwaltung!) - Anspruch Bürger und Unternehmen haben diese Daten bereits mit ihren Steuern bezahlt (erhöhte Transparenz) - Schaffen neuer Dienstleistungen, die die Verwaltung selbst nicht schaffen würde oder dürfte (verbesserte Dienstleistungen)

3 POLITISCHE ANSTÖSSE IN FRANKFURT AM MAIN - Anfrage NR 78 vom (BUNTE-FRAKTION): Open-Data-Projekt starten ; hierzu B 212 vom und B 417 vom Anfrage NR 186 vom (PIRATEN): EU-Fördermittel für Open Data und digitale Inhalte - Anfrage NR 271 vom (CDU/GRÜNE): Zentrales Open-Data-Portal für Frankfurt ; hierzu B 454 vom Anfrage NR 503 vom (PIRATEN): Open Data: Machen statt zögern - Magistratsbeschluss M 81 vom E-Government-Gesetz vom , 12

4 AUSGANGSLAGE - Personelle Kapazitätsprobleme im zentralen Rechenzentrumsbetrieb, daher anfangs Überlegungen für eine Outsourcing-Lösung (bietet sich an, da keine besonderen Datenschutzanforderungen) - Überlegungen zum Einsatz einer virtuellen Umgebung (MS Azure) in einem Drittrechenzentrum - Einsatz des Produktes CKAN (Comprehensive Knowledge Archive Network) der Open Knowledge Foundation als etablierte Standardsoftware (entspricht politischem Wunsch) - Irrtümliche Annahme: Daten müssen zunächst auf einem separaten Server gesammelt werden, CKAN speichert die bereitzustellenden Daten

5 KOOPERATION - Unterstützung durch Fraunhofer FOKUS aufgrund vorhandener Open-Data-Referenzen - Ziel: Aufnahme und Analyse relevanter Rahmenbedingungen, Erstellung eines Konzeptes - Schon in erster Sitzung Aha-Effekt : Es ist nicht notwendig, Daten nochmals zentral zu speichern; vielmehr wird dafür die vorhandene Infrastruktur (Internet-Auftritt) verwendet - Hierdurch geringere Betriebsaufwände als erwartet und damit Betrieb in eigenem Rechenzentrum möglich - Vorschlag, anfangs drei Ämter mit interessanten Daten zu beteiligen: Bürgeramt, Stadtvermessungsamt, Umweltamt

6 ORGANISATORISCHE ÜBERLEGUNGEN - Welche Lizenz verwenden? Creative Commons oder Deutschland-Lizenz? - Welche Metadaten verwenden? Anlehnung an GovData- Portal des Bundes (JSON/GitHub)? - Schützt die Lizenz vor Missbrauch? Ist sie durchsetzbar? - Welche Datensätze sind bereits vorhanden? Welche sind in andere Formate zu konvertieren? - Diskussion um die Bereitstellung von Geodaten als Webservice: Kostenfrei? In welcher Auflösung?

7 ZEITABLAUF - Mai 2013: Magistratsbeschluss - Mai 2013: Einholen eines Angebotes bei Fraunhofer FOKUS - Juli 2013: Stadtverordnetenbeschluss - August 2013: Auftakt-Workshop - Oktober 2013: Workshop mit CKAN-Dienstleister ONDICS - Oktober 2013: Interne Abstimmung über Betriebsfrage - Dezember 2013: Vorliegen des Fraunhofer FOKUS- Konzeptpapiers - Dezember 2013: Test CKAN-Software im zentralen Rechenzentrum unter Red Hat Linux

8 TECHNISCHE BASIS - Virtuelle Maschine - Red Hat Linux (statt Ubuntu Linux) - Webserver: Apache - Datenbank: Postgres - Suche in Datenbank: SOLR-Jetty - CKAN: Python, Javascript - CKAN-Schnittstellen: WebAPIs, Harvester - Datenspeicherung im Internet-Auftritt

9 NUTZEN - Der propagierte externe Nutzen (Entstehen zusätzlicher Dienstleistungen) ist schwer nachweisbar und steuerbar - Es zeichnet sich jedoch interner Nutzen ab - Identifikation und Verzeichnung von Datenvorkommen in der Verwaltung an einer zentralen Stelle - Prüfung der Aktualität vorhandener Daten und der Prozesse zur Aktualisierung dieser Daten - Somit bessere Entscheidungsgrundlage und damit Risikominderung, geringere Recherchezeiten

10 AUFWAND - Gutachterliche Expertise < EUR - Basis-Betriebskosten (Server in DMZ, Netzwerk, VM, vorhandene Internet-Webserver) - CKAN ist Open Source - CKAN-Bereitstellungskosten (Basis-Customizing) < EUR - CKAN-Pflegekosten - Die technischen Kosten sind der geringste Aufwand!

11 SO GEHT ES WEITER: EINFACH MAL MACHEN - Nun geht es darum, in den beteiligten Ämtern und Betrieben geeignete Daten zu identifizieren und bereitzustellen - Als maschinenlesbar gelten nicht die meistgenutzten Dateiformate (Office, Outlook-MSG, PDF); ggf. ist eine Konvertierung erforderlich - Schrittweises Vorgehen erlaubt das Verifizieren des Erfolges (stellt man Datensätze und daraus entstandene Anwendungen gegenüber, so fällt das Verhältnis derzeit negativ aus) - Die Verwaltung leidet unter Arbeitsverdichtung und weist daher nur eine eingeschränkte Akzeptanz für neue Aufgaben und deren Aufwände auf

12 GEEIGNETE DATEN - Oft liegen bereits Datenschätze im Internet-Auftritt bereit, sind aber nicht über eine einheitliche Seite im Zugriff - Fraunhofer FOKUS hatte die Teilnahme der Ämter 12, 62 und 79 empfohlen, weil deren Daten erfahrungsgemäß besonders attraktiv sind (statistische Daten, Geodaten, Umweltdaten) - Es können zusätzlich auch solche Daten aufgenommen werden, die nicht ohne weiteres maschinell lesbar sind, z.b. PDF oder proprietäre Dateiformate - Einige Daten eignen sich nicht für die Bereitstellung in statischer Form (z.b. aktuelle Geodaten); solche Daten sind über Webservices bereitzustellen

13 LANGFRISTIGER AUSBLICK - Integration eines Portals (Blog); Kommunikation mit Nutzern - Verwendung eines zentralen Data Stores (Gefahr redundanter Datenhaltung) - Automatisiertes Harvesting von Daten aus Vorsystemen, z.b. Geodaten oder Internet-Medienpool (erfordert gleichen Metadaten-Aufbau) VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT!

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